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Soll ich mich entschuldigen?

GBrxott4ixg


Elisada21.12.17 20:36

Ich denke, niemand hier hat das Recht zu entscheiden, wann ein Nutzer "genug" Gehör und Hilfe erfahren hat.

Deswegen möchte ich noch einmal an alle appellieren, die denken, dass sie nichts mehr beitragen können, dass sie alle Tipps gegeben haben, die sie geben konnten, sich dann nun einfach auch zurückzunehmen.

Es geht nicht darum, wann ein Nutzer genug Gehör und Hilfe erfahren hat.

Aber jede Hilfe hat auch Grenzen und manchmal ist es hilfreich mal Grenze aufzuzeigen, trägt zur Gesundung ebenso bei, meist besser als nur hei tei tei.


Ich kann mich nur wiederholen: Wenn du denkst, an deine Grenzen gekommen zu sein, Grottig, dann musst du hier ja nichts mehr schreiben. Anderen sollte es aber erlaubt sein, ihre Gedanken und möglicherweise auch weitere Ratschläge hier noch einzubringen.

Solltest du allerdings nicht von deiner Grenze, sondern von der Grenze des Forums geschrieben haben, so kann ich wiederum versichern, dass wir diese noch nicht erreicht haben. Ich bin mir sicher, dass die zum Teil sehr unverblümt geschriebenen Beiträge, also die jenseits von "hei tei tei" und damit die, die du als hilfreich empfindest, von ihr gelesen wurden. Ob sie tatsächlich hilfreich waren, ihr also weitergeholfen haben, kann nur Sheilagh beantworten.

K]rabberlkäfexrle


Wie gehts für dich und dein Baby nun weiter Sheilagh?


2 OT-Beiträge gelöscht.

GBro5ttixg


Ich kann mich nur wiederholen: Wenn du denkst, an deine Grenzen gekommen zu sein, Grottig, dann musst du hier ja nichts mehr schreiben. Anderen sollte es aber erlaubt sein, ihre Gedanken und möglicherweise auch weitere Ratschläge hier noch einzubringen.

Solltest du allerdings nicht von deiner Grenze, sondern von der Grenze des Forums geschrieben haben, so kann ich wiederum versichern, dass wir diese noch nicht erreicht haben. Ich bin mir sicher, dass die zum Teil sehr unverblümt geschriebenen Beiträge, also die jenseits von "hei tei tei" und damit die, die du als hilfreich empfindest, von ihr gelesen wurden. Ob sie tatsächlich hilfreich waren, ihr also weitergeholfen haben, kann nur Sheilagh beantworten.

Meine Grenze war insofern niemals erreicht, in dem ich sie sofort gezogen habe und in sheilaghs Fäden nie mitgeschrieben habe. Ich habe ihr tatsächlich nur in diedem Faden hier etwas geschrieben.

Den Rest lasse ich unkomentiert.

apvanxti


Hallo sheilag,

ich hab schon lange nichts mehr hier geschrieben, aber ich möchte doch was hier lassen, von einer anderen Seite betrachtet.

Es wurde ja mehrfach geschrieben, dass du für dich entscheiden kannst, in einer dysfunktionalen und destruktiven Beziehung zu bleiben, das ist völlig okay. Erfahrungsgemäß ziehst du aus der Beziehung einen Gewinn, der größer ist als der zu erleidende Verlust ohne dieses System. Bis dahin fein. (Es wäre natürlich interessant, sich das mal anzuschauen, aber das ist dir überlassen).

Weniger schön ist es natürlich für dein Kind, für ihn gibt es hier keinen Gewinn, das wurde ja nun auch schon mehrfach erwähnt. Hast du überlegt, dir Hilfe vom Jugendamt zu holen? Die ist ja unterschiedliche geartet und kann deinem Kind eine wertvolle Unterstützung sein in seiner schwierigen Situation.

Ergänzend muss ich sagen, ich habe im Job schon mehrfach KIndeswohlgefährdungsanzeigen gemacht bei gewalttätigen Beziehungen. Es wird dir nicht gefallen, aber deine Beziehung wäre für mich mindestens ein Grenzfall, in dem ich das gegebenenfalls täte. Ich finde, dein KInd hat das REcht in einem geborgenen und liebevollen Umfeld aufzuwachsen und ich würde mich sehr freuen, wenn du ihm das bald (wieder) bieten könntest.

LRilajLixna


Warum bist du denn so komplett abhängig? Du bist doch Lehrerin (sogar verbeamtet, oder?)

Er wird Anfang Februar ein Jahr alt.

Das Elterngeld würde hier im Süddeutschen Ballungszentrum nicht mal die Miete decken.

