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Sexbeziehung.. soo richtig und doch falsch?

MLobuxla


Dreifache Mama: ist das so eine Dom-Sub-Sexbeziehung, die sich immer mehr gesteigert hat? Und daher passt es sexuell zusammen, und kommt deinem möglichen Wunsch nach Unterordnung, Erniedrigung und Anpassung und mit sich machen lassen, und seinem nach Dominanz und Beherrschung anderer entgegen? Das würde dann zumindest erklären, was das gleichzeitig mit einer quasi Partnerschaft auf Augenhöhe irgendwie gar nicht zusammen passen kann.

dkana3e8x7


Das stimmt, danke für den Augenöffner. Damit kann ich etwas angefangen. Muss mehr zu mir stehen und dem was ich möchte aber die Krux ist dabei, dass ich nicht immer so genau weiß, ob zu mir stehen den anderen in seinen Grenzen einschränken würde.

Wieso wäre das schlimm? Das Verhalten anderer schränkt dich doch auch ein und das ist völlig normal. Wieso aber sollte das für dich nicht in Ordnung sein andere einzuschränken? Wieso kann er fordern, du aber nicht?

R?obdseWnxn


Das kenne ich gut.

Ob es gut oder schlecht ist, kannst leider nur du entscheiden.

Ich bin mir aber sicher, dass du ein Bauchgefühl hast. Eine Richtung zu einer Entscheidung, die du favorisierst. Was sagt dir dieses Bauchgefühl?

d)reif(ach4exmama


anakin

danke für deine Worte, scheint ja tatsächlich sehr ähnlich bei dir zu laufen. Und das seit konsequent 5 Jahren?

Ich bin ebenso in den Gedanken "Ist doch o.k. so" gefangen, die allerdings latent dem "Was lässt Du da mit Dir machen?" und "Es gibt garantiert auch andere, BESSERE Männer" gegenüberstehen. Der Sex ist so ein Trigger. Da rede ich mir immer ein: Dafür allein lohnt sichs schon - bestimmt haben meine Freund/Kollegen/Bekannten trotz Partner nicht so tollen Sex!

Naja gut, was andere Leute für Sex und Beziehungen haben, ist mir egal. Hauptsache ich habe welchen, der mir Spaß macht und mit dem Mann, der mir gefällt und der auch gerne welchen mit mir hat.

Mein Gedankenspiel was ich dabei habe, ist auch nicht, dass mein Konstrukt "besser" ist als das was andere tun.. ich rede mir das "anders" schön. Ich sage mir eben, "warum sollten wir diese Ebene, auf der wir im absoluten Gleichklang sind nicht für uns nutzen?" Dann aber wieder "warum muss ich in der Rolle derjenigen sein, die nicht "gut genug" ist, dass man sich mehr als Bett vorstellen kann?"

mobula

Dreifache Mama: ist das so eine Dom-Sub-Sexbeziehung, die sich immer mehr gesteigert hat? Und daher passt es sexuell zusammen, und kommt deinem möglichen Wunsch nach Unterordnung, Erniedrigung und Anpassung und mit sich machen lassen, und seinem nach Dominanz und Beherrschung anderer entgegen? Das würde dann zumindest erklären, was das gleichzeitig mit einer quasi Partnerschaft auf Augenhöhe irgendwie gar nicht zusammen passen kann.

Nein, keine BDSM Spiel Beziehung. Ich habe etwas derartiges vor vielen vielen Jahren mal ausprobiert, hat mir aber nicht gefallen.

Ich habe diesen "Unterwerfungswunsch" auch nicht mal. Oder nicht bewusst? Ich weiß es nicht Er fühlt sich gerne überlegen, in allen möglichen Bereichen und es nervt mich, dass er in allem besser sein will als ich. Dass er mir das Gefühl gibt, so wie ich etwas tue, mache ich es eh falsch, und er würde es ganz anders machen. Dass er mir bei etwas nicht einfach mal zustimmen kann, sondern immer anderer Meinung sein muss, fast schon aus Prinzip. Das nervt. Als ob er mit Gewalt keine Harmonie zulassen will. Konkurrenz, sich über andere Menschen stellen, er macht dies und das besser..

unser Altersuterschied ist so gering, dass er noch ganz knapp mein großer Bruder sein könnte.. er hat Lebenserfahrung, aber die habe ich auch, eigentlich hat er kein Recht, selbst wenn er 10 Jahre älter wäre, alles besser zu wissen und machen und so zu tun, als sei ihm alles und jeder unterlegen.

Einzig im Bett haben wir diese Diskrepanz nicht.

Ich bin mir aber sicher, dass du ein Bauchgefühl hast. Eine Richtung zu einer Entscheidung, die du favorisierst. Was sagt dir dieses Bauchgefühl?

Ich bin gespalten. Ein Teil findet es gut so wie es ist, ein anderer will es anders haben. Die Alternative wäre, keinen Sex zu haben und an die Momente zurück zu denken, das möchte ich nicht. Austauschbar ist er nicht, ich habe keine Lust auf jemand anderen und schon gar nicht mit jemand anderem neu anzufangen. Bin zu gefangen in destruktiven Beziehungsmustern, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen. Bekomme Fluchtreflex bei aufrichtig gezeigtem Interesse, statt es einfach annehmen zu können. Bin es zu sehr gewohnt, die zweite Geige und die Austauschbare zu sein. Nachzugeben und es anderen rechtzumachen.

