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Partner ist nicht aufgeschlossen - es treibt uns auseinander!

Paaul6inex87


@sentera

ich habe mir mal erlaubt dir eine pn auf deine nachricht zu schicken. danke für diesen Blickwinkel! ich werde es mir zu Herzen nehmen @:)

C1omxran


vieles was du sagst regt tatsächlich zum denken an. und ich denke über diese punkte muss ich auch noch in ruhe nachdenken und kann vermutlich erst dann etwas dazu sagen.

Nimm dir diese Zeit. Das ist kein Thema, was man in ein paar Stunden beschließen kann.

das liegt vermutlich daran, dass es nicht wirklich ausgefallene dinge sind, er aber immer wieder deutlich gezeigt hat, dass er sich gegen diese "änderungen" sträubt.

Man kennt diese Frust-Wellen im Leben. Gerade, wenn es aus deiner Sicht ja so simpel und nicht ausgefallen ist, scheint es dir zum Greifen nah. Aber du bekommst es nicht. Und das vermiest dir die Laune - und ihm auch. Entspannter Sex ist ja so nicht möglich, er merkt ja, dass dir etwas nicht passt. Und schon steckt man in einer Situation, wo man sich im Kreis die schlechte Laune zuschiebt und am Ende schon gar nicht mehr weiß, wie so etwas angefangen hat. Und warum es ausgerechnet euch passiert ist. Bei all dem "ich-liebe-ihn-sehr" (deine Worte aus dem ersten Beitrag). Dazu muss man den Konflikt erst mal wieder rückwärts aufrollen. Dahin, wo alles angefangen hat. Und den Weg müsst ihr gemeinsam zurückgehen, damit ihr den Punkt findet. Das ist eure einzige Chance, konfliktfrei und druckfrei das Thema wirklich bereden zu können.

Ich möchte dir noch ein paar ganz einfache Ansätze geben: du fühlst dich zurückgestoßen, weil er sich nicht darauf einlassen will, und setzt es mit Lustlosigkeit gleich. Möglicherweise überforderst du ihn auch mit diesen Änderungen. Er hat Angst, sich auf diesen Weg einzulassen, weil er unbekanntes Terrain betritt. Möglicherweise sogar in den Gedanken, in diesem Terrain "nicht gut genug" zu sein. Allein die Porno-Welt, die heute ja sehr offen zugänglich ist, setzt schon eine ganze Generation unter Druck. Es kann bedeuten, dass er keine Lust darauf hat. Muss es aber nicht. Es kann auch Versagensangst sein. Und das muss man unterscheiden können, ohne es anzusprechen. Ich möchte fast wetten, dass die Dinge, die dir im Kopf schweben, ihn bei Pornos erregen würden, wenn es eben ein anderes Paar macht. Warum will man es dann nicht mit der eigenen Frau erleben? Neben der Versagensangst kommt auch noch die Assoziation mit dem Verlust. Eine Porno-Darstellerin ist eine "Schlampe", die das wahllos mit Männern tut, und von tausenden Männern beobachtet wird. Was, wenn die eigene Frau plötzlich Parallelen aufweist? Nein, bloß nicht, nachher ist sie noch eine "von denen". Verstehst du, was da alles hemmen kann, wenn man so gestrickt ist?

Mach dir erst einmal klar, was dir der Mensch als Partner bedeutet. Und wenn du euren Sex auf eine andere Stufe heben möchtest und du weiter mit ihm leben möchtest, rechne nicht mit schnellen Lösungen. Zuerst braucht er die nötige Sicherheit, dass du dir Zeit für seinen Weg nimmst und eben nicht morgen den nächsten Kerl schnappst. Und dazu musst du dann auch stehen. Das kann ein paar Monate dauern. Fangt ganz vorne an. Über Lust, Fantasien, aber auch Ablehnung und Ängste zu reden. Wenn ihr zum Erfolg kommen wollt, gibt der Langsamere das Tempo an. Aber ihr gemeinsam gestaltet das Drehbuch. So was kann auch ein schöner "Plan" für die Zukunft sein, wenn der Wille da ist.

