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Mein Freund und die Pornos - und jetzt?

tQraurcig3x1 hat die Diskussion gestartet


Ich bin neu hier und brauche euren Rat. Bitte helft mir!

Nun: mein Freund und ich sind seit etwa 6 Monaten ein Paar und er hatte eine sehr bewegte sexuelle Vergangenheit.

Er hatte ziemlich viele Frauen (oft 50 pro Jahr) und auch seine sexuellen Praktiken gingen von A-Z.

Seit etwa 2 Jahren hat er genug von diesen Geschichten (er meinte er hatte sich die Hörner abgestoßen und ist viel ruhiger geworden) und nur noch nach Beziehungen gesucht. Dabei hatte er dann etwa 5-6 Frauen in einem Jahr.

Seit wir nun ein Paar sind hat er sich total verändert, wir haben gemeinsam beschlossen eine sexuell monogame Beziehung zu führen und zumindest von den Gefühlen her klappt das sehr gut.

Sex zwischen uns funktioniert gut, wenngleich er für mich immer wieder eine Herausforderung ist, weil ich immer das Gefühl habe, ihm etwas Besonderes bieten zu wollen. Unter dem Strich passt der Sex aber.

Aber: in den letzten 3,5 Wochen hatten wir nur Sex light, denn zuerst war ich krank, dann wurde er krank, dann sind wir auch noch übersiedelt und irgendwie müssen wir erst zur Ruhe kommen.

Mein Freund sagt mir aber immer wieder, wie sehr er sich auf den Sex freut, dass es sein Hauptziel dabei ist, mich zufrieden zu stellen, usw...

Bis hierher würde ich mich nicht beschweren.

Nun fragte ich ihn spät am Abend, ob ich an seinem Laptop im Internet surfen kann, weil mein Laptop schon ausgeschaltet war (er kann auch meinen Laptop immer problemlos nutzen), ich tat dies das erste Mal, er war einverstanden, doch als ich surfte, kamen in der Google-Leiste immer wieder Links von Pornoseiten.

Ich hab dann gefragt, wie dem so ist und als er dann neben mir war, hab ich ihm gesagt, dass mir das nun nicht passt und ich dem auf den Grund gehen möchte.

Herausgekommen ist dann, dass er beispielsweise gestern, als ich beruflich in Brandenburg war, über 5 Stunden(!) Pornoseiten geklickt hat.

Er hat dabei "an sich gespielt", aber - wie er sagte - nicht bis zum Schluss.

(er wollte sich für mich aufsparen)

Es geht aber weiter: er hat auch an anderen Abenden, wo wir zusammen waren, Pornoseiten geklickt - und zwar immer dann, wenn ich an meinem Laptop war und gearbeitet oder etwas gelesen habe, oder eben nicht neben ihm war.

Ein Beispiel: der Verlauf des Browsers zeigte, dass er oft auf Pornoseiten war und genau in jenen Momenten, wo ich neben ihm war, hat er sie weggeklickt und anschließend, als ich wieder weg war, wieder geklickt.

Er hat sich dabei nicht befriedigt, sondern war lediglich manchmal horny, sodass wir dann Sex light hatten, manchmal hatten wir aber auch gesagt, dass wir jetzt noch 2-3 Tage warten wollen, bis der Umzugsstress vorbei ist.

Dann lag ich auch schon im Bett und wartete auf ihn und genau in jenen Momenten ging er online, um Pornoseiten zu klicken.

Es blieb in all diesen Fällen beim Klicken und Schauen, ohne Hand anzulegen.

Gestern war ich dann eben beruflich unterwegs, er hatte frei und hat tatsächlich stundenlang Pornoseiten geklickt. Ohne dass ich auf seinem Laptop gesurft hätte, wäre ich wohl nicht draufgekommen.

Detail am Rande: ich verließ das Haus um 5:50, als ich ihn um 8:16 telefonisch weckte um ihm einen guten Morgen zu wünschen, fasste ich mich kurz, weil ich ihn gerade weckte - der Verlauf des Browsers sagt, dass er um 8:19 mit den Pornos begonnen hat und sogar zu spät zu seiner Mutter kam, weil ihm Pornos schauen wichtiger war.