Mir fällt gerade ein, dass es vielleicht damit zusammen hängt dass mir in meiner Kindheit/Jugend oft gesagt wurde, dass ich zu egoistisch und kritisch sei und denken würde ich sei der Nabel der Welt. Von erwachsenen Bezugspersonen. Es ist möglich dass ich mich in vielerlei Hinsicht auch so verhalten habe, doch ich habe damit aufgehört, weil ich in meinem Verhalten derart angeeckt bin und die Menschen mir verdeutlicht haben "So wie du bist, hab ich dich nicht lieb".. daher bin ich heute so, da läuft wohl unterbewusst der Film "Sei nicht egoistisch".

a\na(kin1o5G04


"Bekomme Fluchtreflex bei aufrichtig gezeigtem Interesse, statt es einfach annehmen zu können."

Ach je - das kann ich so unterschreiben ;-) .

Ob das so das Wahre ist....

Die Verbindung läuft mehr oder weniger konsequent seit 5 Jahren, ja. Die längste Pause ware 2 Monate. Oder 6 Wochen? Ich weiss es nicht (mehr).

Es begann auf jeden Fall immer wieder. Sicher auf Grund der von Dir erwähnten nicht vorhandenen Diskrepanz im Bett. Da funktioniert "es" einwandfrei ;-D ...

Ansonsten - dies bedacht sein auf "Harmonie zerstören" kenne ich...vielleicht macht er das gar nicht einmal bewusst - aber er tut es.

Wenn es Deinen Alltag (und Dein Leben...Deins!) nicht "stört" - warum nicht.

Ich merke, wie ich "anspringe", wenn interessierte Phasen an der Tagesordnung sind - und wie es mich...so ganz nebenbei...runterzieht, wenn die Flaute folgt.

Es soll ja nicht zu toll werden... :-/

DAS stört mich. Und das habe ich auch noch nicht in den Griff bekommen.

Und - ich war ruhiger, als die letzte "Pause" akut war - das sollte frau zu Denken geben.

Tut es jedoch nicht ;-D .

Lieben Gruß!

d>reifSachemama


Ich weiß nicht, ob ich derzeit ruhiger bin. Wir hatten zwar gestern telefonischen Kontakt und SMS, aber er hatte keine zeit, ist heute auch so. Es nervt mich, es ist wie eine Droge.. man muss erst man eine Weile ohne sein, dass es einem wieder halbwegs egal wird.

aZnakiNn15>04


"es ist wie eine Droge.. man muss erst man eine Weile ohne sein, dass es einem wieder halbwegs egal wird."

Ja

snensibeAlman9n9x9


Dass er mir das Gefühl gibt, so wie ich etwas tue, mache ich es eh falsch, und er würde es ganz anders machen. Dass er mir bei etwas nicht einfach mal zustimmen kann, sondern immer anderer Meinung sein muss, fast schon aus Prinzip.

":/

Naja, die Frage ist, ob er es in der Regel in der Tat besser, weil überlegter, machen würde oder ob er es nur glaubt, klüger zu machen. Darüber könntet ihr euch beide mal Gedanken machen.

b`eepWopx1


Hallo dreifachemama,

ich würde gern auch etwas zu Deinem Beitrag schreiben. Erstmal finde ich, es ist gut das Du so zu diesen Gefühlen stehst und diese Art "Beziehung zulässt". Es ist für Dich ein Mittel, trotzdem begehrt zu werden und auf körperlicher Ebene Druck abzubauen. Was ist so falsch daran, wenn 2 Erwachsene Menschen dies tun und es Ihnen dabei gut geht? Nichts. Problematisch ist das Ganze aber dann, wenn es wie in eurem Fall schon so lange geht und von Dir dann doch der Wunsch mitschwingt (wir reden auch etc.) in eine Art "richtige" Beziehung zu gehen. Das kommt nämlich meiner Ansicht nach durch. Und Du schreibst ja selbst, das Du für andere Männer unerreichbar bist, die vielleicht was von Dir wollten, weil Du nur Ihn willst. Du willst aber eigentlich nicht Ihn sondern nur den guten Sex. Und das wird sowieso für jeden neuen Mann zum Problem, der das dann nicht so bieten kann.

