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Beruflicher Aufstieg meines Freundes - und ich hab Angst!

l0osgetrxetexn


Ich glaube, du idealisierst deinen Partner ziemlich und vermischt die Realität mit Filmszenen. Wie alle anderen hier finde ich deine Vorstellungen von einem Aufstieg ziemlich unrealistisch.

also ich stimme dir zu, dass ich im moment sicherlich dazu neige, meinen freund zu idealisieren. ich hatte so eine beziehung halt noch nie. %:| als ich das letzte mal richtig über beide ohren verliebt war, war ich 19, also zu jung, um eine erwachsene, vernünftige beziehung zu führen. dann war ich 15 jahre lang mit meinem ex zusammen, den ich zwar auch über alles geliebt habe, aber auf einer anderen ebene. es war eine ungesunde mutter-kind-beziehung (falls sich jemand die frage stellt, ich war die mutter, er das kind ;-D ). und das dazwischen waren bestenfalls kurzzeitbeziehungen oder affären, aber keine aufrichtige und echte liebe.

aber die vorstellungen von einem aufstieg sind durchaus nicht unrealistisch. ich war früher einige zeit in der politik unterwegs und auch wenn das eine ganz andere branche ist, in der mein freund jetzt tätig ist, so habe ich eines gesehen: menschen verändern sich in der regel, je mehr macht und geld sie bekommen.

Was ist mit deiner Karriere? Ich weiß nicht, ob es nur ein Gefühl ist, aber ich lese hier zwischen den Zeilen auch Minderwertigkeit, die du dir selber unterstellst. Du bist nicht so wichtig wie er. Aber stimmt faktisch nicht.

das problem ist: ich weiß um meine stärken (und schwächen), aber ich schöpfe mein potential nicht voll aus. ich bin leider absolut nicht ehrgeizig und die karriereleiter hochsteigen hätte ich einige male können, war mir aber ehrlich gesagt immer zu viel aufwand. %:|

also habe ich für mich einen job gesucht und letztlich jetzt auch gefunden, bei dem ich zwar sehr wohl auf dem gebiet kommunikation und marketing arbeiten kann, es jedoch keine echten herausforderungen für mich gibt. ich hab es mir bequem eingerichtet, verdiene mein gutes geld, aber ich habe derzeit keine luft nach oben und möchte es auch gar nicht haben. dennoch resultiert daraus natürlich, dass ich mich manchmal unterfordert fühl und gelangweilt und unzufrieden bin. :-X

R]e,ge]nmädcNhexn


als ich das letzte mal richtig über beide ohren verliebt war, war ich 19, also zu jung, um eine erwachsene, vernünftige beziehung zu führen. dann war ich 15 jahre lang mit meinem ex zusammen, den ich zwar auch über alles geliebt habe, aber auf einer anderen ebene. es war eine ungesunde mutter-kind-beziehung (falls sich jemand die frage stellt, ich war die mutter, er das kind ;-D ). und das dazwischen waren bestenfalls kurzzeitbeziehungen oder affären, aber keine aufrichtige und echte liebe.

Losgetreten, ich verstehe durchaus, dass du das als Legitimation für deine jetzige Situation siehst. Aber was mich hier gewaltig stört, ist, dass du dich als Opfer inszenierst. Das bist du aber nicht. Ich glaube, dir ist deine eigene Handlungsfähigkeit nicht bewusst bzw. bist du es gewöhnt, passiv zu sein und dich treiben zu lassen.

Das hat aber oft den negativen Beigeschmack, dass man zu einem Zuschauer in seinem eigenen Leben wird statt zum Akteur. Du kannst die Rollen tauschen. Nur Mut! :)_

Das passt übrigens auch zu deinem Berufsverhalten. Du versuchst, überall möglichst neutral zu bleiben und andere entscheiden zu lassen, um Fehler zu vermeiden. Das birgt aber das Risiko, dass man keine eigenen Ziele verfolgt und sich stark von anderen abhängig macht.

dennoch resultiert daraus natürlich, dass ich mich manchmal unterfordert fühl und gelangweilt und unzufrieden bin

Das hab ich mir schon fast gedacht. Das merkt man dir an, ohne es böse zu meinen.

