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Wenn die Zweifel dich zerreißen...

Z^uk;unftx17? hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Community,

ehrlich gesagt weiß ich nicht wirklich wo ich Anfangen soll.

Ich versuch es mal chronologisch aufzuarbeiten.

Vor über zwei Jahren lernten meine Freundin und ich uns kennen. Damals war ich 25 und Sie 28.

Es lief ganz klassisch. Wir feierten den Geburtstag eines Freundes in einer Bar. Sie ist mir aufgefallen

und ich sprach Sie an.Es hat direkt gefunkt.Am selben Abend erzählte sie mir direkt, dass sie gerade in Scheidung lebt und zwei kleine Kinder im Alter von 1 und 3 zu Hause hat.

Grundsätzlich war das für mich nichts Schlimmes. Ich liebe Kinder sehr und habe in den allermeisten Fällen einen guten Draht zu ihnen. Ich ließ alles einfach auf mich zukommen. Wir verbrachten vom ersten Moment an sehr viel Zeit miteinander. Anfangs besuchte ich sie immer, wenn die Kinder schon geschlafen haben. Nach einigen Wochen lernte ich schließlich auch die Kinder kennen und lieben. Von da an hatten wir eine wundervolle Zeit miteinander.

Zu den Vorgeschichten:

Meine Partnerin ist bis dorthin wirklich ihr ganzes Leben durch die Hölle gegangen. Als Kind wurde sie permanent von ihrem Vater geschlagen, der seinen Frust an ihr ausgelassen hat. Er wurde recht früh ungeplant Vater und wollte sie eigentlich abtreiben. Aber die Mutter hat das nicht hingenommen. So gab er meiner Freundin von der ersten Lebensminute an immer die Schuld daran, dass sein Leben nicht so gelaufen ist wie er sich das ausgemalt hat.

Dadurch, dass ihre Mutter in der Schwangerschaft geraucht hat, leidet meine Freundin seit ihrer Geburt an Morbus Crohn, einer chronischen Magen-Darmentzündung, die Ihr Immunsystem unheimlich schwächt. Als Kind musste ihr bereits 1 m Darm operativ entfernt werden. Permenenter Durchfall, Bauchkrämpfe und Blähungen begleiten sie regelmäßig. Die Eltern meiner Freundin trennten sich, als Sie 12 war. Der Vater verließ die Familie und hatte keinen Kontakt mehr zu seinen 3 Kindern. Als wäre das alles noch nicht genug, starb ihre Mutter unerwartet mit 45 an Krebs.

Nach dem Tod der Mutter übernahm Sie das Sorgerecht für ihre beiden jüngeren Geschister. Zu ihrer jüngeren Schwester hat sie gar keinen Kontakt mehr, zum Bruder nur sehr wenig.

Nachdem ihre Geschwister alt genug waren um auf sich selbst aufzupassen, zog sie in eine andere Stadt um ein neues Leben anzufangen. Hier lernte Sie ihren Exmann kennen. Er war damals schon mitte 30 und drängte nach einem Jahr Beziehung auf Heirat und Nachwuchs. Sie hoffte endlich anzukommen, ihr Leben positiv zu verändern und willigte ein.

Nachdem das erste Kind da war, merkte Sie schnell, dass ihr Ehe wohl nicht mehr lange halten wird.

Die Vorstellung eines gemeinsamen Familienlebens ging hier weit auseinander.Ihr Exmann ist ein wohlhabender Lebemann, der von Monogamie nicht viel hält. Viel mehr hält er von Partys, Alkohol und einem freien, offenen Lebensstil. Ein Jahr nach der Geburt des ersten Kindes wurde meine Freundin zum zweiten mal schwanger...ein Spiralenkind. Ihr Exmann drängte zur Abtreibung, Sie entschied sich dagegen.

Bereits während der zweiten Schwangerschaft wurd ihr klar, dass Sie sich von ihm trennen wird.

Als das zweite Kind da war, kam es so schnell wie möglich in die Krippe, meine Freundin arbeitete so viel es unter diesen Umständen eben ging, packte das Geld auf die Seite und verließ ihren Exmann.

Kurze Zeit später lernten wir uns kennen.

Noch einige Sätze zu meiner Vorgeschichte, bevor ich zur Schilderung meiner aktuellen Situation komme.

