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Er macht Schluss, es gab keinen Sex

Alias 745948 hat die Diskussion gestartet


Ich befinde mich seit dem Sommer in einer Beziehung mit einem Mann. Diese Beziehung fing super schön an, wir waren sehr verliebt, "liebten" uns stundenlang. Für ihn und für mich war es das Beste und schönste was wir je erlebt hatten, sagten wir uns beide immer wieder. Ich Liebe dich, Traumfrau, Traummann, Pläne in Richtung Zukunft wurden seinerseits recht früh geschmiedet, Gedankenspiele.

Eine super schöne Zeit. Doch dann fing es mit mal an, Freiraumforderungen seinerseits, sein Leben wäre aus den Fugen geraten, Freunde und Hobbys sind zu kurz gekommen und das stimmt ihn unzufrieden. Eigentlich ganz normal, wenn man einen neuen Partner hat, dann kommt einiges schon mal zu kurz.

Der Knackpunkt aber ist, wir hatten nie Sex, wir haben uns immer wundervoll verwöhnt (zum Höhepunkt kam es aber), aber weiter ging es nie, beide wollten wir warten, auf einen besonderen Moment, es uns schön machen, uns Zeit lassen. So fieberte man also der Zeit entgegen. Irgendwann undzwar vor kurzem, wurde ich schon ungeduldig und meinte es wäre nun aber schon schön miteinander zu schlafen. Doch er blockte, er habe Schwierigkeiten mit Kondomen, diese würden gerne mal abrutschen.

Aber er hat schon welche bestellt, diese Lagen bereit im Nachtschrank, verschiedene Grössen um zu testen. Mein Wunsch mit ihm zu schlafen wurde also lauter. Er blockte. Und dann machte er mit einmal Schluss, er habe nicht mit mir schlafen wollen, da er mich nicht verletzen wollte, wenn es mit uns nichts wird und keine Aussicht auf eine Zukunft hat. Ich kann das nicht wirklich nachvollziehen. Sagte er doch immer das er mich sehr liebt, an meinem Geburtstag schenkte er mir ein Schmuckstück und liebte und verwöhnte mich die halbe Nacht lang, als gebe es keinen Morgen. Das alles war vor kurzem.

Mit mal soll es also aus sein. Er wäre unzufrieden in der Beziehung, er will seine Zeit frei gestalten können, ohne Rücksicht auf mich, seine Wochenenden nicht mit mir verplanen müssen.

Ich vermute bei ihm das er Beziehungsunfähig ist, er hatte nie lange Beziehungen, geschweige denn mit einer Frau zusammen gewohnt. Überwiegend lebte er in Fernbeziehungen. Wenn es dann konkreter wurde und die Frau den Wunsch nach Nähe, zusammen leben aussprach, beendete er es meist. Auch wenn er mit mir ein paar Tage zusammen verbringt, erdrückt es ihn, er wird unzufrieden, wenn ich nachhause fahre, meldet er sich erstmal nicht..er ignoriert mich dann sogar, geht nicht ans Telefon 1-2 Tage usw. Bis wieder alles gut ist und das Spiel mit Treffen, 1-2-3 Tage zusammen verbringen und sein quasi Abtauchen wieder von vorne los geht.

Er ist sich sicher, er will keine Beziehung, er wünscht es sich, aber kann es nicht umsetzen und mit seinem Leben vereinbaren, da alles andere zu kurz kommt, wie Freunde, Hobbys und Sport. Er schafft es nicht Partnerin und sein eigenes Leben zu integrieren.

Sein Leben vorher ohne mich war schöner.

Ihr könnt euch vorstellen wie es mir geht. Fragte ihn ober er mit seiner vorigen Ex denn Sex hatte, ja hatte er. Er liebte sie, darum schlief er mit ihr, die Beziehung war aber kurz und schlecht, er nennt es nicht mal Beziehung. Und mir erzählt er, er schläft nicht mit mir um mich nicht zu verletzen, er mag mich sehr sehr gerne.

Ein sehr ambivalentes Verhalten. Er begründet es nun damit, die Kennenlernphase hat gezeigt das er keine Beziehung möchte, er die Nähe nicht verträgt, er noch nie bisher soviel Zeit mit einer Frau verbracht hat wie mit mir und das nichts für ihn ist.

:°( :°( :°(

Antworten
BTenixtaB.


Es ist doch völlig schnurz. Nimm ernst, was er sagt. Er will keine Beziehung, er will keinen Sex. Er hat Schluß gemacht.

