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Die Hoffnung geht nicht weg

sucChwusi hat die Diskussion gestartet


Huhu zusammen *:) und vorab sorry für diesen langen Text

Eigentlich war ich eine Weile immer nur stille Mitleserin, jetzt brauch ich einfach nur mal ein paar offene Ohren und wahrscheinlich einen über den Deckel..

Kurzum: Seit Sommer 2017 habe (oder..äh..hatte?) ich eine Geschichte mit jemandem am Laufen, die nicht ganz einfach ist. Es fing alles damit an, dass wir nach einer Party betrunken bei mir gelandet sind. Hab gedacht, dass es ne einmalige Sache wäre. Nicht mehr, nicht weniger. Er (sagen wir er heißt B) war immer für seine unzähligen Frauengeschichten bekannt. Mit einer geschlafen, sich nicht mehr gemeldet, Arschloch usw. War mir an dem Abend egal, was die anderen erzählten. Ich fand den aber verdammt süß und war eindeutig nicht auf ne Hochzeit aus. ]:D

Jedenfalls ging es mit uns weiter, wir haben uns getroffen. Erstmal schien alles ziemlich unverbindlich - er wirkte nicht an etwas festem interessiert. Alles okay, ich war auch cool damit. Konnte nicht ahnen, dass er es auf einmal ist, den ich einfach bei mir haben möchte.

Er war immer mal wieder weg, in seiner Heimat oder sonst wo. Mir kam immer noch nicht der Gedanke, dass ich ihm was bedeuten könnte.

Auf einer anderen Party (während besagter Herr oben wieder sonstwo rumdüste) habe ich einen ziemlich lieben Kerl kennengelernt, wir haben uns einmal geküsst auf der Party zum Abschied (Alkohol olé - keine Bedeutung für uns beide; hätte B trotzdem am liebsten sofort angerufen) und wir haben uns einmal auf ein Bier getroffen. Während des Treffens habe ich einfach gemerkt, dass ich mich auf niemand anderes mehr einlassen kann und mich in Mr. Unverbindlich verguckt habe. Sah das Drama schon kommen, dass ich ne Abfuhr sondergleichen kriegen würde. ;-D

Also Fronten schnell geklärt, Date kurze Zeit später gesagt, dass ich ihn nicht wieder treffen möchte. Sache für mich erledigt.

Für mich war klar, dass ich ab da mal ein Wörtchen mit meinem Liebsten sprechen sollte - er kam mir zuvor. Rief mich an (haben uns ca. nen Monat nicht gesehen) und fragte, ob ich wen anders kennengelernt hätte, er hätte da so ein schlechtes Bauchgefühl. Haha, was war ich überrascht. Erzählte ihm dann die Wahrheit, dass ich ein Date hatte, da nichts passierte und ich keinen anderen Kerl mehr treffen möchte. Es war für uns dann klar, dass wir beide uns mehr mögen.. Leider sind wir beide nicht unkompliziert. Er ist seit sieben Jahren Single, Ex hat ihn betrogen, man merkt seine Unsicherheit bezüglich des Themas Beziehung sehr, dazu ist er noch unglaublich sensibel. Das mit dem Kuss habe ich ihm nicht erzählt, war meiner Meinung nach nicht wichtig.

Die Sache mit dem Kuss hat er per "Zufall" von Bekannten erfahren (die mir später noch ganz nett was anhängen wollten..). Ja, danke...

Durch seine alten Erfahrungen hat er der Sache viel mehr Bedeutung zugeschrieben als nötig. Er sagte, dass ihm das normalerweise egal ist, was seine "Mädels" sonst veranstaltet haben, aber dass es diesmal ein richtiger Arschtritt für ihn war. Gab mir immer wieder das Gefühl, dass ich ihn irgendwie betrogen hätte. Daraufhin hatten wir einen Streit, weil er mich damit so genervt hat.

Dann haben wir uns eine Woche später wieder getroffen, damit wir uns aussprechen können. Wir haben das erste Mal richtig in Ruhe über uns reden können. Dass wir mehr Zeit brauchen und es nicht so weitergeht wie vorher, wir beide unsere Unsicherheiten irgendwie ablegen müssen. Ich wusste zu dem Zeitpunkt endlich, dass ich mich einfach verliebt habe, der Sache eine Chance geben möchte und er war ebenso bereit dazu. Normalerweise hab ich um augenscheinlich komplizierte Kerle immer einen Bogen gemacht, mein Bauchgefühl schlug sonst immer direkt Alarm. Bei ihm nicht - es fühlte sich alles richtig an.Ich habe mich ihm komplett geöffnet (sehr befreiend). Während des Treffens haben wir miteinander geschlafen und es war.. anders als sonst. Wir waren uns einfach näher und das war wunderschön.

