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Bindungsunfähigkeit bzw. Unfähigkeit, sich einzulassen

Rkeizennde


:-)

L8ombaxx


Das geht vielleicht, wenn man ein wirklich kleines Problem mit Vertrauen hat, aber nicht, wenn sich Verlassenwerden so anfühlt, als bliebe man allein und hilflos in einer lebensfeindlichen Landschaft und beobachtete die einzige rettende Person wie sie hinfortzieht. Todesangst muss sich so anfühlen. Das nur mal als Beispiel.

Mir fiel beim Lesen dieser Zeilen ein, dass ich vor Jahren ein äußerst interessantes Buch gelesen habe und zwar

Fritz Riemann: Die Grundformen der Angst

Ich konnte für mich eine Menge Erkenntnisse sammeln.

C+hxe


wenn sich Verlassenwerden so anfühlt, als bliebe man allein und hilflos in einer lebensfeindlichen Landschaft und beobachtete die einzige rettende Person wie sie hinfortzieht. Todesangst muss sich so anfühlen.

Unternimm was. Suche Dir professionelle Hilfe. Wenn Du mir nicht glaubst, glaub wenigstens danae als selbst Betroffener.

Ich kenne, was ich da zitiert habe, aus mehrfacher Beobachtung. Das ist eine Bindungsstörung, Dir fehlt das Urvertrauen in Bezugspersonen. Ich vermute, Du schleppst seit der Kindheit einen Rucksack mit Dir, den Du allein nicht loswirst. Und auch mit Hilfe Deines Partners nicht, es sei denn, er wäre wirklich vom Fach. Das würde dann aber der Partnerschaft nicht gut tun.

Davon, daß Du (welch Glücksfall) einen Partner hast, dem Du von dem Rucksack erzählen kannst, erreichst Du erst mal sein Verständnis. Aber das wird Euch beiden wenig nützen, wenn Du mitsamt Deiner Last (wie immer) irgendwann strauchelst und den Abhang hinunterfällst. Er wird dann verstehen, warum Du weg bist und nicht die Schuld bei sich suchen.

Aber Dein, Euer Ziel ist doch ein anderes, oder?

R@eiz}enxde


Lomax, Danke für den Tipp.

Unternimm was. Suche Dir professionelle Hilfe. Wenn Du mir nicht glaubst, glaub wenigstens danae als selbst Betroffener.

Ich glaube euch beiden. Aber andererseits, abseits von den Tiefs, wo ich keine Kraft für nichts habe, denke ich, was soll mir ein Therapeut erzählen das ich nicht weiß? Ich bin intelligent genug um mich selbst zu analysieren. Aber andererseits weiß ich, ich brauche eine Verhaltenstherapie. Und Medikamente, nehme ich an.

Ich kenne, was ich da zitiert habe, aus mehrfacher Beobachtung. Das ist eine Bindungsstörung, Dir fehlt das Urvertrauen in Bezugspersonen. Ich vermute, Du schleppst seit der Kindheit einen Rucksack mit Dir, den Du allein nicht loswirst. Und auch mit Hilfe Deines Partners nicht, es sei denn, er wäre wirklich vom Fach. Das würde dann aber der Partnerschaft nicht gut tun.

Nein, er ist nicht vom Fach. Und ja, ich habe kein Vertrauen, kein Urvertrauen. Das ist für mich illusorisch. Mir fehlt diese Objektskonstanz, die danae ansprach, das ist genau mein Problem, ich habe dazu recherchiert. Wenn ein geliebter Mensch, den ich brauche, nicht meinem direkten Zugriff untersteht, ist es, als wäre er nicht da. Ich kann keine positiven Gefühle hervorrufen wie Freude auf Wiedersehen, schöne Erinnerungen, es ist nur Angst, dass ich ihn nicht wiederbekomme. Und diese Angst ist real. Realer als alles. Wenn es mir schlecht geht und er nicht da ist, ist es, als würde ich buchstäblich verrückt. Als löste ich mich auf in einem Ozean aus Panik und Wahnsinn. Bis nichts mehr übrig bleibt. Das einzige, das mich halbwegs beruhigt, ist in seinen Armen zu liegen und sein Atmen zu hören. Nur dann weiß ich, dass er da ist. Ich habe solche Angst, ihn zu überfordern. Obwohl er sagte, er nimmt die Herausforderung an.

Davon, daß Du (welch Glücksfall) einen Partner hast, dem Du von dem Rucksack erzählen kannst, erreichst Du erst mal sein Verständnis. Aber das wird Euch beiden wenig nützen, wenn Du mitsamt Deiner Last (wie immer) irgendwann strauchelst und den Abhang hinunterfällst. Er wird dann verstehen, warum Du weg bist und nicht die Schuld bei sich suchen.

Aber Dein, Euer Ziel ist doch ein anderes, oder?

:°(

Ich verstehe nicht, warum ich das nicht selbst lösen kann. Mit Büchern. Oder Foren.

LXichtFAmHo'rizoxnt


Kannst Du nicht vielleicht in solchen Situationen versuchen, mit dem Verstand gegenan zu gehen? Innere Dialoge zu führen? Dich selbst zu beruhigen? Zu der Angst sagen "ach, hallo, da bist du ja wieder, ich kenne dich ja schon, du bist ja nur da, weil… aber ich möchte mich jetzt nicht von dir dominieren lassen. Bleib ruhig da, aber ich beachte dich jetzt nicht weiter" oder so etwas?

Rxeizen1dxe


Nein, leider. Die Emotionen sind einer Kontrolle kaum zugänglich.

L}ichtANmHor)izonxt


Kenne ich - leider. Andere Ängste habe ich auf diese Art einigermaßen in den Griff gekriegt. Aber eine ganz bestimmte leider noch nicht.

Mir wurde der Tipp gegeben, in einem guten Moment (ohne Angst) einen Zettel zu schreiben, auf dem sozusagen positiver Zuspruch an mich selbst steht. Also das, was mein erwachsenes Wunsch-Ich, das souveräne ausgeglichene, das ich gerne wäre, mir, dem panischen Kind-Ich, sagen würde, und den in so einer Panik-Situation zur Hand zu nehmen und zu lesen. Notiz an mich selbst: Vielleicht sollte ich das einfach mal machen… :=o

R_ei[zenxde


Mir wurde der Tipp gegeben, in einem guten Moment (ohne Angst) einen Zettel zu schreiben, auf dem sozusagen positiver Zuspruch an mich selbst steht. Also das, was mein erwachsenes Wunsch-Ich, das souveräne ausgeglichene, das ich gerne wäre, mir, dem panischen Kind-Ich, sagen würde, und den in so einer Panik-Situation zur Hand zu nehmen und zu lesen. Notiz an mich selbst: Vielleicht sollte ich das einfach mal machen… :=o

Klingt gut. :-)

Mmiss_xG


Vielleicht bist du ja einfach alleine glücklicher? ":/

RJejizendxe


Äh ja. Danke für diesen hilfreichen Beitrag.

Ich möchte eine glückliche Beziehung führen. Ich bin ein Beziehungsmensch und allein sein ohne Partner auf Dauer ist m.E. für mich nicht lebenswert.

Abgesehen davon dass ich meine Probleme im zwischenmenschlichen genauso bei guten Freunden habe. Oder soll ich als Einsiedlerin leben? %-|

pPa}razecllnu>ss


Vielleicht bist du ja einfach alleine glücklicher?

Aber zusammen ist man glaub ich weniger allein. Und Netzwerkmäßig ist es weitaus einfacher, zusammen die Dinge des Alltags zu bewältigen. Außerdem ist Liebe und Zuneigung schön. Jeder Mensch braucht Streicheleinheiten. Oder?

RKeizvenxde


Aber zusammen ist man glaub ich weniger allein. Und Netzwerkmäßig ist es weitaus einfacher, zusammen die Dinge des Alltags zu bewältigen. Außerdem ist Liebe und Zuneigung schön. Jeder Mensch braucht Streicheleinheiten.

Sehe ich genauso. Und wenn ich alleine glücklicher wäre, wäre ich allein. Ich bin durchaus imstande, das für mich festzustellen.

d^anae8x7


Ich verstehe nicht, warum ich das nicht selbst lösen kann. Mit Büchern. Oder Foren.

Das hat meine Ma gemacht, mit Büchern, und am Anfang mit 18 hatte sie eine Therapie. Nun mit 50 hat sie einen großen Teil ihres Gepäcks geschafft und leicht war das nicht. Sie ärgert sich heute, dass sie nicht Hilfe gesucht hat, weil das vermutlich 30 Jahre leid und beschissene Beziehung gespart hätte, hätte sie die Abkürzung genommen.

Ein Therapeut ist nicht nur dazu da dich zu analysieren sondern auch dazu da um dir zu helfen dich zu disziplinieren um dir Übungen wie die mit dem Zettel beizubringen und dich daran zu erinnern sie auch durchzuhalten. Es geht darum dir auch die Welt er anderen Menschen zu zeigen, andere Denkweisen, klarzumachen wie viele andere Menschen fühlen, dass sie also beispielsweise über Objektpermanenz verfügen. Ich beispielsweise brauchte EMDR um an einige der ganz frühen Probleme überhaupt ranzukommen, weil die Erinnerung da nicht mehr war, war zu klein. Das geht alleine und mit Büchern einfach nicht.

Cvhe


weil das vermutlich 30 Jahre leid und beschissene Beziehung gespart hätte, hätte sie die Abkürzung genommen.

:)^

Ja, ich würde sagen, Du hast die Wahl.

Ob Du weiterhin versuchst, Dich in den entsprechenden Krisen abzulenken, wozu ja z.B. auch hier im Forum viel Platz und Gelegenheit ist, ob Du weiterhin versuchst, Dir ein Rezept aus Büchern und Foren zusammenzubasteln, oder ob Du die Abkürzung nimmst und einfach mal einen Profi fragst.

RDeiazenxde


Ich habe heute einen Psychiater angerufen. Nächste Woche habe ich einen Termin.

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