Ich glaube, eurer Beziehung würdest du einen Gefallen tun, würdest du mehr bei dir bleiben und dich mehr um dich selbst kümmern. Dann würden auch die Verlustängste nachlassen, weil du dich mit dir wohler fühlst und dich nicht ständig fragen musst, wieso jemand so Tolles sich mit so jemanden wie dir abgibt.

Ich weiß wie das ist. Ich hab das früher genauso gemacht %:|

leosgetcretexn


Ich glaube, eurer Beziehung würdest du einen Gefallen tun, würdest du mehr bei dir bleiben und dich mehr um dich selbst kümmern. Dann würden auch die Verlustängste nachlassen, weil du dich mit dir wohler fühlst und dich nicht ständig fragen musst, wieso jemand so Tolles sich mit so jemanden wie dir abgibt.

ich verstehe total, was du meinst.

das erklärt vielleicht auch oft die diskrepanz zwischen dem, wie ich wahrgenommen werde und dem, wie ich mich dann in bestimmten situationen verhalte.

wenn leute mich kennenlernen, wirke ich auf sie wahnsinnig mitreißend, eloquent und kommunikativ. ich schaffe es relativ schnell und mit relativ wenig aufwand, menschen für mich zu gewinnen. ich weiß auch genau, welche fäden ich bei welchen leuten ziehen muss.

dann aber als krasses gegenteil dazu bin ich in bestimmten lebenslagen total passiv, lasse quasi einfach alles geschehen, böse zungen würden vielleicht sogar behaupten, dass ich faul sei.

aber das bin ich eigentlich nicht. wenn mein herz für etwas schlägt, kann ich mich über gebühr dafür engagieren. hingegen lasse ich dann teilweise sachen, die mir nicht wichtig sind, die aber trotzdem bearbeitet oder erledigt werden müssen, total schleifen.

Ich weiß wie das ist. Ich hab das früher genauso gemacht %:|

wie bist du da raus gekommen? :)_

sItrawfberrQyZch}eck


Hallo losgetreten,

ich bin Anfang des Jahres in eine ähnliche Situation geschlittert wie du. Allerdings innerhalb einer schon lange bestehenden Beziehung. Vom beruflichen Hintergrund sind mein Mann und ich völlig unterschiedlich. Er arbeitet für einen internationalen Verband, der die Interessen eines bestimmten Wirtschaftszweigs vertritt. Ich bin nicht besonders materiell eingestellt und ziehe einfach keine Motivation oder keinen Ehrgeiz daraus, mich für die wirtschaftlichen Interessen eines Industriekonzerns einzusetzen. Ich arbeite im sozialen / pädagogischen Bereich. Das ist aber nur ein Problem, wenn man eins daraus macht. Ich bin nah an einer jungen Zielgruppe und kriege mit, wenn sich da Dinge ergeben, die für Ihn und seine Arbeitskreise und Referententätigkeiten interessant sind. Er mag, dass ich nicht materialistisch eingestellt und mehr kreativ bin. wir genießen, dass wir so unterschiedliche Berufe ausüben und nicht dieselben Dinge besprechen oder bejammern.

Rückblickend hat sich mein Mann in seiner Persönlichkeit und mir gegenüber wenig verändert. Wir unternehmen das gleiche, ich kann mich auf Absprachen verlassen und er sich natürlich umgekehrt auch...er kann, wenn er nach Hause kommt, nie schnell genug den Anzug wieder auf den Bügel hängen und inzwischen habe ich mitbekommen, dass auch in den Führungsetagen von Unternehmen nur mit Wasser gekocht wird. Teilweise begegnen mir da super nette und ganz bodenständige, teilweise intrigante und manchmal auch schockierend dumme und ignorante Menschen, die ich da nicht erwartet hätte. Nach einem knappen Jahr, in dem ich meinen Mann auf dem Weg begleitet habe, bin ich immer weniger beeindruckt und ich hätte gar keine Bedenken oder Ängste ihn zu einer Veranstaltung zu begleiten. Das sind doch auch nur Menschen.