Ich war zu der damaligen Zeit auf der Suche nach einer soliden Partnerschaft. Mein Studium war beendet,

ich habe angefangen zu arbeiten. Was mir zu meinem Glück noch fehlte war eine intakte Beziehung. Zuvor hatte ich damals zwei Beziehungen von geringerer Dauer: Meine erste Freundin hatte ich relativ spät, mit 19. Die Beziehung hielt nicht mal ein halbes Jahr. Unsere Welten waren zu verschieden. Sie kam aus einer sehr wohlhabenden Familie und ich bin in einer klassischen Arbeiterfamilie aufgewachsen. Meine zweite Freundin hatte ich zu Beginn meines Studiums. Die Beziehung hielt etwas über 6 Monate. Meine Exfreundin hat die Beziehung auf Grund ihrer psychischen Krankheit beendet. Sie litt unter bipolaren Persönlichkeitsstörungen.Das Ende der Beziehung, gepaart mit starkem Studienstress und einem krassen Vertrauensbruch innerhalb meines Freundeskreises ließen mich in eine tiefe Depressio verfallen. Diese ließ ich anshließend zwei Jahre lang therapieren. Als ich mich aus meinem Loch gekämpft habe, lernte ich meine Freundin kennen.

Antworten
Zdukun|ft1J7x?


Der Anfang der Beziehung war wundervoll. Sie hat mich einfach umgehauen. Sie war unglaublich attraktiv, ich liebte ihre Einstellung und Kraft. Im Prinzip machten wir von Anfang an alles miteinander. Sowohl mit als auch ohne Kinder. Die Kinder sind jedes zweite Wochenende bei Ihrem Vater. Nach 6 Monaten zogen wir das erste Mal in eine Mietwohnung zusammen, da wir ohnehin die ganze Zeit zusammen waren und zwei Mieten einfach keinen Sinn gemacht haben. Außerdem wollten wir weg aus dem Ort in dem ihr Exmann gewohnt hat. Soweit lief alles ganz gut, jedoch kam damals der erste Knick meinerseits.

Seitdem wir zusammen waren, hatte Sie damals relativ stark zugenommen. Sie ist nur 1,60m groß. Als wir uns kennen lernten, habe ich Ihr nicht angesehen, dass Sie zwei Kinder auf die Welt gebracht hat.

Sie war jetzt nicht abgemagert, aber auch nicht dick. Ziemliches Normalgewicht würde ich sagen. Und dann hat Sie innerhalb weniger Wochen sicherlich 10kg zugenommen. Bei 1,60m sieht man das leider relativ stark.

Anfangs dachte ich das wäre nur eine Phase und hört wieder auf. Doch dem war nicht so. Ich versuchte Sie nach einigen Wochen zu Sport und gesunder Ernährung zu motivieren. Doch darauf hatte Sie gar keine Lust.

Als ich nicht mehr konnte, habe ich das Thema offen angesprochen und ihr versucht schonend beizubringen, dass ich die Veränderung nicht so schön finde. Da ist Sie ziemlich ausgerastet und konnte das überhaupt nicht nachvollziehen.

Ich fing an mich mit ihr in diesem Zustand einfach unwohl zu fühlen. Ich bin sportlich und achte auf gesunde Ernährung. In erster Linie der Gesundheit wegen, da ich genetisch bedingt erhöhten Bluthochdruck haben.

In zweiter Linie möchte ich natürlich auch meiner Partnerin gefallen. Irgendwo ist es eine Lebenseinstellung. Und wenn die Partnerin voll in die andere Richtung schlägt, fühle ich mich einfach nicht mehr so wohl.

Naja, zu diesem zeitpunkt hat Sie mir gesagt, dass Sie als Teenie über 120 kg gewogen hat. Dann hat Sie stark abgenommen, um einen Vernünftigen Mann kennen zu lernen. Bis dorthin hatte Sie nur Arbeitslose oder Kiffer als Partner. Also sie dann so stark abgenommen hatte, lernte sie ihren Exmann kennen und ist davon ausgegangen, dass das der Richtige sein muss...

Nach den Schwangerschaften hat Sie auch radikal abgenommen. Und ich lernte Sie in einer Phase kennen, in der es gerade wieder "Berg auf" ging.

Das schlimme für mich war einfach, dass die Lebenseinstellungen nicht mehr wirklich zueinandergepasst haben :(

Nach sehr langem hin uns her bekommen wir zumindest dieses Problem seit ca. einem halben Jahr wieder in den Griff. Wir achten gemeinsam auf unsere Ernährung und nun versucht auch sie wieder regelmäßig Sport zu machen.

Langsam purzeln die Pfunde wieder und ihr ist auch klar geworden, dass Sie den Kindern gegenüber eine Vorbildfunktion hat.

