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Ab welchem Alter interessiert man sich für das andere Geschlecht

TQaxps


Ich war 7, als ich einen gleichaltrigen Jungen aus dem Nachbarhaus heiraten wollte. Keine Ahnung warum. Vermutlich, weil man (so wohl meine kindliche Logik) verheiratet sein muss, um zusammen zu sein.

Das ist über 50 Jahre her und an die Reaktion meiner Eltern erinnere ich mich, als wäre es gestern.

Mein Vater wurde wütend: "Bist Du verrückt? Mit dieser Assifamilie lässt Du dich nie wieder ein, sonst passiert was." Und meine Mutter war nur gehässig: "Mit diesem dürren lächerlichen Bengel willst Du dich abgeben?"

Mit 12 war ich dann richtig in einen 17jährigen verliebt. Aus Schaden klug geworden, habe ich das niemanden erzählt. Außerdem war ich mir darüber völlig im Klaren, dass meine körperliche Reife hinter meinen Vorstellungen (was wir in einer Nacht zu zweit so unternehmen könnten) ziemlich hinterherhinkte. Dass ich von Geschlechtsverkehr verquere Vorstellungen hatte und von Erektion noch nie was gehört, geschenkt Immerhin wäre er eine gute Partie geworden, denn heute besitzt er ein gutgehendes Autohaus.

Mit 17 habe ich dann von meinem gerade mal 8 Jahre älteren Lieblingslehrer geträumt – der Klassiker.

LMomxax


Ich habe die süße gleichalterige Sigrun mit sechs geküsst, war das ein Erlebns

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MDe1letCe


Forensiker

Was mich nun umtreibt: Ist das eher Show, dass ich sowas von anderen nie mitgekriegt habe, so wie man als Jungendlicher auch nicht zugeben will, wenn man sich verguckt hat, oder sind solche Erfahrungen meist gar nicht vorhanden bzw. vergessen bis verdrängt?

Was stellst du dir vor? Dass der eine 5jährige zum anderen 5jährigen sagt: Was für eine geile Schnalle? Wie ist das Vokabular eines 5jährigen? Wie seine Reflektionsfähigkeit? Hat also weder mit zugeben oder nicht zugebenwollen zu tun. Welches Kind geht zu den Eltern und erzählt, dass sie gerade Doktorspielchen getrieben haben?

Heutzutage ist es trotzdem anders, denn dass man 7,8 oder 10jährige fragt, ob sie denn schon einen Freund oder Freundin haben, ist gängig.

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Ich stelle gerade zum ersten Mal fest, dass ich beinahe meine ganze Kindheit und Jugend hindurch ausschließlich auf erwachsene Männer stand (einige wenige Ausnahmen gab es dennoch). ":/ Das erste Mal tatsächlich mit ca. 5 Jahren, und zwar stand ich auf den Freund meiner damaligen Kindergärtnerin, ich weiß noch, dass er Ralf hieß, sehr sportlich-hager und blond war. ;-D

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Forensiker

Was mich nun umtreibt: Ist das eher Show, dass ich sowas von anderen nie mitgekriegt habe, so wie man als Jungendlicher auch nicht zugeben will, wenn man sich verguckt hat, oder sind solche Erfahrungen meist gar nicht vorhanden bzw. vergessen bis verdrängt?

Melete

Was stellst du dir vor? Dass der eine 5jährige zum anderen 5jährigen sagt: Was für eine geile Schnalle? Wie ist das Vokabular eines 5jährigen? Wie seine Reflektionsfähigkeit? Hat also weder mit zugeben oder nicht zugebenwollen zu tun. Welches Kind geht zu den Eltern und erzählt, dass sie gerade Doktorspielchen getrieben haben?

Bei denjenigen, die tatsächlich über ihre Schwärmerein reden, ist das Vokabular natürlich anders als das, was du angeführt hast - zumindest was ich so beobachtet habe. ;-)

Erinnerungen aus meiner Kindergartenzeit: Da lief das eher ein wenig verschämt ab, und auch mehr von den Mädchen ausgehend - ich vermute das hat einerseits damit zu tun, dass Mädchen ggf. etwas schneller mit solchen Entwicklungen sind und zweitens, dass Mädchen solche "kuschligen" Gefühle eher zugestanden wurden/werden als Jungs. Mein Eindruck von den Jungs zu meiner Kindergartenzeit war, dass diese sich betont "männlich", also eher etwas in die grobe, laute, direkte Richtung gaben.

Und später - ich war so ca. 10 - passte ich auf ein Mädchen (5) in der Nachbarschaft auf, und diese war schon durchaus kommunikativ über ihre Gedanken zu Jungs, Geschlechtsteilen und diese involvierende Aktivitäten. Da waren wir alle, Eltern, Nachbarskinder etc. bestens im Bilde, was bei ihr abging. ;-D

Vor ein paar Jahren habe ich ihre Bachelor-Arbeit (Thema: Sexualität und Bußbücher im Mittelalter) sowie vor ein paar Monaten ihre Master-Arbeit (Thema: Sexualerziehung im Grundschulalter) Korrektur gelesen. Ihre Leidenschaft und Offenheit darüber hat sie offenbar bis heute kultiviert. ;-D

T[ryiKng to HResext


Ach ja. Jetzt habe ich das verwendete Vokabular nicht genannt, sondern habe es nur als "verschämt" beschrieben. Konkret an Worte erinnere ich mich nicht mehr, denke mir aber, es war etwas in die Richtung: "Der Marcel ist aber ein süßer Junge." Dann wurden noch Bildchen gemalt; die Mutigeren steckten diese dem Angebeten heimlich ins Fach oder dergleichen.

Also alles sehr unschuldig. Dies blieb meinen Beobachtungen nach bis zum Ende des Grundschulalters in der Art erhalten.

F0orgens@iker


Milky_e77

Ich war in der Grundschule, denke so mit 10 Jahren, das erste mal verknallt in einen Jungen aus meiner Klasse.

Da war ich noch nicht mal aufgeklärt, wusste noch gar nicht dass es Sex überhaupt gibt.

Es waren einfach schöne Gefühle und ein Kribbeln im Bauch, wenn ich an ihn gedacht habe. x:)

Meine Vorstellung von "Beziehung" in dem Alter war: gemeinsam spazieren gehen und radfahren, und Herzchen mit den Initialen des Liebsten zeichnen ;-D

Also meine Vorstellung so in der dritten Klasse war mit einem Schulfreund und zwei Mädels aus der Parallelklasse ins Freibad. Von meinen Eltern war ich auch nicht aufgeklärt, aber von meiner Schwester und den Klassenkameraden. Von daher wusste ich nicht nur, dass es Sex gibt, ich wollte ihn auch dann im Schwimmbad haben ]:D

Luci32

Ich denke auch sehr jung.

Aber jede erinnert aus der Grundschulzeit wie Kinder haben x ist in y verliebt gesungen. Wer sich geoutet hätte, wäre vermutlich ausgelacht gewesen.

Klar, das kenne ich auch, aber das kann ja auch eine reine Ärgerei sein. Bei uns in der Grundschule war es auch nicht so ungewöhnlich, Jungen damit zu ärgern, dass sie in einen anderen Jungen verliebt sind. Da war aber auch nie was dahiner, deswegen würde ich von den Ärgereien alleine auch nicht auf den realen Sachverhalt schließen.

fountain=moss

Mh, also ich hatte bereits am Anfang der Grundschule sexuelle Gefühle. Hab durchaus schon mit 7 versucht, "Sex" zu haben. ;-D Hat natürlich nicht geklappt. Dennoch ist aus mir kein frühreifer, kinderkriegender Teenager geworden. Im Gegenteil. Vielleicht weil einige Erwachsene mein Interesse als anormal empfunden haben und das auch so kommunizierten. :-/ Leider! Ich finde es schwierig, dass das nicht einfach so stehengelassen werden kann. Hinschauen, ok. Auch unter dem Aspekt des Missbrauches. Aber Pathologisieren ist für die sexuelle Entwicklung sehr hinderlich.

Hm, interessant. Die Frage, wohin das führt, hatte ich nämlich auch im Hinterkopf.

Melete

Was stellst du dir vor? Dass der eine 5jährige zum anderen 5jährigen sagt: Was für eine geile Schnalle? Wie ist das Vokabular eines 5jährigen? Wie seine Reflektionsfähigkeit? Hat also weder mit zugeben oder nicht zugebenwollen zu tun. Welches Kind geht zu den Eltern und erzählt, dass sie gerade Doktorspielchen getrieben haben?

Heutzutage ist es trotzdem anders, denn dass man 7,8 oder 10jährige fragt, ob sie denn schon einen Freund oder Freundin haben, ist gängig.

Dass da kein Austausch untereinander stattfindet und ggf. auch mit den Eltern nicht, ist mir auch klar. Trotzdem sind die Erlebnisse und die Erinnerungen ja nicht weg. Einige sind nur vielleicht vergessen, weil sie unerwünscht waren.

