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Bindungsunfähigkeit bzw. Unfähigkeit, sich einzulassen

LJichtAmUH)orizont


@ Reizende

Er sagte, er hätte es mir in der Tat anbieten müssen.

Du hättest ihn auch darum bitten können. (Freundlich bitten - nicht befehlen…) Das fühlt sich natürlich nicht so toll an, als wenn er es Dir von selbst anbietet, aber das Ergebnis - er besorgt Dir Medikamente - ist am Ende dasselbe. Und an seiner Reaktion, wenn Du ihn bittest, siehst Du ja auch, ob er absichtlich oder aus Ignoranz nicht auf die Idee gekommen ist (er reagiert genervt, "schaffst du auch selber", "brauchst du doch gar nicht", "muss das sein") oder weil er im Kopf mit anderen Dingen beschäftigt war ("natürlich, ich gehe gleich los").

Mir persönlich geht es oft so, dass ich mich - wenn jemand mir nicht meinen Wunsch von den Augen abliest - sehr darüber ärgere, dass der mich auf diese Weise zwingt, ihn bitten zu müssen - denn das ist etwas, das ich nicht allzu gut kann. Daher immer die heimliche Hoffnung, der andere möge doch von selbst darauf kommen, um mir die Schmach, bitten zu müssen, zu ersparen, und dann auch die auf den anderen projizierte Wut, wenn er dies unterlässt.

rTr20a17


lässt Du den Partner den Groll dann auch spüren oder läuft das nur in Dir ab?

oder, problematischer, merkt er erstma nix, und es staut sich in Dir auf und irgendwann knallts und er wundert sich was los ist?

L8ichtoAmtHoJrihzomnxt


Mal so, mal so. Wobei "knallen" eher selten. Oft grummele ich nur missmutig vor mich hin.

Bezieht sich übrigens nicht nur auf Partner, sondern ist generell so, also auch mit Freunden, Kollegen, Familienangehörigen.

r,r201x7


Aber Dir ist schon klar dass das eigentlich nicht so toll ist oder?

Ich leide ja auch unter derartigen Dingen (bzw meine Angehörigen). Ein besonnener Umgang mit solchen Regungen ist für unsereins wohl eine ständige Aufgabe (aber man kann auch daran wachsen indem man sich die Mechanismen dahinter klar macht).

Rzeiazenkde


DieDosismachtDasGift

Wo ich aber Handlungsbedarf sehe, ist der Anteil, den Du im Umgang mit Deinem Freund lebst. Ich bin absolut nicht der Meinung, dass dieser Mann Dir eine wesenspositive Wendung geben kann. Warum nicht? Er befeuert alle Deine Segmente, die Dich in einer Weiterentwicklung vorwärtsbringen könnten, eher stagnierend bis negativ. Vermutlich bräuchte er selbst ebenso therapeutische Begleitung für seine eigenen Baustellen, die durch sein Elternhaus hervorgebracht wurden.

Er war sogar in Therapie...er hat Klaustrophobie.

Beschützer in Papa-Format, der auf sein kleines Mädchen zu achten und es zu um hüten hat, koste es, was es wolle.

Ja :-|

Für Deine Weiterentwicklung das Fortkommen Deiner Persönlichkeit ist es alles andere als optimal. Ich sehe sogar die große Gefahr, wenn Du während einer Therapie bedeutsame Fortschritte machst, dass Du Dich bewusst von Deinem Kerlchen trennen wirst, weil er Dich und das wohin Du kommen willst mit seiner devoten Anpassung massiv blockiert.

Aber wenn er eben eher devot ist und ich dominant, passt das doch gut, und das wird sich durch Therapie ja auch nicht ändern. Ich bin eben so. Und wir verstehen uns ja gut und im Bett läuft es echt super. Das ist ja auch was wert oder nicht?!

Schade eigentlich, denn das was Dir eine echte Bindung und Liebe geben würde, vermag das Muster eurer Bindung derzeit nicht umzusetzen.

Was meinst du? Was würde mir echte Bindung und Liebe geben?

Licht

Mir persönlich geht es oft so, dass ich mich - wenn jemand mir nicht meinen Wunsch von den Augen abliest - sehr darüber ärgere, dass der mich auf diese Weise zwingt, ihn bitten zu müssen - denn das ist etwas, das ich nicht allzu gut kann. Daher immer die heimliche Hoffnung, der andere möge doch von selbst darauf kommen, um mir die Schmach, bitten zu müssen, zu ersparen, und dann auch die auf den anderen projizierte Wut, wenn er dies unterlässt.

Oh ja. Dafür kann ich sehr gut fordern. Vielleicht weil das nicht so erniedrigend ist wie bitten und abgelehnt werden.

D}ieDoysisfmachEtdaxsGift


Wo ich aber Handlungsbedarf sehe, ist der Anteil, den Du im Umgang mit Deinem Freund lebst. Ich bin absolut nicht der Meinung, dass dieser Mann Dir eine wesenspositive Wendung geben kann. Warum nicht? Er befeuert alle Deine Segmente, die Dich in einer Weiterentwicklung vorwärtsbringen könnten, eher stagnierend bis negativ. Vermutlich bräuchte er selbst ebenso therapeutische Begleitung für seine eigenen Baustellen, die durch sein Elternhaus hervorgebracht wurden.

Er war sogar in Therapie...er hat Klaustrophobie.

Mein Gedanken ist der, dass Dein Freund von einer ungesunden destruktiven Beziehung in die nächste gegangen ist. Gestern belassen und bisher unkorrigiert in den Musterabläufen.

Der Punkt, an dem es divergiert ist, dass ihr beide mit diesem Zusammenleben nicht zufrieden und glücklich seid. Du, die nach Belieben emotionale und respektlose Handlungsweisen als für sich "normal" ansieht. Fordern um den höchsten Preis, 'mir am meisten, mir am besten', koste es, was es wolle.

Deine Ängste und inneren Nöte sind Dir bisher geblieben, die innere Unsicherheit und nur das Mittel alles oder nichts, sonst werfe ich die untaugliche Lieben eben weg. Einem ungeliebten Spielzeug gleich. Hm, nicht gut. Wie ein Buddhist, der glaubt durch seine Reife und die Wiedergeburt irgendwann im Nirwana ankommen zu können. (sinnbildlich gemeint)

Deinem Freund, der ja auch Partner sein sollte, bleibt nur die Option Deine Spielregeln (früher als Kind, die der Mutter) mehr oder weniger unwidersprochen hinzunehmen, sonst droht Aufmerksamkeitsentzug, Ablehnung und die Drohung - 'ich gehe, Du Lappen'.

Gäbe es diese destruktive Komponente auf beiden Seiten nicht, würdest Du nicht leiden, er nicht kleinlaut mitspielen müssen und am Ende leben zwei verhängnisvoll aneinander klammernde Individuen süchtig aneinander rum. Aus den falschen Motiven liebe Reizende, das ist der springende Punkt, an dem es nicht passt.

Beschützer in Papa-Format, der auf sein kleines Mädchen zu achten und es zu um hüten hat, koste es, was es wolle.

Ja :-|

Du verlierst hier aus den Augen, dass Du der für ihn der im Leben bekannte, Mutter-Ersatz geworden bist, der ihn wie früher die eigene Mutter unterdrückt, rum scheucht und an ihm nörgelt. Witzig, dass Du das selbst der Mutter als Vorwurf vor die Füße knallst und sie unfähig nennst, es bei Dir selbst aber kritiklos und völlig Distanz-frei toll findest. Unabhängig davon, ob Dein Freund darunter emotional leidet oder nicht.

Für Deine Weiterentwicklung das Fortkommen Deiner Persönlichkeit ist es alles andere als optimal. Ich sehe sogar die große Gefahr, wenn Du während einer Therapie bedeutsame Fortschritte machst, dass Du Dich bewusst von Deinem Kerlchen trennen wirst, weil er Dich und das wohin Du kommen willst mit seiner devoten Anpassung massiv blockiert.

Aber wenn er eben eher devot ist und ich dominant, passt das doch gut, und das wird sich durch Therapie ja auch nicht ändern. Ich bin eben so. Und wir verstehen uns ja gut und im Bett läuft es echt super. Das ist ja auch was wert oder nicht?!

Du blendest hier gleich mehrfach wichtige Dinge aus. Zum einen ist eure Beziehung noch sehr jung, erst wenige Monate alt. Eure emotionalen Gipfel stürme und der Wechsel zum streitbaren Chaos werden je länger die Muster bedient werden, immer heftiger. Deine Verzweiflung und Wutheftigkeit wird unkorrigiert stetig Steigerung erfahren und genau das bewirken, was Du vermeiden willst. Seine Abgrenzung und Flucht vor Dir.

Außerdem verändern Menschen sich in unterschiedlichen Lebensphasen und ihre Bindungen und Gefühlswelten mit ihnen. ;-)

Stabile Bindungen und Gefühle werden sich auf dieser Basis nicht aufbauen und sie zukunftsfähig machen. Dein Frust wird größer und daraus folgt wie bisher auch, die eigene Flucht. Darüber wird auch der noch tolle Sex eurer Gegenwart nicht lange hinwegtäuschen können.

Schade eigentlich, denn das was Dir eine echte Bindung und Liebe geben würde, vermag das Muster eurer Bindung derzeit nicht umzusetzen.

Was meinst du? Was würde mir echte Bindung und Liebe geben?

Innere Gelassenheit und Stabilität. Damit meine ich kein temperamentloses und stilles Mäuslein, dass nicht auch emotionale Abwechslung in der Beziehung haben darf. So tiefgründig wirst Du Dich nicht mehr ändern, keine Bange. Du wirst ein Biest bleiben, lächel.

Aber es gibt auch liebe- und respektvolle Biester, die ihre Grenzen in der Liebe kennen/selbst respektieren und ohne das Gesicht zu verlieren, zurücknehmen können, was an emotionalem Überschäumen entsteht.

Richard Burton und Liz Taylor waren nicht vor der Kamera Katz und Maus, und haben dennoch zweimal geheiratet. Aber trotz lebenslanger Liebe zueinander war ein gelebter Alltag beider Kratzbürsten miteinander nicht möglich, sondern führte zu Alkohol- und Medikamentensucht.

Schon aus diesem Grund, schützt euch beide, in dem ihr erlernt Grenzen zu leben, die eure negativen Muster überschreiben, statt sie immer wieder neu befeuern zu wollen.

Ich denke, dass Dir das im Zuge Deiner Therapie (wenn Du nicht flüchtest und es als ernstes Ziel für Dein Leben begreifst) nach und nach klar werden könnte. Aber das hängt auch von der Therapieform, den Vertrauen zum Therapeuten und der stimmigen Chemie zwischen euch ab. Denn es wird sehr tief gehen, um an die Wurzeln Deiner Verhaltensmuster zu gehen, zu können. Ob Du gewillt bist, dass auszuhalten, wird sich zeigen, denke ich.

rfr2)017


Problem bei derart intensiven Vorprägungen (die dann durch das Fortsetzen in entsprechenden Beziehungen noch eher verstärkt werden) ist aber mM nach oft, dass, wenn die entsprechenden Triggerpunkte berührt werden (vom Partner), in eine Art lähmende Starre verfällt und sich gar nicht mehr wehren kann (wie gelähmt vom Stich des Skorpions quasi). Selbst wenn aufblitzende Momente der Erkenntnis stattfinden, dürfte es unheimlich schwer sein, sich zu befreien; man klebt aneinander wie starke Magneten die sich anziehen.

Insofern ist es gut von Dir, dass Du die Kerle irgendwann wegstößt. Damit tust Du ihnen einen guten Dienst. Meine Eltern leben solche Muster nun schon bald bis zur goldenen Hochzeit, mit gruseligen Folgen.

dCanaxe87


Aber wenn er eben eher devot ist und ich dominant, passt das doch gut, und das wird sich durch Therapie ja auch nicht ändern.

Das ist durchaus nicht gesagt.

rzr20x17


ausserdem liegt hier etwas ganz anderes vor als zwei normale, psychisch gesunde personen, von denen der eine dominant und der andere devot ist.

Rkeiz*ende


Wieso wollt ihr mich alle deprimieren? Ist es nicht möglich dass wir uns einfach gut verstehen? Wieso muss immer so schwarz gemalt werden?

Ich bin durchaus glücklich mit ihm, im Rahmen meiner Möglichkeiten. Schön wäre eine Mutation aus ihm und dem Ex...ach naja.

DyieD9osismacDhtdamsGxift


Wieso wollt ihr mich alle deprimieren?

Nein, ist nicht beabsichtigt, wirklich nicht. Warum sollte das eine Motivation der Threadschreiber sein?

Du hast nach Rat und zum Teil Sichtweisen gefragt, zu Deinen stark ambivalenten Gefühlen. Der Thread ist nur Sinn stiftend, wenn Du authentische Sichtweisen gespiegelt bekommst. Niemand behauptet, dass wir damit in absoluter Richtigkeit unterwegs sind.

Es bleibt ja nur, auf das mit einzugehen, was Du hier selbst als Fakten mit einfließen lässt. Am sichersten sind Einschätzungen vermutlich noch eher, selbst Betroffene oder mit Angehörigen lebende Betroffene in Bezug auf BPS. Dass ich damit keinerlei Erfahrungen habe, hatte ich gleich im ersten Beitrag anklingen lassen. Es geht mir nur um Anregung, um Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen.

Wieso muss immer so schwarz gemalt werden

Das empfindest Du gerade so, weil die letzten Beiträge geballter auf eure Probleme gelenkt wurden. Natürlich schließt das nicht aus, dass ihr in Anteilen und n stabilen Phasen sehr glücklich als Partner seid.

Ich bin durchaus glücklich mit ihm, im Rahmen meiner Möglichkeiten. Schön wäre eine Mutation aus ihm und dem Ex...ach naja.

Ersteres ist sehr schön und möge lange für euch so bleiben. :)^ :)=

Das Zweite von Dir genannte ist eher nicht möglich. Du wirst Deinen Freund schon annehmen und lieben erlernen (müssen ist ein unpassendes Wort) wollen. Andererseits die wahrgenommenen Defizite in seiner Persönlichkeit respektieren und in den Alltag integrieren im Paar-Erleben. Rosinen picken auf beiden Seiten hilft euch langfristig eher nicht. :)_

RzeSizen_de


Nein, ist nicht beabsichtigt, wirklich nicht. Warum sollte das eine Motivation der Threadschreiber sein?

Na dass es Leute gibt die sich daran aufgeilen andere niederzumachen ist ja nun kein Geheimnis. Grad in Foren. eben um sich selbst besser zu fühlen.

Das empfindest Du gerade so, weil die letzten Beiträge geballter auf eure Probleme gelenkt wurden. Natürlich schließt das nicht aus, dass ihr in Anteilen und n stabilen Phasen sehr glücklich als Partner seid.

Okay :-)

L0ircht8AmHorizxont


@ Reizende

Na dass es Leute gibt die sich daran aufgeilen andere niederzumachen ist ja nun kein Geheimnis.

Stimmt.

Aber empfindest Du einen oder mehrere der letzten Beiträge hier im Faden so?

RLeiz:ecnxde


Der letzten konkret nicht. Nein. Aber einige hier drin, ja. Aber klar, manche fühlen sich provoziert und drücken mir gern ihre Weisheiten rein. Wenns sie glücklich macht...ich kann mich so im ignorieren üben.

Keletter9pfl{anzxe80


Wieso wollt ihr mich alle deprimieren? Ist es nicht möglich dass wir uns einfach gut verstehen? Wieso muss immer so schwarz gemalt werden?

Dein Ernst? Eigentlich hat die kleine Gruppe die hier noch schreibt Dankeskärtchen von dir verdient. Da wird umfangreich und auch sachlich Hilfestellung geleistet, also die sinnvollen Dinge die hier geschrieben werden könnte man auch härter und unverpackter schreiben.

Ich bin durchaus glücklich mit ihm, im Rahmen meiner Möglichkeiten. Schön wäre eine Mutation aus ihm und dem Ex...ach naja.

Das halte ich für sehr unwahrscheinlich, weil ich davon ausgehe das bestimmte Teile unvereinbar miteinander wären. Du weißt doch selber irgendwie willst du keinen Lappen aber trotzdem jemanden der alles für dich tut. Es ist ja nicht so, dass nur du vor der Wahl stehst was man will, also die extrembeispiele das abenteuer der weiß was er will aber keine Kompromisse macht oder derjenige der sich total aufopfert und loyal ist aber sich selber vergisst. Dann sucht man sich irgendwo was dazwischen was am besten passt, das fällt je nachdem anders aus aber man kriegt nicht beides auf einmal sondern muss schauen welche Mischung man will. Da schadet es nicht zu wissen wie man selber ist.

Und zum Freund an sich, es ist nunmal nicht unüblich, dass nach durch Therapien insbesondere erfolgreichen Therapien Beziehungen auseinander gehen was ja auch vollkommen nachvollziehbar ist. Denn der eine Mensch ändert sich dementsprechend ändern sich auch die Wünsche und die Beziehungsdynamik, eventuell ist der Freund ja auch Teil des Problems. Und so wie dein Frend ist bestärkt er deine Muster, das mag jetzt gut sen um dich am Leben zu halten aber für Veränderungen setzt er dann eventuell immer wieder die falschen Reize. Ich glaube trotzdem das Beziehungen sowas aushalten können, aber nur wenn beide mit wachse, also sich verändern und das in einem ähnlichen Tempo. Wenn der eine so bleibt wie er ist dann eher nicht. Hinzu kommt halt noch, dass dein Frend eine Krücke für dich ist, er ist Teil deiner Problematik, also deswegen hast du ihn ausgesucht. Wäre das unabhängig davon und die Beziehung würde wegen deiner Problematik leiden sähe es anders aus. Da sklappt meiner Meinung nach also nur wenn ihr euch beide ändert und dann hinterher schaut, ob ihr euch in die gleiche Richtung verändert habt.

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