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An Frauen: wieviel Eigeninitiative bringen eure Männer mit?

LwovAelyGiUrdl89 hat die Diskussion gestartet


Ich bin aktuell im 8. Monat schwanger, daher sicherlich auch ein wenig emotional geladen, wobei ich in der Schwangerschaft eher "emotionsloser", weniger zickig, etc. geworden bin. Evtl. ist es an dieser Stelle wichtig zu sagen, damit ich entsprechend wahrgenommen werden kann.

Also ich bin seit über 8 Jahren mit meinem Freund zusammen und wie gesagt wir erwarten unser erstes Kind (beide 28, berufstätig, beide verdienen sehr gut und auf Cent genau gleich). Wir lieben uns sehr, hatten eigentlich in der Beziehung recht wenig / keine Tiefen und führen eigentlich eine sehr harmonische, glückliche Beziehung. Eventuell zu harmonisch, wenn ihr mich fragt. Es gibt eigentlich nur ein Thema, weswegen Diskussionen aufkommen und es ist seine Antriebslosigkeit. Früher hat es mich gar nicht so groß gestört, die ersten Jahre, da musste man auch nicht so viel organisieren oder ähnliches. Je weiter das Leben aber fortschreitet, desto mehr Verantwortung etc. übernimmt man. Ob es nun Umzüge, Versicherungen, Wohnung, Haushalt, nun ein Baby, bald Eigenheim etc. angeht, also ja Lebensorganisation eben. Und genau da hakt es bei ihm gewaltig, wenn ich mich um das alles nicht kümmern würde, dann weiß ich ehrlich gesagt nicht wo wir wären. Er bringt einfach 0.0 Eigeninitiative mit, aber nicht mal was "unsere" Sachen angeht, auch seine nicht. Er macht evtl. Briefe nicht auf - á la was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Lampen aussuchen und aufhängen? Nee, wozu, eine Glühbirne reicht doch. Ich bin im 8. Monat schwanger, Kinderzimmer / Kinderecke einrichten und etwas mehr als 3 Strampler kaufen? Wozu, hat doch noch massig Zeit. Klodeckel von alleine reparieren, wenn dieser Kaputt ist? Warum, man kann auch ohne Klodeckel die Toilette benutzen, ist doch egal, wenns runter fällt. Einmal habe ich ein Experiment gemacht, ich habe mich wissentlich nicht um Autoangelegenheiten gekümmert, mir war jedes einzelne Brief bewusst und ich habe mich nur entschieden zuzugucken und zu schauen, ab wann er von alleine tätig werden würde. Resulat - wir sind 8 Monate ohne Tüv gefahren, Versicherung wurde nicht bezahlt, weswegen diese uns gekündigt wurde und wir 10 Tage ohne Versicherung gefahren sind. Böse Briefe der Stadt etc. folgten. Einfach nur als Beispiel. Und wenn ihm eine glorreiche Idee einfällt "wir müssen xy machen" - dann bleibt es immer nur bei Worten. Er setzt sich nicht hin und recherchiert, bucht, etc. So wie dieses Jahr Sylvester - sein Vorschlag war chic in einem Restaurant essen zu gehen. Da er sich nicht drum gekümmert hat, saßen wir zuhause und er hat Fifa gezockt. Toll, oder?

Aber und das muss ich erwähnen, dieses Verhalten tritt auf (bzw. dieser Zustand besteht), wenn er etwas von sich aus machen müsste. Wenn ich ihn um etwas bitte, dann macht ers auch (okay, manchmal nach 3-maligem erinnern), dann hilft er immer, dann macht er etwas. Das Problem an der ganzen Geschichte, ich will ihm nicht ständig (!) sagen, bitte kannst du deinen Schrank aufräumen, bitte kümmere dich um den Stromwechsel, bitte mach dies mach das - ich bin nicht seine Mutter. Und auch da ist das Problem, er kommt aus einer sehr guten Familie, alle Kinder sind toll erzogen, sind sehr gute Menschen etc. - aber eben alle Kerle sind so antriebslos. Also im Grunde "kann er nichts für" - sein Dad ist auch so ähnlich.

