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Umgang mit unzufriedenen Kollegen - Staffing

R-albph_H`H


Ich kenne solche Situationen auch. Ich merke dann jedesmal an, dass ich mit dem Chef gut klar komme und die Kritik nicht teile, was nicht heißen soll, dass ich die negativen Erfahrungen der Kollegen anzweifle.

Ich würde die Kollegen in die Pflicht nehmen, konstruktiv mitzuarbeiten. Sich dem Gespräch mit dem Chef zu verweigern und im Meeting zu schweigen, dann aber hinterher zu lästern, im Betrieb würde nichts laufen, weil der Chef unfähig ist... Ein Chef führt Mitarbeiter. Wenn die den Chef sabotieren, tragen die eine große Mitschuld. Solche Mitarbeiter schmeißt man tunlichst raus.

P laty`puxs


@ Broderick und @Ralph

Danke!

Die erste Woche ist rum. Ich gewöhne mich langsam an die Situation, d.h. ich bin nicht jedes Mal perplex und sprachlos, wenn wieder Geschichten erzählt werden oder der Chef auch mal direkte Ablehnung erfährt. Letzteres machen die Kollegen jedoch ziemlich geschickt, denn wenn man keinen Einblick hinter die Kulissen hat, könnte man meinen, dass die Arbeitsatmosphäre einfach nur sehr sachlich und kühl ist. Dass sich dahinter pure Ablehnung und Verweigerung versteckt, ist in den Situationen in dem das Team und der Chef aufeinander treffen nicht offensichtlich.

Ich weiß nicht warum, aber mein Chef sprach gestern in einem Gespräch unter vier Augen die Stimmung im Team an und ich konnte nicht anders und machte eine vage Anspielung auf die von mir wahrgenommene Missstimmung. Er hakte nach und ich schilderte ihm meinen ersten Eindruck, natürlich abstrahiert und nicht im Detail und mit Fokus auf das Thema gute Zusammenarbeit. Schon diese Light-Version führte dazu, dass er ziemlich betroffen war, da er selbst sagte, dass er nicht damit gerechnet hat, dass die Situation "so schlimm" ist und es ihm leid tut, dass ich mit reingezogen werde.

Im ersten Moment war ich sehr erleichtert und froh über das Gespräch. Mittlerweile komme ich aber ins Grübeln, ob ich mit meiner Ehrlichkeit nicht über das Ziel hinausgeschossenen bin ":/

E]hemaligerT NutzGer (#5k98213)


Ehrlichkeit ist immer gut! :)^

Bei wem bist du angestellt? Von wem wirst du bezahlt? von den Kollegen oder vom Chef? ":/

Es ist aber schon auch zu sagen, dass der Chef auch sehr verantwortlich ist für die Stimmung in seinem Betrieb / Abteilung. Da muss er sich mal gründlich Gedanken machen, wie er das Stimmungsproblem lösen will. Das ist aber wiederum weniger dein Problem als das den Chefs , (den du natürlich dabei unterstützen kannst / darfst / sollst) Ein gutes Betriebsklima ist für alle wichtig.

P#latxypus


Ja, er meinte, er will die Sache überdenken und schauen, wo er konkret ansetzen kann. Mit einem vom Chef forcierten Gespräch ist es ja leider nicht getan, da auf der Mitarbeiterseite keine Gesprächsbereitschaft existiert.

Ich bin natürlich von meiner Firma angestellt und die wird durch meinen Chef vertreten. Meine Kollegen schaden mit ihrem Verhalten nicht nur dem Chef, sondern auch der Firma. Da steh ich auch hinter.

Meine Sorge bezieht sich eher darauf, dass ich nun die Rolle des neutralen Beobachters verlassen habe und vor dem Chef Farbe bekannt habe.

Gut, ich wüsste nicht, welcher Nachteil sich für mich aus dem Gespräch ergeben könnte. Immerhin hat mein Chef sich mehrfach für meine Ehrlichkeit und den Hinweis bedankt und von dem Gespräch hat niemand sonst etwas mitbekommen.

Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass er auf mehr Unterstützung von mir hofft und ich diese Erwartung eventuell nicht erfüllen kann.

Emhemadl-igerA Nutzer V(#598213x)


Erwartungen nicht erfüllen?

Nun ja, es ist immer schlecht, wenn die Erwartungen zu hoch angesetzt sind.

Du bist aber nicht der Beziehungscoach und auch nicht der Betriebspychologe. Es gibt aber durchaus auch Fortbildungen für Leute aus der Führungsebene: "Wie führe ich einen Betrieb, so dass zwischenmenschliche Probleme gering gehalten werden." Das Kurse mögen vielleicht teuer sein, aber sie sind billiger als der Schaden durch ein vermasseltes Betriebsklima.

mSond+s9therne


Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass er auf mehr Unterstützung von mir hofft und ich diese Erwartung eventuell nicht erfüllen kann.

Ja, ich könnte es mir so vorstellen: Du unterstützt ihn dabei, sich gegenüber seinen Mitarbeitern durchzusetzen.

Wie stellst Du es Dir vor? Welche Form der Unterstützung könnte er sich erhoffen?

Pulat>ypuxs


Ich kann in meiner Position nur Brücken zwischen den Parteien bauen, da ich hierarchisch auf der selben Stufe stehe wie meine Kollegen. Ich kann mich also in gemeinsamen Meetings einbringen und meine Kollegen mit meinem "Hintergrundwissen" aus ihrer passiven Rolle holen sowie im Arbeitsalltag an getroffene Abmachungen erinnern. Mehr Einfluss sehe ich allerdings nicht.

