» »

Als nachdenklicher Mensch seine erste Beziehung haben...

m*ngef


%-| "ich halte es für möglich" - gut. Ändert nichts daran, dass du dir schon sicher warst und dass du das so schriebst, ist nicht meine Schuld. Und jetzt:


D{orfnLixxe


Gedankenstopp ist bei Zwangsgedanken ausdrücklich kontraindiziert.

Wäre er denn bei Zwangsgedanken überhaupt möglich oder einfach nur unnütz?

Nicht einfach nur unnütz, sondern schädlich. Zwangsgedanken, die ja eben in ihrer Zwanghaftigkeit sich dadurch auszeichnen, dass sie (zunächst) nicht kontrollierbar sind, können sich durch diese Technik sogar noch verstärken.

Im übrigen finde ich die strikte Trennung zwischen Symptom und Diagnose ziemlich amüsant. Das (Kern-)Symptom der Diagnose "Zwangsgedanken" ist - tadaa! - Zwangsgedanken. Was sonst ist eine Diagnose außer einer Kombination aus Symptomen, die unter Berücksichtigung eines Zeitkriteriums gleichzeitig oder überschneidend auftreten?

HRanxca


Im übrigen finde ich die strikte Trennung zwischen Symptom und Diagnose ziemlich amüsant

Dann kann man ja froh sein, dass du keine Ärztin bist.

J3essES]lytrherixn


Hanca, ich bin genauso wenig verpflichtet auf PNs zu reagieren, wie Yuna oder sonst wer verpflichtet ist, deine Ratschläge umzusetzen.

An einem privaten Austausch mit dir habe ich keinerlei Interesse.

Jups, same here.

Ich lasse mir auch nicht vorschreiben, wo ich was mit wem zu besprechen habe.

D~orfn&ixxe


Dann kann man ja froh sein, dass du keine Ärztin bist

Stimmt. Es wäre wirklich fatal, wenn Diagnosen anhand von Symptomen gestellt würden.

h-eutAe_ghixer


Vielen Dank mnef, dass du diese Diskussion öffentlich führst @:)

Die Geheimniskrämerei über PN ist mir auch suspekt - gerade wenn es um Hilfstechniken geht, die anderen Usern in ähnlichen Situationen helfen könnten.

Einen Konsens sehe ich bei dieser kontroversen Diskussion: die TE benötigt schnellst möglich therapeutische Behandlung. Mit sechs Versuchen am Tag ist es nicht getan. Ist bestimmt schon erwähnt worden, aber ich wiederhole es gern. Es gibt auch die Möglichkeit des [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/752067/ Kostenerstattungsverfahrens]]. Dazu ist es hilfreich, die Absagen der kontaktierten Therapeuten zu dokumentieren. Die TE könnte sich mit ihren Fragen ebenfalls an diesem Faden beteiligen.

Auch [[https://www.express.de/ratgeber/gesundheit/ab-1--april-psychotherapie---jetzt-bekommen-patienten-schneller-einen-termin-26276382 Akuttherapien]] sind möglich. Google hilft.

Allen Vorschlägen ist eines gemeinsam: die TE muss selbst aktiv werden.

Viel Kraft und Ausdauer bei der Suche :)*

D{oOrfn|ixxe


Akuttherapien sind eine tolle Erfindung, in der Theorie. Faktisch sind sie aber nur möglich, wenn der/die Therapeutin freie Termine hat, und das ist meistens nicht der Fall. Sonst hätte er/sie ja auch Kapazitäten für "normale" Therapien frei.

Der Unterschied zwischen Akutbehandlung und regulärer Therapie besteht nur darin, dass die Akuttherapie nicht beantragt, sondern nur der Krankenkasse gemeldet werden muss. Therapieanträge werden aber ohnehin nahezu immer bewilligt. Diese propagierte Erleichterung durch Akutbehandlung und Sprechstunde ist ne Farce, ganz ehrlich, solang sich an der tatsächlichen Anzahl der kassenzugelassenen Therapeuten nichts ändert. Und darüber entscheidet die Kassenärztliche Vereinigung, nicht die Therapeuten selbst. Von denen gibt es durchaus genug, die dürfen nur nicht abrechnen.

h`euteS_hi+er


Dorfnixe, das wusste ich nicht wie es in der Praxis läuft. Habe das mal in den Nachrichten aufgeschnappt, dass jeder Therapeut Plätze für Schnellsprechstunden anbieten muss.

