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Noch Liebe? Ratlos und bitte um Hilfe

H ermViyone08x0 hat die Diskussion gestartet


Bin neu hier und habe aus einem ziemlich traurigen Grund einen Account gemacht... :°( :°(

Aber erst einmal hallo an euch und vielleicht könnt ihr mir ja helfen. Wo fange ich blos an??

Ich bin 36 Jahre alt und lebe mit meinem Mann seit vier Jahren zusammen. Ziemlich genau so lange sind wir auch verheiratet. Ich habe eine Tochter aus erster Ehe, die gerade nicht mehr bei mir lebt da sie ein freiwilliges soziales Jahr macht. Mein Mann und ich haben zusammen einen kleinen Sohn im Alter von 13 Monaten.

Schon seit einiger Zeit bin ich mir nicht mehr sicher ob ich meinen Mann noch liebe. Er ist ein guter Mann aber total verschlossen, redet nicht über seine Gefühle und hat sich kaum Interesse im Gespräch, was meine Gefühle angeht. Wenn es mal Gezanke oder Unstimmigkeiten gibt will er nicht darüber reden. Er schweigt alles tot, und tut so als sei nichts gewesen.

Wenn ich ihm mal was über mich erzähle was mich bewegt bzw. was ich so denke und fühle, dann hat er das am nächsten Tag schon wieder vergessen und fragt auch nie nach.

Er lebt irgendwie in seiner eigenen Welt und will einfach meistens seine Ruhe, oder eben das alles ganz normal mit Smalltalk und friedlich abläuft.

Es gibt irgendwie keine Innigkeit in unserer Ehe. Neulich ist mir mal aufgefallen dass wir meinen Mann eigentlich auch nie länger in die Augen sieht.

Er ist an sich ein guter Partner, hilft gut mit dem Kleinen mit, ist anständig und solide.

Ich kann ja hier offen s b weil das alles anonym ist hier? Leider habe ich auch keine Lust mehr mit ihm zu schlafen da es immer nur 3 Sekunden geht. Das meine ich ernst wirklich! Er dringt ein und ist fertig.

In zwei Wochen hat er für zwei Wochen Urlaub genommen und ich habe einfach nur gedacht, "Mist, dann ist er ja fast die ganze Zeit zu Hause." Das ist traurig, ich weiß. Aber ich bin innerlich schon irgendwie raus. Seine Berührungen blocke ich meist ab (ist das vies?), gucke auch dass ich immer nach ihm ins Bett gehe. Am liebsten Schlafe ich auf der Couch ein, und komme dann erst ins Bett wenn er schläft. Liege nicht gerne neben ihm.

Noch bin ich in Elternzeit, kann von meinem Job sowieso nicht mehr alleine Leben, sich weil ich chronisch krank bin und nicht ist sehr belastbar. Und ich weiß auch nicht in ich es mit unserem Sohn alleine schaffen kann.

Seit ich mir meinem Mann zusammen bin habe ich mich sehr verändert. Ich habe fast 30 Kilo zugenommen und das nicht mal wegen der Schwangerschaft, sondern weil ich aus Frust esse, habe auch mein Hobby aufgehört, weil er mich immer belächelt hat, und er immer die Türe geschlossen hat.

Bin einfach traurig da ich mit ihm alt werden wollte. Aber ich bin so unglücklich mit ihm und gar nicht mehr ich selbst.

Was soll ich machen? Woran merke ich ob ich ihm noch liebe?

Antworten
C-omrman


Ui, das klingt aber nicht gut. %:|

Er zieht sich zurück, du aber auch. Ihr meidet euch. Ihr seid verheiratet und habt euch für ein Kind entschieden. Ich kann jetzt nicht so richtig solche Sätze glauben:

Seit ich mir meinem Mann zusammen bin habe ich mich sehr verändert. Ich habe fast 30 Kilo zugenommen und das nicht mal wegen der Schwangerschaft, sondern weil ich aus Frust esse, habe auch mein Hobby aufgehört, weil er mich immer belächelt hat, und er immer die Türe geschlossen hat.

Was war es denn vorher, was dich mit diesem Mann zusammengebracht hat? Hat er da nicht über dein Hobby gelächelt? Hat er länger als 3 Sekunden gevögelt? Warst du da gefühlt glücklich, als ihr zusammenkamt?