Nun, wir hätten dann eine längere Diskussion und ich meinte, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich ihm überhaupt vertrauen kann, wenn er hinter meinem Rücken das macht.

Es ist ja nicht so, dass er das macht, wenn ich mal weg bin (wir hatten mal ein Gespräch, dass Pornos schauen dann ob wäre - damit könnte ich leben), sondern er macht es ja, während ich an meinem Laptop surfe, im Bad bin, im Bett auf ihn warte, usw...

Es kam auch vor, dass er mir sagte, er würde bis 14:00 arbeiten, in Wirklichkeit arbeitete er aber nur bis 12:00, ging heim und schaute Pornos.

Er befriedigt sich dabei meistens nicht bis zum Ende, also gerade jetzt mit dem Kranksein und mit dem Umzug kam es vor, dass er oft tagelang nicht zum Höhepunkt kam, sondern sich für Sex aufsparte.

Wichtig ist aber zu erwähnen, dass ich nicht weiß, wie er es "früher" gemacht hat. Also am Anfang der Beziehung oder davor.

Er meinte nun, dass es eine Sucht ist, dass er wie ein Junkie ist und gar nicht wirklich interessiert ist, sondern nur klickt, ein wenig schaut, manchmal an sich herumspielt (meist ohne Orgasmus) und er das selbst nicht gut findet und er dies ändern möchte, weil er 1. mich liebt, 2. mich nicht verlieren möchte, 3. mit unserem Sex sehr zufrieden ist.

Er wirkte sehr berührt, er hatte sogar Tränen in den Augen, hatte Angst, dass ich die Beziehung beenden könnte (ich sagte auch tatsächlich, dass mir diese "Qualität" der Beziehung nicht gefällt), er versprach das zu ändern, könnte es nicht fassen, als ich ihm sagte, dass es schwierig ist ihm zu vertrauen, weil ich ja nun nicht weiß, was er mir verschweigt, ich Angst habe, dass ich auf mehr draufkomme, usw.

Am Ende wollte ich diese Nacht auf dem Sofa schlafen, bin aber schon seit 5 wach und denke nach.

Ich bin mir zu 100% sicher, dass er mich nicht betrügen würde, dass er keine Kontakte sucht (er hat mir schon gezeigt, dass er mich liebt und nur mich will), aber durch dieses geheime Pornos schauen (für viele Stunden) bin ich jetzt total aus dem Häuschen.

Am Ende möchte ich nun erwähnen, dass ich damit leben könnte, wenn er hin und wieder Pornos guckt, aber zumindest für die letzten Tage ist sein Verlauf mit etwa 80-90% voll von Einträgen bezüglich Pornoseiten.

Wir sprechen da von teilweise 2, 3, 4, 5, 6 Stunden pro Tag - sogar auf Arbeit guckt er am Handy Pornos.

Er schläft noch. Ich weiß nun wirklich nicht, wie ich reagieren soll. Einerseits ist mir das alles zutiefst zuwider, andererseits wäre es aber auch übertrieben, ihn deshalb zu bestrafen oder gar zu verlassen.

Was nun?

Antworten
A8edgiiva


Sorry, daß ich das so deutlich sagen muß, aber Dein Freund ist wohl wirklich süchtig nach Internet-Pornos!

Vor allem, daß er das auch auf der Arbeit macht, oder daß er deswegen Termine versäumt, ist schon mehr als bedenklich!

Wenn er so weiter macht, kann er dadurch auch seinen Job verlieren, und dann....?

Es ist ja schon mal gut, daß er das wenigstens zugibt. Die meisten Typen, die stundenlang Pornos schauen, sind da sehr viel uneinsichtiger!

Also, auf jeden Fall kann ich es gut verstehen, daß Du Dir Sorgen machst. Aber wie es mit Euch weitergeht, kann ich natürlich auch nicht wissen... Aber wenn Dein Freund schon selber unter seiner Sucht leidet, sollte er sich Hilfe suchen! Vielleicht eine Selbsthilfegruppe oder dergleichen!