Außerdem möchte ich nicht, dass mein Kleiner früh fremdbetreut wird.

Wir hatten es war mal angedacht ihn mit anderthalb bis zwei Jahren fremdbetreuen zu lassen, sind aber dann durch unsere pädagogische Vorbildung und erneute Beschäftigungen und Auseinandersetzung mit dem Thema dazu gekommen, dass wir ihn auf keinen Fall vor dem dritten Lebensjahr fremd betreuen lassen wollen.

Ich verstehe die Prioritäten nicht.

Fremdbetreuung wegen pädagogischer Gründe nicht vor dem dritten Geburtstag, dadurch finanzielle Abhängigkeit und ein Grund, sich nicht zu trennen und auszuziehen.

Dafür aber in Kauf nehmen, das Kind in einer solchen vergifteten, gewalttätigen Athmosphäre aufwachsen zu lassen? Wo bleibt da die "pädagogische Vorbildung"?

Ist es die späte Fremdbetreuung wert, deswegen so lange bei einem Kerl zu bleiben, der gewalttätig ist?

Ich kenn viele Kinder, die keinen Schaden durch frühe Fremdbetreuung erlitten haben (eher das Gegenteil...). Aber sehr wohl viele durch elterliche Gewalt.

R>oger)Rabbixt


Ja, das ist für mich auch unglaublich absurd, was du da beschreibst, LilaLina. Geht es dir tatsächlich um die Fremdbetreuung, Sheilagh, oder geht es nicht vielleicht vielmehr darum, noch nicht wieder arbeiten gehen zu wollen?

HWa+tschNep^sxut_


Und gerade bei solchen Fällen will man ja die Kinder nicht selten frühzeitig rausholen über die fremdbetreuung - damit sie eben die schädlichen Umgebung nicht mehr so intensiv miterleben müssen.

KwletteNrp'fla.nzex80


Wenn man jemandem gerade so viel hilft, dass er es in einer destruktiven Situation weiter aushalten kann, dann stützt man die zugrunde liegende Dynamik. In der Suchtszene nennt man solche Menschen 'enabler'.

Sie selbst schreibt auf die Frage wofür ihr thread hier sein soll:

Ich wollte damit nicht ganz alleine sein.

Wenn wir hier mit ihr sind, sie begleiten und ihr zuhören, wird es leichter aushaltbar für Sheilagh, in einer gewalttätigen Beziehung zu sein. Ist das gut?

Das ist eine generell spannende Frage, die grundsätzlich auch schon mehrfach im Rahmen gesamtgesellschaftlicher Ideen/Phänomene behandelt wurde, beispielsweise dem Sozialismus, wo die Frage heftigst debattiert wurde, ob man das Leid der Arbeiter im Kapitalismus überhaupt lindern dürfe durch einzelne Verbesserungen ohne ihn selber anzutasten, wenn man dadurch möglicherweise dafür sorge, dass der Leidensdruck der Arbeiter und somit auch der Revolutionsdruck absinke und der Kapitalismus gerade dadurch erhalten würde. im Christentum gibts das wiederum in Form des Katechon, der das Böse aufhält, aber dadurch auch die Herrschaft des Guten verzögert. Und das frage ich mich oft genug bei Menschen, die auch gerne mal bei med schreiben, die die besten Freunde sind von unzufrieden Menschen in Beziehungen und gerne selber mit diesen zusammen wären und durch ihre verständnisvolle Art diese Beziehungen überhaupt erst am Leben erhalten, weil sie es ausgleichen. Ähnlich dann hier im Thread, die Leute versuchen der TE zu helfen und genau dadurch tun sie möglicherweise das Gegentel, zumindest langfristig, kurzfristig helfen sie ihr. Vielleicht ist die alles entscheidende Frage was die TE wirklich will (wobei das nicht heßt, dass ihr das wirklich immer klar ist). Man kann auch drogenabhängig oder eben in einer dysfunktionalen Beziehung sein wollen.

Wo es bei mir dann aber aufhört ist, wenn man sein Kind da mit ren zieht, vor allem wenn man anscheinend sonst immer betont wie schlimm das ist für Kinder ist (was es ja auch ist), aber das dann einfach zu ignorieren scheint und Naivität da als Begründung rausfällt.

m]nef


Das Elterngeld würde hier im Süddeutschen Ballungszentrum nicht mal die Miete decken.

Dann verlass doch das Süddeutsche Ballungszentrum mit deinem Kind. Und wenn du wieder arbeitest, nimmst du dir wieder eine zentraler gelegene Wohnung.

