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Übergewicht des Partners-wie damit umgehen

Suchok]olade5nsüchtAigxe


Erst mal allgemein: In meinen Augen sollte da auch kein Unterschied zwischen Mann und Frau gemacht werden. Egal in welche Richtung, ja, so eine Zunahme kann sicher störend sein, aber auch ich finde es schlimm, wenn dann gleich die Beziehung in Frage gestellt wird (das bezieht sich jetzt nicht aug Alias). Man sollte dem Menschen lieben und begehren, nicht nur die Optik. Die Realität ist wohl oft anders.

Liebe Alias, dieses Problem wirst nicht Du lösen können. Ich spreche aus Erfahrung. Einerseits weil ich Deine Perspektive kenne, wobei das Optik- und Anziehungsproblem bei uns keins (mehr) ist. Aber der Gesundheitsaspekt ist sehr relevant. Nur wirst Du bei Deinem Mann nichts bewirken können, schon gar nicht bei einem so verschlossenen Exemplar. Er kann nur selbst, von sich aus und aus eigener Überzeugung etwas ändern - und dann hättest Du vielleicht die Chance zu unterstützen und/oder zu motivieren. Aber den ersten Schritt muß er gehen. All das, was Du sagst, mündlich oder schriftlich, verpufft. In unserem Fall haben es Aussagen von Ärzten manchmal geschafft, etwas zu verändern, aber auch das war immer nur zeitlich begrenzt. Bisher zumindest. Es besteht aktuell die Hoffnung, dass sich tatsächlich dauerhaft etwas ändert. ABER wie gesagt, bei uns besteht da wirklich nur die Gesundheitsproblematik.

Ich muß aber auch erwähnen, dass ich nach meinen Schwangerschaften auch zugelegt hatte. Bis zu 15 kg mehr als vorher. Meinen Mann hat es niemals und zu keinem Zeitpunkt gestört. Auch wenn er es anders besser gefunden hätte. Ein Gesundheitsproblem bestand bei mir zu keinem Zeitpunkt. Erstaunlicherweise. (Mein Maximum war ca. 83 kg auf 168 cm). Sämtliche Werte waren immer top.

Aber ich konnte mich nicht mehr sehen. Und hab es trotzdem nie geschafft, dauerhaft abzunehmen. Deshalb weiß ich auch, wie verdammt schwer das ist.

2015 ist bei mir völlig unerwarteterweise der Knoten geplatzt. Ich hab gute 10 kg abgenommen, es wurden dann noch bis zu 15. Und mit gewissen kleinen Schwankungen halte ich es seitdem. Aber ich kenne den gesamten steinigen Weg, er kennt ihm auch. Auch bei mir kam es letztlich nur von mir selbst und für mich selbst und in kleinen Schritten.

Du hast also meiner Meinung nach kaum Möglichkeiten. Die einzige, die ich sehe wäre sozusagen die "harte Tour" mit dem Risiko der Trennung. Ob es Dir das wert ist weiß ich nicht. Mir wäre es das nie wert gewesen. Aber das sieht jeder anders.

Spchokol_adensü7chDtige


Ich glaube, daß die fehlende sexelle Anziehung nur ein Sympthom für etwas ganz anderes ist und was das sein könnte, ahnst Du ja schon selbst: ...

Das würde ich übrigens auch so unterschreiben.

Kannst mir auch gern eine PN schicken wenn Du magst.

CuoteS,auvalge


Man sollte dem Menschen lieben und begehren, nicht nur die Optik. Die Realität ist wohl oft anders.

Naja, was heißt "man sollte"? Sexuelle Anziehung funktioniert eben nicht über Vernunft, Fairness, Moral usw.

L1oadcxell


Ich glaube, daß die fehlende sexelle Anziehung nur ein Sympthom für etwas ganz anderes ist und was das sein könnte, ahnst Du ja schon selbst: ...

Wieso soll der Verlust der sex. Anziehung nicht einher gehen mit dicker werden. Wenn man auf schlanke Partner steht, so jemand auch mal geheiratet hat usw., dieser dann aber aufgegangen ist wie ein Hefeteig, soll man da noch sex. Attraktivität und Anziehung finden ? Man kann sehr wohl zusammenleben und auch -bleiben, aber ob man den Partner noch sexuell anziehend findet, ist was anderes. Rein optisch - und man schaut halt auch mal hin - findet man kaum noch reizvolles am Körper des anderen, obwohl menschlich noch alles passt.

Evhemadliger Nu1tz'er (#6v08710)


Ich stelle mal eine gewagte These in den Raum und auf der aufbauend gebe ich, als Mann, dir einen Tipp: Ich glaube er braucht einfach nur mehr Sex und du solltest ihm das geben.

"Was für ein Schwachsinn!", "Wie kommt man auf sowas?", "Ich hab' doch schon geschrieben, dass ich ihn nicht mehr anziehend find'." Ist mir alles klar.