Entscheidungen durchsetzen und seinen Mitarbeitern klar machen, wo ihre Entscheidungsbefugnisse aufhören und seine beginnen, muss der Chef schon allein.

zxep


Puh, also ich finde für EINE Woche hast dich da aber schon verdammt weit aus dem Fenster gelehnt. Es ist immer eine gute Idee sich als Neuer erstmal für eine ganze Weile alles anzuschauen ohne sich auf eine Seite zu schlagen. Es ist schon ungewöhnlich, dass deine Kollegen dir als Neuling gegenüber sofort über den Chef hergezogen sind. Selbst die dümmsten Arbeitnehmer wissen, dass sowas gefählich ist und normalerweise muss jeder Neue sich die Vertrauensbasis dafür erstmal erarbeiten.

Wenn deine Kollegen gleich so offen ihren Ärger kundgetan haben spricht das für mich dafür, dass es dort wirklich tief sitzende Probleme und massiven Frust bei den Mitarbeitern gibt. Vielleicht sind sie auch teilweise unfair dem Chef gegenüber aber sowas kommt nicht von ungefähr. Es gibt in Firmen mitunter eingeschliffene Strukturen unter denen alle leiden, die man aber auf den ersten Blick vielleicht nicht sieht und da hat der neue Besen natürlich immer leicht reden. Aber kein Chef wird völlig ohne Grund so massiv gehasst.

An deiner Stelle würde ich mich sehr zurückhalten damit, Informationen übers Betriebsklima an die GL weiterzuleiten. Womöglich siehst du die Situation nach ein paar Monaten auch anders als jetzt. Und auch wenn deine GL dich bezahlt - wenn deine Kollegen ihre Gespräche abbrechen sobald du den Raum betrittst wird das für dich trotzdem ... nicht gut.

BGroderxick


@Platypus

Im ersten Moment war ich sehr erleichtert und froh über das Gespräch. Mittlerweile komme ich aber ins Grübeln, ob ich mit meiner Ehrlichkeit nicht über das Ziel hinausgeschossenen bin ":/

Ich fürchte, Ja.

Du darfst dich keinesfalls in die Rolle eines "Spions" drängen lassen.

Wäre nicht korrekt von ihm, wenn er das versucht; wenn auch menschlich nachvollziehbar.

Kooperation darf er nur in Bezug auf die eigentliche Arbeit von Dir erwarten.

B$roRder9icxk


Verwundert

Ehrlichkeit ist immer gut! :)^

Bei wem bist du angestellt? Von wem wirst du bezahlt? von den Kollegen oder vom Chef? ":/

Petzen ist immer schlecht.

Das ist auch nicht das, wofür sie bezahlt wird.

P$lkaty+puxs


Ich möchte eins klar stellen: Ich habe nicht gepetzt. Ich habe weder Namen noch konkretes Fehlverhalten erwähnt. Ich habe den Chef lediglich auf Differenzen in Bezug auf die Arbeit im Team, die mich direkt betreffen, hingewiesen.

Ändern kann ich es nun eh nicht mehr. Also heißt es abwarten.

P6lBatyp1uxs


@ zep

Wie lange würdest du dich denn zurückhalten bis du Position beziehst?

Ich hatte jetzt nicht vor, meinem Chef täglich den neuesten Tratsch und Klatsch zu berichten ;-) Das war für mich ein einmaliger Hinweis, der sich aufgrund der Situation ergab.

BCrooderick


Platypus

Ich möchte eins klar stellen: Ich habe nicht gepetzt. Ich habe weder Namen noch konkretes Fehlverhalten erwähnt.

Das ist sehr gut. Ging aus deinem Post nicht klar hervor.

Mit "Petzen" bezog ich mich auf den Beitrag von "Verwundert", der meinte, Ehrlickeit ist immer gut. Und das ist eben nicht grundsätzlich so. Und zwar dann nicht, wenn es sich um die Weitergabe von Vertraulichkeiten handelt.

P7lyatypxus


Die zweite Woche ist rum und ich komme ganz gut klar in der Arbeit.

Ich bin mit den Kollegen warm geworden, auch wenn ich mich beim leider weiterhin sehr beliebten Thema "Der Chef ist blöd, weil ..." nicht beteilige und teilweise auch Verständnis für sein "blödes" Verhalten äußere. Noch wird mir dies nicht übel genommen. Ich werde meist ein wenig belächelt, aber sie schieben meinen Optimismus auf mein junges Alter und fehlende Erfahrung :-/

Mit dem Chef läuft es weiterhin gut. Ich mag ihn von seiner Art her und sein Arbeits- und Führungsstil empfinde ich bisher als sehr angenehm.

Problematisch ist die Gruppendynamik im Arbeitsalltag. Sobald es mal eine Meinungsverschiedenheit gibt, kochen die Emotionen hoch. Mittlerweile habe ich erfahren, dass es in der Abteilung zusätzlich noch Differenzen unter den Kollegen gibt. Zudem werden Meinungsverschiedenheiten zwischen Kollegen oder auch zwischen Kollegen und dem Chef einfach nicht geklärt. Die Kollegen ignorieren sich lieber und klärende Gespräche auf Initiative des Chefs verlaufen im Sande, da in diesen Gesprächen keine Kommunikation stattfindet. Hinter dem Rücken der "blöden" Kollegen oder des Chefs wird jedoch jede Gelegenheit genutzt, seinem Ärger Luft zu machen. Das heizt die Stimmung natürlich noch mehr auf %:|

Das finde ich sehr unangenehm ... :(v

Echemaqliger( Nutz(er (#5x98213)


Auch Schnabeltierchen haben zwei Ohren:

Zum einen rein und zum anderen raus! ;-D

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