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Freundin ist nicht zum Date erschienen - Sorgen machen???

GNeodriive


Es fällt mir halt schwer, zu entscheiden, wo die Grenze ist, was ich an Fürsorge und Aufmerksamkeit geben sollte. Mich beschleicht immer das Gefühl, nicht genug getan zu haben :-(

EGlafR#emmic6h}0815


Du hast schon weit mehr getan als viele andere getan hätten. Man merkt deutlich wie wichtig dir deine Freundin ist. Das ist gut und richtig. Aber du darfst dabei deine eigenen Bedürfnisse nicht vernachlässigen. Du bist eben nicht nur ein Seelentröster, den man jederzeit billig und willig für sich einspannen kann. Deine Freundin muss auch lernen alleine mit der Situation, ihrer Vergangenheit, ihrem Umfeld usw. zurechtzukommen. Du kannst sie dabei unterstützen. Aber du kannst ihr nicht die Verantwortung für ihr eigenes leben und handeln abnehmen.

Das Risiko, dass du zu wenig Rücksicht auf dich nimmst in diesem Prozess, ist groß. Du brauchst Zeit und Ruhe für dich, um die Kraft zu tanken, die du so bereiwillig abgibst. Lass dich nicht auslaugen!

Nicht falsch verstehen, ich finde großartig wie sehr du ihr gerade beistehst. Aber letztlich hast du mit all ihrer Problematik genau gar nichts zu tun. Händchen halten ist nett und zur Zeit braucht sie das auch. Aber sie muss auch selber an sich arbeiten. Zur Zeit scheint sie bzw. ihre Familie sehr viel und zu viel auf deine Schultern abzuladen. Du sollst quasi an ihrer statt all das Leid aushalten und das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Wenn du unter der Last dieser Bürde zusammenbrichst, ist nimandem geholfen. Weder dir noch ihr. Lass dich nicht aussaugen. die Kraft und den Trost den du ihr spendest musst du auch irgendwie nachtanken. Das muss sie hinnehmen und akzeptieren. Und nein, du lässt sie damit keinesfalls im Stich, auch wenn sie das aktuell vielleicht für dich so anfühlt.

Lass dir auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen einreden du würdest zu wenig tun! Denn du tust schon fast zu viel. Da ist die Gefahr sehr groß das der andere dann kein Maß mehr kennt.

Du hast dich in der ganzen Situation großartig verhalten! Und es ist dir hoch anzurechnen wie aufopferungsvoll du dich gerade um sie kümmerst und bemühst. Du sagst das es dafür einen Grund gibt... Je nach dem was das ist, solltest du dir die Zeit und Ruhe nehmen um diesen Grund nochmal objektiv für dich zu bewerten.

Deine Freundin kann froh sein jetzt einen solchen Freund wie dich zu haben. Vielleicht wird sie dir später sehr dankbar sein. Aber jetzt gerade darfst du es auch nicht übertreiben! Es kann sein das man es dir aktuell vielleicht übel nehmen wird. Alles hat seine Grenzen und ich habe das Gefühl das noch mehr am Ende zum Problem werden würde.

mhnef


Du warst (neben ihrer Schwester) die treibende Kraft, sie zu finden und aus dieser akuten Situation beim Ex rauszuholen.

Danach warst du für sie da und hast ihr keine Vorwürfe gemacht oder sonstwie enttäuscht oder bgestoßen oder angewidert reagiert, weil du heftige Dinge erfahren hast.

Jetzt lässt du sie bei dir wohnen und nicht nur für sie, sondern auch für ihre Familie der Tröster.