Ein Gespräch mit meinen Eltern hat ergeben, dass sie sagen jeder hat seine Schwächen und Stärken, es gibt sicher was er besser kann als er, also sollen wir uns auf unsere Stärken konzentrieren und das oben geschriebene zum Problem werden lassen. Im Grunde haben sie zum Teil Recht. Aber ehrlich gesagt, dann bräuchte ich meinen Freund absolut nicht zum Leben. Ja ich liebe ihn über alles, er ist der anständigste Mensch den ich kenne, er ist sehr liebevoll (und ja er bringt mir Kaffee ins Bett, von alleine (!) - aber wie passt das bitte mit dem Verhalten oben?), er sieht super aus etc. Aber wenn ich nur auf den Aspekt der Lebensorganisation schaue - ich brauche ihn nicht, das Leben wäre sogar viel einfacher ohne ihn, weil dann müsste ich mich nicht noch zusätzlich um ihn kümmern.

Dass er sich ändert glaube ich nicht, wir sind erwachsene Menschen, damit sich etwas ändert, müsste ers wollen und es müsste von ihm kommen (aus Überzeugung). Wenn ers aber nicht mal anders gelernt hat - ihm ist es alles nicht wichtig. Wie er vor kurzem mal sagte "Er würde sich auch in einem Loch wohl fühlen" (Zum Kontext: anstatt einer wunderschönen Wohnung, die wir eben haben). D.h. diese Illusion habe ich nicht, auch wenn ich ihm sehr oft mitgeteilt habe, dass mich diese Art sehr sehr stört und ich mir so ein Verhalten lebenslang nicht vorstellen kann.

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich mit diesem Thread bezwecken möchte. Vielleicht möchte ich mich einfach mal auskotzen, das kann ich bei meinen Freunden / Verwandten etc. nicht tun - ich will ihn nicht schlecht machen, denn er ist es nicht. Eventuell würde es mich beruhigen, wenn Frauen sich melden und sagen, dass es bei denen auch so ist, damit ich beruhigt bin ]:D ]:D Ich glaube Tipps, wie ich mit so einer Situation umgehen soll fände ich auch toll. Wenn jemand Erfolgsgeschichten zu verzeichnen hatte, würde es mich auch freuen von diesen zu hören. Naja, sagt einfach etwas. o:) ??? X-\

Antworten
LloVvelyGvirl89


Korrektur: also sollen wir uns auf unsere Stärken konzentrieren und das oben geschriebene NICHT zum Problem werden lassen

tKinkxa


Ich glaube, dass bei euch einfach die Rollenverteilung so ist, dass du der "Organisator" bist und dein Freund benötigt für alles einen Stups, dann macht er es. Du solltest mit ihm reden, dass du dich nicht immer um alles kümmern möchtest. Z. B. Silvester: du hättest doch einfach sagen können, reserviere uns einen Tisch bei XXX. Dann müsstest du dich nicht im Stillen ärgern. Ich glaube, dass deine Eltern mit ihrer Aussage nicht falsch liegen. Du solltest das Thema natürlich ansprechen, aber nicht mit dem Gedanken, dass sich alles grundlegend ändern wird, sondern nur dass es ihm bewusst wird, dass sein Verhalten nicht gut bei dir ankommt. Dein Beispiel mit dem Auto finde ich schon sehr extrem.

Und zu deiner Frage: Mein Mann kümmert sich um viele Dinge von selbst ohne dass ich ihm dazu etwas sagen muss. Und ich kümmere mich um andere Bereiche als er. So gibt es deswegen trotzdem auch Diskussionen, aber jeder weiß um was der Partner sich kümmert. Und es kommt auch immer mal der Gedanke, dass man das "Aufgabengebiet" des anderen besser findet... aber eigentlich ist alles so wie es ist okay.

RFalplh_HxH


Darf ich als Mann auch was dazu schreiben ? ;-)

Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!

Zu einer harmonischen liebevollen Beziehung gehört im Grunde genommen gar nicht so viel. Mitunter reicht es schon, wenn man Streit aus dem weg geht und unangenehme Themen ausklammert. Vielleicht kompensiert man noch ein paar Defizite des Partners durch eigene Initiative und gut ist. Das funktioniert aber nicht ewig und so sind lange erfolgreiche Beziehungen an viel mehr Bedingungen geknüpft als nur Harmonie.

