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Dieses ominöse "Wir-Gefühl"

SHch1labbCermaful


Das "Wir-Gefühl", kommt das nicht aus dem Arbeitsleben? "WIR sind ein Team."

Es spielt auch eine Rolle, ob man irgendwo als Paar eingeladen wird bzw. gemeinsam Veranstaltungen besucht. Selbstverständlich hat jeder ein eigenes Hobby, aber manche "Hobbies" kann man gemeinsam machen, etwa Wandern oder Theater-Besuche.

DMrach:kinx123


Meine Ex-Beziehung war sehr schön und ich war selbst davon überzeugt, immer mit ihm zusammen zu bleiben. Ich hab mich dann aber in meinen neuen Freund verliebt und den Ex recht schäbig verlassen. Das hat mir, denke ich, irgendwie die Fähigkeit genommen zu vertrauen.

Das spricht mir irgendwie aus der Seele. Da ich die Trennung wollte und vollzogen habe ist da bei mir irgendwie was kaputt gegangen. Zwischen meiner letzten und meiner neuen Beziehung ist zwar viel Zeit vergangen, aber mein Glaube an "Für immer" hat wahnsinnig gelitten, weil ich einfach weiß, dass es viele Steine auf dem Weg gibt und beide Beteiligten ständig neu entscheiden müssen, ob sie weiterhin diesen einen Partner an ihrer Seite wollen. Vielleicht ist mein wir Gefühl deswegen so angeschlagen. Aber ich schätze, dass das auch etwas gutes hat, denn ich werde mich so nicht selbst aus den Augen verlieren, nur damit das "wir" weiterhin funktioniert.

SLtcatusQAuMoVadis


Hab schon von vielen gehört, dass ihre Beziehung erst fix war, als Nachwuchs unterwegs war. Denkt ihr, dass dieses gemeinschaftliche Gefühl auch in einer Beziehung ohne Ehe/Kinder aufkommen kann oder doch unerreichbar ist?

Klar, kann es das auch in Beziehungen ohne Kinder oder Trauschein geben...

Ich würde sagen, bei mir und meinem Mann war das Gefühl schon vor der Eheschließung da...mit der Hochzeit ist das aber irgendwie nochmal wesentlich intensiver geworden...ich kann das nicht so leicht in Worte fassen. Es ist definitiv etwas anders geworden und das fühlt sich einfach wahnsinnig gut und richtig an x:)

Ich bin gespannt, ob gemeinsame Kinder dem Ganzen nochmal mehr Tiefe geben können...

Für mich gehört zu dem Wir-Gefühl, dass man sich beim anderen sicher und geborgen fühlt...geliebt wird, für das, was man ist, sich nicht verstellen muss, "erkannt" wird, natürlich auch das Interesse am Wohlergehen des Partners und ganz generell für ihn als Mensch...

Zum Anderen auch der feste Entschluss, dass man mit diesem Menschen zusammen sein und bleiben möchte, komme, was wolle und die Bereitschaft, Eigeninteressen im gewissen Rahmen dem "großen Ganzen", dem "Wir" auch mal unterzuordnen und dass man alles Mögliche unternehmen wird, um für jedes aufkommende Problem oder jeden Konflikt eine gemeinsame Lösung zu finden...dass das nicht unbedingt heißen muss, dass es dann trotz der allerbesten Absichten auch gelingt, ist leider wahr, aber zumindest die unbedingte Bereitschaft gehört in meinen Augen dazu.

