» »

Seit 2001 - die große chronische Liebe(?) über all die Jahre!

b^itwe-en hat die Diskussion gestartet


Im Winter 2001, also vor 17 Jahren, kam eben jene Kollegin (ich nenne sie "C.") in unser Team, die ein Jahr nach mir Examen gemacht hat. Schon in den 2 Jahren gemeinsamer Ausbildung ist sie mir aufgefallen, wir hatten aber nie näher miteinander zu tun, nur Oberflächliches gesprochen. Ich fand sie sehr hübsch und angenehmes Wesen, das schon.

Als sie in unser Team als neue Kollegin kam, war es sofort um mich geschehen x:) . Ein Blitzschlag an ihrem ersten Arbeitstag! Ich hätte sofort mit ihr ein Kind bekommen sozusagen :) Ihre - für mein Empfinden - außergewöhnliche Schönheit kam erst jetzt bei mir an, und ihr Wesen... Sie ist so ein ganz besonderes Juwel von Mensch, der die Herzen leicht gewinnt, sie aber eben auch leichthin fallen lässt, "Gott und die Welt" kennt in unserer Stadt.

Wir haben uns ein wenig miteinander befreundet, sie war damals sowieso fest liiert, ich war 35 und verheiratet, sie 22, ihr gehört(e) die Welt, ein außergewöhnlicher Mensch! Ich vergleiche sie mit einem Schmetterling, der von Blüte zu Blüte fliegt, den Nektar genießt und weiterschaukelt...

Im Laufe von 2001 haben uns einige Male getroffen, tagsüber im Cafe, und entwickelten eine lockere Kollegen-Freundschaft. Es war klar, dass ihrerseits erotisch nichts "ging"; für mich stand das viel eher im Raum. Die erotische Spannung zu ihr ließ mich nicht los. Als dann eine andere Kollegin ("Y.") MIR ein eindeutig sexuelles Angebot machte, ging ich darauf ein, wissend, dass das im Grunde nur eine Ersatz-Affäre für C. war. Ich fühlte mich verwegen, solange die Lust da war, und schäbig nach dem jeweiligen Sex. Diese zierliche sportliche Y. gab mir (und ich ihr offenbar) sexuell immer soviel, dass ich (bzw. wir beide) an diesen Tagen wenigstens körperlich "fertig" waren... Außerdem hatten wir SM für uns entdeckt, was meinen Kopf auch ziemlich beschäftigte (und das auch sollte). Das am Rande.

Dann kam im September 2001 - noch vor den Attentaten - ein mehrtägiger Kongress in Hamburg. Dorthin war auch C. eingeladen, und wir waren eine kleine Abordnung von ca. 6 Pflegekräften, darunter eine Kollegin (hier "Z."), mit der ich sehr gut (und wirklich rein platonisch) befreundet bin.

Diese Freundin hat sehr feine Antennen für Zwischenmenschliches und hat schon im Zug bemerkt, dass es in mir arbeitet und zwischen C. und mir etwas existiert. Sie hat auch die Affäre zu Y. bemerkt, bevor ich es ihr gesagt hatte...

Hamburg ist nun für mich eine Schicksalsstadt: dort bin ich nach dem vorklinischen Medizinstudium 3x durchs Physikum gefallen, hatte mich dort schon von meiner damaligen Freundin getrennt und kam 2001 also das erste Mal nach vielen Jahren wieder nach Hamburg, der Stadt meiner Niederlage. Wir wohnten in einer Pension mehreren Zimmern, gingen tagsüber zum Kongress(-zentrum) und haben abends einiges unternommen, meist unter meiner Regie, da ich mich ja ganz gut auskannte (hatte ja einige Jahre in HH gewohnt). Dann kam ein Abend, der mein Leben wirklich verändert hat: ein stürmischer, sehr regnerischer Abend, der im Old Commercial Room begann.

