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Das Kind meiner Freundin stresst mich

B3enethton


hag-tysja

dem te scheint das thema jedenfalls weniger dringlich zu sein, als jenen die es nun diskutieren.

Ja in der tat. ;-D Allerdings fallen zwei Positionen auf, die sich diametral unterscheiden und, wie ich finde ein wichtiges Thema darstellen, über das man sich, auch ohne den TE gerne weiter austauschen sollte.

Uomo 3

Dein Smiley ist nicht angebracht.

Das war kein Angriff auf Dich, wenn Du das so aufgefasst hattest, bitte ich um Entschuldigung. Ich verwende nur gerne den Lachsmiley, wenn ich selber etwas witzig finde. Das andere das mitunter nicht tun ist mir bewusst.

Zum diesem Vorleben gehört selbstverständlich auch, mal Fehler zu machen - auch bei einzelnen Erziehungsmaßnahmen - und sie einzugestehen, Größe zu zeigen und sich zu entschuldigen.

Das finde ich einen wichtigen Punkt! Nicht nur Kinder machen Fehler und nicht nur von Kindern sollte man eine Entschuldigung einfordern. Und eine Entschuldigung für ein Fehlverhalten gegenüber dem Kind bricht niemanden den Zacken aus der Krone, im Gegenteil, gerade bei "älteren" Kindern kann man oft eine Zunahme des Respekts wahrnehmen, wenn man sich nicht als Unfehlbar darzustellen versucht.

Dennoch habe ich den Eindruck, dass du die Entwicklung eines Kindes etwas zu sehr mit der Rationalität und Vernunft eines Erwachsenen betrachtest.

Ja, wahrscheinlich ist das so. Ich finde das aber nicht unbedingt verkehrt und dieses:"Überlege mal, wie du in dem Alter warst!" ist mir auch mehr als geläufig. *Lachsmiley* Ja sicher weiß ich das und ebenso sicher bin ich mir heute, dass es für meine Entwicklung gut war, das meine Eltern nicht mein Spiel gespielt haben, sondern ich mich in ihres einfügen musste. Ohne Gewalt, ohne Schreierei, aber resolut und einer Linie folgend. Mich hatte das, wahrscheinlich irgendwie unbewusst auf einen auch für mich kalkulierbaren Weg geführt und mir Sicherheit gegeben.

Natürlich ist jeder Mensch, jedes Kind anders und man muss genau hinschauen, ob gewisse Erziehungsmaßnahmen bei jenem einfach nicht passen. Das Kind ist von seinem Wesen her ganz anders, da muss man eben gegebenenfalls anpassen, natürlich.

Alles gut; aber dennoch steht die Behauptung im Raum: "Der neue Partner der Mutter darf sich nicht in die Erziehung einmischen." Und da sage ich: Nein, das finde ich nicht!

bAellaxgia


Ich hätte ja zu gerne nochmal etwas von JamesBrown gelesen....

p4aint'-it-]coloxurful


Benetton,

Alles gut; aber dennoch steht die Behauptung im Raum: "Der neue Partner der Mutter darf sich nicht in die Erziehung einmischen." Und da sage ich: Nein, das finde ich nicht!

So steht es eben nicht im Raum. Allenfalls dann, wenn es sich um eine Beziehung handelt, die noch nicht gefestigt ist und bei der noch kein gemeinsamer Hausstand besteht. Das habe ich z.B. auch betont. Du verstehst nicht, dass Kinder Verlässlichkeit und Vertrauen brauchen. Und das entsteht nicht, wenn sich jeder neue Partner in die Erziehung einmischen darf. Da hat m.E. derjenige das Sagen, bei dem die Kinder aufwachsen.

Du würdest mit Sicherheit anders denken, wenn du eigene Kinder hättest.

sVtepKpo25


Ich möchte ja nicht so weit gehen und sagen, dass der TE das verdient hat, was ihm jetzt geblüht ist. Es gibt bei Beziehungen verschiedene Grusel-Szenarien, eins ist, dass der Partner nicht mit Geld umgehen kann, und ein anderes was MIR ganz besonderst gruselig vorkommt, weil ich generell dazu neige, in Kinder sehr potente "Satansbraten" zu sehen, das sind schlecht erzogene / verwöhnte Kinder. Der allerschlimmste Typ verwöhnte Kinder ist an Eitelkeit, ganz speziell und sofort an extravaganten Haarschnitten erkennbar. Bei Jungen ist "Brillantine" (Gel) im Haar untrügliches Markenzeichen beginnenden Satansbraten-Daseins.

Dem TE ist anzulasten ist, bzw er ist zu fragen, warum er die Zeichen des Unheils nicht rechtzeitig erkannte, bevor er überhaupt mit der Mutter des Satansbratens zusammengezogen ist. Die auffällige Schweigsamkeit des TE zeigt die naheliegende Antwort an: "Liebe macht blind"

ppaiRnt-ijt-c;olourfxul


Steppo,

der TE hat einen Beitrag geschrieben und du hast den vollen Durchblick; Gratulation.

Du kennst den Jungen nicht, hast aber schon die entsprechende Bezeichnung für ihn, alle Achtung.

Dein Beitrag strotzt ja nur so vor Verallgemeinerungen. Was hast du denn für Erfahrungen gemacht, dass du so etwas von dir gibst?

F4reudenJtangz1x984


Wow, was für ein heikles Thema und die lange Diskussion hier zeigt auch, dass es dazu keine schwarz-weiße und perfekte Lösung gibt.

