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Erfahrungen narzisstische Familie/ Kontakabbruch - langer Text..

L|ichtjAmHorLizoxnt


@ rr2017

Das hat wohl auch mit dem Geschlecht zu tun - als männliches Wesen bleiben einem zumindest sexuelle und sonstig gewalttätige Übergriffe wohl eher erspart.

Da hattest Du wohl einfach Glück, ein Selbstläufer ist das nicht, dass einem Jungen so etwas eher erspart bleibt.

L}omIaxx


Ich habe bisher mitgelesen, habe aber ein Verständnisproblem. Vielleicht kannst du es mir nochmals erklären.

Mein Vater schrieb mir: Er bete, dass sie bald stirbt, dann werden wir beide weiter sehen. Ich fragte ihn ob er mir droht, er meinte nur er würde beten. Das war das erste Mal, dass ich so eine Angst hatte vor ihm.

Wer soll warum sterben?

M,issbM|ariie


Soweit ich rauslesen konnte hat ihr Vater die Mutter gemeint.

Und ich denke die TE hat etwas Angst dass er ihr im Affekt was antut...

Bin ich da richtig dran @Ciri?

r(r2U017


Das ist doch übelste Manipulation. Obwohl die Mutter die Täterin ist, ist die Botschaft vom Vater "Was Du Deiner Mutter antust ist so schlimm, dass sogar der Tod für sie das bessere Schicksal wäre".

Und da der Vater wohl hier, wie auch bei mir, vermeintlich "halbwegs nett und normal" ist, ist einem gar nicht klar, dass er auf verkappte Art und Weise genauso narzisstisch und manipulativ ist und misst solchen Worten zumindest ein bisschen Wahrheit und Relevanz bei, und das Resultat zieht einen ganz schön runter.

Ganz so hart wars bei mir nicht aber ich kenne sowas genauso auch.

L)ich\tAmSHorizoxnt


Ja, das ist übelste Manipulation. Mir wurde auch schon mal von jemandem angedroht, er würde sich aufhängen, wenn ich mich nicht so und so verhalte. Das Ganze hat mich so wütend gemacht, dass meine Antwort war (sinngemäß) "mach doch, aber sorg dafür dass nicht ich dich finden muss". Die Person lebt immer noch.

M_issM5arie


Heftig.

Schwierig ist hier nur sich wirklich aus dem Ganzen zu entfernen.

Man bekommt ja Jahre lang nix anderes vermittelt als "immer ist bei dir was anderes".

Dann liegt man ja praktisch schon auf der Lauer.

Wenn man wegzieht und einen neuen Freundeskreis hat, dann wird sicher wieder was in der Richtung sein,

wenn man sich vorher nicht schon etwas seelisch abgegrenzt hat, meint ihr nicht?

r0r20x17


Die Prägung sitzt tief und in der Tat läuft man Gefahr, immer wieder genau in solche Muster zu geraten (wie bei der TE ja auch passiert). Ich kenne das auch sowohl in Freundschaften als auch im Berufsleben.

Man kann es leider nicht anders sagen, aber so ein seelischer Missbrauch ramponiert das Leben gründlich auf allen Ebenen. Einige überleben es gar nicht, andere richten sich irgendwie in latenter Mittelmässigkeit ein. Aber es ist ein nie wieder gut zu machender Schaden. Das seelische Urvertrauen in die Welt ist zerstört und das eigene Selbstwertgefühl auch.

Umso wichtiger, so früh wie möglich zu erkennen, was wirklich los ist, Grenzen zu ziehen und Therapie zu machen.

Die Täter sind im Übrigen in der Regel selber Opfer solcher Systeme. Das ist auch eine weit verbreitete Kompensationsstrategie. Das Loch in der Seele macht einen ggf einfach selber zum Narzissten. Unter diesem Aspekt finde ich den ganzen Austausch im Internet gut - so hat man die Chance, wenn man es will, frühzeitig zu erkennen, ob man auch solche Bahnen einschlägt.

EslGulsto


@ Emotionale

Ebenfalls nichts für ungut @:)

Deiner Umschreibung des Narzissmus im Allgemeinen stimme ich zu.

Doch ich glaube, Du hast meinen Beitrag oder meine Aussagen komplett falsch verstanden. Oder aus dem Zusammenhang gerissen.

Ich habe nicht gesagt, dass Narzissten nicht so sind wie Du es beschreibst. Mit keinem Wort. Lies bitte noch mal den von Dir zitierten Absatz genau:

Das setzt voraus, dass sich auch alle Menschen im Umfeld gleichermaßen manipulieren lassen. Und ich muß mich nicht mit Narzissmus großartig auskennen um zu wissen, dass das keine ansteckende Krankheit ist die sämtliche Menschen im Umfeld zu nicht selbständig denkenden Menschen macht.

Zusammengefasst:

Ciri beschreibt, dass alle in ihrer Familie sich von den Narzissten (in diesem Fall wohl die Eltern?) derart manipulieren lassen, dass Alle gegen Ciri sind. Und nicht nur die Menschen in ihrer Familie, sie hat wohl auch sonst mit ihrem gesamten Umfeld Probleme wie sie selbst schreibt.

Nichts für ungut, aber kann es sein, dass Du Dich mit Narzissmus wirklich nicht auskennst?

Doch, ich habe Erfahrungen mit Narzissten oder Menschen mit narzisstischen Zügen. Und ja, es gibt Menschen die sich auf sie einlassen, bzw. von ihnen manipulieren lassen. Aber es gibt ebenfalls genug die das nicht tun. Dass es das gesamte Umfeld macht, halte ich nicht für sehr wahrscheinlich.

Dass das hier beschriebene Verhalten der Familie unmöglich ist, darüber braucht man nicht zu diskutieren. Denn es hilft Ciri kein Stück weiter ihr das zu bestätigen. Was mir darüber hinaus aufgefallen ist, ist Ciris eigenes Verhalten. Und das verharmlost sie teilweise doch etwas. Ein aggressives Verhalten aber sie tut Niemandem etwas - passt nicht zusammen. Damit will ich nicht darauf hinaus, sie soll sich ihren Eltern (der Familie) gegenüber anders verhalten, die haben es im Zweifel nicht anders verdient. Doch es gibt noch das restliche Umfeld mit dem sie auch Probleme hat. Woraus man schließen kann, dass ihr eigenes Verhalten damit zu tun hat. Das ist nicht vorwurfsvoll gemeint, sondern in der Richtung, dass sie dieses ändern kann. Lernen kann es zu ändern. Ihre Eltern (die Familie) wird sie nicht ändern können.

Zu Narzissten hilft nichts Anderes als Distanz, es sei denn man ist deren Therapeut.

rgr2M017


Denn es hilft Ciri kein Stück weiter ihr das zu bestätigen.

Oh doch. Genau das ist enorm wichtig. Denn die Zweifel in den Betroffenen, ob sie den lieben Angehörigen nicht doch unrecht tun, nicht viel zu hart und ungerecht sind usw usf, sind unendlich groß, was das Erwachen zu eigenem geseunden Egoismus und Abgrenzung enorm schwierig macht. Gerade die Bestätigung, dass tatsächlich die anderen die Täter sind, ist wichtig, damit man das nach und nach endlich selber begreift.

Wobei verharren in der Opferrolle auf Dauer natürlich nichts bringt, aber begreifen, dass man selber da wirklich erstmal nur Opfer ist, ist Teil des Prozesses.

Eml~Gusxto


@ rr2017

Du hast recht. Sicher ist es wichtig ihr zu bestätigen, dass das Verhalten der Eltern (der Familie) nicht ok ist. Was ich meine ist, dass es ihr aber nichts nützt wenn sich hier Alles nur darum dreht wie schlimm dieses Verhalten ist.

Wobei verharren in der Opferrolle auf Dauer natürlich nichts bringt, aber begreifen, dass man selber da wirklich erstmal nur Opfer ist, ist Teil des Prozesses.

Da gebe ich dir auch recht. Nur besteht dann wiederum auch die Gefahr, dass man sich in allem als Opfer sieht. Also auch in der Interaktion mit anderen Menschen (nicht-Narzissten). Und hier muß man differenzieren lernen.

rIr20x17


Natürlich hat jemand, der solches durchgemacht hat, Probleme bei sozialen Interaktionen. Aber da helfen hier auch keine wohlgemeinten Hinweise. Dazu sind die Probleme viel zu groß. Hier an dieser Stelle kann man nur bestätigen "ja, es ist so wie Du es schreibst, ergreife entsprechende Maßnahmen".

aKnfangm3itfhreudxe


Was ist wenn sich wo anders alles wiederholt. Ich muss doch fähig sein mir hier etwas aufzubauen. Ich verstehe mich mit niemandem. Kann zwar auf Menschen zugehen, aber wenn ich mich mit Frauen unterhalte, kommen auf einmal Sticheleien und Wortspielchen auf. Dabei gebe ich mir echt Mühe nicht anzuecken. Wenn ich beim Gassi gehen anderen männlichen Hundehalter begegne und mich unterhalte, dabei Augenkontakt habe denken die ich flirte, meide ich Augenkontakt spüre ich das trotzdem. Projeziere ich ??? ?!!!! Werde noch verrückt.

also erstmal gibt es da den schönen spruch: "wenn du bemerkst, dass du ein totes pferd reitest, steige ab!". dein pferd - was menschen in deinem direkten umfeld angeht - scheint erstmal tot zu sein.

natürlich kann es an jedem anderen ort der welt wieder genauso laufen.

aber sowas lernt man eben im laufe der zeit. ;-)

ich wurde von meinen eltern auch total bevormundet und mir wurde auch ewig eingeredet, was für ein versager ich doch sei. da hat man natürlich null ahnung, wie man mit "richtigen" menschen umgehen soll und ist total verunsichert. mit der zeit kommt das aber.

Wohne zwar alleine, aber meine Mutter meldet sich ständig, antworte ich nicht, versucht sie es über meinen Vater. Am 30. schaffte ich es den Kontakt abzubrechen, ich konnte plötzlich die Luft spüren die ich atmete, hatte zwar große Angst war aber zuversichtlich. Am 31. schrieb mir mein Vater, dass er zwar nicht an Gott glaube, er aber betete damit meine Mutter endlich sich und von den Schmerzen die ich ihr zufüge erlöst wird, dann würden wir beide weitersehen. Ich hatte das erste Mal so eine Angst vor ihm. Seitdem konnte ich noch nicht zu mir kommen und habe wieder Kontakt. Stellte mir vor wie sie die ganze Zeit weint und was ich ihr als Tochter antue und schrieb ihr. Empfinde aber nur noch Hass und Ekel. Das kann ich mir doch nicht alles einbilden ??? ?!!!! Habe Depressionen seitdem ich klein bin, also mit 5-6 fing es an mit den Suizidgedanken. Sie tun so als ob nichts schlimmes war...

da ist deine familie ziemlich manipulativ. den kontakt einfach mal etwas reduzieren zu wollen oder eben ganz einzustellen ist ja deine freie entscheidung. das darfst du tun. mit den folgen musst du dann natürlich leben. die könnten vielfältig ausfallen, aber ich finde dass die reaktion deiner eltern dir ja eigtl. zeigt wie gut und richtig der kontaktabbruch war.

da geht es anscheinend darum, weiter in deinem leben präsent zu sein, um dich besser manipulieren und dadurch kontrollieren zu können. ich hab die erfahrung gemacht, dass eltern die so drauf sind einfach selbst unter kontrollzwang leiden und gar nicht anders können. als kind kann man dann eben einfach immer wieder klar und deutlich auf distanz gehen.

wenn dann aber solche drohungen dir gegenüber kommen oder sie sich wünschen, dass du stirbst ist da doch null liebe. warum machst du dir dann sorgen und gedanken darum, wie es deinen eltern geht? ":/

Naja, es tut mir leid, dass ich immer so aushole und mich überhaupt hierher gewandt habe, die Leute belästige. Ich muss aber eine Lösung finden, ich werde immer älter und mein Leben gleitet mir davon.

dass du ausholst und erklärst ist doch wichtig. wie sollen die leute hier dir sonst helfen können, wenn sie nicht wissen was deine probleme im detail sind. ;-)

und belästigen tust du hier auch niemanden. jeder der hier schreibt tut das doch aus freien stücken und wer sich durch etwas belästigt fühlt liest es eben nicht.

aber in dem punkt, dass du eine lösung finden musst stimme ich dir absolut zu.

es klingt ein bisschen so, als müsstest du erstmal von grundauf lernen, dir selbst wertschätzung entgegen zu bringen. eigentlich sollten eltern das einem vermitteln, aber einige tun das eben nicht. dann muss man sich das eben im nachhinein selbst beibringen.

rZr201x7


Ich verstehe mich mit niemandem. Kann zwar auf Menschen zugehen, aber wenn ich mich mit Frauen unterhalte, kommen auf einmal Sticheleien und Wortspielchen auf.

Ich kenn das auch - andauernd ein gefundenes Opfer für derlei Kram. Die Leute, die es auf sowas anlegen, spüren halt, "der/die ist unsicher, mit dem kann ich das machen". Letztlich auch niederträchtige Motive, als "Humor" getarnt, und wenn mans ich drüber beschwert ebenfalls Verdrehungen, man selber ist wieder schuld, da zu humorlos.

Es gibt halt einfach wirklich viele viele Arschlöcher.

Und Leute, die wirklich aufrichtig und ehrlich sind und mit denen man eine vernünftige Beziehung auf Augenhöhe (auch beruflich oder rein freundschaftlich) eingehen kann, die keine derart niederen Motive haben, sind leider wirklich sehr sehr selten. Aber es ist immer noch besser, sich im Zweifel auf gar keine oder nur ein bis zwei richtige Freunde zu konzentrieren, als lauter von diesen "falschen Freunden", die sich doch nur auf unsere kosten profilieren wollen, um sich zu haben.

Ich hab auch beim dem Lesen vieler Beiträge in diesem Faden das Gefühl, dass die Verfasser keineswegs aus eigener Erfahrung wissen, wie abgrundtief scheisse sowas ist. Vieles liest sich hoffnungslos naiv. Als könne ein guter Rat hier irgendwas bewirken bei SO einer Traumatisierung, im gesamten Umfeld, über Jahre und Jahzehnte. Ja, wenns denn nur so einfach wäre! Ich kenne mindestens zwei Opfer narzisstischer Eltern, die das 30te Lebensjahr nicht erreicht haben (1x Suizid und 1xHeroin-Überdosis). Ich war selber auch schon in Situationen die wirklich haarig waren (und auch eindeutig dadurch begründet). Hab teilweise einfach Glück gehabt.

M^isshMarixe


Problem ist halt... wenn du mit Narzissten aufgewachsen bist (ich kenne das) dann ziehst du alle anderen externen Narzissten an, wie das Licht die Motten.

Die fühlen das, auch wenn sie sonst nix fühlen.

Scheinbar reagieren wir (ich sage bewusst wir) in einer Art, die uns interessant für Machtspielchen und Manipulationsversuche macht.

Wichtig ist da rauszukommen. Ich habs leider auch noch nicht 100%ig geschafft aber ich arbeite dran.

r<r20e1x7


Die Prägung, die man selber hat, ist ja, dass man seinen Wert daraus bezieht, dass man sich für jemand anderen aufopfert. Von daher ist es irgendwie in einem, dass man das Urteil bestimmter Leute über einen für wichtig und relevant erachtet, und diese Leute sind halt Narzissten, die sind dann für einen quasi komplementär-Parnter. Von daher kann man von solchen gestalten geradezu angefixt werden wie von Kokain und neigt dazu, sich immer wieder in solche Verstrickungen zu begeben.

Wichtig ist hier das Aufbaue eines neuen Selbstwert-Konzeptes.

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