P.aulinxe87


@Comran

auch schön zu lesen, dass du mir Mut machen willst. danke.

ich muss das erstmal sacken lassen, so wie die anderen dinge, aus deinem vorherigen beitrag an mich.

würde ich nicht schon seit über 2 Jahren damit kämpfen und immer wieder an meine Grenzen stoßen, würde ich auch nicht "nur" wegen dieses Themas meine Beziehung hinterfragen.

wenn du ihn so darstellst als könne er tatsächlich versagensangst oder ähnliches haben, dann passt das eigentlich überhaupt nicht in das bild, das man von ihm hat, wenn man ihn kennt.

er ist selbstbewusst und gibt gerne den ton an (im bett mag er es aber nicht sich wirklich mal etwas dominater zu verhalten). er beendet diskussionen, wenn es ihm zu blöd wird und er ist auch derjenige, der Lust haben muss, wenn ich dann mal die Initiative ergreife.

woran ich eben bei ihm zweifle ist tatsächlich der Wille etwas verändern zu wollen, denn er scheint ja offensichtlich zufrieden zu sein. und evtl wird da wirklich die letzte Option sein, ihn vor die Tatsache zu stellen, dass ich das nicht mehr ewig mitmache, wenn er nicht bereit ist mit mir zusammen etwas daran zu ändern

D{ieoDosisfmachitdasGxift


Ich kann Deine Ängste gut verstehen, die Dich umtreiben. So wie eine Beziehung sich in anderen Bereichen weiter entwickelt, sei es was Zukunftspläne und Gemeinsamkeiten betrifft, geht es auch beim Paarsex für viele Menschen darum, der natürlichen Neugier (so sie denn vorhanden ist), eine offene Entwicklung zu geben.

Ich denke schon, dass Menschen gerade, wenn die Beziehung nicht mehr ganz so frisch ist, die undynamische Stagnation spüren. Wenn zudem alles obenauf nach Schema F abläuft, das Thema Sex und Erotik irgendwie "stehen" bleibt, die Fantasie und das erotische Spiel keinen Freiraum hat, fängt die Unzufriedenheit an. Manchmal einseitig, wie bei euch, manchmal auch auf beiden Seiten, wenn die Wünsche und Bedürfnisse un(b)e/rkannt/ bleiben.

Zuerst leise und mit jedem Nein des Partners oder der Ansage, "was willst Du eigentlich, ist doch alles OK", geht die Spirale des Vermissens weiter und wird größer.

Irgendwann bleibt, ob man das Ganze so will oder nicht ein Gefühl von, "die Luft ist raus". Am deutlichsten wirst das für einen selbst, wenn die Lust auf Sex allgemein und die Anziehung des Partners darunter zunehmend leidet. Man den Mann als Mann anfängt anders "wahrzunehmen", ein Gefühl der Ohnmacht da ist, weil man sich unverstanden und irgendwie abgewimmelt fühlt.

Wann diese Spirale des Vermissens einsetzt, ist bei jedem Paar anders ausgeprägt, weil jeder Mensch ein unterschiedliches individuelles Tempo der Neugier und der neuen Wünsche/Bedürfnisse habt. Einigen Menschen geht das fantasievolle Spiel allerdings völlig ab, und brauchen die Sicherheit eines eingespielten routinierten Ablaufs, um sich selbst gut zu fühlen.

Ich persönlich glaube nicht, dass man den inneren Wesenskern solcher Menschen durch Gespräche und und dem Bekenntnis des Mangels bedeutsam verändern kann.

Einige erleben es erst nach Jahr(en)zehnten, weil vorher Kinderplanung und anderes weiter in den Vordergrund gerückt ist, die Berufskarriere o. ä. Aber irgendwann sind die "Verdränger" weniger präsent und dann fängt der deutlich wahrnehmbare Mangelzustand an und wird womöglich unüberwindbar in der eigenen Wahrnehmung.

