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"Helfen" im Haushalt vs. Verantwortung und Teilhabe

vDictqoridne hat die Diskussion gestartet


bei uns ist es in der Partnerschaft so, dass ich alles organisiere, was mit dem Haus, Garten, unserer Tochter, Papieren und sonstigem zusammenhängt. "Nebenbei" studiere ich in Vollzeit. Mein Mann ist selbstständiger Unternehmer und sehr eingebunden (Erklärung dazu folgt weiter unten) und ist nach der Arbeit einfach nur fertig.

jetzt ist er länger auf Geschäftsreise und ich habe gemerkt, dass es gar keinen Unterschied macht, ob er da ist oder nicht, weil ich sowieso alles alleine mache. Egal ob es um Möbel kaufen/aufbauen, Administratives, Einkaufen, Haushalt, Planung von Events (Taufe o.ä.) etc. geht. unsere Tochter ist übrigens ein Jahr alt. er macht auch fast nichts im Haushalt, er trägt Wasserkisten hoch und bringt den Müll (auf Aufforderung) runter. selbst wenn ich irgendetwas brauche (ICH brauche es, denn ich bin irgendwie für alles verantwortlich wie gesagt) dann kann ich lange warten bis sich was tut, deswegen habe ich z.b. Stühle, Tische sowie das Kinderzimmer für unsere Tochter auch selbst gekauft (und von meinem oder seinem Vater aufbauen lassen. ICH muss dann dort anrufen und sagen, bitte helft mir, ich schaffe es nicht alleine).

ich habe als meine Tochter fünf Monate alt war, ein Praktikum im Ausland gemacht und war so 7 Wochen lang weg. die Zeit im Ausland ist mir nicht schwergefallen weil ich es nur so kannte, alles alleine zu machen. es war sogar manchmal entspannend weil er mir nicht reingeredet hat und ich so die Dinge so machen konnte wie ich sie für richtig halte.

jetzt kümmert er sich schon manchmal abends um unsere Tochter, aber es ist nie so, dass er sich nur ihr widmet. entweder guckt er Fernsehen oder hantiert nebenbei mit seinen Handies und das finde ich schon sehr traurig. manchmal bin ich so kaputt auch wegen des Schlafmangels (meine Tochter wacht immer noch ca. 6 x pro Nacht auf) dass ich abends nichts koche (weil ich weiss ich habe keine Power danach noch Küche aufzuräumen und sonstiges), dann fahren wir oder er zu seiner Mutter. dort kann auch jemand das Kind nehmen und es gibt etwas Ruhe.

mittlerweile bin ich einfach nur sehr sehr traurig.

es geht mir nicht um konkrete Handgriffe im Haushalt (obwohl es schön wäre wenn ich nicht jeden Abend bis 22 Uhr alleine räumen müsste, was ich tagsüber wegen Uni und Kinderbetreuung nicht geschafft habe) aber um das Gefühl der Verantwortung und Teilhabe. Er nimmt an nichts teil und alles muss ich alleine machen. Wenn es um irgendwelche Events wie Taufe geht, macht er Vorgaben aber ich soll es organisieren und er ist einfach nicht beteiligt und interessiert sich nicht. egal Elterngeld, Kindergeld, Kindergartenanmeldung, Tagesmutteranmeldung etc. pipapo das bleibt einfach bei mir liegen und er fragt nichtmal nach. für ihn ist das selbstverständlich dass ich das mache.

ich hab versucht mit ihm über dies und anderes zu reden aber REDEN ist hoffnungslos. für ihn ist es schon viel Mithilfe wenn er einmal in 2 Monaten staubsaugt oder einmal im Monat die Spülmaschine ausräumt. wir haben beide die evangelische Religion aber er ist nicht in Deutschland geboren. er meint im Spaß immer, wenn er eine Frau aus seinem Land hätte, wäre es selbstverständlich dass sie alles zuhause macht.

