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Wird die Entscheidung gegen Kinder irgendwann ein Problem?

LJilan-J{ill


Ich war in jungen Jahren vollkommen davon überzeugt, keine Kinder haben zu wollen. Und ich bin meinem Mann unendlich dankbar, dass er mich mit viel Geduld davon überzeugt hat, mit ihm dennoch eine Familie zu gründen ;-) . Mittlerweile sind unsere wundervollen Töchter erwachsen, wir haben zwar noch keine Enkelkinder, aber zwei nicht minder wundervolle Schwiegersöhne, das macht mich wirklich sehr, sehr glücklich. Ich wüsste nicht, was mich glücklicher machen könnte.

KHatthxult


@ Verschw-praktiker

Aber meinst du, dass es vielleicht mal im hohen Alter sein könnte, dass du denkst: Vielleicht wären Kinder doch ganz schön gewesen?

In Kontakt-Foren ist es keine Seltenheit, dass Frauen 50+ eintragen: "Kinder: Keine / Kinderwunsch: vorstellbar"

Tatsächlich? 50+? Das finde ich ja dann schon wieder unverantwortlich.

@ Liverpool

Jedes Zusammentreffen mit Kindern (normalen, gut erzogenen, völlig auffälligen Kindern) bestätigt mich wieder darin, dass ich die richtige Entscheidung treffe wenn ich mich weiterhin gegen Kinder entscheide.

Den Satz finde ich interessant. Heißt das, dass du dich eben doch immer wieder entscheiden musst oder bestätigt es dich viel mehr in deiner Entscheidung?

@ Kulturschaffender

Die Anzahl der Nachkommen in überalterten Völkern und Kulturen sinkt üblicherweise; dies scheint ein Naturgesetz zu sein. Kulturell scheint es mir daran zu liegen, dass andere Lebensinhalte höher priorisiert werden (weil es möglich ist), als z.B. in Entwicklungsländern.

Das ist mit Sicherheit ein Aspekt, denn in unserem Kulturkreis steht auch die Selbstverwirklichung an sehr hoher Stelle und oft funktioniert das in Zusammenhang mit Kindern eben nicht so gut.

Ljivoerpoxol


Den Satz finde ich interessant. Heißt das, dass du dich eben doch immer wieder entscheiden musst oder bestätigt es dich viel mehr in deiner Entscheidung?

Ich überdenke eigentlich alle meine wichtigen Lebensentscheidungen regelmäßig. Also nicht nur Kinder sondern auch Job, Wohnort etc. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass das alle Menschen machen. Also quasi reevaluieren. Das bedeutet ja nicht, dass ich diese Entscheidung ständig umwerfe. Aber man macht sich doch immer mal wieder Gedanken darüber ob man das Leben, das man gerade führt auch so führen will und wenn nicht, wie man es ändern könnte.

Ich wollte nie Kinder. Schon als Teenager nicht. Aber das wird ja immer noch so als "wart mal ab bis du älter wirst" abgetan. Jetzt bin ich in dem Alter in dem Kinderplanung definitiv ein relevantes Thema ist und in meinem Umfeld eben auch regelmäßig Frauen schwanger werden. Und natürlich stelle ich mir dann jetzt, wo es eben nicht mehr um abstrakte Zukunftskontrukte sondern um realistische Lebensplanung geht, die Frage ob ich wirklich keine Kinder will. Und beantworte sie weiterhin mit "Nein!".

Jetzt bin ich aber trotz passenden Alter in einer Lebensphase in der Kinder eben für mich nicht gerade oberste Priorität sind. Ich hab keine feste Beziehung, bin gerade in den Endzügen meines Studiums und weiß noch nicht wo es danach hingeht. Für mich stehen deshalb aktuell noch andere Dinge im Vordergrund. Ich richte mein Leben zur Zeit auch nicht darauf aus, in den nächsten Jahren irgendwie noch Kinder in die Welt zu setzen sondern plane meine Zukunft ohne Schwangerschaft/Kinder.

