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Meldeverhalten in Beziehung

GFraxógraZxn


Ich würde mir wünschen, dass mehr von ihm kommt.

Ich kenne ja alle Fäden zu dieser Beziehung mit dem Selbständigen. Und die zu der vorigen Beziehung mit dem Sexmuffel. Und der vorvorigen mit dem Faulenzerkiffer. Und der vorvorvorigen mit dem unangenehmen Raucher. Der Punkt ist doch, dass du dir immer wieder Männer erwählst oder dich von ihnen erwählen lässt, die deinen Ansprüchen nicht genügen. In diesen Beziehungen verharrst du auch dann noch, wenn du schon längst erkannt hast, dass dich der jeweilige Mann nicht glücklich macht.

Dabei geht es in meinen Augen sehr viel weniger darum, ob die Männer ihr Verhalten anpassen sollten, um dich glücklich zu machen, sondern sehr viel mehr darum, warum du dein Gespür dafür, was und wer dir gut tut, so ignorierst.

Du bist nach all den Jahren immer noch auf der Suche nach einer Anleitung, um eine Beziehung auf die richtige Art und Weise anzubahnen und zu führen. Dabei kann es so eine Anleitung nicht geben, weil Menschen ganz verschieden sind. Warum versuchst du mittels der Antworten fremder Menschen der vermeintlichen Lösung näher zu kommen, anstatt endlich mal auf dich selbst, deine eigene Gefühle und Bedürfnisse, zu hören?

Hwancxa


Dabei geht es in meinen Augen sehr viel weniger darum, ob die Männer ihr Verhalten anpassen sollten, um dich glücklich zu machen, sondern sehr viel mehr darum, warum du dein Gespür dafür, was und wer dir gut tut, so ignorierst.

Graógramán ich finde, Lostgirl sollte mal ihre Bedürfnisse überprüfen.

Das ist doch kein erwachsenes Verhalten, wenn das Glück von solchen Kleinigkeiten wie dem Meldeverhalten abhängt. Irgend etwas ist ja immer.

Er nennt keinen neuen Termin beim Abschied, er stellt sie nicht gleich seinen Eltern vor, er hat sie erst spät in seine Wohnung eingeladen, den Beziehungsstatus nicht gleich erklärt.......usw.

Das alles beschäftigt Lostgirl so sehr, dass sie dafür in einem Forum um Rat fragt. :|N

H6anc[a


Das mit der Verlustangst ist richtig. Und ich versuche an ihr zu arbeiten, aber es ist schwierig.

Lostgirl, du bist Anfang 30?

Du solltest mal so langsam an deinem Selbstwertgefühl arbeiten.

Dann wird sich auch deine Angst legen.

L<ostg(irl_x85


@ Hanca

Das alles beschäftigt Lostgirl so sehr, dass sie dafür in einem Forum um Rat fragt.

Ist dafür dieses Forum nicht auch da?

Du solltest mal so langsam an deinem Selbstwertgefühl arbeiten.

Klingt einfacher als gemacht, ich weiß nicht WIE ich das machen soll, sonst würde ich hier wohl auch nicht nachfragen.

Lrostguirl_k85


@ Graógramán

Es ist nicht so, dass mein derzeitiger Partner meine Bedürfnisse nicht befriedigt.

Den - meine Verlustangst wird niemand befriedigen können, auch nicht mein Partner.

Er gibt mir etwas weniger, als ich mir wünschen würde - ja. Aber bei ihm habe ich das Gefühl, dass es eine sehr reife und lange Beziehung werden könnte, weil sie sich langsam aufbaut, und als würde er mir die Chance geben, an mir und meiner Verlustangst zu arbeiten. Für mich erscheint das mit ihm wie eine Chance.

HXanca


Klingt einfacher als gemacht, ich weiß nicht WIE ich das machen soll, sonst würde ich hier wohl auch nicht nachfragen.

Es ist möglich, dass du schon in der Kindheit zu wenig Vertrauen in dich selbst mitbekommen hast.

Das könnte man in einer Therapie aufdecken und bearbeiten.

Ansonsten gibt es unzählige Ratschläge im Internet:

[[https://www.psychotipps.com/Selbstvertrauen.html]]

GXraKógrxamán


Es ist nicht so, dass mein derzeitiger Partner meine Bedürfnisse nicht befriedigt.

Den - meine Verlustangst wird niemand befriedigen können, auch nicht mein Partner.