Nach dem Essen begab es sich, dass sich 2 Paare bildeten: Z. und ihr Freund sowie - C. und mich! Ich war fast im Himmel. Wir liefen eng umarmt durch den Regen, und mir war warm! Z. hat uns gesehen und sich dann mit ihrem Freund dezent zurückgezogen. C. und ich waren allein!

Wir kamen an die Überseebrücke, gingen ganz nach vorne. Ich erzählte C. rückhaltlos von meinem Studium und meiner diesbezüglichen Trauer, von der Krise in meiner Ehe, sie berichtete mir recht offen von sich und ihrem Freund, ihrer Karriereplanung, Liebe, Beruf.

Dann - umarmte sie mich und gab mir einen |-o Kuss x:) :-x auf den Mund. Im Affekt. Und sagte: "Du bist auf dem richtigen Weg. Ich mag dich gern. Ich finde dich gut."

Ich bekam auf der Stelle eine volle Erektion, was sie auch lächelnd bemerkte, einmal kräftiger über meine Hose wischte, aber mehr nicht. Schon durch diese Berührung und den Kuss war ich fast gekommen, wie ein Teenager. Wir waren beide verwirrt. Eng umarmt gingen wir in die Stadt, jeder in sein Zimmer, und zumindest ich habe in dieser Nacht sehr wenig geschlafen...

Der nächste Abend: Ich hatte einen Tisch in "meinem" früheren Stammlokal reserviert, es ging ungezwungen zu, C. kam als letzte und hat mich umgeworfen! Noch heute habe ich ihr Bild wie eingebrannt vor Augen: sie im beigen Rollkragenpullover, nasse schwarze Haare, weiße Zähne, glühende braune Augen und - wie immer - sehr gute Laune. Das waren die Momente, in denen mein Hamburg-Trauma in sich zusammenbrach - bis an mein Lebensende werde ich ihr dafür dankbar sein... !

In all den folgenden Jahren verging wirklich kein Tag, an dem ich nicht intensiv (und oft schmerzhaft) an sie gedacht oder von ihr geträumt habe. Sie ist "die", und unerreichbar. Dieser Schmerz ist wohl unheilbar...

In den nächsten Jahren gab es einige für mich existenzielle Wendungen in meinem Leben: Scheidung und Aufnahme eines berufsbegleitenden Studiums. Dieses Studium fand an derselben Hochschule statt, an der C. schon seit einem Jahr studierte. Sie traf mich in unserer Heimatstadt und gab mir einen großen Stoß, indem sie meine Bewerbungsunterlagen mit nach XXX nahm und sich persönlich für mich einsetzte dort, denn die Bewerbungsfrist war eigentlich abgelaufen... Also habe ich ihr und ihrem Einsatz auch meinen Studienplatz zu verdanken!

Nach meiner Trennung von meiner damaligen Frau war es C., die mir ihre Wohnung überließ!

Im berufsbegleitenden Studium waren wir im selben Wohnheim, und es gab einige "pikante" Momente, die sich auch bei mir eingebrannt haben...

2008 trennten sich leider unsere Wege - C. bekam eine Stelle an einer anderen Abteilung, und ich begann in QM und Controlling einen neuen Weg. Ihr Abschiedsfest für uns war rauschend, und alle hatten einen leisen Schmerz über diesen Verlust im Herzen, glaube ich. Sie hat uns alle verzaubert... %:|

Seitdem weiß ich nicht mal,wo sie wohnt, unser einziger (mittlerweile einseitiger) Kontaktweg ist die Mail. Seit 2010 gratuliere ich ihr noch einmal jährlich zum Geburtstag, bekam aber nie eine Reaktion. Das tut mir unverändert sehr weh, der Schmerz ist wirklich gleichbleibend. In meiner Not habe ich mich meiner Schwester anvertraut, die auch einen Brief an C. verwahrt.

