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Affäre weiterführen oder nicht?

s!ensibzelmaxnn99


ich habe mich arrangiert, um den kindern di efamilie zu erhalten. ich hoffe, dass das noch ein paar jahre gut geht. wenn die kinder erwachsen sind, werde ich mich trennen.

Genaugenommen scheint deine Beziehung im Eimer zu sein- und zwar schon länger. Es passt bei euch auf mehreren Ebenen nicht- von der Zuwendung und Aufmerksamkeit her nicht, von der sexuellen Seite her auch nicht.

Und ich habe den Eindruck, dass du deinen Mann liebst, ist eher ein Wunsch denn Wirklichkeit. Wenn du deinen Mann lieben würdest, gingest du vermutlich nicht fremd, du würdest ihm klar sagen, was dich an seinem Verhalten stört, du würdest ihn auch sexuell begehren. Wenn er dich lieben würde (nicht nur per Worten) würde er deine Kritik ernst nehmen und sein Handeln versuchen zu ändern. Offenbar haben mehrere Versuche (Paatherapie) nichts bewirken können. Ich vermute, dass du an einen unpassenden Mann geraten bist. Er hat von seiner Partnerin offenbar auch andere Vorstellungen, als du sie ihm bietest.

Euer Beziehungskitt, die Kinder, sind die eigentlich leidtragenden, die sehr deutlich spüren, dass in eurer Beziehung ziemlich viel Sand knirscht (vermutlich spüren sie auch, dass du fremd gehst und betrügst).

Du versuchst das ganze Theater solange zu inszenieren, bist die Kinder groß sind? Damit ist weder dir, noch deinem Mann und am wenigsten den Kindern geholfen, die früh schon lernen, wie Menschen versuchen, sich gegenseitig etwas vorzumachen und irgendeine Rolle zu spielen, in die sie real gar nicht passen.

Mache einen klaren Schnitt und höre auf die Lebenszeit von dir, deinem Mann und deinen Kindern zu verplätschern. Wenn Dinge trotz mehrfacher Versuche nicht so laufen, wie man sich das wünscht, ist es Zeit, die Dinge grundlegend zu ändern.

Zu warten, bis die Kinder groß sind, ist niemandem gedient, am wenigsten den Kindern. Vielmehr sehe ich es als Ausrede, einen Schnitt zu machen, so schmerzhaft er auch sein mag.

Plagen viele Jahre mit sich herumzuschleppen halte ich für verschenkte Lebenszeit.

Sfeven.gof.Nxine


Und was ist nun das Problem? Du holst Dir, was Du brauchst, dafür hast Du zwei Männer. Also?

Hier ist es, das Problem:

ich fände es schön, ihm etwas mehr zu bedeuten.

Mir scheint, Du machst Dir da ganz gewaltig selbst etwas vor, denn man kann die Sache auch anders herum sehen: Wenn er Dir mehr bedeuten würde, dann würdest Du nicht so herumeiern und Dich sofort von Deinem Mann trennen. Daß die Kinder noch zu klein sind oder ähnliches sind alles nur höchst willkommene Ausreden, nur um nicht klar Stellung beziehen zu müssen.

ich brauche ein eigenes leben (wie er es auch hat, er geht oft weg), ich brauche mehr freiraum, fast immer sitze ich seit jahren abends mit den kindern zuhause. ich hab begriffen, dass ich mich selbst glücklich machen muss.

Das ist alles richtig.

Aber warum meinst Du, dazu unbedingt einen anderen Mann zu brauchen?

Mxeletxe


ich fände es schön, ihm etwas mehr zu bedeuten.

Ja und sie will sich nicht trennen, außerdem liebt sie ihren Mann. Warum also sollte sie dem Liebhaber mehr bedeuten? Sie bekommt doch genau das von ihm, was sie von ihrem Mann nicht bekommt.

ETleolnorxa


Im Grunde bringt es ja nichts wenn wir das hier ausdiskutieren. Ich gehe sogar davon aus das sie all diese Gedankenwege und Möglichkeiten selbst im Kopf durchrattert.

Was allerdings wahr ist: Den Kindern tut man auf Dauer keinen Gefallen mit dem Festhalten. Du musst an diesem Punkt verstehen das eure Kinder in erster Linie von euch lernen, wie eine Beziehung aussieht. Auch wenn sie jetzt noch klein sind, bekommen sie eine Menge unterbewusst mit. Und dadurch gebt ihr ihnen auch etwas für die Zukunft mit.

Eigentlich ist es nichts anderes als alle anderen Verhaltensweisen die sich Kinder im Laufe ihrer Entwicklung abschauen.