Er gibt mir etwas weniger, als ich mir wünschen würde - ja. Aber bei ihm habe ich das Gefühl, dass es eine sehr reife und lange Beziehung werden könnte, weil sie sich langsam aufbaut, und als würde er mir die Chance geben, an mir und meiner Verlustangst zu arbeiten. Für mich erscheint das mit ihm wie eine Chance.

Natürlich ist alles sehr viel leichter, wenn man voller Selbstvertrauen und Selbstsicherheit in sich ruht. Und daran solltest du, meiner Meinung nach, dringend arbeiten. Du hast es verdient, dass es dir gut geht, ehrlich. Das alleine hinzukriegen ist aber nicht in jeder Situation leicht. Wenn du das noch nicht getan hast, würde ich an deiner Stelle mal darüber nachdenken, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Weil man es manchmal einfach braucht, dass einen jemand an der Hand nimmt und dabei hilft wieder stabilen Boden unter den Füßen zu bekommen.

Weil: Wenn man selbst nicht halbwegs stabil ist, ist es, denke ich, auch sehr schwer eine stabile Beziehung auf dieses Fundament zu setzen. Wenn du die Beziehung zu deinem Freund als etwas Gutes mit Perspektive empfindest, dann bleib dabei. Verliere dich aber beim Ausloten, was wirklich deine Bedürfnisse sind und wo du aus Verlustangst übersteuerst, nicht aus den Augen, ja?

Ich bin mir auch nicht ganz sicher, wie hilfreich deine Threads für dich wirklich sind. Weil du dann zwar mit den Einstellungen und Empfindungen anderer Menschen konfrontiert bist und diese mit deinen eigenen abgleichen kannst, aber du lernst dadurch ja noch lange nicht, was du wirklich brauchst, um glücklich und zufrieden zu sein. Im Gegenteil habe ich ein wenig das Gefühl, dass du dich teilweise verunsichern lässt, ob deine Empfindungen, so wie sie jetzt sind, überhaupt in Ordnung sind.

Selbst glaube ich nicht, dass es besonders zielführend ist gegen vorhandene Gefühle anzukämpfen. Es ist erst mal, wie es ist. Nimm dich so an, ich bin mir sicher, dass du als Mensch voll in Ordnung bist :)_ Irgendwelche Defizite und Baustellen hat jeder. Versuch vielleicht mal den Fokus von dem, wo noch Verbesserungsbedarf ist, Richtung dem, worin du gut bist, zu verschieben. Achte ganz bewusst auf deine Stärken, erkenne deine Begabungen an, nehme gute Dinge bewusst wahr und wenn es dir hilft, notiere sie vielleicht auch. Ich glaube, das könnte dir helfen deine Negativspirale durchbrechen. Und eben auch dabei dich selbst als defizitäres Mangelwesen zu empfinden.

L8i&llien)84


Also ich kenne keinen Mann der am Anfang einer Beziehung schon einen Schritt zurück geht. Ich brauche dieses tägliche nicht als Beweis. Aber ein verliebter Mann meldet sich jeden Tag. Ich kenne das nur so, dass man meist schon mit einer guten Morgen Nachricht geweckt wird und das über den ganzen Tag so geht. Mir ist das oft too much aber ein verliebter Mann ist nicht sehr zurückhaltend und diskret. Die sind da einfacher gestrickt als wir Frauen und zerdenken nicht alles. Mann ist verliebt in die Frau-denkt ständig an Sie-zeigt es ihr.

Einfordern bringt da nichts. Entweder er ist es oder nicht. Ich möchte keinen Mann nach drei Monaten um Aufmerksamkeit betteln müssen.

ZAyd2a


Ich persönlich kann das sehr gut verstehen.

An manchen Tagen, zB nach einem stressigen Tag im Job - wo ich eh dauernd reden , erklären, antworten muss bin ich tw. wahnsinnig froh, dass ich ein paar Stunden Ruhe habe , besonders wenn mir dann noch andere Sachen durch den Kopf gehen.

Dann will ich mitunter auch nicht mehr sms-en oder Telefonieren...das hat nichts damit zu tun dass ich jemanden gerade nicht sprechen will- sind ja meist Leute die man mag.

Es ist eher so, dass ich in dem Moment GAR nichts und niemand mehr zuhören will, mich auf das gehörte einstellen, mich reindenken, einfühlen , dann dementsprechend antworten will....bzw. KANN.

Als wär mein Maß für hören und sprechen an dem Tag einfach völlig verbraucht.

Da entsteht aus Erschöpfung manchmal so ein richtiger Unwillen, was anderes zu hören als den Fernseher, der erwartet ja kein aktives Zuhören und antworten...