Lange Zeit war das etwas, dass unsere Beziehung von meiner Seite aus sehr belastet hat. Ich habe das aber auch in 2-3 nicht so schönen Klärungsgesprächen deutlich gemacht und ihr gesagt, dass ich mich so nicht glücklich fühle und das auf lange Sicht nicht ertrage.

Weiterhin belastend ist ihr Exmann, vor dem Sie große Angst hat. Er hat ihr gesagt, dass er die kleinste Möglichkeit wahrnehmen wird ihr die Kinder zu entziehen.

Ich habe ihr sehr ans Herz gelegt eine Psychotherapie zu beginnen. Zum einen um ihre schlimme Vergangenheit aufzuarbeiten, zum anderen um die Angst vor ihre Exmann anzugehen.

Aber Sie sagt, dass er ihr die Kinder wegnimmt, wenn er mitbekommt, dass sie eine Therapie macht.

Ein Teufelskreis

Ansonsten kommen wir sehr gut miteinander aus und ergänzen uns super. Ob mit Kindern oder ohne. Wir unternehmen viel mit einander, meistern unsere Aufgaben gemeinsam, und liegen jeden Abend gemeinsam auf dem Sofa. Selbst nach über zwei Jahren Beziehung ist es noch so, dass wir beinahe täglich miteinander schlafen.

Sie ist trotz ihrer schweren Vergangenheit unheimlich liebevoll zu mir. Jeder Tag sagt Sie mir, wie sehr sie mich liebt und dass ich das für sie 100&ig das Allerbeste bin war ihr je passieren konnte.

Ich habe für diese Beziehung auch stets alles getan was ich konnte. Nach einem Jahr Mietwohnung hab eich eine 4-Zimmer-Wohnung für uns gekauft, damit jedes der Kinder ein eigenes Zimmer hat.

Meine Freundschaften habe ich auf ein Minimum zurückgefahren. Mein Hobby Fußball habe ich an der Nagel gehängt um mehr Zeit für die Familie zu haben.

Seit längerem spricht meine Freundin schon von Heirat und einem gemeinsamen Kind.

Und ich kann mir das momentan einfach nicht vorstellen.

Ich wollte immer zwei Kinder. Anfangs war es für mich nicht so schlimm, aber jetzt wird es für mich immer schlimmer.

Es tut mir unglaublich weh, dass ich bei den Kindern nicht von Anfang an dabei sein konnte. Dass ich die Schwangerschaften nicht miterlebt habe, dass ich nie die Erfahrung gemacht habe wie es mit einem Kind ist und dann mit zwei. Immer mehr kommt in mir hoch, dass ich etwas verpasst habe. Und das macht mich traurig und lässt mich (ver-)zweifeln.

Ich bin jetzt 28 und weiß nicht wie es weitergehen soll.

Seit einigen Wochen kämpfe ich wirklich sehr mit mir selbst. Mich zerreißen die Zweifel, ob der Weg den ich eingeschlagen habe der richtige ist. Ich liebe die Kinder unglaublich. Und ich weiß, dass diese kleine Familie mich unheimlich liebt und braucht. Alleine wird Sie das nur schwer meistens können, zumal meine Partnerin sehr krankheitsanfällig ist.

Unter den Umständen fällt es mir aber auch schwer an ein gemeinsames Kind zu denken. Und wenn überhaupt glaube ich momentan, dass es selbst schwer wäre mit einem weiteren Kind alles zu meistern.

Auch an Heirat denke ich nicht. Ich hab immer alles so laufen lassen, weil es für mich ok war. Es ist schön. Um Welten besser als alleine ich eine zu sein. Aber "nächste Schritte" kann ich mir momentan noch nicht wirklich vorstellen.

Seit einigen Woche weiß ich nicht mehr wo mir der Kopf steht, meine Zweifel zerfressen mich.

Ich hatte immer wieder mal solche Zweifel. Meistens waren Sie nach ein paar Tagen wieder weg, da ich überzeugt war das Richtige zu tun. Nun ist es aber etwas schwerer und der Zweifel sitzt tiefer.

Warum sehe ich auf einmal nur das negative? Warum kann ich gerade nicht die positiven Aspekte in der Vordergrund stellen?

Ich werde hier wahrscheinlich keine maßgeschneiderte Lösung finden.

Aber vllt. hat jemand von euch schonmal eine vergleichbare Situation erlebt und kann mir sagen wie er/sie gehandelt hat. Vllt. könnt ihr mir aber auch einen Rat geben wie ich mein inneres Gleichgewicht wieder herstellen kann. Grundsätzlich tut es mir schonmal gut meinen Frust hier "abzuladen".

Sonst fällt es mir schwer mit jemandem darüber zu sprechen.