Zu einer langen Liebe gehört Respekt voreinander und der kommt Dir gerade ein großes Stück weit abhanden. Kein Wunder, einen Partner wie ein kleines Kind leiten und motivieren zu müssen macht jeden Respekt kaputt.

Viel von dem, was Du beschreibst, kann man als Paar auffangen, wenn der eine für den anderen mitdenkt, mit arbeitet. Aber spätestens mit Kind steigt die Arbeit und der organisatorische Aufwand extrem an und da wäre es doch hilfreich, sich auf den Partner verlassen zu können und sich die Arbeit zu teilen. Wenn der Partner statt als Stütze als Klotz am Bein wahrgenommen wird, dann ist es nicht mehr weit bis zu einer Trennung. Und dann hilft es auch nicht, sich auf die positiven Seiten und Stärken zu besinnen und sich darüber zu freuen, denn die alltäglichen Sorgen werden dadurch ja nicht weniger.

Nun ist es im 8. Monat etwas spät, sich zu besinnen und festzustellen, der Typ taugt als Familienvater nichts, ich such mir was anderes... Also wie soll das zukünftig laufen? Die Frage müsst ihr beide beantworten.

Was hat er denn zu dem Thema TÜV und Versicherung gesagt? Was das sein Auto? Auf ihn angemeldet? Was macht Dein Freund den lieben langen Tag lang zu Hause, wenn alles mögliche unerledigt bleibt? Klappt das wenigstens mit der Arbeitsteilung im Haushalt?

S*chokolaVdensüchtsigxe


Das ist - so kommt es mir vor - kein seltenes Phänomen bei Männern.

Meiner hat auch solche Tendenzen, allerdings längst nicht so krass wie bei Deinem. Aber bei uns bin auch ich die, die sich um die Lebensorganisation kümmert, ich weise ihm sozusagen zu, wann er wo was machen muß oder sich um die Kinder kümmern mußt und das tut er dann auch (darauf kann ich mich auch immer verlassen).

Eigeninitiative ist nicht so seine Stärke, wobei es sich in den letzten 2 Jahren verbessert hat. Aber dazu hatten wir auch viele Gespräche/Diskussionen und er versucht halt nun auch von sich aus, tätig zu werden, wenn irgendetwas ansteht. Das finde ich sehr gut!

Jahrelang lief es anders - aber ich habe es auch zugelassen und sozusagen alles an mich gerissen. Das brachte ihn natürlich in eine komfortable Lage. Man kann sich an so einen Zustand ja auch gewöhnen, und irgendwann ist er selbstverständlich.

Ich würde mit ihm erstmal das Gespräch suchen. Deutlich machen, wie sehr es mich nervt, immer für alles zuständig zu sein. Fragen, wie er das sieht. Klären, ob es für ihn o.k. ist, wenn Du zwar die Orga übernimmst, ihm aber eben gewissen Aufgaben aufdrückst (und dann, wenn notwendig, auch immer wieder erinnerst). Wenn das für ihn o.k. ist, dann wäre doch alles in Ordnung. Es gibt halt solche und solche Menschen, und wenn Dir die Lebensorganisation liegt und ihm nicht, dann wird es eben so verteilt (er hat dafür sicher andere Stärken). Teamarbeit eben.

Meinem Mann war oft gar nicht klar, wie sehr mich das genervt hat oder wie anstrengend ich das fand. Zumal er es kein bißchen honoriert hat, es war einfach selbstverständlich. Da ging es mir z.B. auch auf die Nerven, vor jedem Wochenende zu entscheiden, was es zu Essen geben soll. Ja, das klingt nach Kleinkram, aber wenn alles an einem hängenbleibt, dann können solche Kleinigkeiten das Faß zum Überlaufen bringen.