In ein paar Jahren sieht die Welt aber eben wieder anders aus. Dann dürfte der Berufseinstieg hinter mir liegen, ich bin örtlich gefestiger, habe vielleicht eine Partner oder halt auch nicht und habe die aktuellen Baustellen in meinem Leben erstmal abgeschlossen. Und dann werde ich mir mein Leben eben wieder anschauen und mich fragen, wie es in den nächsten Jahre weitergehen soll und was ich mit meinem Leben vorhabe. Die Chanche, dass die Frage nach dem Kinderwunsch immer noch mit "Nein" beantwortet wird, stehen hoch. Weil das eben bis jetzt immer die Antwort war und ich mir auch nicht vorstellen kann, dass sich meine Meinung dahingehend noch ändert. Aber ich weiß es eben nicht und werde nie wissen, was sie Zukunft bringt.

kbokoL.l:ores9x2


Ich wollte nie Kinder. Schon als Teenager nicht. Aber das wird ja immer noch so als "wart mal ab bis du älter wirst" abgetan. Jetzt bin ich in dem Alter in dem Kinderplanung definitiv ein relevantes Thema ist und in meinem Umfeld eben auch regelmäßig Frauen schwanger werden. Und natürlich stelle ich mir dann jetzt, wo es eben nicht mehr um abstrakte Zukunftskontrukte sondern um realistische Lebensplanung geht, die Frage ob ich wirklich keine Kinder will. Und beantworte sie weiterhin mit "Nein!".

Genau so geht es mir ebenfalls! Es geht jetzt los, Freunde heiraten und bekommen Nachwuchs.

Wie mir das damals schon auf die Nerven gegangen ist, man wurde gar nicht richtig ernst genommen. Meine Mutter nimmt es heute auch noch nicht ernst, aber eigentlich generell nichts, was ich sage oder wünsche.

An Weihnachten bin ich sehr gut mit dem Baby meiner Cousine ausgekommen, es war sehr schön, ist ein liebes und süßes Kind, aber als ich am Abend noch mal richtig in mich gegangen bin, kam auch da wieder ein klares Nein raus. Ich möchte absolut keine Kinder und bin mir sicher, dass sich das nicht mehr ändert. Bei mir kommt noch dazu, dass ich weder sexuell, noch hetero bin, aber das ist gar nicht der Hauptgrund. Ich bin eher der freiheitsliebende Karrieretyp, der sich nicht mit so einer Verantwortung an einen (kleinen) Menschen binden möchte. Allerdings bewundere ich andere, die das wünschen und können, das finde ich super. (:

Leider werde ich seit dem Fest regelrecht mit Fragen belästigt. Ich glaube, man wünscht sich Enkel. Als ich gesagt habe, dass dies nicht geschehen würde, war man empört und sauer. Gut, ich bin nicht geoutet, aber das geht eben momentan auch nicht. Ich mache mir dann schon wieder Vorwürfe, ob ich der Familie falsche Hoffnungen mache und im nächsten Moment haue ich wieder auf den Tisch und denke mir ‘nein, es ist deine Sache, dein Leben’.

Die Entscheidung gegen Kinder ist auch heute noch insofern ein Problem, als dass dass sie weniger akzeptiert ist als andere Lebenspläne. Besonders von "Mit-Frauen” oder weiblichen Freunden, Familienmitgliedern. Einem wird unterschwellig gern unterstellt, man sei ein Kinderhasser oder man wird schräg angeschaut, evlt. bemitleidet. Schade eigentlich.

LViverQpooxl


Obwohl ich jetzt auch schon auf die 30 zugehe, erwartet vom mir interessanterweise (zum Glück) überhaupt niemand Kinder. Vermutlich aber auch weil ich partnerlos bin und finanziell aktuell auch nicht unbedingt in der Lage ein Kind zu versorgen. Aktuell würde mir meine Eltern wohl im Falle einer Schwangerschaft eher den Kopf abreißen als sich über ein Enkelkind freuen. Und ich war noch nie der Mensch für Kinder, das wissen in meinem Umfeld auch alle und die meisten würde es wohl eher wundern wenn ich doch welche bekommen würde.

Meine Mutter sagt zwar auch immer "Jaja, das kommt noch" wenn ich anmerke, dass ich keine Kinder will aber so insgeheim weiß sie auch, dass es von mir höchstwahrscheinlich keine Enkel geben wird. Und findet auch ok. Denn sie hatte diesen dringenden Kinderwunsch auch nie und hätte vermutlich in der heutigen Zeit auch keine Kinder bekommen. Wir Kinder sind jetzt zwar nicht völlig unerwünscht aber sie lässt eben schon manchmal durchblicken, dass es ihr auch ohne Kinder nicht schlecht gegangen wäre.

V0erschw}-pvrakt{ikexr


Katthult

Tatsächlich? 50+? Das finde ich ja dann schon wieder unverantwortlich.