Wie gesagt, geht es auch eher darum alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Wenn der eine Weg nicht funktioniert (ist sicher von Region zu Region unterschiedlich), dann einen anderen Weg zur Therapie versuchen. Am besten natürlich mehrere Versuche gleichzeitig starten.

Es ist nicht nur in der Psychotherapie so eng mit Facharzt-Terminen - von daher kenne ich die Problematik. Als Patient muss man da sehr flexible sein und viele Informationen sammeln, damit es schnell voran geht mit der Behandlung.

D<orfn?ixxe


Habe das mal in den Nachrichten aufgeschnappt, dass jeder Therapeut Plätze für Schnellsprechstunden anbieten muss.

Muss er auch. Dann hat man als Patient einen ersten Termin, den man auch recht zeitnah bekommt, und landet dann eben danach auf der Warteliste statt sofort nach dem Anruf oder der Anfrage.

Faktisch gehen durch diese Sprechstunden sogar noch Therapieplätze verloren, weil der/die Therapeut/in ja in der Zeit, wo er/sie Sprechstunden anbietet (100 Minuten pro Woche bei einem vollen Kassensitz, das entspricht 2 Therapiesitzungen), keine Therapien durchführen kann.

In der Theorie toll, weil der erste Zugang für Patienten erleichtert und oft auch beschleunigt wird, aber leider ein paar Meilen zu kurz gedacht.

hIeutTe_hMiexr


Kann in der Schnelltherapie nach einer ersten Diagnose nicht auch die weitere Vorgehensweise besprochen werden? Ich könnte mir vorstellen, dass die Psychotherapeuten gut informiert sind über die Situation und alternative Vorgehensweisen vorschlagen können.

Door&fnixxe


Kann in der Schnelltherapie nach einer ersten Diagnose nicht auch die weitere Vorgehensweise besprochen werden? Ich könnte mir vorstellen, dass die Psychotherapeuten gut informiert sind über die Situation und alternative Vorgehensweisen vorschlagen können.

Klar, genau dafür ist die Sprechstunde ja da. Nur wenn die weitere Vorgehensweise "Psychotherapie empfohlen" lautet - und das ist allermeistens der Fall, denn Patienten sind ja nicht blöd und wissen meist schon ganz gut, dass Therapie für sie das richtige ist - ändert das genau nichts, dann gibt's keine freien Plätze.

Wirklich hilfreich ist das Procedere nur für diejenigen, denen z.B. eine Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe ausreichend helfen kann, aber das ist nur ein Bruchteil derjenigen, die zu den Sprechstunden kommen. Die meisten kommen erst, wenn es für Präventivangebote längst zu spät ist. Das wiederum schreibe ich der nach wie vor vorherrschenden Stigmatisierung psychischer Störungen bzw. Therapien und einem verbreiteten Halbwissen ("Du hast doch keine Depression, reiß dich halt zusammen, andere sind auch überlastet") darüber zu, aber das führt jetzt zu weit.

Liebe Yuna, es tut mir ein bisschen leid, dass dieses Thema jetzt hier so ausführlich besprochen wird, weil es sich sicherlich im Grenzbereich zum Offtopic bewegt. Andererseits ost dir als mündige erwachsene Person nicht geholfen, einer unrealistischen Illusion über schnell verfügbare Therapieangebote aufzusitzen.

Übers Kostenerstattungsverfahren könnte es evtl. funktionieren, hierfür solltest du tatsächlich Absagen "sammeln" (also dokumentieren) und dann damit bei deiner Krankenkasse nachfragen. Wenn die dem Verfahren zustimmt, kannst du mit etwas Glück schneller behandelt werden, z.B. in einer Privatpraxis. Insgesamt ist das aber auch eher rückläufig, weil die Kassen dem Verfahren seltener zustimmen.

Um Engagement, Klinkenputzen und Flexibilität wirst du aber wohl nicht herumkommen. Ich wünsche dir viel Erfolg für die Suche!

G!raókgra/mán


Das ist auch wieder so eine Spitze, die nichts zum Thema beiträgt.

Nein, ist es nicht. Ich denke, dass es niemandem hilft, wenn man eine Person und deren individuelle Schwierigkeiten schubladisiert. Ferndiagnosen werden selbst bei Leuten, die tatsächlich vom Fach sind, sehr kritisch gesehen. Wenn überwiegend Laien in einem Internetforum diskutieren und damit einen Menschen, der psychisch vermutlich eh schon angeknackst ist, verunsichern, finde ich das noch mehr daneben.