Wenn Du schreibst, dass es ein Zustand ist, in dem Du Dich bereits über 2 Jahre bewegst, ohne nennenswerte Veränderung ist das sehr lange gesehen auf eure Beziehungsdauer von 5 Jahren.

Für Menschen, denen eine gute Paarsexualität sehr wichtig ist, weil sie in vielen Beziehungen der Kitt für die seelisch-romantische Bindung ist. An dieser Stelle wird es schwer das Ich und die Bedürfnisse zu verleugnen, wenn das lustvolle Prickeln zu früh aufhört, sobald es zur Sache geht/gehen soll. Daraus können früher oder später auch massive Orgasmusprobleme entstehen, weil der innere Spagat zu groß wird, Lust zeigen zu müssen, die man als Frau gar nicht mehr spürt oder aufbauen kann.

Somit kann ich den inneren Druck verstehen, dass in Dir ein Gefühl entstanden ist, dass es bei euch beiden nicht für die Hochzeit, die Kinder und ein weiter so für die Zukunft ausreicht. Da lässt sich irgendwann auch nichts mehr beschönigen oder ausblenden, weil die Enttäuschung mit jedem sexuellen Zusammensein tiefer und größer wird.

Um ein ehrliches und offenes Gespräch werdet ihr nicht herum kommen, auch wenn der Ausgang vermutlich nicht viel anders sein wird, als das was Du bereits als Antwort Deines Freundes kennst.

Nach meiner Erfahrung lässt sich ohne eine gewisse Neigung und Neugier nichts erzwingen. Und ich denke schon, dass in Deinem Freund zum Teil schon Versagerängte "ticken", Deinen Wünschen und Ansprüchen nicht genügen zu können. Er deswegen jede Unterhaltung abwürgt und als seine "Lösung" zum Thema anbietet.

Du wirst für Dich die Verantwortung übernehmen müssen, ob Du mit der latenten Gefahr weiterleben möchtest, Deinen Bedürfnissen mit einem dafür offenen Mann ausleben zu wollen, nachgehen könntest. Oder, ob Du dieses Risiko nicht eingehen kannst und willst, eine gepokerte Zukunft für vermeintliche "Sicherheit" einzutauschen.

T3ellMe8Mor6e11


ich war zuerst unsicher, ob ich auf diesen Beitrag eingehen sollte oder nicht. aber als ich gerade den Beitrag von ** DieDosismachtdasGift** gelesen habe, musste ich mich einfach auch zu Wort melden.

Zuerst einmal zu deinem Problem, Pauline:

Ich kann dich wirklich sehr gut verstehen. wenn es bei mir auch nicht identisch ist, so steck(t)e ich doch in einer sehr ähnlichen Lage wie du. Mein Mann und ich haben uns im Laufe unserer Beziehung in vielerlei Hinsicht auseinander entwickelt. da sind einige Dinge nicht mehr stimmig. darauf aufmerksam geworden bin ich allerdings erst, als das Thema Sex in den Vordergrund trat. Ich lernte einen anderen Mann kennen, mit dem ich diesbezüglich von Anfang an auf einer Wellenlänge war und mit dem sich auch mehr entwickelt hat als das bloße Teilen der gleichen Vorlieben. Mein Mann erfuhr recht zeitnah davon, dass ich unglücklich bin, was ich will und dass es da jemanden gibt, für den ich Gefühle habe und mit dem ich gern zusammen wäre. Im Laufe der Monate wurde mir dabei immer mehr bewusst, dass ich das Risiko ihm evtl. immer wieder fremdgehen zu können, weil ich unzufrieden bin und wir beide nicht ganz so kompatibel zu sein scheinen, nicht wirklich eingehen möchte. er hat ja auch was besseres verdient als eine Frau, die immer etwas vermisst und dabei nach links und rechts schaut.

jeder muss das selber wissen, ob ihm diese Unzufriedenheit oder das Vermissen eines Faktors wirklich reicht, um die Beziehung in Frage zu stellen. Ich selbst denke aber auch, dass wir eine gewisse Verantwortung tragen, die über uns hinausgeht. Mich kann noch so viel mit meinem Partner verbinden. Wenn da etwas ist, von dem man weiß oder ausgeht, dass man es in dieser Beziehung nicht mehr bekommen wird, wird man es sicherlich früher oder später woanders suchen. Und das wäre am Ende nicht fair für die Person, mit der man sein Leben teilt.

