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Enorme - unberechtigte - Verlustängste!

l%osgeJtretexn hat die Diskussion gestartet


Ich habe in meiner aktuellen beziehung enorme verlustängste und ich möchte herausfinden, woher sie kommen und ob und wie ich sie bekämpfen kann, da ich merke, wie es mich immer mehr belastet.

Für diejenigen, die mich nicht schon aus anderen fäden kennen, einige infos:

Ich bin mitte 30 und habe vor einem jahr meinen persönlichen traummann (43) kennengelernt. x:) x:) x:)

Er ist mehr, als ich jemals gedacht habe, dass jemand für mich sein kann. Ich liebe ihn mit jeder faser meines körpers und meiner seele, obwohl wir mittlerweile sehr wohl im alltag angekommen sind, nicht mehr ständig die rosaroten wolken und bunten schmetterlinge herumfliegen, wir schon auch unsere differenzen haben und ab und zu mal dicke luft herrscht. ;-)

Wir wohnen bereits zusammen, unternehmen viel gemeinsam und eigentlich scheint alles wunderbar zu sein.

Ich schreibe deswegen "eigentlich", weil ich ständig angst habe, dass er mich verlässt oder dass er mich nicht so liebt wie ich ihn. Ich hatte schon viele ängste in meinem leben X-\ , aber das hatte ich noch nie. Es nervt mich, trübt meinen alltag und vermutlich allmählich auch meine beziehung. {:( Und ich weiß, dass ich etwas dagegen tun muss. Deshalb suche ich hier rat.

Seit wir uns kennen, haben wir nahezu alles gemeinsam gemacht, auf beidseitigem wunsch, es hat sich so ergeben und für beide immer super gepasst. Anfangs dachte ich, das sei eben normal, wenn man frisch verliebt ist und das legt sich irgendwann von alleine. Aber es legt sich nicht. Zumindest bei mir nicht. Ich will – und es fällt mir echt unheimlich schwer, das zuzugeben – am liebsten jede sekunde und 365 tage im jahr bei ihm sein. %-| :-o

Das führt mittlerweile so weit, dass ich richtig angst kriege bei dem gedanken, dass er mal was alleine macht. Und genau das verstehe ich nicht. Wieso keimt da bei mir angst auf? Jeder von uns beiden sollte doch auch mal was mit anderen leuten unternehmen, das ist doch vollkommen normal und hat nichts damit zu tun, dass er mich weniger liebt oder sein interesse für unsere beziehung nachlässt.

Dasselbe in grün: Ich hätte am liebsten, dass er mir jeden tag sagt und zeigt, wiiiieeee sehr er mich liebt, ich kann einfach nicht genug davon kriegen. %-|

Herrgott, das ist doch bescheuert und macht mir angst!! %:| Ich weiß doch, dass das nicht normal ist, ich weiß, dass man in einer gefestigten und geerdeten beziehung nicht jeden tag bestätigung braucht.

Mein kopf weiß das alles und trotzdem kann ichs nicht abstellen. {:(

In der praxis gestaltet es sich derzeit so: Die paar wenigen male, wo es sich ergeben hat, dass mein freund mal alleine unterwegs war, waren die hölle für mich. Ich konnte mich auf nichts anderes konzentrieren und habe innerlich auf nichts anderes gewartet, als dass er sich meldet oder nachhause kommt. Ja, es klingt echt bescheuert und ich schäme mich sehr dafür, da ich mich so nicht kenne, aber ich will eben schonungslos ehrlich sein. Zumindest zu euch. Mein freund weiß (noch) nichts von meinen gefühlen und meinen ängsten, nicht in diesem ausmaß. Doch wenn ich mich nicht langsam in den griff kriege, wird er es früher oder später mitbekommen und das wäre mir unglaublich peinlich.