Seit 2010 lebe ich in einer neuen Ehe, habe mit meiner Frau (die ich sehr liebe) zwei tolle Kinder, allerdings im Beruf schlimme Dinge erleben müssen und bin deshalb seit Mitte 2015 arbeitslos, wurde schwer depressiv, hatte eine klinische (teilstat.) Behandlung absolviert und strecke jetzt erst laaangsam die Fühler aus.

Und immer, immer, immer ganz, ganz regelmäßig taucht C. auf in meinen Träumen, ich denke nach wie vor jeden Tag intensiv an sie, und es wird seit 17 Jahren eher immer mehr, ohne dass diese Sehnsüchte eine reale Entsprechung fänden. Nach wie vor weiß ich nicht, was zu dieser jahrelangen Funkstille führt(e), und ich trauere unendlich um diese besondere Freundschaft zu C. und einfach auch darum, diese wunderbare Frau nicht mehr in meinem Freundeskreis zu wissen. Würde sie sich nochmal zeigen, ich gäbe Jahre meines Lebens dafür!

Auch in meiner jetzigen Therapie bekomme ich das Thema C. nicht weg. Ein Auszug aus dem Lied "Schlaflos" von Jennifer Rostock trifft es ganz gut. Ich höre es öfter, und immer habe ich das Bild von C. vor Augen:

"Du bist so laut in meinem Kopf und alles dreht sich. Ich versuch dich zu vergessen doch es geht nicht. Ich lieg wach und bleib ratlos, was soll ich tun, du machst mich schlaflos. Die Stille liegt mir in den Ohren, es zerreißt mich, ich versuch dich zu vergessen, doch ich weiß nicht, was muss passiern, ich bleib ratlos, was soll ich tun, du machst mich schlaflos."

****

Jetzt unternehme ich nichts mehr, weil ich Angst davor habe, irgendwann von ihr auch aus dem E-Mail-Kontakt ausgeschlossen zu werden. Dieses Nichtstun tut mir unendlich weh. Eine Zeitlang, in der akuten Phase meiner Depression, nach einem Auflösungsvertrag und 2 Kündigungen hintereinander, habe ich ganz konkret an Suizid gedacht, konnte das aber wieder dank professioneller Hilfe in die Bahn bringen.

Ich habe Angst, ich fühle Schmerz, ich fühle große Liebe. Das ist nicht nur eine Schwärmerei, das ist chronifizierte Überhöhung einer wunderbaren Frau, die mich wahnsinnig viel Kraft kostet. Sagte sie einen Satz, ich würde bis ans Ende meiner Tage mit ihr leben, lieben, zeugen. Und auch dafür gäbe ich sehr gerne viele Jahre meines Lebens.

Wenn mir das schonnicht vergönnt ist: Wenigstens meinen tiefen DANK für alles, was sie für mich getan hat, würde ich ihr sehr gerne aussprechen.

Es ist noch immer sehr wenig gesagt; schriftlich ist das schwer, finde ich.

Ich habe auch Angst, einer von vielen zu sein, denn sie ist durchaus ein "Männermagnet", hat jetzt aber 3 Kinder und einen Partner. Das weiß ich, seit ich sie mal zufällig im Schwimmbad getroffen hatte. Und jedes Mal, wenn ich C. auch nur von ferne sehe, rast mein Herz. Dieses Gesicht ist eingeschrieben in mich. Sie gehört zu mir, aber ich nicht zu ihr. Oder sollte ich womöglich offene Türen bei ihr einrennen...? Angst!

Könnt Ihr irgendeinen Ansatz zur Entwirrung dieses Knäuels finden, der für mich neu ist? Wie beurteilt Ihr die Situation, meine Handlungsweisen und Einschätzungen? Soll ich es ihr sagen? Wie kann ich diesen Schmerz lindern? Auch wenn die Welt andere Probleme hat: für mich ist das Thema Liebe vielleicht gerade vor dem Hintergrund einer oftmals sehr barbarischen Welt eines der zentralen Themen der Menschheit. Und das gerade wo Millionen Menschen auf der Flucht sind...

Antworten
mknef


Sie ist "die", und unerreichbar.

Das ist vermutlich der größte Zauber daran - sie ist unerreichbar. Ob du sie liebst und sie "die" ist, kannst du im Grunde nicht beurteilen, ohne sie so richtig zu kennen. Du weißt nicht, wie ein gemeinsames Leben mit ihr wäre, ob sie von der Traumfrau zur Oberschwester Rabiata würde, du kennst ihre Macken nicht (und die gibt es sicher). Vielleicht ist diese Flucht in das Träumen von der perfekten Frau auch dein Weg, deine Erkrankung ein Stück weit zurückzudrängen und dich in diesen Phantasien, so tragisch sie einerseits sind, andererseits auch wohl zu fühlen.

Ich halte C. für ein Symptom. Sie war/ist in jeder Hinsicht attraktiv und hat dir den Kopf verdreht. Dass daraus Leid wird, liegt nicht an C. und nicht an Liebe.

Jetzt unternehme ich nichts mehr, weil ich Angst davor habe, irgendwann von ihr auch aus dem E-Mail-Kontakt ausgeschlossen zu werden.

Was soll denn noch passieren? Du schreibst ihr eine Jahr per Mail und sie antwortet nicht. Noch mehr ausgeschlossen kannst du doch im Grunde gar nicht mehr werden, egal was du jetzt tust.

Ich habe auch Angst, einer von vielen zu sein

Im Grunde weißt du, dass du vielleicht eine zeit lang nicht nur "irgendwer" für sie warst, aber zumindest jetzt nur noch eine Erinnerung will, die auch Erinnerung bleiben soll. Sonst würde sie dir nicht seit 7 Jahren nicht mehr antworten.

Oder sollte ich womöglich offene Türen bei ihr einrennen...?

Das glaubst du doch selbst nicht...

Soll ich es ihr sagen?

Ich glaube nicht, dass es zur erwünschten Reaktion führen würde und würde mir an deiner Stelle die hochwahrscheinliche Ernüchterung bis auf Weiteres ersparen.

Mnadame+ Ch3arentoxn


dir ist klar dass diese Frau wahrscheinlich langweiliger, nerviger, uninteressanter ist als du dir grade vorstellen kannst? immerhin kennst du sie nicht und würdest du sie richtig kennenlernen wäre der Zauber schnell verflogen denn das was du auf sie projezierst kann kein Mensch jemals sein..........

ich denke du hast durch sie einen Weg gefunden deinen realen Problemen erfolgreich aus dem Weg zu gehen.

du bist ein erwachsener Mann und nicht Opfer deiner Gedanken! wenn es dir hilft red sie dir schlecht aber hör auf dich gedanklich hinzugeben wie ein pubertärer Jüngling!

b-i=tw[een


Wow - zwei Volltreffer von Frauen - und das spät in der Nacht... Danke! :)=

Eure Kommentare sind schmerzhaft :°( , aber schon auch erfrischend. Ihr habt ja recht.

Was mich einfach so erstaunt, ist der über all die Jahre nicht nachlassende Schmerz... Nie hätte ich gedacht,dass mir so etwas passieren kann.

Das Problem ist, dass ich zwar mein Bewusstsein therapieren und (um-)programmieren kann, aber - offenbar - nicht mein Unterbewusstsein. Wenn sie regelmäßig bis heute in Träumen auftaucht, ist sie eben da.

Danke nochmals!

msnef


@:)

Es ist nicht per se schlimm, sich in sowas zu flüchten. Ab und zu. Im Bewusstsein, was es im Endeffekt ist (oder nicht ist).

Dein Ziel muss gar nicht sein, nie mehr an C. zu denken oder nie mehr von ihr zu träumen.

Aber es täte dir vielleicht gut, das so umzudrehen, dass es eben wirklich schöne Träume sind und nichts, was dich gleichzeitig quält.

Inzwischen habe ich auch deinen anderen Thread gesehen.

Sind die Fäden dazu da, dich selbst wieder auf den Boden der Tatsachen zu holen bzw. holen zu lassen? :-)

iknczidentx_1


Hallo...an dieser Stelle nur ganz kurz, meine Geschichte ähnelt deiner erschreckend und genau in dieser Bredouille steckte auch ich über sicher mehr als ein Jahrzehnt fest.

Die Träume und immer wiederkehrenden Gedanken waren treibend und mühsam, beeinflussten mein gesamtes reelles Leben.

Die Quintessenz des Ganzen war...ich schrieb alles nieder, schreib und schrieb..alle meine Gedanken Hoffnungen und Gefühle...

Dann habe ich diese vielen Seiten, in einem Ritual im Garten verbrannt..mich verabschiedet...die Gedanken auf den Weg geschickt...

Ich bin kein besonders esoterischer oder spiritueller Mensch....dies erachtete ich einfach für sinnhaft

Nun habe ich anscheinend Frieden gemacht...die Träume kommen nur mehr ganz selten.

Vielleicht ein Ansatz für dich.

LG Incident

Lcomaxx


Irgendwie erinnert mich das an die Leiden des jungen Werthers von Goethe bei dir.

Ich habe etwas in dieser Art erlebt, allerdings hatte ich ein Jahr eine sexuelle Beziehung zu dieser Frau

Ich habe jahrelang von ihr (tag- und nacht-)geträumt. Jetzt ist es vorbei. Ich habe mich immer gefragt, welchen Vorteil ich von dieser später nicht mehr gelebten Beziehung. Es hatte den Vorteil, mich nicht mehr so restlos in eine Beziehung hineinzuwerfen und über einsame Stunden hinwegzuträumen, überhaupt mich aus der Realität zu träumen, obwohl es auch gefährlich war. Ich hätte wohl leicht in schwere Depressionen abrutschen können unter dem Motto: Die Vergangenheit ist nicht mehr zurückzuholen, die Gegenwart ist grau in grau, und in der Zukunft wird mich keine Frau mehr so berühren wie sie.

tsantra-1948


... Ich vergleiche sie mit einem Schmetterling, der von Blüte zu Blüte fliegt, den Nektar genießt und weiterschaukelt...

Das ist ein wunderbarer Satz, aber auch sonst super formuliert.

Zum Thema:

Du wirfst die Frau aus der Bahn, sie möchte - zumindest zurzeit - keinen Kontakt mit dir. Ich glaub', sie fürchtet mit Deinen Problemen unter zu gehen.

afnfangfmitfrexude


Das Problem ist, dass ich zwar mein Bewusstsein therapieren und (um-)programmieren kann, aber - offenbar - nicht mein Unterbewusstsein. Wenn sie regelmäßig bis heute in Träumen auftaucht, ist sie eben da.

ich hab eine zeit lang ähnliches mit einer ex erlebt. im bewusstsein war mir natürlich klar, dass sie und ich nicht passten und ich fühlte mich auch von ihrer art mir gegenüber zurückgestossen und verletzt. aber in träumen tauchte sie immer wieder auf.

was ich dann für mich gelernt habe ist, dass bewusstsein und unterbewusstsein beide auch sehr viel mit selbstbewusstsein zu tun haben. ich hab mir damals für vieles selbst die schuld gegeben, für die trennung, für beruflichen misserfolg, für meine depressionen und, und, und. mein unterbewusstsein hat dann geguckt, womit es mich am ehesten "bestrafen" kann und das wurde dann eben immer wieder hoch geholt.

seitdem ich mir selbst - und auch der ex - auf der bewusstseinsebene verziehen und mein selbstbewusstsein langsam wieder aufgebaut habe, geht es mir da auch unterbewusst besser. ich konnte nach vorne blicken und mein leben weiter leben, ohne mich für irgendwas selbst zu bestrafen.

E#lGusxto


@ bitween

Könnt Ihr irgendeinen Ansatz zur Entwirrung dieses Knäuels finden, der für mich neu ist? Wie beurteilt Ihr die Situation, meine Handlungsweisen und Einschätzungen?

