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Trennung. Habe ich ihn völlig mit meiner Erkrankung überfordert?

s/chlu'cky


Das hilft mir jetzt aber nicht weiter. Bis das bearbeitet ist... das wird wohl dieses Jahr nichts mehr.

Ist es denn so unverständlich das mir wichtig gewesen ist, das ich noch so viel wie Möglich zu unternehmen wollte? Was nutzt mir dann ein Pflegegrad was erst bearbeitet ist, wenn man mich nur noch sinnlos, durch den Park schieben kann. Nichts. Darauf kann ich dann auch verzichten.

I4luvexnis


Du weißt doch gar nicht wie lange es dauert und wie schnell deine Krankheit voranschreitet.

Ich kann wirklich verstehen, das es dir verdamme schlecht geht.

Wir wollen dir nur Wege aufzeigen, was aber auch sehr schwer ist, wenn du alles im Keim erstickt und schlecht redest.

Bitte steck den Kopf nicht in den Sand, auch wenn im Moment alles ausweglos erscheint.

Bitte suche dir Hilfe auf welchem Weg auch immer.

Du bist mit deinem Schicksal nicht allein

s3chluWckxy


Du bist mit deinem Schicksal nicht allein

Doch das bin ich jetzt.

S7iam2kätzxin


Lest ihr überhaupt, was ihr hier teilweise schreibt und was im Raum steht?

Völlig davon ab, ob es jetzt ALS oder irgendeine andere Motoneuronerkankung ist(letzteres gilt ja als gesichert, ALS nicht)

Hier schreibt ein Mensch, hilfesuchend, wahrscheinlich so verzweifelt, wiederkehrend in dieses Forum, wo es viele verstanden hätten, hätte sie nicht mehr gepostet.

Dieses "Selbstmitleid bringt niemandem was" , "du findest bestimmt was neues, das dich erfreut" und all solche Dinge... gänzlich deplatziert, auch wenn es von vielen nicht böse gemeint ist. :(v Es ist nicht so, als hätte sie sich ein Bein gebrochen oder eine nicht lebensbedrohliche chronische Erkrankung(ohne dass ich sowas verharmlosen möchte)

Versetzt euch mal für 1 Minute, nur 1 Minute, in ihre Situation .. Manchmal muss man nicht immer "gute Ratschläge" geben, die sowieso keine sind ( bzw keine sein können in dieser Ausnahmesituation!), sondern Empathie und Mitgefühl zeigen. Dasein. Eigentlich ein Merkmal, das gute Onlinecommunitys ausmacht.

Stattdessen Vorwürfe, natürlich ist sie in einer Ausnahmesituation.

Stattdessen habt ihr aber Verständnis, Empathie für den Exfreund, als ob er irgendwas zu tragen hätte, sie im selben Boot säßen- Tun sie nicht, aktuell sitzt nur Schlucky darin.

Ich wette, wenn in ein paar Wochen/Monaten ein Thread aus umgekehrter Perspektive entstünde (Freund/in schwer krank, will sich trennen), dann würde es keine 20 Minuten dauern, ehe die Hexenjagd auf den Threadersteller begänne, wie es hier in Med1 leider normal geworden ist.

M2onikaT6x5


Stattdessen habt ihr aber Verständnis, Empathie für den Exfreund, als ob er irgendwas zu tragen hätte, sie im selben Boot säßen- Tun sie nicht, aktuell sitzt nur Schlucky darin.

Die Frage lautete aber, "habe ich ihn völlig überfordert". Das legt schon mal nahe, dass man sich mit der Situation des Exfreundes auseinandersetzt. Man versucht zu erklären, wie es zu diesem plötzlichen Abbruch der Beziehung kommen hatte kommen können. Genau das ware ihre Frage oder hätte sie etwas anderes fragen wollen und hat sich ungeschickt ausgedrückt?

Tun sie nicht, aktuell sitzt nur Schlucky darin.

Ich frage mich gerade, ob DAS nun Schlucky hilft.. kann nur sie selbst beantworten.

Ich wette, wenn in ein paar Wochen/Monaten ein Thread aus umgekehrter Perspektive entstünde (Freund/in schwer krank, will sich trennen), dann würde es keine 20 Minuten dauern, ehe die Hexenjagd auf den Threadersteller begänne, wie es hier in Med1 leider normal geworden ist.

Da stimme ich dir nicht zu, außer bei der forumstypischen Neigung zur Hexenjagd.

SIiam9kät(zin


Natürlich hast Du damit Recht, Monika, dass die Ausgangsfrage das Reflektieren der Situation des Ex' erfordert, das stimmt. Das wollte ich auch nicht negieren.

Ich würde mir auch gar nicht anmaßen zu urteilen, (damit ich mal konkret was zum Thema beitrage), ob die Gründe für die Trennung nun angebracht wären, ich persönlich kritisiere nur das WIE. Sie hatte ja noch nicht einmal Zeit, das alles sacken zu lassen und wird verlassen... Und das tut mir leid und das finde ich menschlich ganz schlimm von ihrem Ex und das steht bei mir persönlich über Verständnis. Entscheidungen zu treffen kosten Mut, immerhin hat er ihr nichts vorgespielt, aber ich glaube nicht, dass Schlucky das WIE weitergeholfen hat. (Dinge wie, sich plötzlich trennen, dann noch die Mutter vorbeischicken, ...)

