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Gemeinsam einsam...

Alias 746696


Ihr habt definitiv kein Verhütungsproblem... Und kein Problem was durch die Vasektomie behoben würde. Entweder er hat chronischen Teststeronmangel oder er hat Stress oder andere Sorgen oder Du bist für ihn zwar eine nette, liebevolle Frau zum kuscheln, aber keine Frau, die ihn sexuell erregt.

Ganz genau diese Gedanken mache ich mir auch! Und auch damit habe ich ihn konfrontiert.. aber er sagt, das sei alles nicht so... Meine Bitte, sich doch einmal bei einem Arzt vorzustellen, hat er kopfschüttelnd abgewiesen. Meine Frage, ob ihn etwas arg bedrückt, hat er verneint. Meine Frage, ob ich für ihn sexuell attraktiv bin, hat er sehr nachdrücklich bejaht und mich gefragt, ob ich das nicht merke, weil er mir ja öfter mal an den Hintern fasst etc... Äh.... nein.. merke ich nicht, auch wenn er mir 100x auf den Hintern tatscht... :-(

E!inMaxnn65


Ich stell mir vor, der Mann hat Angst! Angst vor dem Eingriff (bin ich nachher noch ein richtiger Mann??) und auch Angst, es dieser Frau nicht recht zu machen. Verhütungsproblem, früher immer Sex ohne, das ist ein grosser Unterschied. Meine Frau war auch sehr verkrampft, weil sie Angst hatte, dass Spiral und Kondom zusammen noch unsicher seien, dann lieber gar kein Sex.

Es gibt immer Gründe, keinen Sex zu haben, aber es gibt auch viele Gründe, gerade ganz bewusst Sex zu haben und zu pflegen, weil das eine wichtige Basis eine Beziehung ist und oft Beziehungsprobleme mit Sex gelöst oder entschäft werden können. Aus der Tierwelt weiss man, dass z.B. die Bonobos Sex in der Gemeinschaft zu haben, um Frieden zu stiften oder zu bewahren.

Also hier sollten beide Seiten etwas unverkrampfter miteinander sein...

RfalKph_MHH


Es gibt auch Sexualtherapeuten.

N'uollac~htfuenfIzehn


Sorry dass ich das so unverblümt sage, aber du lässt dich komplett hinhalten und ver*rschen... Wenn ihm der Sex wirklich fehlt, könntet ihr doch einfach mal "üben" mit Kondomen, das kriegt man ja wohl nach ner gewissen Gewöhnungszeit hin... Oder er isst einfach mal tagsüber ausreichend, damit er sich nicht bis zur Besinnungslosigkeit mit Essen vollstopft wenn er nach Hause kommt (ist eh mega ungesund), oder es gibt halt erst mal ein Sandwich für den ersten Hunger. Was hat er denn jeden Tag für Schmerzen? Schick ihn zum Arzt, wenn ihn das so beeinträchtigt! Es tut mir leid, aber der Typ hat offensichtlich keine Lust mehr auf dich, sonst wäre er doch bereit, irgendwas zu ändern... Oder er hat generell keine Lust auf Sex (denke ich aber nicht wenn du sagst, er befriedigt sich mehrfach am Tag selbst), dann sollte man in einer Ehe aber auch darüber reden und Lösungen suchen können. Es sei denn, er tobt sich doch anderweitig aus und kommt dann nur zum kuscheln nach Hause :=o

R?al@p9h_HxH


Meine Bitte, sich doch einmal bei einem Arzt vorzustellen, hat er kopfschüttelnd abgewiesen.

Wenn er zu jeder Option nein sagt, bleibt am Ende die Option, sich zu trennen. Will er das? Die Option solltest Du ihm mal andeuten, Deine Geduld ist endlich, wie sich hier im Thread zeigt.

Ich halte den Arzt für sinnfrei. Was soll der tun. Allenfalls ein Psychologe vielleicht oder ein Sexualtherapeut. Oder er wäre bereit, Viagra zu probieren, dazu braucht es ein Rezept.

Er muss das Problem lösen wollen, er muss eine Lösung finden mit seiner Lustlosigkeit. Sonst bist Du irgendwann weg. Das muss er begreifen. Um tätg werden zu wollen, braucht es Leidensdruck, den hat er nicht. Den aufzubauen ist schwer, denn außer der Trennung bleibt da nicht viel. Aber umso realer wird genau die. Also konfrontier ihn damit.