Fremdbetreuung nicht zu früh ist generell imho löblich; wenn das Kind zu Hause einen Schlägervater hat, kann es gar nicht genug Fremdbetreuung haben...

BcrieGllau 1x9


Ich verstehe die Prioritäten nicht.

Fremdbetreuung wegen pädagogischer Gründe nicht vor dem dritten Geburtstag, dadurch finanzielle Abhängigkeit und ein Grund, sich nicht zu trennen und auszuziehen.

Dafür aber in Kauf nehmen, das Kind in einer solchen vergifteten, gewalttätigen Athmosphäre aufwachsen zu lassen? Wo bleibt da die "pädagogische Vorbildung"?

Ist es die späte Fremdbetreuung wert, deswegen so lange bei einem Kerl zu bleiben, der gewalttätig ist?

Diese Gedanken kamen ebenfalls bei mir auf. Ohne dich, liebe TE, angreifen zu wollen denke ich mir:

1. [...]

oder

2. Extreme Form der Verdrängung.

Es ist völlig egal, ob dein Partner deinem Kind gegenüber nicht gewalttätig ist. Er bekommt es mit. Vielleicht erstmal nur passiv, aber auch das macht was mit Kindern. Und zu warten bis er sich vor eurem Kind an dir vergreift oder sogar direkt an eurem Kind ist schlichtweg verantwortungslos.

Es gibt mittlerweile sehr viele und gute Anlaufstellen die dir möglicherweise helfen könnten aus deiner Misere rauszukommen. Hättest du kein Kind würde ich sagen "Lass dich verdreschen wenn du noch nicht so weit bist zu gehen ". In diesem Moment sorgst du dich allerdings mit um ein kleines Wesen, welches dieser immer wiederkehrenden Tragödie ausgesetzt ist.

Du hast es letzten Endes eh schon viel zu oft gelesen. Ich wünsche dir Kraft, dass du bald zu einem Absprung bereit bist @:)

0`8>15usxer


Ich kann genauso wenig wie du in die Zukunft sehen. Allerdings wurde mein Partner durch seine Mutter misshandelt, und hat deshalb ein sehr negatives Frauenbild und projiziert hier einiges auf mich.

Dies ist schlimm für mich, ihm auch bewusst und ist Thema in seiner Therapie.

Deshalb gehe ich nicht automatisch davon aus dass er sich gegen das Kind richten wird, ganz im Gegenteil, ich halte das für ausgeschlossen.

Genau das Gegenteil ist der Fall. GERADE deswegen, weil er in der Kindheit selbst mies behandelt wurde, ist er gefährdet selbst mies zu behandeln und speziell auch das Kind, wenn es anfängt eine kleine Persönlichkeit zu werden und hier und da mal unbequem zu werden.

Spätestens in dem Moment wenn jemand wie so ein Kungfu Fighter in die Luft spingen würde, und mich zu Boden stoßen, wäre alles gesagt und getan gewesen. Ich wäre weg.

Denn dazu gehört echt viel. Es war ja nichtmal nur normales Schubsen im Affekt.

Und "die Ausrede schlechte Kindheit" kann jeder Täter bieten.

Ich sehe dich als abhängig und sage deswegen auch nichts mehr dazu, weil es keinen Sinn hat, einen Abhängigen "bekehren" zu wollen.

S-unf$lowexr_73


Ich halte die schlechte Kindheit für keine lapidare Ausrede, sondern durchaus einen wichtigen Einflussfaktor. Was dennoch nicht bedeutet, das so ein Ereignis nicht geschehen dürfte. Ich halte (und das mag jetzt etwas hart klingen) auch die Reaktion hinterher für wichtig. Ist da wirklich Reue; öffnet sich da wirlich jemand und ist sichtlich erschüttert, dass es zu der Gewalt kommen konnte? Dann macht es Schmerzen und blaue Flecke und den Schock nicht wieder gut. Aber bietet eine Basis, das Ereignis aufzuarbeiten. Denn dann gab es irgendwo einen Reiz, der größer war als die Selbstkontrolle. Da kann man was dran machen und ggf. einen Weg gemeinsam finden. Denn signalisiert das Gegenüber, dass es WIRKLICH den Fehler bei sich sieht. Etwas ändern muss, dazulernen muss,...

Wenn jemand aber weiter auf der Tour reitet, dass er ja recht hat, hämisch weiter in die Kerbe haut - dann fehlt die Einsicht aber sowas von, dass ich mich da nur noch selber schützen würde. Da ist keine gemeinsame Klärung möglich.

SGho-jxo


Wenn jemand aber weiter auf der Tour reitet, dass er ja recht hat, hämisch weiter in die Kerbe haut - dann fehlt die Einsicht aber sowas von, dass ich mich da nur noch selber schützen würde. Da ist keine gemeinsame Klärung möglich.

