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Habe ich als Trauzeugin versagt?

Ppyt\honistt


Ich finde, dass du insgesamt gesehen schlecht auf dich geachtet hast dabei. Leute, die chaotisch und spontan sind, sollte man auch chaotisch und spontan lassen. Anstatt für sie Struktur zu schaffen, für sie zu planen. Dann merken sie eben, dass eine chaotische und spontane Hochzeit eben chaotisch und spontan bleibt. Mit ihren Pleiten und Pannen.

Ihre Familie weiß bestimmt besser bescheid, wie die Braut tickt, mit ihren Launen und wechselnden Wünschen - die wussten offenbar schon, warum sie nicht mithelfen oder ihre Hilfe anbieten.

Ich finde, du selbst hast dir den ganzen Stress gemacht, den du dann mit "ich musste dies, ich musste das" auflistest. Da weiß ich auch nicht, wieso. Aber dann nachher rumjammern ist auch Mist. Du musstest gar nix, du wurdest gebeten. Und eine Bitte kann man ablehnen. Das hättest du überall dort tun sollen, wo dir etwas zuviel wird. Dann machen sie eben ihren Mist alleine. Ich sehe immer das Brautpaar in der Verantwortung, ihre eigene Hochzeit zu organisieren. Wer das schlecht macht, naja, hat eben ein schlechtes Ergebnis.

Und diese Passage drückt es ja gut aus, wie sehr du dich da reingesteigert hast:

Ich habe mich speziell in den letzten Wochen sooo bemüht meiner Freundin in jeglicher Hinsicht den Rücken freizuhalten, habe mein Privatleben komplett hinten angestellt um ihr zu helfen, hatte auch während dem Hochzeitswochenende keine Minute zum Durchatmen und musste auch viel von der Braut "einstecken".

Das war - sorry - einfach bescheuert von dir. Einstecken - das ist immer doof und sollte stattdessen sofort angemessen mit Austeilen beantwortet werden. Bisschen Streit und Meinungsverschiedenheit an der Stelle, wo das geboten ist, sowas reinigt auch eine Beziehung.

Warum rennst du im Regen zurück, wenn die Braut was vergessen hat? SIE hat es doch vergessen, also ist es auch ihr Bier. Soll sie halt selbst im Regen zurückrennen oder jemand anderen explizit darum bitten.

Wer (wie du) jemand anderem einen Gefallen tut, soll es nur so, wie er/sie es gern und freiwillig tut, ohne irgendeine Dankbarkeit zu erwarten. Du hättest also einfach besser auf dich achten sollen, denn wer auf sich und *seine* Interessen achtet, der macht sich jede Situation irgendwie passend. Und ist danach auch nicht sauer.

Dein Gefallen war - aus meiner Sicht - einfach viel, viel, viel zu groß, aber insgesamt über die ganze Organisation gesehen.

Das mit dem Buch - naja, es wird nur ein Detail gewesen sein. Ich fand eine gute Idee, aber meine Meinung zählt da ja nicht. Zum Beschenkten muss es passen.

Und sonst:

und wir irgendwann im November einen Termin finden."

Find ich ok. Dann würde ich ihr zuschieben, drei Termine zu nennen und sich zu melden und du suchst dir einen aus. Bisschen Abstand (1 bis 4 Wochen) tut euch beiden auch mal gut. Euch beiden, wenn ihr davor so intensiv aufeinander gehockt habt. Das frisch vermählte Pärchen will bestimmt auch mal mehr Zeit für sich haben. Sie weiß also auf sich zu achten. ;-D Und wenn sie launisch ist, dann meldet sie sich vielleicht schon eher. November ist doch nur noch ein paar Tage weg.

BTW: Trauzeugin verbinde ich nur mit einer Aufgabe: Anwesenheit und Unterschrift auf dem Standesamt. Der ganze andere Kram der Hochzeitsorganisation ist getrennt zu klären. Eine Trauzeugin, die da war, ihren Ausweis dabei hatte und unterschrieben und damit die Hochzeit bezeugt hat, die hat ihre Aufgabe meisterlich geleistet. :)^ Und das hast du offenbar. :-D

Ich kann nicht damit umgehen, sie offenbar so enttäuscht zu haben und so einen großen Fehler zu machen. Während den Vorbereitungen war ich die ganze ZEit so perfektionistisch und habe viel Zeit, Energie und Geld investiert um den beiden eine Freude zu machen. Aber offenbar war alles falsch. MIt den Leuten, die ich kontaktiert habe, war der Kontakt immer taktvoll und alle waren dankbar, dass ich die Organisation übernommen hatte. Es gab keine negative Stimme.