So als wäre man so dermaßen ÜBERVOLL was Kontakt in jeglicher Form angeht, weil man eh den ganzen Tag den unter Umständen nervigsten und kompliziertesten und umständlichsten Wortschwällen von allen möglichen Leuten folgen musste .

Ich will dann einfach Stille, nicht mehr auf Knopfdruck zuhören, mich darauf einstellen und antworten müssen, sondern endlich mal den Mund halten, meinen Gedanken nachgehen können und nicht ständig "auf Abruf " freundlich, gut gelaunt, interessiert, kompetent und verständnisvoll kommunizieren müssen....

So ein Tag mit 12.5 Stunden in denen man jederzeit auf Klingeln losrasen und jedem zur "Verfügung stehen" und teilweise von immer den selben /ähnliche Leuten, die selben/ähnlichen Fragen beantworten muss, die unter Umständen auch mal mehrfach bis zum Umfallen immer wieder neu gestellt werden, weil die Antwort nicht gefällt etc etc...

Oder man wird vor der eigentlichen frage erst mal mit zig Erklärungen zugeschwallt, die eigentlich so gar nicht wirklich relevant sind....wenn man denn dann endlich zum Antworten kommt , komme noch zig Aber, Wenn, und noch mehr Details ...manchmal können Klienten /Kunden halt anstrengend sein.

Ob das jetzt in nem Job vorwiegend übers Telefon läuft, oder im direkten Verkauf, in irgendwelchen Beratungs- Tätigkeiten oder im Krankenhaus...ich kann mir vorstellen dass es manchen abends ähnlich geht...

Ist mir schon passiert dass zB ein Freund anrief und mir dann begeistert erzählt er hätte diese und jene CD gekauft, weil die Band gerade wieder XYZ, er wäre dort und da gewesen und hätte durch Zufall diesen Laden entdeckt ....

Und wenn man dann sagt, sorry, ich kann nicht mehr folgen, ich bin so kaputt, ich will nur noch auf die Couch...heißt es: " ich wollte dir nur kurz erzählen, kann ja nicht wissen das das für dich so eine Belastung und nervig ist mit mir zu reden...."

Ich verstehe die Begeisterung ja, aber das Gegenüber ausgeruht, an seinem freien Tag und ganz erfreut, leider oft nicht wie mein Tag war und wie "maulfaul" ich im wahrsten Sinn des Wortes bin....da antworte ich lieber nicht und man möge glauben ich sei eingeschlafen, bevor ich dann vielleicht auch noch diskutieren muss ob mein Ton wirklich "nur müde" oder "genervt und unhöflich" war und ich mir noch anhören kann ich solle "meine Laune nicht an anderen auslassen"....

Jemanden anzurufen, nur im seine Begeisterung unbedingt irgendwo anzubringen, ohne Rücksicht auf dessen Befindlichkeit, ist in meinen Augen auch unhöflich, aber das gilt bei manchen eben nicht...

Somit bin ich dann abends eben nicht mehr erreichbar.

Z}ydna


Ein weiterer Punkt ist auch, manche Menschen brauchen einfach mal ne Tag oder wenn man arbeitet eben abends einfach ein paar Stunden nur für sich.

Oder sind es eben gewohnt, tageweise alleine zu sein und damit auch zufrieden, weil man sich gut alleine beschäftigen kann und es nicht gewohnt, sich quasi unbedingt mehrmals täglich melden zu "müssen" , so als unausgesprochene Regel....

Vielleicht kommt es drauf an ....umso älter man wird und je mehr man in Job, Haushalt, Freundeskreis, Hobbies herum jongliert, zählt qualitativ verbrachte Zeit einfach mehr als quantitativ dreizehn sms pro Tag mit mindestens drei Herzen.

Ohne dass man deswegen nicht an andere denkt, sie weniger mag, man hat nur nicht das Bedürfnis sich in jeder freien Minute zu melden, ständig Fotos und Smileys zu schicken ,oder X mal nachzufragen was gerade los ist um sozusagen deutlich und per Verlauf bestätigbar Interesse am Leben anderer zu zeigen.

Von wegen Abschalten, Hobbies etc:

Beim Zocken zB. würd ich auch nicht mittendrin pausieren und im Endeffekt vlt ne halbe Stunde ran hängen und die Ini ist vorbei... ;-D

L?ill`ixen\84


Eine Beziehung sollte aber ein erholsamer Ort sein, der einem nach dem stressigen Tag Freude bereitet und Kraft spendet. Bei dir klingt es wie ein Zweitjob. Klar gibt es mal Tage an denen man Abends heim kommt und nichts mehr hören&sehen will und einfach nur seine Ruhe will. Das doch aber die Ausnahme?! Gerade nach drei Monaten möchte man doch nach einem stressigen Tag als erstes von seiner/m Liebsten hören die/der einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Evtl.empfindet man es Aber doch so unterschiedlich. 8-( ":/

Cnote0Sauxvage


Evtl.empfindet man es Aber doch so unterschiedlich.

