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Kondome in einer Beziehung - fehlendes Vertrauen?

L\oBstgiFr$l_85 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich date seit fast 4 Monaten einen Mann, mittlerweile haben wir ein gutes und ausgeglichenes Nähe-Distanz-Verhalten etablieren können (auch wenn ich ihn grds. auch ein wenig öfters sehen könnte).

Nun habe ich folgendes Verständnisproblem:

Ich habe ihn gebeten, einen Test auf Geschlechtskrankheiten zu machen, wenn wir irgendwann die Kondome weglassen sollten. Ich z.B. verhüte mit der Pille (schon vor ihm). Ich habe die Tests alle bereits gemacht (auch vor seiner Zeit). Die negativen Ergebnisse habe ich ihm auch gezeigt. Er hat es in den fast 4 Monaten Dating nicht geschafft, einen Test zu machen (aufgrund seiner Arbeit hat er wohl keine Zeit, sagt er).

Ich frage mich nun, ob er mir misstraut oder was der Grund dafür ist, dass er die Kondome nicht weglässt. Für mich ist das Weglassen von Kondomen auch ein Vertrauensbeweis. Auch frage ich mich, will ein Mann seine Partnerin nicht "richtig" spüren?!

Ich habe das Thema bestimmt schon 2 Mal angesprochen und er meinte, er hatte es zeitlich einfach nicht geschafft und wieso ich nicht einfach zufrieden bin mit dem Ist-Zustand und ich ihn unter Druck setze. Ich solle ihm den Raum geben.

Kann es sein, dass er denkt, Ich vertraue IHM nicht, weil ich einen Test verlange? Bin ich hier diejenige, die misstrauisch ist?

Wie ist eure Meinung, wie sollte ich hier nun weiter vorgehen?

Antworten
F^UNFxAN


Also, ich denke mal, er möchte auch eine Rest-Kontrolle (nebst Verantwortung) für eine Schwangerschaft behalten, dass es somit nix mit Spüren/Gefühl und Krankheiten zu tun hat.

Kann mann ja nach (erst) 4 Monaten verstehen - oder habt ihr schon ausführlich über Familienplanung/Kinderwunsch gesprochen?

LWos(tgDir7l_85


Ja, aber das würde ja bedeuten, dass er mir nicht ganz vertraut (dass ich regelmäßig und sorgfältig die Pille nehme).

Wir wollen beide auf jeden Fall mal Kinder, aber erst in 1-2 Jahren. Auch ich möchte noch nicht Mutter werden.

h<ag-t8yNsjxa


dass man jemandem nach 4 monaten nicht zu 100% vertraut, halte ich für absolut normal.

und wenn es für ihn mit kondomen passt, warum sollte er sich da reinhängen?

jCust_-loNokxing?


Du kennst seine Vorgeschichte Punkto Verhütung wahrscheinlich nicht, oder?

Gabs mal Pillenprobleme mit der Ex? Will er selbst auch etwas zu Sagen haben in der Sache (ist mit Kondom ja die einzige Möglichkeit)?

Will er überhaupt das Kondom weg lassen? Vielleicht hilft es ihm ja auch? Hilft ihm länger durchzuhalten,...

Wie alt sind deine Ergebnisse? Wenn die zu alt sind würde ich denen als Gegenüber nicht mehr vertrauen. Ich meine ich hab (theoretisch) noch irgendwo einen HIV Test von 2004 rum flattern, wenn dies das einziges Dokument diesbezüglich wäre, das ich von einem Partner bekäme, ich würde auch eher die Augenbraue heben als das Kondom verbannen.

S*chmet#terxling42


Könnte es sein, dass er weiß, dass er sich irgendwas eingefangen hat, aber nicht den Mut hat, es dir zu sagen? Und dass er deswegen Ausreden sucht, warum er sich nicht testen lassen kann? Vielleicht will er deswegen die Kondome nicht weglassen?

L#os1tgLirl_85


Ich kenne seine Vergangenheit diesbezüglich nicht, nein.

Ich finde jedoch, er sollte mir dann ehrlich sagen, dass er mir noch nicht zu 100 % vertraut anstatt zu sagen, er schafft es zeitlich nicht. :-(

Meine Ergebnisse waren 1 Monat alt, als ich sie ihm gezeigt habe. Ich würde sie auch jederzeit nochmal machen, wenn es ihm wichtig wäre.

Ich verstehe einfach nicht, wieso ich die Pille nehme, und er zusätzlich das Kondom verwendet - und es verletzt mich schon, wenn er mir da wohl nicht vertraut. Aber gut.

Für mich ist das Weglassen des Kondoms irgendwie ein Zeichen von Vertrautheit und Innigkeit. Vor Allem kenne ich es aus der Vergangenheit eher so, dass Männer es kaum erwarten konnten, es endlich wegzulassen.