ich möchte es nochmal mit ihm versuchen, aber von alleine tut sich bei ihm nichts. generell ist er ein Typ, der sich nur mit dem Holzhammer wachrütteln lässt (weil er auch tagtäglich eingebunden ist in sein Geschäft und da "genug Stress" hat und oft einfach nur abgestumpft ist). nachdem ich im Auslandspraktikum war, ging es eine Weile besser, aber das war nur von kurzer Dauer. Vor der Geburt war es so, dass hier noch ein schwerwiegendes Problem im Raum stand ein Verwandter von ihm der im Kinderzimmer wohnte und 2 Wochen vor Geburtstermin immer noch nicht ausgezogen war und da musste ich erst wieder zu meinen Eltern ziehen für ein paar Tage bis er mal Prioritäten getroffen hat.

er hat zwei Firmen hier aufgebaut, es läuft gut aber er ist sehr eingebunden. sehr gestresst, seine Arbeit ist ein hohes Risiko (auch mit hohen Erträgen) aber kein Selbstläufer. Oft muss er abends (in der Zeitverschiebung) noch Telefonate führen oder arbeitet mal ne Nacht durch bis 4-5 Uhr morgens. runterfahren ist keine Option, wenn er mal nicht erreichbar ist, dann geht gar nichts mehr. Er hat jetzt schon mehrere Mitarbeiter zu seiner Entlastung und langsam wird es weniger. es war jetzt sogar schonmal so, dass er um 16 Uhr Feierabend gemacht hat um mit unserer Tochter zum Arzt zu fahren. deshalb sehe ich grundsätzlich schon Licht und Möglichkeit für ihn, sich mehr zu beteiligen, aber es ist ja irgendwie auch bequem so, wenn ich einfach den ganzen Rest mache...

aber ich fühle mich langsam unglücklich, zumal wir auch kaum was unternehmen. hat jemand kreative Ideen wie ich nochmal mit ihm reden kann bevor ich zum sprichwörtlichen Holzhammer (vorübergehender Auszug) greife?

Antworten
Ddie zSehxerin


wie sieht denn dein studium aus? sehr viele präsenzzeiten, oder viel in "heimarbeit"? wie war das denn zwischen euch besprochen? nimmt er dein studium ernst/wahr? ist er momentan der alleinverdiener? habt ihr unterstützung in form einer haushaltshilfe, bzw. wäre das finanzierbar?

R+a,lph[_HH


Es gibt Phasen im Leben, da ist für Beziehung, Familie, Kinder einfach keine Luft. Der Beginn einer Selbständigkeit, die einen immer massiv fordert, ist so ein Zeitpunkt. Da sollte er selber eigentlich früh genug erkannt haben, dass er in dem Moment besser kein Kind bekommt und auch Du hättest das erkennen können und das mit dem Kind vielleicht lieber zurückstellen sollen. Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen, und ihr könnt nur versuchen, das beste draus zu machen...

Ganz unabhängig davon testet man doch das zusammenleben ausführlich aus, bevor man ein Kind bekommt und weiß, wie der Partner so tickt bezüglich Aufteilung der Arbeit im Haushalt? War er immer schon so drauf?

er meint im Spaß immer, wenn er eine Frau aus seinem Land hätte, wäre es selbstverständlich dass sie alles zuhause macht.

War das Spaß? Er ist das, was seine Kindheit, seine Erziehung aus ihm gemacht hat. Er greift in der Beziehung auf das Repertoire zurück, was ihm sein bisheriges Leben vermittelt hat. Wenn das Rollenverständnis bei ihm zu Hause so aussah, dann hat er das so mitgenommen und es ist eine komplizierte, langwierige Aufgabe, das zu ändern. Der Zeitpunkt dafür ist denkbar ungünstig gewählt.

Kinder sind eine große Bereicherung, eine Quelle der Freude. Aber sie sind auch eine große Belastung, ein Streßfaktor par excellence. Sie lassen Probleme in einer Beziehung sehr deutlich zu Tage treten...