Mich erschreckt tatsächlich sein Verhalten relativ unmittelbar danach mehr als der Tritt selbst. Da kann man ja auch nicht mehr von Affekt reden.

Sheilagh, Dein Mann ist ein Schläger. Er schlägt Dich. "Eigentlich ist er nicht so" ist schlicht Unsinn, kaum einer ist immer so, und die allermeisten Schläger verbringen nicht 5-12 Stunden am Tag damit, andere zu schlagen, wird ja auch irgendwann anstrengend, die meiste Zeit ihres Lebens verbringen auch Schläger damit, niemanden zu schlagen. Aber er ist jetzt wiederholt in unterschiedlicher Intensität Dir gegenüber körperlich gewalttätig geworden. Es ist kein einzelnes isoliertes Ereignis mehr, kein Affekt, kein Irgendwas, sondern ein Muster. Du lebst in einer Beziehung, in der Dein Partner Dir gegenüber in Konfliktsituationen gewalttätig wird. Und Du bist offenbar eine Frau, die große Schwierigkeiten mit dem Arbeitsleben hat, zur sozialen Isolation neigt und sich ihre Probleme nicht eingesteht, und auch Du pflegst dieses Muster, dass Du zuschlägst, wenn Du Schwäche wahrnimmst, das hat sich in vielen Fäden hier über lange Zeit gezeigt, in denen Du Leute in schwierigen Situationen abgekanzelt und ihnen mitgeteilt hast, sie wären keine gute Mutter (beispielsweise damals bei Benutzerin). Ich kenne Dich nicht, ich weiß nicht, was bei Dir los ist, aber wenn Du uns hier wirklich keinen Schmu auftischst, sondern das, was Du schreibst, der Wahrheit entspricht, allermindestens Deiner eigenen, dann hast Du da einige ganz gewaltige Baustellen, und ich sehe es wie Avanti: In eurer momentanen Beziehung, angesichts der Dynamik zwischen seinen Eltern, aber auch der jeweiligen Probleme beider Eltern, ist durchaus das Kindswohl gefährdet, und das in einem Ausmaß, dass ich es nicht verkehrt fände, das Jugendamt einzuschalten.

Was immer Du für Schwierigkeiten im sozialen Bereich hast, was immer da bei Dir los ist, was das Arbeiten betrifft, und was auch immer bei Dir los ist, dass Du für finanzielle Annehmlichkeiten, viel Platz, die Möglichkeit, reglos zu verharren, statt aktiv zu werden, und einen gewissen Status bereit bist, Deine Würde zu opfern und mittelfristig die Sicherheit Deines Kindes aufs Spiel zu setzen - es wäre echt an der Zeit, das mal anzupacken, allermindestens um Deines Kindes willen, wenn Du es schon nicht um Deinetwillen packst. Wobei es ja nicht Dein erstes ist. Ich hoffe aber, es wird das sein, um deretwillen Du Dich entschließt, Deinen Kram mal ernsthaft zu sortieren, auch wenn es möglicherweise schrecklich viel sein mag und Du Dich davor fürchtest. So jedenfalls, wie es sich jetzt darstellt, ist ziemlich schrecklich absehbar, dass das nicht gutgehen kann und entsprechend nicht gutgehen wird und euer Kind ebenso Schaden an euch nehmen wird wie ihr aneinander. Und damit würdest Du dann die Lösung Deiner Probleme in die nächste generation verschieben und sie Deinem Kind aufbürden. So etwas vererbt sich nämlich weiter, so lange, bis jemand sich der Scheiße stellt. Da Du nicht einfach kinderlos geblieben bist, um es nicht weiterzuvererben, was ich vollkommen legitim finde und was viele so handhaben, stehst Du jetzt tatsächlich vor der Entscheidung, und zwar nicht morgen oder nächste Woche, sondern in dieser Sekunde und der nächsten und der übernächsten und allen, die folgen: "Wer muss diese Scheiße aufräumen, die meine Eltern mir hinterlassen haben und die sie ganz sicher nicht aufräumen werden ... mache ich das? Oder lass ich sie liegen, und dann muss mein Kind sehen, ob es sie aufräumt oder ob es ebenfalls in diesem Gestank lebt und ihn weitervererbt, falls es irgendwann selbst Kinder hat?"

Das ist Deine Entscheidung. Die kann Dir niemand abnehmen, aber so sieht es aus. Spätestens in dem Moment, wo man ein Kind hat, wird man zum Täter, einfach indem man sich entscheidet, weiter ein Opfer zu bleiben.

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