Dass bei diesen Gedanken natürlich auch viele Ängste mitspielen, ist völlig klar. Die habe und hatte ich auch.

Und der Mann, mit dem ich gern zusammen wäre, hat diese auch. Sogar ähnlich wie Pauline sie beschreibt. Ich denke DieDosismachtdasGift trifft es (wie fast immer) ziemlich treffend.

Ob man am Ende wirklich pokern will und das nur für das vermeintliche Gefühl von Sicherheit, muss jeder selbst entscheiden.

Doch wenn man wirklich spürt, dass da etwas ist, was einem der Partner wohl niemals geben kann/wird, dann sollte man so fair sein und sich und dem Partner die Möglichkeit geben etwas Neues anzufangen, bei dem diese Risiken minimiert oder gar eliminiert werden können. @:)

B!lWaue+Astexr


Das ist halt der typische Med1-Rat, daran musst du dich hier gewöhnen. Das Doppel-T (Trennung oder Therapie) wird aus der Ferne leicht als ultimativer Ratschlag über die Mauer geworfen und ich bezweifle, dass die Urheber im eigenen Privatleben so konsequent wären, wie sie hier empfehlen.

Der schnelle Rat zur Trennung ergibt sich eben daraus, wenn man gewisse Erfahrungen hat, wie diese Fäden üblicherweise verlaufen. Meist kommt eine junge Frau mit einem "harmlosen" Beziehungsproblem. Allerdings ist dann schon ein gewisser Leidensdruck gegeben (besonders zu beobachten, die sich extra wegen ihrer Frage im Forum anmelden). Da bahnt sich oft jahrelang gehegte Unzufriedenheit ihren Weg. Wie bei der TE, die mindestens 2 ihrer 5 Beziehungsjahre mit sich hadert. Oft ist das Problem auch nur ein Symptom der zugrundeliegenden Symptomatik.

Ich persönlich glaube nicht, dass man den inneren Wesenskern solcher Menschen durch Gespräche und und dem Bekenntnis des Mangels bedeutsam verändern kann.

Ich denke nicht, dass es zielführend ist sexuelle Themen zu zerreden. Nichts ist abtörnender, als über Probleme beim Sex zu reden. Die Leichtigkeit geht verloren, man begibt sich unweigerlich in eine Abwärtsspirale. Entweder man ist kompatibel oder nicht. Man kann versuchen, tieferliegende Hemmungen, gesellschaftlich geprägte Tabus etc. zu überwinden (wie Comrans Frau), aber im Kern muss man einfach auf einer Wellenlänge liegen.

Entweder du nimmst deinen Partner so, wie er (sexuell) ist, oder du trennst dich. Denn sonst taucht irgendwann jemand auf, der dir den Kopf verdreht.

Eine Partnerschaft unterscheidet sich von einer Freundschaft durch das Sexuelle. Wenn einem Sex wichtig ist (und das lese ich bei dir raus), dann sollte man da keine Kompromisse eingehen. Du bist noch jung, genieß dein Leben und gib dich nicht mit Kompromisslösungen ab. @:)

Und wenn deine größte Angst ist, "nichts Besseres mehr zu finden" - das ist Unbegründet. :)z

F'uriPous


Ich bin hier voll und ganz bei Comran, weil sich das Ganze bei mir ähnlich verhalten hat.

Ich war in unserer Beziehung einige Jahre lang der Part, der (sexuell gesehen) offener und experimentierfreudiger war.

