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Traurig obwohl selbst Beziehung beendet

m2aumsmau+s1 hat die Diskussion gestartet


Grüß euch,

ich habe gestern mit meinem Freund Schluss gemacht, weil ich nicht mehr in ihn verliebt war. Die Entscheidung dazu fiel mir wirklich überhaupt nicht leicht. Wir waren erst 3, 4 Monate zusammen, es ging alles sehr schnell, inklusive Kennenlernen der Familien. Ich war anfangs wahnsinnig verliebt, seit einem Monat ist das aber immer weniger geworden, mich hat einiges genervt, ich hatte zu wenig Freiraum (bis dahin waren wir praktisch ständig zusammen, was ich ebenso wie er wollte), ich habe irgendwann die körperliche Nähe, sogar Küssen nicht mehr gewollt. Ich empfand nur mehr Freundschaft. Zuletzt hatten wir recht wenig Kontakt, ich habe mich zurückgezogen, um meine Gedanken zu ordnen und mir über alles klar zu werden. Ich wollte es noch einmal probieren, aber habe eingesehen, dass ich das nicht kann. Wie soll das gehen, wenn ich ihn partout nicht küssen will/kann, weil ich ihm gegenüber wie eine Schwester empfinde. Also hab ich ehrlich mit ihm darüber geredet, und er war wirklich geknickt, hat auch geweint. Ich weiß, das ist egoistisch, aber ich bin selbst so traurig. Nicht darüber, dass ich Schluss gemacht habe, sondern weil er so wahnsinnig traurig ist. Ich wollte ihn nie verletzen, aber das ist halt zwangsläufig so, wenn der eine einen noch liebt... ich mag ihn als Mensch wirklich total gerne und will ihn nicht verlieren, habe ihm aber auch gesagt, dass er sich den Abstand nehmen soll, den er braucht. Er meinte auch, er wüsste nicht, wie er mit mir nur befreundet sein soll, mich sehen, aber nicht berühren dürfen. Ich fühle mich schrecklich, weil ich ihm das angetan habe. Es war auch meine erste Beziehung. Sie war kurz, aber in der Zeit, in der alles gepasst hat, wunderschön und sehr intensiv emotional. Jetzt fühle ich mich aber zwar einerseits erleichtert, andererseits ist mir furchtbar schwer ums Herz, ich kann mich auf nichts konzentrieren und muss immerzu an ihn denken. Es bringt mich um, zu wissen, wie schlecht es ihm geht, ich ihn aber nicht trösten kann.

Antworten
m"auZsmbausx1


Zudem habe ich auch irgendwie Angst davor, wie mein Umfeld reagieren wird, eben weil es nur so kurz war, obwohl es gleich so ernst ausgesehen hat. Davor, dass sein Freundes- und Familienkreis mich jetzt hasst, sie haben mich alle so freundlich aufgenommen. Und auch davor, dass meine Eltern enttäuscht sind. Sicher ist es mein Leben und meine Eltern sind sehr klug. Aber sie hatten sich auch so für mich gefreut, weil ich "endlich mit 20" (auch wenn sie das niemals zugeben würden) einen lieben Freund hatte, den sie auch sehr mochten...

R!alph_*HH


Du bist jung und das eine erste Beziehung schnell wieder in die Brüche geht, ist normal. Was man will und was man von einem Partner erwartet, lernt man erst mit der Zeit und irgendwann findet man auch den Partner für's Leben. Also Schwamm drüber. Dass man jemanden attraktiv findet, sich verliebt und dann nach einer Weile, wenn man sich besser kennen lernt merkt, dass es doch nicht passt, ist völlig normal.

Dass es Dir schlecht geht ist auch normal. Du hast eine schöne Zeit erlebt mit einem lieben Menschen. Du trauerst der Zeit hinterher und weißt, dass dieser liebe Mensch nun auch traurig ist. Es ist doch eine schöne Eigenschaft, dass er Dir nicht auf einmal komplett egal ist. Aber ihr werdet beide darüber hinweg kommen, ganz sicher!

pFaraz_ellnusxs


Manchmal passt es eben auf längere Sicht gesehen nicht. Das ist halt so. Dass dein Freund nun traurig ist, das liegt halt an der Natur von Trennungen. Einen erwischt es meist stärker. Und du? Du hast letzten endes das richtige getan. Er kann sich nach einer Zeit der Trauer wieder erholen und neue Wege gehen. Ihr werdet das schon schaffen.