Das Treffen war Anfang November. Seitdem haben wir uns nicht mehr gesehen... Er hat seinen Job verloren und damit auch seinen Halt. Und das hab ich natürlich zu spüren bekommen und es tut mir immer noch so Leid, dass er damit so zu kämpfen hat.

Sein abweisendes Verhalten habe ich versucht nicht direkt auf mich zu übertragen, anderen Freunden hat er auch vor den Kopf gestoßen. Es fing wieder an, dass er immer weg war. Mal hier, mal dort, für mich hatte er nie mal Zeit oder fragte mal, ob bei mir alles gut sei. Nur ein "Sorry, dass ich momentan so bin" bekam ich per WhatsApp. Ich hab für viele Sachen Verständnis und versucht ruhig zu bleiben. Klappte nicht. Als er wieder weg war und nichts sagte, schrieb ich ihm (persönlich sprechen war ja nicht drin), dass ich mir verarscht vorkomme (konnte es nicht höflicher schreiben in dem Moment %-| ), dass ich immer wieder mitbekomme, wie er Sachen planen kann und ich weg geschoben werde. Daraufhin war er enttäuscht von mir. Ich solle ihn nicht drängen und er könne mir momentan kein guter Freund sein. Null Verständnis für meinen Standpunkt, seine Message kam bei mir an. Entschuldigt habe ich mich dafür, dass er sich bedrängt vorkommt. Das wollte ich nicht. Ich war erst einmal bedient und ziemlich enttäuscht. :-|

Gemeldet hab ich mich nicht mehr, gedanklich hab ich schon versucht mit der Sache abzuschließen (leichter gesagt als getan). Er hat momentan keinen Kopf für eine Beziehung, that's it. Er meldete sich dann wieder, wir hatten netten Kontakt. Versuche mir nichts anmerken zu lassen, obwohl ich immer noch sauer, enttäuscht und traurig bin, dass er einfach weg war. Er ist seit Dezember nicht mehr in unserer Stadt gewesen, kommt aber die Woche wohl wieder. Er meldet sich dann wohl..

Normalerweise funktioniert bei mir "Aus den Augen - aus dem Sinn" immer ganz wunderbar. Diesmal ist es anders, ich mag es einfach nicht so "wegwerfen", obwohl ich weiß, dass es schwierig wird.

Es ist so schade, dass wir nie die Zeit für uns bekommen haben, welche wir brauchten. Immer kam was dazwischen. Jetzt sind fast drei Monate vergangen und ich denke immer noch oft an ihn. In der letzten Zeit habe ich irgendwie mehr zu mir gefunden, der Abstand tat gut. Ich wünsche ihm so, dass es ihm bald besser geht und er wieder in die Bahn findet. Gerne würde ich ihn auf ein Bier treffen, einfach dass wir miteinander reden können. Die Hoffnung, dass wir uns wieder annähern, habe ich immer noch. Er ist mir als Mensch generell wichtig geworden und außerdem hab ich noch nie so gerne jemandem den Kopf gekrault x:)

Hach, sorry für Text-Wand *schäm*. Musste mir das mal von der Seele schreiben.

Irgendwie ist die Hoffnung aber noch so schön gerade. :)-

Ihr könnt mir natürlich auf den Kopf hauen und sagen, wenn es sinnlos ist hier noch weitere Gedanken zu investieren.

Antworten
EulGu+sto


Ihr könnt mir natürlich auf den Kopf hauen und sagen, wenn es sinnlos ist hier noch weitere Gedanken zu investieren.

Das kann keiner hier wissen.

Außerdem, was würde es nützen Dir etwas zu sagen, was Du selbst schon befürchtest, Dir aber trotzdem noch Hoffnungen machst? ;-)

Ich würde mal sagen: Sei Dir weiterhin bewußt, dass es in die Hose gehen kann. Dann ist der Fall später nicht so tief und Du kannst Dir sagen, dass Du es immerhin versucht hast. Tut dann zwar auch weh, vielleicht sogar mehr als jetzt. Aber Du hast nicht das Gefühl was Dich vielleicht noch länger verfolgen würde, zu früh aufgegeben zu haben. Denn immerhin scheint er trotz aller Kompliziertheit ein ehrlicher Kerl zu sein sowie Dich auch wirklich zu mögen. Mindestens aber hast Du ihn auf positive Weise durcheinandergebracht so wie Du das Ganze schilderst ;-).

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