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Ist es erniedrigend, einer Bekannten hinterherzulaufen?

MPöppe%lchxen hat die Diskussion gestartet


Liebe Community,

ich bin sehr enttäuscht vom Verhalten einer guten Bekannten und weiß nicht so recht, wie ich mich jetzt verhalten soll.

Im Herbst hat sie 6 Wochen im Krankenhaus gelegen und ich habe sie in der Zeit nur einmal besucht, da es mir wegen meiner beruflichen Situation (Kündigung durch den Arbeitgeber) psychisch sehr schlecht ging und ich mich nur sehr schwer verstellen kann. Ich wollte sie im Krankenhaus nicht runterziehen.

Etwa Mitte November kam sie nach Hause und musste auf ihre Reha warten. Ich rief sie nach einer Woche an und fragte, ob wir uns mal auf einen Kaffee treffen können. Sagte auch zu, zu ihr zu kommen und mich mit ihr in einem Café nahe ihrer Wohnung zu treffen, weil sie noch nicht gut zu Fuß war und auch mit dem Bus Probleme hatte. Sie antwortete, dass wir uns sehen könnten, wenn sie in der betreffenden Woche noch nichts wegen eines Termins für die Reha höre. Als sie sich wieder meldete, war die Woche vergangen und sie teilte mir mit, dass sie jetzt einen Termin für Anfang Dezember habe. Wir hätten uns also noch sehen können. Ich schrieb ihr, dass es schade sei, dass es mit dem Kaffeetrinken nicht geklappt habe. Sie schrieb nur zurück: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. :-/

Sie war für 4 Wochen in der Reha und kam Neujahr zurück.

Ich habe ihr während der Reha wirklich oft über WhatsApp geschrieben, erkundigte mich nach ihrem Befinden, nach ihren Anwendungen, nach Kontakt zu anderen Patienten, etc. Von sich aus hätte sie sich wahrscheinlich kaum gemeldet. Telefoniert haben wir kein einziges Mal, da es für uns beide übers Handy zu teuer gewesen wäre und sie hatte kein Telefon auf ihrem Zimmer.

Weihnachten habe ich ihr persönliches geschrieben mit guten Wünschen, während von ihr nur ein Bild mit Weihnachtsmotiv kam, das sie an Familie und etliche Bekannte schickte. An Silvester habe ich ihr ein ganz süßes Video geschickt und wünschte ihr und ihrem Mann einen guten Rutsch. Von IHR kam nichts, nur ihr Mann wünschte mir einen guten Rutsch mit einem Smiley, der die Zunge rausstreckt. ER ist halt ziemlich unreif, obwohl er schon über 50 ist. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass er mich nicht leiden kann.

Seit dem Neujahrstag ist sie also zu Hause, doch hat bis jetzt weder angerufen noch mir geschrieben!

Ich kann verstehen dass sie die erste Woche brauchte, um sich zu Hause erst mal wieder zu akklimatisieren, Wäsche zu waschen, zum Arzt zu gehen, Zeit mit ihrer Familie verbringen wollte. Aber auch DANACH kam kein Zeichen von ihr!

Sie ist allerdings ganz oft bei WhatsApp drin und wird da wohl auch ihren Freunden und Bekannten schreiben.

Jetzt haben wir uns schon 3 Monate nicht mehr gesehen, seit ich sie im Krankenhaus besucht habe.

Natürlich könnte ich sie auch mal anrufen und nachfragen. Nur frage ich mich, ob es nicht erniedrigend wäre, weil ich ihr ja dann im Prinzip hinterherlaufen würde. Warum soll ich immer diejenige sein, die sich meldet und von ihr kommt so gut wie nichts?

Wir sind jetzt übrigens schon seit 7 Jahren gute Bekannte, doch inzwischen bin ich nur noch verletzt wegen ihres desinteressierten Verhaltens.

Manchmal wenn ich angerufen habe, meldete sie sich auch mit einem richtig barschen "hallo" (sie sieht ja meine Nummer im Display). Als wenn sie denkt: oh nee, DIE schon wieder! Dabei habe ich es mit dem Anrufen nie übertrieben, meistens so zweimal im Monat, wenn ich massive Probleme hatte, allerdings auch manchmal einmal wöchentlich.