Ganz verstehe ich dich nicht. Ich verstehe zwar deine aktuelle Gemütslage, aber ich verstehe noch nicht, was sich bei euch ereignet hat, dass es so geworden ist, wie es ist.

Mal an Paartherapie gedacht? Wenn er vor der Alternative "Trennung" oder "Paartherapie" stände, würde er sich dann für die Trennung entscheiden?

HQermOion~e80


Hallo Comran und vielen Dank für Deine Antwort. :-)

Was mich mit ihm zusammengebracht hat ist eine gute Frage. Ich habe mich eben in ihn verliebt.

Über mein Hobby hat er erst später gelächelt oder den Raum verlassen oder auch mal spöttische Sprüche gebracht. Irgendwann habe ich es dann gelassen, weil ich mich dann plötzlich angefangen habe zu genieren.

Er hat zu vielen Dingen so seine Sprüche übrig. Oft stört es mich sogar wenn er weiß was ich im Fernsehen angucke, weil er dann auch wieder Sprüche bringt.

Das macht er generell oft. Auch Dickenwitze...da foppt er mich schon täglich. Sehr subtil, so dass man ihm nix vorwerfen kann.

Oh ich komme von Thema weg! Weiter mit Deinen Fragen.

Der Sex war schon immer schlecht. Aber am Anfang hat er sich schon mehr bemüht. Was am Anfang, also die ersten Wochen wohl mies war, war dass er beim Sex oft nicht küssen wollte und ich ihn danach (nachdem er kam) nicht mehr berühren durfte. Also nicht unarmen, anfassen. Das hat mich oft sehr traurig gemacht, hat sich aber mit der Zeit geändert. Er meinte mal, er habe es am Anfang noch nicht so ernst gemeint wie ich. Erst so nach ca. neun Monaten waren wir für ihn ein Paar.

Nochmal zum Sex: er hat die Einstellung, dass das eben bei manchen Männersn so ist, dass sie schnell kommen bzgsw. dass das bei jedem Mann individuell ist.

Für ihn muss man da nix ändern...zur Zeit läuft es so, dass er es mir mit der Hand macht, und dann schnell eindringt und kommt...macht mir keinen Spaß und ich verzichte lieber.

Als wir zusammen kamen war oh sehr unsicher, habe auch sehr um ihn gekämpft und viel mit mir machen lassen...versetzend lassen, heimschicken lassen wenn Besuch kam. Spontanes Ausladen vor einer Party mal.

Er würde bestimmt mitkommen zu einer Paartherapie. Aber ob das was bringt? Er dreht sich in aller Regel alle Sachvwrhalte immer so, dass er im Recht ist.

Es ist schwer...ich weiß auch dass er emotionale Probleme hat und eben niemanden an sich ranlassen kann auch mich nicht.

s%kad+ie" 2x4


Eine Paartherapie zu machen ist eine gute Idee.

CQomrGan


Über mein Hobby hat er erst später gelächelt oder den Raum verlassen oder auch mal spöttische Sprüche gebracht. Irgendwann habe ich es dann gelassen, weil ich mich dann plötzlich angefangen habe zu genieren.

Du fokussierst dich viel zu sehr auf seine Anerkennung. In diesem Fall hätte ich dir geraten, darüber zu stehen oder ihm auch eine Ansage zu machen, was dir dieses Hobby bedeutet. Wenn du dich nicht traust, nur weil du in seinen Augen nicht belächelt werden willst, hast du auch ein Stück deines Glücks selbst aus der Hand gegeben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich derjenige viel besser in Beziehungen behaupten kann, der selbstsicher seinen Weg geht und eine Beziehung als Bereicherung des eigenen Lebens ansieht, aber nicht sein Leben einer Beziehung "opfert". Du ziehst dich mit allem zurück - Hobby, Sex, Berührungen - weil du offenbar in einer emotionalen Abhängigkeit bist. Was mit ihm nicht gut läuft, hat in deinem Leben keinen Platz. So hat er natürlich ein leichtes Spiel, weil deine Forderung sehr gering ist. Natürlich ist für ihn so alles in Ordnung.

Nochmal zum Sex: er hat die Einstellung, dass das eben bei manchen Männersn so ist, dass sie schnell kommen bzgsw. dass das bei jedem Mann individuell ist.

Da hat er sogar Recht.

zur Zeit läuft es so, dass er es mir mit der Hand macht, und dann schnell eindringt und kommt

Viele Frauen beklagen, dass sich ihre Schnellspritzer keine Mühe geben, dass die Frau auf ihre Kosten kommt. Immerhin kompensiert er es mit der Hand, was er mit seinem Schwanz nicht kann. Dass du es nicht genießen kannst, liegt meiner Meinung auch in deiner generellen Ablehnung (man kann nicht genussvoll intim sein, wenn man schon nicht neben seinem Partner einschlafen möchte). Was hier Henne und Ei ist, ist schwer auseinanderzuhalten. Wenn man trotz dieses Mankos oft und gerne Sex hat (ja, das geht), kann man sich einspielen und austauschen. Auch ein Mann, der nach paar Sekunden kommt, kann einer Frau befriedigenden Sex geben. Auch dient regelmäßiger und entspannter Sex auch der Übung, dass er länger durchhält. Denn Offenheit und Entspannung helfen neben der Akzeptanz dieses Problems, dass es irgendwann auch viel besser läuft (ich war früher auch mal einer dieser Paar-Stöße-Penetrierer, ich weiß, wovon ich spreche).

Er würde bestimmt mitkommen zu einer Paartherapie.

Dann probiert es. Vor allem denk immer daran, dass es eine Paartherapie ist. Es ist nicht damit getan, dass dein Mann an sich arbeitet, sondern auch du musst deine Bedürfnisse auf einen ganz anderen Level heben. Und dich auch wieder mehr achten. Das ist leicht gesagt und lässt sich nicht einfach so umschalten. Man muss das erlernen. Und da kann dir eine solche Therapie ebenfalls helfen.

H;ermiohne80


Danke für deine Antwort lieber Comran. Es freut mich sehr. :)^

Wie funktioniert denn das mit den Zitaten?

Leider bin ich wohl eben nicht selbstbewusst genug um dann einfach weiter zu machen. Es war Keyboardspielen und singen und er hat über meine Lied Auswahl und Fehler gewitzelt. Ich bin leider nicht besonders selbstsicher.Er spielt seit der Kindheit Klavier und kann das natürlich viel besser.

In einem Punkt muss ich dir widersprechen. Ich finde als Frau nicht, dass ein Mann der nur ein paar Sekunden penetrierend und stoßen kann einer Frau wirklich befriedigenden Sex gibt. Egal wie sehr er das versucht mit Hand oder Mund wieder gut zu machen. Der eigentliche Sex, der fehlt dann doch. :°( :°(

Paartherapie hat ja nur einen Sinn wenn man sich noch liebt, oder? Und ich bin mir eben nicht sicher ob ich ihn noch liebe und weiß auch nicht wie ich das herausfinden soll ehrlich gesagt...Woher genau... weiß man ob es noch Liebe ist?

DtieDos;ismach&tdas,Gifxt


[[http://www.zeit.de/angebote/partnersuche/magazin/magazin_ewiges_mysterium]]

Vielleicht kann man daraus ableiten, dass aus Verliebtsein dann Liebe werden kann, wenn man Fähigkeit und Bereitschaft hat, die Aufgaben anzunehmen, die sich aus Konflikten mit dem Partner ergeben. Und ebenfalls anzuerkennen, dass viele dieser Konflikte mit einem selbst zu tun haben - man also den anderen nicht ändern kann - sondern sich selbst akzeptieren muss. Und eigentlich gibt das doch sehr viel Hoffnung darauf, dass man auf die Liebe und ihr Gelingen doch ein wenig Einfluss hat. Denn wie hieß doch gleich der Titel eines großen Bestsellers: "Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest."

Es halten sich auffallend viele User/innen zurück in diesem Thread. Ich denke wir wissen warum. Aber darum soll es auch nicht weiter gehen.

Nach meinem Empfinden wird eine Beziehung dann erfüllt gelebt, wenn es gelungen ist, sich selbst und den Partner in all seinen Stärken und Schwächen annehmen zu können. Wenn es gelungen ist den eigenen Narzissmus der Bedürfnisse nicht wichtiger zu nehmen als es das Maß der Erträglichkeit in der Liebe zueinander ausgleicht.