Trying to Reset

Ich stelle gerade zum ersten Mal fest, dass ich beinahe meine ganze Kindheit und Jugend hindurch ausschließlich auf erwachsene Männer stand (einige wenige Ausnahmen gab es dennoch). ":/ Das erste Mal tatsächlich mit ca. 5 Jahren, und zwar stand ich auf den Freund meiner damaligen Kindergärtnerin, ich weiß noch, dass er Ralf hieß, sehr sportlich-hager und blond war. ;-D

So ähnlich sieht es auch bei mir aus. Wenn's keine Erwachsenen waren, dann trotzdem Ältere. Mir fällt gerade Yvonne wieder ein, die auf dem Geburtstag meiner großen Schwester war und da ein Eis gegessen hat ]:D Irgendwie fand ich damals auch Zahnspanngen sexy, weil die auch nur die Älteren hatten :=o

MPezlete


Forensiker

Also meine Vorstellung so in der dritten Klasse war mit einem Schulfreund und zwei Mädels aus der Parallelklasse ins Freibad. Von meinen Eltern war ich auch nicht aufgeklärt, aber von meiner Schwester und den Klassenkameraden. Von daher wusste ich nicht nur, dass es Sex gibt, ich wollte ihn auch dann im Schwimmbad haben ]:D

Mit 5 oder 15?

Früher war es Gang und Gäbe, dass die Kinder in einem Zimmer mit den Eltern geschlafen haben. Meine Mutter erzählte mir, dass ein bekanntes Pärchen zwei Söhne hatten und irgendwann mit ca 2-3 Jahren, haben die zwei sich umarmt, ihre Körper aneinandergepresst und als die Eltern fragten, was sie denn da machen, sagten sie, das, was Mama und Papa nachts machen. Sie bekamen dann ein eigenes Zimmer.

Klar, das kenne ich auch, aber das kann ja auch eine reine Ärgerei sein. Bei uns in der Grundschule war es auch nicht so ungewöhnlich, Jungen damit zu ärgern, dass sie in einen anderen Jungen verliebt sind. Da war aber auch nie was dahiner, deswegen würde ich von den Ärgereien alleine auch nicht auf den realen Sachverhalt schließen.

Auf was für einen realen Sachverhalt? Gefühle, seien sie romantisch oder sexuell sind schon als Erwachsener schwer in Worte zu kleiden, denn es sind Gefühle. Was soll Verliebtheit aussagen? Jeder empfindet sie anders, genauso wie sexuelle Anziehung. Es steckt eigentlich die Unterstellung, man könne das als Erwachsener besser kommunizieren. Gut, da scheiden sich die Geister, denn ich bin auch als Erwachsene der Meinung, dass ich Sex habe und nicht darüber rede. Ich habe Bilder im Kopf, werde von Gefühlen übermannt. Leidenschaft und Sinnlichkeit sind doch nicht in Worte zu fassen und brauchen es auch nicht.

Hm, interessant. Die Frage, wohin das führt, hatte ich nämlich auch im Hinterkopf.

Hatte ich nie und habe sie auch heute nicht, wenn es nicht um irgendwelche Perversionen geht, aber nicht wenn es sich einfach um die Frage stellt, wann Kinder welche Gefühle für andere entwickeln oder ich heute Gefühle für jemanden entwickle.

Dass da kein Austausch untereinander stattfindet und ggf. auch mit den Eltern nicht, ist mir auch klar. Trotzdem sind die Erlebnisse und die Erinnerungen ja nicht weg. Einige sind nur vielleicht vergessen, weil sie unerwünscht waren.

Aber du unterstellst ja, dass sexuelle Gefühle unerwünscht waren, dass man sie verdrängt hätte, etc. Wieso sollen die Gefühle unerwünscht gewesen sein? Kinder entdecken weitaus früher, dass sie sexuelle Wesen sind, dass bestimmte Berührungen an sich angenehm sind, egal ob die Berührungen selbst oder von anderen kommen. Sie haben nur nicht dieses Vokabular und vor allem haben sie kein schuldig oder unschuldig parat, es sei denn sie haben Eltern, die ihnen das schon mit 2 Jahren einreden. Aber sogar wenn sie dieses Vokabular hören, so können sie vieles überhaupt nicht begreifen, wenn es ihnen nicht so vermittelt wird, dass sie es auch verstehen. Und genau das tust du aber auch in einer ähnlichen Weise. Du unterstellst, man würde etwas verdrängen, sich schämen oder sonst etwas.

So ähnlich sieht es auch bei mir aus. Wenn's keine Erwachsenen waren, dann trotzdem Ältere. Mir fällt gerade Yvonne wieder ein, die auf dem Geburtstag meiner großen Schwester war und da ein Eis gegessen hat ]:D Irgendwie fand ich damals auch Zahnspanngen sexy, weil die auch nur die Älteren hatten :=o

Sich selbst kennen zu lernen dauert und man lernt nie aus, falls man sich für sich interessiert. Grade mit so etwas, wie "ich finde an jmd das und das sexy" fand ich immer schon völlig unzutreffend, denn das alleine ist es ja nicht, wenn ich nicht einen Fetisch habe oder derart Konditioniert wurde, was ich denn sexy zu finden habe. Im Kleinkindalter ist das noch nicht so passiert. Da gibt es noch Gefühle, die man fühlt, weil man auf etwas anspricht.

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