Was willst du noch mehr tun? Mehr geht doch fast nicht. Du kannst nicht 24/7 ihr Betreuer, Aufpasser, Wärter und Psychotherapeut in einem sein, dafür ist auch kein Partner da. Damit die Beziehung zu belastend hilft euch nicht. Sei als Partner da und "fertig" - wenn du zur Arbeit musst, gehst du zur Arbeit, wenn du Ruhe brauchst, nimmst du dir Ruhe. Das jetzt über den Haufen zu werfen, weil du meinst du müsstest jetzt non stop an ihrer Seite aufpassen, wird vermutlich nichtmal der Beziehung zuträglich sein, sondern mittelfristig nur Frust anstauen.

m8n9ef


Üble Schreibfehler, sorry, ist antrengend zu lesen, ich weiß :=o

Gzeod~rivxe


Es ist viel schwieriger, als ihr denkt. Sie lädt keine Last auf mir ab, ich ziehe das alles selber auf mich, weil ich denke, dass ich das tun muss. Ich kann cht nicht mehr! Ich versuche für mich selbst etwas wieder gutzumachen, was nicht mehr wieder gutzumachen ist. Es tut mir leid, es ist schwer nachzuvollziehen. Ich habe eine Vorgeschichte. Wahrscheinlich ist es eher andersherum und ich bin derjenige, der Hilfe braucht.

s`w8eeny4 x72


Was es auch immer ist, hole dir Hilfe denn dafür gibt es sie. :)_

Tut mir sehr leid das jetzt nicht alles gut ist. Da scheint jetzt was an die Oberfläche zu kommen und da wäre es gut du würdest dir die Zeit nehmen um das zu bearbeiten. :)*

G2eoLdfrixve


Meine Freundin ist nun heute Nacht bei ihrer Schwester. Ich hatte sie heute Nachmittag darum gebeten weil ich dachte, das wäre besser damit ich auch mal zur Ruhe komme. Mit jeder Minute die vergeht, verfalle ich immer mehr in Panik, dass das falsch war und ich mich stattdessen kümmern müsste. Ja, es ist wie Panik oder was auch immer, Herzrasen, Schweißausbrüche. Ich glaub, ich bin echt kaputt

sRwQeeny! 72


Du bist seit Tagen unter Dauerstrom, da braucht das jetzt Zeit damit das Geschehene mal sacken kann.

m7n,exf


Hast du schonmal jemanden mit fatalen Folgen "im Stich gelassen" oder ähnliches, oder wie?

Wie dem auch sei: Es hat nichts mit der Sache jetzt zu tun, oder?

Was in deiner Vergangenheit war kannst du so oder so nicht mit deiner neuen Freundin wieder gutmachen, auch wenn du da irgendwas mächtig versemmelt hast.

GWeoZdrivxe


Ich hatte bis 2013 eine längere Beziehung, es waren über 4 Jahre. Wir wohnten bereits zusammen und Kinder, Heiraten etc. war schon Thema. Ich wollte das auch, meine Intention war aber, vorher ein gewisses finanzielles Fundament zu schaffen. In dem Punkt waren wir uns auch einig. Leider war es so, dass ich die letzte Zeit eigentlich nur noch für die Arbeit da war, nur noch vor Augen hatte: Geld verdienen, Geld verdienen, damit es uns auch gut geht. Ich hätte das wahrscheinlich nicht einmal zwingend tun müssen, wir hatten beide auch so nicht schlecht verdient. Jedenfalls hatte ich sie immer mehr vernachlässigt, hatte Abends im Homeoffice an zusätzlichen Projekten gearbeitet, ich war zwar da, aber eigentlich auch nicht, und schon gar nicht für sie. Es gab immer öfter Spannungen zwischen uns, sie sagte, ich müsste nicht so viel arbeiten, es ginge uns auch so gut. Ich habe ihr nicht mehr richtig zugehört, wenn sie etwas erzählt hat, Zärtlichkeiten und Nähe gab's nur noch sporadisch, vielleicht aller 14 Tage mal Sex. Jedenfalls müsste sie dann vorübergehend zu ihren Eltern und dort etwas unter die Arme greifen, hatten ein großes Haus, aber konnten sich nicht mehr richtig darum kümmern.

Sie war dann schon ungefähr 14 Tage dort, als sie mich anrief und fragte, ob ich nicht vorbei kommen könne, sie müsste mit mir etwas Wichtiges besprechen. Ich hatte gerade, was sonst, null Zeit und hab sie vertröstet, dass das warten müsse. Am nächsten Tag rief sie mich wieder an, diesmal unter Tränen, und sagte wieder, dass wir jetzt unbedingt reden müssen und ich doch bitte vorbei kommen soll. Ich saß vor einem Haufen Papieren am Schreibtisch und war genervt und habe zu ihr gesagt: wenn sie mir es nicht hier am Telefon sagen kann, könne es nicht so wichtig sein und habe aufgelegt.

Sie ist dann gegen 20 Uhr mit dem Auto Ihrer Eltern zu mir gefahren. Am Dienstag, den 22. Oktober 2013. Und sie ist nie bei mir angekommen. Sie ist noch an der Unfallstelle verstorben.

Von ihrer Mutter habe ich erfahren, dass sie schwanger war. Und ich habe die Vorwürfe bekommen, von allen. Von ihren Eltern, Geschwistern, Freunden. Dass ich nicht für sie da war. Ich war das letzte halbe Jahr nicht für sie da, ich war nicht einmal für sie da, als sie mich weinend angerufen hat.

tZatxua


Oh Geodrive... :°( :°_

Das muss so heftig schlimm gewesen sein.

Ich wünschte, ich könnte hier iregndetwas Kluges schreiben und dich trösten aber mir fehlen gerade echt die Worte.

Kein Wunder, dass dich die Geschichte mit deiner Freundin so mitnimmt.

E$lafRem~ichx0815


Das ist natürlich eine echte Scheiße gewesen! Mehr als verständlich das du dir Vorwürfe machst das du nicht oder nicht gut genug für sie da warst. Du kannst das aber nicht ungeschehen machen. Das Schicksal hat dich echt hart getroffen. Deinen Drang jetzt über alle Maßen helfen zu wollen kann ich so natürlich voll nachvollziehen und nachempfinden.

Das ganze ist jetzt vier Jahre her und deine jetzige Freundin ist nicht diese Person aus der schrecklichen Vergangenheit. Ich will das weder verharmlosen noch relativieren. Einen Rat als emotional unbetroffener Außenstehender kann nur so aussehen:

Verfalle jetzt nicht von einem Extrem ins ander Extrem. Auch wenn es dir unendlich schwer fällt und du aus verständlichen Schuldgefühlen heraus viel auf deine Schultern lastest, macht das weder deine damalige Freundin noch dein ungeborenes Kind jemals wieder lebendig. Leben tust du und deine jetzige Freundin. Weder du noch sie sind unbelastet. Vielleicht ist das eine Grundlage um gemeinsam in die Zukunft zu starten. Ich wünsche dir alles gute auf diesem Weg.

G*eodrxive


Das war der Grund, warum ich eigentlich hier ins Forum geschrieben haben. Als sie den Abend nicht bei mir auftauchte. Muss ich mir schon Sorgen machen? Vernachlässige ich da vielleicht etwas? Ich weiß nicht mehr, wieviel Fürsorge oder "für-jemanden-dasein" noch ein gesundes Maß ist. Heute dachte ich, okay, es stimmt, du musst auch an Dich selbst denken. Sie wollte so gern bei mir sein, nun habe ich sie zu ihrer Schwester geschickt. Habe ich sie jetzt im Stich gelassen ??? Ich kann so einfach nicht mehr weiterm' dass Frist mich komplett auf.

ajnnarextto


Geodrive :°_ Deine Vorgeschichte ist sehr traurig. Du wolltest damals für die Familie finanziell vorsorgen - und hast diesen dann blöden Schicksalsschlag erfahren. Leider können wir nicht hellsehen und keiner ist perfekt.

Ich wünsche Dir viel Kraft in der jetzigen Situation.... durch Dein Handeln wurde Deine Freundin relativ schnell gefunden. :)_

Denke auch bitte an DEINE Gesundheit.

c&hie4folVatu


Sorry, für das was du durchgemacht hast. Wenn es dir nicht gut geht, dann geh zum Arzt und lass dich krank schreiben. Nicht dass du unter dieser Last zusammen brichst. Damit wäre niemandem gedient.

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