Und wenn er mal längere zeit nicht sagt, dass er mich lieb hat oder es so wunderschön ist mit mir, werde ich misstrauisch. Oder wenn er mich mal längere zeit nicht berührt. Ich denke dann sofort, dass er mich nicht mehr so liebt und kriege ganz ein grausliches gefühl. :-o %:|

Und ich möchte das doch einfach nur weggkriegen!!! In euren ohren muss ich ja nach einem unheimlich anstrengenden menschen klingen, mit dem man am liebsten nix zu tun haben möchte. Doch ich schwöre es euch: ich bin normalerweise ein lebenslustiger, fröhlicher, angenehmer zeitgenosse. Klar kann ich auch mal aufdrehen oder bin mal schlecht gelaunt, aber bisher hat sich das alles immer in einem ausmaß bewegt, das ich als normal und gesund bezeichnen würde und mein expartner würde das auch jederzeit so bestätigen. Bei dem hatte ich diese ängste nicht, wir waren zusammen und dennoch hatte jeder seinen freiraum, das war alles absolut kein thema. Wir unternahmen gern was gemeinsam, waren gerne zusammen, aber ich habe mich auch gefreut, wenn ich mal mit meinen mädels unterwegs war oder auch nur alleine daheim und mein ex irgendwo mit freunden war. Wie gesagt, alles kein ding.

Aber jetzt….. Nie wollte ich die klammernde, eifersüchtige freundin sein, die den partner einengt und vereinnahmt und so wie ich das jetzt sehe, bin ich aber wohl auf dem besten weg dazu.

Und ich frage mich einfach: WARUM?? 8-(

________________________________________

Ist es, weil ich noch nie so intensiv geliebt habe? Weil sich diese art von liebe für mich neu anfühlt und mir deshalb angst macht?

Ist es, weil unsere beziehung unter ziemlich bescheidenen umständen begonnen hat? (er war noch verheiratet, wer mehr dazu wissen möchte, bitte einfach fragen!) weil er in der anfangszeit für mich nicht immer erreichbar war (nämlich immer dann, wenn er bei der familie zuhause war) und ich mir nie sicher sein konnte, ob da was ernstes draus wird?

Ist es, und ja, dieses geständnis ist mir mit am peinlichsten - weil ich mich ständig mit seiner exfrau vergleiche und angst habe, den kürzeren zu ziehen? Ich weiß, dass ich mich nicht mit ihr vergleichen muss, es gibt ja einen grund, weshalb die ehe (und das, bevor ich ins spiel kam!) gescheitert ist. und dennoch tu ich es, es ist fast wie eine sucht. %:| Sie hat seit der trennung viel abgenommen, hat nun wirklich eine tolle figur, zieht sich ausgesprochen gut an und ja – sie ist die mutter seiner geliebten tochter…….. und ich habe jeden tag angst, dass die beiden sich wieder vertragen.

Ich weiß, dass das irrational ist und dass, selbst wenn die beiden wieder einen weg zueinander finden würden – ich es nicht dadurch verhindern kann, indem ich meinen freund an mir ankette. Im gegenteil, der schuss könnte nach hinten losgehen….

Wisst ihr, es ist mir gerade deswegen alles so unheimlich peinlich, weil ich ja einen verstand habe und weiß, wie blöd ich mich (innerlich) aufführe. Ich war selbst eine derjenigen, die über so eifersüchtige "weiber", die den freund niemals alleine ziehen lassen wollen und ständig auf dem partner kleben müssen, fassungslos den kopf geschüttelt habe. Und jetzt bin ich auf dem besten weg dazu, selbst so eine dumme nuss zu werden. :(v

Das einzig gute an der momentanen situation: mein freund kriegt mein gefühlschaos noch nicht mit.

Wir hatten bisher ein paar kleine streits, wenn er weg war, weil er sich nicht gemeldet hat oder erst stunden später als vereinbart nachhause kam. Das ist halt für meine angst nicht wahnsinnig förderlich. Mein freund ist ein geselliger typ (deswegen liebe ich ihn ja auch so) und wenn er sagt, er geht auf ein, zwei bier, weiß ich eigentlich eh schon, dass es nicht dabei bleibt. Und das macht mich dann wütend und hilflos und das habe ich ihm auch so gesagt. Für ihn waren das eben streits, die in jeder beziehung mal vorkommen können. Mann geht weg, sagt, er ist bald wieder zuhause, ist dann nicht erreichbar und kommt erst stunden später, frau spinnt. ;-)

Über das wahre ausmaß meiner ängste weiß er nichts, weil ich wiederum angst habe, ihn damit zu vertreiben. Ich kann mir vorstellen, dass eine freundin, die sonst eine recht große klappe hat, nicht wahnsinnig liebenswert ist, wenn sie sich so dermaßen zum affen macht. ich möchte das selbst in den griff kriegen, weil ich weiß, dass es nicht an ihm liegt.

