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Wie würdet ihr mit Eurer als Mutter überforderten Frau umgehen?

d(anaHe87


Ich denke, dass es tatsächlich in die Richtung gehen könnte, dass meine Frau noch nicht "einsieht", dass sie auch Zeit für sich nehmen kann bzw. sollte. Das sei jetzt nicht mehr möglich, sagt sie meist; weil man eben Eltern ist und nichts anderes mehr.

Puh, das ist in der Tat ein Problem. Besonders wenn man dann in der Mutterrolle nicht aufgeht. Man hat also den Anspruch an sich selbst sich aufzugeben, aber das Neue passt einem doch nicht so wie erhofft und so hängt man irgendwo in der Luft dazwischen. Das kann einen schon sehr fertig machen.

Von den Auswirkungen aufs Kind mal ganz zuschweigen.

Ich finde es logisch, dass deine Frau dann weder loslassen kann (-> ich bin eine schlechte Mutter weil Kind nicht alles ist) noch sich so einfach wohl fühlt (das soll alles sein was mein Leben nun noch ausmachr?!). Wie wäre es wenn du das Kind nimmst und spazieren gehst? Einfach so ohne das sie dafür sein muss, einfach weil du papa-zeit mit dem Kind willst? Und ihr mal sagst wie unsexy du die Idee einer Frau findest die nur noch Mutter ist, nur noch institution und versorgungsstation, aber kein Mensch, keine Person mehr?

Ryoge6rRabxbit


Ja, Asis, den Nachkriegskindern ging es durch die Bank so richtig gut.

Lektüreempfehlung: [[https://www.klett-cotta.de/buch/Gesellschaft/Nachkriegskinder/15912]].

E&leoniorxa


:)D

k-amikaxze


Das sei jetzt nicht mehr möglich, sagt sie meist; weil man eben Eltern ist und nichts anderes mehr.

Diese Einstellung düfte nicht nur fürs Kind bescheiden sein, sondern auch eine zukünftige glückliche Ehe sicher verhindern. Die Kinder entwickeln sich bei zu viel falscher Aufmerksamkeit zu kleinen Tyrannen, die ihre Eltern immer mehr negativ beschäftigen - ein Teufelskreis.

Ich kenne einige Ehe, die in die Brüche gingen, weil hauptsächlich die Mütter sich nach der Geburt nur noch aufs Kind konzentriert haben. Ich kann Dir daher nur raten, in Deinem ganz eigenen Interesse ein ernstes Wort mit Deiner Frau zu sprechen und den hier geschilderten eingeschlagenen Weg möglichst schnell zu ändern.

Dceer}_Dudxe


Diese Einstellung düfte nicht nur fürs Kind bescheiden sein, sondern auch eine zukünftige glückliche Ehe sicher verhindern. Die Kinder entwickeln sich bei zu viel falscher Aufmerksamkeit zu kleinen Tyrannen, die ihre Eltern immer mehr negativ beschäftigen - ein Teufelskreis.

Das ist leider auch meine Befürchtung und genau in die Richtung geht es derzeit auch. Die Maßstäbe meiner Frau werden auch als Erwartung an mich gesetzt. Das geht soweit, dass die Zeit für meine Morgentoilette gestoppt wird...

Ich versuche alles so gut es geht zu ertragen und sage mir immer wieder, dass das nach dem ersten Jahr alles besser wird. Letztlich kann das klappen oder in die Hose gehen. Meine Frau hat grundsätzlich die korrekten Ansichten und ist immer im Recht. Entweder ich nehme das so hin oder ich habe das ganz große Theater.

Das Kind quengelt nach Befriedigung aller offensichtlichen Bedürfnisse seit 10 Sekunden - entweder ich unternehme sofort etwas oder ich bin ein schlechter Vater. Bei Einwänden gegen diese Erziehungsmethode wird sofort mit Scheidung gedroht. Meist ist mir klar, dass es nur der emotionalen Extremsituation geschuldet ist, in der meine Frau sich befindet, anstrengend bleibt das dennoch.

Reden? Schwierig - die Schuld wird eher bei anderen gesucht.

dWanaeA8x7


Das geht soweit, dass die Zeit für meine Morgentoilette gestoppt wird...