Und ob ich nun beispielhaft schreibe: "Yuna strebt nach Perfektion" oder "Mein Eindruck ist das Yuna nach Perfektion strebt" ist doch fast das gleiche oder? Der Inhalt ist oft wertvoller als die Form.

Der Inhalt ist von der Form nicht loszulösen. Es geht nicht nur darum, was man sagt, sondern auch wie man es formuliert. Gerade, wenn man sich rein schriftlich austauscht und die nonverbale Kommunikationsebene wegfällt, finde ich es besonders wichtig, sich möglichst gut auszudrücken.

Und es ist ein Unterschied, ob ich etwas als persönliche Meinung oder Einschätzung ausdrücke, oder als **Tatsachenbehauptung*.

Beispiel:

Mein Hund ist schwarz-weiß. Das ist eine Tatsache, weil es nun mal wirklich so ist.

Ich glaube, dass mein Hund Rolltreppen gruselig findet. Das ist eine Vermutung. Die Vermutung basiert zwar auf Indizien: Mein Hund zieht normale Treppen Rolltreppen vor und versucht die Benutzung von Rolltreppen zu vermeiden. Ob sie das nun allerdings tut, weil sie ein kluger Hund ist und das real gegebene Risiko einschätzen kann, ob das so ist, weil das Hundetier eine unsichere Persönlichkeit hat, oder ob sie sich selbst bewegende Treppen einfach gruselig findet, weiß ich nicht. Schließlich kann ich nicht in ihren Kopf hineinsehen. Ich kann mir nur selbst Dinge zusammenreimen. Und das kann man dann, finde ich, durchaus auch so formulieren.

Gerade wenn man hier eh ellenlange Texte schreibt, kann man statt einem "XY ist soundso.." auch gleich ein "Meiner Meinung nach..", "So, wie ich XY einschätze..", Ich glaube, dass.." Ich halte es für wahrscheinlich, dass.." schreiben.

Das ist dann nicht nur näher an der Realität. Sondern hilft Yuna auch, indem sie eben nicht in Schubladen gesteckt wird, sondern Fremdwahrnehmungen aufgezeigt bekommt, bei denen sie sich selbst aussuchen kann, ob und inwiefern diese sich mit ihrer Selbstwahrnehmung decken.

Formuliert man Dinge nun als Tatsachenbehauptungen oder auch mehr oder weniger als Diagnosen, kann das dazu führen, dass unsichere Menschen noch mehr verunsichert werden. Weil da etwas über sie geschrieben wird, das sich vielleicht schon - vielleicht aber auch gar nicht mit der Realität deckt. Das ist wieder Futter für Grübeleien und Unsicherheit, weil unsichere Menschen so das Gefühl bekommen können, dass irgendwas mit ihnen nicht stimmt.

Sprache bietet so viele Möglichkeiten sich möglichst genau auszudrücken. Und meiner Meinung nach wäre viel gewonnen, wenn Menschen sich gut und achtsam ausdrücken würden.

E.laf|Remi|ch081x5


Dann muss man das ganze Forum schließen! Denn jeder hat individuelle Überzeugungen und eine individuelle Meinung, auch gegenüber Schreibern die man nicht persönlich kennt. Und es sind in einem Medium wie diesem Forum nur "Ferndiagnosen" möglich. Dann muss ich jedem sagen: "Tut mir Leid, dazu kann ich nichts sagen, denn ich kenne dich nicht."

Willst du mir darüber hinaus ernsthaft ankreiden das ich zu lange Texte schreibe?

Ständig zu erwähnen das das was ich schreibe keine zwingende Tatsache sein muss, sondern lediglich meine Meinung/Überzeugung ausdrückt, die nicht zutreffen muss, würde alles nur unnötig aufblähen. Dabei spielt die Formulierung keine Rolle, Yuna kann mit Sicherheit erkennen das dies nunmal mein individueller Stil ist sich auszudrücken. Ständig alles zu relativieren und dies ständig erwähnen zu müssen, um den armen Leser nicht zu sehr zu verunsichern, ist unnötig anstrengend, sowohl für den Schreiber als auch für den Leser und lenkt vom eigentlichen Inhalt ab, der transportiert werden soll.

