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Nach unseren Treffen, geht er manchmal nach Hause schlafen:-(

05815;user


Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum du dich ärgerst.

sdensi*be#lmannx99


Eine Frage wäre, ob es und welche Kompromisse es gibt ...

R;eimzendxe


Aber die Kompromisse laufen darauf hinaus, dass einer sich zur Nähe genötigt fühlt und der andere seine Wünsche unterdrücken muss. Meines Erachtens sehr schwierig. Dasselbe ja beim Sex. Welchen echten Kompromiss gibt es, wenn einer ein mal im Monat und der andere zwei mal am Tag will und offene Beziehung ausgeschlossen wird? Abgesehen davon dass man ja i.d.R. Sex mit dem Partner und nicht mit einem Dritten will.

m;nexf


und der andere seine Wünsche unterdrücken muss.

Sofern es denn wirklich solche Wünsche sind und nicht einfach nur Eifersucht, Kontrollverlangen und das bereits erwähnte Misstrauen. Das Nähebedürfnis ist dann kein wirkliches Nähebedürfnis der Nähe wegen, sondern schlichtweg Angst, dass man das so tun muss, damit der andere einem nicht abtrünnig wird.

S%uCnfloweDr_x73


Wenn der Freund der TE diese besucht, sollte er seine Arbeit besser erledigt haben oder zu ihr mitnehmen (ich gehe mal davon aus, dass er das weitgehend digital erledigt). Zumindest könnte er ja mal darüber nachdenken.

Ja nee klar. Ich kann jetzt nur von mir reden (und ich habe sowohl praktisch als auch in Forschung und Lehre immer auch Teile meines Jobs zu Hause erledigen können/müssen): Da braucht man den PC, ggf. Materialien/Literatur/oderoderoder. ODer einfach nur die Ordner, in die Dinge abgeheftet werden müssen. Oder ganz schlicht ein gewisser Datenschutz oder noch simpler die Notwendigkeit, Dinge IN RUHE machen zu können. Die Dinge, die ich bspw. zu Hause erledigen kann, erfordern Konzentration über einige Stunden am Stück. Hineinarbeiten, Dinge im Kopf sortieren, Output zu Papier bringen. Da nervt z.T. allein das Wissen, dass da jemand ist, der mich evtl. herausreißt.

OT: Die Frage, die ich mir stellen würde, warum das so ist und ob das gesund ist (kann der Körper des Freundes ausreichend Entspannung finden?).

Hahahaha! Ich dachte auch sofort, als ich das las: "Gemüse, bestimmt empfielt Dr. Sensibelmann mehr Gemüse! Und dazu mehr Sex, mehr frische Luft und mehr partnerschaftliche Synchronschwingung" ;-D

An Gemüse & Co. mangelt es bestimmt nicht und er arbeitet draußen. Und nun? ]:D ER schläft prima und ist morgens super erholt. Im Gegensatz zu mir nach einigen Nächten.

Eine Frage wäre, ob es und welche Kompromisse es gibt ...

Den Kompromiss gibt es schon: Er bleibt MANCHMAL, aber nicht immer. So hat er seinen Freiraum und auch die TE bekommt die gemeinsamen Nächte. Er geht nicht jedes Mal; er bleibt aber auch nicht jedes Mal. Für mich Mittelweg genug.

Schließe mich ansonsten voll und ganz mnef an: Ist es Nähebedürfnis oder ungesundes Kontrollbedürfnis und Misstrauen?

Lnivierp5ojol


Ja nee klar. Ich kann jetzt nur von mir reden (und ich habe sowohl praktisch als auch in Forschung und Lehre immer auch Teile meines Jobs zu Hause erledigen können/müssen): Da braucht man den PC, ggf. Materialien/Literatur/oderoderoder. ODer einfach nur die Ordner, in die Dinge abgeheftet werden müssen. Oder ganz schlicht ein gewisser Datenschutz oder noch simpler die Notwendigkeit, Dinge IN RUHE machen zu können. Die Dinge, die ich bspw. zu Hause erledigen kann, erfordern Konzentration über einige Stunden am Stück. Hineinarbeiten, Dinge im Kopf sortieren, Output zu Papier bringen. Da nervt z.T. allein das Wissen, dass da jemand ist, der mich evtl. herausreißt.

Zumal die TE sich vermutlich bedanken würde, wenn der Partner mit einem Stapel Papieren und Laptop bei ihr auftaucht und erstmal noch ein paar Stunden konzentriert was arbeiten will bevor ich sich mit ihr auseinandersetzen kann.

Wenn ich Frühschicht habe, schlaf ich auch lieber im eigenen Bett und nicht in (noch) fremder Umgebung. Ich will dann morgens einfach meine Ruhe, mein Badezimmer mit all meinen Sachen, meine Kaffeemaschine und nicht in einer fremden Wohnung die Lichtschalter suchen und hoffen, dass ich nicht auf die Katze trete. Wenn ich morgens gemütlich in den Tag starten kann, mit der Person bei der ich gerade geschlafen habe, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Wenn man mal längere Zeit zusammen ist und sich in der Wohnung des Partner heimisch fühlt oder gar zusammenwohnt, würde ich mich auch wohler fühlen weil ich mich dann morgens einfach in meiner gewohnten Umgebung aufhalten kann.

Ich arbeite/lerne übrigens auch oft bis spät in die Nacht und würde mich ehrlich gesagt sehr ärgern wenn mein Date nicht zu schätzen weiß, dass ich mir gerade einige Stunden am Abend für ein Treffen freigeräumt habe und lieber ganz verzichtet wenn es keine Übernachtung gibt.

L>.vannPexlt


hmm.. Schwierig. Für mich klingt es eher auch so, als sei das unterschiedliche Tempo und Dein Misstrauen immer noch das Problem.

Ganz konkret könntest Du auch davon ausgehen, dass er grundsätzlich eher geht als dass er bleibt und Dich dann freuen, wenn er bleibt.

Ihr seid ja noch nichtmal drei Monate zusammen sondern datet seitdem. Für mich ist das eher das Stadium, dass ihr nun keine anderen trefft, also "exklusiv" seid, aber eher auf dem Weg zu einer Partnerschaft als in einer stabilen Beziehung. Und am Anfang muss man eben durch diese Unsicherheit durch. Ist (für viele) nicht schön, ist aber so. Und ausgeschlossen, dass er ein faules Ei ist, ist es eben auch noch nicht, dafür kennt ihr euch noch zu wenig. Die Sicherheit kommt eben erst mit der Zeit.

Ich hatte hier auch mal einen Faden, weil ich mit dieser Anfangsphase Schwierigkeiten hatte. Weil ich gerne Gewissheit gehabt hätte, dass es sich lohnt, emotional zu investieren. Dass es kein Strohfeuer ist oder sonstwie schief geht. Das bringt einem aber leider nur die Zeit. Nachher ist man immer schlauer und in dieser Phase hätte ich sooo gerne dieses Nachher schon vorher gehabt.

Bei uns war es so, dass wir uns schon ein wenig kannten, ab Januar uns langsam annäherten, ab Februar dann tatschlich "dateten" und ab Mitte/Ende März waren wir dann ein Paar. Seine Eltern habe ich Mitte Mai kennengelernt und fand das keineswegs spät. Das ganze ist nun zwei Jahre her und wir sind immer noch glücklich. Das war in der Anfangszeit aber weder abzusehen noch konnten wir es wissen. Er wollte früher als ich "die Beziehung ausrufen", meine Antwort war "Du warst noch nichtmal nei mir zuhause, wie können wir da schon ein Paar sein? Du kennst mich doch noch gar nicht genug". Damals hatte ich Schwierigkeiten, ihn mit zu mir zu nehmen, weil er extrem ordentlich war und ich ein ziemlicher Chaot. Er sagte zwar, dass ihm das nichts ausmachen würde, mir machte es aber was aus und ich musste erstmal genügend Vertrauen fassen.

Achja: Und in der Zeit war es selbstverständlich, dass ich nicht jeden Abend auch über Nacht geblieben bin. Zum einen wegen meiner "persönlichen Ausrüstung", meines Tagesstarts, meiner anderen Verpflichtungen oder einfach für Abstand und meiner "Mich-Zeit". Ich kann ja nicht mein Leben(-Rhythmus) komplett umstellen.

SShoxjo


An Gemüse & Co. mangelt es bestimmt nicht und er arbeitet draußen. Und nun? ]:D ER schläft prima und ist morgens super erholt. Im Gegensatz zu mir nach einigen Nächten.

Die meisten Kinder müssen auch viel mehr Gemüse essen, die schlafen auch fast alle immer so unruhig. Ich hingegen schlafe seit so ungefähr Halbwüchsigkeit zombiesk oder vampiresk, so reglos, dass manche Leute, die neben mir geschlafen haben, sich schon Sorgen gemacht oder sich gar gegruselt haben. Vielleicht lebe ich ZU gesund?

S=homjo


Sofern es denn wirklich solche Wünsche sind und nicht einfach nur Eifersucht, Kontrollverlangen und das bereits erwähnte Misstrauen. Das Nähebedürfnis ist dann kein wirkliches Nähebedürfnis der Nähe wegen, sondern schlichtweg Angst, dass man das so tun muss, damit der andere einem nicht abtrünnig wird.

Das sehe ich auch als das Hauptproblem, und genau da entsteht dann auch so viel Druck. Wenn jemand einfach viel Nähe will - damit kann ich besser umgehen, als wenn da so eine Unruhe oder gar ein latentes Misstrauen drinsteckt.

BmamteKr Wx.


Schließe mich ansonsten voll und ganz mnef an: Ist es Nähebedürfnis oder ungesundes Kontrollbedürfnis und Misstrauen?

Vielleicht ist es auch ein Gespür dafür, dass es für ihn doch nicht reicht, dass er nicht wirklich eine Beziehung mit ihr will? Dass berühmte Bauchgefühl? Die Ahnung, dass es auch mit diesem Mann nichts Dauerhaftes wird? Vielleicht ist das Misstrauen ja gerechtfertigt?

Und ausgeschlossen, dass er ein faules Ei ist, ist es eben auch noch nicht, dafür kennt ihr euch noch zu wenig.

Eben.

0L81#5usxer


Aber die Kompromisse laufen darauf hinaus, dass einer sich zur Nähe genötigt fühlt und der andere seine Wünsche unterdrücken muss. Meines Erachtens sehr schwierig. Dasselbe ja beim Sex. Welchen echten Kompromiss gibt es, wenn einer ein mal im Monat und der andere zwei mal am Tag will und offene Beziehung ausgeschlossen wird? Abgesehen davon dass man ja i.d.R. Sex mit dem Partner und nicht mit einem Dritten will.

:)^

Eben! Einen wirklichen Kompromiss, ohne dass es einem von beiden lästig und unerwünscht ist, gibt es nicht.

S4uPnf[lower_x73


@ Shojo:

Dann reiche ich mal Schoki, Torte und Currywurst-Pommes rüber!

Vielleicht ist es auch ein Gespür dafür, dass es für ihn doch nicht reicht, dass er nicht wirklich eine Beziehung mit ihr will? Dass berühmte Bauchgefühl? Die Ahnung, dass es auch mit diesem Mann nichts Dauerhaftes wird? Vielleicht ist das Misstrauen ja gerechtfertigt?

Vielleicht wirkt aber auch das Klammern und Drängeln negtiv auf den neuen Partner, der sich fragt, ob so eine vereinnahmende/fordernde Partnerin und sein Job/Leben miteinander vereinbar sind?

DEieDosismaIchtdasaGift


Letztendlich, ist es glaube, die große Angst davor Dich wieder getäuscht zu haben, dass der aktuelle Mann nicht ernsthaft bestrebt ist, verbindliche Fakten zu schaffen. Es ist von mir spekulativ, ob es mit der noch nicht lange zurückliegenden Trennung zusammenhängt oder mit den noch nicht so tiefen Gefühlen, der Druck in der Selbstständigkeit, in der Zusammenarbeit mit den Eltern niemanden zu enttäuschen.

Es ist sicher leichter von außen zu sagen, Du sollst nicht so denken und fühlen wie Du es gerade tust. Wer verliebt ist, endlich eine positive Zukunftsbeziehung führen möchte, mag nicht lange in der Ungewissheit leben. Dem Gefühl ausgesetzt, es geht vielleicht nur um nette Freizeitstunden.

Allerdings können Dir auch Kontakte zum Elternhaus oder seinem Freundeskreis, nicht die innere endgültige Sicherheit geben, dass es nun Schritt für Schritt positiv für euch weiter geht. Ein Scheitern kann zu jedem Zeitpunkt in einer Beziehungsanbahnung oder geführten Beziehung auftreten, wenn wichtige Rahmenbedingungen nicht mehr passend sind oder es vielleicht nie richtig waren. Dass Du diese große Sehnsucht in Dir hast endlich anzukommen, die Träume der Zukunft zu leben, ist nichts Verwerfliches.

Wenn es Dir so wichtig ist, dass Du nicht hingehalten wirst, dann musst Du Dir selbst einen Zeitpunkt X setzen, ob Du weiter an dem festhältst, was ihr gegenwärtig miteinander teilt, oder ob es langfristig nicht ausreicht. Das ist Eigenverantwortung, die gehört dazu, um autark zu bleiben. Rücke nicht den Mann als Ausschließlichkeit und wichtigen Motor für Dein Leben in den Vordergrund. Das birgt meist die Gefahr, sich in etwas emotional zu verrennen.

Reeiz!ende


Vielleicht wirkt aber auch das Klammern und Drängeln negtiv auf den neuen Partner, der sich fragt, ob so eine vereinnahmende/fordernde Partnerin und sein Job/Leben miteinander vereinbar sind?

Das meinte ich übrigens, als ich schrieb, viel Wunsch nach Nähe werde mit Negativem assoziiert. Genauso kann man argumentieren, der Partner ohne so hohes Bedürfnis sei kalt und gleichgültig. Beides Schwachsinn.

sYen.sibelxmann99


Das meinte ich übrigens, als ich schrieb, viel Wunsch nach Nähe werde mit Negativem assoziiert. Genauso kann man argumentieren, der Partner ohne so hohes Bedürfnis sei kalt und gleichgültig. Beides Schwachsinn.

Und da landet man am Ende bei der Betrachtung: Ist die Arbeit des Partners wirklich so wichtig und nicht umorganisierbar? Wie wird die Priorität von ihm bezüglich der TE eingestuft? Kann die TE mit der Prioritätensetzung leben oder nicht? Es gibt eben nicht nur die eine einzige Arbeit.

Ich denke, je nachdem, wie hoch man die Prioritäten bezüglich seiner Freundin setzt, trifft man auch seine Entscheidungen bezüglich der Arbeit.

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