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Als nachdenklicher Mensch seine erste Beziehung haben...

pcain#t-it-qcolourxful


Yuna,

ich kopiere dir hier noch einmal meinen Beitrag vom 05.03.2018 rein; vielleicht kannst du ihn ja noch einmal auf dich wirken lassen. Ich bin dafür zwar kritisiert worden, finde aber trotzdem, dass er doch das eine oder andere Körnchen Wahrheit enthalten könnte, vor allem nach dem Lesen deines letzten Beitrags:

Yuna,

Ich finde, dass dein Verhalten und die Gefühle, die du hast, nicht dafür sprechen, dass du die große Liebe gefunden hast. Du bist mit der Beziehung, die du hast, nicht glücklich, redest dir aber ein, dass du glücklich sein solltest. Warum? Du musst keine Beziehung führen, nur weil andere das auch machen.

Gerade die erste Liebe sollte dich am Anfang aus den Schuhen hauen - und dann ist dir auch deine Figur egal. Das alles belastet dich sehr und du drehst dich mit deinen Gedanken im Kreis. Das ist alles nicht gesund.

Wenn ich das hier alles von dir lese, dann frage ich mich, warum du nicht wirklich erst einmal eine Therapie machst, in Ruhe deine Prüfung bestehst - oder umgekehrt ;-) - und guckst, was dir guttut.

Auch wenn dein "Freund" ein lieber Mensch ist, ist er nicht derjenige, den du wahrscheinlich zur Zeit brauchst. Ich kann verstehen, dass man nicht alleine sein möchte, aber doch nicht um den Preis, dass man sich täglich fragt, ob die Gefühle stimmen oder wie sie zu sein haben. Wenn dir der Richtige über den Weg läuft, dann wirst du wissen, dass es stimmig ist. Lass es einfach auf dich zukommen und dich in dieser Beziehung nicht stressen.

Du musst nichts machen, wofür du nicht bereit bist. Vielleicht ist du z.Zt ohne Beziehung einfach besser dran. Horch mal in dich hinein, womit du im Moment zufriedener wärst: einen Menschen an deiner Seite zu haben, der, auch wenn er nett ist, deine Gedanken in nicht positiver Weise kreisen lässt, oder alleine zu sein ohne die ganzen negativen Gedanken. Die erste Liebe sollte nach meiner Auffassung etwas ganz Besonderes und nicht mit so vielen negativen Gedanken behaftet sein. Du schiebst so viele Gründe vor, warum dieses und jenes nicht geht. Bei den richtigen Gefühlen für einen Menschen würdest du Gründe finden, warum du ihn sehen und mit ihm zusammen sein willst.

Es ist gar nicht so schwer, das Richtige für sich zu finden. Man muss nur ehrlich zu sich sein und eine Entscheidung treffen.

CVaramoalxa 3


Das Tagebuch schreiben, oder generell aufzuschreiben, was einen bedrückt und seine Wünsche und Bedürfnisse in den Text mit einzubeziehen und auch die Personen, die darin involviert sind, dass kann helfen, die Gedanken zu ordnen und positive Lösungswege aufzeigen. Letztendlich bekommt man die Rückmeldungen aus sich selbst. Das habe ich immer dann gemacht, wenn ein Thema mir zuviel geworden ist, aber eher als Mail an die betreffenden Personen, die ich dann nie abgeschickt habe.

Ich weiß inzwischen auch nicht mehr, ob eine Trennung für dich nicht eine Möglichkeit wäre, denn so wie es aussieht, ist der Druck viel zu hoch für dich. Wenn dein Freund sich wieder auf eine Freundschaft mit dir einigen kann, dann ist das vielleicht etwas, was dir im Moment auch helfen kann. Dieser Schritt wäre dann aber schon einschneidend. Vielleicht willst du aber auch, für einen unbestimmten Zeitraum, nur die Freundschaft mit deinem Freund leben, ohne die Paarbeziehung, aber ohne dich direkt zu trennen, bis du mit Hilfe eines Therapeuten, zu einer inneren Lösung gekommen bist. Wenn dein Freund das mitmachen will, dann wäre das eine Möglichkeit, denke ich. Ich würde die Entscheidung ihm überlassen.