Es gibt Frauen, die angeben, "jung geblieben" zu sein. Siehe dazu meinen Faden [[http://www.med1.de/Forum/Cafe/747147/ Junggeblieben bedeutet zurückgeblieben?]]

Die suchen einen deutlich jüngeren Mann. Und Männer - das dürfte bekannt sein - suchen gebärfähige, attraktive Frauen. Hat die Natur so vorgesehen. Demnach kann ein eventueller Kinderwunsch Teil der Attraktivität sein.

Ich habe mich im Alter von 50 sterilisieren lassen. Stellte mir vor, ein unbeabsichtigtes Kind in den Kindergarten oder die Schule zu bringen und die Kleinen fragen: "Hast du deinen Opa mitgebracht?"

KHattKhult


@ Liverpool

Ich hab keine feste Beziehung, bin gerade in den Endzügen meines Studiums und weiß noch nicht wo es danach hingeht. Für mich stehen deshalb aktuell noch andere Dinge im Vordergrund. Ich richte mein Leben zur Zeit auch nicht darauf aus, in den nächsten Jahren irgendwie noch Kinder in die Welt zu setzen sondern plane meine Zukunft ohne Schwangerschaft/Kinder.

In dieser Phase meines Lebens war ich auch davon überzeugt, niemals Kinder zu bekommen - und dann kam es eben doch anders. :-) Wobei ich jetzt nicht sagen möchte, dass du es dir noch anders überlegst, oder es eine "Phase" ist. Nein, gar nicht! Jeder kann ja zum Glück mit seinem Leben machen, was er möchte und wenn dein Leben ohne Kinder prima ist, dann ist das toll.

Natürlich ich mich auch immer wieder, wie mein Leben gerade aussieht und ob das so wie es ist auch gut ist. Ich bin ein Kopfmensch und überdenke vieles - habe aber festgestellt, dass die Entscheidungen, die ich aus dem bauch heraus getroffen habe, oft besser waren. Und wenn dein Bauch und dein Kopf dir sagen, dass du keine Kinder in deinem Leben brauchst, then go for it!

@ koko.lores92

Leider werde ich seit dem Fest regelrecht mit Fragen belästigt.

Oh die Frage kenne ich und sie ist so lästig - und meiner Meinung nach IMMER unangebracht. Entweder will man einfach keine Kinder, dann nervt die Frage einfach. Oder - im Falle eines Paares - versucht man gerade ein Kind zu bekommen und dann übt die Frage nur unnötigen Druck aus. Oder man kann keine Kinder bekommen, dann ist die Frage einfach nur schmerzhaft.

Wenn jemand wirklich über einen Kinderwunsch reden will, dann tut er es auch, ohne dass man ständig nachfragt.

Einem wird unterschwellig gern unterstellt, man sei ein Kinderhasser oder man wird schräg angeschaut, evlt. bemitleidet. Schade eigentlich.

Stimmt, das bekomme ich auch mit. Sehr schade. Ich möchte mit meinem Beitrag auch auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass ich es falsch finde, keine Kinder zu bekommen. Mich interessierte eher die Frage, ob das eine Entscheidung ist, die man immer wieder neu entscheiden muss.

@ Verschw-praktiker

Stellte mir vor, ein unbeabsichtigtes Kind in den Kindergarten oder die Schule zu bringen und die Kleinen fragen: "Hast du deinen Opa mitgebracht?"

Dank für die Verlinkung des Threads. Spannend, was man so alles nicht weiß.

Sicherlich hat es auch Vorteile, wenn man alte Eltern hat. Aber im Großen und Ganzen halte ich die Nachteile für überwiegend.

Rtoger]Rabbixt


Stellte mir vor, ein unbeabsichtigtes Kind in den Kindergarten oder die Schule zu bringen und die Kleinen fragen: "Hast du deinen Opa mitgebracht?"

Wird unserer Kleinen sicher mal passieren. Ich kann mir keinen besseren Vater für sie vorstellen x:) .

PdurSplelixke


Oh, ich habe erst letztes Jahr einen Bericht gesehen, über Mütter, die die Entscheidung bereuen, sich für ein Kind (oder mehr entschieden zu haben).

Und ich selbst und auch mein Partner, wir wollen beide keine Kinder.

Ursprünglich war das noch nicht klar kommuniziert, wir hatten blöderweise nach einem Jahr Beziehung einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand.