Hat diese Bekanntschaft überhaupt noch einen Sinn und sollte ich warten, ob noch was von ihr kommt?

Ich überlege, sie anzurufen und nachzufragen, ob ich etwas falsch gemacht habe oder sie mit meinem Verhalten (dass ich sie nur einmal im Krankenhaus besucht habe) verletzt habe.

Oder besser abhaken und sie ihrer Wege ziehen lassen?

Reisende soll man ja bekanntlich nicht aufhalten... Auch wenn es schwer fällt, denn sie war mir immer wichtig, aber ich möchte mich nicht weiter erniedrigen.

Liebe Grüße,

Möppelchen

Antworten
Cghoupbettue_Finnxian


Du hast sie in sechs Wochen nur einmal besucht und wenn es dir dreckig geht, rufst du sie einmal wöchentlich an. Merkste was?

Dich zusammenreißen, sie wenigstens einmal wöchentlich besuchen und deine eigenen Probleme hintenanstellen wäre anständig gewesen. Bei vier Wochen Reha wird es ihr gesundheitlich vermutlich selber mies ergangen sein.

Wenn ich wäre, würde ich mich fix entschuldigen und wenn ich deine Bekannte wäre, wär das Thema durch. Du hast sie ziemlich ausgenutzt und bist nun auch noch sauer... :|N

M_orrwenxa


Dabei habe ich es mit dem Anrufen nie übertrieben, meistens so zweimal im Monat, wenn ich massive Probleme hatte, allerdings auch manchmal einmal wöchentlich.

War eure Beziehung ausgeglichen? Oder könnte sie das Gefühl bekommen haben, dass du dich mehr gemeldet hast, wenn du Probleme hattest (= sie in Anspruch genommen hast), während sie nicht auf dich zählen konnte, als sie im Krankenhaus war? Ich finde es irgendwie nämlich schon ungewöhnlich, nach sieben Jahren mit Kontakt alle 1-2 Wochen von einer "Bekannten" und nicht von einer "Freundin" zu sprechen. Magst du ein bisschen erzählen, wie die Bekanntschaft in den Jahren war? Habt ihr euch sonst oft persönlich getroffen? Ging es in den Treffen oft um Probleme oder waren es mehr lockere/fröhliche Treffen? Was hat die Bekanntschaft von einer Freundschaft unterschieden?

Im Herbst hat sie 6 Wochen im Krankenhaus gelegen und ich habe sie in der Zeit nur einmal besucht, da es mir wegen meiner beruflichen Situation (Kündigung durch den Arbeitgeber) psychisch sehr schlecht ging und ich mich nur sehr schwer verstellen kann. Ich wollte sie im Krankenhaus nicht runterziehen.

Könnte es sein, dass sie jetzt in so einer ähnlichen Situation ist? Wenn es ihr körperlich sehr schlecht geht, dann möchte sie vielleicht im Moment schlicht wenig oder keinen Kontakt. Du vermutest ja auch nur, dass sie mit anderen Kontakt hält, oder? Wer Schmerzen hat, der will manchmal einfach nur im Bett liegen. Und gerade, wenn sie schlecht zu Fuß ist, dann ist ihr vielleicht jedes Treffen zuviel. Was genau sie hat, hast du nicht geschrieben, aber je nach OP hat man auch Nachts Schmerzen, schläft schlecht... da kann man schonmal auch seelisch durch so etwas schlecht drauf sein.

Von daher würde ich persönlich einmal das Gespräch suchen. Sie nimmt ja offenbar das Telefon ab, auch wenn es barsch ist. Und im Grunde vergibst du dir ja nichts. Im besten Fall klärt sich die Situation, im schlimmsten Fall bekommst du eine unhöfliche Antwort und bist dann vielleicht zwar auch noch mehr verletzt - aber dann weißt du auch, woran du bist, und kannst abschließen. Wenn du gar nichts machst und sich keiner von euch mehr meldet, dann wirst du dich vielleicht noch länger fragen, was denn jetzt eigentlich los war.

