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An Frauen: wieviel Eigeninitiative bringen eure Männer mit?

hSiklLeinexs


Übrigens will ich noch sagen: Auch mit einem Partner, der das alles hier selbstverständlich als "seins" bzw. "unseres" betrachtet, kann man sich herrlich streiten. "Immer machst du nie" ist ein beliebtes Argument, wenn beide im Alltag ertrinken und sich eigentlich eher selbst überfordert fühlen. Da müssen wir durchaus auch immer mal wieder sortieren: MUSS die Wäsche eigentlich jetzt gefaltet werden, oder kann sie nicht bis morgen stehen bleiben etc.pp.

Und ich musste lernen, dass jeder auf anderes vorzugsweise achtet. Mich stört ein dreckiger Topf in der Spüle nicht, wenn ich weiß, dass ich den morgen früh wegräume. Mein Mann findet das eklig und bekommt dann den Eindruck, er lebe im generellen Dreck.

Andersherum krieg ich die Krise, wenn im Eingangsbereich der halbe Sandkasten auf dem Boden liegt. Da zieht er seine Hausschuhe an und dann stört es ihn nicht so.

Also: Diskussionen kann es so auch geben. Aber die Haltung ist eine andere und das finde ich durchaus erleichternd.

Sqhoajo


Also: Diskussionen kann es so auch geben. Aber die Haltung ist eine andere und das finde ich durchaus erleichternd.

Ja, genau so geht es mir auch. Hier ist absolut nicht immer alles reibungslos, und wir können uns ganz schön zoffen, auch wegen Unfug, und manchmal ruckelt es ordentlich, weil wir irgendwas neu justieren müssen oder einer unzufrieden ist und wir das klären müssen. Aber das grundsätzliche Gefühl, dass wir beide an einem Strang ziehen, das ist durchgehend da. Und ohne das wär ich nicht bereit, mein leben mit jemandem zu teilen. Wozu denn auch? Vögeln kann man auch ohne das, zusammen was unternehmen ebenfalls.

S~chokoLladensjücxhtige


Aber das grundsätzliche Gefühl, dass wir beide an einem Strang ziehen, das ist durchgehend da.

Ja, so sehe ich das auch. Würde ich auch so unterschreiben. Klar, manchmal kann man wegen einer Kleinigkeit gleich in die Luft gehen (die einen womöglich an einem anderen Tag nicht gestört hätte), manchmal gibt es Zoff usw. Aber am Ende paßt es.

Mein Mann z.B. hat vor einigen Wochen von jetzt auf gleich einen Rappel gekriegt, daß eine Küchenschublade bei uns dringend aufgeräumt und geputzt werden muß. Hat er dann auch gemacht und war glücklich.

Und dann geht es mir mal wieder mit irgend etwas anderem so.

Gestern war er zu Hause und ich bin zur Spätschicht. Meinte er noch "Laß den Geschirrspüler, ich räum den nachher noch aus", hat er auch gemacht. Und noch all das gespült und weggeräumt, was nicht in den Geschirrspüler kommt. Abends war alles aufgeräumt und die Wäsche aus dem Keller war auch zusammengelegt. Ganz von allein.

Geteiltes Leid ist halbes Leid. :)z

Ich würde mich auch verdammt schwer tun mit jemandem, der gar keine Notwendigkeit sieht, sich zu beteiligen. Da ich die Erfahrung nicht habe, kann ich nicht sagen, was ich tun würde. Ich schätze aber, es würde in die Richtung von Shojo gehen. ;-D

EXlGustxo


Ich schließe mich den letzten Beiträgen an, vor allem denen von @shojo.

Einen Gedanken habe ich beim Lesen des Fadens noch bekommen(auf Keinen hier direkt bezogen, auch nicht auf die Fadenstellerin!):

Man sollte fehlende Eigeninitiative nicht mit eigener Erwartungshaltung verwechseln. Ich glaube, das ist auch oft ein Beziehungsproblem.

