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Ausziehen mit 26, gemeinsame Wohnung mit dem Partner

Cvomr#an


Ich stelle mir da die Frage, ob ich meinen Papa wirklich alleine in der Wohnung lassen kann...ohne Mama, ohne mich?

Selbstverständlich kannst du das. Was du nicht kannst ist, dich auf die nächsten 20-30 Jahre an das Zuhause zu klammern, bis dein Vater mal nicht mehr ist.

Ich teile auch die Einschätzung, dass dein Vater viel motivierter sein wird, wieder unter Leute zu gehen, wenn du es ihm nicht mehr "so leicht" machst. Ich kenne Menschen, die haben sich nach dem Tod eines Elternteils auf das Zuhause festgelegt, und diese führen heute ein merkwürdiges und trauriges Leben.

Meine Mutter ist auch vor 3 Jahren gestorben. Und mein Vater deutlich älter als deiner. Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht, wie er allein klarkommen würde (ist dieses Jahr 80 geworden). Er hat mich in jeder Beziehung überrascht.

Natürlich ist jeder anders, aber wenn du dich entschließt, deinem Vater zuliebe zuhause zu bleiben, wirst du das für immer tun und vermutlich auch nie eine feste Partnerschaft eingehen. Ob du jetzt ausziehst oder in 3 Jahren - in 3 Jahren wird es schwieriger sein als heute. Glaub mir. :)_

NuullacShtfue)nfxzehn


Sprich doch einfach mal ganz in Ruhe mit ihm. Gemütlich auf dem Sofa bei Kaffee/Tee und erzähl ihm, dass du dir Sorgen um ihn machst. Dass du gerne in absehbarer Zeit ausziehen würdest, aber nicht möchtest, dass er dann ganz alleine ist. Frag ihn, wie er das Ganze sieht. Ihr könntet auch einmal die Woche einen "Papatag" machen, an dem ihr Zeit zu zweit verbringt und auf den ihr euch unter der Woche freuen könnt... Aber sag ihm auch deutlich, dass er sein Leben in den Griff kriegen muss, weil du ihn doch brauchst und noch lange an deiner Seite haben willst (falls er bettelt dass du zu Hause wohnen bleibst oder so, ich weiß nicht, auf welche Art du am besten mit ihm reden kannst).

T$aps


Ich stelle mir da die Frage, ob ich meinen Papa wirklich alleine in der Wohnung lassen kann...ohne Mama, ohne mich?

Dein Vater ist ein erwachsener Mann und kein unmündiges Kind. Er kann für sich selber sorgen.

Natürlich kannst Du auch weiterhin diese oder jene Aufgabe für ihn übernehmen, ihn besuchen. In deinem Alter sollte dein Lebensmittelpunkt aber langsam ein anderer werden. Oder ist es eher so, dass Du die Rolle des Kindes in deinem Elternhaus nicht aufgeben willst und dein Vater nur vorgeschoben wird?

Harte Worte?

Meine Kinder sind inzwischen alle um die 30. Unser Jüngster tat sich mit dem Auszug auch ziemlich schwer und wie er anfangs mit Mitte 20 nach dem Studium so verloren in seiner ersten Wohnung stand, das tat mir innerlich auch leid. Aber Kinder müssen irgendwann auf eigenen Füßen stehen. Meine eigenen Befindlichkeiten spielen da nur eine untergeordnete Rolle. Das heißt ja nicht, dass der Kontakt abbricht. Wir sehen uns alle wegen der Entfernungen zwar nur selten, reden aber mehrmals in der Woche miteinander.

Ich verstehe da auch deinen Vater nicht, dass der das alles mitmacht.

Ich würde es auf keinen Fall wollen, dass meine Kinder ihr Leben für mich auf Eis legen. Kinder sind (solange wie sie nicht als Betreuer für geschäftsunfähige Eltern fungieren) für das Wohl der Eltern einfach nicht verantwortlich.

K~atth:uxlt


Zu deinem Papa hast du ja schon viele tolle Ratschläge bekommen, da möchte ich gar nicht mehr groß drauf eingehen.

Aber ich habe noch einen Tipp bzgl. Geld: Als ich noch studiert habe bzw. nach Ende des Studiums ein wenig bezahltes Praktikum gemacht habe, habe ich auch schon mit meinem damaligen Freund (heute mein Mann) zusammengewohnt. Wir hatten damals die Vereinbarung, dass er die Miete übernimmt, ich habe Strom und Lebensmittel bezahlt. Er hatt zwar den größeren Posten zu bezahlen, allerdings hat er auch schon gut verdient. Ich denke, da müssen dein Freund und du euch einfach einigen, wie es für euch als Paar am besten funktioniert.

Bei uns es von Anfang an so, dass wir nie aufgerechnet haben, wer was wann und wieviel bezahlt, wir hatten quasi von Beginn an eine gemeinsame Kasse und jeder hat beigesteuert, was er konnte. Das geht natürlich nicht in jeder Beziehung, aber ich denke, da müsst einfach drüber reden und euch einig sein. Eeventuell ist diese Lösung ja auch was für euch.

Übrigens konnte ich mich dann wenig später revanchieren, denn als ich meine erste Anstellung hatte, verdiente ich so viel, dass sich mein Mann seinen Traum von der Selbständigkeit wahr machen konnte. Da habe ich dann die Miete übernommen und er die Lebensmittel.

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