EDdegnRoSse


Vor einem Jahr hatte ich die Möglichkeit für einen beruflichen Aufstieg und eigentlich hatte ich dann schon zugesagt. Aber je näher der Arbeitsbeginn auf der neuen Stelle kam, umso mehr Zweifel hatte ich. Ich fand immer neue Dinge an der neuen Position (Arbeitszeit, Kollegen, Aufgabengebiet) die mich stören. Ich hab mich total gestresst und wollte nicht mehr. Ich hab dann meinem Chef gesagt, dass ich doch auf meiner alten Position bleiben will. Mein Chef war nicht begeistert, aber ich war unheimlich erleichtert und fühlte mich als wäre mir eine zentnerschwere Last von den Schultern gefallen. Das hielt auch einige Wochen an. Dann kamen die Zweifel, ob es die richtige Entscheidung war. Mir wurde klar, dass ich eigentlich nur Angst vor der neuen Position hatte und deshalb nach Gründen dagegen gesucht habe. Nun bereue ich es total und trauere der Stelle hinterher.

Was ich damit sagen will: Auch kurzfristig Erleichterung beim Gedanken an eine Trennung, heißt nicht, dass du nicht verliebt bist.

Nach allem was du vor allem in PNs über deinen Freund geschrieben hast, glaube ich immer noch, dass du verliebt bist. Aber Angst kann alle positiven Gefühle überdecken.

Deshalb mache nicht den Fehler jetzt etwas zu überstürzen und etwas zu tun, was du nicht mehr rückgängig machen kannst.

Cuaramxadla x3


Das stimmt, Eden Rose und ich sehe das auch immer noch genauso. Es stellt sich die Frage, wie sie jetzt eine wirkliche Erleichterung finden kann, wenn sie sich selbst mit dieser Frage immer wieder zerfleischt, sprichwörtlich.

x>Yunjax


Mir wurde vorgeschlagen, ich soll ne Beziehungspause machen. Na, ich weiß ja nicht. :-/ Hilft so etwas je? Mein Freund macht das doch bestimmt nicht mit. Weiß nicht, ob ich das würde an seiner Stelle... Erscheint wie die Vorbereitung zu einer Trennung. Was meint ihr?

Auf den Rest geh ich später ein.

m/sx92


Eine Beziehungspause würde meiner Meinung nach nichts ändern. Du würdest genau so weitergrübeln wie jetzt. Und immerhin habt ihr schöne Stunden miteinander! Warum darauf verzichten? Auch ich bin überzeugt, dass du doll verliebt bist und er dir sehr guttut. Eine Trennung würde meinem Gefühl nachendloses Weitergrübeln verursachen, ob es nicht besser anders gewesen wäre. Lass es doch einfach laufen.

Myehnxo


Liebe Yuna,

mal angenommen, Du würdest Dich von Deinem Freund trennen. Wie würden Deine Gedanken dann hinterher aussehen?

Vielleicht würdest Du plötzlich glücklich und zufrieden sein, weil eine große Last von Deinen Schultern fällt?

Oder würdest Du hinter grübeln und Dich dauern fragen, ob die Entscheidung richtig war? Und weiter grübeln, ob Du jemals wieder jemanden finden wirst, der Dich versteht und Dich so mag, wie Du bist (mit allen Ecken und Kanten und Macken)? Vielleicht stellt sich im Rückblick heraus, dass die Stunden, die Du mit ihm verbracht hast so schön waren, dass sie Dir fehlen. Dann würden Deine Gedaken um den Punkt kreisen "Oh je, wie konnte ich nur mit ihm Schluss machen?".

Ich komme jetzt mal mit uralten Sprüchen:

"Aus Erfahrung wird man klug". Das heißt, wenn Du meinst, dass Dir die Erfahrung des Trennungsprozesses und das hinter her wieder allein sein weiterhilft und du zu 100% der Meinung bist, dass eine Trennung das Richtige ist dann zieh es durch.

"Wer A sagt muss auch B sagen". Wenn Du Dich trennst musst gibt es kein Zurück. Ich weiß nicht, wie die Kosequenzen aussehen werden. Es könnte sein, dass Ihr hinterher weiter miteinander umgeht wie vorher. Es kann aber auch sein, dass ihr keinen Kontakt mehr haben werdet, weil die Trennung Euch so wehtut, dass jeglicher Kontakt die Wunde wieder aufreissen würde. Sei Dir also der Folgen bewußt.