ABER: Du sagst, er spricht nicht viel über Gefühle, ist überhaupt sehr verschlossen, du erfährst auch auf Nachfragen nichts. Trotzdem schreibst du in einem Nebensatz, dass er den fehlenden Sex schon bemängelt hat. Offensichtlich ist das das Einzige, das sich Bahn brechen konnte. Es könnte also auch das, nur für ihn, Wichtigste sein.

Und wir Männer ticken nun mal so. Auch wenn mir jetzt viele emanzipierte Männer wiedersprechen nach dem Motto "Ich bin kein Neandertaler, für mich zählt viel mehr", zu einem gewissen Grad ist es einfach von natur aus so. Es ist wie mit dem Geld. Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts. Es braucht einfach einen Grundstock, um überhaupt normal leben zu können. Erst dann treten andere Bedürfnisse in den Vordergrund. Und so ist es mit dem Sex bzw. nennen wir es körperliche Liebe. Denn dann fühlen wir uns geliebt, wenn die Partnerin uns dieses ganz exklusive Geschenk macht, das ja hoffentlich kein anderer auch genießen darf.

Und fühlen wir uns erst einmal wirklich geliebt, immer im ganz individuellen Maßstab was die Quantität betrifft, läuft auch alles andere besser. Man(n) ist ausgeglichener, zufriedener mit sich und dem Leben. Kann plötzlich mehr leisten und hat auch Augen und Ohren für Dinge, die man zuvor nicht wahrgenommen hat. Man achtet auch mehr auf sich, es gibt ja auch ganz schön was zu verlieren. Man möchte auch mehr auf die Partnerin eingehen, die einem so viel gibt.

"Ich soll jetzt mir nichts, dir nichts einfach mit ihm schlafen, obwohl er mich nicht mehr anmacht?"

Ja, genau das ist mein gut gemeinter Rat. Es ist ja nicht so, dass du ihn abstoßend findest und das für dich eine Zumutung wäre. Es ist der Mann den du liebst und du findest ihn ja noch immer schön. Du sagst auch, dass der Sex mit ihm sehr gut ist, auch wenn er nicht mehr so häufig ist. Du magst zwar nicht richtig scharf auf ihn sein, aber es ist trotzdem eine innige und schöne Sache. Vielleicht hast du keine riesen Orgasmen, aber wundervolle Momente der Nähe und Zuwendung. Tu' es einfach. Es wird nicht zu deinem Schaden sein. ;-)

L+oad2celxl


Sehr gut beschrieben, MisterMary. :)^ Leider ist haben die Frauen oft eine ganz andere Sicht der Dinge und analysieren, reden, möchten zur Paartherapie, usw.usf. Manchmal braucht man das alles gar nicht, sondern die Lösung liegt in ganz banalen Dingen.

bQeetlDeju+ice21


Genau wir vögeln die Probleme beiseite.... Sorry seid ihr Männer echt so simpel gestrickt?

Schade dass das hier so ne Männer - Frauen Kiste wird.

Eigentlich doch frei tauschbar und gleich bei beiden Geschlechtern.

LpoadMcelxl


Stundenlang drüber quatschen ist auch nicht effektiver und provoziert sogar manchen Streit hervor. Wobei beim Vögeln so gut wie nie gestritten wird. Es entspannt, baut den Druck aber und befriedigt ungemein. Selbst körperliche Beschwerden rücken in den Hintergrund.

Ich habe oft Rücken. Aber beim Vögeln sind diese Beschwerden oft wie weggeblasen bzw. weggeleckt ]:D ;-D *:)

EDhe*mal^igerM Nutz!er (#k608710x)


@ beetlejuice

Ja und nein zugleich.

Körperliche Liebe ist ein Grundbedürfnis aller Menschen, da geb' ich dir vollkommen Recht. Wobei bei Männern der Aspekt des Geschlechtsverkehrs mehr ins Gewicht fällt und bei Frauen der Aspekt der Nähe und Geborgenheit. Wobei beides zugleich befriedigt werden kann, man muss es einfach nur tun. Hier muss ich Loadcell zustimmen.

Selbstverständlich gehen davon nicht alle Probleme einfach weg. Es zeigt sich aber vielmehr, was denn echte Probleme sind und was nur die unterbewussten Reaktionen auf eine unbefriedigende Lebenssituation. Ist die Gewichtszunahme ein echtes gesundheitliches Problem, weil was mit dem Stoffwechsel nicht stimmt, oder ist das Essen nur Ersatz? Kann er wirklich nicht über Gefühle reden oder fühlt er sich bei seiner Frau einfach nicht mehr wohl genug?

Stell' dir vor, du hast durst und nichts zum Trinken, während jemand mit dir deine Altervorsorge planen möchte oder sonst eine Baustelle die nichts mit deinem Bedürfnis zu tun hat. Du wirst dich kaum darauf einlassen, eventuell sogar aggresiv werden und die Person, die dir doch helfen will, ist einfach nur enttäuscht und frustriert. Ein simples Glas Wasser wäre die Lösung.