Vernunfts- und Verantwortungsgefühl sowie auch die Finanzen waren vorhanden und wir haben angefangen, uns mit dem Thema anzufreunden und uns auch zu freuen.

Ich hatte dann aber in der 10. Woche einen Abgang und wir sind beide sehr froh darum.

Das war im Februar 2013. Seit dem konnten wir uns, auch nach außen hin, in unserer Entscheidung festigen, dass wir eben keine Kinder wollen. Und merkten, dass wir ursprünglich ganz ganz stark nach den gesellschaftlichen Ansprüchen handeln wollten.

Auch, weil wir vorausgesetzt haben, dass unsere Mütter erwarten, Oma zu werden..... zumindest irgendwann.

Heute wissen wir, dass Schwiegermutter in Spe es nicht schlimm findet, wenn wir keine wollen und meine Mutter kann das absolut nachvollziehen und ist deshalb nicht traurig.

Mit hinzu muss ich sagen: Mein Partner kommt mit Kinder zurecht, er kann mit ihnen spielen und etwas mit ihnen anfangen.

Ich persönlich: kann sie nicht einmal leiden. Ich vermeide jeglichen Kontakt zu Kindern und übernehme auch nicht für andere eine kurze Aufsichtzeit oder ähnliches. Das ist mir schichtweg zuwider. Außer, es sind Kinder von Bekannten: Die kenn ich, da weiß ich dann aber auch, dass ich das Kind dann nach 10 Minuten wieder in die Hände der Mama geben kann und gut ist.

Aber wie du schon geschrieben hast: Wir haben uns sehr viel durch die gesellschaftlichen Ansprüche lenken lassen.

Es ist auch ganz normal, dass von meinen Arbeitskollegen vorausgesetzt wird, dass ich mal Kinder haben werde. Wenn ich erwähne, ich würde keine wollen, dann heißt es: "Ach, das kommt noch!"

Ich empfinde das als absolut grenzüberschreitend und nein, ich bekomme sicherlich kein Kinder um anderen gerecht zu werden...... Zumal ich schon genug mit meiner eigenen Verantwortung zu tun habe. Wenn ich mir vorstelle 24/7 für ein Kind da zu sein..... Brrrrr....... Ich bin froh über den Verlauf meiner Geschichte und würde mich heute auch für eine Abtreibung entscheiden.

Aber wie geschrieben: heute können wir ohne unsicherem Gefühl ganz sicher sagen: nein, wir wollen das nicht.

Und ich habe auch keine Angst, etwas im Alter zu vermissen. Was denn auch? Ich vermisse es jetzt nicht, was soll ich also im Alter mal vermissen?

Wenn es darum geht "alleine zu sein"..... naja, man muss halt seine Freundschaften pflegen. Wenn ich mir meine Großeltern anschaue, wie die Ihre Freundschaften "pflegen"... ...nämlich gar nicht, weil sie sich scheinbar gegenseitig ausreichen, da kann ich das schon verstehen, und trotzdem beklagt sich meine Oma.

Anderes Beispiel: Meine Nachbarin, 83 Jahre alt, alleinstehend, mit einer hübschen alten Golden Redriver-Lady bekommt regelmäßig Besuch von ihrer Freundin (die ebenfalls einen Hund hat, gehen auch immer gemeinsam Gassi), die auch etwas über 70 Jahre alt ist und ebenfalls noch den Führerschein besitzt. Die beiden gehen auch zusammen 2x in der Woche in einen Chor, demnach sind schon mal alle Feiertage gefüllt mit Kirchenbesuche und Gemeindeversammlungen usw.

Ihre Tochter lebt irgendwo am anderen Ende in Deutschland und die sehen sich auch nur an Weihnachten mit einer Übernachtung. Das wars dann...... Selbst als Mutter kann man sich nicht sicher sein, nicht alleine zu sein im Alter. Deshalb hinkt dieses Argument für mich IMMER. ??Zumal irgendwie alle Eltern davon ausgehen, dass sie vor ihren Kindern diese Welt verlassen werden.... Wer garantiert das denn ???

Es ist eigentlich ganz einfach: Ich bin jetzt mein eigener Glückes Schmied. Daran wird sich auch in 50 Jahren, wenn ich dann 82 bin nichts ändern.

LBolaXx5


Und wenn dein Bauch und dein Kopf dir sagen, dass du keine Kinder in deinem Leben brauchst, then go for it!

Auch wenn man sich sicher ist, dass man keine Kinder "braucht", kann man sich für Kinder entscheiden. ;-) Z.B. weil man es sich spannender vorstellt, Kinder zu haben als keine zu haben. Man beschränkt sich sonst ja auch nicht nur auf das, was man unbedingt braucht... ;-D

Ein dringender Kinderwunsch ist m.E. jedenfalls sicher keine Voraussetzung dafür, Kinder zu bekommen. Wenn man sich die Aufgabe zutraut und interessant findet, reicht das doch eigentlich.

K'atKthulxt


@ LolaX5

Ein dringender Kinderwunsch ist m.E. jedenfalls sicher keine Voraussetzung dafür, Kinder zu bekommen. Wenn man sich die Aufgabe zutraut und interessant findet, reicht das doch eigentlich.

Ja, das denke ich auch, war in meinem Fall auch so. Bis ich meinen Mann kennenlernte (und auch noch einige Zeit danach) dachte ich, ich kriege keine Kinder. :-)

P4fefferm\inzbxonbon


Ich war mir auch schon als Jugendliche sicher, dass ich keine Kinder möchte.

Für mich war die Vorstellung, schwanger zu werden, etwas ganz schreckliches. Zeugnis meines persönlichen Versagens und scheiterns auf ganzer Linie. Ich fand es furchtbar, als die vereinzelten Teenieschwangerschaften im weiten Umfeld ans Tageslicht kamen, und dieses Gefühl "OMG die ist doch viiieeel zu jung" hatte ich ungefähr bis... so 25 oder so. Ich habe immer gedacht wenn eine schwanger wurde, wie schrecklich ich an ihrer Stelle das jetzt finden würde. Brr. Nee.

Naja. Irgendwann wusste ich rational, dass es in dem Alter von 25+ überhaupt nichts Schlimmes ist, schwanger zu werden. Mein Gefühl sagte mir aber immer noch OMG! Auf keine Fall! Ich bin dann auch mit meinem späteren Ehemann zusammengewesen, wir heirateten, da war ich 26 und ich schob es und schob es und schob es. Mit 25 hab ich gesagt, mit 27, mit 27 dann mit 28, als ich 28 war dachte ich (ganz kurz!) ach, vllt wäre es ja doch ganz schön - aber wir mussten einen Kredit abbezahlen und unsere Wohnung war zu klein, Karriere machen wollte, musste ich auch noch, das übliche an Ausreden der Leute die sich eigentlich nicht eingestehen wollen, dass sie keine Lust aufs Kinderkriegen haben. Nun ja. Mit 30 dann: der Kredit war abbezahlt, die Wohnung war größer, Karriere hatte ich gemacht, setz mal die Pille ab - weil, ja warum eigentlich? So richtig wollte ich nicht. Aber gut, wir waren 4 Jahren verheiratet, das Umfeld stellte Fragen, also na gut. Was soll ich sagen? Pille abgesetzt, massive Zyklusstörungen und an eine Schwangerschaft war nicht zu denken. Glücklicherweise, wie ich aus heutiger Sicht sage, denn meine Ehe war kein Jahr später gescheitert.

Also, wieder auf Anfang. Kinder? Nö- erstmal Leben neu sortieren, neue Wohnung, neuer Job, neues Umfeld. Beziehung ja, aber ich wollte erst mal nicht zu eng. Oh, wie schön, dass mein Partner sich vor Jahren schon hat sterilisieren lassen :-)

2012 dann die Info zwischen Tür und Angel, Frau Pfefferminzbonbon, Sie haben Endometriosis interna. Ja, ok. Ich mich informiert, siehe da. Mit dieser Erkrankung und einem Alter von 30+ kann man sich das Kinderkriegen so ziemlich abschminken.

Also, es war eins, selbst zu sagen, ich will keine, aber ein anderes, zu erfahren, dass es nicht geht.

Gut. Jetzt muss ich mich aber nicht mehr rechtfertigen, warum ich keine Kinder will. Wenn wer fragt, warum hast Du keine, willst Du keine (wobei, ich bin 38. Die Fragen werden eh weniger lach) kann ich sagen, ich kann nicht. Betretenes Schweigen. Dass ich das sogar ziemlich gut finde, muss ja keiner wissen.

Übrigens, ich bin immer noch mit dem sterilisierten Mann zusammen.... das ist so toll wenn sich beide einig sind, dass die Familienplanung abgeschlossen ist.