Naja, dieser Ansatz im Leben ("kann nicht damit umgehen, dass sie enttäuscht ist - perfektionistisch - viel Zeit, Energie, Geld investiert - anderen eine Freude machen - immer taktvoll" in der übertriebenen Intensität, wie von dir beschrieben) führt direkt in den Burnout, Alias. Nur mal als Worte der Warnung. Die depressiven Tendenzen von dir kann ich da schon rauslesen aus deinen Worten ("alles falsch"). Achte auf deine Energie und dein Geld und setze es nur da ein, wo es dir wirklich auch direkt was bringt.

Wenn sie enttäuscht ist - naja, ist es wieder ihr Bier. Nicht deines.

Wie seht ihr das? Habe ich es falsch gemacht und ist die Reaktion der Braut gerechtfertigt? Wir hatten vorher noch nie Streit. Ich habe mir ihr gegenüber noch nie etwas zu schulden kommen lassen und war immer für sie da.

Komm mal runter von dem hohen Ross. Es wird IMHO dringend Zeit, dass da mal ein paar echte Konflikte in dein Leben kommen, und es ist gut, dass das der erste ist. Anstatt dass du nun beim ersten "Sturm im Wasserglas" schon einknickst und dich mit Selbstvorwürfen zerfleischst.

Hochzeitsorganisation: Du hast die Sache bestimmt gut gemacht aus objektiver Sicht - ABER du hast dich selbst hinten angestellt. Und *das* solltest du in Zukunft anders machen und nur die Tätigkeiten tun, die dir selbst so viel Freude und Spaß machen, dass auch ohne jede Dankbarkeit von dritten du deine Belohnung dabei hattest.

Ich denke, das chaotisch spontane Paar hat es so empfunden, dass du mit deiner Organisation der Hochzeit zu sehr deinen Stempel aufgedrückt hast. Aber die Gäste waren bestimmt dankbar, weil diese wohl Organisation zu schätzen wissen und auch damit wussten, dass diese anderen Gäste ja damit entlastet wurden.

EPhemaliger N2utzer (0#5.8659Z2)


Ich finde auch dass sich deine Freundin unfair und ungerecht dir gegenüber verhält .

Dies hast du nach all der Mühe die du dir gemacht hast einfach nicht verdient.

Übrigens finde ich die Idee mit dem Buch ganz reizend und wenn ICH so ein persönliches Geschenk erhalten hätte wäre ICH mehr als gerührt darüber.

Ich glaube der einzige Grund warum das Paar sauer ist ist der weil sie jetzt einfach gegenüber den nicht eingeladenen Gästen etwas " dumm " dastehen . Oder dies zumindest meinen

Dies wird dir angekreidet um vor sich selbst besser da zustehen und deshalb der Rückzug deiner Freundin .

Was mich menschlich sehr enttäuschen würde .

Deshalb würde ICH mir nun aber im Gegensatz zu DIR nicht dieses schlechte Gewissen vermitteln lassen denn du hast es wirklich nur gut gemeint.

Wenn ihr beiden wirklich so eine enge Freundschaft habt wie von dir bisher angenommen werdet ihr euch auch wieder annähern .

Gib ihr einfach etwas Zeit um mit dem ganzen klar zukommen .

Und auch dir selbst um diese Enttäuschung zu verdauen .

Sie fühlen sich gerade sicher nicht besonders gut ihren Freunden gegenüber aber dies ist einzig und allein ihr Problem haben doch glaube ich alle zu verstehen gegeben dass sie nicht sauer sind weil sie nicht eingeladen wurden . Und allen hat es Spaß gemacht mit dir zusammen dem Brautpaar eine Freude zu machen und nur dies sollte letztendlich doch zählen .

Sie zeigen damit die Größe die du und auch sie jetzt eigentlich von euren Freunden erwarten könnten

Und dieses Verhalten der beiden würde MIR zu denken geben und ich glaube ICH würde mich jetzt erstmal von IHNEN distanzieren wollen weil mir ihr Verhalten weh getan hätte .