Dann wird es wohl mal Zeit für Streit. Ehrlich. Dieser Kontrollwahn ist pathologisch und zeigt nur wie überfordert und hilflos sie sich in anderen Bereichen fühlen muss. Lass das nicht zu lange laufen, sowas hört nicht von alleine auf. Da muss man auch mal durch das ganz große Theater durch und die eigene Bequemlichkeit hintenan stellen.

DBieDosijsmac!htdasG5ift


Die Maßstäbe meiner Frau werden auch als Erwartung an mich gesetzt. Das geht soweit, dass die Zeit für meine Morgentoilette gestoppt wird...

Ist das Dein Ernst jetzt? Das klingt verdammt nach Machtspielen und großem Frust. Dabei geht jede Art von lockerem Umgang zwischen euch verloren. Euer Kind ist bereits über die schwierige Phase des ersten halben Jahres hinweg.

Kinder, auch sehr junge sind nicht sofort emotional geschädigt, wenn die Eltern nicht beim ersten Ruf nach Aufmerksamkeit parat stehen. Ich kann Dir versprechen, wenn ihr auf diesem Niveau weiter macht und dieses Anspruchsdenken eure Familienkultur wird, gibt es später schnell massive Probleme. Ein Kind "erlernt" schnell, wie es die Eltern für die Bedürfniserfüllung rekrutieren kann und setzt das mit zunehmendem Alter vehement ein, um die Kontrolle über das Geschehen zu übernehmen.

Ich versuche alles so gut es geht zu ertragen und sage mir immer wieder, dass das nach dem ersten Jahr alles besser wird. Letztlich kann das klappen oder in die Hose gehen. Meine Frau hat grundsätzlich die korrekten Ansichten und ist immer im Recht. Entweder ich nehme das so hin oder ich habe das ganz große Theater.

Leider glaube ich es nach Deiner bisherigen Schilderung nicht, dass sich später mehr Entspannung einstellen wird, wenn ihr jetzt die stringente Schiene fahrt alles stehen und liegen zu lassen, wenn euer Sonnenschein nach Aufmerksamkeit und Nähe schreit. Ihr setzt bereits aktuell Maßstäbe für die Zukunft und ein Kind, dass zunehmend willentlich seinen Willen durchzusetzen versteht, wird damit nicht ab einem bestimmten Tag X aufhören, wenn es dahingehend bisher nur positive Zuwendung erfahren hat, sobald es Kontaktbedürfnis anmeldet.

Das Kind quengelt nach Befriedigung aller offensichtlichen Bedürfnisse seit 10 Sekunden - entweder ich unternehme sofort etwas oder ich bin ein schlechter Vater. Bei Einwänden gegen diese Erziehungsmethode wird sofort mit Scheidung gedroht. Meist ist mir klar, dass es nur der emotionalen Extremsituation geschuldet ist, in der meine Frau sich befindet, anstrengend bleibt das dennoch.

Reden? Schwierig - die Schuld wird eher bei anderen gesucht.

Die Extremsituation hat sich Deine Frau in meinem Empfinden ein Stück weit selbst erschaffen, wenn sie sich so sehr an Idealvorstellungen klammert. Niemand ist sofort eine unperfekte Mutter oder ein sich verweigernder Vater, wenn das junge Kind nicht ständig im Mittelpunkt des Tagesgeschehens steht.

Im Gegenteil, es führt irgendwann auch von seitens des Kindes zu einer vehementen Anspruchshaltung dieses Niveau hochzuhalten, wie es gerade entwickelt wurde.

Oh je, mit der Scheidung drohen ist ein ganz großer Fehler und hat in einer Partnerschaft auf Augenhöhe rein gar nichts zu suchen. Wenn Deine Partnerin nicht aufpasst wird etwas das sehr schön begonnen hat, Liebe und Familiengründung zu einem "Feindbild". Du wirst Dich zunehmend unwohler fühlen und irgendwann ins Fluchtverhalten gehen, weil das gemeinsame Nest, euer Familienmittelpunkt emotional vergiftet wird mit diesem Verhalten.