Alles Gute für Dich! @:)

T8OFxU


Ihr müsst auf jeden Fall zusammen darüber reden und eine gute Lösung für Euch finden. Das man als Mann auch mal Pornos schauen kann in einer Beziehung finde ich normal, allerdings sollte man sowas auch nicht verheimlichen. Andererseits frage ich mich woher Du das zeitlich so genau alles weißt bzw. das er sich nicht bis zum Ende dabei befriedigt hat, oder habt Ihr doch darüber ausführlich gesprochen ":/ :-/

:)* @:)

V4erYhuetexr


kamen in der Google-Leiste immer wieder Links von Pornoseiten

Bitte wo?

Ich hab dann gefragt, wie dem so ist und als er dann neben mir war, hab ich ihm gesagt, dass mir das nun nicht passt und ich dem auf den Grund gehen möchte.

Warum? Wieso geht dich das was an?

Und was für ein Problem hast du mit Pornos?

JRudliaPT


ich verließ das Haus um 5:50, als ich ihn um 8:16 telefonisch weckte um ihm einen guten Morgen zu wünschen, fasste ich mich kurz, weil ich ihn gerade weckte - der Verlauf des Browsers sagt, dass er um 8:19 mit den Pornos begonnen hat

Die viele Zeit, die Dein Freund mit dem Schauen von Pornos verbringt, könntest Du vielleicht nebenberuflich als Privatdetektiv tätig werden :-D

Gut, ernsthaft: Wie Du schon festgestellt hast: Ein Porno hier, ein Porno da, das macht nahezu jeder Mann. Bei Deinem klingt es nach einer ziemlich heftigen Pornosucht und sollte therapeutisch behandelt werden. Das Phänomen ist gar nicht so selten glaube ich. Alles Gute :[]

NNofy


Was ist so schlimm an Pornos oder selbstbefriedigung? Es ist sein körper und den darf er wohl befummel so oft er will o.ö

Oaldiile4x9


Wie immer möchte ich in die Analyse gehen. Als Ganzes ist es unüberschaubar, darum zerlege ich es.

Denn das Problem, das sich dir stellt, das dich traurig macht und sogar über eine Trennung nachdenken lässt, liegt nicht darin, dass er überdimensional Pornos konsumiert, sondern es liegt ausschließlich darin, dass du nun von seinem Pornokonsum WEISST. Getan hat er es vorher auch und du warst glücklich mit ihm. Jetzt weißt du es und bist unglücklich. Leider lässt sich Wissen nicht rückgängig machen.

Denkmodell: Würde er ab Morgen damit aufhören und es nie wieder tun, wärest du immer noch unglücklich, denn es ist ja nicht sicher, dass er wirklich aufhört. Er könnte es heimlich weiter machen und das ist auch gut möglich. Ob er es also heimlich tun würde oder nicht, lässt sich nicht beweisen. Und dann kann er es auch gleich heimlich weiter machen, denn den Verdacht hättest du eh. Und die Trennung winkt.

Noch abstruseres Denkmodell: Er könnte ja BEWEISEN, dass er es nicht mehr tut. Oder dir Kontrollmöglichkeiten einräumen. Oder du könntest deine Kontrollen perfektionieren. Das alles läuft auf eine schnelle Trennung hinaus, denn in "kontrollierten Beziehungen" ist die Liebe blitzschnell verschwunden. Man beendet sie oder beide leiden.

Zurück zum Ausgang: Das Problem liegt in deinem Wissen und den Bildern, die dadurch bei dir entstehen. Und es sind keine schönen Bilder, wenn man sich vorstellen muss, einen dauerwichsenden Partner zu haben. Dabei ist unwichtig, ob er es weiter macht oder nicht. Die Bilder sind da.

Übrigens wären auch die Bilder nicht schöner, die entstehen würden, wenn du dir vorstellst, dass er mit 50 verschiedenen Frauen im Jahr Sex hatte. Die finde ich ungleich schwieriger, aber die sind weit weg, sie sind Vergangenheit. Sein Pornoproblem ist Gegenwart. Darum belastet es dich. Wenn es auch soweit weg ist, wie sein extremes Sexualleben, wird es leichter. du kannst es in dein Bild von ihm integrieren, so wie du sein Sexualleben integriert und akzeptiert hast.