Also, was nun tun? Ich möchte mich wieder wohlfühlen können und nicht jeden tag angst haben müssen, dass er sich von mir abwendet. Das ist doch bescheuert…..

Antworten
hjik;leixnes


Mann geht weg, sagt, er ist bald wieder zuhause, ist dann nicht erreichbar und kommt erst stunden später, frau spinnt.

Mal ganz unabhängig davon, dass man sich ja eigentlich gar nicht so unbedingt "ab- und anmelden" müsste - WENN mir jemand sagt, er sei dann und dann bzw. bald wieder zuhause und kommt dann nicht, wäre ich auch genervt/beleidigt/in Sorge. Was anderes ist es, wenn nichts konkretes ausgemacht ist. Oder wenn vereinbart wird, dass zu einer bestimmten Zeit die Nachricht kommt, ob man noch nach Hause kommt oder nicht. Aber (relativ) konkrete Ansagen machen und dann so abtauchen, das finde ich auf Dauer nicht die feine Art.

l@osg5etrete1n


Mal ganz unabhängig davon, dass man sich ja eigentlich gar nicht so unbedingt "ab- und anmelden" müsste

ein zwingendes muss ist das nicht, aber ich finde, das ergibt sich eben so, wenn man in einer beziehung ist und zusammenwohnt.

da wird halt untertags mal kurz telefoniert, "was essen wir zu abend" oder auch "was machen wir heute" und dann sagt halt der eine oder der andere, dass er da oder dorthingeht.

WENN mir jemand sagt, er sei dann und dann bzw. bald wieder zuhause und kommt dann nicht, wäre ich auch genervt/beleidigt/in Sorge. Was anderes ist es, wenn nichts konkretes ausgemacht ist. Oder wenn vereinbart wird, dass zu einer bestimmten Zeit die Nachricht kommt, ob man noch nach Hause kommt oder nicht. Aber (relativ) konkrete Ansagen machen und dann so abtauchen, das finde ich auf Dauer nicht die feine Art.

ja, das sehe ich auch so und da finde ich meine haltung auch nicht überzogen. deshalb waren die streits in seinen augen ja auch "normal", er hat - aus freien stücken heraus - mitgeteilt, wann er ungefähr wieder zuhause sein wird und hat sich nicht daran gehalten. das ist nicht fein und ich war verärgert. er hat sich entschuldigt und dann war auch wieder gut. dass ich mich aber mit ganz anderen dingen herumplage und er mit seinem verhalten meine ängste manchmal eben auch schürt, weiß er ja nicht.

D|i$eDosiksmachtd*asGift


Ich kann es nur vermuten, aber Du hattest lange eine emotionale Abhängigkeitsbeziehung zu Deinem früheren Partner. Hast viel in diese Beziehung investiert, emotional, von der Lebensenergie her und musstest immer wieder in die Verantwortung gehen, weil Dein früherer Partner oft instabil und von Dir motiviert seine Lebenslogistik aufgebaut hat.

Jetzt in dieser Beziehung ist alles ganz anders. Du hast einen beziehungserfahrenen Partner anders als in Deiner langjährigen Beziehung davor. Jemand der autark Entscheidungen trifft, auch Grenzen austestet, die für eine Beziehungführung wichtig sind.

Ich vermute das in Dir Ängste zurück geblieben sind, auch deshalb weil ihr zeitgleich zu euren damaligen Partnerbeziehungen eure eigene jetzige Liebe aufgebaut habt. Möglich, dass ein Teil Deiner Ängste aus dieser fließenden Übergangsphase in der ihr beide zweigleisig gefahren seid herrühren. Die Urangst austauschbar und nicht individuell einmalig wird manchmal dadurch befeuert.