Ich würde mir Beratung und Hilfe von außen suchen, weil eure Kommunikation gerade wenig lösungsorientiert stattfindet.

d4anaBe87


Dosis, das ist doch aber auch eine Dynamik. Sie macht, er setzt nichts entgegen, weil ihm der Streit zuviel ist. Ich kann mir vorstellen, dass sie sich genau deshalb auch allein gelassen fühlt, weil er ihr durch seinen Rückzug in Sachen Erziehungskompetenz auch die alleinige Verantwortung aufbürdet.

da haben schon beide ihren Anteil an der Lage, auch wenn sie natürlich massiv übersteuert. %:| %:|

Mcobulxa


Da meine Frau vom Fach ist, lehnt sie es "eigentlich" ab, das Kind früh in die Kita zu geben.

Was ist denn vom Fach? Lernt man das Beglucken jetzt schon im Fach? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Sondern da müsste doch so Work-Life-Balance mäßig auch ein Teil drin sein, mit Stress umzugehen, mit psychischer Belastung, sich wieder Abstand zu verschaffen, auf sich zu achten.

Kindererziehung ist oft ein Konfliktpunkt in Beziehungen. Konzentrier dich auf dich, Der_Dude. Im Leben kann man immer nur bei sich selbst ansetzen: du kannst Wünsche an deine Frau richten, du kannst ihre Wünsche oder Kontrolle ablehnen, aber sie nicht direkt verändern. Aber du kannst dein Verhalten selbst bestimmen. Auch für deine Anteile mit dem Kind.

Die Kommunikation von ihrer Seite mit Scheidungsandrohungen bei deiner Ablehnung ihrer Wünsche kenne ich als typisch kurz vor Beziehungsende oder -pause. Wie "All-In" beim Poker. Schwierige Kiste. Normalerweise gibt's ja noch anderen äußere Personen, die auch ihre Einflüsse haben: die beste Freundin der Frau, die auch das Beglucken ablehnt und die ihre Freundin auch mal ohne Kind erleben will. Die Mutter der Frau, die auch mal Zeit mit ihrem Enkel für sich haben will. Solche dritten Personen, die dem Elternpaar auch mal Erholung verschaffen. Was diese annehmen können - oder eben nicht.

Naja, und auch von dir kann einfach mehr ruhiges und sachliches an Nonkonformität kommen. Zum Rumkommandieren braucht es ja auch zwei: eine, die es versucht. :-D Den Teil kannst du nicht kontrollieren. Und einen, der sich rumkommandieren lässt. :-D Den Teil hast du selbst im Griff. Mit bisschen mehr Gelassenheit kann sie deine Toilettengänge so viel zeitvermessen wie sie will, es hat einfach keinen Effekt.

DFieMDosismjachtd%asGift


Dosis, das ist doch aber auch eine Dynamik. Sie macht, er setzt nichts entgegen, weil ihm der Streit zuviel ist. Ich kann mir vorstellen, dass sie sich genau deshalb auch allein gelassen fühlt, weil er ihr durch seinen Rückzug in Sachen Erziehungskompetenz auch die alleinige Verantwortung aufbürdet.

Meine Frau hat grundsätzlich die korrekten Ansichten und ist immer im Recht.

Ehrlich gesagt verstehe ich es teilweise, wenn die eigene Meinung herab gesetzt und nicht respektiert wird, dass im Kopf der Gedanke entsteht "dann mach es doch gleich allein", weil das Gefühl entsteht, nichts richtig machen zu können als Vater.

Ich verstehe eine junge Mutter natürlich auch, die stets in Sorge ist, dass etwas schief geht oder andere Personen von außen Fehler wahrnehmen könnten. Aber ehrlich, 100 Prozent perfekt kann niemand sein und agieren.

Zumal die beiden sich auch als Team verstehen sollten und das nicht nur auf elterliche Ebene. Mir fehlt in der Beschreibung der positive Wille seiner Frau, Verantwortung zu zeitweise zu delegieren, damit die Mann-Frau-Ebene ebenso ihren Platz im Eheleben behalten kann.

dVanaQex87


Ich empfände das ein wenig als bockig, wenn mein gegenüber dann gleich ganz aufstecken würde. Besonders wenn es um was wichtiges geht, so wie kindeserziehung und ehe, und nicht um das Staubwischen.

Dqer_Drude


Natürlich liegt es auch an mir, gewisse Dinge mit mir machen zu lassen oder auch nicht. Ich lasse mir auch nicht alles gefallen und versuche derzeit die richtige Dosis zu finden. Das Eheleben bleibt dabei auf jeden Fall auf der Strecke, da meine Frau sich völlig auf das Kind fokussiert, stört sie das auch nicht und sie kann auch nicht verstehen, dass ich noch Bedürfnisse nach Zweisamkeit habe, wo wir doch jetzt Eltern sind.