Ephemalig8er Nutz`er (#59#8213)


Er muss das Problem lösen wollen, er muss eine Lösung finden mit seiner Lustlosigkeit.

Vorsichtiger Einwand:

Hier werden Schuldzuweisungen gemacht. Das ist nicht hilfreich! Ich bestreite gar nicht, dass er einen grossen Anteil an dem sexuellen Ungleichgewicht hat. Trotzdem gibt es auf diesem Gebiet kein "Du bist Schuld!" Irgendwie sind immer beide betroffen! Das genau aufzudröseln übersteigt bei weitem die Möglichkeiten dieses Forums. Dennoch rate ich dringend Schuldzuweisungen zu vermeiden! Das verhärtet die Situation nur noch mehr.

Eine systemische Paarbetrachtung oder eine Familienaufstellung ist in diesem Fall lösungsorientierter.

Rgalph_xHH


Ich stimme Dir zu. Schuld ist eine Sache, nach der man nicht suchen sollte. Die Bestimmung eines Schuldigen löst kein Problem, sie schafft nur neue.

Aber... Um ein Problem zwischen zwei Menschen zu lösen, gibt es mehrere Ansätze und alle bedingen, dass beide Partner da mitwirken. Wenn sich einer stets allen Lösungsansätzen verweigert, dann geht das so nicht. Und dann bringt es auch nicht, an sich selber zu arbeiten, wenn der andere nicht mitmacht.

Alias 746696


Hallo Zusammen,

bitte entschuldigt, ich kam am Wochenende nicht an meinen Laptop, das Ding streikt :(v

Also... es hat zum Wochenende dann noch einmal so richtig gescheppert zu Hause. Ich war einfach nur noch traurig über die Situation und konnte das auch nicht mehr verbergen.

Als er mich in die Arme nahm, flossen einfach nur noch die Tränen...

Wir haben uns dann eine Weile sehr ruhig über das Thema unterhalten und ich habe ihm endlich (glaube ich) deutlich machen können, wie sehr mich die Situation belastet. Er war sehr bedrückt und sagte, dass er auf gar keinen Fall will, dass ich wegen ihm traurig und so bedrückt bin. Tja... wer will das schon, wenn man seinen Partner liebt.

Er sagte, dass ihm die Situation ebenfalls nicht gefällt und ihm die Zweisamkeit ebenfalls fehlt und wir da raus finden, notfalls auch mit Hilfe.

Er war zwar noch nicht soweit, dass wir sofort Hilfe in Anspruch nehmen, aber er hat es zumindest nicht ausgeschlossen. Immerhin schon ein kleiner Fortschritt. Ich habe ihm dann auch nochmal sehr deutlich gemacht, dass ich jetzt nicht noch wochenlang um das thema herumeiern will und werde und dann verläuft es wieder im Sande und es knallt wieder und wieder und wieder...

Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht zusehe, wie wir auf die Katastrophe zusteuern. Die Katastrophe wäre nämlich, wenn es bis zur Vasektomie (bzw. dem Go vom Arzt) so weiter ginge und die Erwartungshaltung dann einfach derart hoch ist, dass er 1. immensen Druck und und 2. diese Erwartungen auf gar keinen Fall erfüllt werden können. Denn ich denke, auch wenn wir das Go haben, wird es noch eine ganze Weile dauern, bis sich die Situation entspannt. Wenn.. ja wenn es denn wirklich nur daran liegt, was ich ja noch immer anzweifle.

Naja.. er hat angeboten, mich zur Entspannung zu massieren. Er wollte mir etwas Gutes tun, weil er mich nicht weinen sehen kann und wollte mir eine Freude machen. Ich habe zugestimmt, habe aber mit nichts gerechnet! Also, jedenfalls nicht mit mehr, als einer Massage!

Aber.. es gab mehr. Viel mehr! Er war wie ausgewechselt, so wie ich ihn kennengelernt habe. Es ging alles ohne Planung, ohne Absrache oder vorherige Ankündigung, ohne Badewanne vorher... Einfach so und wirklich g....enial ]:D

Daraufhin war das Wochenende zwischen uns wirklich schön, weil ich auch sonst wieder Nähe zulassen konnte wie Kuscheln etc.. Das ist ihm auch aufgefallen und er hat das wohl sehr vermisst.