Auch wenn der Text jetzt sehr lang geworden ist hoffe ich, der ein oder andere hat ihn ganz durchgelesen und kann mir einen Rat geben.

Viele Dank!

Die Zukunft

w-interUs6onne x01


Du bist noch so jung, auch wenn es hart klingt...bei so vielen Zweifeln schon am Anfang einer Beziehung, denke ich, dass es wenig Sinn macht an dieser festzuhalten und aus Pflichtgefühl, weil die kleine Familie dich braucht ... das ist auch keine gute Grundlage für eine dauerhafte Beziehung.

Das ganze klingt nach Ärger, Unzufriedenheit ein Leben lang.

Du bist nooch zu jung , um nicht daran zu glauben, dass du mit einer anderen Frau ein glücklicheres, problemfreieres Leben führen könntest.

D|ieDosiusmacht]dasGifxt


Eine vergleichbare Situation ist eher schwer zu finden. Das was Du so ausführlich beschrieben hast als Familien- und Einzelsituation ist schon sehr komplex und kein Standardgeschehen. Vieles erklärt sich aus der Vita der Familiengeschichte Deiner Freundin, was in ihr charakterliche und seelische Einflüsse hatte. Aber, und auch das wird in Deinen Zeilen sehr deutlich, es gibt zwischen euch als Paar ein deutliches Gefälle. Du trittst eher als Lenker, verantwortlicher und sorgender Partner auf, und das nicht nur in Bezug auf die jungen Kinder Deiner Freundin, sondern auch was Deine Freundin betrifft. Es hat mehr von einem "Therapeuten" im Umgang miteinander, der darauf achtet, dass die Partnerin mit sich und ihrem Leben sorgsamer umgeht. Dass das kräftezehrend, anstrengend und ja auch zu Lasten der Paarliebe Auswirkungen hat, scheint mir verständlich. Du, der Motor der motiviert, tröstet, organisiert und rein powert in das Paarleben.

So wie Du es selbst beschrieben hat, wird das nicht unendlich lange gut gehen. Vom Alter her bist Du noch zu jung um in diese Art der Beziehungsdynamik rein wachsen zu müssen. Deiner Freundin täte es glaube gut, wenn sie mittels eines geschulten Therapeuten ihre schmerzliche Vergangenheit aufarbeitet.

Ich las vor längerer Zeit verschiedene Studien, die besagen, dass starkes Übergewicht sicher nicht nur, aber vordergründiger durch innere Seelenzustände gelenkt und hervorgerufen wird. Deine Freundin hat in ihrem jungen Leben schon sehr viel Enttäuschung, seelische Verletzungen und Ablehnung erfahren müssen. Ich würde in diesem Fall, wie Du ihn beschrieben hast - im Essen eine Art von Belohnungssystem sehen, und immer wenn es Deiner Freundin mies geht, dann reguliert es sich über das Essen das sie sich einen Schutzpanzer zulegen will. Eine Mutter sehr jung zu verlieren ist sehr schlimm, ihre eigene Krankheit ist eine große Belastung zumal mit zwei jungen Kindern. In ihr wird neben der mies verlaufenden Ehe auch darüber hinaus viel seelischer Ballast geblieben sein, der unbedingt aufgearbeitet werden sollte.

Aber dafür bist Du nicht der richtige Part. Ebenso kann es nicht Deine Aufgabe sein, sie als Lebens- und Partnermotivator in Dauerschleife dorthin zu lenken wo es für sie gesundheitlich am vorteilhaftesten ist. Das frisst in Dir viel Lebensenergie auf, und an diesem Punkt bist Du gerade. Du hinterfragst Deine eigene Rolle als Freund und Verantwortlicher für diese junge Familie.

Du selbst stehst noch am Anfang Deines Lebens, mit 25, aktuell 27, und einem gerade beendeten Studium hast Du zu wenig Spielraum gehabt Dich selbst als Mensch und Mann auszuprobieren, herauszufinden was Du leben möchtest, weil Du sofort in die Verantwortung gegangen bist für diese junge Frau und ihre komplexen Probleme. Ob Du Dich, wegen Deiner Zweifel und dem Gefühl dort noch nicht lebensbindend angekommen zu sein trennen solltest, ist Deine Entscheidung. Es wird sicher schwer genug, aber Deine Zweifel ernst nehmen solltest Du auf jeden Fall und nicht aus falsch verstanderer Liebe weitere Schritte gehen, von denen Du nicht selbst innerlich überzeugt bist.