Meine Partnerin war mit dem "Standard" zufrieden und machte leider auch öfter mal den Eindruck, das Ganze (also den Sex an sich) sowieso nur mir zuliebe zu mit zu machen. :-/ ":/

Ich kann daher absolut nachvollziehen, wie frustrierend das sein kann. Auch bei mir kamen Zweifel, ob die ansonsten sehr schöne und innige Beziehung das aushalten kann.

Meine Geduld hat sich aber gelohnt:

irgendwann (ich kann Dir leider nicht mehr sagen, wann, oder wieso) hat sie sich schrittweise geöffnet.

Mittlerweile ist sie der Part, der gern Abwechslung hat und der Dinge versuchen möchte, die ich bis dato nur in meinen kühnsten Träumen ausmalen konnte... |-o das überfordert mich manchmal regelrecht.

Was ich damit sagen möchte: es ist nicht 100%ig festgelegt, dass Dein Partner für immer mit angezogener Handbremse durchs (Sex-)Leben gehen möchte. Es kann sich auch "zum Guten" wenden, so wie bei uns.

Ich denke, meine Partnerin hat es sehr lange nicht zugelassen, ihre eigenen Fantasien an sich ran zu lassen. Wie gesagt - leider weiß ich nicht, weshalb sich das geändert hat. Wenn ich das wüsste, könnte ich mit Coaching sicherlich ne Menge Geld verdienen. ;-D Falls Du mehr zu diesem Wandel lesen möchtest, kannst Du mich gerne per PN kontaktieren.

Wenn ansonsten alles passt bei Euch, möchte ich Dir raten, geduldig zu sein und hartnäckiger das Gespräch zu suchen. @:)

Ptauli ne8x7


Lieben Dank für eure Antworten!

Damit es hier jetzt nicht zu voll wird, versuche ich mal gesammelt auf das einzugehen, was mir besonders wichtig erscheint.

Vieles von dem, was ihr sagt stimmt. Ich hadere viel und lange mit mir und meine Lust (auf ihn) hat immer mehr nachgelassen. Ich sehe immer mehr auch die Problemchen die hinter dem Thema Sex versteckt liegen und weiß im Grunde, dass ich so langfristig nicht glücklich werde.

Ich habe tatsächlich, ähnlich wie es TellMeMore11 beschreibt, jemanden kennen gelernt, mit dem ich mich schon länger sehr angeregt austausche und mit dem ich einige Interessen und Vorlieben teile. Meine Neugier dieser Person gegenüber wird immer größer und ich frage mich, ob so etwas nicht am Ende wirklich nur auf Betrug hinauslaufen kann. und ob, selbst wenn ich diesen nun abwende, nicht irgendwann jemand anderes kommt, der mich schwach werden lässt.

dann frage ich mich, ob ich diese Chance jetzt nicht nutzen sollte. Da wäre jemand, mit dem ich mich ausleben könnte, der auch als Mensch auf meiner Wellenlänge ist und Potenzial mitbringt.

Aber was wenn ich mit dieser Person richtig auf die Schnauze falle und dann am Ende alles verloren habe? :-/

Es ist ein schlimmer Zwiespalt zwischen Moral, Gewissen, Sehnsucht, Lust und meinen Ängsten davor etwas zu wagen... :-(

DyieDosi%smacchytdas:Gif(t


Um es noch einmal genauer abzugrenzen. Es ging mir in meinem ersten Beitrag nicht um die vorschnelle Trennung, "weg mit ihm, er taugt nicht für das ganze Programm".

Durch soziale Prägung und Erziehung, haben viele junge Menschen trotz Generation "Porno" (oder vielleicht gerade deswegen) zunehmend Ängste vor Überforderung, Vergleich und innere Unsicherheiten. Das als Faktenlage ist absolut nichts Ungewöhnliches oder "schlimmes".