Deshalb vielleicht diese irrige Vorstellung, wenn Dein Freund unvermittelt später heim kommt, unabgesprochen noch andere Dinge ohne Dich unternimmt diese Phase in Dir wachruft.

Ob dem so ist, kannst nur Du selbst entscheiden weil Du diese Verlustangst aufbaust und in Dir spürst. Du bist, wie es aussieht jetzt zum ersten Mal in der Situation zu erfahren das ein Partner anders als in der Vorherbeziehung zerbrechlich ist. Dein früherer Partner war ebenso wie Du abhängig voneinander aus unterschiedlichen Gründen und Motiven heraus.

Diese aktuelle Beziehung wird mehr partnerschaftlich auf Augenhöhe geführt, reifer und erwachsener als Du es von früher kennst. Das macht Dir offenbar inneren Druck und auch Angst nicht zu genügen, für Deinen Partner nicht ausreichend zu sein. Kommt das Deinem Gefühl nahe was ich beschrieben habe?

Es ist nur eine Vermutung. Aber nach meiner Erfahrung ist es leichter Ängste zu überwinden und mit ihnen konstruktiver umzugehen, wenn man weiß wo sie her rühren. Verständlich, dass Du derzeit noch Scham davor hast über dieses Gefühl mit Deinem Partner zu sprechen, weil Du autark und nicht emotional abhängig rüber kommen willst.

l2osDgeAtrQetexn


liebe DieDosismachtdasGift

du triffst wohl den nagel auf den kopf.

ja, ich habe angst, nicht zu genügen und ja, mein aktueller partner ist (gottseidank!!!) nicht abhängig von mir und es kann gut sein, dass ich genau auch deshalb diese ängste in mir habe.

und dass ich mich schäme, ist klar. {:( ich kenne mich nicht als unterwürfiges klammerndes etwas, das ständig bestätigung braucht. aber ja, wahrscheinlich (auch) deshalb, weil ich sie immer hatte, indem mein expartner in mehrerlei hinsicht von mir abhängig war (und ich auch von ihm).

ich würde diese beziehung, die ich mir so ja immer gewünscht habe, so gerne auf augenhöhe führen. ich möchte mit ihm zusammensein, aber auch ruhig und gelassen sein können, wenn er nicht auf mir klebt. wenn wir beide neben unseren gemeinsamen hobbies und unserer gemeinsamen zeit auch gerne mal zeit für andere dinge oder für uns selbst haben. ich möchte, dass das auch für mich selbstverständlich wird. wie also soll ich das hinkriegen?

wie gesagt, momentan ist es noch kein problem, das zwischen uns steht, da erstens unser nähebedürfnis ein ähnliches ist und mein freund unheimlich gerne und fast ausschließlich seine zeit mit mir verbringt.

aber ich weiß, dass es zum problem werden wird. und ich möchte diesem vorab schon entgegenwirken.

ich habe echt auch überlegt, eine therapie zu machen, nur bin ich noch nicht so weit, zuzugeben, dass das wirklich notwendigt ist.

irgendwie hoffe ich immer noch, dass sich meine ängste legen und sich alles normalisiert... :=o

und auch dieses leidige thema mit der ex. das muss ich auch in den griff bekommen. es nützt mir nichts, mich ständig zu vergleichen (was ich - wenn ich hier nicht anonym wäre - niemals zugeben würde), was also kann ich machen, um meine beziehung, die doch so schön ist und so viel potential hat, nicht mit meinen ängsten und meiner eifersucht zu zerstören?

und jetzt bin ich diejenige, die es offenbar nicht kann.

l osg?etrLetexn


upsi, den letzten satz bitte streichen. X-\ X-\ X-\

hcikNleinexs


Jetzt mal nicht gleich den Teufel an die Wand! Noch hast du deinem Freund ja noch nicht mal gesagt, wie es dir geht, insofern ist es noch lang nicht soweit, dass du deine Beziehung zerstörst! Ruhe bewahren.