Seit gestern ist er allerdings krank. Ich hab ihm gesagt, dass ich natürlich jetzt wo er krank ist das Thema ruhen lasse und er den nächsten Schritt tun muss, wenn er wieder fit ist. Ich hab das ganz bewusst gemacht, denn ich kenne ihn ja... Eine Woche nicht drüber gesprochen und schwupps, ist das Thema aus den Augen und aus dem Sinn.

Mal abwarten, wie es jetzt weitergeht... Ich weiß, dass wir an dem Thema noch lange knabbern werden, mit für mich noch völlig unklarem Ausgang...

Liebe Grüße....

ROalphx_HH


Aber.. es gab mehr. Viel mehr! Er war wie ausgewechselt, so wie ich ihn kennengelernt habe. Es ging alles ohne Planung, ohne Absrache oder vorherige Ankündigung, ohne Badewanne vorher... Einfach so und wirklich g....enial ]:D

Und wie jetzt? Mit Kondom?

Alias 746696


Unfuchtbare Zeit und ... es ging dann auch mal was Anderes, als nur Penetration ;-)

t%emaxre


Liebe Alias,

ich habe nun deinen Faden, zumindest deine Beiträge hier durchgelesen. In deinem Eingangsposting hast du um die Einschätzung von Männern gebeten, die ich dir nun gerne geben mag.

Wie du schon selbst erkannt hast, habt ihr kein Verhütungs- sondern ein Beziehungsproblem.

Ich bin selbst vasektomiert und habe mich vor diesem Schritt auch intensiv damit beschäftigt. Viele Männer haben Angst, sich danach nicht mehr als Mann zu fühlen und bekommen Erektionsprobleme.

Er hat jetzt schon Erektionsprobleme (siehe Kondom) schiebt diese aber auf das Kondom, was ich gerade aufgrund seiner Vergangenheit als Freier als glatte Lüge bezeichnen würde.

Meine Vermutung ist eine andere. Du schreibst, dass dein Mann eine sehr bewegte sexuelle Vergangenheit mit wahrscheinlich einer Vielzahl von unterschiedlichen Sexualpartnerinnen hatte. Für ihn hat es sicher einen hohen Reiz (gehabt) ständig mit neuen Partnerinnen verkehren zu können.

Kann es sein, dass dein Mann pornosüchtig ist?

Durch die Ehe mit dir hat er sich selbst die Monogamie auferlegt. Ich vermute, dass er deshalb sehr intensiv Pornos konsumiert und dabei ausgiebig masturbiert. Dies ist sein Ersatz für die fehlende "Vielfalt" in seinem Sexualleben.

Intensiver Pornokonsum führt jedoch dazu, dass in eurem Falle die Attraktivität der einzig verbliebenen Partnerin abnehmt. Du bist nicht mehr neu für ihn und hast damit deine Attraktivität eingebüßt.

Es gibt dazu wissenschaftliche Untersuchungen und ich habe diese Informationen aus einem Link, den ich in einem Faden hier im Forum gefunden habe. Ich werde versuchen ihn noch zu finden und ihn hier einstellen, da ich dich als Alias, glaube ich, nicht direkt anschreiben kann.

Er kriegt also nicht wegen dem Kondom keinen hoch, sondern wegen seiner Pornosucht.

Die gute Nachricht ist, dass die durch Pornokonsum bedingte Erektionsschwäche reversibel ist, sofern man dazu bereit ist auf Pornos zu verzichten.

Ansonsten kann ich nur schreiben, dass dich dein Mann verarscht, da er dir immer wieder Zugeständnisse macht, die er nicht einhält. Ich weiß nicht, ob er wirklich glaubt, das die Vasektomie sein Problem löst.

Ich glaube es nicht, wenn er wirklich pornosüchtig ist und nicht bereit ist, damit aufzuhören.

ttemxarxe


Ach ja und von wegen Schmerzen, voller Bauch, Stress im Job etc.

Hatte er das auch schon als er in den Bordells die Prostituierten flach gelegt hat! ]:D

tTemGarxe


Ich habe sogar den link wiedergefunden:

[[https://youtu.be/wSF82AwSDiU]]

Alias 746696


Lieber temare,

vielen lieben Dank für deine männliche Einschätzung ;-) Genau das habe ich ja hier gesucht!