Außer wie man so salopp sagt, die naturgeilen, stürmisch neugierigen Naturen die gern experimentieren, die relativ schnell Grenzen überwinden und neue Herausforderungen suchen, (was nicht für die große Masse der ersten Beziehungspartner gilt), haben so einige Leute ihre Hemmnisse und Problemchen in eine intakte und erfüllte Sexualität hinein zu wachsen. Möglich, dass sich dabei oft selbst unnötig viel Druck gemacht wird oder noch Erfahrungen fehlen, wenn es weniger vorher gelebte Vergleiche gibt.

Woher soll Mann/Frau es in so einer Situation angekommen besser wissen, ob es tragfähig bleibt? Aber es gibt eine innere Intuition für das Machbare und das nicht Lösbare. An genau dieser Stelle steht die TE gerade und an jedem Ende vom Weg steht jemand, der laut ruft hier geht's lang. ;-)

Hier an diesem Punkt geht es um wichtige Lebensentscheidungen. Nicht darum, ob die zwei die nächsten 2 Wochen noch zusammen bleiben, weil die Kennenlernphase nicht mehr spannend ist.

Hier geht es um sein oder nicht sein. Sexuelle Probleme, die es vor der Ehe und dem umgesetzten Kinderwunsch gab, werden sich danach kaum in totaler Selbstlosigkeit und "Schwamm drüber" auflösen. Nein, sie werden sich gerade, weil es dann noch mehr Verbindlichkeit und Verantwortung gibt, weiter vertiefen und noch mehr Zweifel/Bedrückung herauf beschwören. Es gibt dafür genügend Beispiele im Unterforum Sexualität.

Ehrlich gesagt glaube ich in diesem speziellen Fall nicht nur an das Problem Paarsex. Es gibt aufseiten der TE sicher noch andere "Fallstricke", die sie bewusst oder unbewusst in sich spürt.

In meinem Empfinden hakt es hier noch an anderen Dingen, als jene die offen im Eingangsthread angesprochen wurden. Vor allem, wenn das Wort "eigentlich" ein paar Mal zu häufig im Wortschatz auftaucht. Es ist hier häufig eine "überspielte" Relativierung. Eine Liebe, Beziehung und sexuelle Partnerschaft, die überwiegend rund läuft, muss nicht auffallend verteidigt und ein Ticken zu oft als so gut begründet werden.

Nicht vor sich selbst und nicht vor anderen. Wenn das Eigentliche, eigentlich so weniger schwerwiegend und kaum nennenswert wäre, gäbe es den Druck und die innere Angst etwas Falsches zu entscheiden nicht.

Der Freund der TE kennt ihre Bedürfnisse und Wünsche nach Veränderung und mehr Pep in Sachen Erotik + Fantasie. Übergeht das alles dennoch sehr stringent.

Das macht für mich den Unterschied aus, ob man es als Paar schafft in eine verbindliche Zukunft zu gehen. Probleme werden meist erst zu wirklichen größeren Katastrophen, wenn sie verdrängt oder nur noch ausgehalten werden. Es zunehmend egaler wird, ob sich etwas verändert.

Hätten eure Partnerinnen @ Comran und @ Furious ihre starre Haltung beibehalten wie gehabt, wärt ihr heute nicht in der glücklichen Lage euch über die gemeinsame Geduld und Ausdauer zu erfreuen und auf ein zufrieden gelebtes Paarleben zurückschauen zu können. :)^ :)=

Es ist wirklich die Frage an dieser Stelle und ich weiß wie verdammt schwer das ist und sein kann, wie sehr man das Bedürfnis nach neu und anders experimentell ausreizen kann, ohne das Wesentliche aus den Augen zu verlieren dabei. Einen Partner über einen empfundenen Mangel das Gefühl zu vermitteln, Du "bringst es nicht" (nein es ist nicht die Potenz damit gemeint) löst zunehmend Verlustängste aus, weil latent etwas mitschwingt, was wie eine innere Mauer wirkt, die höher und höher wird, je länger etwas ausgeblendet und unterdrückt werden muss je nach Blickwinkel und Partnerempfinden.

