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"Helfen" im Haushalt vs. Verantwortung und Teilhabe

L/olVaX5


PS: und ich rede jetzt nicht davon dass er 50 % im Haushalt übernehmen soll, jenen oder den anderen bestimmten Handgriff, aber ich meine die Verantwortung zu teilen und dass er sich interessiert für das was in dem Leben von mir und seiner Tochter passiert und dass erANTEIL nimmt. es muss sich nicht in Prozent messen lassen, mir würde auch male eine Wertschätzung und minimale "Mithilfe" reichen und dass nicht immer alles wie selbstverständlich gesehen wird...

Wenn du dir das Ziel SO NIEDRIG setzt, ist es kein Wunder, dass du genau bei dem Ergebnis landest, dass du jetzt hast! Nämlich bei "minimale Mithilfe".

Nur wenn du viel höhere Ansprüche stellst, werdet ihr in etwa dort landen wo man von Verantwortungsteilung in den verschiedenen Bereichen reden kann. Er muss erst einmal einsehen, dass euer Haushalt und euer Kind auch seine Verantwortung ist. Und zwar ohne Ausflüchte. Wenn er klassische Rollenteilung abgestrebt hätte, hätte er sich eben eine andere Frau suchen sollen!!! Jetzt hat er mit dir eine Familie gegründet und ist in der Pflicht! Als Partner und als Vater. Und eben nicht nur als Unternehmer/Brötchenverdiener.

Mache ihm das klar! (Aber nicht mit so drastischen Aktionen wie Auszug oder Trennungsdrohung!) Einfach ganz sachlich. So wie er Verpflichtungen im Unternehmen hat, hat er die eben auch privat! Das muss ihm dringend klar werden. Und dann gehört nochmal ganz neu über alle Arbeitspakete verhandelt: Wer macht was, damit es eine faire Arbeitsteilung ist?

Für eine Berufstätigkeit brauche ich doch diesen Abschluss, mit einem Bachelor allein kann man in meinem Feld nicht arbeiten...

Wenn du eine Diss halb fertig hast, müsstest du doch eigentlich einen Master haben?!

oder soll ich jetzt noch nebenher auf 50 % arbeiten damit sich alles noch mehr in die Länge zieht?

Auch das ist eine Option, die sinnvoll sein kann. Wenn dein Partner dafür mehr beim Haushalt macht, wäre das ggf. eine Lösung des aktuellen Dilemmas. Wäre mir jedenfalls lieber als finanzielle Abhängigkeit.

K7letteerpvfl\anzex80


@ lola

Wenn du etwas ändern willst, würde ich mir an deiner Stelle dringend einen Job suchen. Sonst hast du nicht wirklich ein Argument, warum er seinen Teil der Hausarbeit und der Kindererziehung übernehmen sollte. Schließlich kümmert er sich zu 100% ums Einkommen. Warum sollte er 200% (100% Geldverdienen, 50% Haushalt, 50% Kind) machen, damit du dich auf 100% (50% Haushalt, 50% Kind) beschränken kannst? Das Studium finde ich als Begründung da nicht ausreichend, da du ja anscheinend schon einen Abschluss hast, also arbeiten könntest...

Das halte ich für naiv. Das würde implizieren, dass er nur soviel arbeitet um sie beide bzw alle drei finanzieren (und da sie mittlerweile geantwortet hat, dass er nichtmal genug verdient für alle und sie ihre Ersparnisse aufbrauchen musste fühle ich mich noch mehr bestätigt) und er dann aufhört soviel zu arbeiten, wenn sie auch arbeitet. Das halte ich für sehr unrealistisch, der klingt nicht ansatzweise so, als würde er nur soviel arbeiten weil er wegen ihr muss, sondern aus Überzeugung. Wenn sie dann arbeitet und er das akzeptieren würde (ob das sei mal dahingestellt) schätze ich aber, dass er das dann nicht ernst nimmt bzw. erwartet, dass sie trotzdem den ganzen haushalt etc übernimmt und ihr Job quasi ihr Privatvergnügen ist. (Orthodoxe Juden sind da das Extrem, da dürfen die Frauen das geld verdienen und die Kinder und den Haushalt managen). Der wird ziemlich sicher nicht sagen wenn sie arbeitet "Oh super, dann kann ich ja weniger arbeiten und mehr im haushalt machen" Das Problem liegt ganz woanders.

@ urlauberin

Was man daran ändern kann? Nichts, wenn er nicht mitmacht und erkennt, was falsch läuft.

Natürlich kann man was ändern. Am besten natürlich bevor man Kinder mit so jemandem bekommt oder so früh wie möglich, aber auch jetzt zwingt dich Niemand das so mitzumachen oder mit ihm zusammen zu bleiben. Das ist deine Entscheidung du wägst pro und kontra ab und kommst zum Ergebniss das der status Quo besser ist als eine Veränderung.

@ TE

aber ich fühle mich langsam unglücklich, zumal wir auch kaum was unternehmen. hat jemand kreative Ideen wie ich nochmal mit ihm reden kann bevor ich zum sprichwörtlichen Holzhammer (vorübergehender Auszug) greife?

