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Bindungsunfähigkeit bzw. Unfähigkeit, sich einzulassen

R{eiz|ende


Meine üblichen Alltagsmechanismen hab ich ja noch...nein, keine identifizierbaren Auslöser. Einfach nur Leere, Kummer, Müdigkeit, Desinteresse an fast allem. Ich hab Freitag versucht, meinen Psychiater zu erreichen, aber er ging nicht ran.

Der Freund, den ich Samstag getroffen habe, schrieb mir, wie beeindruckt er ist, was ich trotz meiner Zustände die letzten Monaten schaffte. Ist es das? Ich habe doch eh keine Wahl. Wenn ich im Bett bleibe oder mir bessere Drogen besorge, stürzt das, was ich mir mühevoll aufgebaut habe, ein wie eine morsche Hütte im Sturm. Gut, das wäre wohl meine Wahl. Keine Option. Ich hasse diese Tage, wo ich schon morgens heule :°(

Die Kokainpfeife hat mich wieder entblockt. Nein, ich schreib ihm nicht. Das wäre mein Untergang.

dianaex87


Gutes Mädchen. Ich fürchte manchmal muss man durch solche Phasen durchgehen und sie als Teil der Genesung einfach akzeptieren. :-|

Riei8zendxe


Wenn es denn besser wird :°(

dban`a{ex87


Wird es. Das soll nun aber nicht heißen, dass du wie ein toter Käfer auf dem Rücken liegen sollst um darauf zu warten, dass es besser wird. Man kann/soll schon rumprobieren ob irgendwas Erleichterung bringt, aber den eigenen Zustand akzeptieren und hinnehmen das gerade nicht mehr aus aufstehen-fertig machen-arbeiten-ins bett fallen drinne ist, dass gehört manchmal einfach dazu.

RSeize3nde


Ich mache ja was...ich nötige mich, raus zu gehen (hab schon eine schöne Bräune erlangt), Leute zu treffen...aber ab Nachmittag wird es meist unerträglich.

d.anaxe8x7


Vielleicht brauchst du gerade was anderes? Alleine Fototouren machen oder Bilder malen, Musik machen oder sowas?

RXe;i|ze5ndge


Ich bin leider völlig unkreativ :-D ich versuche es nachher mit einer Radtour...das hilft mir oft. Und ich habe mir einen "Pflegehund" gesucht, den ich dann ab und zu betreuen kann. Ansonsten...der typische Filter, der über allem liegt. Du bist draußen und weißt, dass es gut ist, aber fühlst nur Leere.

Ich vermisse meine Mama :°( ist so lange her, dass wir zusammen wohnten, aber es war so tröstlich. Aber wenn ich sie anrufe hört sie meine Stimme und macht sich Sorgen. :°(

dianaex87


Radfahren klingt gut. Manchmal hilft es auch was kleines zu bauen oder sonst wie herzustellen, dann fühlt man sich nicht so ganz unfähig irgendwas zu schaffen, weil man ja ein Ergebnis sieht. Gibts nicht irgendwas zu renovieren oder so?

r&r201x7


Ich hatte früher oft Tage wo das einzige was mir aus meinem Simmungstief geholfen hat, war, mich mit irgendwem zu verabreden. Das war rückblickend eine ziemlich doofe und abhängige Strategie (aber hinterher ist man ja immer schlauer). Ein gewisser Durchbruch war in der Tat, zu entdecken, dass+wie ich einen Tag/Abend auch alleine verbringen kann, ohne dass es allzu übel wird, und ohne dass ich dabei auf andere angewiesen bin.

Sowas wie Pflegehund und Radtour klingt doch gut!

R6eizCende


Radfahren klingt gut. Manchmal hilft es auch was kleines zu bauen oder sonst wie herzustellen, dann fühlt man sich nicht so ganz unfähig irgendwas zu schaffen, weil man ja ein Ergebnis sieht. Gibts nicht irgendwas zu renovieren oder so?

Meine Gastherme muss befüllt werden... mache ich dann. Sonst...kleine Makel überstreichen. Guter Hinweis. :-)

Ein gewisser Durchbruch war in der Tat, zu entdecken, dass+wie ich einen Tag/Abend auch alleine verbringen kann, ohne dass es allzu übel wird, und ohne dass ich dabei auf andere angewiesen bin.

Wie denn? Früher hab ich lesen geliebt, stundenlang...inzwischen fehlt mir die Konzentration und Lust. Grauenhaft. :-|

r3r201x7


Wie denn?

ein wichtiger Bestandteil war wirklich einfach "ertragen". Durchstehen und feststellen, hinterher ist der Abend auch alleine vorbei gegangen, man hats überstanden und fühlt sich alles in allem auch nicht viel schlechter als wenn man mit irgendwem was unternommen hätte.

Konkret getan hab ich meistens einfach mit dem Auto durch die Gegend fahren ;-). Irgendeine nette Kleinstadt ansteuer, parken, bisschen spazieren gehen und wieder nach Hause fahren. Alleine in die Disco, ein Wasser trinken und in die Gegend gucken. Also, ich war eher ausser Haus unterwegs, aber halt ohne andere Leute dabei.

Mittlerweile Sport, Fahrrad, Kochen, netflix gucken..

R[eiz/enxde


Autofahren liebe ich...gute Idee. Könnte in die andere Stadt fahren, die hier angrenzt. Die ist hübsch ;-) und dabei ne Packung Kippen vernichten. Serien gucken hab ich auch entdeckt...im Moment Walking Dead mit meinem Partner. Trau mich nicht allein, habe Angst im Dunkeln, ohne Witz. Kochen...nützt nichts wenn ich null Appetit habe. Ich zwinge mich eher zum Essen und höre regelmäßig ich sei so schmal geworden in den letzten Wochen und Monaten, wobei ich überall Schwabbel sehe an mir, aber naja.

r[r201x7


Ja, ich würde an Deiner Stelle auch in die andere Stadt fahren, entweder mit dem Auto oder nachmittags mit dem Fahrad. Da kann man ja auch im See schwimmen. Danach dann in die D-Straße zu meinem Lieblingsitaliener D.V. und ein bisschen um den Block gehen und dann mir denken "ach war doch auch alleine ein netter Abend".

Ehrlich, da wo Du wohnst hat das Leben eine Menge zu bieten, das kann man auch alleine nutzen.

dranae58x7


Hörbücher hören finde ich gut, wenn ich nicht mehr die konzentration zum Lesen habe. Dabei stick ich meist ganz spießig, dann sind die Finger genug beschäftigt und das Hörbuch lenkt vom Grübeln ab.

S;h,ojo


Um eine Freundin zu zitieren: "Zum Hörbuch dann noch ein bisschen Musik, ein gutes Essen und ins Kino und nebenbei ein Pferd einreiten, und schon merkt man fast gar nicht mehr, dass es einem eigentlich scheiße geht." ;-D

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