Darum: Ja, wir Männer sind so simpel gestrickt. Und nein, die Befriedigung von Grundbedürfnissen ist keine Männer-Frauen Kiste.

bzeetl8ejuicex21


Also ich kann jemand anderem sein "hunger"Bedürfnis nur befriedigen wenn ich selbst entweder satt bin, weiß dass ich satt werde und das Essen mir auch schmeckt.

Ich koche ja nicht nur für wen anderen und bleibe hungrig....

Um mal komplett in deinem Bild zu bleiben.

Auch ich hab schon Sorgen und Probleme weggevögelt...ch kann das sogar gut. Aber sicher viele nicht und für die ist der Ratschlag ein Schlag in die Fresse ala "hab dich nicht so... gib ihm was er braucht egal wie es dir dabei geht"

Nein ich bin nicht nur dazu da ihn zu befriedigen

L+oadcaexll


Meist nur mit seinem Partner hat man diese Möglichkeit, also Sorgen und Probleme versuchen wegzuvögeln. Mit dem besten Freund oder Freundin macht man das idR nicht so, sondern redet. Warum also diese in diesem Fall privilegierte Möglichkeit nicht mal ausprobieren? Einen Versuch ist es wert. Die andere hat ja bereits versagt.

LwunaD198?6


Hallo Alias

Ich habe nur deinen Beitrag gelesen, daher entschuldige bitte sollte ich mich irgendwie widerholen.

Ich kenne deine Situation ganz genau. Allerdings aus der Sicht deines Mannes. Als ich mit meinem vorherigen Partner zusammen war, habe ich innerhalb von 6 Jahren 20 Kilo zugenommen. Wenn wir Sex haben wollten, ging bei ihm nichts mehr. Seine Erektion war einfach weg. Dieses "Spiel" ging über ein Jahr. Ich habe ihn immer wieder gefragt, was los ist. Warum nichts mehr funktioniert. Er sagte immer nur, dass er es nicht wisse....Es würde an ihm liegen nicht an mir... usw usw...

Nach über einem Jahr sagte er mir dann, dass ich ihm zu dick geworden sei und es ihn ekeln würde mich anzufassen. Ein harter Schlag für mich. Sehr verletztend und frustrierend. Enttäuschend....ich könnte noch 100 andere negative Worte finden.

Als ich ihn gefragt habe wieso er es mir nicht früher sagte, meinte er nur, dass er mich nicht verletzten wollte. Fazit: 3 Monate später habe ich mich getrennt. Zu sehr verletzt und der "Graben des Schweigens" war schon zu tief.

Jemandem zu sagen, dass er nicht mehr attraktiv ist, ist sehr enttäuschend und verletzend für den jenigen. Wobei man es auch auf möglichst nette art sagen kann (z.b. Jetzt kommt wieder die Winterzeit, Fettiges essen, was hälst du davon wenn wir uns gesünder Ernähren und nur an bestimmten Tagen schlemmen?!)

Ich kann dir das gleiche sagen wie ihm: Dadurch das er über ein Jahr geschwiegen hat, hat mich das mehr verletzt als wenn er es gleich getan hätte.

Mein Rat also an dich: Rede einfach mit ihm. Verpacke es meinetwegen in blumige Worte. Aber auch so, dass er versteht das er dir nicht mehr gefällt und eure Sexualität in gefahr ist. Zögere es nicht hinaus, denn dadurch machst du es nur schlimmer!!

Euch beiden alles Gute

Luna

h\ikle>ine,s


Luna

und du hast dir das wirklich überhaupt nicht denken können? Bzw. ihn nicht mal danach gefragt?

Lwunag198x6


Klar konnte ich mir das denken. Aber zum einen war bei uns schon alles nicht mehr ganz ok als das anfing und zum anderen kann ich von meinem partner erwarten, dass er mir nach 6 Jahren sagen kann was los ist. Vorallem wenn man sonst immer zu allem was zu sagen hat. Ob berechtigt oder nicht...

spens|ibel7mann9x9


Wer war schon mal in der Situation des Übergewichtigen und was hat euch geholfen?

Motivation: Unzufriedenheit mit dem Gewicht, der Figur und dem Blutdruck und möglicher weiterer gesundheitlicher Konsequenzen.

Maßnahmen: Viel Bewegung, kaum Autofahrten, viele Fuß- und Fahrradwege, keine Rolltreppennutzung, 3 mal in der Woche (jeden 2. Tag) Langlauf- zunehmend gesteigert bis 3 km im schnelleren Lauf.

Essen kalorienreduziert: keinen Zucker oder zuckerhaltige Produkte, Magen füllen mit Obst und Gemüse, viel trinken (aber mit wenig Kalorien), stark kalorienreduzierte Nahrung, vor allem mit wenig Fett, in der Regel haben fast alle Produkte die ich aß weniger als 200 kcal/100g (Aufstriche meist gemüsebasiert, wenig kohlenhydrathaltig und wenig fetthaltig). Mehlprodukte stark eingeschränkt, keinen fetten Käse mehr.

Ich nahm innerhalb von 4 Monaten 25 kg ab (wiege jetzt etwas mehr, aber auf annehmbarem Level)

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