Ich glaube, dass die Trennung Deinen Grübeleien kein Ende bereiten wird, dann Deine Gedanken werden dann ein neues Problem finden, mit dem sie sich beschäftigen werden. Ich rate jetzt mal: Deine Gedanken werden dann darum kreisen, wie es Deinem Ex-Freund geht und ob Du jemals jemanden finden wirst, mit dem Du eine Beziehung eingehen möchtest. Du wirst einen neuen Faden aufmachen. Der Faden wird sich dann mit Deiner Trennung und Deinen Gefühlen und Gedanken nach der Trennung beschäftigen.

C6arAama6la e3


Gut zusammengefasst, Mehno. :)^ Das sind lebensnahe Gedanken, die helfen können zu sortieren und die die eigenen Bedürfnisse mit ansprechen. Und danach wird man letztendlich auch entscheiden und man wird sich im besten Falle für das entscheiden, was einem langfristig gut tut, auch wenn es jetzt erst mal nicht so einfach ist.

m/nexf


Eine Beziehungspause würde meiner Meinung nach nichts ändern. Du würdest genau so weitergrübeln wie jetzt.

:)z Da bin ich mir auch ziemlich sicher.

xoYun6ax


Ich geh noch drauf ein. Fühl mich dazu nur gerade nicht in der Lage.

Wenn man depressiv ist, ist man dann in der Lage sich verliebt zu fühlen? Oder jemanden zu lieben? Weiß das einer?

Aktuell fühle ich einfach gar nichts mehr. Ich funktioniere, aber das wars dann auch.

HEanxca


Wenn man depressiv ist, ist man dann in der Lage sich verliebt zu fühlen?

Die Frage hast du schon viele Male gestellt und die Antwort lautet immer noch:

Nein.

E/lafRemcichx0815


Wenn man depressiv ist, ist man dann in der Lage sich verliebt zu fühlen?

Ich hatte darauf schon in einer längeren PN geantwortet, aber die kurze Antwort lautet ganz eindeutig: Nein!

x7Yuxnax


Ist man nicht? Mh.

@ Hanca

Hatte ich? Oh. Dann hab ich das vergessen. Entschuldigung.

@ Elaf

Die PN hab ich gelesen. Weiß den Inhalt gerade nicht mehr so ganz, aber ich hatte das, meine ich, als "Weiß ich nicht" verstanden.

m#nHef


Wenn man depressiv ist, ist man dann in der Lage sich verliebt zu fühlen?

Ich hatte darauf schon in einer längeren PN geantwortet, aber die kurze Antwort lautet ganz eindeutig: Nein!

Ich finde, das ist eine klassische dieser Fragen, auf die man nur mit "Es kommt drauf an" antworten kann. Natürlich gibt es auch Depressive, die Verliebtheit fühlen können. 'Nur' um Yuna zu beruhigen brauchen wir hier jetzt nicht allen Menschen mit Depressionen absprechen, sich verliebt fühlen zu können :-o :|N

JiessS'lythexrin


Langfristig kann es dir helfen zu erkennen, was du schon geschafft hast, obwohl das zu dem Zeitpunkt auch alles unglaublich dramatisch war.

Haha. So würde das bei mir aber nicht aussehen. Da stünden dann Dinge wie: "Wieso darf ich denn nicht mal glücklich sein? Wieso ist mein Leben immer so scheiße? Wieso bin ich so ein schlechter Mensch? Was tu ich meinem Freund da eigentlich an?" usw. usw. Schätze ich gerade. :-|

Sag ich doch dramatisch.

Meins klang so ähnlich als ich es angefangen habe. Nur noch viel, viel dunkler. Und das ist auch gut so. Da soll ja nicht nur rein, wenn es einem gut geht.

Ich schreibe da rein, wenn meine Gedanken einfach mal raus müssen. Es braucht wirklich nicht immer eine Rückmeldung von aussen. Und ich lese es, wenn ich wieder fest stecke. Das zeigt mir, was ich alles schon überstanden habe.

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