Aber ich finde durchaus, dass bei dir sehr viel Kopfkino fährt. Und dass du schon selbst spürst, es nicht allein in den Griff zu bekommen, sollte dir ein (Warn-)Zeichen sein. Denn "immer alles und zu jeder Zeit" gemeinsam zu machen, das bleibt vermutlich nicht ewig so. Vor allem, wenn ihr irgendwann wirklich mal Kinder bekommen solltet etc.

Eine erwachsene Beziehung mit guter Bindung lässt es ja gerade zu, den anderen auch mal gehen zu lassen. Wenn du jetzt schon spürst, dass du das nicht von dir heraus leisten kannst (weil du sicher alte Päckchen mitbringst! Es geht vielen vielen so, das ist absolut nichts peinliches), dann könntest du doch jetzt schon in kleinen Schritten üben, deine Grenzen auszuweiten. Und dir möglicherweise Hilfe suchen.

l/osgaetrexten


Noch hast du deinem Freund ja noch nicht mal gesagt, wie es dir geht, insofern ist es noch lang nicht soweit, dass du deine Beziehung zerstörst! Ruhe bewahren.

nein eh, ich versuche ja, ruhe zu bewahren. noch ist es ja ein problem für mich, aber ich möchte das eben bearbeiten, bevor es zum problem für uns wird.

meinst du wirklich, dass eine therapie angebracht wäre? ich mein, wäre das nicht übertrieben?

hRik+leinexs


ich denke, immer, wenn man selbst unter eigenen Mechanismen leidet und sich wünscht, die eigenen Verhaltens- und Denkweisen loszuwerden, kann einem eine Therapie helfen.

Letztlich ist eine Therapie ja nur dazu da, einem selbst das leben leichter zu machen. :)

Mhilky3_e7x7


oje, hoffentlich kannst du diese Verlustängste überwinden und die Beziehung dann noch mehr genießen.

Es sind ja wirklich irrationale Ängste, dein Freund liebt dich und du weißt das.

Einen konkreten Rat kann ich dazu leider nicht geben.

Vielleicht ist eine Therapie ja einen Versuch wert.

Es war ja ein nahtloser Übergang von einer Beziehung zur nächsten, vielleicht erschwert das die Situation.

DFie7Dosi&smach9tdasGixft


losgetreten

Derzeit sehe ich noch keinen Grund in Richtung Therapie einen Vorstoß zu machen. Du bist sehr reflektiert in Deiner Wahrnehmung, kannst Zusammenhänge erkennen. Und ja, frisch verliebt voller pulsierender Emotionen kommen auch mal Verlusthängste auf. Das macht das Gefühl sich emotional binden zu können aus. Wäre es Dir lieber Du würdest in der Egalstimmung sein, und Dein Partner wäre nur eine nette Randfigur in Deinem Leben?

Du warst lange Jahre in einer Abhängigkeitsbeziehung, warst Motor und ständiger Motivator, Dein Partner war mehr Kind-Ersatz als für Dich auf Augenhöhe erreichbar. So ein Verhalten ist anstrengend und legt Muster in den Synapsen an.

Wenn Dir zunehmend klar geworden ist, dass dies nur erworbenes Verhalten ist, faktisch antrainiert, um Misstände innerhalb der Beziehungsstrukturen aufrecht erhalten und leben zu können, wirst Du das überwinden können. Dazu bedarf es nicht sofort einer Therapie.

Mach Dir vom Kopfgefühl her klar, dass Menschen sich in einer gesunden Bindung freiwillig zu dem Menschen an der eigenen Seite bekennen. Du kannst außer Deinem Partner zu vermitteln wie wohl Du Dich fühlst wenig tun, um ihn an Dich zu "ketten" mit Garantieschein. Die Sicherheitsleine, das All-inclusive-Sicherheitspaket einer Kasko-Versicherung gleich gibt es in der Liebe nicht.

Gefühle sind nicht ins sich schlüssig, weil sie eben eine Komponente der Instabilität von sich aus beinhalten. Das ist sogar in einer Mutter-Kind-Beziehung so. Sobald sich Bedingungen im Leben verändern, Bindungsfaktoren sich verschlechtern durch nicht partnerschaftliches Verhalten entstehen Krisen.

Was Du dagegen tun kannst? Hm, vorsorglich für jeden Lebens(un)fall vorsorgen geht nicht. Aber Du kannst mit Deiner inneren Einstellung, der Offenheit, Vertrauen und emotional ausgewogener Zuwendung für ein positives Gleichgewicht innerhalb der Beziehung eine harmonische Grundstimmung erzeugen.

Beziehungen brauchen Zeit, Geduld und Freiräume um vertrauensvoll zu wachsen. Partner die sich respektvoll liebend zueinander verhalten, werden wenig Anlass verspüren sich unnötigen Stress zu machen, oder durch Betrug oder Abenteuerlust einen Ausgleich zu suchen. Sowas passiert überwiegend durch selbst verursachte Überbewertung von Bedürfnissen, Egoismen und negativer Streitkultur.

Versuche Dein inneres Gleichgewicht zu finden. Sehe Deinen Freund nicht als DEN Lebensinhalt an, sondern sorge dafür das Du für Dein Glück mehr Säulen hast als ausschließlich IHN. Das reduziert Ängste, Sorgen und Misstrauen um einiges.

Zudem sorgen im gesunden Maße gelebte Ängste dafür aufmerksam zu bleiben für die Wünsche und Bedürfnisse all jener Menschen die uns wichtig sind. Sich bewusster zu machen, dass der Umgang miteinander Wohlfühloasen schafft, die Freude aufeinander stärkt und gemeinsame Ziele/Projekte für das Paarleben förderlich sind, wird Dir helfen mit dem was Dich gerade aktuell zweifeln lässt zunehmend hinter Dir zu lassen.

Das Menschen einander vergleichen ist nicht so ganz von ungefähr, gehört mit zu unserem Sozialleben. Was Du nicht tun solltest daraus einen eigenen Wettbewerb machen. Den kannst Du nur verlieren. Lerne in Dir selbst Zufriedenheit zu finden, Dich als universelles Wesen anzunehmen, das gleichermaßen Stären und Schwächen hat, die in verschiedenen Nuancen liebenswert sind. Das Leben und das was wir leben wollen ist Wachstum, instabil, veränderlich und immer wieder eine neue Herausforderung. Wer sich auf bereits erreichten Lorbeeren zu früh ausruhen will, wird schnell die Erfahrung machen, dass es andere Herausforderer gibt, gerade auch auf dem Partnermarkt.

Emotionen wollen durch Zuwendung, Freiräume und Vertrauen wachsen, sie machen unsere Bindungsfähigkeit aus. Du hast alle Voraussetzungen eine erfüllte, von Deinem Partner geliebte und geachtete Frau zu sein. Trau Dich Du selbst zu sein, mit Deinen Schwächen, aber auch in Deinen Stärken. Lebe und hab Freude an dem was Du tust, dass macht Dich attraktiv und begehrlich. Das kann auch eine Therapie nicht vollständig ersetzen. :)^ :)z

Naowhe8reg"ixrl


) weil er in der anfangszeit für mich nicht immer erreichbar war (nämlich immer dann,

weisst du, der Typ hat seine Ex hintergangen. jetzt macht er die Spielchen mit dir.

Geht weg, macht Ansagen er kommt dann und dann zurück und taucht dann ab um irgendwann später zurück zu kommen.

Du wirst mir das sicher nicht glauben wollen, aber das ist emotionaler Missbrauch was er da macht.

Dein Freund isg ein tiefes Wasser und dein Bauch warnt dich.

deine Gefühle sind eben nicht irrational.

der Typ hat doch schon bewiesen, dass er keine Empathie hat oder sie abstellt wenn es um seinen Spass geht, als er seine Ex mit sir betrogen hat und ihr noch heile Beziehung vor gespielt hat.

Du bist gerade in einer psychischen Falle. Es ist eine Art Gaslighting was du gerade erfährst.

Er konditioniert dich quasi zu einer Selbstunsicheren Partnerin mit der er machen kann was er will.