JFoh^nDoe3x9


Mich erinnert deine Situation sehr meiner Ehe. Bei mir ging es sogar noch einen Schritt weiter, ich habe die Frau geheiratet und die Kinder adoptiert. Auf ihr drängen kam dann doch noch das dritte Kind. Ich habe mich dann jahrelang in der Situation versucht zu finden.

Auch die Gefühle waren ähnlich, ich liebe die Kinder und ich wusste, sie kommen ohne mich nicht klar. Sie hatte immer wieder große psychische und körperliche Probleme. Aber es wurde immer schlimmer und ich versuchte nur noch "durch zu halten".

Jetzt nach meiner Trennung ist es leider genau so schlimm gekommen wie befürchtet, obwohl sie sofort neue "Unterstützung" gefunden hat, bekommt sie ihr Leben nicht unter Kontrolle. Ein Kind lebt inzwischen bei mir und ich hoffe über kurz oder lang kann ich noch unser gemeinsames Kind zu mir holen.

Du bist in einem Alter, in dem du noch selber alles steuern kannst und es muss nicht so enden wie bei mir. Um so länger du die Situation nicht klären kannst, um so komplizierter wird es für dich. Du musst dir die Frage stellen, soll dein weiteres Leben wirklich so aussehen?

ZIukun'ftx17?


Hallo Zusammen,

vorerst vielen herzlichen Dank für eure Zeit und die Antworten.

Auch wenn ich mir hoffnungsvollere gewünscht hätte, spiegeln sie die Realität wahrscheinlich am ehesten wieder.

Insbesondere auf Antwortend wie die Bonn JohnDoe39 habe ich gehofft. Jemand der in selbiger Situationen war und sich dafür entschieden hat. Unheimlich schade und traurig, dass es bei dir nicht funktioniert hat 😔

Ouh man, ich würde mir so sehr wünschen, dass das alles für alle gut ausgeht. Aber irgendwie gleitet mir momentan die Situation aus der Hand. Ich bin müde geworden und knicke langsam unter der Last ein.

Was mir am meisten wehtut sind die Kinder. Zwei so wundervolle, unschuldige Wesen. Ich könnte direkt losheulen wenn ich daran denke sie einfach ihrem Schicksal zu übergeben.

Ich hoffe so sehr, dass es trotzdem eine Möglichkeit gibt, dass alle Beteiligten positiv aus der Nummer rauskommen. Aber ich weiß mir momentan einfach keinen Rat.

Ich will die Personen nicht enttäuschen. Wir hatten so eine schöne Zeit miteinander.

Ich bin einfach nur noch verzweifelt :(

wpintebrsonjn$ex 01


Na vielleicht könntestdu ja weiter Kontakt ...regelmässig an einem Tag in der Woche ...zu den Kindern haben. ":/

J.ohnDo6e3x9


Ja das habe ich auch immer befürchtet, für die Kinder ist es am schlimmsten und für die Kinder wollte ich es auch hinbekommen. Leider ging es irgendwann nicht mehr weiter. Bei mir ist die Situation etwas anders, weil ich ja beide Adoptiert habe. Zur ältesten habe ich leider keinen Kontakt mehr, sie hat sie auch die Seite ihrer kranken Mutter gestellt und will mich hassen wie sie. Die mittlere ist ein Freigeist und passte nicht in das Konzept der Mutter und lebt inzwischen bei mir. Tja und um die Kleine streiten wir und ich sehe sie alle 2 Wochen. Ich hoffe sie auch irgendwann befreien zu können und ganz zu mir holen zu können.

Ich will dir da nichts vormachen, ich befürchte an deiner Stelle damit der Kontakt zu den Kindern nicht halten wird. Du kannst es gerne versuchen aber es wird schwierig. Du hast wie ich auch einen Teil der Verantwortung für die Kinder übernommen, aber die Mutter hat ihre nicht abgegeben und hat trotz allem noch die Hauptverantwortung. Du bist nicht allein Verantwortlich.

Auch wenn es egoistisch klingt aber du musst auch an dich denken und das ist wichtig.

ZXukunSft17x?


Ohje John, das tut mir unglaublich leid für dich.

Wie war das bei dir?

Wie alt warst du als ihr euch kennen gelernt habt? Wie alt waren die Kinder?

Der Adoption entnehme ich, dass kein Kontakt mehr zum biologischen Vater bestand?

Nach welcher Zeit habt ihr euch entschlossen zu heiraten und ein gemeinsames Kind zu bekommen?

Wie lange hast du die Situation ausgehalten?

Hattest du von Anfang an Zweifel an eurer Beziehung?

Wie alt sind die Kinder jetzt?