L`ovel`yG|iOrl89


Ralph_HH, ein einfaches und kurzes JA zu deinem Beitrag. Der Meinung bin ich auch. Ich habe ihm auch seinerzeit gesagt, dass ich diese antriebslosigkeit nicht mein Leben lang mitmache. Er meinte er wird sich Mühe geben, aber wie ich bereits geschrieben habe, es wird sich nichts ändern, denn dafür muss ers selbst wollen, sonst reicht es nur eben für 2-3 Wochen Initiative, die es auch nach jedem Gespräch gab. Ich denke an die Situation so, dass wenn der Augenblick kommt, dass der Frust größer sein wird als die Liebe, dann würde ich mich eben trennen. Ich mein was soll ich machen, es bringt nichts Szenen zu machen, denn meinen Stand kennt er. Aber so ein kleines bisschen Hoffnung besteht ja immer, auch wenn man rational betrachtet weiß, dass es sich nicht ändern wird.

Also das Auto ist auf mich registriert und angemeldet, aber er fährt es, weil ich mich als Gefährdung des Straßenverkehrs sehe ]:D Das kann er in der Tat viel viel besser als ich. Was Papierkram angeht war aber immer ausgemacht, dass wir uns um alles kümmern, d.h. beide dran denken Rechnungen zu bezahlen etc. Als Konsequenz aus dem Experiment habe ich vorgeschlagen, dass wir die Aufgaben aufteilen. Naja GEZ ist nun seine Zuständigkeit, 3 mal dürft ihr raten seit wann die Rechnung noch nicht bezahlt ist und ein blaues Wunder noch kommen wird? Schon 8 Monate :-X

Was er den ganzen Tag macht? Ich mein klar, wir arbeiten beide, in der Freizeit spielt er Playstation / PC-Spiele, Online Surfen (u.A. Technikblogs etc), bildet sich für den Beruf weiter (liest Fachbücher, weil sein Beruf auch sein Hobby ist), ab und zu geht er ins Fitnesstudio. Andere Hobbies hat er nicht.

Haushalt? Er bringt Müll runter, bügelt seine Sachen und staubsaugt, wobei ich da auf einen Roboter bestanden habe, weil ansonsten wäre es dauerdreckig (also ich habe darauf bestanden als Konsequenz, dass es dauerdreckig war). Da ich es nicht einsehe, dass ich den Rest mache (was ich nun 8 Jahre lang gemacht habe), haben wir eine Putzfrau, die alle 2 Wochen kommt für 3 Stunden.

SMhrojo


Himmel hilf. Na, dann, äh ... viel Spaß mit zwei Babys auf einmal. %:| Ja, ist ein bisschen spät, aber ich finde es hochgradig kühn, mit einem Typen mit null Eigeninitiative gemeinsam ein Kind zu bekommen, das wird ganz wahnsinnig witzig. Auf jeden Fall ist es durchaus denkbar, dass sich das "wir streiten im Grunde zu wenig" damit erledigt haben dürfte.

Sorry, ist wirklich gar nicht hilfreich, aber ich finde es echt richtig gruselig. %:|

D.h. diese Illusion habe ich nicht, auch wenn ich ihm sehr oft mitgeteilt habe, dass mich diese Art sehr sehr stört und ich mir so ein Verhalten lebenslang nicht vorstellen kann.

Du sagst selbst, er wird sich nicht ändern und sieht auch keinen Bedarf. Was ist denn dann "ich kann mir so ein Verhalten nicht lebenslang vorstellen" für eine Aussage, worauf soll das hinauslaufen? Zumal dann, wenn Du mit ihm bewusst ein Kind bekommst, das euch lebenslang aneinanderbindet und das für lange Zeit sehr intensiv, emotional wie organisatorisch? Letzten Endes wusstest Du ja, worauf Du Dich da einlässt.
Nee, ich würde nicht drauf hoffen, dass er sich ändert. Da müsst ihr jetzt schauen, wie ihr es schafft. Und bei eurer Aufgabenverteilung wird es drauf rauslaufen, dass DU schaust, wie ihr das hinkriegt. Erwarte keinen mitdenkenden Partner an Deiner Seite, wenns ums Kind geht, wenn er ansonsten auch nicht mitdenkt. Da wird er ein mitzuorganisierender Faktor sein, seinen Kram UND den des Kindes dazu. Wenn Du ihn ansonsten aufrichtig gern hast, würde ich zusehen, dass ihr einen Weg findet, wie das niedrigschwellige Abdelegieren bestimmter Aufgaben an ihn möglichst stressfrei läuft.