Ob ich das irgendwann bereuen werde? Hm. Keine Ahnung. Ich mein, es lässt sich ja nun eh nicht mehr ändern. Manchmal denk ich, wer besucht mich, wenn ich steinalt bin? Aber man weiß ja auch nicht, ob die eigenen Kinder kämen, wenn man steinalt ist.

Wem vererbe ich meine Wohnung? Weiß ich nicht. Meine Schwester ist auch kinderlos.

Aber jetzt mal ehrlich da kann ich mir doch noch Gedanken drüber machen wenn es soweit sit.

Kinder an sich... vermisse ich nicht. um mich rum haben auch nicht viele Leute Kinder, oder die sind schon erwachsen. Und ich kann auch mit den Kleinen nix anfangen.

OPrangCenba"um\3000


Nein, man kann jederzeit seine Meinung ändern. Bekannte haben sie nicht geändert. Die, die Kinder wollten, haben sie auch bekommen. Ein Ex von mir, der keine wollte, hat auch heute keine und das wird auch so bleiben (inzwischen hat er eine Vasektomie vornehmen lassen). Er liebt Kinder, er macht mit ihnen in den Sommerferien Unternehmungen, freiwillig ohne Bezahlung. Aber eigene, die Verantwortung, die Verzichte, nächtliches Geschrei, Kinderkrankheiten. Nein, das wollte er nie. Deshalb hatte ich mich getrennt, als er es mir sagte.

Was das Umfeld denkt, sollte dir herzlich egal sein. Ziehen sie die Kinder groß? Nein? Eben. Wenn du keine möchtest, ist das in Ordnung, genauso, wenn du doch welche haben möchtest. Du hast nur dieses eine Leben. Lebe es so, wie es dir gefällt und nicht, wie andere dich gerne hätten. (Die Mutter meines Ex wollte unbedingt Oma werden, er blieb hart).

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Ich bewundere Frauen, Männer oder auch Paare die sich gegen Kinder entscheiden.

Kinder sind etwas wunderbares aber es ist halt auch eine Entscheidung die man fürs Leben trifft.

Ich selbst habe ein Kind. Würde mit meinem jetzigen Partner aber gern noch ein gemeinsames Kind haben. Leider will er nicht mehr, weil er auch schon eins aus einer früheren Beziehung hat. Außerdem läuft es auch bei uns teilweise nicht so rosarot.

Nun kann ich zwar mit der Entscheidung momentan gut leben weil ich unsere Zweisamkeit, die Urlaube, das Essen gehen und Freunde treffen, meine gewonnene Freizeit und Freiheit, das Plus in der Geldbörse zur Zeit sehr genieße. Trotzdem merke ich in einigen Momenten wie sehr ich mir noch ein Kind wünsche. Aber mit 34 noch mal von vorn beginnen und ev mit einem neuen Partner den Kinderwunsch angehen, dazu fehlt mir die Kraft. Lieber versuche ich damit abzuschließen aber es fällt mir sooo schwer.

Mein Verstand spricht gegen ein weiteres Kind, aber das Herz sagt ja zum Kinderwunsch.

Ich bin so verzweifelt. Was soll ich nur tuen.

Es gibt Tage da ist es für mich okay und an anderen Tagen hasse ich meinen Partner fast dafür das ich für ihn "verzichten muss".

Ich weiß halt nicht ob ich auf Dauer mit diesem nicht erfüllten Kinderwunsch leben kann. :°(

iVrgendDwie_andexrs


Das ist eine gute Frage. Ich denke schon dass einige es später bereuen keine Kinder zu haben, andere nicht.

Mein Mann und ich haben uns diese Frage auch gestellt. Ich hatte nie einen riesigen Kinderwunsch, auch habe ich keinen besonderen Draht zu fremden Kindern. Ich hätte mir definitiv ein Leben ohne Kinder vorstellen können. Andererseits hatten wir aber auch Angst, es später zu bereuen, kinderlos zu sein. Daher haben wir es einfach drauf ankommen lassen, wir wollten einfach das Schicksal entscheiden lassen. Und schwups - 4 Wochen später war ich schwanger. :_D Und seitdem stellen wir es nicht mehr in Frage ob es die richtige Entscheidung war, wir sehen es eher als Schicksal an, es ist für uns so vorgesehen. Wir freuen uns wahnsinnig auf unser erstes Kind, das in wenigen Wochen geboren wird. x:)

Letztlich muss die Frage aber jeder für sich selbst beantworten. Und es ist eine verdammt schwere Entscheidung, da man sie irgendwann nicht mehr rückgängig machen kann.

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