Für mich ist Dieb Situation ziemliche schwer. Auf der einen Seite fehlt mitbringen etwas, auf der anderen Seite funktioniert das Familienleben soweit eigentlich ganz gut. Es gibt Höhen und Tiefen, aber wenn ich das mit dem Familienleben anderer vergleiche, läuft unseres eigentlich recht gut.

B\erb"eri:tzka


Hi Zukunft,

mein Eindruck ist, dass eigentlich doch alles sehr gut läuft bei euch. Du liebst die Kinder, ihr liebt euch, es ist ein Geben und Nehmen.

Ich glaube, du musst mal tief in dich gehen - und das ist wahrscheinlich leichter gesagt als getan - und dich fragen, was dir wirklich wichtiger ist. Sind es die Dinge, die dir jetzt fehlen? Oder ist es doch deine jetzige Partnerin? Stell dir doch mal vor, wie es wäre ohne sie? Willst du denn nicht heiraten des Heiratens wegen, oder willst du sie nicht heiraten? ... usw.

Wenn die Zweifel doch zu stark sind, wäre halt ein Ende mit Schrecken wahrscheinlich besser als der Gegenpart und zu den Kindern könntest du ja vielleicht noch irgendwie Kontakt halten.

Alles Gute!

BkambAiTexne


Auch an Heirat denke ich nicht. Ich hab immer alles so laufen lassen, weil es für mich ok war. Es ist schön. Um Welten besser als alleine ich eine zu sein. Aber "nächste Schritte" kann ich mir momentan noch nicht wirklich vorstellen.

Auch wenn es nicht einfach sein wird, solltest du dies deiner Freundin klar sagen. Sprich mit ihr offen und ehrlich über deine Zweifel an einer gemeinsamen Zukunft. Denn ganz egal was andere Leute erlebt haben, bzw dir hier raten, geht es hier um eure ganz individuelle Situation, um deine Gefühle, um Zukunft oder Trennung. Ich fände es sowohl für dich, als auch für deine Freundin schade, wenn du mit ihr nur zusammenbleibst, weil du nicht allein sein magst.

Alles Gute für alle Beteiligten und viel Kraft @:) :)*

ZKukunft)17x?


Nein, natürlich werde ich nicht sofort den Kopf in den Sand stecken und 2,5 Jahren (zum Großteil glückliche Beziehung) hinwerfen, weil ich jetzt seit gut 4 Wochen intensive Zweifel habe. Und bevor es tatsächlich zum Ende kommen sollte, werde ich auch noch mal das offene Gespräch suchen und sie nach Ihrer Sicht der Dinge fragen.

Gegen heiraten an und für sich habe ich gar nichts. Mein Traum war es immer einmal zu heiraten und Kinder in die Welt zu setzen, sich eine kleine Familie aufbauen.

Nur momentan kann ich mir das einfach nicht vorstellen. Die zwei bestehenden Kinder kosten uns momentan schon richtig Kraft. Ich kann mir da ein Neugeborenes momentan einfach nicht vorstellen.

Ebensowenig eine Heirat. Dieses Jahr hat es zwischen uns 2x so heftig gekracht, dass Sie gesagt hat sie trennt sich jetzt von mir. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass Sie vermutet hat ich würde das wollen. Was ich damals aber definitiv nicht wollte...

Wären wir jetzt verheiratet und wir hätten ein Kind, und sie hätte das tatsächlich durchgezogen, wäre ich ruiniert.

Unterm Strich ist es aber so, dass mich keine Frau mehr lieben wir als sie das tut. So viel Wertschätzung und Liebe habe ich noch nie von jemandem erhalten.

Auf der anderen Seite weiß ich aber auch wieder, dass Sie noch soooo viel aufzuarbeiten hat, um ihre schlimme Vergangenheit hinter sich zu lassen...

Ich fühle mich unheimlich hin- und hergerissen 😔

D`ieDNosis!machtdHas/Gift


Nein, natürlich werde ich nicht sofort den Kopf in den Sand stecken und 2,5 Jahren (zum Großteil glückliche Beziehung) hinwerfen, weil ich jetzt seit gut 4 Wochen intensive Zweifel habe. Und bevor es tatsächlich zum Ende kommen sollte, werde ich auch noch mal das offene Gespräch suchen und sie nach Ihrer Sicht der Dinge fragen.

