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Bindungsunfähigkeit bzw. Unfähigkeit, sich einzulassen

E#volu?zzexr


Aber wie weiß ich, dass es sich konkret für die Beziehung zu kämpfen lohnt?

Fühlst du das denn nicht?

R^eiz!endxe


Manchmal schon. Aber meistens ist da nur Leere. Ich zweifle sowieso dauernd an allem. Gibt es keine objektiven Kriterien statt so etwas Schwammigem wie Gefühle?

dOannae87


Nö. Aber eigentlich kämpfst du gar nicht nur für Beziehung sondern für dich. Du kämpfst dafür auf eine Basis für ein Leben zu kommen in dem es dich nicht ständig umhaut wie ein Grasstengel im Sturm. Ob die Beziehung das alles aushalten, daran wachsen oder daran zerbrechen wird kann dir niemand sagen. Aber ich kann dir versprechen, dass alles was du lernst in diesem Bereich dir für den Rest deines Lebens eine Bereicherung sein wird. Und das sollte dir jede verdammte Minute Kampf wert sein.

V+er9huexter


Oh Mann, wenn ich das lese werd ich wieder aggressiv. Was ist so schwer daran, dem Menschen den man angeblich LIEBT dieses auch ÜBERHAUPT MAL mitzuteilen? Wer die Fresse insoweit nicht aufkriegt, braucht sich nicht wundern, wenn er dann für jemand verlassen wird, der es tut. Dass es einer Pflichterfüllung gleichgestellt wird, finde ich ne recht traurige Aussage. Wo ist das Scheißproblem?! Er meint, und daher nehm ich ihm das nicht ganz so übel, dass es daran liegt, dass ich seine erste echte Beziehung bin und er nie diese verbale Romantik gelernt hat. Und er gibt sich ja Mühe und sagt auch nette Sachen. Aber das mit dem ILD macht mich zornig.

Du hast doch selbst Probleme damit, oder habe ich das hier falsch verstanden:

Aber wieso sagt er dann nicht mehr, wie sehr er mich liebt? Er hatte es einige Male von sich aus gesagt, aber ich nicht. Also ich hab es erwidert aber nicht selbst von mir aus ILD gesagt.

wenn Leute nicht das tun, was man von ihnen will

Bezahlst du ihn dafür? Eine Beziehung ist doch kein Angestelltenverhältnis!

Aber es ist doch scheiße, wenn die Bedürfnisse nicht erfüllt werden!

Woher kommen deine Bedürfnisse? Was ist mit seinen Bedürfnissen?

Aber wie weiß ich, dass es sich konkret für die Beziehung zu kämpfen lohnt?

Weiß man nie. Aber welche Alternative hast du? Einen neuen Partner suchen? Das wäre unlogisch. Dann stehst du nämlich wieder am Anfang.

Gibt es keine objektiven Kriterien statt so etwas Schwammigem wie Gefühle?

Wieso hast du, scheinbar, keine Gefühle? Ist das "Ich liebe dich" aus seinem Mund ein objektives Kriterium für dich?

Wofür brauchst du eine Beziehung? Nur für dich? Damit es dir gut geht? Das wäre eine schlechte Basis.

rJr2x017


Ich denke dann immer, ich bin der Person nicht wichtig genug.

Hinterfrage mal, ob Du das WIRKLICH denkst, ob das eine realistische Angst ist, oder eher so eine Stimme der Dämonen aus dem Hintergrund.

Das mit Zen wollte ich auch schreiben, aber hat danae ja auch schon getan. Das ist wirklich sehr sehr (sehr sehr) beschäftigenswert. Das Loslassen der Bedürfnisse, das Aufhören damit, ständig egozentrisch ums Ich zu kreisen, ist sehr befreiend. "Ich-Disanz" nennt man das.

Aber wie weiß ich, dass es sich konkret für die Beziehung zu kämpfen lohnt?

Zu kömpfen loht es sich erstmal einzig und allein um eigene Unabhängigkeit; darum, auch ohne Beziehung nicht in bedürftige, schlimme Zustände zu geraten. Funktionierende Beziehungen sollten dann eigentlich auch ohne "dafür kämpfen" laufen.

r?r20x17


Aber ehrlich gesagt dreht es sich auch im Kreis. Das hier sind die gleichen Themen wie in dem anderen Faden von wie-hiess-er-noch-gleich.

Es geht immer um starke eigene Bedürftigkeit und den Wunsch, andere zu finden, die diese komplett erfüllen, und Wut und Zorn, wenn der Verdacht besteht, dass sie das evtl nicht tun.

Das einzige was hilft ist die Bedürftigkeit unabhängig von anderen Leuten in den Griff zu kriegen. Teilweise wird man sie beheben können, teilweise wirst Du einfach lernen müssen, unglückliche mentale Zustände zu ertragen, ohne sie irgendwie zu kompensieren (mit Substanzen, aber vor allem mit anderen Menschen).

Je mehr man sie einfach auszuhalten lernt, umso besser wird alles andere auch. Kann auch eine aufwärts Spirale sein.

Man muss sich auch mal klar machen, dass es einige wenige, ganz fundamentale Kern-Ängste sind, nur ein oder zwei Aspekte überhaupt, und diese auch nur vollkommen neurotisch und ohne tatsächlichen realen Bedrohungscharakter. Und diese (an sich irrealen) Ängste prägen wie ein roter Faden das ganze Leben und haben enorme Zerstörungskraft. Soll man ihnen diese Macht wirklich zugstehen??