Ich wollte lediglich veranschaulichen, dass dafür eben Verständnis aufgebracht werden kann, was ich respektiere,wozu ja meist eine gewisse Form von Empathie vonnöten ist. Zeitgleich ich aber das Gefühl habe, dass das Einzige, dass Schlucky derzeit "helfen" kann, Stichwort das Gefühl des Daseins (sie schrub ja selbst, dass es für sie nicht schön war, als ihr Thread dicht war, und sie quasi mit Ängsten keine Anlaufstelle hatte) eben außen vorbleibt (nicht von allen).

Ellaf&Remmich0x815


Natürlich ist die Situation Scheiße! Dafür habe auch ich vollstes Verständnis, auch das man gerade ziemlich verzweifelt vor einem unüberwindlichen Abgrung steht. Du schlucky hast dir diese Krankheit und dieses Leben so nicht ausgesucht und du tust mir ehrlich leid. Natürlich hilft dir das konkret nicht weiter. Du musst einfach versuchen mit ein wenig Abstand zu erkennen das viele hier gute und umsetzbare Ratschläge gegeben haben. Es gibt Selbsthilfegruppen, Therapiegruppen, Pflegedienste uvm.

Das dich dein Freund jetzt verlassen hat weil er mit der Situation überfordert ist, ist auch Scheiße! Aber letztlich muss man seinen Standpunkt auch verstehen. Ihm ist die Trennung sicher auch nicht leicht gefallen. Auch wenn du es dir mit diesem Glauben versuchst etwas leichter zu machen. Ich kann ihm keinen Vorwurf machen. Man kann von niemandem erwarten sein Leben praktisch aufzugeben. Denn genau das würde es bedeuten. Ich weiß nicht wie ich als Freund in so einer Situation reagieren würde.

Aber den Leuten, die dir ehrlich und ernsthaft helfen wollen, fällst du sicher nicht zur Last! Nimm Hilfe an und fordere sie sogar ein. Es gibt Menschen die haben sich dieser Aufgabe verschrieben.

Natürlich hat dich die Aussicht nach dem Krankenhausaufenthalt mit deinem Freund zusammen das alles durchzustehen gestärkt, und es war wie ein Schlag ins Gesicht als er gegangen ist. Er hat das aber nicht getan um dich zu verletzten sondern um Schaden von sich abzuwenden. Das mag man egoistisch nennen können. Aber niemand kann ihn zwingen all das auf sich zu nehmen und niemand kann ihn deshalb verurteilen. Ob er sich in der besseren Situation befindet ist auch nicht einfach zu klären. Klar, er ist gesund. Wenn er wirklich etwas für dich empfunden hat wird es ihm genauso weh tun wie dir gerade.

So selbstlos und aufopferungsvoll ist nicht jeder. Das heißt aber nicht das man ansonsten ein schlechter Mensch wäre.

Dir wünsche ich alles gute und viel Kraft für die Zukunft und hoffe das du Lachen nicht vergisst und verlernst. Das Leben ist manchmal ein ziemliches Arschloch. Aber Glück und Freude findet man manchmal an den ungewöhnlichsten Orten.

E"hema8ligter Nutzer M(#587x528)


Na ja, wenn man aber einen Faden in so einem Forum eröffnet, möchte man doch Antworten.

Man kann aber nicht beeinflussen, wie die verschiedenen User die Fragestellung auffassen und beantworten. Die meisten sind sicher empathisch genug und wollen irgendwie helfen. Auch wenn Ratschläge dabei sind, die vielleicht im Moment nicht hilfreich sind, ist es doch so, dass der gute Wille vorhanden ist.

Man muss als Fadenstarter damit rechnen, dass auch Antworten kommen, die nicht so aussehen, wie man sich das wünscht.

Und gute Vorschläge gab es hier doch, wenn auch nicht alle gleich sofort umsetzbar sind.

Vielleicht liest Schlucky sich diesen Faden in einiger Zeit nochmal durch und kann dann, mit etwas zeitlichem Abstand einige der Vorschläge annehmen.

Natürlich kann keiner wirklich nachvollziehen, wie sie sich fühlt, der nicht in derselben Situation ist. Aber was soll man da dann antworten? Jeder hat seine individuellen Schwierigkeiten, Krankheiten und Sorgen, wichtig ist doch, dass sich die Antwortenden Gedanken machen, das sollte man als TE wertschätzen. Und im Idealfall kann man als TE eben auch den einen oder anderen Vorschlag in Erwägung ziehen.