Steht schon in deinen eigenen Worten:

Sie ist "die", und unerreichbar

Das ist nicht nur eine Schwärmerei, das ist chronifizierte Überhöhung einer wunderbaren Frau

Du schreibst es selbst und irgendwo auch noch, dass es dir vom Verstand her auch klar ist. Es ist durchaus möglich das auch deinem Unterbewußtsein zu vermitteln.

Was mich einfach so erstaunt, ist der über all die Jahre nicht nachlassende Schmerz... Nie hätte ich gedacht,dass mir so etwas passieren kann.

Spontan vermutet: Dieser Schmerz hat eine andere Ursache an deren Stelle du "C." setzt. Du hast nach deinen Beschreibungen ja kein leichtes Leben hinter dir, beruflich wie auch privat. Hast du dies Alles wirklich verarbeitet? Oder liegt irgendeine Verdrängung vor?

Emotionaler Schmerz kann gemein sein, weil er gar nicht so selten die falsche Ursache vorgaukelt obwohl sich diese dann lediglich als Trigger rausstellen.

Wie zum Beispiel einen Song bei dem einem immer die Tränen kommen. Kennst du das? Du hörst das Lied, es kommt ein Schmerz auf, den du erst mal dem Lied selbst zuordnest. Bis dir plötzlich einfällt, dass dieses Lied irgendwann vor langer Zeit in einer hochemotionalen Situation lief.

Unser Erinnerungsvermögen ist eine hochinteressante und fantastische Sache, kann uns aber auch sehr in die Irre führen.

@ mnef

Soll ich es ihr sagen?

Ich glaube nicht, dass es zur erwünschten Reaktion führen würde und würde mir an deiner Stelle die hochwahrscheinliche Ernüchterung bis auf Weiteres ersparen.

Oder es wäre genau das was er braucht. Die Realität als quasi "weckende Ohrfeige".

gseral=d au5s #wiexn


werde endlich erwachsen :)z

pBarazIellnSusts


Ein angetorkelter Schmetterling, ein sich selbst verzehrender, ewig währender Jüngling, eine unerfüllte Sehnsucht. Ein Pilcher-Plot. Fehlt nur noch die Watzmann-Kulisse.

Ja, ich würde dir auch raten: Werde erwachsen Junge. Dein Desaster passt ja gut in die neogrüblerische Art der neudeutschen Männer. Hauptsache keine Verantwortung für sein eigenes Leben übernehmen. Da baut Mann sich doch lieber einen Ruhesessel für die gemütlichen Therapiestunden, als sich vor den Spiegel zu stellen um sich das eigene 'ich' mal richtig anzusehen.

Das könnte ja schmerzen. Oder?

CThommsky


chronifizierte Überhöhung einer wunderbaren Frau

Ja.

Was diese Frau betrifft, spielt sich zu 80% in deinem Kopf ab. Es gab offenbar schöne Momente zwischen euch und die Chemie hat gestimmt, aber faktisch ist in bald zwei Jahrzehnten nichts nennenswertes zwischen euch passiert. Das wäre es aber, wenn ein realer Beziehungswunsch beiderseits vorhanden wäre. Gelegenheiten gab es bestimmt mehr als ausreichend.

Es spricht nichts dagegen, auch mal in Erinnerungen zu schwelgen, wehmütig zu werden und auch mal das "Was wäre, wenn..."-Spielchen weiterzudenken, aber bei deiner Beschreibung habe ich Sorge, dass du mehr in den Wolken hängst, als dich mit den realen Gegebenheiten deines Lebens zu beschäftigen.