Und mach dir keinen so großen Kopf, dass du schuld seist. Das ist ein Schmarrn. Wenns nimmer hinhaut, dann kann man das auch net übers Knie brechen. Das ist dann halt so.

Viel Glück euch beiden. Auch wenns weh tut.

mGausmxaus1


Danke für eure netten Beiträge, wie kann man nur so richtige Worte finden? Trotzdem bin ich so tieftraurig, ich erkenne mich gar nicht wieder. Ich kann an nichts anderes mehr denken. Eine Beziehung mit ihm will ich nach wie vor nicht. Aber - und so egoistisch es klingt - ich würde mich gerne in seinen Armen ausheulen, mich trösten lassen. Ich habe momentan niemanden um darüber zu reden und fühle mich einsam. Komisch, die letzten Tage hatte ich den Beschluss bereits gefasst, unser Treffen aber hinausgezögert und war sehr motiviert und habe mich mit viel Sport und Produktivität abgelenkt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich nach der Trennung schlechter fühle, vor allem weil ich mich wie befreit fühlte, als mir klar war: ja, ich werde mich trennen. Eigentlich dachte ich, ich würde super glücklich sein und hatte deswegen schon Gewissensbisse. Aber ihn gestern so traurig zu sehen.... Ich werde die nächsten Tage wohl auch noch mal zu ihm müssen um meine Sachen abzuholen. Habt ihr Tipps, wie ich mich da am besten verhalten soll? Extra distanziert, um es ihm nicht noch schwerer zu machen?

w~olfs/teppexn


Hallo Maus,

zuerst einmal Kompliment zu Deiner ehrlich wirkenden Art, wie Du schreibst.

So platt das auch klingt, so ist leider das Leben. Man lernt sich kennen, mag sich, mag sich immer mehr und verliebt sich.

Und merkt irgendwann, dass es irgendwie doch nicht so ganz passt. Ohne das vielleicht konkret an Verhaltensweisen oder Erlebnissen fest machen zu können. Es fehlt einfach etwas oder fühlt sich nicht richtig an.

Wenn einer von Beiden das Gefühl hat, dass sich das auch nicht mehr ändert, dann ist es besser einen Schlussstrich zu ziehen. So weh das auch tut, vor allem demjenigen, der derjenige ist, der die Trennung nicht wollte.

Ihr seid ja erst kurz zusammen gewesen, besser jetzt, als sich zu quälen, zu verbiegen, etwas vorzuspielen.

Ich kann auch gut verstehen, dass Du das Gefühl hast, ich möchte jetzt in seinem Arm liegen, weil das halt der Mensch ist, der mich die letzten Monate so intensiv berührt hat.

Mein Rat: Lass das bitte. Du hast einen Entschluss gefasst, Dein Leben ohne ihn als Partner zu führen und dazu solltest Du jetzt auch stehen. Jedes Miteinander wird in ihm den Gedanken spriessen lassen und die Hoffnung "vielleicht geht es ja doch noch".

Ihm zuliebe und letztlich auch Dir zuliebe: vermeidet Kontakt, dazu ist es zu frisch und zu früh.

So hart es auch klingt: Du wolltest es so und dabei sollte es auch bleiben. Alles andere tut nicht gut.

Du solltest Deine Zeit anders füllen als mit ihm. Er wird ansonsten Deine Kontaktversuche als andere Signale werten.

Zieh Dich ihm zuliebe (und letztlich auch Dir zuliebe) zurück.

Alles Gute für Dich und natürlich auch für ihn

wolf

wColfst^epwpen


vergessen....