UBrlXaubvexrin15


Hallo Victorine, ich antworte dir mal, da meine Situation deiner recht ähnlich ist.

Mein Pluspunkt habe ich nur darin, dass ich nicht Vollzeit beschäftigt bin (Teilzeit) und meine Kinder schon weit älter sind und gewisse Aufgaben im Haushalt mithelfen müssen(!).

Trotzdem leben wir in dieser klassischen Rollenverteilung und ich muss zugeben wir Frauen kommen dabei nicht wirklich gut weg.

Mein Mann hat seit Dezember einen riesen Karrieresprung gemacht und so geht es natürlich rund bei um. Auch er arbeitet teilweise bis nachts und ich hab ein schlechtes Gewissen, wenn er mal die Spülmaschine ausräumen muss.

Aber mal ehrlich, ich hab mir darüber lange Gedanken gemacht und bin zum Ergebnis gekommen, dass wir zwar an diesem Erfolg teilhaben, da es uns ja auch finanziell zu Gute kommt. Aber das rein gar nichts mit einem gemeinsamen Leben zu tun hat.

Das ist seine Karriere, er kann das so handhaben, weil wir Frauen ihm den Rücken frei halten. Ist an sich eine tolle Sache, aber wir bekommen dafür keine Anerkennung und auch keinen Dank.

Dabei organisieren und wirtschaften wir für ein gemeinames Leben, was eigentlich nicht stattfindet, da die gewonnene Zeit nur wieder in Arbeit investiert wird.

Wenn er sich abends mal kümmert, dann ja auch nie 100% sondern Telefon, Bereitschaft und tralala Fernsehen mitlaufen muss. Die Qualität ist schlicht im Arsch.

Was man daran ändern kann? Nichts, wenn er nicht mitmacht und erkennt, was falsch läuft.

Bei mir ist es so, dass eben nichts anerkannt wird. Er sieht sich als Versorger, ich habe das wahrzunehmen und anzuerkennen. Aber umgekehrt ist es ja nur der Haushalt den wir machen müssen. Es kommt keine Wertschätzung, das ist ein altes Problem unserer Beziehung kommt immer wieder hoch, auch wenn wir ansonsten glücklich sind.

Aktuell ist es aber wieder eine solche Phase, in der ich unzufrieden bin, da sich für mich in meinem Leben nichts ändert. Er baut auf meinem Rücken seine Karriere auf und ich gehe unter.

Tut das dein Mann auch? Denn schaffst du deine eigene Karriere überhaupt bei dieser Belastung?

viictuor+iCne


ich eben mal kurz und später ggfs. ausführlich : JA ich habe alles aufgegeben, meine wissenschaftliche Arbeit (habe eine Promotion schon halbfertig aber steht jetzt im Regal), meine wirtschaftliche Unabhängigkeit/mein Nebenjob (zuviel Ausland und Konferenz), er ist der Alleinverdiener und ich hätte mir echt etwas was wie entfernt wie ein Familienleben anmutet, gewünscht ...

nein Kind war nicht geplant aber es gibt nicht nur den Moment der ungeplanten Schwangerschaft sondern auch den Moment wo sich beide trotzdem dafür entscheiden, zusammen das Kind zu bekommen und das haben wir beide beschlossen. deshalb finde ich es müßig jetzt zu lamentieren @Ralph. ich hab ihn vor der Geburt x mal gefragt ob wir uns trennen wollen, auch jetzt ob ich ausziehen soll, ich komme locker alleine zurecht, er braucht kein schlechtes Gewissen zu haben ...nein nein...aber trotzdem ist das Endergebnis dasselbe, ich mache alles im Alleingang.