Wie gesagt, schwierig. Die Erfahrung bei euch zeigt, das es ja lange gut gehen kann und jeder so zufrieden sein kann. Aber ob sehr lange? Und was dann, wenn ermal weg ist und Dir kein neuer Mann genügt, weil er Dir das nicht bieten kann? Dann hast Du ein richtiges Problem. Ich hatte diese Erfahrung auch, kurz nach meiner Trennung. Nur kurze Zeit, aber es waren intensive Wochen. Die ich natürlich nach einer Ehe Tristesse auch genoß. Manchmal war es mir sogar zu viel. Und dann, als ich Richtung Beziehung lenken wollte, bot mir die Frau einen "Deal" an wie sie es nannte. Wir sollten uns alle 2 Wochen zum Sex treffen und nach der Nacht könnte ich wieder gehen. Kurz war ich versucht, es länger zu machen, habs dann aber gelassen. Manchmal hab ich es aber bereut. Denn eine Zeitlang kann das für alle eine gute Lösung sein. Aber aufpassen. Wenn einer mehr will, wird es schwer. Und ne halbe Stunde davor oder danach zu reden, ist keine richtige Gefühlswelt. Das gehört ganz normal zu so einer Art Beziehung dazu.

Viele Grüße

beepop1

d5reif!ac1hexmama


Und ne halbe Stunde davor oder danach zu reden, ist keine richtige Gefühlswelt. Das gehört ganz normal zu so einer Art Beziehung dazu

wir haben 3.. ja drei Stunden letztens miteinander geredet- allein - bevor wir miteinander schliefen und davor saßen wir noch bei einem Freund von ihm. Eigentlich war kein Treffen ausgemacht, aber er meldete sich ;-D und es war eher unbefriedigend dahingehend dass wir betrunken waren und da irgendwie scheiße lief, die ich nicht mehr weiß, aber spaß hatten wir.. aber dass ist mir nun auch schon wieder zu lange her und das ist der Grund dass ich hier überhaupt schreibe.. wenn es zu lang her ist, nervt es mich, ich bin ein Mensch der mindestens 1x die Woche Sex braucht, eher öfter und das vom begehrten Objekt ansonsten werde ich deprimiert. 1x die Woche ist eigentlich schon viel zu wenig, aber was soll ich machen, andere interessieren mich nicht

DZieDosi!smachtdNasxGift


Ich denke, Du bist reflektiert genug zu wissen, dass eure "Beziehung" keinen anderen Status mehr erlangen wird. Nur, weil etwas länger andauert, hat es nicht zwingend etwas mit einer größeren Bindung oder Stabilität als Ebene zu tun. Es hat in der ganzen Zeit keinerlei Entwicklung gegeben, die positive Tendenzen offenbart hat.

Du bleibst im Status Hoffen und Bangen gefangen, setzt Dich seinen einseitig festgelegten Regeln aus. Will er Dich sehen, ist es gut, will er es nicht, dann wirst Du innerlich unruhig und leidest still vor Dich hin.

Wie jung sind eigentlich Deine Kinder? Warum ich danach frage? Weil sie (vielleicht) ohne mehr zu wissen, vieles für ihr Leben mitübernehmen und in spätere Beziehungen transformieren.

Wärst Du eine zufriedene, mit Dir im Reinen befindliche Frau, könntest, weil Du ohnehin in keiner fest intakt stabilen Beziehung leben willst, nur die Momente genießend, eure Treffen genießen, wäre alles gut.

Statt dessen bist Du symbolisch gesehen, die Frau, die verzweifelt im Ozean von Gefühlen treibend auf ihren einzigartigen Rettungsring wartet. Das Gefühl der Gegenseitigkeit gibt es nicht. Er teilt die Zeit und Gelegenheit für die Treffen zu. Wird es ihm zu stressig oder es gibt wichtige Prioritäten für ihn, bist Du außen vor.

Mich verwundert, dass Du trotz allem diese Art der Kontaktgestaltung noch genießen kannst, wohl wissen, sobald er durch die Tür geht, fängt der neue Leidensprozess bereits wieder an, weil nicht klar ist, wann ein neues Treffen in Aussicht steht.

Viel raten und helfen kann man an dieser Stelle nicht, weil es etwas ist, das Du Dir selbst so aussuchst für Dein Leben.

Mir fällt gerade ein, dass es vielleicht damit zusammen hängt dass mir in meiner Kindheit/Jugend oft gesagt wurde, dass ich zu egoistisch und kritisch sei und denken würde ich sei der Nabel der Welt. Von erwachsenen Bezugspersonen. Es ist möglich dass ich mich in vielerlei Hinsicht auch so verhalten habe, doch ich habe damit aufgehört, weil ich in meinem Verhalten derart angeeckt bin und die Menschen mir verdeutlicht haben "So wie du bist, hab ich dich nicht lieb".. daher bin ich heute so, da läuft wohl unterbewusst der Film "Sei nicht egoistisch".

Ich kann erahnen, wie lange und intensiv solche Denk- und Gefühlsmuster in der Psyche und Persönlichkeit nachwirken. Dass es ein schwerer Kampf ist, solche inneren Muster zu überwinden. Aber ich würde dennoch den Weg dafür gehen, weil es Dir ermöglicht emotional freier zu werden.

Tief in Dir sehnst Du Dich nach dem inneren Ankommen, aber Du hast Angst enttäuscht zu werden und am Ende doch wieder allein zu sein. Deswegen nimmst Du lieber den Strohhalm im Wind, der sich nicht fassen lässt, als den geerdeten Baum, der Dir unvertraut erscheint. Schade eigentlich, weil ich denke, Du hättest einen ehrlich interessierten Mann viel zu geben.

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