Das Problem an der ganzen Geschichte, ich will ihm nicht ständig (!) sagen, bitte kannst du deinen Schrank aufräumen, bitte kümmere dich um den Stromwechsel, bitte mach dies mach das - ich bin nicht seine Mutter.

Verstehe ich gut. Aber wenn er so ist, ist er wohl so. Beruhigen kann ich Dich nicht, mit einem Kind ist irre viel mehr zu wuppen, und es ist ein tolles Gefühl, wenn man das mit seinem Partner gemeinsam im Blick hat und sich gemeinsam verantwortlich fühlt. Als mein Kerl sich in den ersten zwei Wochen sehr rausgezogen hat, ebenso verunsichert und unglücklich mit der neuen Lebenssituation wie ich, aber nicht stillend und deshalb für eine Flucht erheblich besser ausgerüstet, dachte ich, wir würden es nicht schaffen, weil ich so wütend war, dass ich dachte: "Lieber alleinerziehend, als mich zusätzlich zu allem auch noch ständig über so einen Blödarsch ärgern zu müssen." Wir haben zum Glück noch die Kurve bekommen.
Ich sehe bei Freundinnen und in einem Fall bei einem Freund mit einer Frau, die so veranlagt ist, wie sie zusätzlich zu ihren Kindern noch die Partner mitmanagen müssen. Ich würde das nicht mitmachen, und es sorgt in den betreffenden Beziehungen für viel Sprengpotenzial.

Traust Du ihm zu, das Kind allein zu versorgen, oder würde es da verhungern, verdursten und in seiner dreckigen Windel verschimmeln? Falls Du glaubst, dass er es vermutlich hinbekommen würde, dann sieh zu, ihn von Anfang an viel mit dem Kind allein zu lassen und Dich zurückzuziehen. Das geht schon ganz am Anfang - frisch gestilltes Kind in seine Arme drücken und eine Stunde lang spazierengehen oder irgendwo in ein Café. Sorg dafür, dass er von Anfang an eingebunden ist und vieles übernimmt, und wenn Du noch so fleißig und hartnäckig delegieren musst, egal ... es ist besser, als wenn er sich zurückziehen kann und das aus Faulheit auch tut. Sobald es vom Kind her (also das Stillen betreffend) möglich ist, geh ab und an abends weg, zwei Stunden oder drei. Und sobald es geht und wenn sich gezeigt hat, dass er sich hinreichend kümmern kann (muss nicht supertoll sein und genau wie Du, sondern nur so, dass er und das Kind es gut überleben), auch mal ein Wochenende weg und die beiden allein lassen. Und schick ihn von Anfang an auf kleine Spazierrunden mit dem Kind. Und sobald es irgend möglich ist, übertrag ihm ganze Nachtschichten (wenn er nicht aufwacht, schläft er in den betreffenden Nächten beim Kind im Zimmer und Du in einem anderen, mit Ohropax, was er wissen muss, damit auch in sein Unterbewusstsein dringt, dass Du NICHT verfügbar bist, denn sonst pennt er einfach weiter und hört nichts). Und bringt das Kind frühestmöglich abwechselnd ins Bett.
Wenn bei euch einreißt, dass Du "eh alles besser kannst", er "nicht genau weiß, wie das geht" und so, dann hast Du verloren. Wenn er aber von Anfang an nicht abtauchen kann und Verantwortung mitträgt, weil Du einfach zeitweise schlicht nicht verfügbar bist, dann habt ihr eine Chance, dass er da irgendwie reinwächst. Arzttermine, Kita, später Schule etc, das wird mit größter Wahrscheinlichkeit überwiegend an Dir hängen bleiben, aber es ist ganz entscheidend, dass Du dafür zum Ausgleich im Alltag Freiheiten findest und er sich allein kümmern kann. Dann habt ihr ne Chance, würde ich sagen.

hIe/urte_@hier


Eine spontane Idee, wenn dein Mann klare Anweisungen braucht:

Er ist verantwortlich für die Post. Er holt sie aus dem Briefkasten, öffnet jeden Brief und sortiert ihn auf den Schreibtisch oder einen anderen vereinbarten Ort. Das ist seine tägliche Aufgabe.

Hm, leider gibt es eher lebensuntaugliche Menschen ... mein Mitgefühl hast du :)_

XWir#ain


Mal so ne andre Herangehensweise...

Warum automatisiert ihr nicht alles, was geht? ":/ GEZ, Versicherungen...das geht alles bei mir über Bankeinzug ab. Fertig. Nicht mehr dran denken und gut ist.

Hausrat, Haftpflicht und Autoversicherung kann man sehr sicher automatisieren. Genauso wie GEZ (wusste garnicht, dass man das einzeln überweisen kann/muss.)

Selbst Amazon bucht alles ab, dann muss ich mich nicht mit Rechnungen rumärgern.

(Nur die Bahn kriegt das schon das 3. Jahr in Folge nicht hin trotz Einzugsvollmacht %-| )

Klar an TÜV muss man trotzdem denken, da kann man sich aber zBsp nen neonpinken Zettel in Sichtweite des Autos hängen "7/18 TÜV!"

Ich muss zugeben, ich bin 9/17 mit meinem Freund zusammengezogen und der is auch manchmal ne Trantüte (letzte Woche hat er bemerkt, dass sein vermieter vergessen hat ihn bei Strom und Wasser abzumelden :-/, GEZ beenden ist auch noch nicht gemacht, und jetzt im Januar wird erst sein Konto umgezogen...Bafög hat er auch nicht beantragt, Stipendium wollte er, aber aber aber, alles Dinge, die längst hätten erledigt werden müssen. Aber ich hab mich um MEINEN Kram gekümmert. Hab Telefon/Internet, Fernsehen, Wasser, Strom organisiert, hab meine GEZ umgemeldet usw. Seinen Nachsendeauftrag hat er im DEZEMBER eingerichtet. Da war er schon dauerhaft 3 Monate nicht mehr in seiner alten Wohnung 100km weg...

Am Anfang hab ich gemeckert... irgendwann hab ichs aufgegeben und letztendlich macht ers ja auch. Ihn stören die Konsequenzen (Geldverlust, Postverlust etc.) einfach nicht. Ich lass ihn jetzt einfach alles in seinem Tempo machen, weil: Ist nicht mein Geld.

Komplizierter wird es, in eurem Fall...ihr erwartet ein Kind für das ihr beide verantwortlich seid...

Vielleicht hilfts ja, wenn du ihm Klebezettel an den Bildschirm hängst...so mach ich es manchmal mit Hausarbeiten. (musste sich auch erst eingrooven... ich hatte letztendlich fast doppelt so viel Arbeit gefühlt als zuvor.... als allein wohnende)

L+iQlaL|in]a


Ich neige dazu, alles alleine zu wuppen (alleine wuppen zu wollen), weil ich meine, dass mein Weg der richtige ist, viel effizienter und so weiter sei und dann ja eh alles schneller und viel besser wird :=o

Das in Zusammenhang mit einem Partner, der oft einen Moment länger braucht, sein ganz eigenes Tempo hat und oft verträumt in den Tag hereinlebt, führte im Ansatz in manchen Aspekten zu einem Alltag wie bei euch, LovelyGirl.

So richtig zufrieden waren wir beide damit nicht.

Dachte lange, dass ich ihn nur lang genug bitten und nerven muss, mehr Eigeninitiative zu übernehmen. Sehr frustrierend und null zielführen.

Bei uns hat tatsächlich nur geholfen, dass ich ihn auch machen lassen und mich selber zurückhalt bzw. wir Themen aufgeteilt haben und ich mich dann aus seinen auch komplett raushalte. Ist zum Glück auch nie so richtig schief gegangen wie bei euch die Situation mit dem Auto. Da würde es mir schwer fallen, mir eine gemeinsame Zukunft avorzustellen.

Mittlerweile hat es sich deutlich verbessert, ich muss mich weiterhin oft in Geduld üben und gerade das Thema Nachwuchs wird bei uns eine große Herausforderung sein.

Seh' leider im Freundeskreis zu oft, dass die Mutter auf der einen Seite alles Notwendige sofort übernimmt, auf der anderen sich aber beschwert, dass er sich zu wenig einbringt. Und nach einem Jahr Elternzeit da wieder herauszufinden ist oft eine riesen Geduldsprobe für die gesamte Familie %:|

Ich finde die Tipps von Shojo daher sehr hilfreich und werde sie mir bei bzw. vor Auftreten der Situation noch einmal vor Augen führen.