Natürlich hat sie sich da völlig in etwas verrannt und ganz bestimmt benötigen wir Hilfe von Außen. Alle Freunde blasen eigentlich in das gleiche Horn, was sicherlich mit ein Grund dafür ist, dass Sie sich Außenkontakten momentan ausweicht (auch zum Treffen mit Freunden hat man als Eltern keine Zeit mehr, schon gar nicht mit so einem Kind).

Aber alle Versuche in diese Richtung Vorschläge zu unterbreiten werden abgelehnt. Ich muss das irgendwie selber hinbekommen ...

dganaxe87


dude, ist das eigentlich noch die selbe Partnerin von der du 2014 berichtet hast?

Wenn ja, wie hatte sich das entwickelt und deine Therapie?

C%houpextte:_Finnxian


Ein Kind "erlernt" schnell, wie es die Eltern für die Bedürfniserfüllung rekrutieren kann und setzt das mit zunehmendem Alter vehement ein, um die Kontrolle über das Geschehen zu übernehmen.

Oh Gott, bitte.. Ja, alles kleine Monster! Ich empfehle dir, dich mal mit den neurologischen Vorgängen in den kleinen Gehirnen und dazu bedürfnisorientierter Erziehung auseinanderzusetzen. Wenn du das nicht möchtest, habe ich da Verständnis für, aber dann veröffentliche doch bitte nicht solche "Weisheiten".

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TE, ich muss zugeben, dass ich selbst ein wenig von meinen Muttergefühlen überrannt wurde und ich mich in einer deutlich abgeschwächten Version sogar in deiner Frau wiederfinden kann. Allerdings eher so in Richtung "Ich mag das Kind noch nicht abgeben" und "Das Kind steht im Mittelpunkt". Die Sache mit der Morgentoilette finde ich schon stark abgehoben. Ich merke aber, wie es jetzt - nach zehn Monaten - wieder langsam normal wird und mein Mann für mich... sichtbarer wird. Vielleicht kommt deine Frau erst noch in diesen Zustand.

Ich habe gelesen, dass es bis zu neun Monaten nach der Geburt dauert, bis die Hormone der Schwangerschaft sich zurückgefahren haben. Ich kann das in mehreren Bereichen bestätigen (auch beim Thema Schlafmangel usw.). Ich habe irgendwo Verständnis für deine Frau - aber ich muss auch ganz klar sagen, dass du sehr viel machst und sie in einigen Punkten ziemlich weit geht. Mir wäre es zu weit, an deiner Stelle. Vielleicht hilft es, wenn du dich mal zurücknimmst (vielleicht mal drei Tage auf ein Seminar?) und sie sieht, an welchen Stellen du präsent bist und ihr Arbeit abnimmst...

d;anaQe 8x7


Choupette

Dein baby ist noch klein, das macht noch gar nichts bewusst, aber falsch liegt die Dosis nicht. Die haben sehr schnell raus wer auf was gut anspringt. So gucken meine heute erst nach wer im Wohnzimmer sitzt um zuentscheiden ob sie ihr Vorhaben eher sachlich oder mit Tränen angehen. Als die Kleine 2,5 hab ich sie vor dem Spiegel erwischt als sie weinen übte (ihre Ansage, nicht meine Interpretation. Dummes Mamatier war nämlich gucken gegangen und ganz erschrocken, dass sie still vor sich hinweinte. Für meine Trostversuche bekam ich dann aber promt nen Anschiß.)

Und sie wissen auch genau wer für was empfänglich ist und wie sie uns als Eltern gut gegeneinander ausspielen. Ganz besonders wenn ein Partner viel Bestätigung durch das kind braucht, als gute Mutter/Vater, wird das Konzept anfällig für Manipulationen.

Nur tut das dem Kind gar nicht gut, so die Kontrolle zu haben. Es macht ihnen Angst und drängt sie in eine Verantwortung die sie nicht tragen können. Es ist also duchaus nicht dämonisierend oder böse gemeint solche Faktoren im Blick zu behalten. Sachlich halt.

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