Mein vorsichtiger Lösungsvorschlag geht also dahin, dass du erstens ernst nimmst, was er gesagt hat. Er war traurig, hatte sogar Tränen, denn er will dich ja weder betrügen noch verletzen. Er will dir nicht mal "seine Orgasmen wegnehmen", die spart er weitgehend auf. Er tut das alles also nicht, um dir zu schaden, sondern er tut es, weil das "in ihm so entstanden ist". In seiner Welt gehört das zum Alltag. Und wenn er es durch die Augen eines anderen sehen würde, würde er sich auch nicht mehr leiden mögen. Nimm also ernst, dass er bedauert, dass du leidest und dass du nun leider ein völlig anderes Bild von dir haben musst.

Er meinte nun, dass es eine Sucht ist, dass er wie ein Junkie ist und gar nicht wirklich interessiert ist, sondern nur klickt, ein wenig schaut, manchmal an sich herumspielt (meist ohne Orgasmus) und er das selbst nicht gut findet und er dies ändern möchte, weil er 1. mich liebt, 2. mich nicht verlieren möchte, 3. mit unserem Sex sehr zufrieden ist.

Er wirkte sehr berührt, er hatte sogar Tränen in den Augen, hatte Angst, dass ich die Beziehung beenden könnte (ich sagte auch tatsächlich, dass mir diese "Qualität" der Beziehung nicht gefällt), er versprach das zu ändern, könnte es nicht fassen, als ich ihm sagte, dass es schwierig ist ihm zu vertrauen, weil ich ja nun nicht weiß, was er mir verschweigt, ich Angst habe, dass ich auf mehr draufkomme, usw.

Nimm ernst, dass er alles tun wird, um dich nicht zu verlieren, nicht zu enttäuschen und nicht zu verletzen. Das ist alles was er tun kann. Alles andere wäre Unsinn und schädlich für die Liebe (Kontrolle, beweise, siehe oben).

Der zweite Schritt ist, dass du dich mit dem neuen Bild von ihm zu versöhnen beginnst. Das neue Bild ist das eins extrem sexualisierten Mannes, der mehrere Stunden täglich seine Sexualität an der Oberfläche auslebt und nicht nur im Unbewussten. Im Unbewussten tun das Millionen. Wie viele das im Unbewussten tun, weiß aber niemand. Wenn sie es im sichtbaren (wenn auch verborgenen) Bereich tun, kann es entdeckt und damit öffentlich werden. Das sollte soweit wie möglich verhindert werden. Seine extreme Sexualität ist SEIN Problem, das er auf SEINE Weise zu lösen versucht, und zwar möglichst ohne dir dabei etwas wegzunehmen. Du müsstest ihm also glauben, dass er das ändern will – ohne ihn dann kontrollieren zu wollen.

Mit diesem neuen Bild zu versöhnen ist verdammt schwierig, aber es ist möglich. Denn als Belohnung wirkt eine schöne Liebe, die du bisher genossen hast und auch weiter genießen darfst. Es sei denn, du trennst dich. Dann aber bestrafst du dich selber mindestens ebenso wie ihn. Das ist wie mit der Biene. Die kann einmal stechen, dann stirbt sie. Bei euch stirbt dann die Liebe. Das muss nicht sein, wenn du klug mit dem umgehst, was nun dummerweise öffentlich geworden ist.

Fazit. Das Problem ist nicht seine überdimensionierte Sexualität, sonder dass du es WEISST. Und er weiß, dass du es weißt. Und nun könnt ihr klug damit umgehen, Verabredungen treffen, was in seine Welt (und nur in seine Welt) gehört und was in Eure und deine Welt gehört. Das muss die Beziehung nicht dauerhaft belasten. Aber es wird eine Zeit in Anspruch nehmen. Ich hoffe, ihr könnt eure Liebe retten.

EdvolWu*zzxer


Super Beitrag von Oldie49. :)= :)= :)=

Jeder hat seine Vergangenheit. Diese lässt sich in einer neuen glücklichen Beziehung nicht einfach ausschalten. Da gibt es Gewohnheiten, die wie ausgetretene Trampelpfade weiter im Gehirn existieren und es dauert eine Weile, bis diese zugewachsen sind.