Zum anderen habe ich oft von Freunden und Bekannten deren Eltern sich 'spät' getrennt haben individuell aber sinngemäß gehört: "Man hat es richtig gemerkt. Ich wünschte sie hätten es früher getan."

Damit möchte ich dich nicht in Richtung einer Trennung drängen, sondern dir Zahn des 'emotionalen Märtyrers' ziehen. Rette was zu retten ist, aber krall dich nicht so daran fest das es durchbricht. @:)

Esleo#noxra


Entschuldige bitte das mein Beitrag so 'flätsch' daherkommt.

Emotional kann ich dich total verstehen, aber es hängt ja doch etwas mehr daran.

DGieDosi-smFachtdxasGift


Von außen betrachtet sehen solche Konstellation häufig einfach und klar lösbar aus. Wären sie vielleicht auch, aber en Detail sieht es oft noch etwas anders aus. Gerade mit jungen Kindern, hat man als Mutter ihre Sicherheit, die angewöhnte Alltagsstruktur und die Liebe der Kinder zum Vater im Auge. Sind dann noch eigene Gefühle im Spiel, sei es aus Nostalgie, sei es, weil der Mann ansonsten "pflegeleicht" und gute Versorgereigenschaften hat. Nur eben das emotionale Paarleben ins Wanken gerutscht ist, weniger aufmerksam, weniger liebevoll und die vertraute Zweisamkeit ist durch Kind, Kegel, Haushalt und Job ins Nirwana verrutscht. Ja, daran tragen zwei Menschen ihre Verantwortung. So eine Situation entsteht nicht dadurch, dass zwei Partner sich alles geben und die Liebe ist nicht tot zu kriegen. Nee, meist beginnt es mit den kleinen Dingen, die irgendwann nicht mehr passieren. Das spontane sich in den Arm nehmen, weil eins der Kinder oder beide ihre Aufmerksamkeit einfordern oder nur mal so ihre Machtspiele als Familienequiepment einbringen. Die meisten Familien werden das kennen, und so kommt ein Mosaikstein zum anderen. Wenn dann der Mut und die Zeit fehlt, es frühzeitig zu thematisieren, dann rutscht das Szenario immer weiter ins Abstruse ab.

Was mir hier in diesem Fall etwas sauer aufstösst, neben vielem was ich durchaus verstehe ist der Fakt, dass eigentlich schon völlig klar ist, dass wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus sind die Trennung ansteht, weil man das was heute so sehr stört nicht mehr erträglich ist. Wenn ich diese Sicherheit schon heute habe, finde ich es irgendwie doch schon egoistisch. Wäre da diese Ahnung, wenn junge Kinder älter werden, man wieder mehr Freiräume gewinnen kann und dann wieder in die Beziehung investieren will von beiden Seiten, sähe die Bilanz anders aus.

Im Moment klingt es schon nach dem notwendigen Abgesang, der ab einem Tag X unwiderrufbar auf dem Lebensplan steht. Auf die Art stehlt ihr euch beide erfüllte Lebenszeit, die mit einem anderen Partner möglich wäre, weil die Konstellation besser passt. Ich würde mir weder selbst diese Chance nehmen noch würde ich sie einem Partner, der ohnehin schon auf der imaginären Abschussliste steht vor enthalten. Das sind Lebenschancen die ganze Lebenläufe verändern können, auch die eurer Kinder. Wie schon geschrieben, spüren Kinder mehr als sie in Worten ausdrücken können.

Mir kann niemand weiß machen, dass man spätestens an der eigenen Haustür wieder in das Gewand 'hier wieder funktionieren' "schlüpft", wenn man gerade noch lusgeschwängert, und emotional aufgetankt heim kommt. Da sind viele nonverbale Schwingungen vorhanden, die Sehnscht an einem anderen Ort zu sein, nur eben das Pflichtgefühl und viele andere Verbindlichkeiten machen es möglich hier weiter zu machen.