Und noch einmal anrufen und diesmal die klare Frage stellen, was denn los ist, ist kein Hinterherlaufen. Wenn sie aber nur ausweichend antwortet, dass alles super wäre und sich "irgendwann mal wieder, wenn sie Zeit hat" treffen will und dann gar nichts mehr von sich hören lässt... ja, dann würde ich auch nichts mehr machen. Aber dann kannst du dir nicht vorwerfen, nichts versucht zu haben, um Dinge zu klären.

0>815Iuse;r


Wenn sie sich mit einem barschen -hallo- meldete, wie verlief denn dann das Gespräch? Auch kurz und abwürgend? Davon würde ich es abhängig machen, ob ich noch Kontakt zu dieser Person haben wollte. Es hört sich ehrlich gesagt nicht gut an.

Melde dich doch mal gar nicht mehr. Wenn sie sich dann nie mehr meldet, ist der Kontakt beendet. Das wäre der einfachste Weg, es herauszufinden, ob sie noch Interesse hat.

F]urioxus


Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Situation für Dich unbefriedigend und, ja, auch erniedrigend ist.

Man hat das Gefühl, man wäre ein Bittsteller, der um die Aufmerksamkeit des Gegenüber betteln muss.

Eine ähnliche Situation hatte ich mal, als ein ehemals guter Freund sich von mir "entfernt" hatte. Auch hier war es so, dass nur ein Kontakt zu Stande kam, wenn ich mich meldete. Umgekehrt kam überhaupt nix. Zudem sagte er auch oft Treffen ab, oder hatte in den kommenden Wochen "ganz schlecht Zeit".

Ich hab bis heute nicht herausgefunden, was damals schief gelaufen ist. Meiner Ansicht nach ist nichts vorgefallen, was sein Verhalten gerechtfertigt hätte. Aber im Endeffekt würde diese Erkenntnis wohl auch nichts bringen.

Fakt ist nämlich: er hatte kein Interesse mehr an einer Freundschaft. Daher haben auch die Versuche, wieder mehr Kontakt zu haben, nichts gebracht. Seitdem herrscht Funkstille. Wenn wir uns begegnen, dann reden wir ganz normal miteinander, so wie es Bekannte tun. Aber eine Freundschaft gibt es nicht mehr.

Bei Dir scheint es ähnlich zu sein. Deine Bekannte (auch ich frage mich, weshalb man nach 7 Jahren regelmäßigen Kontaktes nicht von einer Freundschaft spricht? Mich würde eine Begründung interessieren) scheint kein Interesse mehr daran zu haben, sich mit Dir zu treffen, oder sich länger zu unterhalten.

Wenn Dich das umtreibt (was verständlich ist), dann könntest Du vielleicht noch versuchen, herauszufinden, was der Grund dafür ist. Ich würde aber dann den Kontakt zurückfahren und mich nicht mehr bei der Bekannten melden.

Sollte sie irgendwann wieder den Wunsch nach einem Treffen oder einem Telefonat hegen, dann wird sie sich bestimmt ihrerseits melden.

Mbil%k!y_e77


Deine Bekannte hat wahrscheinlich die Nase voll davon, wenn du sie nur anrufst, wenn du gerade massive Probleme hast und dich nur ausheulen willst.

Wann hast du das letzte mal was schönes mit ihr unternommen oder Spaß mit ihr gehabt?

Redest/schreibst du nur über Probleme mit ihr?

Ruf sie doch mal an und schlag ihr ein Treffen vor, wo es um Spaß oder Entspannung geht.

Etwas das IHR gefällt (Kino, Therme, was sie halt gerne mag.....)

Und dann rede bei dem Treffen NIX über deine Probleme.

Sie darf nicht nur deine Zuhörerin bei Problemen sein, wo bleibt dann SIE?

Ich kann verstehen, dass sie dich nicht von selbst kontaktiert.

Das musst DU übernehmen und deine eigenen Probleme mal außen vor lassen.

MTilkyy_e77


Erniedrigend ist das nicht, wenn du sie anrufst.