Rval]ph_HxH


Ich mein... Ich spiel ja auch gerne Playstation und hab Hobbies, aber die frei Zeit ist mit zwei Kindern dann doch arg begrenzt. Playstation geht, wenn abends alle im Bett sind UND die Küche aufgeräumt ist. Wenn mir öfter mal einfallen würde, zu zocken, während meine Frau die Küche aufräumt nachdem sie schon die Wäsche gemacht hat, ich glaub, das gäbe Streß ;-D

Wenn was liegen bleibt, weil die Zeit knapp ist ok, aber solange genug Zeit bleibt, für den ganzen Freizeitkram, kann Zeitmangel ja kaum eine Ausrede sein, die wichtigen Dinge liegen zu lassen.

Also pack ihm das nächste mal, wenn er vor dem PC hockt und daddelt den Putzlappen auf den Schoß und fordere ihn auf das Bad zu putzen. Und dann kannst Du Dich vielleicht doch um den Stromanbieter kümmern? Versuch die Sachen zu delegieren, die keine Initiative von ihm benötigen, sondern die er sofort erledigen kann. Das "merken, wann etwas nötig ist", wird vermutilch nie klappen, aber das muss ja nicht bedeuten, dass Du auch die Arbeit machen musst.

XKir|aixn


Da fällt mir wieder ein...

Als mein Freund in unsrer Gemeinsamen Wohnung ankam, kam er mit einem Karton voll Papiere. Also einem 27 Zoll Bildschirm-Karton. Die Dinger sind ja schon halbwegs riesig.

Den wollte er auch nicht anpacken. ich wollte ihn aber auch nicht in der Wohnung so haben.

(Ich hasse Papiere sortieren ja auch. ich erledige zwar alles, kommt dann aber auf einen riesen Haufen für "hefte ich irgendwann mal weg" Aber wenn der Haufen zu groß wird, geh ich da halt einfach ran, wenn es sein muss)

Er hat ewig rumgedruckst und hier und da. Letztendlich gab ich ihm 2 Wochen dafür, das zu erledigen. An Tag 13 dann die letzte Warnung: Wenn du den Scheiß nicht machst, kipp ichs aufs Bett und dann kannst du sehen wo du schläfst. Die Couch gehört mir.

Ich kam mir echt wie so ne Mutter vor.... %-|

Das hat mich tierisch angekotzt.

Mir hätte es ja schon gereicht, wenn ich den Willen dazu gesehen hätt damals. Aber er hats einfach ignoriert, dass ich mich total unwohl damit fühle neben nem Karton voll Papiere zu schlafen.

Tpechnaikerin8x9


So kindisch das klingt, aber ich habe meinem Mann am Anfang oft Zettel geschrieben. (-Wäsche aufhängen, Geschirrspüler ausräumen, Müll runterbringen), was er an einem freien Tag zu erledigen hat. Dabei war es auch egal wann. Dann halt abends um elf, während ich schon gemütlich auf der Couch saß, oder im Bett lag. Nachdem er dann 10mal den Müll auf seinem Zettel stehen hatte, hat er auch selber gemerkt, wenn der Müll voll ist und hat die Aufgaben dann selbständig übernommen. Er ist halt direkt von seiner Mutter (wo er quasi nix machen musste) zu mir gezogen. Er musste schlicht und einfach lernen das zu sehen. Jetzt ist er in Elternzeit, kümmert sich um einen Großteil der Hausarbeit und ich habe schon lange keine Zettel mehr geschrieben. Die meisten Sachen sieht er und manchmal sage ich eben noch "Denk dran, dass die Waschmaschine in 2h fertig ist". Außerdem haben wir festgelegt, dass die Küche sein Gebiet ist. Ich räume da quasi nix mehr auf. Wenn ich mein Geschirr nicht in den Spüler packen kann, weil der voll ist, muss ich es ihm halt oben drauf stellen. Ich habe halt nach wie vor ein höheres Bedürfnis nach Ordnung und bin vorausschauender, weshalb ich einfach mehr aufräume und vorbereite (z.B. abends schon Klamotten in den KiTa-Rucksack packen).