Ihr könnt darüber reden, dass finde ich schon mal gut. Er hat nie versucht es abzustreiten zu vertuschen oder dicht bewusst hinters Licht zu führen. Er will sich ändern. Für mich klingt er glaubhaft und vertrauenswürdig. Hilf du ihm dabei und du hilfst dir und euch. Gib ihm den nötigen Vertrauensvorschuss und er wird es dir danken.

Die Akribie deiner Nachforschungen halte ich allerdings für grenzwertig. Sorry, das wirft kein gutes Licht auf DICH. Überdenke, was du da tust, vor allem, woher der Antrieb dazu kommt, ob du das selber gut findest und ob du es ändern oder abstellen kannst. Ganz zuletzt muss man seinem Partner im wahrsten Sinne des Wortes blind vertrauen (können/wollen).

Sein Sexualtrieb ist ganz offensichtlich ausgeprägter als bei anderen Männern. Das Gegenteil davon wäre möglicherweise sehr viel schlimmer.

Viel Glück euch beiden!

PS: Mit seinem Sexualverhalten ist er übrigens keine große Ausnahme, sondern befindet sich meiner Erfahrung nach in bester männlicher Gesellschaft. Wie er damit umgeht und sich dir gegenüber gibt, macht ihn aus.

t7raurxig31


Danke mal an ALLE, die geantwortet haben... :-)

@ Aedgiva

Das ist es ja... er könnte auch den Job verlieren. Und sowas hatten wir schon mal, bevor wir richtig in eine Beziehung starteten. Da weckte ich ihn 20 Minuten nach Arbeitsbeginn und anstatt sich beeilen, schaute er Pornos. Damals erzählte er mir das, es war okay für mich, dass er Pornos schaute, weil wir nicht zusammen waren... Aber wenn sowas öfter passiert könnte er tatsächlich den Job verlieren.

@ TOFU

Ja, das haben wir. Er sagte mir, dass er wie ein Junkie ist.. er klickt, schaut, klickt weiter, usw... - manchmal spielt er an sich herum, aber wenn er weiß, dass wir uns am gleichen Tag sehen, dann hört er rechtzeitig auf. Das war dann auch okay für mich, ich wollte auch nicht moralischer sein, als es sein sollte.

@ Verhueter

Das genügt es schon, wenn man "Tagesschau" schreiben will und unten alle Seiten mit "T" wie "Teens" gelistet werden, die man besucht hat.

Ich finde schon, dass mich das was angeht... - wenn Du es anders siehst, respektiere ich DEINE Einstellung, bitte aber auch darum, MEINE Einstellung zu respektieren.

@ JuliaT

Ja genau, ein Porno hier, ein Porno da würde mich nicht stören.

Gestern waren es aber nahezu 6 Stunden... :-(

Danke für die Wünsche!

@ Oldie49

Danke für die ausführlich Analyse :-)

Also: JA, es stimmt, dass es mich stört, weil ich es nun WEISS. Und würde ich es nicht wissen, dann würde es mich weniger stören. Auch wahr. Ich wusste es eigentlich schon, denn wir hatten darüber gesprochen. Und wir hatten vereinbart, dass es OKAY ist, wenn es nicht zu viel ist, wenn es an Tagen passiert, wo wir uns nicht sehen, usw... - aber wir sprechen nun von ca. 6 Stunden gestern.

Das ist eindeutig too much!

Er muss gar nicht "aufhören", ich bin nicht stur oder starrsinnig. Ich will ihm auch relativ viele Freiheiten geben. Es stellt sich somit nicht mal die Frage, ob er aufhören muss oder weitermachen kann (denn er KANN!), aber es sollte in mehr "gesunden" Bahnen verlaufen.

Zwei Mal pro Woche vielleicht insgesamt eine halbe Stunde Pornos schauen ist ja gut und schön, dagegen hätte ich nichts einzuwenden, das würde ich mit Handkuss nehmen. Aber wir sprechen von etwa 20 Stunden in den letzten 5 Tagen... - das hat er nun SELBST(!) herausgefunden, als er nach dem Aufstehen seinen Verlauf angesehen hat.

