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Ist Heiraten noch zeitgemäß?

DrieL SFeherxin


Und 40 wird man ja auch nicht über Nacht, sondern im Laufe der Jahre. Es ist ja nicht so, als wacht man plötzlich auf, ist in der Menopause und kann alles abhaken.

nur mal ganz schüchtern am rande: ääähmmmm... und mit 40 ist man auch noch nicht in der menopause (bin ich mit 52 immer noch nicht)

SSchokbo{ladenpsüchtxige


nur mal ganz schüchtern am rande: ääähmmmm... und mit 40 ist man auch noch nicht in der menopause (bin ich mit 52 immer noch nicht)

;-D

Nee, man ist da nicht in der Menopause, aber das mit den Kinderkriegen kann dann trotzdem schon ein großes Problem werden.

N=annix77


In meinem Bekanntenkreis ist es total verschieden, die meisten die verheiratet sind haben auch Kinder, einige sind schon geschieden. Ansonsten Paare und auch viele Singles.

Soll jeder machen wie er denkt. Ich finde eine Ehe nicht überholt, wer das möchte solls tun, wer nicht der lässt es eben. ;-D

Ich selbst bin nicht verheiratet und habs auch nicht vor, ich hatte noch nie diese Vorstellung von ner Hochzeit im weißen Kleid oder so, wenn es doch noch passieren sollte, sicher schlicht und nur Satndesamtlich.

G4r=aógraxmán


nur mal ganz schüchtern am rande: ääähmmmm... und mit 40 ist man auch noch nicht in der menopause (bin ich mit 52 immer noch nicht)

So war das doch gar nicht gemeint |-o ;-D Ich habe mich damit nur auf diese Aussage von BlütenGirl bezogen:

Aber eher wir uns versehen, sind wir bereits 40 und das Thema Kinder & Familie obsolet.

Die Mama von meinem kleinen Halbschwesterchen war bei der Geburt der Kleinen auch 42 und ich hoffe gaaaaaaaaaaaanz vorsichtig und sehr optimistisch noch auf ein Geschwisterchen x:)

svens!ibel3mann9x9


Früher hatte die Heirat einen Zweck: Absicherung der Versorgung der Frau und der Kinder. Heute erfolgt das Heiraten eher aus nostalgischen Gründen- einen richtigen rationalen Zweck hat eine Heirat heute kaum noch (abgesehen von einigen finanziellen Vorteilen, was das Steuerrecht betrifft oder Zusammenfassung von vertraglichen Regelungen wie z.B. Erbrecht etc.). Liebe und Partnerschaft ist nicht von irgendeinem Trauschein abhängig und eine Ehe verbessert eine Liebe oder eine Partnerschaft nicht infolge eines Trauscheins (man mag ja sentimental daran glauben) . Ich bin zwar heute 31 Jahre verheiratet, aber in meiner Partnerschaft spielte der Sachverhalt, dass meine Frau und ich einen Trauschein haben, eine sehr untergeordnete Rolle. Ein Trauschein schafft keine Liebe, er schafft kein Vertrauen, er realisiert keine Treue, er garantiert keinen verantwortungsvollen, freudigen Umgang mit den Kindern. Der Trauschein mag heute ein nettes Gimmick sein und eine nette Feier bescheren, ich sehe aber nur viel Sentimentalität, viel Konservatismus in dieser Tradition. Mit der Qualität einer Beziehung hat eine Ehe eher wenig zu tun. Wer seine Partnerschaft nach einem Vertragswerk ausrichtet und wer ein Vertragswerk für eine Partnerschaft als wichtig empfindet, tut mir leid

Meine Frau und ich hatten irgendwann nochmal den Gedanken gehabt, ob wir nicht nochmal kirchlich heiraten wollen (nette Feier) und hatten das schnell verworfen. Wozu?