Ich glaube auch, sobald ein Mann in Dein Leben tritt, der nicht nur an Dir, sondern auch an den Kindern und eurem gemeinsamen Alltag Inteesse zeigt, und das hätte den Anschein von ..."Wir bekommen das hin, wir gehen das Risiko zusammen ein", Du schneller auf gepackten Koffern sitzen wirst als Dir heute vorstellbar ist. Warum ich das denke? Zu oft verlebt, mal von männlicher mal von weiblicher Seite. Menschen suchen irgendwie immer nach Optimierung, dass ist ihr Antrieb, von einigen antrieblosen und sich selbst verleugnenden Leuten abgesehen. Die halten aus, wider besseren Wissens. Wenn zwei Partner nicht mehr bereit sind in ihrem Paarleben aufzuräumen, sich ehrlich sagen was sie noch voneinander wollen und einander geben können, in all den Chancen und Begrenzungen die dazu gehören, wird das nichts mehr. So ein Prozess ist schmerzlich, kostet Nerven, Tränen und sicher auch viel Kraft, aber es gibt Paare die genau das versucht haben und es chafften. Auch der nächste Mann wird wieder Macken und Eigenarten haben, nach der ersten Euphorie. Es weder wieder Probleme auftreten, und nur Fluchtverhalten kann zur Lebensphilosophie werden. Nur, ob das erfolgsversprechend ist. Phasenweise sicher, aber es wird sich am Ende immer wie ein Scheitern anfühlen.

Das hat der lange Leidensweg von Milchmann76 und vielen anderen die hier Rat gesucht haben gezeigt.

Smeven.7o7f.Nixne


Von außen betrachtet sehen solche Konstellation häufig einfach und klar lösbar aus.

Sind sie auch - sofern man sich nicht selbst etwas vormacht.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Worte Du für etwas brauchst, was die TE bereits in einem kurzen Satz klar und deutlich zusammengefasst hat:

wenn die kinder ausziehen, werde ich mich wahrscheinlich trennen.

Sie ist sich nicht sicher.

Und sie weiß jetzt schon, daß sie sich auch dann nicht sicher genug fühlen wird, wenn die Kinder aus dem Haus sind.

D9ieDos9ismach6tdasGxift


Warum, die vielen Worte? Kann ich Dir sagen. Die Klarheit des Verstandes ist etwas anderes als die Sicherheit der Emotionen. Diesen Kampf zwischen vermeintilcher Sichheit und einer eher unsteten Zukunft mit Kindern ist eben kein so eindeutiger Kampf, jedenfalls nicht für jeden.

Mir will zum Beispiel nicht so wirklich in den Kopf, warum eine noch junge lustvolle Frau lieber mit dem falschen Mann weiter machen will, obwohl ihr bereits heute klar ist, was sie auch die nächsten Jahre nicht haben wird, wenn sie den Mund nicht deutlich aufmacht.

Ich würde dann meine lustvollen, fruchbaren (wegen des beresseen Geruchs für den Mann), und meine gesunde Agilität für ein lustvoller und emotionales Leben eintauschen. Wie lange dieser Zustand auf beiden Seiten noch bleibt, steht schließliich in den Sternen.

Zudem ein Mann der sich häuftig genug allein abseilt, will weder ein harmonisches Familienleben, und zieht eher gelangweilt Leine, weil die Frau nicht mal ein Abendgespräch für ihn reizvoll macht. Gut kann man sicher so nebenbei aneinander vorbei leben. Aber Meins wäre das sicher nicht. Dann lieber in Kauf nehmen, mit mir im Reinen auch eine Singleteit X leben. Aber auch das darf jeder für sich ellbst bestimmen. Nur sollte man sich klar machen, dass kein Tag vom Lebenskonto zurück kommt, schon gar nicht wenn die weibliche Jugend vergangen ist. :=o

CaotejSau%vaxge


Mir will zum Beispiel nicht so wirklich in den Kopf, warum eine noch junge lustvolle Frau lieber mit dem falschen Mann weiter machen will, obwohl ihr bereits heute klar ist, was sie auch die nächsten Jahre nicht haben wird, wenn sie den Mund nicht deutlich aufmacht.

Ich finde das nicht unverständlich. Diese TE hat doch mal einen ausgesprochen klaren und nachvollziehbaren Plan:

ich weiß, dass meine ehe das hauptproblem ist, aber ich sehe da momentan keine lösung. ich liebe ihn noch, er kann sich nicht ändern, zwei paartherapieversuche sind gescheitert. ich habe mich arrangiert, um den kindern di efamilie zu erhalten. ich hoffe, dass das noch ein paar jahre gut geht. wenn die kinder erwachsen sind, werde ich mich trennen. falls mir vorher die große liebe über den weg läuft und es auch die umstände zulassen, möglicherweise auch früher.

bis dahin versuche ich, eine gute mutter und gute ehefrau zu sein, werde aber mehr für mich persönlich tun. ich brauche ein eigenes leben (wie er es auch hat, er geht oft weg), ich brauche mehr freiraum, fast immer sitze ich seit jahren abends mit den kindern zuhause. ich hab begriffen, dass ich mich selbst glücklich machen muss.