Ich will mal auf einige Punkte eingehen:

Kann es sein, dass dein Mann pornosüchtig ist?

Diese Frage habe ich mir in der Tat noch gar nicht gestellt... Ich hielt das für relativ normal |-o Aber.. jetzt wo du mich so direkt fragst.. kann ich das nicht ausschließen!

Dies ist sein Ersatz für die fehlende "Vielfalt" in seinem Sexualleben.

Eine sehr interessante Theorie und Gedanken in der Art hatte ich auch schon. Wie du ganz richtig schreibst, hatte er vor mir viele, sehr viele verschiedene Sexualpartnerinnen und ich hab mich eh schon gefragt, wie er das den Rest seines Lebens mit nur einer Partnerin aushalten will, wenn ich ehrlich bin... Andererseits war unser Sex wirklich richtig gut und Abwechslungsreich, jedenfalls zu Beginn. Da hatte ich ja noch positive Gedanken dazu...

Die gute Nachricht ist, dass die durch Pornokonsum bedingte Erektionsschwäche reversibel ist, sofern man dazu bereit ist auf Pornos zu verzichten.

Immerhin mal gute Nachrichten zu dem Thema :-D Also, ich werde mir den Link ansehen und diesen dann auch mit meinem Mann zusammen anschauen.

Ich glaube, wenn es so ist, ist es ihm nicht bewusst. Überhaupt glaube ich, dass er fest daran glaubt, dass die Vasektomie das Problem lösen wird!

Hatte er das auch schon als er in den Bordells die Prostituierten flach gelegt hat! ]:D

Das hatte ich auch nochmal angesprochen ;-) Er sagte das war zu einer Zeit, in der er viel Alkohol getrunken hat und er war da meist betrunken. Er ist im real life schon recht schüchtern, wenn er getrunken hat ist er ganz anders. Klar, die Hemmschwelle sinkt.

Aus dem Alkoholproblem hab ich ihn übrigens seiner Zeit herausgeholt..... Meine Einwände, dass das alles auch noch damit zusammenhängen kann (und ein Stück weit wird!!!) tut er ab. Klar, ist ja unangenehm. Ich hab das mit dem Alkohol hier aber ganz bewusst noch nicht erwähnt, weil sich wahrscheinlich alle darauf gestürzt hätten.

Aber er kann ja... es ist ja nicht so, als ob es nicht geht.

Vielen lieben Dank nochmal! @:)

t2eJmarxe


Andererseits war unser Sex wirklich richtig gut und Abwechslungsreich, jedenfalls zu Beginn.

Auch das würde zu der Theorie der Pornosucht passen. Jede neue Partnerin ist sexuell attraktiv und sobald der "Neuigkeitseffekt" weg ist, sinkt die Attraktivität.

Er sagte das war zu einer Zeit, in der er viel Alkohol getrunken hat und er war da meist betrunken.

Da habe ich so meine Zweifel, ob das der Wahrheit entspricht oder nicht doch eher eine Schutzbehauptung ist, um das Thema Bordell dir gegenüber abzuschwächen.

Ganz ehrlich, bei den meisten Männern, mich eingeschlossen, nimmt die Erektionsfähigkeit unter Alkoholeinfluss stark ab.

Da du ja bereits den starken Alkoholkonsum und auch das Rauchen erwähnt hast, scheint dein Mann zumindest grundsätzlich suchtgefährdet zu sein, oder?

Noch etwas zur Vasektomie! Ich habe es selbst machen lassen und bin der Meinung man sollte sie nur machen lassen, wenn man selbst hundertprozentig davon überzeugt ist, dass man keine Kinder (mehr)will und ansonsten das Sexualleben vollkommen in Ordnung ist.

Aufgrund deiner bisherigen Schilderungen und ohne vorherige Lösung eures Problems sehe ich durchaus die Gefahr, dass dein Mann dies Vasektomie dann als Vorwand nehmen könnte, dass er nun doch nicht kann. Wenn du mal Vasektomie googelst wirst du auch auf Foren stoßen in denen das PVS (Post-Vasektomie-Syndrom) thematisiert wird. In diesem Zusammenhang spielt, ohne die medizinischen Risiken diese Eingriffs schmälern zu wollen,auch die Psyche eine große Rolle.

Ich bin gespannt auf deine weiteren Berichte.

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