EalafRe1mich>0815


Ich finde auch das es keine Rolle spielt wann er sie verlässt. Ob jetzt oder in drei Wochen. Das macht keinen Unterschied. Er hatte Zeit genug sich darüber klar zu werden. Das war keine spontane Kurzschlussreaktion. Er war sich sicher das er nicht damit klar kommt und als er mit der Situation konfrontiert wurde, merkte er das diese Überzeugung richtig ist.

Er hat sich auch nichts aus den Fingern gesogen, sondern dir ehrlich und direkt gesagt wie es ist. Oder wäre es besser gewesen jeden Tag zu beobachten wie du ihn mehr und mehr belastest und er am Ende nicht nur schnell sondern vielleicht auch hässlich Schluss gemacht hätte?

Halt die Ohren steif...

Ewh"emalige@r Nutjzer (#K587x528)


Sorry Schlucky, ich habe hier gerade von dir in der 3. Person geschrieben. Mein Beitrag bezog sich auf einige Beiträge weiter oben.

Auf jeden Fall wünsche ich dir wirklich, dass du über die Trennung bald hinwegkommst und deine Energie für wichtige Dinge nutzen kannst.

Es gibt hier im Forum und auch im realen Leben immer Menschen, die dir helfen wollen und können, für die du keine Last bist. Menschen, die dich so nehmen, wie du bist. Auch wenn es mal irgendwann unbequem werden sollte. Weil diese Menschen wissen, es kann sie selber auch jeden Tag das Schicksal treffen.

Du bist wichtig und darfst Hilfe einfordern und annehmen! :)*

s$chlduckxy


Ich finde auch das es keine Rolle spielt wann er sie verlässt.

Für mich spielt es eine Rolle. Mir hätten jetzt die 2 Tage Unbeschwertheit zugestanden. Und auch um wieder hoch zu kommen gebraucht um mit dem allen klar zu kommen.

Das er noch solange da bleibt, wo es bei mir geht. Doch ich finde die hätte er mir zugestehen können.

Solange hatte ich ihn nicht mehr zur Last gefallen. Für mich steht jetzt schon fest das ich mich nicht invasiv Beatmet lassen.Damit wäre er mich doch sowieso wahrscheinlich bald los gewesen.

Ich habe nicht von ihm verlang, mein Pfleger zu sein oder im Pflegefall bei mir zu bleiben.

Aber bis es so ist, schon da zu sein.

Und zu den Ratschlägen. Wo kam ein Ratschlag, wie ich ohne ihn, Irgendwo hin komme, noch was Unternehmen kann? Außer mich blöd im Park vom Pflegedienst zur Beschauung durch die Gegend schieben zu lasse.

Darauf kann ich verzichten.

Oder zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen die es nicht mal für mich gibt und selbst wenn, ich nicht hingehen kann. Oder zur Reha um zu sehen wie es bald bei mir aussieht.

smchl>uIcky


Es gibt hier im Forum und auch im realen Leben immer Menschen, die dir helfen wollen und können, für die du keine Last bist. Menschen, die dich so nehmen, wie du bist.

Und wie sol ich die finden, wenn ich Nirgendwo mehr hinkomme? Die das gerne ertragen das ich bald nur noch Abfall bin.

wsinteYrsonneF x01


Ist es denn so unverständlich das mir wichtig gewesen ist, das ich noch so viel wie Möglich zu unternehmen wollte?

nein der Wunsch ist verständlich und nachvollziehbar... aber es ist leider anders anders gekommen ; ja darüber ist es verständlich, dass du enttäuscht und verärgert bist . Manches muss man aber irgendwann akzeptieren, da man es ja nicht ändern kann.

sBchlu(cky


Ja ich muss akzeptieren das ich nur noch zu Hause vor mir hinvegetieren darf und warten kann bis bis die Atmung aussetzt.Ja manches muss man Akzeptieren. Kein Problem

Ehhemaluiger Ndutzer7 (#587x528)


Und wie sol ich die finden, wenn ich Nirgendwo mehr hinkomme? Die das gerne ertragen das ich bald nur noch Abfall bin.

Also erstens mal bist du ja wohl kein "Abfall", weil du krank bist.

Du wirst doch weiterhin Kontakt zu Menschen haben, irgendwie musst du doch zum Arzt oder zu Therapien kommen, da wird dir sicherlich ein Fahrdienst zur Verfügung gestellt.

Ansonsten könntest du für private Fahrten (du musst doch auch mal einkaufen oder sowas?) eine Anzeige z.B.

bei ebay Kleinanzeigen oder in einem regionalen Blättchen aufgeben.

Ich sehe sowas öfter: "Suche privaten Fahrdienst für Mutter, Vater, Tante, oder für selbst......2,3 mal die Woche nach da und dort, Bezahlung nach Absprache......."

So könntest du dann möglicherweise zu einer Selbsthilfegruppe, mal in die Stadt oder sonstwohin, wo du gerne hin möchtest. Das muss ja kein "Rollifahren im Stadtpark" sein, wenn du nicht magst.

Es gibt immer Leute, die etwas Freizeit übrig haben und diese sinnvoll füllen wollen.

Darf ich fragen, wie lange du schon krank bist und was du vor deiner Erkrankung gemacht hast?

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