Hängt davon ab wie er gestrickt ist. Wenn er so gar nicht reflektiert ist und der grundsätzlichen Meinung ist das es so richtig ist und auch egal ist, wenn du damit unglücklich bist dann nicht.

Gibt es Leute auf die er hört, die progessriver sind als er? Vielleicht wäre da ein Ansatz. Ansonsten ist die Frage wieviel du ihm abnimmst, also musts du ihm alles abnehmen, was weß ich, du musst ja nicht seine wäsche waschen, das ist dann sein Problem. Nächster Punkt, es klang ja so als würde er bestimmen wollen und du sollst ausführen. Da könntest du auch ansetzen, wer bestimmen will, muss auch mitmachen. Wer es macht kann entscheiden. Wenn er etwas bestimmtes haben will, soll er es also selber tun. Das müsstest du natürlich klar machen und dich dann auch jeweils auf viel gegenwind einstellen. Aber da hast du wenigstens eine Möglichkeit anzusetzen und Druck auszuüben. Die Frage ist ob dir das reicht ihn quasi zu zwingen und ob er das akzeptiert und nicht gemein wird.

Generell: irgendwie verstehe ich oft nicht, wie das so laufen kann insgesamt. Also wenn man sich die Statistik anschaut, wieviele Männer Elternzeit nehmen und wieviel kriegt man ja das Heulen. Da verstehe ich nie wie es so weit kommen kann und die Frauen sich das bieten lassen. Also klar, wenn man von Anfang an das klassische Rollenmodell verabredet hat und lebt dann sollte man sich auch nicht wundern das es so läuft. Aber ansonsten. Die Gefahr ist wohl da reinzututschen, da muss man als Frau dann von Anfang an konsequent auf Aufteilung bestehen, angefangen bei der Elternzeit (Und nein ich habe noch keine Kinder, aber der haushalt wird geteilt und wenn Kinder kommen, dann hat meine Freundin schon klar gemacht, dass sie es nicht akzeptieren wird, wenn ich nicht die halbe Elternzeit nehme. Klare Ansage.)

LholaXi5


Das würde implizieren, dass er nur soviel arbeitet um sie beide bzw alle drei finanzieren

Nein, das habe ich nie behauptet oder vermutet. Natürlich arbeitet er so viel, weil er eben das Unternehmen aufbauen will. Nur ist es eben denkbar ungünstig, wenn wenn dann deswegen alles im Haushalt und mit dem Kind an ihr hängen bleibt. Das sollte sie sich nicht gefallen lassen. Das ist auch extrem schlecht für die Augenhöhe! Daher glaube ich, dass es gut für das Gleichgewicht wäre, wenn auch sie (anspruchsvolles) arbeitet und ein eigenes Einkommn hat. Und ganz grundsätzlich: Eine Unternehmensgründung rechtfertigt keine Abwesenheit als Vater!

g'atxo


Ihr habt da gerade richtig blöde Rahmenbedingungen: er kämpft mit seiner Selbstständigkeit und du damit Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen. Aus meiner Sicht helfen da Sprüche wie "er muss halt mehr machen" nicht. Entweder nimmt sich einer von euch zurück oder ihr müsst nach unkonventionellen Lösungen suchen. Ersteres halte ich nicht für sinnvoll (seine Firma würde den Bach runtergehen und du läufst Gefahr den Anschluss zu verlieren und finanziell abhängig zu bleiben). Also solltest du mach Möglichkeiten suchen wie es dennoch funktionieren kann.

Als erstes schmeiß deine Ansprüche über Bord. Alles sauber, Quality-time mit Mann und Mann der im Haushalt hilft. Funktioniert offensichtlich nicht also verschwende keine Energie sondern denke lösungsorientiert. Überlege dir, ob du deine Tochter irgendwo regelmäßig abgegeben kannst (Großeltern, Uni, Babysitter), in der Zeit schlafe oder arbeite. Aufgaben die er dringend übernehmen muss teile ihm mit und gib ihm eine Frist (Arztbesuch hat ja geklappt, was hast du da anders gemacht?). Versuch herauszufinden, wie du mit ihm kommunizieren musst damit er versteht, was er machen muss. Lass es lieber sein ihm immer wieder Aufgaben zu geben, die nur zu Streit führen. Am Ende ist es einfacher es schnell selbst zu machen. Findet lieber Aufgaben, die er regelmäßig machen muss.

Gleich schreien wieder welche, aber ehrlich gesagt halte ich es für EnergieVerschwendung einen Menschen ändern zu wollen. Man muss sich hinsetzen und ehrliche sagen , was kacke ist, aber wenn der andere keine Einsicht zeigt oder nicht kann oder will, sollte man lieber einen andren Weg finden.

Ich möchte dich gerne bestärken deine beruflichen Ambitionen nicht über Bord zu werfen und kurz vorm Ziel aufzugeben. Wenn dein Partner dich nicht genug unterstützt, dann such dir andere Hilfe. Gerade weil es die nächsten Monate anstrengend wird, konzentriere dich lieber auf die wichtigen Dinge: dass du ausreichend zuverlässige Betreuung für deine Tochter hast und du dein Studium beendest. Alles andere wird sich mit der Zeit dann ergeben.

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