Es ist unsinnig, da zu fragen, was er mit Exen gehabt hat, es dreht sich nur um das, was hier Sache ist. Und das hat er klar und deutlich gesagt.

Also geht es jetzt darum, zu verarbeiten, dass Du eben doch nicht die Frau bist, die er will, ob die Erklärungen nun wahr sind oder nicht, wer weiß das schon, er hat stundenlang gerne mit Dir rumgemacht, sich dabei ja gut amüsiert und nun ist Ende. Schluß aus.

Das ist eine sehr bittere Pille. Aber es dreht sich um Dich. Das kann dann nicht der Traumprinz sein, der will doch gar nicht. Deine Vorstellungen von Beziehung und auch Sex sind andere. Er will oder kann das nicht geben. Vielleicht lügt er auch und hat nie Sex richtig ausführen können, wenn es drauf ankommt hat er vielleicht ein Hängemännchen und er einen dadurch entwickelten Minderwertigkeitskomplex. Also lieber Schluß statt sich blamieren....

Wie auch immer, Liebeskummer ist nicht schön, ich würde solchen Worte auch einen hohen Stellenwert einräumen.

Du wirst das verdauen müssen und ich kann Dir nur raten, Krone richten - und weiter im Leben....

Sich auf das konzentrieren, was Du wirklich willst, den dazu passenden Partner finden - und letztendlich diesen Mann irgendwann vergessen....

Alias 745948


Natürlich hinterfragt man das. Der Mann ist Ende 40, hat bisher als Junggeselle gelebt, war die meiste Zeit Single, oder hat sich Frauen gesucht die unerreichbar weit weg waren, um seinem eigenen Leben nachzugehen und die Nähe wenn nur als Bonbon mit Seltenheitswert mitzunehmen. Jeder hinterfragt doch sowas, man kennt das doch, es kratzt am Selbstwert und fragt sich was falsch war an mir. Also sucht man nach Gründen, fragt warum.

Alias 745948


Und er sagt er weiss das ich mir etwas anderes Wünsche bzw. vorstelle und es keine Zukunft haben wird mit uns, da er mir das nicht geben kann und will.

N}orEdxi84


Vielleicht lügt er auch und hat nie Sex richtig ausführen können, wenn es drauf ankommt hat er vielleicht ein Hängemännchen und er einen dadurch entwickelten Minderwertigkeitskomplex. Also lieber Schluß statt sich blamieren....

Das ist mir bei alle dem auch in den Sinn gekommen. Denn Sorry, ein erwachsener Mann der um Sex so ein Trara macht, mit besonderen Kondome braucht und weiß der Geier was, das ist schon merkwürdig. Ich denke auch das da hinter steckt das er aus irgendwelchen Gründen nicht kann / will. Nutzt jetzt aber nichts, wenn er da nicht ganz direkt drüber reden sondern weglaufen will kann man ihn nicht zum reden und zum bearbeiten seines Problems zwingen.

D5afnt5e


Er hat Angst vor Sex. Entweder Angst zu versagen, oder er hat irgend ein psychisches Problem.

Normalerweise will auch ein Mann der keine Beziehung möchte, Sex.

Er hat den Sex so lange wie möglich heraus gezögert, und als es unvermeidbar war hat er Schluss gemacht.

B\eniotaBx.


Und er sagt er weiss das ich mir etwas anderes Wünsche bzw. vorstelle und es keine Zukunft haben wird mit uns, da er mir das nicht geben kann und will.

Seit immer und ewig genau d a s Gefasel, wenn jemand Minderwertigkeitskomplexe hat. Nicht glaubt, zu genügen, nicht glaubt, gut genug zu sein.

Lieber selbst Schluß machen, als vermeintlich irgendwann selbst geschasst zu werden.

So richtig typische Aussage...

Und offensichtlich null bereit sein, sich mal therapeutisch mit sich selbst auseinanderzusetzten.

Verstehe es genau so, verbiete Dir jede weitere Analyse, kämpfe nicht, Du hast jetzt schon (leider) verloren, aber man kann aus Verlieren auch eine Lebensaufgabe machen, sich wirklich verlieren.

Trauere, weil das Ganze ein Schuss in den Ofen war, c'ist la vie... Aber dann gucke nach vorne auf das, was Du wirklich willst.