Eine Hausfrau zum Beispiel, die lieber die Bügelwäsche ein wenig länger liegen lässt und dafür aber täglich toll kocht zeigt auch Eigeninitiative. Auch wenn der Mann mit einer Currywurst vom Imbiss zufrieden wäre und dafür lieber die Wäsche eher gebügelt hätte ;-). Ein sehr plattes Beispiel, ich hoffe man versteht was ich meine?

Wichtig ist mir in erster Linie dass jeder was an Eigeninitiative mit einbringt. Dass ich eine Motivation für die Beziehung und für meine Person spüre. Ob ich mit der idividuelle Art der Initiative dann leben kann, das stelle ich ja recht schnell fest.

GditbarreDnlxady


In bestimmten Dingen wie Garten, Renovierung, Weihnachtsvorbereitung, Haushalt etc. zeigt mein Partner auch 0 Initiative.

In anderen Dingen wie Sport, Urlaub, seine Arbeit ist er hingegen hoch initiativ.

Also im Grunde kümmert er sich nur um das was er kann. Ist bei mir aber auch nicht anders. Nur kann ich eben mehr als mein Partner. ;-D

R1ubyx23


In anderen Dingen wie Sport, Urlaub, seine Arbeit ist er hingegen hoch initiativ.

Klingt eher nach: Kümmert sich um das, worauf er Bock hat.

Und keiner hat Bock auf Hausarbeit, Saugen, Badputzen, Wäschebügeln, Rasenmähen etc. pp

Oder kann er etwa nicht Saugen? Die Spülmaschine ausräumen?

Männer sind bequem und Frauen sind ihnen dabei behilflich, indem sie "die Mutti machen". Altes Rollenbild und steckt immer noch in vielen, auch jungen Köpfen.

G8itarVrenlxady


Oder kann er etwa nicht Saugen? Die Spülmaschine ausräumen?

Naja da stellt er sich schon ziemlich blöd an. Vor allem fehlt ihm aber die Zeit dazu. Und wenn es die Freundin doch für einen macht dann braucht man(n) auch keine Initiative zeigen.

Rrubyx23


"Stellt sich blöd an" er wäre alleine nicht lebensfähig oder würde nur von Papptellern essen?

Einfach größtenteils Faulheit, Bequemlichkeit und angelerntes Verhalten. Früher hat es Mutti gemacht, Papi war auch immer fein raus. Heute macht es die Freundin/Frau=Mutti.

KKrabbxelkä_ferlxe


Man sollte fehlende Eigeninitiative nicht mit eigener Erwartungshaltung verwechseln.

Das ist bei uns auch das größere Problem.

Mein Partner zog direkt von Zuhause mit mir zusammen. Und das erste Problem war immer: Er sah den Dreck nicht. Organisatorisches zB Internetanschluss und Telefon einrichten lassen beim Umzug, war nicht so das Problem. Handwerkliches dafür ne Katastrophe, Reparaturen mach grundsätzlich ich. Oder die Spülmaschine macht seltsame Geräusche? Bemerkt er nicht mal. Wenn ich dann sag er soll sich kümmern, dann geht es meistens ganz gut.

Ich war nur oft und sehr schnell angepisst, wenn etwas nicht in MEINEM Tempo erledigt wurde. Also ich hatte definitv eine gewisse Erwartungshaltung.

Wobei es aber auch nie solche Extreme gab wie GEZ monatelang nicht bezahlen. Sowas macht er schon. Auch sonstige Rechnungen zahlt er. Papierkram sortieren tun wir alle paar Monate, da sammel ich das Zeug und schmeiß es ihm dann mal hin, damit ers einsortiert. Aber das sind Kleinigkeiten die mich nicht stören.