Weißt Du, wenn ich Beiträge wie Deinen lese, gehen mir meist sehr viele Dinge gleichzeitig durch den Kopf. Natürlich vergleicht man eigen erlebte Partnersituationen, Probleme die anderen Paare miteinander haben, aktuell ausfecht und gemeinsam bewältigen konnten. Wichtig finde ich in jeder Beziehungskonstellation, dass Menschen sich als Partner zumuten können und wollen in ihrem Menschsein. Dazu gehören ohne Frage die vielen positiven Wesenseigenschaften, aber auch die vorhandenen Eigenarten und persönlichen Macken. Eben das Gesamtpaket dessen was uns ausmacht. Das ist natürlich in erster Linie eine Vergangenheit, die jeden von uns die längste Zeit des Lebens begleiten wird. Sie wird von Jahr zu Jahr größer in ihrem Anteil.

Das was ihr derzeit an Sorgen und Problemen bewältigt, sind ganz normale Abläufe wie sie in ganz vielen Alltagssituationen bei anderen Paaren auch geschehen. So richtig groß sind die Themen nach meiner Einschätzung noch nicht. Es geht um eigene Grenzen, Zukunftsperspektiven und dem was einen selbst erfüllt, wenn man partnerschaftlich leben will.

Gegen heiraten an und für sich habe ich gar nichts. Mein Traum war es immer einmal zu heiraten und Kinder in die Welt zu setzen, sich eine kleine Familie aufbauen.

Das ist sehr schön, wenn Du für Dich als Mensch einen roten Faden für Dein Leben hast, also die vorstellbaren Konstellationen ihren Platz haben in Deinem Kopf. So haben viele von uns angefangen als sie jung waren und sich auf die Bühne des Lebens getraut haben, nach der Phase im Elternhaus.

Nur momentan kann ich mir das einfach nicht vorstellen. Die zwei bestehenden Kinder kosten uns momentan schon richtig Kraft. Ich kann mir da ein Neugeborenes momentan einfach nicht vorstellen.

Ihr zwei seid noch sehr jung, Deine Freundin etwas problembeladener als Du selbst, wofür sie nichts kann. Das eine erste Beziehung oder Ehe komplett an die Wand fährt, weil die Beziehungserfahrung auf beiden Seiten fehlt, ist so ungewöhnlich auch nicht. Allerdings ebenso nicht, dass man Probleme nicht einfach aussitzt und hofft sie gehen von selbst in die Selbstauflösung. Nein, dass werden sie ganz sicher nicht.

Ebensowenig eine Heirat. Dieses Jahr hat es zwischen uns 2x so heftig gekracht, dass Sie gesagt hat sie trennt sich jetzt von mir. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass Sie vermutet hat ich würde das wollen. Was ich damals aber definitiv nicht wollte...

Wenn Dir momentan die Motivation, Kraft und auch die innere Überzeugung fehlt für diesen Schritt, wäre es eine kluge Entscheidung das Projekt Ehe und gemeinsames Kind zu vertagen. Es würde euch zusätzlich zu den jetzt bestehenden Problemen förmlich überrennen. Das ist dann das Quentchen zuviel an Sorgen.

Wären wir jetzt verheiratet und wir hätten ein Kind, und sie hätte das tatsächlich durchgezogen, wäre ich ruiniert.

Genau das sollte weder eine Beziehung, noch eine Ehe leisten, dass Partner im Falle der Trennung alles verlieren was sie sich aufgebaut haben, für sich selbst aber auch zusammen. Deshalb bin ich in meiner Erkenntnis soweit gekommen, dass eine Beziehung für beide Seiten ausgewogen sein sollte. Das sich das in unterschiedlichen Lebensphasen mal in die eine oder andere Richtung verschieben kann, gehört allerdings ebenso dazu.

Unterm Strich ist es aber so, dass mich keine Frau mehr lieben wir als sie das tut. So viel Wertschätzung und Liebe habe ich noch nie von jemandem erhalten.

Mit so Aussagen wäre ich vorsichtig. ;-) Du hast noch einige sehr spannende Begegnungen und Lebensjahrzehnte vor Dir. Was uns das Leben beschwert, wissen wir zum Glück vorher nicht. Du kannst jedoch zum gegenwärigen Zeitpunkt noch nicht einschätzen, was sich für Dich mal entwickeln und ergeben wird. Du kannst nur mit der größt möglichen Sicherheit vom Ist-Zustand ausgehen, wie er jetzt besteht. Es gibt noch nicht viele Vergleichsmöglichkeiten, die Hoffnung und Glaube in Sachen Liebe objektiver machen.

Auf der anderen Seite weiß ich aber auch wieder, dass Sie noch soooo viel aufzuarbeiten hat, um ihre schlimme Vergangenheit hinter sich zu lassen...

Dafür kann Deine Partnerin sehr viel tun und das sollte sie auch, im ureigenen Interesse für sich selbst, natürlich auch für ihre Kinder um alte Verhaltensmuster zu durchbrechen und durch positive Ansätze zu ersetzen. Möglich ist das sofern sie daran eigenes Interesse hat und genügend Engagement aufbringt dafür.