Wenn ich das Wort Narzissmus verwende, dann sicher nicht um eine Schublade aufzuziehen, sondern um begreiflicher zu machen, dass wir alle ein Stück weit egoistisch und auch egozentrisch sind, und es ein Stück Lebensaufgabe ist diesen, ich nenne es auch Selbsterhaltungstrieb in Einklang zu den Beziehungsmenschen zu bringen die uns umgeben.

Da spielt es auch nicht die Rolle, ob es Freundschaften oder die Partnerschaft selbst ist. Man muss es aushalten lernen, dass die eigenen Bedürfnisse nicht das Non plus Ultra sind. Das nicht alle Verletzungen und Narben des Lebens geheilt werden können. Das ist ein Stück weit eigene Lebensfähigkeit die wir selbst in uns entwickeln müssen. Wenn ich all das benennen müsste was mich bereits in jungen Jahren verletzt, zurück geworfen und emotional getreten hat, wäre die Liste ziemlich lang. Nein, es war nicht das Elternhaus, dass hat mich für das Leben stark gemacht, und gezeigt, dass es neben den Tränen auch etwas gibt das uns weiter machen lässt. Auch in den schlimmen Stunden die das Leben für die meisten bereit hält. Das perfekte Leben mit den perfekt erfüllten Ansprüchen, nach Fürsorge, finanzieller Sicherheit, Aufmerksamkeit, Augenhöhe und stetigem Respekt gibt es nicht. Aber es gibt den Weg in sich selbst danach zu suchen den Ausgleich zu finden. Kein Partner dieser Welt kann ewige Glückseeligkeit liefern, dass kann man selbst auch nicht bieten.

Mach Dir klar was Du leben willst, einfach so für Dich selbst als Mensch. Ordne Deine Ziele und die dazu gehörenden Möglichkeiten die Du dazu hast. Leben ist keine Gnade an uns selbst, sondern immer wieder Herausforderung und Existenskampf. Und die Demut den Kopf zu senken, um den Boden zu sehen auf dem man selbst steht. Ändere Dich selbst und Deine Bedürfnisse damit änderst Du auch die Bedingungen eurer Partnerschaft. Ist dort zuviel Urvertrauen verloren gegangen solltest Du Dir die Frage kritisch selbst beantworten, ob Du Deine Lebensenergie im Aushalten dieses Zustandes weiter verpulverst oder sie in ein Leben danach investierst.

Für den Aufbau Deines Selbstwertgefühls ist nicht Dein Partner verantwortlich, dass ist Deine eigene Verantwortung, auch um den Kummerspeck los zu werden. Das macht Mühe ja, aber dieser Schutzpanzer versucht Deine Seele zu schützen und wird erst "abschmelzen", wenn Du anfängst Dich als Menschen anzunehmen mit der Vielfalt die Dich ausmacht. Dafür viel Kraft und Konsequenz. :)*

C-omraxn


In einem Punkt muss ich dir widersprechen. Ich finde als Frau nicht, dass ein Mann der nur ein paar Sekunden penetrierend und stoßen kann einer Frau wirklich befriedigenden Sex gibt.

Dadurch, dass du dennoch eine Beziehung mit ihm eingegangen bist, hast du dich entschieden, dass das nicht so wichtig ist.

DfieDoqsi{smacht'das4Gi]ft


Paartherapie hat ja nur einen Sinn wenn man sich noch liebt, oder? Und ich bin mir eben nicht sicher ob ich ihn noch liebe und weiß auch nicht wie ich das herausfinden soll ehrlich gesagt...Woher genau... weiß man ob es noch Liebe ist?

Liebe erwartet keine Gegengabe. Sie lässt uns Dinge tun, die auch mal schwer, anstrengend und unbequem sind. Wenn ich nicht ständig darüber nachdenken muss, warum ich etwas für mein Gegenüber tue, sondern mich daran erfreue ein Lächeln, ein sanftes Streicheln des Dankes zu erleben, ohne das ich es als Geste erwarte. Wenn mein Partner all diese Schwingungen fühlt, sich nicht von Bedürfnissen und Bedingungen erdrückt fühlt die stetig eingefordert und erwartet werden.