klar wenn wir als Familie zusammenleben wollen, dann wünsche ich mir Beteiligung. Liebe bedeutet doch auch geteilte Verantwortung und das Leben zu teilen und nicht einer macht alles für den anderen. ich könnte es ja verstehen wenn ich selbst nichts zu verlieren hätte, aber ich habe auch viele Jahre investiert und habe auch sehr gute Leistungen erbracht und den Anfang meiner Karriere schon gestartet. klar komme ich jetzt nicht voran, ich habe seit einem Jahr nicht mehr als 3 Stunden am Stück geschlafen (bestenfalls) und sonst bleibt auch alles an mir hängen. und wie gesagt, er HAT die Zeit, er sieht es aber nicht ein, es ist ein Mentalitätsproblem diese fehlende Beteiligung...

ich finde es jetzt aber dumm mir den Schuh mit "selbst schuld" anzuziehen, dann kann ich lieber gleich einen Schlussstrich ziehen und die Sache ein für alle mal abhaken und ihn als Zahlvater dastehen lassen. wahrscheinlich bin ich aus der Sicht derjenigen die hier mitlesen auch noch die Doofe, weil ich noch eine Chance auf ein Familienleben geben will ?!

U,rlaub/eri#n1x5


Nein , du bist nicht die Doofe.

So würde ich das nicht sehen, es steht hinter deinem Wunsch ja auch noch ein Kind, dem man diese Chance nicht verbauen will..

Liebe ist meistens nie der Grund warum es in die Brüche geht.

Aber ihr beide wollt eben etwas anderes. Auch wenn er sich das nicht eingestehen will.

Ich kenne das ja auch. Ich rede mir den Mund fusselig.

Dein Mann muss begreifen was er verliert, vielleicht ist er eurer sich zu sicher.

Vielleicht redest du mit ihm mal wirklich Klartext und änderst dein Verhalten ihm auch gegenüber (funktioniert bei mir zumindest mal).

Richte mal deine Antennen nicht mehr nach ihm aus. Mach es dir und deinem Kind schön. Erledige immer weniger Dinge für ihn, die nur dazu dienen, damit er es leichter hat - er tut das selbe ja nicht für dich. Manches kann er selbst erledigen, er ist schon groß. Bring das Kind zu den Großeltern und tu Dinge für dich. Damit du Kraft tanken kannst. Haushalt kann auch mal liegen bleiben. Wenn er eben keine Hemden mehr hat, muss er sich eben 5 Minuten mal selbst hinstellen, kann er wunderbar einrichten. Essen ebenso, notfalls geht er eben auswärts.

Bring für dich mal Abwechslung herein, damit du dich auch nicht mehr so auf das Familienleben fixieren musst. Ihm wird die Veränderung schon auffallen. Entweder er ändert etwas oder nicht, dann kannst du dir immer noch Konsquenzen überlegen.

Hauptsache du wirst für dich in deiner eigenen kleine Welt zufriedener und ausgeglichener. Das merkt auch euer Kind und darum geht es eben auch hauptsächlich. Sie ist noch so klein, sie braucht eine verlässliche Hautfigur und einem Kind nützt keine glückliche Mutter @:)

UgrlaubTerin/1x5


äh unglückliche :_D

TJerLtulixn89


ich hab ihn vor der Geburt x mal gefragt ob wir uns trennen wollen, auch jetzt ob ich ausziehen soll, ich komme locker alleine zurecht, er braucht kein schlechtes Gewissen zu haben ...nein nein...aber trotzdem ist das Endergebnis dasselbe, ich mache alles im Alleingang.

Also ich finde, du solltest ihm in der Hinsicht nicht auch noch die Entscheidung überlassen. Wenn du ausziehen oder dich trennen willst, frag ihn nicht, sondern mach es einfach.