Ich fühle mich unheimlich hin- und hergerissen 😔

Das ist absolut verständlich für eure Familiensituation, und glaube mir eins. Das wird ein ganzes Menschenleben so bleiben. Wir haben nicht das perfekte Leben von der Geburt bis zur Barre. Diese Art Idealismus gibt es nicht, und wir können nur wachsen, wenn wir alle Phasen durchlaufen haben. Auch Leid gehört dazu, wenn natürlich nicht ohne Boden und Maß. Aber um sich selbst im Leben zu finden, mit all den Grenzen die uns charakterlich, geistig und körperlich ausmachen, müssen wir Erfahrungen sammeln dürfen. Anders funktioniert das Menschenleben als solches nicht. Versuch und Irrtum bleibt uns bis das Leben seine Priorität für uns abgegeben hat.

Ich finde es sehr schön, dass Du bereits in jungen Jahren so gründlich und nachdenklich lebst. Das ist selten geworden, weil Menschen sich austauschbar und ersetzlich machen, sobald sich mal die weniger guten Phasen einer Liebe ankündigen. Versucht einen Weg zu finden, es muss nicht immer der einfachste sein. ABER und das meine ich für euch beide, bleibt auf Augenhöhe. Diese ist wichtig, weil jede Art von Bedürftigkeit die einseitig besteht, früher oder später Probleme macht. Zu lange erlernte und bestandene Muster im Verhalten Krisen innerhalb einer Beziehung verstärken und eine Lösung schwieriger werden lassen.

Bleibt in Kontakt, und damit meine ich nicht rein körperlich, wobei das auch wichtig ist. Sondern mit offenen Gesprächen, versucht miteinander so zu streiten das es um Probleme geht, die ihr lösen wollte und nicht gegen euch als Partner selbst. Solche Narben und Verletzungen bleiben, je öfter sie zugelassen werden. Wünsche euch und Dir natürlich einen guten Weg und das ihr erfüllt euren Weg ins Leben weiter gehen könnt. @:)

Bbene.ttnon


Es ist unheimlich schwer, hier einen vernünftigen Ratschlag zu geben. Ich kann nur versuchen, ein paar Inputs zu geben, die Dir vielleicht helfen Dich besser zu sortieren.

Zunächst einmal ist es so, dass Du im Vorhinein noch keine längeren Beziehungen hattest und nicht wirklich weißt, wie es sich anfühlt, wenn aus den ersten, rauschenden Liebesmonaten allmählich Alltag wird. Vielleicht kommt da bei Dir so ein Gefühl auf, dass es ja nicht alles gewesen sein kann und da doch mehr sein sollte.

Ich kenne so ein bisschen dieses unstete Gefühl, weiter suchen zu müssen, weil "die Richtige" kann es ja nicht sein. Man sucht und sucht, probiert aus und irgendwann merkt man, wie die Zeit verloren gegangen ist.

Ich kenne das von mir auch mit der jungen Mutter von zwei kleinen Kindern und der Sorge um den Ex-Ehemann, der nichts Unversucht lassen will, ihr die Kinder zu nehmen. Habe ich auch durch. Damals war ich allerdings, wie Du jetzt vielleicht auch, zu jung, um dauerhaft mit so einer Situation, die man sich ja nur bedingt selber eingebrockt hatte, leben zu wollen. Es kam zu Trennung, die ich zwar heute nicht mehr bereue, mich aber selbst zurückblickend als zu unerfahren erkenne.

Hätte, wenn und aber. Das Problem ist, man weiß nie, was richtig ist oder war. Man sollte allerdings aus dem Zustand der dauerhaften Unzufriedenheit heraus. Welchen Weg Du da einschlägst, muss Dir sowohl Bauch, als auch Verstand zeigen.

Z.ukunaft17x?


Vielen vielen lieben Dank für eure Beiträge! Genau diese unterschiedlichen Ansichten helfen mir dabei die ganze Situation aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. :)

Mit Sicherheit sind meine Zweifel auch darin begründet, dass ich zuvor leider noch nie eine so lange und intensive Beziehung hatte. Sie sagt mir so ständig, dasselbe ich das allerbeste bin Wäsche ihr jeh passiert ist und dass Sie sich Suchbegriff sicher ist, dass nicht so besseres mehr kommen wird.

Sie hatte aber nunmal mehrere, auch mehrjährige Beziehungen.

Diese Referenz scheint mir leider zu fehlen. :(

Schwierig.

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