Und sie hat anscheinend auch kein großes Diskussionsbedürfnis mehr:

der mann, mit dem ich mich aktuell treffe, tut mir gut. wir haben nochmal ausführlich gesprochen und ich habe das gefühl, dass wir das gleiche wollen. keiner will seine beziehung aufgeben, aber zwischen uns stimmt es sonst total. die wenigen stunden, die wir miteinander haben, will ich genießen.

D%ieDoPsismacrhtdasGixft


Kann mich bis einem gewissen Punkt Deinen Sichtweisen anschließen, dennoch war die Einlassung dieser Diskussion anfangs eine völlig andere was die TE betrifft. Mag sich aber zwischenzeitlich durch Gespräche mit dem Affärenpartner verändert haben, weil er partnerschaftlich nicht zur Verfügung steht.

ich sehen mich nach liebe, sex und aufmerksamkeit.

nun habe ich vor einiger zeit einen mann kennengelernt, mit dem ich ein paar monate lang sex hatte. da er abgesehen davon eher kühl zu mir war, hab ich das ganze beendet.

ich bin irgendwie verwirrt. war soll das werden? ich hab ihn das gefragt, aber er weicht mir ziemlich aus. er sagt, dass seine freundin die nr. 1 für ihn ist. er will kontakt mit mir, er will irgendwann auch wieder sex mit mir, aber im moment findet er es schöner so, wie es jetzt ist. wir schreiben uns fast jeden tag und können gut über viele themen reden.

ich hab ihn gefragt, ob er einfach mit mir befreundet sein will, das wäre auch okay für mich, aber das will er auch nicht, denn er will schon mit mir kuscheln und irgendwann auch wieder sex. was zur hölle soll das sein?

Das klingt für mich eher nicht so abgeklärt und nur auf eine erotische Affäre reduziert.

Deswegen überzeugt mich auch das hier nicht:

bis dahin versuche ich, eine gute mutter und gute ehefrau zu sein,

Weil das hier die eigentliche Intension wäre, die ich auch gut verstehe, weil sie menschlich nachvollziehbar ist.

falls mir vorher die große liebe über den weg läuft und es auch die umstände zulassen, möglicherweise auch früher.

:)z :)=

DBieDo[sismacht\dasGxift


Das ist für mich die eigentliche Kernaussage von allem, und zeigt eben auch die Dimension dieses Vernunftskampfes:

meine ehe ist in einer ziemlichen sackgasse, wir gehen seit längerer zeit eigentlich getrennte wege, leben aber weiterhin zusammen als familie.

Für mich emotional schwer vorstellbar, wie zwei erwachsene Menschen die seit längerer Zeit getrennte Wege gehen ein schönes und stabiles Familienleben genießen. Das ist ein Widerspruch in sich.

S}ev]en.of(.Nine


Für mich emotional schwer vorstellbar, wie zwei erwachsene Menschen die seit längerer Zeit getrennte Wege gehen ein schönes und stabiles Familienleben genießen. Das ist ein Widerspruch in sich.

Von genießen steht da nix.

Sie leben als Familie.

D)ieD|osismaechtdHasGxift


Sie leben als Familie.

Falsch. Richtig ist, sie wohnen als Familie. Das ist ein anderer Zustand, den erwachsene Menschen natürlich auch in Einklang leben können. Männe ist ja schließlich regelmäßig unterwegs am Abend, und Mutti sitzt mit den Kindern frustiert allein zu Hause rum, und sehnt sich nach mehr Eigenleben und Selbstverwirklichung.

Ohne Babysitter oder Betreuung im erweiterten Familienkreis stelle ich mir das sehr schwierig vor. Und glaube mir, ich weiß genau wovon ich hier schreibe. Ich hatte junge 3 Söhne die innerhab von knapp 4 Jahren geboren wurden als ich mich getrennt habe.

DUieD%osismacChtdasxGift


innerhalb

C\oteSa8uvage


Für mich emotional schwer vorstellbar, wie zwei erwachsene Menschen die seit längerer Zeit getrennte Wege gehen ein schönes und stabiles Familienleben genießen. Das ist ein Widerspruch in sich.

Das ist kein Widerspruch, und bloß weil du dir das nicht vorstellen kannst, heißt es nicht, dass es nicht geht. Wie Seven.of.Nine richtig schrieb, von "genießen" steht da nichts, und von "schön" auch nicht. Stabil kann so ein Familienleben aber durchaus sein. Es ist eben ein Arrangement wie es der TE bei Abwägung aller Möglichkeiten derzeit am passendsten erscheint.

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