Wenn der Mann neben mir auch an schlecht gelaunten Tagen bei mir willkommen ist, ich nicht mehr erwarte das er mir ständig Bestätigung und positive Energie gibt, sondern ich versucht bin ihn um seiner selbst Willen anzunehmen. Den 100 Prozent Partner gibt es nicht. Wenn Dir der Sex nicht gefällt, Du keine innere Anziehung für Deinen Mann empfindest weil emotional zu wenig zurück kommt oder nicht vorhanden ist redet darüber, ob eine offene Beziehung ein Weg ist. Immerhin seid ihr eine Familie, die neben den eigenen Bedürfnissen eine stabile Basis haben sollte.

Wenn Du Dich zu oft unverstanden, in den Wünschen Deiner Bedürfnisse allein gelassen fühlst - musst Du entscheiden, ob die Vorteile der Beziehung noch überwiegen für Dich. Wenn Du als Beziehungspartnerin unzufriedener und unglücklicher bist als eine ausgeglichene Singlefrau, dann tut sich ein Graben auf.

Hast Du für Dich mal überlegt, ob Deine Beziehungsansprüche zu überhöht sein könnten? Du durch zu wenig Außenkontakte und Anerkennung in anderen Bereichen Deines Lebens hast, und dadurch zuviel Aufmerksamkeit und Bestätigung beim Partner suchst? Das kann irgendwann zur fehlenden Augenhöhe werden, und lässt den Mann respekt- und achtlos werden. Wem ich auf der Nase rum tanzen kann verliert im Laufe der Zeit an der Anziehung als Mensch und natürlich auch als Frau. Weinen, klagen und ewige Vorwürfe, "Du hast dies nicht, Du erfüllst das nicht" macht eine Beziehung zum Mühsal. Dann würde ich mir selbst überlegen, ob ich noch gern nach Hause komme und/oder nur noch aushalte was mich daheim erwartet.

Wenn die Gemeinsamkeiten und Freiräume ausgewogen sind, jeder für sich selbst zufrieden mit dem Selbstsein ist, alles was das eigene Leben ausmacht nimmt die innere Zufriedenheit zu, und der Partner in seiner Bedeutung erhält den objektiven Platz innerhalb der Beziehungsstruktur.

Frage Dich selbstkritisch was Dir in Deinem Leben so sehr fehlt, dass Du es ändern willst. Ganz unabhängig von Deinem Partner. Ich stelle es mir schwer vor einen Menschen neben mir glücklich zu machen, wenn ich selbst tief in mir verzweifelt und unzufrieden bin.

Ist das womöglich auf beiden Seiten so, wird der emotionale Graben zwischen den beiden Partnern noch tiefer. Dann muss man Mut haben zu schauen, ob das Konstrukt das sie beide mühsam aufrecht erhalten noch zukunftsfähig bleiben kann. Natürlich können Paare auch streitend und quengelig eine Beziehung führen. Es gibt Menschen die brauchen diese Untiefen von Eskalation und Scheinfrieden bis zur nächsten erwartbaren Krise.

Auch das kann eine gewisse Beständigkeit haben. Entscheidungen muss jeder selbst treffen, aber einige Grundcharaktere passen trotz ihrer Liebe nicht zusammen weil es zuviel Anteile gibt die nicht überwunden werden können. Nicht mit Therapie, nicht mit langen Diskussionen und auch nicht mit der Forderung der andere möge sich aus Liebe (ver)ändern damit es endlich besser passt.

SUuOnflnower!_7x3


Er würde bestimmt mitkommen zu einer Paartherapie. Aber ob das was bringt? Er dreht sich in aller Regel alle Sachvwrhalte immer so, dass er im Recht ist.

Und genau DA setzt eine Paartherapie an: Ändern dieser Muster, sowohl im Verhalten als auch Denken. Feedback einer neutralen Person. Wenn er mitkommt, dann probiert es!

pgar>aze0llnuxss


..und vor all den Dingen, die da im Vorfeld besprochen wurden, stehen ja auch noch 30 Kilogramm Übergewicht schwer im Raum. Ich hab selber 10 Kilo drüber und mag mich deshalb auch nicht besonders. Bei dir sind es 30 Kilo. Da taucht halt auch die Frage auf, wie ihr -beide- mit diesem Thema umgeht? Eventuell ist wäre dies ein Ansatzpunkt, den man nicht übersehen sollte.

HXermi^onex80


Ui, vielen Dank für die vielen Antworten! Habe mir alles durchgelesen und werde versuchen auf alles einzugehen.

Danke noch mal! Ich schreibe jetzt einfach Zitate fett!

*Dadurch, dass du dennoch eine Beziehung mit ihm eingegangen bist, hast du dich entschieden, dass das nicht so wichtig ist.*

Das klingt logisch war aber ehrlich gesagt keine bewusste Entscheidung...irgendwie habe ich gedacht das gibt sich mit der Zeit. Das er eben so aufgeregt ist weil alles noch neu war! :=o

*Es halten sich auffallend viele User/innen zurück in diesem Thread. Ich denke wir wissen warum. Aber darum soll es auch nicht weiter gehen.*

Hä Warum? Habe ich bei der Registrierung etwas vergessen oder so? Kann das nicht jeder lesen?

Du *Diedosismachtdasgift* beschreibst da sehr romantisch die Liebe, das klingt sehr schön!! ❤️

So war es gewiss mal zwischendurch und ist es auch noch. Vorhalten zu ich ihm selten was und zum streiten ist er zu ruhig und eben leider auch zu uninteressiert...

Er kann halt auch nicht aus seiner Haut...

Ich weiß eben nicht ob ich ohne oder mit ihm glücklich haben und ob ich ihn noch liebe. :°(

s?ensi[be"lmann9e9


Er ist ein guter Mann aber total verschlossen, redet nicht über seine Gefühle und hat sich kaum Interesse im Gespräch, was meine Gefühle angeht. Wenn es mal Gezanke oder Unstimmigkeiten gibt will er nicht darüber reden. Er schweigt alles tot, und tut so als sei nichts gewesen.

Trotzdem bist du mit ihm eine Bindung eingegangen.

Leider habe ich auch keine Lust mehr mit ihm zu schlafen da es immer nur 3 Sekunden geht. Das meine ich ernst wirklich! Er dringt ein und ist fertig.

Trotzdem bist du eine Beziehung mit ihm eingegangen.

Ob es ein Fehler war, das musst du selbst wissen, ob du dir so ein Leben gewünscht hast und wieviel Kompromisse du eingehen kannst.

Im Übrigen hat dein Mann durchaus Möglichkeiten seine sexuellen Fähigkeiten zu verbessern: Dazu gehören aber Anstregungsbereitschaft, Training und Motivation (wirkliche Liebe ist darum bemüht, auch der Partnerin Zufriedenheit zu verschaffen). Der Sex beginnt nicht unbedingt mit der Penetration und hört damit auch noch lange nicht auf.

Deine bröckelnde Liebe scheint aber eher in die Richtung zu gehen: Du möchtest diese Kompromisse nicht mehr, es macht dich nicht glücklich.

Entweder dein Mann kann und will sich ändern (solche erzwungenen Dinge gehen aber meistens zermürbend und unzufrieden aus) oder ihr werdet nicht zusammenbleiben, wenn du wieder glücklicher sein willst.

Ich habe fast 30 Kilo zugenommen

Das ist vor allem dein eigenes Problem, vor allem in Bezug auf deine Gesundheit. (Belastung u.a. für Gelenke und Herz- Kreislaufsystem).

D#ieDosismcachLtd{asGixft


*Dadurch, dass du dennoch eine Beziehung mit ihm eingegangen bist, hast du dich entschieden, dass das nicht so wichtig ist.*

Das klingt logisch war aber ehrlich gesagt keine bewusste Entscheidung...irgendwie habe ich gedacht das gibt sich mit der Zeit. Das er eben so aufgeregt ist weil alles noch neu war! :=o

Jau, aber mal ehrlich nach 4 Jahren unzufriedenem Sex schaffst Du es noch an die große Änderung zu glauben/hoffen ohne das sich durch aktive Bemühung von Lösungen etwas zu Gunsten beider verändert? Um es mal mit Deiner Geste zu beantworten. :=o

*Es halten sich auffallend viele User/innen zurück in diesem Thread. Ich denke wir wissen warum. Aber darum soll es auch nicht weiter gehen.*

Hä Warum? Habe ich bei der Registrierung etwas vergessen oder so? Kann das nicht jeder lesen?