Kontrollieren will ich das nicht. Das ist mir zuwider. Ich würde nicht sagen, dass ich gar nichts kontrolliere, aber ALLES ist mir dann doch zu stressig. Das IDEAL ist ja eine Beziehung, wo man sich vertrauen kann. Kann man das, muss man nix mehr kontrollieren.

Ich hab wirklich keinen Bock mich anzuschleichen, wenn er Pornos schaut, um ihn dabei zu ertappen. Das wäre mir zu dumm. Wichsen tut er eh nicht, wenn ich im gleichen Raum oder Nebenraum bin und alles andere muss ER in den Griff kriegen. Ich kann ihn unterstützen, aber....

Was Du am Ende geschrieben hast klingt gut. Er schlief bis etwa 9 Uhr und kam dann zu mir. Er startete von sich aus das Thema, dass er mit Pornos "aufgewachsen" ist und die Pornos sozusagen als sein Ideal galten. Er hat auch seine Frauen so behandelt. Nun ist er aber erstmals verliebt (empfindet Liebe) und merkt, dass unsere Sexualität eine andere ist, als in den Pornos oder mit den anderen Frauen bisher. Er meinte auch, dass er sich nun selbst "disgusting" findet (er benutzt dieses Wort immer wieder) und dass er sich schämt. Das alles wirkt echt, nicht gespielt. Also möglicherweise hat er es eh selbst gecheckt...

Bezüglich "Schluss machen": das war nicht geplant. Macht auch keinen Sinn. Unter dem Strich hat er ja "nur" Pornos geguckt...

(DANKE NOCHMALS für Deine ausführlichen und wirklich tollen Zeilen)

TSOFU


Wenn Ihr darüber intensiv redet dann vertrau Ihm doch, und ich würde an Deiner Stelle es wirklich lassen, so vehement auf die Uhr zu schauen, wann er wie / wo und warum im Internet auf solchen Seiten ist. Vertrau Ihm, das ist denke ich eine gute Basis :)* @:)

VxerhueBt_e(r


Das genügt es schon, wenn man "Tagesschau" schreiben will und unten alle Seiten mit "T" wie "Teens" gelistet werden, die man besucht hat.

Das hat nichts mit Google zu tun. Das ist der normale Browserverlauf. Dann ist er natürlich selbst schuld, wenn er das nicht trennt. ;-)

Ich finde schon, dass mich das was angeht...

Okay, aber wieso? Das war ja meine Frage.

Selbst wenn er sich dazu einen Orgasmus beschert, sollte dich das nichts angehen. Anders wäre es, wenn dadurch euer Sexualleben leidet.

t|rau%rigx31


@ Evoluzzer

Bevor du auf mich losgehst, hier mal die Fakten:

Ich hab noch NIE seinen Laptop berührt...

Er hatte meinen Dutzende Male benutzt...

Ich wollte meinen zu später Stunde nicht mehr einschalten, deshalb wollte ich 3-4 Webseiten auf seinem klicken.

Bei TAGESSCHAU (mit "T") kamen schon die TEENS-Vorschläge in der Leiste..

Ähnlich war es dann mit FAZ ("F" wie "F++++)...

Ich fragte ihn dann, warum da so viele Sexseiten in der Leiste sind...

Und dann öffneten wir den Verlauf.. er war neben mir.. es war okay für ihn...

CVombran


das hat er nun SELBST(!) herausgefunden, als er nach dem Aufstehen seinen Verlauf angesehen hat.

Schön, dass Chrome alles minutiös protokolliert. ;-)

Wer so eine Sucht entwickelt (egal worauf) merkt oft gar nicht, wie tagesbestimmend diese Tätigkeit sein kann.

Ich finde allerdings (als Mann) sein Verhalten schon auf gewisse Weise atypisch. Dass man stundenlang an sich herumspielt, ohne einen Höhepunkt zu haben, ist nicht unbedingt ein normales Porno-Verhalten. Vielmehr werden Pornos sonst als Stimulanz genutzt, um eben möglichst schnell befriedigt zu sein. Du schriebst aber, dass der Sex gut laufen würde. Er hat also keine "Probleme", nicht mehr stimuliert zu werden. Mein erster Gedanke war, dass er sich bei den stundenlangen Pornos "trainieren" würde, um im Bett eine optimale "Performance" abzuliefern. Also lang zu können, eine gute Menge abzuspritzen usw.. Vielleicht liege ich da falsch, aber möglicherweise steckt dahinter eine bewusste oder unbewusste Motivation. Er hat es mit dem Sex ja auch in der Vergangenheit sehr sportlich gemeint. Sollten hier Unsicherheiten vorliegen, dass er an sich selbst zu hohe Ansprüche stellt (die ja wiederum durch professionelle Pornos angekurbelt werden - Teufelskreis), solltest du mal behutsam versuchen, dieses Thema anzuschneiden und zu schauen, ob ich damit möglicherweise richtig liege. In dem Fall läge das Problem nämlich tiefer als plumper Pornokonsum.

Egal, was ihn dazu treibt, die Menge des Konsums ist in der Tat auffällig.

Nun, wir hätten dann eine längere Diskussion und ich meinte, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich ihm überhaupt vertrauen kann, wenn er hinter meinem Rücken das macht.

Wäre es dir lieber, wenn er es offen macht? Dann wäre diese Kritik ausgehebelt. Aber ich glaube, dir geht es um etwas anderes.

Einerseits ist mir das alles zutiefst zuwider, andererseits wäre es aber auch übertrieben, ihn deshalb zu bestrafen oder gar zu verlassen.

Was genau ist dir "zuwider"? Pornos im Allgemeinen? Oder die Menge des Konsums? Ich glaube, die Wortwahl wird dem Problem nicht gerecht. Pornos zu betrachten ist letztendlich, die Sexualität Dritter zu betrachten. Man muss es nicht mögen, aber in der Regel wird dort etwas gemacht, was man in der Beziehung genauso tut. Natürlich in einer größeren Vielfalt der Spielarten. Und nein, ich würde dir auch nicht raten, ihn zu verlassen oder zu strafen. Du scheinst mit dem Sex zufrieden zu sein und kommst nicht zu kurz, er hat dich auch nicht betrogen. Eigentlich vermisst du nichts. Du störst dich daran, was er darüber hinaus für sich tut. Und das finde ich eher bedauernswert, als dass man auf ihn wütend sein müsste. Schließlich ist eine Sucht mit so hoher Dosis ein Zeichen, nie zufrieden zu sein. Er ist getrieben.

Sucht gemeinsam die Gründe und baut Vertrauen auf. Du wirst vermutlich mehrere Runden brauchen, um seine Motivation zu verstehen (oder er selbst). Und ich würde nicht da ansetzen, was es für dich bedeutet. Sondern vor allem auch für ihn. Nämlich verlorene Lebenszeit, Zwangsgedanken, soziale Risiken (Pornokonsum am Arbeitsplatz, Vernachlässigen der Familie).

SlchtwaTrz?66x6


Das ist ja schon minutös recherchiert. Sone Frau würde ich nicht haben wollen.

Andererseits verstehe ich die Typen auch nicht, jeder Browser bietet heutzutage die Möglichkeit, Cache und Verlauf beim Beenden automatisch zu löschen, sowie Suchvorschläge zu deaktivieren. Mach deinem Freund mal den Vorschlag, diese Einstellungen zu setzen, dann hast du weniger Stress mit Recherchearbeit... ;-)

ttraNurigx31


@ Comran

Nein, Pornos allgemein sind mir nicht zuwider. Immerhin hatten wir ja das Gespräch, dass es okay ist, Pornos zu schauen. Es muss halt nicht sein, wenn wir zusammen sind und stattdessen Sex haben können. Er oder ich sind immer wieder mal 1-2 Tage weg... das kommt so 1-2 x pro Monat vor... wenn man es dann macht (oder wenn wir "Jahre" zusammen sind), dann wäre es für mich mehr okay.

Mich stört einfach, dass er 6 Stunden Pornos schaut, während ich herumfahren und arbeiten muss. Oder dass er auf Pornoseiten klickt und wenn er hört, dass ich näher komme, klickt er die weg und wenn ich wieder weg bin klickt er die an...

Sowas stört mich viel mehr.

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