Bclau`eAstexr


StatusQuoVadis, das hast Du schön in Worte gefasst @:)

C`oteSyau;vaxge


Ich habe überlegt, wann ich zuletzt diesen Begriff gebraucht habe, da ist mir gar nichts eingefallen. Der gehört nicht zu meinem Wortschatz, den brauche ich nicht, um irgendwas zu beschreiben. Ein Wir-Gefühl kann ich temporär haben, ich kann es auch in Bezug auf einen Ausschnitt haben (zB mit anderen während der Ausübung eines Hobbies), es kann in einer Gruppe bestehen, in einer Liebes- oder sonstigen Beziehung. Mit meinem Partner habe ich immer ein "Wir-Gefühl", eben weil es mein Partner ist, ansonsten bedeutet das für mich gar nichts.

m>nexf


Ich finds immer befremdlich, das "Wir"-Gefühl an äußeren Einflüssen zu messen. Auch mit gemeinsamen Haus, gemeinsamer Bude, gemeinsamen Kind, gemeinsamen Konto und gemeinsamer Partner-Mitgliedschaft im Kegelclub kann man sich innerlich nicht sonderlich mit der Person hinter dem ganzen Zeug verbunden fühlen. Andersrum genauso.

Mal davon abgesehen bedeuteten getrenntes Dies und gertrenntes Das auf dem Papier nicht, dass man nicht innerlich doch die Einstellung hat "gehört beiden, egal wer formaljuristisch Eigentümer ist".

Ich kenne kein einziges Paar, und mir sind schon so manche untergekommen, die extremes "Wir"-Denken nicht entweder zur Kompensation eingesetzt haben und/oder die Beziehung spätet krachend gescheitert ist. Erinnert mich immer an die Szene im Zug von "Pappa Ante Portas", falls sich jemand erinnert ]:D

stensi\belma0nn99


Genaugenommen halte ich ein "Wir"-Gefühl für ein elementar menschliches Gefühl, was wohl aber im Laufe der menschlichen Historie zunehmend verloren gegangen ist. Hinter einem Wir-Gefühl stecken für mich solche Eigenschaften wie gegenseitige Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Solidarität, Mitgefühl aber auch gegenseitige konstruktive Kritik. Es taucht immer noch stärker unter Menschen auf, die ich gut kenne und die ich mir aussuchen kann- Freunde, Sportverein, auf Arbeit aber auch in der Familie (meine Kinder, Geschwister, Neffen, Nichten, Mutter- Menschen mit denen ich viel Zeit verbracht habe)

Bei meiner Frau und mir ist das Wir-Gefühl noch viel stärker ausgeprägt, auch der Liebe wegen, auch des Verstehens ohne große Kommunikation wegen- weil wir auf sehr ähnlichem Level denken und fühlen, weil wir ähnliche Interessen und Neigungen haben.

Es gibt aber auch viele Menschen, wo ich ein Wir-Gefühl vermisse, wo ich Solidarität, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, konstruktive Kritik, ... vermisse, wo ich Übervorteilung, Lüge, Betrug, Herabwürdigung, Falschheit in Verbindung mit fehlender Offenheit, Bigotterie, Doppelzüngigkeit, Opportunismus, Gleichgültigkeit, Boshaftigkeit, ... erlebe.

s>ensibbelmann9x9


Erinnert mich immer an die Szene im Zug von "Pappa Ante Portas",

Was für ein Schleim ... Das ist für mich kein Wir-Gefühl- es wirkt für mich gestellt und nicht leidenschaftlich und echt. Das man ständig gleicher Meinung ist, ist für mich kein Wir-Gefühl ...

mhnef


es wirkt für mich gestellt und nicht leidenschaftlich und echt.

Das ist Sinn der Sache ;-D

s?ensibfelman|n99


Das ist Sinn der Sache

Ja, klar- eben Loriot ... ;-D

poaraRzevllnbuss


In einer guten und perfekten Beziehung hat man ein gutes 'Wir-Gefühl'. In meiner Beziehung ist alles top organisiert und perfekt. Wir leben gesund. Körperlich wie geistig sind wir eins und stetig optimiert. Mein Partner weiß alles über meine Gepflogenheiten und ich weiß alles über ihn. Es gibt für uns keine Geheimnisse. Wir leben nun schon 20 Jahre glücklich zusammen und wir haben täglich 2 mal intensive Umarmungen. Dann gibt es für uns Grünen Tee mit zuckerfreien Plätzchen und 15 Liegestützen.

Also wir wissen, dass wir zusammen gehören. ;-) :)z

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