D#ie HSehexrin


man mag ja sentimental daran glauben

oder "man" möchte sich ganz freiwillig diese verbindlichkeit offiziell zusagen.

sXensibelzmann9x9


oder "man" möchte sich ganz freiwillig diese verbindlichkeit offiziell zusagen.

Ich wüsste nicht, was das andere Menschen angeht? Verbindlichkeit ist eine Sache zwischen mir und meiner Partnerin und nichts für andere- für andere kann das sowas von egal sein (und ist es meistens auch ....). Offiziell ist es zudem auch ohne Trauschein- Menschen merken sehr schnell, wenn Menschen ein Paar werden- ganz ohne Trauschein- oft wissen sie gar nicht, dass kein Trauschein existiert (höchstens am Namen). Heirat also wozu?

DCie 4Seherhin


Ich wüsste nicht, was das andere Menschen angeht? Verbindlichkeit ist eine Sache zwischen mir und meiner Partnerin und nichts für andere

für dich mag das so zutreffen - für meinen mann und mich nicht.

khleineq_aixda


Ich finde es schön und romantisch, wenn man verheiratet ist. Gerade in einer Zeit von zahlreichen Kurzzeitbeziehungen würde das einer Beziehung etwas Besonderes verleihen und sich von den bisherigen nicht passenden Beziehungen abheben.

Wie das früher praktiziert wurde (Abhängigkeit, Zwang) und teilweise auch noch heute, ist zwar scheiße, aber für mich hätte das eine besondere Symbolkraft, nämlich dass es eben nicht eine weitere flüchtige Beziehung von vielen ist.

GSigi2x016


Ich denke, es ist eine Einstellungssache.

Manche lieben es zu heiraten, manche nicht.

Bei mir im Freundeskreis zwischen 30 und 50 Jahren sind Ehepaare oder Singles mit Kind und ohne Kind, Paare in wilder Ehe mit oder ohne Kind etc. Alles dabei.

Ich bin Ende dreißig u wollte noch nie heiraten... auch jetzt als Mutter eines Kleinkindes nicht.

Bin aber auch Scheidungskind...

Ansonsten gehe ich sehr gerne auf Hochzeiten @:)

mx a rA v i xn


@ BlütenGirl

Dabei wollte ich eigentlich immer früh heiraten, 3 Kinder und Familie haben, bis der Tod mich scheidet, schön klassisch wie früher, aber irgendwie scheint lebenslange Familie in Deutschland nicht mehr "in" zu sein.

fragt sich halt, wann dieses früher gewesen sein soll.

@ lerchenzunge

Im Mittelalter: Ich kann auf ein langes Leben zufrieden zurueckschauen und mit meinem ersten Enkel spielen.

Ich bezweifele ernsthaft, dass irgendein Teilnehmer dieses Fadens im Mittelalter die notwendige Ehefähigkeit besessen hätte ... na ja, vielleicht wäre es gegangen, bevor sich die Kirche das Thema unter den Nagel gerissen hat.

@ sensibelmann

Mit der Qualität einer Beziehung hat eine Ehe eher wenig zu tun. Wer seine Partnerschaft nach einem Vertragswerk ausrichtet und wer ein Vertragswerk für eine Partnerschaft als wichtig empfindet, tut mir leid

Wichtig ist das Vertragswerk für Dritte - seien es der Staat (hier sei das Zeugnisverweigerungsrecht als Stichwort genannt) oder - ist hoffentlich noch lang hin - für die Erben. Das zu regeln ist ohne Trauschein doch eher schwierig.

