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Unsere Beziehung hatte doch keine Zukunft mehr, oder?

N/eUuhie&r2x017


Vielen Dank für die Antworten!

Ja, es unserem Kind zu sagen steht noch aus. Ich habe etwas Angst davor. Ich dachte eigentlich, es zu sagen, wenn klar ist, wo Papa wohnen wird, aber das kann ja noch dauern :-( Am liebsten würde ich es ihm alleine sagen, denn mein Ex wird eh nur dasitzen und traurig gucken, während ich - wie immer - rede und versuche, die richtigen Worte zu finden. Aber andererseits habe ich gelesen, dass es am besten ist, wenn wir das gemeinsam tun.

Dass es zwischen Mama und Papa völlig schief läuft, das bemerkt er. Aber ich denke auch, dass es unbedingt passieren muss. Er muss die Chance bekommen, sich darauf einzustellen, Fragen zu stellen, traurig zu sein, zu verarbeiten. Erst einmal sind es für ihn aber nur Worte, denn es ist und bleibt ja alles noch wie eh und je.

Das Letzte was ich will, ist das Schein-Familienleben aufrechtzuerhalten. Ich hasse es abgrundtief. Ich kann es nicht mehr ertragen. Deswegen habe ich mich hier gemeldet. Ich gehe die Wände hoch. Natürlich ist hier nicht Friede-Freude-Eierkuchen. Gar nicht. Die Stimmung ist unterirdisch. Unerträglich für mich. Für ihn ist die miese Stimmung wahrscheinlich trotzdem noch das geringere Übel, wenn auf der anderen Seite steht, dass er sich aktiv um etwas kümmern muss.

Natürlich ist der Drops gelutscht! Natürlich sind wir getrennt! Alles ist geklärt (Sohn und ich bleiben hier wohnen, ich zahle ihn aus, er zieht aus), nur geht er eben erst, wenn er das Geld hat, sagt er. Daran arbeite ich jetzt mit Hochdruck, dass das Darlehen ausgezahlt wird. Es ist so so viel zu organisieren dafür :-( Wie lange dauert das bloß noch!!? :-(

BhirkenFzwxeig


warte nicht zu lange damit, es deinem sohn zu sagen. wenn der merkt, das is schon ne ganze weile so, dann könnte er sauer sein, daß ihr ihm so lange was vorgemacht habt.

und ich find auch, daß sein vater bei dem gespräch dabei sein sollte.

bei uns lief das so, wie du befürchtest. ich hab das wort geschwungen, er saß daneben wie ein opfer...

manchmal weiß ich nich, ob man die männer zwingen sollte, das gespräch zu übernehmen. andersru ist der vater meiner kinder pädagogisch so unwertvoll, daß es mir lieber war, ich sags den kindern

was ich dir empfehlen möchte: bevor ihr mit dem jungen redet, redet gemeinsam darüber, wie dieses gespräch stattfinden soll. und da würd ich ihn zwingen, was zu sagen. also in dem 2er gespräch mit dir.

anschauen, selber mal klappe halten, bis was von ihm kommt. hat bei meinem ex hin und wieder funktioniert... alles liebe dir

E/lGuxsto


Alles ist geklärt (Sohn und ich bleiben hier wohnen, ich zahle ihn aus, er zieht aus), nur geht er eben erst, wenn er das Geld hat, sagt er

Schön und gut, aber auch dann müsste er sich doch schon jetzt kümmern. Um eine Wohnung zum Beispiel, tut er das? Wenn nicht, ist für Dich die nächste Enttäuschung vorprogrammiert. Dann kommt er an und sagt, er könne noch nicht ausziehen weil er keine Wohnung hat und so weiter. :-/

N.enuhi:er20x17


Tja, da vertrauen ich einfach mal drauf ":/ . Er ist ja kein A***, ich verstehe auch, dass das für ihn alles auch nicht einfach ist. Doch, ich vertraue darauf, dass er für den Fall dann einen Plan hat. Heute habe ich ewig lange geheult, wie ein Schlosshund. So abgeklärt, wie ich manchmal schreibe, bin ich eben leider nicht immer :�(

Sgunfl4owexr_73


Der Mann hat mich mit so wenig Respekt und null Liebe behandelt. Und ich bin ihm nicht mal böse, er ist einfach so.

Da Du den richtigen Schluss gezogen hast (Trennung, weil es eh nichts mehr wird und es Dir reicht): Warum solltest Du noch sauer sein? Du hast klugerweise erkannt, was der Knackpunkt ist. Wut würde nur Eskalation bedeuten.

Und (ohne es böse oder vorwurfsvoll zu meinen): Es gehören immer zwei dazu. Einer, der respektlos ist und einer, der sich so behandeln lässt. Wut auf ihn würde irgendwo auch Wut auf Dich selber bedeuten...

Schwierig ist vermutlich nur zu erkennen, warum Du das so lange mitgemacht hast... Aber das kannst Du irgendwann in Ruhe sortieren, wenn auch die räumliche Distanz da ist.

Nyeuh|ierC2017


Auch wenn ich mich wiederhole: Vielen Dank für Eure Beiträge! Sie bedeuten mir sehr viel, ich finde es einfach total lieb, dass es Menschen gibt, die sich mit meinen Sorgen beschäftigen und mir Tipps, Anregungen und Trost geben.

Es stimmt schon: Warum sollte ich sauer sein. Er hat es ja in dem Sinne wirklich nicht verdient, weil er einfach ist, wer er ist und ich bin die, die ich bin und unser Zusammenleben macht mich eben unglücklich. Und ehrlicherweise muss ich sagen, ihn macht es sicherlich auch unglücklich. Von daher ist alles richtig so. Ich hoffe, ich komme dahin, emotionalen Abstand zu haben. Eigentlich will ich ja nur das Beste für unsere Zukunft als getrenntes Elternpaar. Da wäre es am sinnvollsten gleich mit... hm... einer ganz normalen sachlich-freundlichen Ebene zu beginnen. Fällt mir aber grad noch sehr schwer :-/

Meine Mutter sagte mir heute auch noch einmal, dass ich immer ein sehr emotionaler Mensch gewesen sei und mich schon immer sehr in etwas hineinsteigern konnte. Sie hat mir geraten, jetzt mein Leben wieder aufzunehmen (oh weh, meine Arbeit, die habe ich komplett vernachlässig %:| ) - der Rest läuft ja und es dauert nicht mehr allzu lange und dann sind wir auch räumlich getrennt.

Ich versuche es!

Warum ich es mitgemacht habe? Hoffnung, dass alles wieder so schön wird, wie es ganz zu Beginn mal war, die große Liebe zu meinem Kind, dass ich ihm die heile Familienwelt nicht kaputtmachen wollte. Ich bereue die Zeit auch nicht. Ich sage nicht, ich hätte früher, eher, blabla, es war alles ok so, wie es war und meine freie Entscheidung. Es war halt ein langer Weg, ein langer Prozess, aber letztendlich kann ich mir wirklich auch nicht vorwerfen, im Affekt gehandelt zu haben.

Nzeuh%ier220x17


...und trotzdem nagen immer wieder die Zweifel an mir, ob ich vorschnell aufgegeben habe, ob etwas zu retten gewesen wäre? Und ich bin manchmal sehr sehr traurig. Und es tut mir alles total leid und weh. Das ist wahrscheinlich dieses ganz "normale" Liebeskummer-Chaos :°(

LeichtAmHo=rizoxnt


Das klingt so als fühltest Du Dich allein verantwortlich dafür, "noch etwas zu retten". Was hat er denn getan, um etwas zu retten? Wieso sollte die Verantwortung dafür allein bei Dir liegen?

N_e|uhrier!201x7


@ LichtAmHorizont

Ich war diejenige, die gesagt hat, ich kann und will in dieser lieblosen Eltern-WG nicht mehr leben. Er wollte sich nicht trennen.

B9irkzenzw`eig


hat er dir irgendwie eingeredet, daß du es zerstört hast?

er hat doch seinen teil zur lieblosen elternWG beigetragen.

und wenn ichs richtig verstanden habe, hast du ihm vor deinem entschluss gesagt, was du willst und was du nicht willst, oder?

Nkeu(hier2x017


hat er dir irgendwie eingeredet, daß du es zerstört hast?

er hat doch seinen teil zur lieblosen elternWG beigetragen.

und wenn ichs richtig verstanden habe, hast du ihm vor deinem entschluss gesagt, was du willst und was du nicht willst, oder?

Nein, er hat es mir nicht eingeredet. Wir reden nicht über das wieso-weshalb-warum. Er wollte keine Trennungsgründe hören. Und ja, natürlich habe ich es seit vielen vielen Jahren immer wieder angesprochen, wenn ich das Gefühl hatte, dass ich es nicht mehr aushalte. Trotzdem ist und war es schon immer so, dass ich jetzt durchhalten muss und dann wird die räumliche Trennung auch vollzogen. Würde ich jetzt einen Rückzieher machen (was ich nicht tue!), würde alles wahrscheinlich einfach weiterlaufen wie bisher. Deswegen bin ich die treibende Kraft. Völlig ausschließlich. Ich habe es in der Hand. Ich könnte ja meine eigenen egoistischen Bedürfnisse nach Nähe, Liebe, Empathie, Paarbeziehung zurückstellen und alles einfach noch weiter ertragen und mitmachen. Es ist schwer. Und es tut mir blöderweise einfach so sehr weh. Ich leide. Ich wäre gerne weiter, irgendwie schon drüber hinweg.

Hoerz+mit>Versta"nd


Ich klinke mich in deinen letzten Beitrag auch mal ein, denn Faden habe ich bisher nur still verfolgt.

Deswegen bin ich die treibende Kraft. Völlig ausschließlich. Ich habe es in der Hand. Ich könnte ja meine eigenen egoistischen Bedürfnisse nach Nähe, Liebe, Empathie, Paarbeziehung zurückstellen und alles einfach noch weiter ertragen und mitmachen.

Das wichtigste ist erstmal zu erkennen, dass dies eben keine egoistischen Bedürfnisse sind! Sondern ganz existenzielle Bedürfnisse eines jeden Menschen. Das ist das, worum sich nach dem täglichen Nahrungsbedarf das Leben doch dreht. Er enthält dir also existentielles vor, nur damit er weiter seine kostenlose Putzkraft, Heimbereiterin und den täglichen Kinderzugang hat. Wie du sagst, er liebt dich nicht. Er liebt nur das Heim und das Kind - alles andere existenzielle versagt er dir. Zurecht löst du dieses freudlose Dasein mit ihm nun auf, das wird sich langfristig auch positiv auf euer Kind auswirken. Denn glaub mir, Kinder leiden auch, wenn die Mutter traurig neben dem Partner vertrocknet und alle Lebensfreude verliert. Natürlich wird der Übergang vielleicht auch schwierig aber mit gutem Willen von beiden Seiten findet sich euer Kind da rein und wird auch aufblühen, wenn beide Eltern unabhängig voneinander wieder glücklicher und zufriedener werden.

Allerdings sagt mir mein Bauchgefühl, dass er nichts tut (die altebwährte Methode aussitzen halt, hat ja auch bisher immer funktioniert), auch keine Wohnung suchen und du dich auf einen Kampf einrichten kannst, ihn aus dem Haus zu bekommen. Lass dich da bitte im Vorfeld rechtlich gut beraten. Mach ihm bitte das bequeme Leben im Haus bloß so unbequem wie möglich!

Alles Gute @:)

Enl+Gustxo


@ Neuhier2017

Ich war diejenige, die gesagt hat, ich kann und will in dieser lieblosen Eltern-WG nicht mehr leben. Er wollte sich nicht trennen.

Sich nicht trennen zu wollen heißt noch lange nicht, dass man nicht für den Verlauf mitverantwortlich ist. Wie die Anderen schon sagen, er sitzt es aus. Er kennt keine solche Konsequenz von dir. Und meint wahrscheinlich seine Vogel-Strauß-Politik hat all die Jahre funktioniert, warum also nicht jetzt auch wieder?

Schuldig fühlen mußt du dich auf keinen Fall nur weil du die treibende Kraft bist. Im Gegenteil, du übernimmst Verantwortung was er ganz und gar nicht macht. Er hätte unzählige Chancen in der Vergangenheit gehabt an eurer Beziehung mitzuarbeiten, hat er aber lieber dir überlassen. Pech gehabt.

LtichmtAmHorixzont


Ist oft so, dass der, der die Trennung anstößt, sich als das fiese feige schuldige Schwein empfindet. Ist aber Quatsch.

Ewl.Guysltxo


@ LichtAmHorizont

Ist oft so, dass der, der die Trennung anstößt, sich als das fiese feige schuldige Schwein empfindet. Ist aber Quatsch.

:)z

Selbst wenn es keinen wirklichen Grund gibt, es nicht am Verhalten des Partners liegt, man sich einfach entliebt hat. Selbst dann sollte man sich nicht schuldig fühlen. Für seine Gefühle kann man nichts. So weh es auch tut, so wenig man es will. Es ist dann so, da kann Niemand etwas dafür.

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