Er pegelt gerade die Machtverhältnisse in eurer Beziehung aus zu seinem gunsten. Muss ihm noch nicht einmal bewusst sein, sondern wird einfach Folge eines sch*** Charakters sein.

Dein Bedürfnis ihn jeden Tag zu sehen, kann eben durch sein Verhalten getriggert werden. Angst verstärkt unser Gefühl verliebt zu sein.

Kurz:Er triggert durch sein Verhalten Angst in dir, was zu Verlustangst uminterpretiert wird im Hirn und um diese nicht mehr spüren zu müssen, entsteht das Bedürfnis ihn 24/7 um dich zu haben.

Die Verlustangst entsteht bei dir nicht, weil du irre bist. der typ macht dich irre mit seinem Verhalten.

Sich unerreichbar für den Partner zu machen, wenn man weg geht, ist emotionaler Missbrauch.

Zu sagen man kommt dann und dann und dann nicht zu kommen und dann noch nicht einmal erreichbar zu sein, ist emotionaler Missbrauch.

doppelter sogar!

Mach dich einmal vertraut was EM ist. Ich habe das selber mal erfahren und wusste auch nicht, dass das EM ist, bis icb aufgeklärt wurde von einem Bekannten, der Psychologe ist.

EM klingt für aussenstehende immer harmlos. Er ist es aber nicht. das spürst du gerade selber am eigenem Laib.

Nimm das ernst was da in deiner Beziehung gerade passiert und höre nicht auf Leute, die das verharmlosen.

Viel Glück den Typen los zu werden auch wenn du dir das im Moment nicht wünschst

:-( @:)

R\oadEixe


Wenn ich fürchte, jemanden zu verlieren, dann habe ich ihn bereits verloren, denn emotional bin ich mit dem Verlust beschäftigt. Komm zurück in die Gegenwart und guck, wie es in der Realität aussieht: Ist er für Dich DA oder nicht? Falls ja, genieße die Momente miteinander, denn mehr haben wir nicht, nie. Ist er mehr abwesend, real oder mental oder emotinal, dann ist die Frage, ob Du Abstand nehmen und auch so glücklich sein kannst. Wen nicht, seid Ihr nicht die Richtigen füreinander. Klingt zu simpel, oder? ;-)

spensibLelmaKnQn99


obwohl wir mittlerweile sehr wohl im alltag angekommen sind, nicht mehr ständig die rosaroten wolken und bunten schmetterlinge herumfliegen, wir schon auch unsere differenzen haben und ab und zu mal dicke luft herrscht.

Naja, die bunten Schmetterlinge kann man auch behalten, da sollten gelegentliche Streitigkeiten nicht hinderlich sein- da sind die Schmetterlinge ja nur kurzzeitig weg um mitunter nach dem Streit noch bunter zu erscheinen. Manchmal kann ein Streit auch ganz heilsam sein.

Was die Ängste betrifft: Nimm die Welt so real wie sie ist: Nicht alles kann man garantieren, alles unterliegt Risiken- auch wenn man Risiken vermindern kann, so kann man sie nicht verhindern.

Versuche das Beste draus zu machen und hoffe nicht auf Garantien- die gibt es nicht. Dein Partner kann und muss auch seinen Beitrag leisten. Ansonsten hilft manchmal einfach eine Brise "egal" oder auch "scheißegal".

sTe>nsibelVman.n9x9


Noch ein Gedanke: Versuche nicht soweit in die Zukunft zu blicken, die soundso sehr ungewiß ist. Erfreue dich jeden Tag deines Lebens, erfreue dich an der Gegenwart- das ist etwas, was du real hast.

Es kann im Leben immer etwas schieflaufen, was nützen mir da hoffnungsvolle Träume in der Zukunft. Die können von einem Tag zum anderen aus unterschiedlichsten Gründen zusammenbrechen- und wenn es nur der herabstürzende Dachziegel ist. Was nützen mir Befürchtungen, die ich u.U. kaum beeinflussen kann.

Und ja, ich glaube, Heiterkeit und Freude kann eine Beziehung enorm festigen. Traurigkeit und Bedenken können eine Beziehung schwer werden lassen.

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