Ich wünsche euch dass ihr das wieder hinbekommt um der langen Freundschaft willen .

Mache dir nicht mehr soviel Gedanken du hast nichts böses getan . :)*

CjoyteSTauvagxe


Auch die Gedanken von Phytonist finde ich sehr gut.

Heute fällt mir anscheinend nichts Eigenes ein ;-D

aUyasZha


Ich auch! Das kannst du auf jeden Fall aus der ganzen Sache mitnehmen. Deine Bedürfnisse sind auch wichtig, erst recht, wenn es "nur" um eine Hochzeit geht (und nicht etwa darum, einem Sterbenden beizustehen oder so). Ich finde es unglaublich krass, was du alles für die beiden gemacht hast - ich bin als Trauzeugin nicht ansatzweise auf die Idee gekommen, mich in dieser Intensität einzubringen und derart aufopferungsvoll & wochenlang rund um die Uhr Mädchen für alles zu Spielen. Das hat auch keiner von mir erwartet.

Wenn man freiwillig so viele Aufgaben übernimmt, läuft man leider oft das Risiko, dass die andere Seite gar nicht mitbekommt, was & mit wie viel Aufwand man ackert, so dass sich die Dankbarkeit hinterher auch in Grenzen hält. Das scheint mir hier ein Teil des Problems zu sein.

Die Sache mit dem Gemeinschaftsgeschenk finde ich angesichts dessen, dass du auch Leute einbezogen hast, die weder eingeladen noch vom Brautpaar informiert waren, auch nicht glücklich. Sowas sollte man m.M. nach nur machen, wenn es eine Gästeliste gibt, von denen du sicher weißt, dass sie eingeladen & informiert sind (oder die Beitragenden beschränken sich auf ein bestimmtes Umfeld, zB ein Geschenk von allen aus der Firma, der Nachbarschaft oder so). So ein Gemeinschaftsgeschenk würde ich als Trauzeuge gar nicht anfangen zu organisieren, bevor die offiziellen Einladungen raus sind, schon um zu wissen, wen man mit einbeziehen kann.

Du hast es aber mit echt schwierigen Bedingungen zu tun gehabt und vor allem, nur das allerbeste gewollt. Die Reaktion des Brautpaares ist völlig übertrieben und unangemessen!!

Atme mal tief durch und lass die ganze Sache ein paar Tage sacken. Wenn sich deine Freundin nicht mehr meldet, frag sie doch in so 2 Wochen noch mal nach Terminsvorschlägen; vorher würde ich nichts machen, damit ihr beide Gelegenheit habt, wieder runter zu kommen und über alles nochmal nachzudenken. Es ist niemand gestorben, sprich = objektiv gesehen nicht sooo schlimm, wie es sich gerade offensichtlich für euch beide anfühlt.

kpleineWr_drache1nsxtern


@ CoteSauvage und Phytonist:

Kennt ihr das nicht so?

Ich kenne das von diversen Hochzeiten genau so, wie die TE das beschrieben hat, also dass gerade die Braut praktisch die Hochzeitsorga von ihrer besten Freundin erwartet.

Das Ehepaar in spe sucht die Location aus und kümmert sich darum, wie die Deko aussehen soll und was es zu essen geben soll, aber der Rest bleibt an der Trauzeugin hängen. Je weniger Geld vorhanden ist für die Feier, desto mehr Arbeit :=o

Einen Weddingplaner kann sich doch kein normaler Mensch leisten, also macht das die beste Freundin der Braut, von der dann auch noch erwartet wird den Junggesellinnenabschied zu organisieren etc.

Habe ich sowohl im Freundes- als auch Kollegen und Bekanntenkreis mehrfach erlebt und wehe die Freundin reißt sich nicht beide Beine aus, dann ist der Stress danach noch schlimmer als das , was die TE jetzt hat.

Von daher finde ich das Verhalten der TE jetzt in keinster Weise überzogen oder seltsam, sondern ich denke sie hat genau das getan, was ihre Freundin von ihr erwartet hat.