An deiner Stelle würde ich versuchen, abzuschließen und die viele Energie, die du derzeit in Gedanken an die Frau steckst, anders zu investieren. Mit Liebe hat das in meinen Augen nicht viel zu tun, eher mit Glorifizierung einer Person, die du gar nicht richtig kennst und mit der du nie auch nur in Ansätzen eine Beziehung hattest. Dennoch würdest du nach "einem Satz von ihr", deine Ehe und Familie aufgeben. Für mich stimmen da die Verhältnisse nicht und allein deshalb wäre es mir persönlich wichtig, da ein wenig umzuräumen.

S^ommerZkind4x4


Als grundsätzlich romantisch veranlagte Frau kommen mir bei solchen Geschichten fast die Tränen - man könnte wirklich meinen dass es sich um eine unerfüllte, große Liebe handelt die aber nie gelebt werden konnte.

Tatsache ist jedoch - ihr habt sie nie gelebt. Und das wird Gründe haben. Ihr habt nicht eure (Ehe)-Partner verlassen, seid keine Beziehung eingegangen. Auf einer Seite, bei ihr oder bei dir, waren dir Gründe, es nicht zu wagen, größer als die Gründe, es zu wagen. D.h., so groß kann die Liebe nicht gewesen sein.

Ich mag den Spruch: Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe. Ihr hattet eure Chance, mehr als einmal, und ihr habt sie nicht genutzt. Das hat Gründe, die du nicht missachten darfst.

Was deine Gefühle für diese Frau betrifft: Du hast eine Idealvorstellung einer Frau in deinem Kopf, und die interpretierst du in sie hinein. Du hast sie auch in deine 1. Ehefrau und deine jetzige Ehefrau mal kurzzeitig reininterpretiert, aber wurdest schnell desillusioniert, weil die Realität dir schnell zeigt das es dieses Ideal nicht gibt. Sei dir sicher, dass C. deine Traumvorstellungen von einem Leben mit ihr keine 6 Monate lang erfüllen könnte. Du träumst von einem Paradies, das es nicht gibt. Gerade depressiv veranlagte Menschen sind für soetwas prädestiniert. Das Leben ist grau, mit einzelnen bunten Phasen. Die perfekte Beziehung und perfekte Ehe mit der perfekten Frau gibt es nicht. Auch mit C. nicht.

Deine Kinder sind wahrscheinlich noch klein und Zuhause gibt es Lärm, Wirbel, auch mal Phasen in denen es anstrengend und wenig romantisch mit deiner Frau ist. Das macht die Träumerei von einem vermeintlich perfekten Leben mit C. noch stärker.

Hör auf damit. Versuche dir stattdessen vorzustellen, was wirklich passieren würde, wenn C. dich jetzt kontaktiert, dir ihre endlose Liebe gesteht und es endlich mit dir versuchen möchte: 2 Scheidungen, 2 verletzte Expartner, 5 Scheidungswaisen, die dem Stiefelternteil das Leben zur Hölle machen würden, Hausverkäufe, Streit um Geld, usw. Das ist die Realität, alles andere ist Träumerei, die dich nirgendwo hinführt.

Den Schmerz erzeugst du selbst, durch deine Gedanken und deine Tagträume. C. hat damit nichts zu tun. Sie ist Projektionsfläche für deine unerfüllten Bedürfnisse. Guck lieber wie du dein echtes Leben angenehmer gestalten kannst: Babysitter engagieren, mit deiner Frau ausgehen, ein neues Hobby anfangen. @:)

Vielleicht hilft dir ein Abschiedsritual, um sie endlich loszulassen. Schreib ihr einen langen Brief, mit allen deinen Gefühlen für sie. Verabschiede dich darin von ihr und wünsche ihr alles Gute für ihr weiteres Leben, das Leben, das SIE gewählt hat. Dann geh auf einen hohen Berg oder sonstwohin, verbrenne den Brief, schicke ihr Liebe und Kraft für ihr Leben und wende dich deinem Leben zu. :)*

EvlGuxsto


@ Sommerkind

Ein wundervoller Beitrag auf die Frage von bitween:

Könnt Ihr irgendeinen Ansatz zur Entwirrung dieses Knäuels finden, der für mich neu ist?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH