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Bindungsunfähigkeit bzw. Unfähigkeit, sich einzulassen

r2rG2x017


Aber wenn man diese Muster, die man in sich trägt, in Beziehungen weiterlebt, dann verschlechtert das die Chancen, die Muster zu überwinden..

Es ist ja so wie es IST. Aber so soll es ja nicht bleiben. Zumindest in der Theorie.

RzeizIendxe


Klar. Aber das erklärt ja auch u.a. seine heftige Anziehung zu mir. Allerdings sagte er, dass er bei mir das kindlich Verspielte und zugleich freche sofort möchte und das bei seiner Mutter nicht so sei.

r$r201x7


Es sind ja auch nicht alle Aspekte pathologisch, man hat auch unabhängig davon eine Grund-Persönlichkeit.

Rneize~nde


Ja, das ist das Problem. Was bin ich, was ist die Krankheit, und spielt es überhaupt irgendeine Rolle? Ich tendiere dazu, dass es letztlich unerheblich ist, solange man keinen allzu großen Schaden anrichtet.

Er sagt jetzt übrigens regelmäßig ILD. Insoweit hat die Erziehung also gefruchtet ;-)

rxr20'1x7


Das geht mir durchaus auch ein bisschen ähnlich. Wenn sich das seelische schwarze Loch wie ein roter Faden durch alles zieht ist es schwierig zu sagen, was von was kommt.

solange man keinen allzu großen Schaden anrichtet.

Das widerspricht aber Deiner Aussage nach der es die Männer verdient haben und es Dir egal ist ob Du anderen Schaden zufügst.

Ansonsten ist es eine wunderbare Richtlinie. Wenn man sich einfach nur sagt "ich will so leben dass ich anderen möglichst wenig Schaden zufüge" dann fügt sich das meiste von selber.

Ryeiz/enxde


Ich schrieb ja nichts davon, wo der Schaden nicht angerichtet werden sollte ;-) aber ja, natürlich primär bezogen auf mich selbst.

r~r20x17


das ist ja letztlich auch das gleiche. Schaden bei anderen ist auch immer Schaden bei einem selber, wenn man nicht gerade eine antisoziale Persönlichkeit ohne Gewissen ist.

D@i?nax_79


Das "Loch" was du beschreibst wird dir niemand anderes füllen ausser du selber. Du wartest auf Bestätigung und Anerkennung von aussen, andre in diesem Fall Partner sollen dir das geben (Fürsorge, Liebe Trost) was dir deine Eltern nicht geben konnten.

Du suchst "Vater" und Mutter im Partner gepaart mlt Angst vor Nähe und Gefühlen.

Meine Empfehlung: Therapie oder Bücher lesen und sich mit Menschen austauschen die davon was verstehen

Du bist damit nicht alleine. Ich kenne das auch selber nur zu gut daher sehe ich es bei anderen.

Thema Selbstliebe- und Fürsorge.

Alles Gute für dich.

R"eizxende


Du suchst "Vater" und Mutter im Partner gepaart mlt Angst vor Nähe und Gefühlen.

Ja, das stimmt. Aber warum diese Angst? Angst wovor?

mMond+strerne


Angst vor der Liebe, dem Bedürfnis, sich jemandem schutzlos auszuliefern in dem Vertrauen, er wird angemessen damit umgehen.

r3rS20x17


Angst vor der inneren Falltür

rUr201x7


das muss man sich allerdings auch mal klar machen. das ganze drama nur weil man Angst vor den eigenen Gefühlen hat. Angst vor der Angst.

Man könnte sich das Drama auch sparen und sich "einfach" sich elber und den Gefühlen stellen. Das wäre viel einfacher und effizienter.

doanaxe87


Ja, das ist das Problem. Was bin ich, was ist die Krankheit, und spielt es überhaupt irgendeine Rolle? Ich tendiere dazu, dass es letztlich unerheblich ist, solange man keinen allzu großen Schaden anrichtet.

Ich finde gar nicht, dass man sich und die Krankheit so getrennt betrachten kann. Für mich persönlich ist das Bild eines Orchesters, dass einfach nicht gut zusammenspielt passender, denn die Aspekte die "krank" erscheinen, sind ja nicht grundsätzlich falsch und auszuradieren. Gut für sich selbst sorgen zu können ist eine Fähigkeit die viele erst mühsam erlernen müssen, die eigenen Bedürfnisse aber so hochzuhängen, dass einem alle anderen egal sind, ist des Guten dann zuviel. So wie umgedreht Rücksichtnahme super ist, aber nicht wenn man dabei sich selbst vergisst. Es ist eine Frage der Dosierung.

So kann Angst einen schützen, in dem man sich nicht gleich hals-über-kopf in eine Beziehung stürzt obwohl es nur ein One Night Stand war. Sie kann dazu führen, dass man sich langsamer annähert und so gut für einen sein. Sie kann aber bei einem "zuviel" dazu führen, dass man unfähig wird sich überhaupt auf tiefere Bindungen einzulassen und einem so ganz viel rauben.

Die Krankheit ist nichts von aussen, kein Dämon der einen besetzt. Es sind einfach für die momentane Situation schlecht eingestellte Grundeigenschaften die man hat. Irgendwann mal waren die Muster funktional. In der Kindheit hat es einen beschützt und dafür gesorgt, dass man auch in dysfunktionalen Umfeldern überleben konnte, aber für ein "normales" Leben sind die Einstellungen im Inneren nicht geeignet und deshalb muss man neu justieren.

r0r2#017


Hm, ich denke, da bin ich in der Tat ganz anderer Meinung.

Ich glaube nicht, dass es um normales Für-sich-selber-sorgen geht, sondern dass da tatsächlich etwas krankes ist, eine Art Störsender im Hirn, Rest eines Traumas, etwas, das fürchterliche Gefühle erzeugen kann und sich das ganze Verhalten dann eigentlich nur noch darum dreht, unbedingt zu verhindern, dass dieser Teil aktiv wird bzw. man diese Gefühle durchleiden muss. Es handelt sich ja auch nicht um Selbstfürsorge, die allgemein alle Aspekte der Person umfasst (z.B. auch körperliche Unversehrtheit und Gesundheit), sondern diese werden sogar freiwillig aufgegeben um bloß die Signale des Störsenders zu übertönen (wie anhand von SVV, Alkoholkonsum, Essstörungen etc. erkennbar ist).

Insofern kann man auch ganz klar den kranken Aspekt der Persönlichkeit isolieren. Da ist sehr wohl ein Dämon, allerdings einer im inneren, in einem selber drin.

Rkeizetnde


Zwischen diesen beiden Polen schwanke ich ebenfalls.

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