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Bindungsunfähigkeit bzw. Unfähigkeit, sich einzulassen

K^lettUeFrpf"lanz]e8x0


Ich bin ja ein bisschen hin und her gerissen bei der jetzigen Beurteilung. Denn das Problem ist, dass es schwer ist herauszuklamüsern was die genaue Intention ist. Also ich kann völlig verstehen, dass man es doof findet, wenn der Partner keine Zeit für einen hat aufgrund der Tätigkeit. Ich umgehe dieses Problem einfach, in dem ich mit solchen Menschen keine Beziehung eingehen würde, also seien es Leute mit rollenden Schichten/Nachtschichten oder solchen die beispielsweise regelmäßig auf Montage oder Auslandsensätze gehen. Da passt es dann einfach nicht bzw. die Grundlagen sind nicht gegeben.

Aber dann kommt hinzu was meine Vorrednerinnen schon schön ausgeführt haben, die Frage ist ob dass das eigentliche Problem ist. Wenn du dich trennen willst, weil es aufgrund des Jobs nicht passt okay. Sollte dene Motivation aber sein, dass du versuchst ihn umzumodeln, dich zu spüren etc. dann nicht gut. Also es kann auch nicht das Ziel sein, dass du am Schluss einfach alles hinnimmst. Nur heißt das dann nicht ihn zu manipulieren etc. . Schwierig wie gesagt am einfachsten ist es mit Menschen wo es da nicht passt gar nicht erst zusammen zu kommen.

Aber wenn er das weiß kann er mich ausnutzen. Mein Vater sagt immer ich darf nie Männern zeigen dass sie mir wichtig sind... habe Angst dass mein Freund mich dann für diese Schwäche verachtet.

Auch hier gibt es kein schwarz und weiß. Klar kann das passieren, besonders weil du en Händchen hast für schwierige Menschen. Also bei dem Kokser würde ich das beispielsweise vermuten. Aber nicht jeder Mann ist so. Das ist das komplizierte, es gibt keine Generalregeln und Lösungen. Ich hab mich irgendwann von Frauen fern gehalten für die Beziehungen Machtkämpfe sind, das geht nämlich gar nicht.

dmanaex87


Diese Fragen kann ich verstehen und ich stelle mir selber solche Fragen auch, da ich ähnliche Sachen auch schon erlebt habe und nicht wirklich weiss, wo da die Grenze verläuft.

Da gibt es doch auch keine klare, statische Grenze. Das ist eine Frage von Kommunikation, Gründen, Dynamik, Möglichkeiten, individuellen Befindlichkeiten und und und. Es gibt doch keine offizielle Regelung was man erwarten/verlangen kann in einer Beziehung und wenn man das nicht leistet, dann ist man lieblos. ":/ ":/ ":/

Liebe kann man nicht im eigentlichen Sinne "beweisen" oder an bestimmten Parametern festmachen. Ich hab da eine echt zerstörerische Beziehung geführt, mit gegenseitigen Schlägen und soweiter, aber geliebt haben wir uns wohl. Es klappte nur auf anderen Ebenen nicht.

rkr20J17


Ja, aber gerade weil da die "objektiv klare Linie" fehlt, ist es ja umso schwieriger. Wichtig finde ich da vor allem nunmal den Aspekt "was will der andere WIRKLICH". Wenn man seinen Job (oder was auch immer) wirklich liebt, wäre es eher hinzunehmen, aber wenn man selber unzufrieden ist, aber nur zu faul oder feige nach Alternativen zu suchen, ist es schon blöd und irgendwie auch lieblos.

Also wenn z.B. ein Partner einen Job hat, der dem anderen wirklich zu schaffen macht, und den Job liebt, aber den Partner auch (sagen wir mal, er ist Stuntman oder Bombenentschärfer), dann ist das sicher schwierig.

rcr20O1x7


... und ich kann auch die Motivation zur Klärung der Frage voll und ganz nachvollziehen.

Generell besteht da ein diffuses Problem welches schlechte Laune verursacht.

Dann kann es sein, dass wirklich der Partner "doof" ist, weil ein anderes Verhalten "zu erwarten" wäre, und es kann auch sein dass am Partner alles ok ist, und ICH das Problem habe.

Dass die TE da ein Problem hat, ist sicher unbezweifelbar. Aber es kann ja auch Anteile von beiden Seiten geben. Also zu wissen "wo ist die Grenze" und welcher Anteil an der Sache ist MEIN Problem (damit ich daran dann arbeiten kann) finde ich schon wichtig.

Aber, wie gesagt, da finde ich halt primär relevant, was der andere wirklich will. Ober seinen Job wirlich toll findet und nicht verzichten mag, oder einfach zu träge ist was zu ändern.

rtr20t1x7


.. was ich aber für einen guten Ansatz halte, ist die Grundhaltung "ich will ritterlich sein und dem anderen helfen, zufrieden zu sein. Ich will meine eigenen Bedürfnisse hintenan stellen und zusehen, dass es ihm gut geht".

Beim Versuch, dies zu tun, merkt man ja sehr schnell, an welchen Punkten (in einem selber) man an seine Grenzen kommt.

d&anaqe87


aber wenn man selber unzufrieden ist, aber nur zu faul oder feige nach Alternativen zu suchen, ist es schon blöd und irgendwie auch lieblos.

Ach quark. Wenn du in deinem Sumpf versinkst ist das auch nicht lieblos im Sinne von "ein zeichen das du sie nicht liebst". Es ist schlicht ein Zeichen dafür das es dir gerade nicht gut geht und du keine Kraft hast für größere Aktionen. Nicht mehr, nicht weniger. Man muss auch nicht alles immer krampfhaft auf sich beziehen. Jedenfalls nicht, wenn man aufhören will sich im narzisstenkreisel zu drehen. Nicht alles steht irgendwie über drei Ecken im Verhältnis zu mir und so.

Wichtig ist erstmal wie mein Partner mit mir konkret umgeht. Behandelt er mich liebevoll, freundlich, offen, ehrlich, auf Augenhöhe, respektvoll? Sehr schön, dann dürfte das der Gefühlslage entsprechen. Alles andere ist normales Kompromisgerödel in einer Beziehung von zwei+X Personen die ihre verschiedenen Bedürfnisse irgendwie aufeiannder einstellen wollen und auch müssen, wenn sie zusammenleben wollen. Manchmal klappt das trotz aller Liebe nicht, manchmal klappt das super, aber die Liebe fehlt dennoch. Das ist nicht direkt verbunden, meist nicht einmal indirekt.

S]h(ojoo


.. was ich aber für einen guten Ansatz halte, ist die Grundhaltung "ich will ritterlich sein und dem anderen helfen, zufrieden zu sein. Ich will meine eigenen Bedürfnisse hintenan stellen und zusehen, dass es ihm gut geht".

Hä? Eine desolatere Beziehungsgrundlage als diese Grundhaltung kann ich mir zwar vorstellen, aber da wird es dann schon echt pathologisch.

K"lettRer$pflan2zex80


.. was ich aber für einen guten Ansatz halte, ist die Grundhaltung "ich will ritterlich sein und dem anderen helfen, zufrieden zu sein. Ich will meine eigenen Bedürfnisse hintenan stellen und zusehen, dass es ihm gut geht".

Ja ist ne dumme Idee, gerade wenn man Probleme mit seinen Grenzen hat. Also Leute die explodieren und die Grenzen der anderen übertreten haben ja nicht selten genau deswegen das Problem, weil ihre Grenzen immer überschritten wurden und sie die schlecht setzen können. So ein Ansatz führt dann gerade dazu, dass man irgendwann ausbricht und explodiert, weil man sich nicht mehr anders zu helfen weiß.

Wenn das:

Beim Versuch, dies zu tun, merkt man ja sehr schnell, an welchen Punkten (in einem selber) man an seine Grenzen kommt.

so einfach wäre, hätte die Te womöglich gar kein (so großes) Problem. Also wenn sie genau wüßte wo ihre Grenzen sind. Das Problem ist ja erstmal herauszufinden, was man wirklich empfindet und will. Das so zu versuchen hat sehr viel Explosionspotential.

LIichtA0mHHorixzont


Hat mich jetzt auch sehr irritiert.

LdichtAm)Horixzont


Bezog sich auf Shojo

Lric7htAmHoeriz;ont


Aber auch auf Kletterpflanze, wie ich jetzt nach Lesen des Beitrags feststelle. ;-)

rWr2x0t17


@ danae

Es ist schlicht ein Zeichen dafür das es dir gerade nicht gut geht und du keine Kraft hast für größere Aktionen

aber würdest Du das nicht als "blöd" bezeichnen? Also ich schon. Es ist kein guter Grund, an der Situation festzuhaloten. Ob es auch lieblos ist, ist noch eine andere Frage. Zumindest ist es dann legitim, den Partner dabei zu unterstützen, daran was zu ändern (in Gegensatz dazu wenn er die Situation so wie sie ist wirklich aufrichtig toll findet).

@ shojo

Du liegst im Irrtum. Größe zeigen ist immer, generell, auch für einen selber, das beste.

Man kann das natürlich nicht, niemand kann das (ausser Jesus), aber man merkt dann auch schnell, was die relevanten Punkte sind.

Zumindest zu versuchen, Größe zu zeigen, auch wenn man sie eigentlich (noch) nicht hat, kann aber auch eine Positivspirale in Gang setzen und einen tatsächlich größer machen.

Permanent an den eigenen (größtenteils nur vermeintlichen und teils pathologischen, speziell bei Leuten wie hier im Faden) Bedürfnissen zu klammern hingegen macht einen nur kleiner und bedürftiger (ist ja auch so ein Zen-Konzept.. Distanz vs. Anhaftungen).

SBhojxo


Du meinst das echt ernst, hm? Liebe Güte.

m5it+telg'rUobröhrxig


Permanent an den eigenen (größtenteils nur vermeintlichen und teils pathologischen, speziell bei Leuten wie hier im Faden) Bedürfnissen zu klammern

Wenn du deine eigenen Bedürfnisse nicht kennst bzw. nicht äußerst, schiebst du alle Verantwortung für dein Glück, deine Zufriedenheit deinem Partner zu. Ich würde das nicht wollen - ich kenne solche Leute aus meiner Kindheit, das sind die, die auf die Frage "was wollen wir spielen?" immer mit "sag du was" geantwortet haben. Das ist (für mich) keine Partnerschaft, sondern Alleinsein-mit-formbarem-Teigstück-als-Gegenüber. Ich bin ja mit meinem Partner zusammen, weil er er ist, mitsamt seinen Wünschen, Bedürfnissen, Träumen, die letztendlich seinen Charakter ausmachen und wegen dem ich mich verliebt habe.

Aber vielleicht sehe ich das auch zu extrem.

Ich stimme allerdings zu, dass es für einen Menschen, der sich selbst so schlecht abgrenzen kann und der keine Ahnung hat, welche seiner Bedürfnisse "normal" und beziehungsverträglich sind, verdammt schwer ist, hier eine sinnvolle Unterscheidung vorzunehmen zwischen "was ist ein legitimer Wunsch im Rahmen einer / dieser Partnerschaft" und "was erwächst aus meiner eigenen, ziemlich kaputten Psyche und wird vermutlich nie auf Dauer funktionieren" ":/

L>ichtAmHdo}rizoxnt


@ rr2017

.. was ich aber für einen guten Ansatz halte, ist die Grundhaltung "ich will ritterlich sein und dem anderen helfen, zufrieden zu sein. Ich will meine eigenen Bedürfnisse hintenan stellen und zusehen, dass es ihm gut geht".

Was hat das mit Größe zeigen zu tun? Das ist doch nur Rollenumkehr.

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