L]ostg3ir)l_x85


Das er sich was eingefangen hat, denke ich eher nicht. Er ist ein ziemlich direkter Typ, er würde mir das auf jeden Fall dann mitteilen.

Kkulturschyaffendxer


Das mag daran liegen, dass der Trend, am Beginn einer (auch sexuellen) Beziehung einen Gesundheits-Check als Vertrauensbeweis durchzuführen, noch nicht so alt ist. Ich mache das am Zeitpunkt der Entdeckung von HIV fest (80er Jahre), das sind noch nicht einmal 2 Generationen. Vorher war dies eigentlich nur von Menschen gefordert, die im Prostitutionsbereich aktiv waren, und ich kann verstehen, dass sich nicht jeder auf diese Stufe gestellt sehen möchte.

Es kann also sein, dass Du ihm behutsam beibringen musst, dass Du ihm nicht misstraust oder gar solche Verdachtsmomente hegst. Viele Frauen, die ich kenne, wollen nicht mit der Pille verhüten, und da bleibt halt die Kondompflicht.

*:)

D}ieDDos?ismac-htdasxGift


Auch, wenn Du es womöglich nicht gern liest. Du bist eine Frau im Familien planerisch besten Alter. Es gibt sie nun mal, die "Pillenversager" und das Restrisiko einer Unfallschwangerschaft als solche.

Das würde ich allerdings von den Tests bezüglich der Krankheitsrisiken sauber trennen. Die kann er auch entkoppelt von der (weiteren) Benutzung eines Kondoms für sich/euch machen lassen.

Wenn Du daraus allerdings mit der Argumentation gegenüber des Schutzverhaltens (Kondom) ein grundsätzliches Vertrauensproblem machst, kann ich den Druck, den Dein Freund empfindet gut verstehen.

Wenn Deine Aussage nicht vor 1-2 Jahren eine Schwangerschaft in Erwägung zu ziehen Deiner aktuell inneren Überzeugung entspricht, solltest Du selbst froh darüber sein, dass er das Risiko einer ungeplanten Schwangerschaft nach kurzer Beziehungszeit mit der regelmäßigen Kondomnutzung weiter minimiert und unterstützt.

L/ostgWirl_x85


Es kann also sein, dass Du ihm behutsam beibringen musst, dass Du ihm nicht misstraust oder gar solche Verdachtsmomente hegst. Viele Frauen, die ich kenne, wollen nicht mit der Pille verhüten, und da bleibt halt die Kondompflicht.

Er fand es sogar gut, dass das ein Prinzip von mir - ich denke nicht, dass er sich dadurch vor den Kopf gestoßen fühlte.

L5ost|girl}_85


Wie kann ich dieses Thema den ansprechen, ohne Druck zu erzeugen? Und um die Missverständnisse zu lösen?'

Ich persönlich finde es einfach strange, wenn in einer monogamen Beziehung Pille + Kondome benutzt werden.

K,ultuar~schFa-ffender


Frag ihn einfach ganz direkt, ob er es nicht schöner fände, den Gummi weglassen zu können.

*:)

hSag-tEysja


ich glaub, du bist im kopf ein weiteres mal schon zehn schritte weiter.

in vier monaten gemeinsamer zeit fände ich es ehrlich irre anstrengend gerade.

erst war es das meldeverhalten, dann sein job und nun ist es die verhütungsmethode, deren wahl analysiert, infrage gestellt und möglichst nach deinem bedürfnis geändert wird.

vielleicht solltest du dir wirklich überlegen, wie wichtig es dir ist und ob ein drittes ansprechen jetzt wirklich zeitnah notwendig ist oder du der gerade gestartete beziehung einfach mal so ein bisschen raum zum entwickeln gibst.

DsieDosUisma<chtda^sGift


Ich persönlich finde es einfach strange, wenn in einer monogamen Beziehung Pille + Kondome benutzt werden.

Aus Deiner Sicht mag es wie eine Ablehnung Dir gegenüber wirken. Aber ich sehe hier die noch kurze Beziehungszeit als ein Hauptargument. So wie Du nicht blind "vertrauensvoll" ohne Test ungeschützten Sex haben möchtest, was sehr sinnvoll ist, so möchte er vielleicht nicht mit Druck im Hinterkopf nur die eine Schutzmöglichkeit (Pille) als absolut sichere Schwangerschaftsverhütung für sich in Anspruch nehmen.

Ein Kind bedeutet nun Lebensverantwortung und nach knapp 4 Monaten, ist nicht jeder Mann bereit auf Risiko zu fahren und jeglichen Einfluss zur Verhütung in Richtung Frau zu verlagern. Persönlich finde ich es gut, wenn ein Mann diese Einstellung gegenüber der Frau und der Beziehung hat.

Dass es nicht Deine Empfindungen zum Thema widerspiegelt, kann ich allerdings gleichberechtigt so stehen lassen als Argument.

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