Du bist sicher nicht doof, weil du noch auf ein schönes Familienleben hoffst. Du liebst diesen Mann doch, oder? Ist doch klar, dass du alles versuchen willst, nicht nur für eure Beziehung, sondern auch für eure Tochter. :)_

Wenn du mit ihm sprichst, dann sag ihm ruhig, dass das so nicht weitergeht. Du gönnst ihm den Erfolg und verstehst auch, dass er viel um die Ohren hat, aber möchtest selbst (so habe ich es verstanden) nicht zu kurz kommen und deine Träume leben. Da eure Tochter ja nun auch ein Jahr als ist, könnte man darüber nachdenken, ob du deine Promotion zuende schreiben und selbst wieder ins Berufsleben steigen willst. Das macht für dein Gefühl sicher sehr viel aus! Und vielleicht schlägst du ihm eine Haushaltshilfe vor, damit ihr auch Zeit für euch findet. Sag ihm ruhig, dass du ihn und die gemeinsame Zeit vermisst und gerne die Beziehung wieder aufleben lassen möchtest. Vielleicht geht es ihm ja ähnlich und er denkt wegen der vielen Arbeit nicht drüber nach.

Du machst das schon! :)_ Berichte gern!

T6ertukliOn89


Vielleicht redest du mit ihm mal wirklich Klartext und änderst dein Verhalten ihm auch gegenüber (funktioniert bei mir zumindest mal).

Richte mal deine Antennen nicht mehr nach ihm aus. Mach es dir und deinem Kind schön. Erledige immer weniger Dinge für ihn, die nur dazu dienen, damit er es leichter hat - er tut das selbe ja nicht für dich. Manches kann er selbst erledigen, er ist schon groß. Bring das Kind zu den Großeltern und tu Dinge für dich. Damit du Kraft tanken kannst. Haushalt kann auch mal liegen bleiben. Wenn er eben keine Hemden mehr hat, muss er sich eben 5 Minuten mal selbst hinstellen, kann er wunderbar einrichten. Essen ebenso, notfalls geht er eben auswärts.

Bring für dich mal Abwechslung herein, damit du dich auch nicht mehr so auf das Familienleben fixieren musst. Ihm wird die Veränderung schon auffallen. Entweder er ändert etwas oder nicht, dann kannst du dir immer noch Konsquenzen überlegen.

Hauptsache du wirst für dich in deiner eigenen kleine Welt zufriedener und ausgeglichener. Das merkt auch euer Kind und darum geht es eben auch hauptsächlich. Sie ist noch so klein, sie braucht eine verlässliche Hautfigur und einem Kind nützt keine glückliche Mutter @:)

Kann ich nur unterstützen! :)^

Lqol{aX5


Ich bin ja an sich sehr für 50:50 Teilung von Haushalt, Kinderbetreuung und Erwerbsarbeit. Insofern verstehe ich dein Anliegen, den Haushalt zu teilen...

Aber dazu dürfte es m.E. kein Alleinverdiener-Modell sein!

Derzeit habt ihr euch anscheinend für klassische Rollenteilung entschieden: Er verdient das Geld, du kümmerst dich um Haushalt und Kind.

Wenn du etwas ändern willst, würde ich mir an deiner Stelle dringend einen Job suchen. Sonst hast du nicht wirklich ein Argument, warum er seinen Teil der Hausarbeit und der Kindererziehung übernehmen sollte. Schließlich kümmert er sich zu 100% ums Einkommen. Warum sollte er 200% (100% Geldverdienen, 50% Haushalt, 50% Kind) machen, damit du dich auf 100% (50% Haushalt, 50% Kind) beschränken kannst? Das Studium finde ich als Begründung da nicht ausreichend, da du ja anscheinend schon einen Abschluss hast, also arbeiten könntest...

"Nebenbei" studiere ich in Vollzeit.

Inwiefern studierst du Vollzeit, wenn du gleichzeitig schreibst, dass du derzeit die Diss unterbrochen hast? Klingt mehr nach Ausrede, damit du dich nicht als Hausfrau sehen musst, kann das sein?

vbic}torlixne


ich habe direkt nach der Geburt weiterstudiert und Prüfungen geschrieben und alles, war dann auf Praktikum mit ihr, wo sie bei einer Tagesmutter war. Ich hatte nie eine klassische Elternzeit oder Ruhepause nach der Geburt oder sonstiges.

dieses Semester habe ich alle Vorlesungen und Seminare besucht, mit meiner Forschungsgruppe weitergearbeitet, aber letztlich zu keiner Prüfung angetreten, da ich noch im Krankenhaus war, meine Tochter auch, die Betreuung dann in sich zusammenfiel und letztlich bin ich auch nicht aus dem Loch des Schlafmangels rausgekommen um die eine Woche, die zur Vorbereitung hätte dienen können, wirklich zu nutzen.