Wir haben den Haushalt damals nach Einzug dann aufgeteilt, weil das meiste doch an mir hängen blieb. Spülmaschine und Wäsche machen kannte er von Zuhause. Saugen und Putzen eher nicht, da gabs ne Putzfrau dafür. Den Dreck hat er auch überhaupt nicht gesehen. Der Herd konnte aussehen wie die Sau, wenn das schmutzige Geschirr und Töpfe weg waren, dann war das Thema Küche für ihn durch. Oder die linke Küchenzeile ist sauber und die hinter ihm komplett dreckig, weil er sich einfach nicht umgedreht hat ;-D Sowas gäbe es bei mir niemals nicht und ich verstand null, wie einem sowas überhaupt passieren kann 8-(

Wir hatten dann schon Phasen, da hat mich jeder Schuh, jede Jacke und jede scheiß Socke, Müslischüssel und die 5 Wasserflasche im Wohnzimmer so genervt, dass ich schier ausflippen konnte. Ich musste ja nicht nur aufräumen sondern auch noch alles putzen. Während er zB zwei Stunden Mittagspause hatte und nicht im Stande war sich 15 min Zeit zunehmen und klar Schiff zu machen.

Inzwischen hat sich das meiste tatsächlich geändert, wobei er immer noch vieles übersehen kann. Er meinte immer, ich soll ihm einfach alles sagen, dann macht er das schon. Klare Anweisungen. Aber das wollte ich nicht. Ich wollte einfach, dass jeder was tut und für Ordnung sorgt, ohne dass es einen Feldwebel geben muss.

So richtig geklappt hat das nicht, ne zeitlang gabs dann auch mal Zettel, wenn grad einiges erledigt werden musste und er seinen freien Nachmittag auf der Arbeit hatte. Das klappte immer gut.

Naja aber ich bin aktuell auch schwanger und im Mutterschutz, da hab ich natürlich auch mehr Zeit und ich arbeite seit der Schwangerschaft nur noch 5 anstatt 6 Wochentage, das hat auch was ausgemacht. Grundsätzlich halte ich die Bude gerne in Schuss und wenn ich dafür Zeit hab kratzt es mich wenig, ob er viel hilft oder nicht. Nur wenn wir beide gleich viel oder einer mehr Stress hat, dann nervt es gewaltig.

Ich hatte mich dann einfach an das "Befehle geben" gewohnt, er wollte es so und es wär eigentlich die einfachste Lösung des Problems. Meine Erwartungshaltung konnte ich nur schwer ablegen oder anpassen, gewisse Dinge nerven mich halt einfach. Anfangs musste ich manches auch mehrmals sagen, inzwischen reicht einmal und er weiß auch, dass er eher seine Ruhe hat, wenn ers gleich erledigt anstatt später, weil ich sonst noch 5x rumquake ;-D

Er hat immer noch nicht kapiert, dass es für Jacken eine Garderobe gibt, aber über manche Dinge kann ich dann doch auch schmunzeln, als Macke hinnehmen und es einfach wegräumen. Wenns hin und wieder mal ausartet, dann landet auch ein riesen Berg Kram auf seinem Bett, den sieht er dann wenn er ins Bett geht. Und ich steh fein daneben und nerve solang, bis er alles versorgt hat. Und das nervt ihn so sehr, dass es nur alle Jubeljahre mal vorkommt ]:D

Also ein bisschen Erziehung war schon noch möglich und defintiv ein Großteil der Unordentlichkeit und des "ich seh keinen Dreck"- Problem kam, weil ers daheim einfach nicht gelernt hatte. Und mein Freund meint jetzt schon, dass unser Kind vermutlich keinen Spaß im Leben haben wird, weil ich wirklich penetrant sein kann ]:D Ich gebe zu, mir macht es manchmal auch echt Spaß ihn mit so kleinscheiß zu nerven. Er merkt aber genau, wann ichs ernst meine und wann nicht. Wär sonst vermutlich unerträglich :=o

sFensibbelma9nnx99


Männer sind bequem und Frauen sind ihnen dabei behilflich, indem sie "die Mutti machen". Altes Rollenbild und steckt immer noch in vielen, auch jungen Köpfen.

:)z

Es wird ja von zahlreichen Frauen zum Teil kräftig am Leben erhalten ...

T/ap$s


Mein Mann wurde in seinem Elternhaus bei 4 Kindern und voller Berufstätigkeit der Eltern ganz sicher nicht zum Nichtstun erzogen.

Ich habe nur einige Zeit gebraucht, um zu erkennen, dass seine Ansprüche einfach niedriger sind. Salopp gesagt, braucht er zum Staubsaugen der Wohnung gefühlt 15 min, ich eine halbe Stunde (keine Ahnung wieviel das wirklich ausmacht, wir haben die Zeiten natürlich nie gestoppt).

Und streitet man sich nicht grundsätzlich über Kleinigkeiten – wie die berühmt berüchtigte Zahnpastatube?

Aber das grundsätzliche Gefühl, dass wir beide an einem Strang ziehen, das ist durchgehend da.

Das kann ich auch unterschreiben.

Bei wirklich wichtigen Dingen, können wir uns blind aufeinander verlassen.

Wenn ich mich hier mal über "Männer" äußere, ist das wirklich eher gutmütiger Spott. Ich würde ganz sicher nicht ohne meinen leben wollen.

aber über manche Dinge kann ich dann doch auch schmunzeln, als Macke hinnehmen und es einfach wegräumen.

Nur dummerweise stören einen solche Macken immer genau dann, wenn man bereits gefrustet ist. Zum "Runterkommen" ist das dann eher kontraproduktiv.

X3i8raixn


Naja ich habs zum Teil halt ausgelagert.

Das klingt jetzt bescheuert, aber es hat mich so dermaßen gestört, dass sein Schreibtisch immer aussah, wie eine Mischung aus Einwegflaschen, dreckige Teller, Unterlagen, da könnten Kakerlaken drüber laufen so eklig ist der...

Ursprünglich war er im Schlafzimmer.

Aber wir haben 3 Zimmer und NOCH kein Kind. Also hab ich ihn mit seinem Schreibtisch aus dem Schlafzimmer verbannt. So muss ich das Grauen nicht sehen. (Mit Versprechen, dass es sauber gemacht wird, wenn Besuch sich ankündigt, da unser Kinderzimmer momentan Gästezimmer ist.)

Ich versteh halt nicht, warum er nicht einfach abends 2 Minuten seinen Scheiß wegräumt und lieber so nen Schreibtisch hat.

Mir würd das einfach aufn Wecker gehen, wenn ich vor lauter Flaschen meinen Bildschirm nicht sehe und mich die Essensreste von vorgestern anlachen. :-/

Aber ich hatte keine Kraft mehr zu diskutieren. Momentan ist das Problem gelöst... ich sehe es aber schon wieder kommen in ein paar Jahren, wenn da ein Kind einzieht...

Deswegen, wenn ich merke, da siehts ganz extrem schlimm aus, kommandier ich ihn zum Aufräumen ab.

Andererseits hab ich immer leere Flaschen neben dem Bett stehen...da muss ich mich auch durchringen, wenns mal wieder 2 oder 3 sind, weil ichs morgens einfach vergesse und es dann bis zum schlafen gehen auch wieder in Vergessenheit geraten ist. Ich erinner mich dann zwar, dass mein Trinken leer war, aber nicht, dass die leere Flasche da noch stehtb ;-D Sollte ich mal dran arbeiten.

R.alph_xHH


Ich würd mir ernsthaft überlegen, mit jemandem Kinder in die Welt zu setzten, wenn das im Haushalt jetzt schon nicht klappt. Kinder steigern Chaos und Dreck ins unermessliche und bis die mithelfen vergeht eine ganze Weile. Wenn das alles an nur einem Elternteil hängenbleibt und der andere Partner seinen eigenen Müll auch noch liegen lässt, na dann gute Nacht.

TGaps


Ich würd mir ernsthaft überlegen, mit jemandem Kinder in die Welt zu setzten...

Dafür dürfte es bei der TE wohl zu spät sein, oder?

G9i3tarr8enlady


"Stellt sich blöd an" er wäre alleine nicht lebensfähig oder würde nur von Papptellern essen?

So ungefähr. Da hat er seine Hemden noch in die Wäscherei gebracht und mittags gab es eine Dose Ravioli. An und für sich ist er damit aber gut klar gekommen.

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