Zunächst mal: es ist vollkommen verständlich, dass man auch mal vom Kind der Partnerin genervt ist.

Wir sind doch alle mal genervt - auch von unseren eigenen Kindern.

Die Frage ist aber wie immer: wie gehe ich mit der Genervtheit um.

Deine Genervtheit ist in erster Linie jetzt mal Deine Emotion und damit auch Dein Problem. Die bringt Euch kein Stück weiter. Ich gehe mal davon aus, dass es Dir wichtig ist, auch mit dem Jungen gut klar zu kommen.

Im Sinne Eurer Beziehung zueinander braucht ihr eine produktive Lösung.

Die Kunst mit Kindern liegt doch immer darin, Regeln des Zusammenlebens auszuklamüsern, ihnen aber dennoch respektvoll gegenüber zu treten. Das hat mit "in die Erziehung einmischen" erst mal wenig zu tun.

Deine Partnerin und ihr Kind haben eine wahrscheinlich recht enge Beziehung.

Du hast Dich entschlossen, mit dieser Frau eine Beziehung einzugehen und da ist das Kind eben mit dabei, er ist nicht mehr ganz klein aber mit dem Alter - am Anfang der Pubertät - braucht er seine Familie auch noch sehr.

Er braucht Regeln und Halt, aber er braucht auch ganz viel Verständnis und vor allem Respekt.

Die Regeln macht Ihr als die Erwachsenen. Wenn Ihr Euch über die Regeln nicht einig seid, kann der Bub da auch nichts dafür - darüber solltet Ihr Euch dann unterhalten.

Ihr lebt jetzt als neu zusammengewürfelte Familie zusammen. Da hat er Bedürfnisse, Du hast welche und Deine Partnerin auch.

Mit 12 ist er kognitiv definitiv in der Lage, die Bedürfnisse anderer zu verstehen und zu respektieren. Das kann er vielleicht auch, wenn er die Chance hat, Dein Anliegen zu verstehen, ohne zusammengeschissen zu werden. Du musst ihm ja gar nicht alles durchgehen lassen. Klare Ansagen gehen auch ohne Gemeinheiten, Aggression oder Wertungen.

Ich bin in der Situation nicht dabei, deshalb weiß ich nicht, wie ihr solche Situationen dann wirklich löst....

aber es macht einen Unterschied, ob man sagt "Spinnst Du, klingel und klopf doch nicht wie ein Bekloppter" oder ob man in einer ruhigen Minute sagt "Es stört mich, wenn Du so an die Tür hämmerst. Ich höre Dich auch, wenn Du einmal klingelst. Gib mir die Zeit, zur Tür zu gehen, dann mache ich Dir auch auf."

Die erste Variante führt wahrscheinlich entweder zur Explosion oder dazu, dass er sich zurückzieht - je nachdem was er für ein Typ ist.

Letztere gibt ihm die Chance, auch was zu ändern, wenn Du ihm Zeit lässt. Wenn es dann immer noch nicht klappt, kann man die nächste "Eskalationsstufe" proben.

Und dann braucht es auch ein bisschen Geduld. Mit Kindern kann man nicht erwarten, dass jede "Ansage" auch gleich fruchtet.

Was man sich jahrelang angewöhnt hat, gewöhnt man sich nicht gleich ab, weil ein Erwachsener plötzlich auftaucht und einen anders hätte.

Das ist doch auch bei uns "Großen" so.

Versteh mich nicht falsch - Kinder können einen an den Rand des Wahnsinns bringen.

Aber die meinen es in der Regel auch nicht böse.

Vielleicht kannst Du ihm gegenüber verständnis- und respektvoll sein. Und dann bringt er Dir das Gleiche entgegen.

F\reud@enctanz19Z84


Steppo

Mich wundert immer wieder, wie abwertend und respektlos man eigentlich seinen Senf unter nicht ganz einfache Themen setzen kann.

Da wird mir ganz schwindelig.

Spar Dir doch Dein Geschwurbel, wenn du nur "anlasten" und ablästern kannst und nichts Produktives beitragen kannst.

KCäseefondxue


Man kann das erzählen, ja, aber dem TE oder seiner Partnerin verquere Absichten zu unterstellen, funktioniert nicht.

Hmm. Ich habe ihm keine verqueren Ansichten unterstellt.

Ich hatte lediglich nach einigen Beispielen das Gefühl, dass es so hingestellt wird als wäre es schon sinnvoll, dass der freche Sohn mal Benehmen lernt.

Und ich finde das nach recht kurzer Zeit schon strange.

Den Spruch, dass es ein ganzes Dorf braucht um ein Kind zu erziehen... Nun, meist zieht das Dorf aber nicht beim Kind ein und setzt ein der Mutter entgegenstehendes Konzept ein.

Ein Kind lernt, dass die Nachbarn und andere Familienmitglieder andere Regeln haben. Aber es gelten eben bei den Eltern die Regeln der Eltern.

Ich würde es völlig in Ordnung finden, wenn für mein Kind bei Oma / Onkel / Tante / Nachbarn andere Regeln gelten als bei mir zuhause. Aber ich hätte ein Problem damit, wenn mein neuer Partner die Regeln die ich für mein Kind habe aushebelt.

Sicher wären die Belange meines Partners wichtig. Wenn ihm etwas nicht gefällt, würde ich das mit ihm besprechen und dann auch mit dem Kind besprechen.

Wenn mein Partner aber Dinge einführen würde die ich nicht will und mit meinem Kind auf eine Art umgeht die ich nicht mag, dann würde ich das auch nicht akzeptieren.

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