Fazit: Zettel mit Aufgaben schreiben und die dann auch NICHT übernehmen und klare Zuständigkeiten. Für mich ist es einfach wichtig, dass ich mich darauf verlassen kann, dass er seinen Teil übernimmt.

KOultuxrsDchxaffender


Ich bin auch so ein Faultier. Bei mir liegt das daran, dass ich - unbewusst - versuche, jede freie Minute meinen Interessen zu widmen, alles "andere" dann gezwungenermaßen; meine Partnerin hingegen ist 100%ig pflichtorientiert und gönnt sich keine Minute für sich, ehe nicht alles gemacht ist. Ich hingegen muss bewusst umschalten! Herumliegenden Dreck kann ich gut übersehen, wenn ich aber meine innerliche "Putz-App" aufrufe und dieser Höchstpriorität zuweise, geht es ganz gut. Ich versuche das mit vollständigen ToDo-Listen zu kompensieren (im Kalender). Mir wurde auch zugestanden, dass ich mich eigenständig mehr um die technischen Belange des Haushalts kümmere, während sie z.B. den Geburtagskalender innehat.

*:)

iIrgendwhie_aBnde;rs


:)D

Ich lese hier einfach mal gespannt mit, ein bisschen finde ich mich in deiner Situation wieder, wir erwarten ebenfalls in einigen Wochen unser erstes Kind und ich bin ebenfalls gespannt wie es wird da mein Mann leider auch alles andere als die Eigeninitiative in Person ist. :=o

Wir sind etwas älter, daher denke ich erst recht nicht dass meiner sich noch ändert. OK, er macht im Haushalt sehr viel weil ich darauf bestehe, aber glücklich ist er darüber nicht. Handwerklich ist er leider sehr unbegabt bzw. uninteressiert, so bleibt das alles an mir hängen. Ich bin auch nicht die geborene Handwerkerin, aber letztlich muss ich mich dann in alles einlesen und eine Lösung finden. Um alle gemeinsamen Anschaffungen, Geldangelegenheiten, Kreditkarten, Unternehmungen, Urlaube usw. kümmere ausschließlich ich mich, mich stört das auch sehr oft. Und ich kenne das Gefühl, ein Kind zu haben, dem man Anweisungen geben muss, sehr gut. Und ja, ich habe auch schon so gedacht wie du, dass mein Leben allein vielleicht einfacher wäre.

Gut, als Außenstehender ist es nun leicht zu sagen: "Wie konntest du auf die Idee kommen mit so einem Mann eine Familie zu gründen?"

Ich für mich muss schon auch eingestehen, dass ich selbst nicht unbedingt die Frau bin (meine Denkweise, Interessen, Ziele und nicht zuletzt auch optisch), um die sich die richtig begehrten Männer reißen. Zudem hatte ich vorher auch andere Männer, die mich maßlos enttäuschten, belogen und betrogen. Und als Frau ist man auch nicht ewig fruchtbar.

Immerhin muss ich meinem Mann zu Gute halten dass ich mich wirklich immer auf ihn verlassen kann, er ist für mich immer erreichbar, heißt wenn er gerade nicht ans Handy gehen kann ruft er binnen kürzester Zeit zurück und erledigt dann auch das was ich ihm sage. Das ist für mich ein sehr sehr wichtiger Punkt, ohne Zuverlässigkeit würde es wohl nicht gehen. Und ich kann ihm blind vertrauen.

Deine Eltern haben schon ein bisschen recht. Den perfekten Mann gibt es ohnehin nicht. Manchmal denke ich dass Männer mit hoher Eigeninitiative womöglich auch sehr hohe Ansprüche/Erwartungen an ihre Partnerin haben und diese dann auch ständig kritisieren. Und vielleicht sind die dann auch genauso initiativ beim Kennenlernen von anderen Frauen. :=o

Habt ihr Kontakt zu anderen jungen Familien? Also nicht nur die Mütter, sondern auch die jungen Väter zueinander? Vielleicht kann er sich da noch einiges abgucken.

Mehr als abwarten und ihm Anweisungen geben kannst du im Moment nicht tun, jetzt sowieso nicht. Konzentriere dich jetzt auf dein Baby. Hab keine Angst, du bist eine starke Frau, im Notfall kannst du das auch alleine schaffen! :)*

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