Sachen holen muss natürlich sein, aber da sollte er, falls möglich, nicht dabei sein.

mOaus m augs1


Hallo wolfsteppen,

danke auch für deine Worte. Es ist mir klar, dass kein Kontakt besser ist, ich würde ihn jetzt auch niemals anschreiben, für mich ist die Beziehung zu Ende, definitiv. Es war mehr theoretisch gemeint, dass ich halt gerne mit jemandem ganz offen reden würde, denn ich habe gerade niemanden. Ich habe keine richtig guten Freunde in der Nähe, meine Eltern will ich damit nicht belasten. Während der letzten Monate war er meine Bezugsperson sozusagen, ein wahrer Freund, mit dem ich über alles reden konnte, der auch einfach ein großer Anteil in meinem Alltag war. Wahrscheinlich war für mich auch einfach ein zu großer Freundschaftsanteil in der Beziehung, falls jemand versteht, was ich meine. Es war für mich vermutlich schon von Anfang an diese Komponente vorhanden, und das macht es mir jetzt so schwer. Ich habe nicht meinen Partner verloren gefühlsmäßig, sondern einen Freund. Deshalb bin ich so traurig, obwohl ich ihn nicht mehr geliebt habe, so doch eben auf eine andere Art, als wäre er mein Bruder. Und einen Bruder zu verlieren finde ich emotional sehr schlimm. Ich hoffe, wir können irgendwann befreundet sein. Es tut halt weh, zu wissen, dass es ihm nicht gut geht und ich der Grund dafür bin, nichts dagegen tun kann, außer Distanz zu halten, weil er diese braucht. Die Sache ist nur die: ich bräuchte gerade freundschaftliche Nähe. Dass er mir die nicht geben kann jetzt, ist sowieso klar, auf die Idee käme ich auch nie. Ich werde die nächsten Tage wieder mal mehr mit Freunden machen, diese Kontakte haben in letzter Zeit leider gelitten. Mir geht es jetzt auf jeden Fall schon sehr viel besser, das Niederschreiben der Gedanken und ein kleiner austausch mit Unbeteiligten tut wahnsinnig gut. Danke dafür

miausMmaxus1


Lustig auch, dass du meinst, ich käme so ehrlich rüber - mir kommt es vor, als wäre meine Schreiberei ein einziges Chaos und völlig unverständlich für Außenstehende. Ich kann mich meiner Ansicht nach nie richtig ausdrücken oder das rüberbringen, was ich fühle/denke :)

mLausma2u4sx1


Noch zu den Sachen abholen: das sind nur zwei, drei Dinge, sollte schnell gehen. Dass er da ist, wird sich nicht vermeiden lassen. Deshalb noch einmal die Frage: wie soll ich mich ihm gegenüber verhalten? Ernst, freundschaftlich, kühl, distanziert, "so schnell wie möglich wieder weg sein", noch über irgendetwas belangloses reden oder mehr oder weniger einsilbig? Oder einfach so, wie es mir in der Situation dann als angemessen erscheint? Und nochmal: keine Sorge, ich werde mich auf keinen Fall auch nur in die Richtung verhalten, ihm irgendwelche Hoffnungen zu machen, das Kapitel ist für mich abgeschlossen. Ich will es nur für ihn so erträglich wie möglich gestalten. Zurzeit haben wir auch Ferien und Prüfungen, in einem Monat geht aber die Uni wieder los und wir werden auch Lehrveranstaltungen gemeinsam haben. Meint ihr, bis dahin hat er die Trennung verdaut, sodass ein ungezwungener Umgang miteinander möglich ist?

p5ara{zellxnuss


noch über irgendetwas belangloses reden oder mehr oder weniger einsilbig? Oder einfach so, wie es mir in der Situation dann als angemessen erscheint?

Sei einfach anständig und vor allen Dingen ehrlich. Das ist eigentlich alles.

Bulack5ForeHst


Meint ihr, bis dahin hat er die Trennung verdaut, sodass ein ungezwungener Umgang miteinander möglich ist?

Sollte möglich sein. Einfach respektvoll miteinander umgehen und versuchen Distanz/Abstand zu halten wenn Freundschaft oder ungezwunger Umgang nicht möglich ist.

Er wird Zeit brauchen, wie lang kann man nie festmachen, das liegt daran wie derjenige das einfach verarbeitet. Hört sich für mich aber so an als wäre es ihm mit dir schon ziemlich ernst gewesen also erwarte eher nicht das ihr bei Uni-Anfang unbeschwert quatschen könnt.

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