Man soll niemanden in eine Schublade stecken? Wenn ich sage das Yuna ein viel zu geringes Selbstbewusstsein besitzt, stecke ich sie genauso in eine Schublade als hätte ich geschrieben das ich "der Meinung bin" sie hätte ein zu geringes Selbstbewusstsein. Die Aussage bleibt die gleiche. Die Meinung/Überzeugung dahinter bleibt die gleiche und die Absicht und erhoffte Reaktion dahinter auch.

Alles was jeder schreibt ist immer eine Meinung oder Überzeugung. Sei es durch Lebenserfahrung, Schulwissen, Intuition oder sonst was. Selbst ein reiner Glaube zählt.

In den letzten Monaten und Jahren entwickelt sich die öffentliche Gesellschaft hin zur Einforderung immer neuer Dinge, die beachtet und respektiert werden sollen. Jeder fordert egoistisch das auf seine individuelle Besonderheit Rücksicht genommen werden muss. Das wirkt oft nicht nur lächerlich, sondern hilft den "Betroffenen" am Ende gar nicht, weil ihre wirklichen Bedürfnisse von belustigender Etikette überlagert wird.

Es ist logisch und selbstverständlich das ich bezügl. Yuna nicht sagen kann das etwas so "ist". Denn ich kenne Yuna nicht persönlich. Auch habe ich keine psychologische Ausbildung. Ich habe zwar beruflich mit emotionalen menschlichen Schicksalen zu tun, aber auf einer anderen Ebene.

Ich finde das insbesondere dieser Aspekt überhaupt gar nicht hilfreich ist. Wenn jetzt schon die Form wichtiger wird als der Inhalt, brauchen wir gar nicht weiter reden. Viel toller würde ich es finden wenn man sich mit dem Inhalt auseinandersetzen würde.

Zum Schluss etwas mit der groben Kelle: Du bringst den Einwand das Behauptungen den Leser ehr verunsichern als Meinungen. Und das Yuna als zutiefst unsicherer Mensch dadurch nur noch mehr das Gefühl bekommt das etwas mit ihr nicht stimmt. Schön. Tatsache ist aber nunmal das mit Yuna in der Tat etwas nicht stimmt...

Ich weiß das ich oft "Tatsachen" fomuliere. Ich bin der Meinung das Yuna damit ehr geholfen ist. Warum? Dann kann sie sich die Frage stellen warum ich dieser Meinung bin. Relativiere ich alles, damit es sich freundlicher liest, "ich glaube das... aber genauso gut könnte es auch anders sein", fühlt sie sich erst recht unsicher, weil es dann mehrere Möglichkeiten gibt. Ist es wirklich so? Oder ist es doch ganz anders? Zudem verändert es den Sinn der Aussage. Denn wenn ich schreibe das Yuna zu rational denkt, dann ist das nunmal meine Überzeugung und ich bin eben nicht der Meinung das es auch anders sein könnte. Wenn ich schreibe das Yuna verliebt ist, dann heißt das nunmal das ich dieser Meinung bin. Ich kann diese auch begründen und eben eben nicht der Meinung sie wäre es nicht.

PS: Ich halte es für wahrscheinlich, dass der Beitrag über mir Yuna ins keinster Weise weiterhilft.

m6s92


Ich halte es für äußerst wahrscheinlich, dass unter den letzten 100 Beiträgen nur 1-2 dabei waren, die für Yuna hilfreich sind.

G?raóHgriamán


Dann muss man das ganze Forum schließen**! Denn jeder hat individuelle Überzeugungen und eine individuelle Meinung

Warum sollte man das Forum schließen müssen ":/ Meinungen als solche zu kennzeichnen, ist ja nun wahrlich kein Hexenwerk. Die Sprache ermöglicht uns das.

Willst du mir darüber hinaus ernsthaft ankreiden das ich zu lange Texte schreibe?

Nein, das möchte ich dir überhaupt nicht ankreiden. Das ist ein Missverständnis. Ich meinte, dass lange Texte nicht sehr viel länger werden, wenn man statt einem "XY ist.. " ein "Meiner Meinung nach ist XY.." schreiben würde @:)

Wenn ich sage das Yuna ein viel zu geringes Selbstbewusstsein besitzt, stecke ich sie genauso in eine Schublade als hätte ich geschrieben das ich "der Meinung bin" sie hätte ein zu geringes Selbstbewusstsein.