Genau so ist es. Da gibt es kein "soll" und kein "man". Es kommt nur darauf an, dass beide in dem Punkt (Nähe) ähnlich ticken.

Es regeneriert sich zB nicht jeder von Berufsstress durch Kontakt mit dem Partner. Und manche Menschen nervt es, wenn sie zu Ritualen gezwungen werden wie jeden Tag eine SMS, jeden Mittag einen Anruf, jeden Freitag Blumen mitbringen.

Außerdem schreibt die TE selber dass sie "Verlustangst" hat. Ihr Verhalten beruht also auch darauf (und Verlustangst ist nichts Normales a la "der eine ist halt so, der andere so") und nicht nur darauf dass sie ein anderer Typ Mensch ist als ihr Freund.

D:ieDos$ismac}hZtdNasGixft


Die Probleme, wie sie hier geschildert wurden, haben nach meinem Eindruck eher weniger mit dem aktuellen Partner der TE zu tun. Er bleibt bei sich, sagt deutlich, was für ihn derzeit vorstellbar ist und was nicht.

Er ist erst seit kurzem nach einer Trennung in die Selbstständigkeit seines Jobs eingestiegen, deshalb ist für ihn klar, dass er sich zeitlich (aktuell) in mehr als dem Bereich Liebe und Kennenlernphase aktiv einbringen muss. Dass stark verliebten Menschen jede gemeinsame Minute und Stunde wertvoll ist, die beide zusammen verbringen können, umso mehr, wenn Zeit eine sparsame Ressource ist, halte ich für normal.

Was mir jedoch öfter aufgefallen ist, dass eher ruhige und weniger selbstbewusste Frauen sich zu einem besonders autarken, dynamischen und vielseitig interessierten Männern hingezogen fühlen. Sie erwarten dann, dass er seinen Ehrgeiz, der im Job und ihm wichtigen Themenfeldern ebenso, wenn nicht sogar noch höher ist, wenn es um das Liebesgefühl in Bezug auf die Partnerin geht. Da wird keine Steigerung ausgeschlossen, damit alles noch schöner und intensiver wird. Ebenso seine Vorschläge und Ideen, die das gegenseitige Kennenlernen unvergesslich werden lassen.

Viel Engagement und gemeinsam verbrachte Zeit, als Anspruchshaltung wird gleichgesetzt mit einem starken Interesse an der eigenen Person und das Werbeverhalten als Grad der Liebesfähigkeit des potenziellen Partners angesehen.

Hier treffen die ersten gegensätzlichen Ansprüche/Bedürfnisse aufeinander und führen zum argwöhnischem Beobachten jeder Reaktion des Mannes, suchen nach Interpretationshilfen, welche die vorhandene hohe Verlustangst weiter befeuert.

Mit jedem Scheitern in Sachen Paarbeziehung und Kennenlernphase wird der innere Druck größer, ebenso die Frage nach dem Warum, es wieder nicht funktioniert hat. Die eigenen Selbstzweifel, das Misstrauen in den Mann als solchen setzt diese ungesunde Dynamik in Gang, wenn sie als Frau nicht alles gibt und dran bleibt, einfordern und schnelles anpassen, ist dieser Mann wieder weg. Empfundene Defizite aus Vorbeziehungen sind schnell erneut präsent und der Vergleich ähnlich empfundener Situationen/Gefühle lösen große Panik aus.

Diesen Kreislauf gilt es zu durchbrechen, damit sich dieses Gefühl des Scheiterns nicht als Angstgefühl weiter verfestigt und harmonische Phasen einer beginnenden Beziehung emotional einschränkt und durch das eigene Verhalten erdrückt.

p_arakzell"nus`s


Des is alles ein Schmarrn. Lost Girl sagt doch selbst, dass alles nun langsam wächst. Daraus eine abstruse Abhandlung zu verfassen ist doch nicht notwendig. Wenn eine Stecknadel auf der Treppe liegt, dann kann man sie ruhig entfernen, oder aber ein Riesendrama draus machen, weil da eine Todesnadel die Welt bedroht.

GJraógoramán


Huhu Lostgirl_85, falls du magst, ich würde mich über ein Update freuen, wie es mit dir und Mr. Selbständig weitergegangen ist @:)

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