Immerhin hast du sie anscheinend zu oft als seelischen Mistkübel benützt und als sie krank war, hast du sie nur einmal besucht, weil du deine schlechte Laune für die Dauer eines Besuches für sie nicht unterdrücken wolltest.

Aber sie musste sich teilweise wöchentlich dein Jammern am Telefon anhören, wenn es dir schlecht gegangen ist.

Das musst du wieder ausgleichen, wenn dir an ihr was liegt.

Sie hat ja nix falsch gemacht.

Sie hatte nur genug von deinem Jammern und der Einseitigkeit.

Ist meine Einschätzung von deinem Posting her.

Weiß ja nicht, wie oft ihr euch früher gesehen habt oder ob von ihr nie mehr Initiative gekommen ist.

EOlGuystxo


Ich halte es immer so bei Bekannten oder auch Freunden die sich selten von sich aus melden:

Ich melde mich in unregelmäßigen Abständen. Je nachdem wie häufig was zurückkommt und was inhaltlich zurückkommt, kann das auch mal alle zwei Monate sein. Dann aber signalisiere ich deutliches Interesse ("wir müssen mal unbedingt wieder telefonieren" zum Beispiel) und warte weiter ab.

Manche Bekanntschaften oder sogar Freundschaften halten sich so seit Jahren. Da weiß ich einfach (und bei mir ist es ja ähnlich), dass diese Beziehung nicht in den normalen Alltag gehört. Aber man versteht sich ansonsten so gut, dass man nicht ganz voneinander lassen will. Das ist aber beidseitig so.

Bei den Menschen bei denen ich merke, dass da wohl wenig bis kaum Interesse auch in Ausnahmefällen ist, melde ich mich gar nicht mehr. Also zum Beispiel in so einem Fall wie dem Deinen würde ich es jetzt gut sein lassen. Sie weiß von Deinem Interesse und wird schon auf Dich zu kommen - oder auch nicht.

DhieDoxsismachLtdasGxift


Wie regelmäßig war euer Kontakt vor der KH-Phase? Gab es regelmäßige Treffen, Telefonate oder lief das mehr über virtuelle Kanäle über die Jahre?

Möglich, dass sie sich in der Phase des Krankenhausaufenthaltes mehr Zuwendung gewünscht hätte als nur mit einem Besuch bedacht zu werden. Hängt aber auch davon ab, in welchem Zustand sie war emotional und mental. Gibt auch Menschen, die sich von zu häufigen Besuchen genervt fühlen. Eventuell könntet ihr darüber noch einmal sprechen, wie sie es für sich empfunden hat.

Gibt auch Menschen, die sich dann allein gelassen fühlen, wenn Freunde oder Bekannte sich zurückziehen und der Kontakt gerade während einer Krankheitsphase weniger intensiv gestaltet. Du kennst Deine Bekannte besser als wir im Forum. Ich würde versuchen ein Treffen zu arrangieren.

Geht sie darauf ein, versucht miteinander offen zu reden. Lehnt sie es ab oder geht auf selbiges nicht ein, scheint zwischen euch unausgesprochen einiges im Argen zu liegen. Wenn nach Deiner Meinung von ihr zu wenig zurückkommt, wird es wohl darauf hinauslaufen, dass Du Dich auch mehr distanzierst, weil es schwierig ist Kontakt nur einseitig aufrechtzuerhalten.

L[u/ci32


Von deiner Eingangspost liest es so, dass die Bekanntschaft sehr einseitig war.

Du rufst sie an, wenn du ein Problem hast, lässt ihr aber quasi hängen, wenn es ihr nicht gut geht. Vielleicht will sie einfach gerade nicht die extra Belastung und auf sich alleine und ihre Genesung konzentrieren.

10 Wochen Behandlung gibt es nicht bei Kleinigkeiten.

MLöppxelcxhen


Danke für die vielen Antworten!

@ Morwena

Ich würde aus dem Grund sagen, dass unser Kontakt nicht ganz ausgeglichen war, weil ich mich häufiger als sie gemeldet habe. Von ihr ging bis auf die beiden ersten Jahre unseres Kontakts eher weniger die Initiative aus. Doch ich habe ihr auch ganz oft geschrieben oder sie angerufen, wenn ich gerade keine Probleme hatte. Denn ich war auch fast immer an ihrem Befinden und ihrem Leben im allgemeinen interessiert. Das habe ich ihr auch zu verstehen gegeben. Nur hatte ich da manchmal den Eindruck, dass ich ihr zu neugierig erschien. Teilweise war es so, wenn wir etwas länger miteinander telefoniert und auch viel über SIE gesprochen hatten, dass sie dann am Ende des Gesprächs meinte, dass wir ja jetzt wieder alles voneinander wissen. ":/

Das ist auch der Grund, warum ich hier nur von einer Bekanntschaft spreche. Manchmal gab sie mir das Gefühl, sich mir gegenüber nicht so öffnen zu wollen und mich auch nicht so häufig sehen zu wollen, wie ich sie.

Bei den Treffen war die Stimmung oft ganz locker, zumindest MEINER Einschätzung nach. Da habe ich es mir meistens verkniffen, über Probleme und Kummer zu sprechen, weil ich selbst auch einen unbeschwerten Nachmittag oder Abend verbringen wollte.

Was mich aber so einige Male massiv gestört hat, war, dass sie fast jedes Mal ihren Mann mitbrachte, wenn wir mal abends essen gingen. Ich hatte am Anfang nichts gegen ihn, aber mit der Zeit entwickelte er mir gegenüber so eine freche Art. Er fand immer etwas an meinem Äußeren, das er kritisieren musste. Da kamen schon mal so Sprüche wie: "Was hast du denn für eine Delle im Gesicht?" (es war eine Schwellung) oder "Was hast du denn da für tiefe Falten im Dekolleté" oder "Du siehst schlecht aus. Hast du abgenommen?"

Da habe ich es ihr manchmal übelgenommen, dass sie ihn trotz seiner taktlosen Kommentare noch mitbrachte.

Du könntest allerdings Recht haben, dass sie sich im Moment auch zurückzieht, weil es ihr nicht gut geht. Nach der Reha sollte entschieden werden, ob sie evtl. am Rücken operiert werden muss. Auch wurde aufgrund ihrer Krankheit ihr Arbeitsvertrag nicht verlängert, worüber sie aber froh zu sein schien.

Nur, wenn es so sein sollte, müsste sie doch wissen, dass sie mir davon erzählen kann. Schließlich habe ich mit ihr auch oft über Probleme und Ängste gesprochen. Das wäre ja wirklich mies von mir, wenn ICH bei ihr jetzt kein Ohr dafür hätte.

Ich glaube, um herauszufinden, was wirklich los ist, muss ich sie schon anrufen. Vielleicht wird sie mir dann auch ehrlich sagen, warum sie sich zurückgezogen hat und ob sie den Kontakt noch wünscht.

@ 0815user

Ihr barsches Hallo, wenn ich sie anrief, hat mich sehr oft irritiert. Das Gespräch verlief dann aber meistens doch recht ausführlich und auch freundlich.

Nur fand ich eine Sache mal ganz seltsam: Einmal, als ich bei ihr anrief, war ihr Mann am Telefon. Als er sie rief, sagte er noch laut, so dass ich es hören konnte/sollte: "Deine Lieblingsfreundin ist am Apparat!" :(v

Eventuell hat sie ihm gegenüber mal geäußert, dass sie mich als lästig oder nervig empfindet?

@ Furious

Ja, du hast es auf den Punkt gebracht!

Man fühlt sich dabei wie ein Bittsteller, der um die Aufmerksamkeit des Anderen bettelt.

Manchmal fühlte ich mich so, dass ich geradezu darum betteln musste, dass sie sich wenigstens jeden zweiten Monat auf ein Kaffeetrinken mit mir herablässt.

Ich wollte auch gern mal etwas anderes mit ihr unternehmen, habe z.B. gefragt, ob wir nicht mal zusammen ein bisschen Sport machen wollen, einen Bummel durch die Stadt machen oder zum Flohmarkt gehen wollen (ihr Mann muss an jedem zweiten Wochenende arbeiten), aber dazu hatte sie nie Lust.

Da sie mir aber wichtig war, habe ich mich damit abgefunden. Wie eben auch mit der Tatsache, dass sie ihren taktlosen Mann mitbrachte, wenn wir essen gingen.

@ Milky_e77

Ich glaube, einige deiner Fragen wurden durch das von mir geschriebene bereits beanwortet.

Vielleicht hat sie es zeitweise so empfunden, dass ich sie als seelischen Kummerkasten benutzt habe. Doch ich habe ihr NIE das Gefühl gegeben, dass ich sie nur deswegen brauche oder mir ihre Probleme unwichtig sind. Wenn sich jemand bei mir ausheulen will, bin ich eine gute Zuhörerin, außer in Ausnahmesituationen, wie es im Herbst der Fall war. Da ist wirklich wegen der Kündigung eine Welt für mich zusammengebrochen, trotz Mobbings. Doch arbeitslos ist nun mal arbeitslos, und meine Bekannte hatte oft ein Problem damit, meine Schwierigkeiten im Berufsleben nachzuvollziehen.

M+öppel"chexn


@ ElGusto

Ja, ich glaube, solche Bekanntschaften/Freundschaften können auf diese Weise über lange Zeit funktionieren, wenn es eine gemeinsame Basis gibt. Was für mich bedeutet, dass beide nicht an allzu engem Kontakt interessiert sind und die Gespräche dann auch qualitativ gut sind. Dann ist es auch ok, wenn man nur ab und an mal signalisiert, dass es jetzt mal wieder Zeit wird für ein ausführliches Telefonat oder ein Treffen.

Nur finde ich das Verhalten meiner Bekannten gerade jetzt so unpassend, weil ich über drei Monate hinweg immer Anteil genommen habe an ihrer Krankheit und dem Verlauf der Reha.

Auch wenn es mit Sicherheit ein Fehler war, sie nicht öfter im Krankenhaus besucht zu haben.

Doch sie könnte mich jetzt wenigstens mal darüber informieren, wie es ihr geht und der Stand der Dinge ist, und sei es nur über eine Nachricht in WhatsApp.

Vielleicht sollte ich wirklich mal abwarten, ob SIE auf mich zukommt, da sie von meinem Interesse an unserer Bekanntschaft weiß?

Ich bin da gerade echt hin-und hergerissen.

@ DieDosismachtdas Gift

Wir haben uns meistens alle zwei Monate getroffen, selten auch einmal im Monat.

Telefoniert haben wir zweimal monatlich und wie ich geschrieben habe, in Ausnahmesituationen auch schon mal einmal wöchentlich.

Leider habe ICH meistens angerufen, während sie jemand ist, der lieber alles kurz und bündig schriftlich klärt. Nur möchte ich auführlichere Sachverhalte nicht über WhatsApp oder E-Mail klären. Schon mal gar nicht, wenn es um emotionale Dinge geht.

Was mir als Enttäuschung einfällt, übrigens auch ein Grund, warum ich unsere Bekanntschaft nicht als Freundschaft sehe: sie hat in den letzten beiden Jahren meinen Geburtstag vergessen. Ich dagegen habe immer daran gedacht und sie entweder angerufen oder eine Grußkarte übers Internet geschickt.

Ich kann echt nicht einschätzen, ob sie traurig war, dass ich sie nur einmal im Krankenhaus besucht habe. In den ersten beiden Wochen wollte sie außer ihrer Familie niemanden sehen, weil es ihr da wirklich schlecht ging. Danach bekam sie desöfteren Besuch, so wie ich es von ihr rausgehört habe. Vielleicht hat sie sich in den Wochen mehr Zuwendung von mir gewünscht.

Das werde ich nur in einem persönlichen Gespräch herausfinden können.

Ich sollte versuchen, ein Treffen zu arrangieren, auch wenn es mich Überwindung kostet.