Ich bin für vieles zu haben, auch für viel Schabernack und Ironie, schwarzem Humor und jeder Menge Sakarkasmus. Aber ich weiß wann damit Schluss ist, dass sagt mir mein Taktgefühl. Aber für dumm verkauft werden ist etwas wogegen ich ganz massiv etwas habe. Aber nun gut, vielleicht können Dir diese Damen mehr Antworten liefern, die haben offenbar alle das auffallend selbe Problem wie Du in eurer Beziehung.

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/721574/]]

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/732031/]]

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/743318/?p=2#p23055264]]

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/741864/#p23004914]]

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/735083/?p=2#p22766011]]

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/727619/#p22480766]]

Du *Diedosismachtdasgift* beschreibst da sehr romantisch die Liebe, das klingt sehr schön!! ❤️

Ein langer Lernprozess, der ebenso wie bei Dir auch seine schmerzlichen Momente hatte. Aber ich mache aus meinem Herzen deswegen keine Mördergrube. Ich wusste wann es Zeit war zu gehen, auch um uns beiden als Ex-Partner die Chance auf ein Leben mit besser Qualität zu ermöglichen. Heute weiß ich tief in mir worauf ich Wert lege, und auch welche Kompromisse ich für meinen Partner ohne langes Abwägen eingehen kann.

So war es gewiss mal zwischendurch und ist es auch noch. Vorhalten zu ich ihm selten was und zum streiten ist er zu ruhig und eben leider auch zu uninteressiert...

Irgendwann muss die Erkenntnis reifen, dass jeder seine Muster, Charakteranlagen und Eigenarten hat. Ein stark emotionaler Mensch wird nicht zu jemandem der mehr den Verstand benutzt, um sich die Bedürfnisse schöner zu reden. Jemand, der ungern über tiefe Gedanken und Gefühle redet, wird nicht zum Dauerplauderer weil der Partner den Anspruch hat sein Gegenüber besser zu verstehen.

Wenn zudem zwei intelligente Menschen durch gezielte Worte und Gesten genau wissen wo sie den anderen treffen können, wird das bei ungenügendem charakterlichen Ausgleich zu einem richtig fiesen Machtkampf in dem jeder am Ende seine Deutungshoheit behalten will. Ob man aus dieser Spirale wieder gemeinsam raus finden kann ohne konsequente Beziehungsarbeit, hmmm schwierig.

Er kann halt auch nicht aus seiner Haut...

Das ist eine wichtige und reife Erkenntnis. Wenn Du jedoch nicht mit dieser seiner Art leben kannst, die Defizite von Jahr zu Jahr größer werden, der Respekt voreinander sinkt, die emotionale Abneigung in Phasen des Einandernichtverständlichmachenkönnens größer und größer wird, muss man sich gemeinsam die Frage stellen ob es ein Kampf gegen Windmühlen ist.

Ich weiß eben nicht ob ich ohne oder mit ihm glücklich haben und ob ich ihn noch liebe. :°(

Die Frage kann Dir niemand anderer als Du Dir selbst beantworten. Die Angst vor dem Alleinsein, einen anstrengenden Alltag, zumal mit jungem Kind zu leben kann innerlich lähmen. Ich brauchte damals auch Jahre um zu entscheiden eine Beziehung mit 3 jungen Kindern aufzukündigen. Deshalb weiß ich ein Stück weit welche Zweifel in Dir sind. Aber man findet seinen Weg, wenn das Ziel klar vor Augen ist und es bleibt eine Selbstverantwortung wie man mit den Problemen im Alltag und auch in sich selbst umgeht.

Eine nicht liebe- und respektvoll geführte Beziehung hinterlässt auch in den Kindern die diese Elternbeziehung leben und wahrnehmen als Verhaltensmuster mit ins Leben. Davon zeugen hier viele Threads, und deswegen macht es Sinn sich darüber klar zu werden, welche Verantwortung man selbst für das eigene Glück und auch die Zufriedenheit anderer in sich trägt.

m:a<ri7posa


Danke für deine Antwort lieber Comran. Es freut mich sehr. :)^

Wie funktioniert denn das mit den Zitaten?

Danke noch mal! Ich schreibe jetzt einfach Zitate fett!

:)D

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