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Bindungsunfähigkeit bzw. Unfähigkeit, sich einzulassen

R'eizhende


Welcher Konflikt mit meinem Ex? Was meinst du?

dya}naeH87


Na, ein Teil von dir hängt da noch fest, ist mit der Trauer nicht durch, idealisiert und das belastet, durch den städnigen vergleich, auch die heutige Beziehung. Und natürlich belastet es jede weitere Beziehung mit Angst, denn wenn schon diese - so perfekte - Beziehung nicht gehalten hat, wie soll dann irgendwas halten? Dieser Gedanke macht es weitgehend unmöglich locker zu lassen und zu vertrauen und Sicherheit zu empfinden. Aus der Unsicherheit aber resultiert ja ein großer Teil deines Tanzes der es am Ende ruiniert.

Wenn du der Angst nicht nachgehst, sie aufspürst, ans Licht zerrst und dich damit beschäftigst, dann frisst sie alles was du versuchst dir aufzubauen.

RAeiz~ende


Aber inwiefern soll mir ein Gespräch mit ihm helfen?

dIana{e8x7


Na, du könntest deine Sichtweise ergänzen, nämlich um seine Sichtweise woran es gescheitert ist und wie die Beziehung so war und so. Es wäre dann kein mehr oder minder unabwendbares Ende mehr, sondern halt die logische Folge aus diesen und jenen Verhaltensweisen/Gefühlslagen/Bedürfnissen und und und. Es wird also kontrollibar.

r=r201x7


Welche Dinge?

Kleine Kinder sind ja noch ohne eigene Wertesysteme, quasi (weitgehend) wie ein unbeschriebenes Blatt, und was richtig und falsch ist, wird dann erlernt. Wenn die Mutter eine arge Narzisstin ist, dann lernt das Kind "richtig ist es, sich zu unterwerfen und meiner Mutter zu dienen" (denn wenn es das tut, ist sie ja glücklich, muss also richtig sein).

Von daher wird tief im hirn verankert "wenn ich mich unterwerfe und den Bedürfnisse anderer, speziell Personen die wie meine Mutter sind, diene, bin ich ein guter und wertvoller Mensch".

Wenn so jemand also jemanden findet, der der Mutter in diesen Mustern ähnelt, und er da auch wieder in das erlernte Muster (Unterwerfung, Minderwertigkeit) begeben kann, sendet sein Gehirn ganz massiv das Signal "das ist RICHTIG, tue das!!!"

Von daher fügen sich dann oft solche Bezieh7ungen zusammen.

Ob und inwiefern man da von "Liebe" sprechen kann, weiss ich nicht. Ich denke auch nicht, dass das eine Rolle spielt.

RceizPenxde


Na, du könntest deine Sichtweise ergänzen, nämlich um seine Sichtweise woran es gescheitert ist und wie die Beziehung so war und so. Es wäre dann kein mehr oder minder unabwendbares Ende mehr, sondern halt die logische Folge aus diesen und jenen Verhaltensweisen/Gefühlslagen/Bedürfnissen und und und. Es wird also kontrollibar.

Stimmt. Muss eruieren wovor ich da solche Panik hab.

Ob und inwiefern man da von "Liebe" sprechen kann, weiss ich nicht. Ich denke auch nicht, dass das eine Rolle spielt.

Warum spielt es keine Rolle?

Er hat seinen kompletten Urlaub mit mir verbracht. Den Job abgestockt. Ab Mai jetzt. Er ändert seine Pläne um bei mir zu sein, wenn ich leide. Er sagt er erträgt es nicht, mich so zurückzulassen. Er sagte mir aber, er macht das nicht, weil er unterwürfig sei, sondern weil er nicht will dass es mir noch schlechter geht. Ist das keine Liebe?!

rqr2*017


Weiss nicht was ich darauf antworten soll. natürlich ist er unterwürfig. Das ist doch kaum überehbar. Und es ist natürlich Teil der Unterwürfigkeit, Dir dies nicht als unterwürfig zu verkaufen.

Man ist etwas ratlos. Entweder Du begreifst diese ganzen Mechanismen und gehst dagegen an, oder halt nicht.

Insgesamt gehts darum, dass es Dir irgendwann mal besser geht, und dafür ist die Frage ob dieser eine Kerl Dich nun "auch liebt" oder "nur unterwürfig ist" wirklich vollkommen egal.

LIich-tAm7Horizonxt


Und es ist natürlich Teil der Unterwürfigkeit, Dir dies nicht als unterwürfig zu verkaufen.

Yepp.

DfieDo*sismachtxdasGift


Insgesamt gehts darum, dass es Dir irgendwann mal besser geht, und dafür ist die Frage ob dieser eine Kerl Dich nun "auch liebt" oder "nur unterwürfig ist" wirklich vollkommen egal.

:)z :)^

Reizende Du bist eine emotionale Switscherin, sicher auch aufgrund Deiner schwer steuerbaren Emotionen, bei denen es Dir schwerfällt zu differenzieren und negative Impulse kontrollierend auszuhalten.

Mir scheint, dass in Dir eine lange gesäte Wut, die eigentlich die Falschen trifft, in solchen Momenten aus Dir raus bricht.

Du hast den Ursprungskonflikt nie für Dich aufklären können, sondern weiter in Dir versteckt und nicht offen ausgetragen, den mit Deinen Eltern. Diesen überträgst Du in Deiner Partnerbeziehungen und lebst die erlernten Muster weiter. Du belohnst gutes und Dir wohlwollendes Verhalten (Elternverhalten), Du versinkst in tiefe Traurigkeit, Depression, selbstverletzendes Verhalten, wenn Du an Grenzen stößt, Dich wie das junge Kind unverstanden, unterdrückt und nicht akzeptiert fühlst in Deinen Wünschen/Ansprüchen.

Die Spirale wird sich für Dich immer schneller drehen, in der Du nach Anpassung und Gleichschaltung Deiner Wünsche vorangehst. Auch deswegen ist dieser Mann nur bedingt für Dich und Deine Weiterentwicklung geeignet.

Wenn Du Anteile Deines nicht aufgeklärten Konflikts überwunden hast (sofern Du die Therapie als ernsthaftes Angebot Deiner Probleme ansiehst), wirst Du in Deinem jetzigen Partner nur Deine Vergangenheit symbolisiert sehen, nämlich stellvertretend für Dein Kindsein (Versagen) mit Wut und negativer Energie sehen.

Er ist so wie ihr jetzt in eurer Dynamik zusammenlebt Dein Stellvertreter für all das was Du nicht überwunden hast. Du bleibst an der Stelle mit Deinen Konflikten, die ungelöst geblieben sind, somit auch die Wut, die nicht Kontrollfähigkeit Situationen friedfertiger und empatischer aushalten zu können.

dOanacex87


Stimmt. Muss eruieren wovor ich da solche Panik hab.

Guter Anfang. Go for it.

R8eizexnde


Also. Es ist die Angst, dass es rauskommt, dass es doch nichts so besonderes war. Nur eine Beziehung von vielen. Dass es sich für ihn auch abgenutzt hat. Dann will ich es gar nicht wissen.

Weiss nicht was ich darauf antworten soll. natürlich ist er unterwürfig. Das ist doch kaum überehbar. Und es ist natürlich Teil der Unterwürfigkeit, Dir dies nicht als unterwürfig zu verkaufen.

Hm.

Reizende Du bist eine emotionale Switscherin, sicher auch aufgrund Deiner schwer steuerbaren Emotionen, bei denen es Dir schwerfällt zu differenzieren und negative Impulse kontrollierend auszuhalten.

Was meinst du damit? Aber meine Widersprüchlichkeit fällt fast allen auf, die mit mir näher zu tun haben.

Mir scheint, dass in Dir eine lange gesäte Wut, die eigentlich die Falschen trifft, in solchen Momenten aus Dir raus bricht.

Du hast den Ursprungskonflikt nie für Dich aufklären können, sondern weiter in Dir versteckt und nicht offen ausgetragen, den mit Deinen Eltern. Diesen überträgst Du in Deiner Partnerbeziehungen und lebst die erlernten Muster weiter. Du belohnst gutes und Dir wohlwollendes Verhalten (Elternverhalten), Du versinkst in tiefe Traurigkeit, Depression, selbstverletzendes Verhalten, wenn Du an Grenzen stößt, Dich wie das junge Kind unverstanden, unterdrückt und nicht akzeptiert fühlst in Deinen Wünschen/Ansprüchen.

Die Spirale wird sich für Dich immer schneller drehen, in der Du nach Anpassung und Gleichschaltung Deiner Wünsche vorangehst. Auch deswegen ist dieser Mann nur bedingt für Dich und Deine Weiterentwicklung geeignet.

Wenn Du Anteile Deines nicht aufgeklärten Konflikts überwunden hast (sofern Du die Therapie als ernsthaftes Angebot Deiner Probleme ansiehst), wirst Du in Deinem jetzigen Partner nur Deine Vergangenheit symbolisiert sehen, nämlich stellvertretend für Dein Kindsein (Versagen) mit Wut und negativer Energie sehen.

Er ist so wie ihr jetzt in eurer Dynamik zusammenlebt Dein Stellvertreter für all das was Du nicht überwunden hast. Du bleibst an der Stelle mit Deinen Konflikten, die ungelöst geblieben sind, somit auch die Wut, die nicht Kontrollfähigkeit Situationen friedfertiger und empatischer aushalten zu können.

Also... bei einer SHG hab ich da jemand kennengelernt. Er fährt richtig auf mich ab. Aber ich blockiere näheren Kontakt, da er ja auch weiß dass ich vergeben bin. Es fällt mir nur grad ein, da er komplett das Gegenteil ist. Setzt mir viele Grenzen und behandelt mich wie eine erwachsene Frau. Alles blöd. Zum Glück ist bald das Gespräch.

dZanaex87


Also. Es ist die Angst, dass es rauskommt, dass es doch nichts so besonderes war. Nur eine Beziehung von vielen. Dass es sich für ihn auch abgenutzt hat. Dann will ich es gar nicht wissen.

Warum nicht? Weshalb ist es wichtig, dass diese eine Beziehung so absolut besonders und wichtig und einzigartig war?

R%e7izenxde


Weil ich ja auch einiges für ihn aufgegeben habe. Das ließ sich zwar partiell rückgängig machen. Aber das Wissen, dass es sinnlos war und es besser gewesen wär, ich hätte es nicht getan, ist durchaus wenig erfreulich. Und ich will nicht wissen dass es vielleicht doch nicht so was besonderes war! Das würde mein Weltbild erschüttern.

dqanae+87


Weil ich ja auch einiges für ihn aufgegeben habe.

Hast du es nicht aufgegeben um mit ihm zusammen sein zukönnen? Also weil du das wolltest und damit faktisch für dich? Und was heißt überhaupt "für ihn aufgegeben"? Hast du Kompromisse geschloßen oder bestimmte Optionen einfach nicht wahgenommen, weil du dich für andere Lebensoptionen entschieden hast?

Aber das Wissen, dass es sinnlos war und es besser gewesen wär, ich hätte es nicht getan, ist durchaus wenig erfreulich.

Wieso sinnlos? Hattest du denn keine gute Zeit mit ihm? Würdest du dich nicht immer fragen wie es gewesen wäre, wenn du es nicht versucht hättest, wenn du damals gleich geschmissen hättest? So wie du dich das jetzt oft fragst bei Wohnort und so?

Und was macht eine Beziehung eigentlich zum Erfolg?

Und ich will nicht wissen dass es vielleicht doch nicht so was besonderes war! Das würde mein Weltbild erschüttern.

Aber es ist ja gerade dein Weltbild an dem du krankst, wäre es nicht gut, wenn das erschüttert werden würde?

r6r20-17


Aber das Wissen, dass es sinnlos war und es besser gewesen wär, ich hätte es nicht getan, ist durchaus wenig erfreulich.

irgendwie spiegelt sich da genau das was die anderen Kerle machen bzw das was Du mit ihnen machst. Sie geben ja eine ganze Menge auf und wissen hinterher, dass es sinnlos war. Nun ist es für Dich eine nicht hinnehmbare Katastrophe, dass das evtl umgekehrt auch so gewesen sein könnte.

Letztlich sind also die Motive für das hängen am Ex in der Tat auch eher aufs Selbstwertgefühl und all das bezogen und weniger auf ihn selber.

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