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Von Menschen gehasst.

XUi{raMixn


Keineswegs war das so. Und hier fängt das Mobben an- Mobber registrieren nicht, wie sie auf eine Person "dreinschlagen" und nicht argumentativ agieren, sondern mit persönlichen Angriffen und Herabwürdigungen. Ich hatte auch keine Aussagen ignoriert- das ist eine Falschdarstellung.

Doch, meiner Meinung nach hast du das, aber da sind wir einfach an 2 verschiedenen Punkten.

Ich würde mir das zBsp auch niemals zumuten, was du gemacht hast. Einfach weil ich es nicht ertragen würde das Echo. Wenn man sich aber hinstellt und sagt "Kritisiert mich" ist das entweder sehr mutig....oder ziemlich dumm. Das ist meine Meinung, und du musst das nicht so sehen, oder dich einfach als mutig ansehen. Ich würde das nicht, weil es mich zerstören würde.

Kritik unter Freunden kann was gutes sein. Kritik von Menschen, die man nicht so gut kennt, kann zerstörend sein.

shensuibe{lZmannx99


Aber kein Kind stellt sich hin und sagt: Kritisiert mich!

Das ist richtig.

Ich beziehe mich bei dem ganzen Mobbinggeschehen auf das Mobbing das meiner ältesten Tochter wiederfuhr. Leider traute sich meine Tochter nicht, sich an uns zu wenden, weil sie befürchtete, dafür noch mehr gemobbt zu werden. Und das ist ein großes Problem für gemobbte Personen: Sie trauen sich nicht, Hilfe von außen zu holen, weil die Befürchtung groß und nicht ganz unberechtigt ist, noch mehr gemobbt zu werden.

Als ich zufällig von einem Elternteil über das Mobbing meiner Tochter informiert wurde, wandte ich mich an Elternvertreter und wir riefen eine Konferenz mit Eltern, Schülern und der Klassenleiterin ein. Dabei kam heraus, dass unsere Tochter nicht zur einzigen gemobbten Person gehörte (ein Mitschüler wurde noch übler von Mitschülern drangsaliert).

Es wurde auch deutlich, dass die Klassenleiterin eine eher unrühmliche Rolle dabei spielte, indem sie sich auf die Seite der Mobber schlug und zwar schon ziemlich lange- purer Opportunimus steckte dahinter- sie wollte sich bei gewissen Schülern "beliebt" machen. Bei den Mobbern spielte auch viel Neid eine Rolle. Aber eben u.a. auch ausgeprägter Konsumismus und Statusdenken. Das kommt nicht von ungefähr- Eltern, die hinter den Mobbern stehen (auch mit Statusdenken behaftet, Neidkomplexe unterstützend), spielten eine ganz entscheidende Rolle für das Mobbing und dessen Auswüchse. Meine Tochter fiel einfach nur durch größere Zurückhaltung und Schüchternheit- aber eben auch für besondere Vorzüge und Fähigkeiten auf- viele Gründe für Neid, ....

Und ja, auch unter Erwachsenen kommt Mobbing oft genug vor, [[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/beruf-und-buero/buero-special/mobbing-am-arbeitsplatz-und-ploetzlich-verhalten-sich-alle-kollegen-anders/14838468.html z.B. hier-]] und wenn jemand behauptet, da könne man sich ja verteidigen, dann macht man sich des Problemes zu wenig bewusst und hat nicht die diesbezügliche Ahnung. Nicht selten schieben am Mobbing beteiligte dem Mobbingopfer eine Mitschuld zu- und damit fängt das Problem an- schon ist man Bestandteil des Mobbings ohne es selbst wahrzunehmen.

XViraixn


Nicht immer kann man sich wehren, aber man kann sich der situation entziehen.

Das ist wie ich es mache.

Heisst nicht, dass es nicht trotzdem vorkommt und es mir dann wehtut. Das tut es... aber ich muss nicht mehr eingesperrt in einem klassenzimmer sein mit solchen personen. Ich bin frei zu gehen und das war für mich eine wichtige erkenntnis.

Manchmal ecke ich aber mit dieser flucht auch an.

s/ensFibel mann9x9


Ich bin frei zu gehen

Auf Arbeit innerhalb eines Kollegenkreises? In einer Mietwohnung bei mehreren anliegenden Mietwohnungen? Innerhalb eines Dorfes oder einer Kleinstadt? So einfach ist das nicht immer. In einer Sportgemeinschaft? In einem Verein (z.B. Gartenverein)?

XZiraixn


Ganz ehrlich wenn kollegen über mich lästern sodass ichs höre, geh ich woanders hin.

Bei uns gibt es eine vertrauensfrau/mann an die ich mich wenden kann. Bzw eine psychologin für konfliktmanagement.

Also ja auf arbeit würde ich hinbekommen und zur not mir nen andren job suchen.

Man hat auf jeden fall möglichkeiten. MEHR möglichkeiten als als Kind.

Ich geh jetzt mal ganz tief in meine jugend zurück ok?

Ich war auf jugendweihereise mit einer freundin. Eines der mädchen der gruppe konnte mich nicht leiden. Sie jubelte mir einen diebstahl unter, sodass selbst die Freundin nicht mehr auf meiner seite war.

Dann packte sie mir tote krebse in meine sachen. Sie mischte mir ein anti pickel Gesichtswasser in mein shampoo und drohte mir mich krankenhausreif zu schlagen.

Als kind/jugendliche war das eine der schlimmsten wochen meines lebens. Allein in italien. Die betreuer wollten nichts mitbekommen als ich vor ihren augen beleidigt worden bin.... aber die Beleidigungen waren wie gesagt das kleinste übel.

Als ich nach hause kam, spielte ich meinen eltern vor, dass alles super war. Ich wollte sie nicht enttäuschen indem ich sagte, das was sie mir finanziert haben,war scheisse.

Als Jugendliche war ich machtlos.

Als erwachsene hingegen....

Ich würde gegen so eine Person anzeige erstatten und ein kontakt/näherungsverbot erwirken.

Wenn ich auf arbeit probleme hsb, würd ichs einmal im guten versuchen. Vertrauensfrau und mediation, aber mir im zweifelsfall versetzen lassen oder nen neuen job suchen.

Man kann umziehen und das dorf verlassen, denn man entscheiden selbst wo man lebt und nicht die eltern.

Man ist nicht so machtlos, wie als KIND.

Klar sind die lösungen nicht immer schön und einfach, aber es gibt welche, die es für mich als gemobbtes kind nicht gab.

Es gab kein andres Gymnasium ausser dieses in dem ich gemobbt wurde und meine eltern hätten auch kein geld für Internat oder so.

Ich konnte nicht wegziehen; denn meine eltern bestimmten wo ich lebe.

Ich traute mich nicht die polizei zu verständigen bei KÖRPERVERLETZUNG und heute würde ich es tun.

pietrcphaix22


Aber was genau ist der Grund dafür? Deine Art??

psarazgellnu6ss


Mit am schlimmsten ist es auch, wenn Mobbing-Opfer ignoriert werden. Wenn sie nicht mehr gehört werden. Wenn bestimmte Menschen die Themen von TE's für sich okkupieren, um sich wiederum (höchst positiv) in den Vordergrund zu stellen.

Das ist auch eine Art Mobbing.

X#iranixn


Ich kann nur sagen, bei mir waren es meine Reaktionen.

man konnte es halt mit mir machen. Ich habe angefangen zu weinen, ich habe mich nie gewehrt und habe auch nie gepetzt (weil ich dachte, mir glaubt man eh nicht).

Ich war als Kind schon moppelig und hatte eigentlich mehr Kraft, aber ich habe mich nicht gewehrt, wenn ich geschlagen wurde oder gegen eine Wand gepresst und bespuckt.

Ich glaube, wenn mir das an meinem (momentan noch imaginären Kind) auffallen würde, würde ich es fragen, was es sich wünscht anders zu machen. Wenn es sagt "Ich will nicht mehr zur Schule..." würde ich alles tun um die Schule zu wechseln, im Gegenzug würde ich aber einen Selbstverteidigungskurs mit meinem Kind besuchen. Man muss kein Schläger sein, aber wenn man sich verteidigt, anstatt passiv zu sein, könnte es vielleicht aufhören. Ich würde meinem Kind sagen "Wenn sie dich verletzen, darfst du zurückschubsen usw. Man kann zwar alles mit Worten lösen, aber wenn die Gegenseite schon darüber hinaus ist, bringt es dir nichts dich nur mit Worten zu wehren." Diese Differenzierung gab es in meiner Kindheit nicht. Mir wurde immer gesagt "Man schlägt sich nicht. Man löst Konflikte mit Worten", was sicherlich richtig ist in einer IDEALEN Welt.

Ich würde auch Anzeige erstatten, wenn mein Kind mit übermäßig vielen blauen Flecken nach Hause kommt.

Nur bin ich ja jetzt in der Erwachsenenperspektive inzwischen. Damals als Kind fühlte sich alles an, als würde NICHTS helfen.

X:iraxin


Wenn bestimmte Menschen die Themen von TE's für sich okkupieren, um sich wiederum (höchst positiv) in den Vordergrund zu stellen.

Ich versuche tatsächlich eigentlich aufzuzeigen, dass man als Erwachsener ganz andere Möglichkeiten hat, als als Kind.

Es ist nur schwer aus der Rolle des Mobbing-Opfers rauszukommen und eine andre Lösungsstrategie zu verwenden als als Kind. Man hat es so gelernt, man macht sich klein, bloß nicht auffallen... bloß nicht ruckartig bewegen.