Dpie Szehe;rin


du schon wieder ;-D

du hast ja schon ganz solide seelische arschtritte bekommen, und von mir gibt es nicht so wahnsinnig viel zu Zitrones beitrag hinzuzufügen ;-) aber...

Aber nö. Kaum, arbeite ich an einer hürde, kommt schon die nächste hinzu. Es ist wie verhext.

... die hürden kommen nicht, die machen nicht andere, nicht dein freund, oder seine karriere - die hürden baust du dir! du baust hürden aus ganz normalen sich verändernden lebensumständen.

veränderungen magst du irgendwie gar nicht mehr, seitdem ihr endlich zusammen seid und er geschieden ist, oder? veränderungen sind bei dir gerade irgendwie alle mit "es kann nur schlechter werden" verbunden, oder?

warum siehst du so selten die ganzen chancen der veränderungen? den prozess des zusammenwachsens? teil einer größeren familie zu werden? dich an seiner seite weiter zu entwickeln?

ETlGu]s0to


Ich habe eigentlich nichts zu sagen was nicht schon gesagt wurde.

Doch ich als ich das hier gelesen habe muß ich was loswerden:

"wenn leute mich kennenlernen, wirke ich auf sie wahnsinnig mitreißend, eloquent und kommunikativ. ich schaffe es relativ schnell und mit relativ wenig aufwand, menschen für mich zu gewinnen. ich weiß auch genau, welche fäden ich bei welchen leuten ziehen muss.

dann aber als krasses gegenteil dazu bin ich in bestimmten lebenslagen total passiv, lasse quasi einfach alles geschehen, böse zungen würden vielleicht sogar behaupten, dass ich faul sei.

aber das bin ich eigentlich nicht. wenn mein herz für etwas schlägt, kann ich mich über gebühr dafür engagieren. hingegen lasse ich dann teilweise sachen, die mir nicht wichtig sind, die aber trotzdem bearbeitet oder erledigt werden müssen, total schleifen."

Sprichst Du von mir? :-o

Hkalncxa


Offenbar ist mein leben nicht dazu bestimmt, ruhig zu verlaufen,.......

losgetreten

Das Gefühl bekommt man, wenn man sein Leben oder Lebensglück abhängig von anderen macht.

Du bist nach 15 Jahren unguter Beziehung nahtlos in die nächste Beziehung gegangen.

Auch wenn das Alleineleben vielen Menschen Angst macht, hat es auch etwas Gutes.

Man kann nämlich lernen, für sein Glück, seine Zufriedenheit selbst zu sorgen.

Diese Selbstsicherheit fehlt dir wahrscheinlich. Die anderen haben dir schon gute Tipps gegeben.

lvosRget)rexten


danke nochmal an alle, die mir geschrieben haben, ich seh jetzt alles schon wieder ein bisschen klarer und gelassener. komisch eigentlich, dass es bei mir dazu meistens einen input von außen braucht. 8-( %-|

strawberrycheck

ich habe eigentlich keine angst, mich in "diesen kreisen", in denen mein freund dann arbeiten wird, nicht angemessen bewegen zu können. wie gesagt, ich war lange in der politik und habe dort mit hinz und kunz zu tun gehabt, dort lernt man die etiquette schnell. ;-) und klar sind das auch nur menschen, manchmal wie du eben sagst, sogar ziemlich dämliche... %-|

aber meine ängste sind ja eher dahingehend, was passiert, wenn er - logischerweise ohne mich - so viel unterwegs sein und mit vielen erfolgreichen gschäftsmännern und eben auch -FRAUEN zu tun haben wird. ob er sich dann noch auf seine kleine liebe beamtin daheim besinnen wird. ;-)

aber ich vermute und hoffe, dass es wie bei euch auch so sein wird, dass er froh ist, von einer langen geschäftsreise oder anstrengenden terminen nach hause zu kommen, den anzug in den kasten zu hängen und mit mir eine feine zeit zu verbringen, ob jetzt nun beim tennis oder skitouren gehen oder bei einem guten glas wein und einem guten gespräch. :-)

seherin

huhu ]:D *:) @:)

geh, gib halt zu, dass du mich ja eh ein bissl vermisst hast. :-p

veränderungen magst du irgendwie gar nicht mehr, seitdem ihr endlich zusammen seid und er geschieden ist, oder? veränderungen sind bei dir gerade irgendwie alle mit "es kann nur schlechter werden" verbunden, oder?