R&eizenxde


Ich war jetzt bei der Therapeutin. Sie hat gesagt, dass es sehr offensichtlich ist, dass ich Borderline habe, also starker Verdacht hierauf, und mir Hinweise und Möglichkeiten genannt. :°( und dass ich optimalerweise eine DBT machen soll. Oder, da es schwierig sei, "Leute wie mich" unterzubringen, Verhaltenstherapie.

Danae

Ich bewundere dich wirklich für deine Stärke. Ich weiß aber, dass ich diese auch habe. Es ist nur so scheiße schwer.

Verhueter

Du hast doch selbst Probleme damit, oder habe ich das hier falsch verstanden:

Ja, aber ihm ist das nicht so wichtig laut eigener Aussage. Er weiß wohl auch so, dass ich ihn liebe.

Einmal sagte ich zu ihm, dass er eine Enttäuschung für mich wäre. Das tut mir noch jetzt leid.

Woher kommen deine Bedürfnisse? Was ist mit seinen Bedürfnissen?

Keine Ahnung, sie sind da. Je schlechter es mir geht, desto drängender.

Seine Bedürfnisse, nun, ganz ehrlich, die interessieren mich eher sekundär.

Weiß man nie. Aber welche Alternative hast du? Einen neuen Partner suchen? Das wäre unlogisch. Dann stehst du nämlich wieder am Anfang.

Das stimmt. Aber mit ihm fühle ich mich so wohl wie kaum in meinem Leben bisher.

Wieso hast du, scheinbar, keine Gefühle? Ist das "Ich liebe dich" aus seinem Mund ein objektives Kriterium für dich?

Wofür brauchst du eine Beziehung? Nur für dich? Damit es dir gut geht? Das wäre eine schlechte Basis.

Es beruhigt mich, weil ich weiß, ich bin ihm wichtig. Aber er sagt immer, es zählen Taten und nicht leere Worte.

Natürlich brauche ich genau dafür eine Beziehung, wofür sonst?

rr2017

Hinterfrage mal, ob Du das WIRKLICH denkst, ob das eine realistische Angst ist, oder eher so eine Stimme der Dämonen aus dem Hintergrund.

Ich weiß nicht. Ob es realistisch ist.

Aber ehrlich gesagt dreht es sich auch im Kreis. Das hier sind die gleichen Themen wie in dem anderen Faden von wie-hiess-er-noch-gleich.

Willgesundsein. Ja, so ist das schweren Fällen. Wenn du es als so sinnlos empfindest zwingt dich keiner, hier zu schreiben. So einfach geht das eben nicht.

R@ei_zendIe


Und zu meinen Gefühlen - ich weiß doch nicht, was ich fühle. Manchmal denke ich, ich liebe ihn, meist ist da nichts. Oder Hass oder Wut. Aber meistens Leere. Keine Ahnung. Ich fühle mich aber wohl bei ihm. Und ich vertraue ihm auf eine ganz besondere Weise. Das fühlt sich schön an.

Nur diese Panik vor dem Verlust ist allgegenwärtig und unerträglich.

djanLaex87


Borderline ist nun nicht wirklich ne rasende Überraschung, so als verdachtsdiagnose. Das ist ja nun aber kein Weltuntergang. Oder wäre es nicht, wenn es sich denn im Rahmen einer richtigen Diagnostik bestätigen würde.

Und DBT und Verhaltenstherapie sind gute Ansätze. Also DBT ist ja eine Unterkategorie von verhaletenstherapie. Ich hatte DBT in Auszügen in der Verhaltenstherapie und noch Trauma und tiefenpsychologie. Alles zusammen war ein Weg. Kein Grund den Kopf in den Sand zustecken sondern eine Richtungsangabe. Immerhin weiß man dann wohin es gehen kann, ist doch gut.

RZeiVzenxde


Ich hatte einfach gehofft, dass es sich in Wohlgefallen auflöst. Aber ja, es ist keine rasende Überraschung. 😶😣

Die richtige Diagnostik kommt ja noch. Sie hat mir teilstationär empfohlen. Wenn ich das beruflich hinkriege, würde ich es wohl probieren. Sie hat mir auch Mut gemacht. Ich will so dringend eine echte Therapeutin. Das ist so schön. Dieses Verständnis. Ich werde mein Bemühen nach Therapie (habe einigen auf den AB gesprochen aber zurückrufen ist wohl Zuviel verlangt %-| ) intensivieren. Das scheiß Borderline geht ja nicht von selbst weg.

r<r1201O7


überrascht Dich das, mit "borderline"? Daran gedacht hatte ich auch schon, aber mit Laiendiagnosen bin ich da auch lieber vorsichtig.

Typisch ist da ja auch genau die von Dir beschriebene Ambivalenz in Beziehungen (zumindest nach dem, was ich da so gelesen hab). Gleichzeitig die Sehnsucht nach quasi symbiotischer Nähe und gleichzeitig dem Vertreiben des Partners.

ryrg201x7


aaaber.. es geht voran. Das ist doch gut!

VSerhvuetxer


Natürlich brauche ich genau dafür eine Beziehung, wofür sonst?

Um den Partner glücklich zu machen?!

Wie lange kennt ihr euch eigentlich schon und wo habt ihr euch kennengelernt?

Was hast du in deiner Singlezeit gemacht/unternommen?

RYeizexnde


Um den Partner glücklich zu machen?!

An Altruismus glaub ich nicht.

Wir kennen uns knapp drei Monate. Ich war...lange nicht mehr Single.

R ei-zeend>e


Aber als ich Single war - puh, parallel Männer gehabt, am WE ONS, Drogen, Suizidalität.

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