M|yaaren;arxia


Wenn viele Leute die Eheschließung als nicht unbedingt erstrebenswert ansehen, frage ich mich immer wieder, warum vor allem bei der Generation 18-25 Jahre die eigentlich völlig irrelevante und überholte Verlobung wieder angesagt ist.

ssenLsib)elmanxn99


Wichtig ist das Vertragswerk für Dritte - seien es der Staat (hier sei das Zeugnisverweigerungsrecht als Stichwort genannt) oder - ist hoffentlich noch lang hin - für die Erben. Das zu regeln ist ohne Trauschein doch eher schwierig.

ja OK, deswegen schrieb ich schon einschränkend, das ein gebündeltes Vertragswerk schon eine gewisse Vereinfachung als lauter Einzelvertragswerke darstellt- insofern dient die Ehe gegenüber dem Staat einem vereinfachtem Vertragsabschluss zweier Partner. Und ja, der Staat wie auch sehr viele Bürger sind traditionell auf Ehe ausgerichtet (das ist vermutlich ähnlich wie mit Sonnenwendfeier/Weihnachten, obwohl mit dem ursprünglichen Gedanken viele Menschen nichts mehr am Hut haben oder keinen richtigen Gedanken darauf verwenden (Sonnenwende, Jesus Geburt)

So nennt man es noch Ehe, aber die (traditionellen) Hintergründe haben sich gewandelt ...

smensibielmanxn99


aber irgendwie scheint lebenslange Familie in Deutschland nicht mehr "in" zu sein

Offenbar hat heutzutage dieses sogenannte Ehe aber auch nicht mehr die historische Aufgabe und den Zweck, nämlich einer Altersabsicherung (für Frau und Kinder) und der Regelung von Erbschaftsangelegenheiten. Früher passierte die Eheschließung eher weniger aus Liebeserwägungen heraus. Selbst der Sex wurde eher auf Pflichtgefühlsbasis denn aus Bedürfnis beider Partner geregelt.

Lebenslang ist ohnehin eine sehr fragwürdige Sache, wenn man Dinge vereinbart, ohne zahlreiche zukünftige Entwicklungen vorausschauen zu können. Ich bin zwar schon lange mit meiner Frau zusammen, aber keineswegs eines Trauscheins wegen. Was die Zukunft bringen wird, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich meine Frau heute immer noch sehr liebe (und sie mich offenbar auch). Ob das in 1 Monat noch anhalten wird, weiß ich nicht, obwohl ich es aus heutiger Sicht schön finden würde. Mit irgendeinem Ehe"versprechen" hat die aber nichts zu tun. Wenn irgendwann die Liebe entzwei gehen sollte (was ich icht hoffe), dann passiert das unabhängig von Ehe/keine Ehe.

Liebe kann und wird man nicht auf Grund von Versprechungen/Eheverträgen/Schwüren erhalten.

Deswegen halte ich eine Ehe auch rein aus Beziehungssicht eher für unwichtig.

moond+[s@terxne


Ist Heiraten noch zeitgemäß?

Nein.

Die Ehe war früher eine Versorgungseinrichtung für die Frau. Frauen mussten heiraten, "unter die Haube kommen", oder ins Kloster gehen, weil es nicht vorgesehen war, dass sie ihr Geld selbst verdienen.

Lieben war damals noch ein Tätigkeitswort. D.h. die Frau musste es dem Mann zu Hause schön machen und sie musste ihn sexuell befriedigen.

Wenn sie es nicht getan hätte, hätte der Mann sich fragen können: Warum schufte ich mir den Rücken krumm und drücke zu Hause das hart erarbeitete Geld ab?

Seit den 60er Jahren wurde die Ehe dann zunehmend überflüssig, in dem Maße wie Frauen auch gut selbständig einer Arbeit nachgehen konnten.

Das wäre eigentlich ein Grund gewesen, über die Abschaffung der Ehe nachzudenken.

Aber statt dessen kam damals die romantische Idee auf, "lieben" nicht mehr als eine Tätigkeit zu vorstehen, sondern als die Anwesenheit eines Gefühls.

Das Eheversprechen, sich für den Rest des Lebens zu lieben, ist damit in das absurde Versprechen verkehrt worden, für den Rest des Lebens schöne romantische Gefühle zu haben.

So etwas kann man nicht versprechen.

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