Jetzt wird meine Tochter richtig in eine Krippe eingewöhnt und ich hoffe ich kann dann verlässlicher weiterarbeiten an allen Sachen und planen.

und Studium ist Studium, was soll ich dazu sagen? es ist ein Riesen-Zeitaufwand, Vorbereitung, Nachbereitung, etc. . Bin zudem seit 2 Jahren in einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt und mir fehlt jetzt noch eine Veröffentlichung und dann alles bisherige als kumulative Diss einreichen. Das ist nicht mein Hauptprojekt das läuft nebenbei, es wäre dumm die Möglichkeit zu verschwenden.

Für eine Berufstätigkeit brauche ich doch diesen Abschluss, mit einem Bachelor allein kann man in meinem Feld nicht arbeiten... oder soll ich jetzt noch nebenher auf 50 % arbeiten damit sich alles noch mehr in die Länge zieht?

wir haben alle mehr davon, wenn ich jetzt schnell fertig werde. Und was das Finanzielle angeht: ich habe bereits von meinen Ersparnissen die letzten 5 Monate Miete, die Putzfrau, Nebenkosten und alles für meine Tochter gekauft, um ihn zu entlasten. Weil seine Liquidität war mal nicht so gut, wie es bei Selbstständigen eben so ist und er hat das Geld anderswo gut gebrauchen können.

vbic[torinxe


PS: brauche noch ein oder wenn es schlecht läuft, zwei Semester für alles

v9i"ctoxrine


PS: und ich rede jetzt nicht davon dass er 50 % im Haushalt übernehmen soll, jenen oder den anderen bestimmten Handgriff, aber ich meine die Verantwortung zu teilen und dass er sich interessiert für das was in dem Leben von mir und seiner Tochter passiert und dass erANTEIL nimmt. es muss sich nicht in Prozent messen lassen, mir würde auch male eine Wertschätzung und minimale "Mithilfe" reichen und dass nicht immer alles wie selbstverständlich gesehen wird...

oder geht das auch nicht weil er macht ja 100 % Erwerbsarbeit und hat danach einfach keinen Kopf mehr?

h-i-klxeines


Klingt für mich jetzt erstmal wie eine - entschuldige bitte - richtig beschissene Beziehung, so von der Kommunikation etc. her.

Liebt ihr euch? liebst du ihn? WILLST du überhaupt warten, bis er mal anfängt, ein (für dich) richtiger Partner und Ehemann und Vater zu sein?

T.ert,ulinx89


Lola, lass mal deine Ansicht wegen dem Haushalt dahingestellt sein. Aber ich finde, es gehören zwei Menschen dazu, sich für ein Kind zu entscheiden und dann gehören auch zwei zu der Erziehung. Auch wenn der Partner von victorine viel arbeitet, sollte er sich zumindest seiner Tochter widmen.

Ich fühle mit dir, victorine, das muss echt hart sein. Studieren bedeutet ja auch täglich Uni, Hausarbeiten, Prüfungen, etc. Und wenn du das machen willst, dann mach das auch! Ich finde es nicht richtig, wenn eine Frau ihre Bedürfnisse hinten anstellt, "nur" weil sie Mutter geworden ist und vom Kindvater und Partner in die Hausfrauenrolle gedrängt wird.

Wie gesagt, sprich auf jeden Fall mit deinem Partner, ganz offen und ehrlich. Das muss ja nicht heißen, dass es hitzig wird oder so. Ihr braucht Ruhe für das Gespräch, daher schaffe am besten so eine Situation. Nicht, dass er noch arbeiten muss und Druck hat, dann hört er vermutlich weniger zu und ist direkt genervt. :-/

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