M8orwexna


Nur hatte ich da manchmal den Eindruck, dass ich ihr zu neugierig erschien. Teilweise war es so, wenn wir etwas länger miteinander telefoniert und auch viel über SIE gesprochen hatten, dass sie dann am Ende des Gesprächs meinte, dass wir ja jetzt wieder alles voneinander wissen. ":/

Das klingt für mich wie eine versteckte Ansage, dass ihr der Kontakt etwas zu häufig war. Du musst immer bedenken, dass Dinge wie ein unterschiedliches Nähebedürfnis nicht nur in Paarbeziehungen existieren, sondern auch in Freundschaften. Manchen Leuten reicht es, wenn man sich nur alle paar Wochen einmal austauscht, weil es sich sonst wie eine Arbeit/Verpflichtung anfühlt, sich bei jemandem zu melden. Nicht, weil man den anderen nicht mag, sondern weil es einem schlichtweg generell zu viel ist. So, wie manche Menschen den Partner jeden Tag sehen wollen während sich andere in Fernbeziehungen wohler fühlen. Das hat aber nichts mit fehlender Freundschaft zu tun, sondern mit dem individuellen Wohlbefinden.

Was mich aber so einige Male massiv gestört hat, war, dass sie fast jedes Mal ihren Mann mitbrachte, wenn wir mal abends essen gingen.

Hast du sie jemals gefragt, warum sie das macht? Hast du sie mal gebeten, dass du dich gerne mit ihr alleine treffen würdest, damit ihr Mädels mal unter euch quatschen könnt?

Manche Menschen leben fast in Symbiose mit ihrem Partner und nehmen ihn/sie überall hin mit. Ohne ihre bessere Häfte fühlen sie sich unwohl, sind in Gedanken immer beim anderen und können sich nicht entspannen. Liest man hier im Forum recht oft.

Vielleicht hat sie auch nicht so oft den Kontakt gesucht, weil sie irgendwie gespürt hat, dass du ihren Mann mehr und mehr ablehnst?

Nur, wenn es so sein sollte, müsste sie doch wissen, dass sie mir davon erzählen kann. Schließlich habe ich mit ihr auch oft über Probleme und Ängste gesprochen. Das wäre ja wirklich mies von mir, wenn ICH bei ihr jetzt kein Ohr dafür hätte.

Vielleicht würde sie das als taktlos empfinden? Du hast ja geschrieben, dass es sein könnte, dass sie sich als "Kummerkasten" missbraucht gefühlt hat. Was, wenn sie jetzt der Meinung ist, dass sie dich nicht auch missbrauchen möchte ("Was ich nicht will das man mir tu, das füge keinem anderen zu") - gerade weil es dir auch nicht gutging und du auch dein Päckchen zu tragen ha(tte)st?

Hellsehen kann hier aber keiner. Daher würde ich schon anrufen - du siehst, man kann von Dingen will "sie will Rücksicht nehmen, weil sie dich mag" bis zu "sie hat keinen Bock mehr auf dich" wirklich alles vermuten. Und solange das so ist würde ich sie noch nicht abschreiben, sondern es zumindest noch einmal mit einer klaren Aussprache versuchen.

Mrorwkenxa


Zusätzlicher Gedanke: Wenn sie sich wirklich als Kummerkasten für dich gefühlt haben sollte, könnte das Mitbringen ihres Mannes bei fast jedem Treffen ein "Schutzschild" für sie gewesen sein, damit du dich im Beisein von ihm nicht über private Probleme auslässt.

Ihr solltet euch wirklich aussprechen - nicht nur über die momentane Situation, sondern auch darüber, wie es euch beiden mit eurem Kontakt vor dem aktuellen Problem ging und wie wohl ihr euch gefühlt habt. Denn ganz so super war es für dich ja auch davor nicht. Wenn sie noch Interesse an eurem Kontakt hat, dann solltet ihr mal gemeinsam schauen, was ihr jeweils von der Bekanntschaft/Freundschaft zwischen euch erwartet und ob der andere das geben kann und will.

Pvlüsjchb^iesxt


"Lieblingsfreundin" ist ein anderes Wort für eine weibliche Bekannte die man zwar irgendwie mag,

die aber leider auch mitunter als nervig empfunden wird.

Du scheinst Eigenarten zu haben die deine Bekannte doch nerven.

Vielleicht traust du dich und fragst sie mal ganz direkt, was sie an dir so nervig findet.

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