Alias 745948


@ dante

Genau, ich denke da ist etwas faul. Deswegen tippte ich auf Bindungsgestört (diese Störung gibts ja auch in verschiedenen Varianten). Ein normale gesunder Mann, will auch Sex. So kenne ich das. Alles andere wird einen triftigen Grund haben. Jetzt wo ich das zum Thema mache, ja irgendwann will man nun mal Sex, ist Feierabend. Er sagte sogar noch: Wieso es ist doch so ganz schön das Petting, reicht doch völlig aus. Da musste ich schon schräg gucken ehrlich gesagt.

@ benita

Ich mag wie du schreibst, herrlich erfrischend. Und ja ich finde es auch schlimm wenn man einfach so durchs Leben stapft, ohne sein eigenes Verhalten mal zu hinterfragen, aber gut, ich bin da auch anders, mich interessieren die Menschen, warum sie so sind wie sie sind, auch bei mir selbst ;-).

D-ie TSyehzerin


Genau, ich denke da ist etwas faul. Deswegen tippte ich auf Bindungsgestört...

macht es dir die trennung denn leichter, wenn du die so begründen kannst?

CsarAamaVl"a 3


Natürlich macht man sich Gedanken über ein solch widersprüchliches Verhalten und man fragt sich auch, ob man daran irgendeinen Anteil gehabt hat oder nicht.

Meiner Meinung nach ist er ein Konsument des Lebens, indem er seine Bedürfnisse über andere befriedigt, ohne aber genau zu wissen, wo die eigenen Bedürfnisse bei ihm denn wirklich liegen. Da ist er in guter Gesellschaft, das machen nicht wenige, aber er ist da schon etwas extrem.

Man kann ihm jedes Wort glauben, was er am Anfang gesagt hat, denn er hat wohl ein für ihn wichtiges Bedürfnis über dich befriedigt, Alias und deshalb ist auch alles gut gewesen. Und dann ist ihm wohl plötzlich siedendheiß eingefallen, da bleibt ja einiges auf der Strecke und das ist ihm auch wichtig. Und plötzlich hast auch du bei ihm einen anderen Stellenwert eingenommen. Da hat er vielleicht noch hin und wieder geschwankt, bis du dann gefühlt nicht mehr in sein Leben gepasst hast, dein Raum war zu groß.

Ich bin mir ziemlich sicher, das wird ihm irgendwann wieder so passieren, wenn er nicht mal nach seinen eigenen Bedürfnissen schaut und er hier reflektiert. Mit anderen zusammen sein zu wollen, heißt Geben und Nehmen. Das ist immer eine Gradwanderung und man muss sich seiner schon sehr bewusst sein, damit das gelingen kann.

B.eniKtaBx.


Und ja ich finde es auch schlimm wenn man einfach so durchs Leben stapft, ohne sein eigenes Verhalten mal zu hinterfragen, aber gut, ich bin da auch anders, mich interessieren die Menschen, warum sie so sind wie sie sind, auch bei mir selbst

Nun ja, aber überleg auch mal, was wirklich dabei rumkommt, wenn Du versuchen willst, in diesem Fall IHN zu verstehen, warum er so ist und nicht anders.

Ich gehe davon aus, es ist verplemperte Zeit, Du wirst da kein Ergebnis kriegen, Du wirst nach "eigenen Studien" an diesem "Objekt" hinterher ebenso schlau sein wie vorher.

Weil ja eben genau solche Menschen mit der Wahrheit rausmüssten, die sie aber durch Entzug (Schluß und aus) schon umgehen wollen.

N>ilpofer?d


Der Mann ist Ende 40, hat bisher als Junggeselle gelebt, war die meiste Zeit Single, oder hat sich Frauen gesucht die unerreichbar weit weg waren, um seinem eigenen Leben nachzugehen und die Nähe wenn nur als Bonbon mit Seltenheitswert mitzunehmen. Jeder hinterfragt doch sowas, man kennt das doch, es kratzt am Selbstwert und fragt sich was falsch war an mir.

Offensichtlich liegt es ja nicht an dir, wenn er die letzten 30 Jahre immer solche Beziehungen geführt hat. Ich vermute auch, dass er ein Bindungsproblem und / oder ein Sex-Problem hat. Auch, wenn es für Dich schwer ist, weil Du Dir mehr von der Beziehung erhofft hast - er hat für sich offensichtlich entschieden, dass er keine feste Beziehung mit Dir will, und das Problem liegt da wohl eher bei ihm als bei Dir, also solltest Du versuchen, Dir nicht so einen Kopf zu machen, ob Du noch etwas an der Situation ändern kannst.