Nein. Das eine legt nahe, dass sie fix in eine gewisse Schublade gehört. Das andere zeigt deine Fremdwahrnehmung auf und bietet die Möglichkeit selbst überprüfen zu können, ob sich die Schublade für einen passend anfühlt.

Ich finde das insbesondere dieser Aspekt überhaupt gar nicht hilfreich ist. Wenn jetzt schon die Form wichtiger wird als der Inhalt, brauchen wir gar nicht weiter reden.

Ich habe nie gesagt, dass die Form wichtiger ist als der Inhalt. Meiner Meinung nach sind Form und Inhalt wichtig. Weil es eben beim Vermitteln von Inhalten nicht nur darauf ankommt, was man sagt, sondern auch wie man es sagt.

Tatsache ist aber nunmal das mit Yuna in der Tat etwas nicht stimmt...

Ist da also eine Tatsache, hm? ;-D

Ich empfinde es schon auch so, dass es Yuna nicht gut geht und sie mit sich selbst zu kämpfen hat. Aber was ist bitteschön ein "mit dir stimmt was nicht". Wenn es darum geht, dass persönliches Verhalten und Empfindungen von der Norm abweichen, dann stimmt mit ziemlich jedem Menschen etwas nicht. Und jeder Mensch hat Phasen, in denen es einem besser oder schlechter geht. Man emotional gefestigter oder dünnhäutiger ist. Bei den meisten gibt sich das mehr oder weniger von alleine wieder. Andere brauchen jemanden, der sie an der Hand nimmt und neue Wege aufzeigt. Aber nur weil man seinen eigenen Weg noch nicht gefunden oder vorübergehend verloren hat, zu behaupten, dass mit jemandem was nicht stimmt, empfinde ich als unprofessionell und übergriffig.

Denn wenn ich schreibe das Yuna zu rational denkt, dann ist das nunmal meine Überzeugung und ich bin eben nicht der Meinung das es auch anders sein könnte. Wenn ich schreibe das Yuna verliebt ist, dann heißt das nunmal das ich dieser Meinung bin. Ich kann diese auch begründen und eben eben nicht der Meinung sie wäre es nicht.

Nun, wie in meinem letzten Beitrag schon geschrieben, macht es durchaus einen Unterschied, wie man Dinge schreibt.

Wenn du schreibst, dass Yuna zu rational denkt, dann ist das keine Schilderung einer individuellen Überzeugung, sondern eine Tatsachenbehauptung. Und wenn man Tatsachen behauptet, ist das keine Anregung darüber nachzudenken, ob es nicht vielleicht doch anders sein könnte.

Wenn ich schreibe, dass mein Hund schwarz-weiß ist, dann ist das so. Eine Tatsache. Punkt. Und keine Anregung mal darüber nachzudenken, ob der Hund jetzt nicht vielleicht doch auch grün-violett kariert sein könnte.

Relativiere ich alles, damit es sich freundlicher liest, "ich glaube das... aber genauso gut könnte es auch anders sein", fühlt sie sich erst recht unsicher, weil es dann mehrere Möglichkeiten gibt. Ist es wirklich so? Oder ist es doch ganz anders?

Ja natürlich! Es ist ja auch so, dass es mehrere Möglichkeiten gibt. Wir leben in einer komplexen Welt!

Mir scheint, dass Yuna hier von einigen als komplett hilfloses Wesen angesehen wird, das man von oben bis unten betüdeln muss. Ich meine hej, allen Threads zum Trotz hat sie es geschafft sich vom Elternhaus zu lösen, eine eigene Wohnung zu beziehen, eine Ausbildung zu finden und durchzuziehen und Sozialkontakte zu knüpfen.

Ich schätze Yuna so ein, dass sie durchaus in der Lage ist für sich selbst zu sorgen und ihr Leben eigenverantwortlich hinkriegen zu können. So, wie sie schreibt, geht es ihr damit zwar nicht wirklich gut, aber sie ist inzwischen so weit sich auch an diesem Punkt Hilfe zu suchen.

Sie reflektiert also sehr wohl und geht Veränderungen in ihrem Tempo an. Ich denke nicht, dass man Yuna vor sich selbst schützen muss.

PS: Ich halte es für wahrscheinlich, dass der Beitrag über mir Yuna ins keinster Weise weiterhilft.

Das ist eine vollkommen legitime Meinung. Ob Yuna oder andere Leser das anders empfinden, entscheidet dann wieder jeder für sich selbst.

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH