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Freund hat ein Aggressionsproblem

w\illge@sundsxein


Und ja, er hat ein Problem, weil die Aggressionen vermutlich tiefer in ihm liegen und durch diese "Lapalien" (glaub mir, sie fühlen sich (offensichtlich) nicht so an) fördern sie nur zu Tage.

In der GFK (gewaltfreie Kommunikation) ist die These, dass Wut immer nur ein Sekundärgefühl ist und unter dieser Wut immer eins der folgenden fünf Gefühle liegt: Scham, Schuld, Angst, Hilflosigkeit und / oder Trauer.

Ich habe mich privat und beruflich mit dem Thema sehr intensiv beschäftig und bisher keinen einzigen Fall gefunden, in dem es nicht zutrifft!

RCubyyx23


Beim ersten Anfall dieser Art wäre ich schon auf Distanz gegangen. Ich hätte Angst irgendwann flippt der aus, weil das Essen, das ich gekocht habe ihm zu salzig ist.

Choleriker kann man nicht mit sachlichen Argumenten ändern. Die sehen das Problem entweder selbst ein und wollen sich ändern und tun was dafür, Therapie zum Beispiel. Oder sie bleiben so.

KKlettderpf@lanzxe80


es ist nicht der frust über mangelnden kontakt mit dem kind, sondern der frust darüber, dass er in seinen augen den kontakt zum kind nur halten kann, wenn er eben ihr das gibt, was sie will.

und da er auch glaubt, dass das kind teilweise von der mutter instrumentalisiert ist, kommt seine wut nahezu jedesmal hoch, wenn das kind kommt und geld möchte.

Damit macht er es aber schrecklich einfach. Er geht damit den viel leichteren Weg, so würde ich auch generell seinen Umgang mit Agressionen einschätzen. Anstatt erstmal prinzipiell sich zu fragen was schief läuft und dann auch schmerzhafte länger andauernde Konsequenzen zu ziehen, regt er sich lieber fürchterlich auf über irgendwen, der möglicherweise nicht mal der wahre Schuldige ist. Sprich anstatt mit seinem Kind einen Konflikt zu riskieren und ihr zu sagen das es so nicht läuft und zu merken, dass sie eventuell nur wegen dem geld kommt, was er wahrscheinlich mit seinem Selbstbild nicht vereinbaren könnte, geht er in den Angriff über und sucht sich einen Schuldigen, der sich weder wehren kann noch das es einen Konflikt gibt, den man austragen könnte.

Den Freund hat also mehrere Baustellen, einerseits bestimmte Konflikte nicht riskieren zu wollen, andererseits sich dann nicht selber zu reflektieren und Schmerz zuzulassen, sondern stattdessen seine Wut und Aggression rauszukotzen. Hinzu kommt dann noch, dass er das Ganze nicht als sein Problem ansehen wird, sondern das die anderen Schuld haben. Aber ohne Einsicht keine Besserung und irgendwie klingt das Ganze sehr klischeehaft, also der Macher, der nicht damit umgehen kann, wenn er nicht alles kriegt was er will und sich so gar nicht hinterfragt, sondern alles richtig macht in seiner Welt.

K!leingaärtnexr


Diesem Typen würde ich auf der Stelle seinen Reisepass aushändigen !! 8-(

BqenitxaB.


Der Freund hat also ein Agressionsproblem....

Man selber sieht aber sein eigenes Problem nicht:

Nämlich, dass man so was für sein Leben nicht braucht.

Einen liebevollen, respektvollen Menschen möchte man an seiner Seite haben. Und wenn der Mensch das nicht bieten kann, sollte man mal bei sich schauen, warum man sich das antut und genau so was nötig hat, statt selbstbewusst adieu zu sagen, und zwar schleunigst, um dem Leben wirklich einen Sinn zu geben....

EllGusxto


@ willgesundsein

In der GFK (gewaltfreie Kommunikation) ist die These, dass Wut immer nur ein Sekundärgefühl ist und unter dieser Wut immer eins der folgenden fünf Gefühle liegt: Scham, Schuld, Angst, Hilflosigkeit und / oder Trauer.

Das ist ja hinlänglich bekannt.

Zum Problem wird es dann, wenn man aber die Wut zum Primärgefühl macht um die anderen "echten" Gefühle zu übertünchen. Wie es wahrscheinlich hier geschieht.

wtillgesu~nd0seixn


@ Ruby23

Choleriker kann man nicht mit sachlichen Argumenten ändern. Die sehen das Problem entweder selbst ein und wollen sich ändern und tun was dafür, Therapie zum Beispiel. Oder sie bleiben so.

Ich denke auch, dass sie TE auf sich aufpassen sollte und kann auch sagen, dass ich (ich habe auch manchmal Probleme mit meinen mich übermannenden Aggressionen) meine Wut niemals destruktiv gegen Menschen und deren Umfeld richte sondern nur gegen mich oder meinen Besitz

Die TE scheint so reflektiert, dass sie ihren Partner mit sachlichen Argumenten auf jeden Fall mit seiner Art konfrontieren kann und ihm ihre Grenzen zeigen. Das zwingt ihn, in sich zu schauen oder in die Flucht treiben. So wird sich zeigen, wie sehr er bereit ist, an sich zu arbeiten und ob seine Liebe zu ihr oder seine Angst vor seinen Problemen und den damit verbundenen Schmerzen größer ist...

@ Kleingärtner

Stimmt, das ist gut. Einfach gleich verlassen, denn der Mann ist ja nichts als ein riesiges Problem und macht seine Freundin total unglücklich. Und da sich ein Mensch leider nicht ändern kann, ist Flucht die einzige Lösung. Die Anderen Seite von ihm, die gemeinsame Vergangenheit und evtl. Zukunftspläne sollte sie sofort über Board werfen :)=

@ BenitaB.

Vielleicht hat ihr Partner auch liebe- und respektvolle Seite... Und vielleicht braucht sie ja doch so einen Menschen in ihrem Umfeld. Und vielleicht gibt es auch ne Lösung, wie die beiden zusammen glücklich sein können. Das alles kann sie nur ergründen, wenn sie mit ihm zusammen bleibt und versucht, die Hintergründe zu verstehen und dann Schritt für Schritt anzugehen (und er natürlich mit, sonst geht es nicht!)

@ ElGusto

In der GFK (gewaltfreie Kommunikation) ist die These, dass Wut immer nur ein Sekundärgefühl ist und unter dieser Wut immer eins der folgenden fünf Gefühle liegt: Scham, Schuld, Angst, Hilflosigkeit und / oder Trauer.

Das ist ja hinlänglich bekannt.

Ich wünsche mir, dass das wirklich von der allgemein (an)erkannte Gedanken sind! Ich habe nicht das Gefühl, dass viele Leuten das wissen oder ähnlich sehen :|N

E2lGulsto


@ willgesundsein

Ich wünsche mir, dass das wirklich von der allgemein (an)erkannte Gedanken sind! Ich habe nicht das Gefühl, dass viele Leuten das wissen oder ähnlich sehen :|N

Ich habe mich da zu ungenau ausgedrückt: Das ist in der Psychologie allgemein bekannt. Ich habe das erwähnt, weil du es in deinem Beitrag auf das Thema "gewaltfreie Kommunikation" beschränkt hast.

Denn Wut äußert sich ja nicht ausschließlich in Gewalthandlungen. Sie ist erst mal ein völlig normales Gefühl dass wir alle hin und wieder haben.

w\illgLesun@dsein


Ich habe inzwischen gelernt, dass die meisten Verallgemeinerungen Gefahren mit sich bringen. Hier ein Beispiel aus meinem eigenen Leben: Meine Therapeutin ist immer wieder verwundert, wenn ich Wut als Deckelgefühl für Scham, Schuld, Angst, Hilflosigkeit oder Trauer erwähne. Sie sieht es primär anders rum, dass Kinder Ihre Wut gegen ihre Eltern durch Schuld deckeln.

Im Gespräch konnten wir uns einigen, dass beides parallel existiert und auch aufeinander aufbauen kann. Aber der erste Gedanke zu Wut und dementsprchend auch anschließende Gedankengänge gingen eben in eine andere Richtung.

Ich habe diese These in der GFK gelernt und kenne nur sehr weniger Menschen, die diese "Ansicht" (von mir aus auch gerne "Wissen") teilen...

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