oh. ich mochte veränderungen ÜBERHAUPT NOCH NIE.

deshalb dauerte es ja auch so lange, bis ich mich durchgerungen und von meinem exfreund getrennt habe.

deswegen verändere ich mich ja auch jobmäßig nicht, obwohl ich alles andere als erfüllt bin.

ich habe angst vor veränderungen und sehe immer nur das negative. %-|

warum siehst du so selten die ganzen chancen der veränderungen? den prozess des zusammenwachsens? teil einer größeren familie zu werden? dich an seiner seite weiter zu entwickeln?

das ist ja das gute an freunden oder eben auch an diesem forum.

zuerst seh ich den wald vor lauter bäumen nicht, sondern nur das große drama, aber wenn ich dann gottseidank ein bisschen input von außen bekommen, kommen meine kleinen rädchen im kopf wieder ins rollen und ich sehe klarer.

und ich sehe auch hier und jetzt die chancen, die sich für unsere beziehung hoffentlich ergeben werden und ich werde versuchen, diese zu nutzen. was gleichzeitig auch bedeutet, dass ich mich eben wieder mehr UM MICH SELBST kümmern muss.

ElGusto

hilfe, ein seelenverwandter! :-o @:) :)_ @:)

-&vitetnamxesin-


Ich kann dich voll verstehen, du bist damit nicht alleine und ja es hat wie schon geschrieben wurde, etwas mit dem eigenen Leben zu tun, mit Abhängigkeiten und eigenen unzufriedenheiten. Würdest du selbst mit dir im reinen sein, deine Arbeit, Hobbys, Freunde, Freizeit und auch nur für dich sein können, würdest du so nicht denken.

Ausserdem kann ich dir versichern, da ich selbst Männer hatte die im Aussendienst tätig sind bzw. waren, es einfach nur anstrengend ist! Abends haben diese Männer nicht mehr die Muse sich noch rumtreiben zu gehen. Die Realität sieht dann so aus: Alleine auf dem Hotelzimmer sitzen. Und ausserdem hält es nicht jeder man so, jede Versuchung mitzunehmen, sowas ist auch verpönt untereinander und gute Geschäftsleute, machen so etwas nicht. Mit Politik kann man das nicht vergleichen, ist ein schmieriges Feld, kenne ich mich selbst auch mit aus, da wird man im Beisein vom Partner noch abgecheckt, wobei der abcheckende noch einen Ehering trägt. Da ist vieles Skrupellos. In normalen Betrieben, ist so etwas definitiv nicht Gang und gebe, jeder Mann der was auf sich hält und nicht blöd ist, seine Karriere im Blick hat, setzt sie nicht für eine Frau aufs Spiel, nur um mal zu pimpern. Zumindest waren das die Männer die ich in meiner Laufbahn kennengelernt habe. Männer die dann meinen noch in gewissen Bars rumzuhängen, oder gar zu Prostituierten gehen, gibt es sicher, aber du kennst deinen Freund und würdest du ihn so einschätzen? Warum sollte er für Sex bezahlen, wenn er doch dich hat.

Das er eine andere Frau kennenlernt die mehr drauf hat als du? Kommt drauf an wie er eingestellt ist, ist es ihm wichtig das eine Frau Karriere gemacht hat, er zu ihr aufsieht, er dann nicht widerstehen kann? DAS siehst du als Frau so, weil uns Frauen der Status eines Mannes wichtig ist, einem Mann wiederum ist der Status nicht unbedingt so wichtig. Es sei denn er ist Geldgeil und darauf aus sein Vermögen durch sie zu verbessern bzw. zu erhöhen.

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