Gewisse Hürden lassen sich durchaus überwinden, wenn beide Partner gelernt haben eine füreinander verständliche Sprache für die Bedürfnisse zu finden. Aber das Ganze hat auch Grenzen, die nicht 'nur' im Gespräch oder mit mehr Geduld gelöst werden kann.

Die vorhandene Begrenzung rechtzeitig zu erkennen und für sich annehmbare Lösungen zu finden, ist wichtig je kürzer die Beziehung ist und je jünger die Partner sind. Das kann wie bei euch durchaus im Gleichklang von Kompromissen gelingen, aber manchmal steht auch eine schmerzliche Trennung als Lösung bevor. Was richtig oder falsch ist, kann schwerlich vorausgesagt werden, das liegt bei den beiden als Partner.

F`urtiouxs


@ DieDosismachtdasGift

Hätten eure Partnerinnen @ Comran und @ Furious ihre starre Haltung beibehalten wie gehabt, wärt ihr heute nicht in der glücklichen Lage euch über die gemeinsame Geduld und Ausdauer zu erfreuen und auf ein zufrieden gelebtes Paarleben zurückschauen zu können.

Da gebe ich Dir vollkommen recht.

Ich möchte mir keine Prognose erlauben, wie das Ganze im anderen Fall ausgegangen wäre. *:)

R6alph;_HxH


Unerfüllte sexuelle Phantasien bedeuten nicht selten das Ende einer Beziehung, denn sie führen schnell dazu, dass das Sexleben ganz einschläft. Dann gibt es die Trennung oder die heimliche Affäre oder man versinkt in depressivem Selbstmitleid.

Auswege sind schwierig. Der sexuell konservative Partner wird nicht von heute auf morgen offen und neugierig. Und nicht jedem ist es gegeben, 10 Jahre zu warten ohne Erfolgsgarantie. Je höher der Leidensdruck, desto dringender die Suche nach einer Lösung jetzt sofort.

Du schreibst, dass Dein Partner Deine Phantasien vermutlich gar nicht mal kennt. Nein? Warum nicht? Das offenbart, dass da noch viel Potential ist, gemeinsam über das Thema zu reden. Wenn er nicht drüber reden will, dann versuch ihn zu führen. Wenn er Dich aus der Küche ins Schlafzimmer dirigiert, sobald es heiß hergeht, dann gib dem halt nicht nach. Wie reagiert er, wenn Du ihm sagst, dass Du es hier und jetzt in der Küche willst? Vielleicht gefällt es ihm ja, nachdem es einmal geklappt hat?

Ich denke, bevor man eine Affäre anfängt oder sich trennt, sollte man ruhigen Gewissens sagen können, dass man mit dem Partner gemeinsam wirklich alles versucht hat.

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Es ist schwierig, wenn die Sexualität einen unterschiedlichen Stellenwert bei den jeweiligen Partnern hat. Und das scheint ja so bei euch zu sein. Ihm genügt es so wie es ist, Du wünschst dir Veränderung und die Möglichkeit, Deine Phantasien auszuleben. Mir stellt sich die Frage, ob du hier nicht schon viel eher hättest versuchen sollen, mit ihm darüber zu reden. Du schreibst z.B. dass du Dirty Talk schon immer gut fandest, also ist dir das auch irgendwie wichtig. Ihm gefällt es aber nicht. Das klingt für mich so, als ob ihr eigentlich nie auf einer gleichen Welle geschwommen seid (sexuell gesehen). Warst Du also von Anfang schon unzufrieden mit eurem Sexleben? Du solltest nun abwägen, ob er Dir als (geliebter) Mensch wichtig genug ist oder ob du zu deinem Glück diese sexuelle Komponente ausleben willst/musst. Allerdings hört es sich so an, als ob du dich da bereits entschieden hättest. Zumindest hast du den ersten Schritt bereits getan (jemanden kennengelernt). So oder so solltest du ihn da mit einbeziehen und nicht Knall auf Fall vor vollendete Tatsachen stellen.

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