Den Eklat verstehen kann ich aber echt nicht, die nicht eingeladenen Freunde hätte doch eh von der Hochzeit erfahren und wer sauer oder enttäuscht ist, dass er nicht eingeladen wurde ist das doch sowieso. Wahrscheinlich sind das einige und deswegen ist das jetzt auch so ein Drama :-/

a7y]a7swha


Echt? Krass. Ist in meinem Umfeld glücklicherweise nicht so. Am ehesten noch tatkräftige Mithilfe/Organisation des Junggesellenabschieds, aber definitiv nicht die ganze Hochzeits-Orga und kostenlose Leistungen als persönlicher Assistent mehrere Tage rund um die Uhr.

Im Hinblick auf das Gemeinschaftsgeschenk ist wohl eher das Problem, dass nicht Eingeladene das Gefühl bekommen haben könnten, sich quasi ohne "Gegenleistung" der Einladung einzubringen. Ich kenne es normal schon so, dass man das Geschenk daran ausrichtet, ob man eingeladen ist oder nicht - bei einer Einladung schenke ich viel mehr/mache mir mehr Aufwand. Die Befürchtung des Brautpaares, nicht Eingeladene hätten sich "genötigt" fühlen können, mitzumachen, kann ich im Grunde nachvollziehen. Außerdem ist es auch Sache des Brautpaares, wen es wann über die Hochzeit und eventuelle Feierlichkeiten informiert, nicht der Trauzeugen. Aber wie gesagt, es ist jetzt auch nicht das Drama, dass die Braut daraus macht, und es war unendlich lieb gemeint.

PeyCthon ist


@ CoteSauvage und Phytonist:

Kennt ihr das nicht so?

Ich kenne das von diversen Hochzeiten genau so, wie die TE das beschrieben hat, also dass gerade die Braut praktisch die Hochzeitsorga von ihrer besten Freundin erwartet.

Erwartungen finde ich immer Mist, zu schnell passiert da Unfug, weil jeder nur irgendwas denkt, aber keiner explizit was sagt. Kommunikation über Wünsche hingegen - das finde ich das geeignete Mittel.

Das Ehepaar in spe sucht die Location aus und kümmert sich darum, wie die Deko aussehen soll und was es zu essen geben soll, aber der Rest bleibt an der Trauzeugin hängen. Je weniger Geld vorhanden ist für die Feier, desto mehr Arbeit :=o

Also meine Gütigkeit hätte da sehr enge Grenzen.

Einen Weddingplaner kann sich doch kein normaler Mensch leisten, also macht das die beste Freundin der Braut, von der dann auch noch erwartet wird den Junggesellinnenabschied zu organisieren etc.

Habe ich sowohl im Freundes- als auch Kollegen und Bekanntenkreis mehrfach erlebt und wehe die Freundin reißt sich nicht beide Beine aus, dann ist der Stress danach noch schlimmer als das , was die TE jetzt hat.

Von daher finde ich das Verhalten der TE jetzt in keinster Weise überzogen oder seltsam, sondern ich denke sie hat genau das getan, was ihre Freundin von ihr erwartet hat.

Das sind mir zuviele Indirektionen und Meta-Erwartungen.

Ich sehe das so: auch als bester Freund/beste Freundin/Trauzeuge/Trauzeugin bekomme ich eine Einladung des Brautpaares zu ihrer Hochzeit: die Rollen sind damit klar verteilt: ich bin Gast, sie sind die Gastgeber. Und das mir bekannte Grundprinzip ist: Gäste haben an sich keine großen Aufgaben - sie kommen, bringen ein mehr oder weniger passendes Geschenk mit, futtern, bedanken sich für die Einladung und fahren wieder. Und Gastgeber organisieren die Location, bestimmen, was es zu futtern gibt, bedanken sich zwischendurch für die Geschenke und zahlen am Ende die Rechnung. :-) So kenne ich das Grundprinzip im "deutschen Kulturkreis". Die Übernachtungen der Gäste bei "fernen Hochzeiten" sind Verhandlungsmasse und das Brautpaar schreibt das in die Einladung mit rein, wie sie es halten.

Den Eklat verstehen kann ich aber echt nicht, die nicht eingeladenen Freunde hätte doch eh von der Hochzeit erfahren und wer sauer oder enttäuscht ist, dass er nicht eingeladen wurde ist das doch sowieso. Wahrscheinlich sind das einige und deswegen ist das jetzt auch so ein Drama :-/

Das glaube ich nicht. Es passt auch nicht zu ihrer Beschreibung, denn da sind die Gäste ja "alle cool". ;-D Zumindest nach Auffassung von Alias. Da außerdem das Brautpaar die konkreten Einladungen schreibt, hat es selbst zu verantworten, wen es wann einlädt. Und es gibt doch die Nachfeier für "den Rest".

Meine Hypothese: die intensive Zeit zusammen während der Vorbereitungen macht nun mal ein bisschen Abstand nötig. Und diese Distanz lässt sich so leicht herstellen. Nähe-Distanz-Regulation als Stichwort. Was ganz normales. Das renkt sich ein.

ktleineJr_draZchensxtern


Und das mir bekannte Grundprinzip ist: Gäste haben an sich keine großen Aufgaben - sie kommen, bringen ein mehr oder weniger passendes Geschenk mit, futtern, bedanken sich für die Einladung und fahren wieder

Ja, das dachte ich eigentlich auch mal.

Bis ich bei diversen Hochzeiten eines Besseren belehrt wurde, zum Glück nur als Freundin der armen Trauzeuginnen und seit dem 60.ten meiner "Schwiegermutter".

Da bin ich auch 450km einfach in einer Superstresszeit wegen ihres Geburtstags gefahren um vor Ort festzustellen, dass ich für Kuchen backen, Deko, Gäste bedienen etc. eingeplant war ohne mich mal vorher zu fragen. Oh Gott war ich sauer, wenn ich das gewusst hätte hätte ich meinen Freund alleine hingeschickt.

Das glaube ich nicht. Es passt auch nicht zu ihrer Beschreibung, denn da sind die Gäste ja "alle cool".

Die Gäste sind cool mit dem Geschenk. Das heißt ja noch lange nicht, dass sie nicht enttäuscht sind, nicht eingeladen worden zu sein. Viele sehen das als "Rangordnung", wenn ein paar Leute eingeladen werden und andere nicht...

P[ythhoni+st


Da bin ich auch 450km einfach in einer Superstresszeit wegen ihres Geburtstags gefahren um vor Ort festzustellen, dass ich für Kuchen backen, Deko, Gäste bedienen etc. eingeplant war ohne mich mal vorher zu fragen. Oh Gott war ich sauer, wenn ich das gewusst hätte hätte ich meinen Freund alleine hingeschickt.

Ach, ich kann mir vorstellen, sie wollte dabei einfach schon mal deine "Schwiegertochter in spe"-Qualitäten prüfen. ]:D So was muss man sportlich sehen. Immer mit Humor. Nützt ja nix. Die Schwiegereltern kann man sich nicht aussuchen, die hängen da am Partner/Freund "irgendwie mit dran". Und wenn du nur "eingeplant bist", wieder: einen fremden Wunsch kann man auch mal ablehnen oder einschränken auf das erträgliche Maß. Gekauften Kuchen, Deko mit Sachen, die vor Ort spontan aufzutreiben sind, Gäste bedienen nur für eine bestimmte Dauer und bestimmten Umfang. Da findet sich was.

Die Gäste sind cool mit dem Geschenk. Das heißt ja noch lange nicht, dass sie nicht enttäuscht sind, nicht eingeladen worden zu sein. Viele sehen das als "Rangordnung", wenn ein paar Leute eingeladen werden und andere nicht...

Aber alle müssen erkennen, dass dies eine Entscheidung des Brautpaares war und nicht der Trauzeugin=Hochzeits-Haupt-Organisatorin. Das Ziel ihrer Enttäuschung ist dann also höchstens das Brautpaar, nicht die Trauzeugin=Hochzeits-Haupt-Organisatorin=Alias.

MRel7ete


Alias 745414

Ich finde es auch verdammt unterwürfig, wie du im Moment unterwegs bist.

Also, bei mir war das so und bei allen, die ich kenne, es werden Leute zu einer Hochzeit eingeladen und andere nicht. Das ist völlig unterschiedlich und ein Teil Familie und Freunde sind einfach nicht eingeladen. Am Tag der Hochzeit gibts aber nicht nur Geschenke von den Leuten, die zur Hochzeit kommen, sondern auch von denen, die nicht eingeladen sind. Es ist für die auch keine große Überraschung. Es kann nicht jeder eingeladen werden. Und dass auch Leute erfahren, dass geheiratet wird, die nicht eingeladen sind, ist auch klar, es sei denn, das Paar will die Trauung geheim halten. Jeder, der eine Einladung bekommt, oder dem mündlich erzählt wird, dass geheiratet wird, erzählt es doch weiter. So läuft das bei uns ab. Warum du jetzt den schwarzen Peter behälst und ihn nicht zurückschickst oder wenigstens auf dem Tisch liegen lässt, verstehe ich nicht. Außerdem kennen die Leute sie doch und wissen von der Party, die vielleicht für die freunde noch veranstaltet wird oder auch nicht. Jeder, der sie kennt, wird das auch so einschätzen können, wie es ist.

Bei meiner eigenen Hochzeit war es so. Ich fragte meine Freundin, ob sie meine Trazeugin sein wollte. Gerannt und bis in den Abend gearbeitet haben wir, Tischkarten geschrieben, dekoriert und Torte gebacken, also Bräutigam, Familie und ich. Trauzeugin hat den Polterabend organisiert. Auch sonst bei anderen Hochzeiten, manchen einfach alle mit, die mitmachen wollen. Trauzeugen haben die Aufgabe zur Trauung da zu sein und zu unterschreiben und heutzutage geht es auch schon ohne. Wenn sie mehr machen wollen, schön, wenn nicht, dann eben nicht. Was deine Freundin nicht sieht, ist das schöne Geschenk, das alleine schon ein enormer Zeitaufwand war, es zu koordinieren. Hätt sie die Trauung geheim halten wollen, hätte sie es einfach sagen sollen und auch in die Einladungen schreiben. Das Geschenk alleine war doch nicht der Grund, dass es auch Leute erfahren haben, die nicht eingeladen waren. Sowohl Schwester als auch anderer Trauzeuge haben genauso über die bevorstehende Hochzeit mit anderen geredet, genauso alle, die eingeladen waren. Dass die Freunde das sowieso erfahren hätten oder es schon vorher wussten, bevor du ihnen etwas gesagt hast, liegt auf der Hand. Mag sein, dass es nicht so gelaufen ist, wie es sich die Brautleute vorgestellt haben, aber so ist das Leben. Man kann natürlich ein Drama daraus machen. Das tut zumindest die Braut und sie lädt - was das auch immer sein soll, ihr schlechtes Gewissen, ihre Scham, ihre Unfähigkeit oder was auch immer - bei dir ab und du sagst einfach danke, ja, nehme ich. Wieso zum Geier? Ich finde, du hast dich nun oft genug entschuldigt. Jetzt wär mal Wut an der Zeit und auch ein paar deutlich Worte an die frischvermälte Braut. Und hör mit dem Gebettel auf, denn das ist keine Augenhöhe.

FsuriiouPs


Ich schließe mich der mehrheitlichen Meinung an, dass das Brautpaar falsch reagiert.

Du bist definitiv KEINE schlechte Trauzeugin!

Das mit der Überraschung hättest Du aber tatsächlich vorher mit ihnen abklären können. Das war wohl wirklich ein Fehler - v. a. auch die Sache, dass dadurch evtl. Leute von der Hochzeit erfahren haben, die nicht (oder nur persönlich vom Brautpaar) von der Hochzeit erfahren sollten.

Das ist in meinen Augen aber dennoch kein Grund, sich so undankbar und zickig zu verhalten. Man kann als gute Freunde doch darüber sprechen!

Ich bin in der Hinsicht ein gebranntes Kind... meine damalige Freundin und ich, haben für ein gut befreundetes Paar die halbe Hochzeit organisiert. Wir waren voll eingebunden und hatten quasi nichts von der Hochzeit (ausser Stress und Hektik), weil wir ständig zu tun hatten. Bereits Wochen vorher gab es fast kein anderes Thema bei uns.

Der "Dank" war, dass sie uns am Tag der Hochzeit mehr oder weniger ignoriert haben und auch sonst kein Wort darüber verloren haben - kein "Danke", kein gar nichts.

Bitte nicht falsch verstehen: wir haben das sehr gerne gemacht und haben keine Lobeshymnen erwartet. Aber ein "Dankeschön", verbunden mit einem Händedruck oder einer kleinen Umarmung wäre bestimmt drin gewesen.

Das schlimmste war aber dieses Ignorieren am Hochzeitstag. Wir waren für sie auf einer Stufe mit den (ihnen völlig unbekannten) Kellnerinnen und Kellnern der Location. :-/

Später haben sie mal gesagt, sie hätten an diesem Tag so einen Tunnelblick gehabt und hätten das Ganze Drumherum überhaupt nicht mitbekommen. Ja, das glaube ich durchaus. Aber komischerweise hatten Sie Blicke und Zeit für ein Gespräch mit allen anderen Gästen.

Ich weiß bis heute nicht, was sie damals geritten hat. Dieses Verhalten war jedenfalls nicht in Ordnung. Meine Freundin hatte sich damals auch den Kopf zerbrochen, was wir denn falsch gemacht haben könnten, aber es war wohl einfach nur Gedankenlosigkeit.

Ich wünsche Dir, dass Deine Freundin bald für klärende Gespräche bereit ist. Mach Dir jedenfalls keinen Kopf - Du hast alles gegeben und bist alles andere als eine schlechte Trauzeugin!

P~ythonhisxt


Das tut zumindest die Braut und sie lädt - was das auch immer sein soll, ihr schlechtes Gewissen, ihre Scham, ihre Unfähigkeit oder was auch immer - bei dir ab und du sagst einfach danke, ja, nehme ich. [...] Und hör mit dem Gebettel auf, denn das ist keine Augenhöhe.

Soweit gehe ich mit.

Wieso zum Geier? Ich finde, du hast dich nun oft genug entschuldigt.

Gegenüber dem Brautpaar gab es aus meiner Sicht nichts zu entschuldigen, es sei denn, diese hätten sie schon mehrfach gebeten, doch ihr Engagement und ihren Einsatz zu reduzieren anstatt zu übertreiben. Sie müsste sich eher "bei sich selbst entschuldigen", für ihre Manie und die Vernachlässigung des eigenen Lebens und Wohlergehens.

Jetzt wär mal Wut an der Zeit und auch ein paar deutlich Worte an die frischvermälte Braut.

Ich finde, das Ausdrücken von Verärgerung (statt Wut) reicht völlig aus. Sonst wird mir das alles so bipolar.

mtollxi2


Also, ich würde mich erst mal zurückziehen und abwarten.

Freundschaft hin oder her. Deine Freundin ist am Zug und wenn da nix kommt, hätte sich die Sache (Freundschaft) für mich erledigt.

Man lernt nie aus und auch aus Freunden können Bekannte werden.

C.arpamalax 3


Man lernt nie aus und auch aus Freunden können Bekannte werden.

Was kein Drama ist.

Ist es vielleicht in Amerika so üblich, dass die Trauzeugin, zum Mädchen für alles wird? Ich kann mich an eine Folge der Serie Friends erinnern, dass die Trauzeugin hier für das wohl und wehe der Hochzeit zuständig gewesen ist. So manche Tradition, wird, weil im Fernsehen so toll dargestellt, gerne übernommen. ;-) Ich habe für mich festgestellt, dass man, wenn man ahnungslos einer Tradition folgt, ohne hinter die Kulissen des Brauchs zu schauen, dass man gerne den Aufwand, die Arbeit und das Gefühlschaos dahinter nicht sieht, was zwangsläufig auftritt, wenn eine Person für eine andere alles machen soll. Dann hat man sozusagen den Salat. Die Sache verselbstständigt sich, ohne das man irgendwie noch Einfluss darauf hat.

So manche Tradition ist aber unbrauchbar und was in Friends noch lustig dargestellt worden ist, was aber durchaus auch gezeigt hat, wie so etwas dann laufen kann, das wird im wahren Leben gerne zum Drama. Bevor man irgendeinem Brauch zustimmt, ist es für einen selbst besser, sich alles genau anzusehen und die eigenen Ressourcen gründlich durchzuchecken und auch die Gefühlslage der Person, für die man tätig werden soll, egal ob bei Hochzeiten, Beerdigungen, Taufen oder Geburtstagen ect. Ich habe mit vielen Traditionen gebrochen, nicht, weil ich grundsätzlich rebellisch gegen sie bin, sondern weil sie schlicht und einfach oftmals unpraktisch und nicht mehr dem individuellen eigenen Leben entsprechen. Wird der Anlass, auf das eigene Leben zugeschnitten, dann ist das Leben viel entspannter.

Aber auch ich bin nicht gefeit, gegen die ein oder andere Familientradtion. Da hilft dann nur Ruhe und Schadensbegrenzung. ;-D

CEaramaala 3


Soll natürlich heißen: Familientradition.

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