NPadetnixa


Hallo auch,

Wichtig ist gar nicht das warum und wieso sondern, dass er diese Beziehung wohl nicht mehr führen möchte.

Du solltest versuchen darüber hinweg zu kommen und dich nicht selbst damit zu quälen, erörtern zu wollen was schief lief.

Ich finde er hat dich schon vorher mieß behandelt, nicht abheben und auf Tauchgang gehen sind keine Respektvolle Art mit seiner Freundin umzugehen.

Selbst wenn man Zeit für sich braucht, könnte man dies anders zum Ausdruck bringen zb. Es einfach zu sagen. Das ist extrem egoistisch von ihm.

Versuch mal dir deine Zukunft mit so einem Mann vorzustellen.

Rnaulph_OHH


Meist jammern ja die Frauen nach kurzen Beziehungsanfängen und Trennung, dass sie sich viel zu schnell dem Sex hingegeben haben und den Verdacht haben, der Kerl habe es nur auf den Sex abgesehen und nun, da es den oft genug gegeben hat, ist Schluss. Und hier wird sich nun gewundert, wenn ein Mann das mal anders handhabt.

Ich tippe auch auf Erektionsprobleme oder sowas, kein normaler Mann der Welt verzichtet freiwillig auf Sex in einer halbjährigen Beziehung.

Abgesehen davon wird er nach einem halben Jahr gemerkt haben, dass er lieber alleine lebt - soll vorkommen. Ich würde da nicht ungedingt einen Zusammenhang zum fehlenden Sex herstellen.

DHie DosismachhtdasGxift


Ich wäre eher geneigt auf beiden Seiten nicht nach einer Art von "Schuld" zu suchen. Nicht alle hoffnungsvollen Beziehungsanläufe die scheitern, müssen die große tiefe Ursache haben. Es gibt Leute, die als Freigeister durchaus sehr gut leben können, die von sich aus nicht gern Verantwortung für das Leben anderer übernehmen, in dem sie Lebenszeit und Engagment investieren. Das muss weder eine Bindungsphobie noch irgendein geschädigtes Urvertrauen sein.

Die Leute sind dann mit sich um dem was sie leben durchaus innerlich im Reinen. Es gibt sogar Menschen, die auf diese von Dir benannte Art "fremd gehen". Soll heißen, sie holen sich nur den Teil bei einem anderen Menschen, der in der eigenen Beziehung zu kurz kommt oder die Bedürfnisse, die nicht erfüllt werden können durch den Festpartner. Die gehen dann den letzten Schritt zum realen Sex nicht, weil es ihnen zu heikel ist. Kondomfehler passieren, eine nicht erwünschte Schwangerschaft, eben Komplikationen die unerwünscht für das eigene Leben sind.

Plötzlicher Rückzug kann auch bedeuten, dass das Zeitmanagement verrutscht ist, ein Partner misstrauischer geworden ist.

All das ist keine absolute Erklärung, es gibt Männer wie Frauen, die als Dauersingle wunderbar leben, sich phasenweise etwas holen das ihnen gut tut, und dann wie die Schwalbe, die nur einen Sommer flog wieder verschwunden sind.

Klar tut das weh, man vermisst die schönen Gefühle und die tollen Momente die man geteilt hat. Aber es ist für Dich selbst besser, wenn das Ganze nicht fortgesetzt wird, weil es Deine Bedürfnisse nicht stillen konnte.

Manchmal ist ein gesundes Misstrauen gut, wenn man Handlungen und Worte kritischer hinfragt. Man relativ wenig vom Leben des Gegenübers kennenlernt, obwohl man sich längere Zeit regelmäßiger trifft. In den meisten Fällen ist bei der ehrlichen Partnersuche schon so, dass Menschen möglichst bei sehr unterschiedlichen Aktivititäten Zeit teilen, um zu schauen wie kompatibel das gemeinsame Zusammenleben langfristig ist. Wo liegen Grenzen wo die größten Gemeinsamkeiten und Chancen.

Je weiter mich ein Mann bei all diesen Dingen außen vor lässt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass ich keine konkrete Person seiner Zukunft bin/werde. Da können mich auch schöne Worte und nette Gesten nicht überzeugen. Das reale Leben und seine Taten sind im Beziehungsaufbau einfach das Maß der Dinge für mich. Das weiß der betreffende potentielle Mann von mir auch zeitnah. Vielleicht ist es für Dich künftig ebenso ein Weg, um Dich vor Situationen wie dieser jetzt besser zu schützen.

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