Seinem Gehirn beizubringen, dass das nicht die perfekte Strategie ist, dauert eine Weile.

Was mir hilft, ist mir bewusst zu machen, ich bin nicht mehr machtlos!!!! Ich kann aktiv dagegen vorgehen, selbst wenn es die letzte Möglichkeit ist, die Situation zu verlassen. Es natürlich noch ettliche Eskalationsstufen vor dem Situation verlassen, die man machen kann.

s1ensi.belmEann9x9


man konnte es halt mit mir machen. Ich habe angefangen zu weinen, ich habe mich nie gewehrt und habe auch nie gepetzt (weil ich dachte, mir glaubt man eh nicht).

Ich war als Kind schon moppelig und hatte eigentlich mehr Kraft, aber ich habe mich nicht gewehrt, wenn ich geschlagen wurde oder gegen eine Wand gepresst und bespuckt.

Also hattest du dich sozial ganz vernünftig verhalten.

Diejenigen die das ausnutzen, die Mobbingstrukturen aufbauen, sind das große Problem, diejenigen, die das mitmachen, sind das Problem.

Es heißt, die Würde des Menschen ist unantastbar. Da wird durch Mobber aber die Würde von Menschen massiv mit Füßen getreten, manche springen auf diesen "Zug" mit auf- nicht selten nach dem Motto: "die Mehrheit ist auch dieser Meinung". Wozu ein derartiges Denken und Handeln führt, ist nicht nur experimentell oft genug nachgewiesen worden,

Die haben starke soziale Defizite. Leider fehlt oft ein hinreichendes soziales Korrektiv- da wären z.B. in der Schule die Eltern und Lehrer voll mitverantwortlich.

Und ein: "Du musst dich durchsetzen" ist schlichtweg unsozialer Müll. Es darf jemanden, der sich würdelos verhält, dieses Verhalten nicht gewährt werden. Anders sind die Schwachen, die Zurückhaltenden immer schlecht dran- das ist kein vernünftiges soziales Klima, wenn es ständig darum geht, sich durchsetzen zu müssen und zu wollen. Wichtig ist Rücksichtnahme, Hilfe, Zusammenarbeit- das muss den jungen Menschen vermittelt werden, das bringt Menschengruppen wirklich voran.

Genaugenommen macht es die eigentliche Stärke der Menschen aus.

"Man schlägt sich nicht. Man löst Konflikte mit Worten", was sicherlich richtig ist in einer IDEALEN Welt.

In meiner Welt ist das so. Und die Menschen, die mich umgeben, denken genauso. Und nicht umsonst hat der Gesetzgeber Gesetze verschärft (Kinder dürfen nicht mehr geschlagen werden) ... es entwicklet sich also Einiges in der Gesellschaft.

pKaraz3eKllnusxs


XRain, ich hab nicht dich damit gemeint. Deine Beiträge sind hilfreich für die TE.

sdensi,be;lmyann99


Es ist nur schwer aus der Rolle des Mobbing-Opfers rauszukommen

Genaugenomen hat es keine Chance- viele gegen einen- das ist keine gleiche Auseinandersetzung. Das Mobbingopfer ist nicht das Problem, das Problem sind grundsätzlich die Mobber, denen ein vernünftiges Sozialverhalten nicht vermittelt wurde.

s:eNns;ibel<mann99


Wenn bestimmte Menschen die Themen von TE's für sich okkupieren, um sich wiederum (höchst positiv) in den Vordergrund zu stellen.

Das ist auch eine Art Mobbing.

Ich habe nicht versucht mich positiv darzustellen oder das Thema der TE zu okkupieren. Dein Problem war, dass du personenbezogene Kritik übst, mit Unterstellungen hantierst (oder wie immer man das nennen soll) und mich dadurch in eine unangenehme Verteidigungshaltung drängst. Mir ging es eingangs gar nicht um mich.

Mit Mobbing hat das gar nichts zu tun.

Ich finde am persönlichen Muster besser darzustellen, weil es eine konkrete und keine abstrakte Realität darstellt. Abstrahieren kann man, wenn man Verallgemeinern oder das Wesentliche hervorheben möchte.

s=eJns(ibelmuannx99


Deine Beiträge sind hilfreich für die TE.

Deine leider nicht. Das fängt damit an, der TE einen Schuldanteil zuzuschieben, weil sie sich selbst angeblich in eine Opferrolle begeben würde und sich darin angeblich suhlt. Du hast das Wesen von Mobbing nach wie vor nicht verstanden.

XfirWain


Aber diese erkenntnis bringt einen nicht weiter.

Man kann die mobber nicht verändern, das müssten sie selbst wollen.

Man kann aber seinen eigenen umgang mit mobbing hinterfragen. Man hat die möglichkeit sich selbst zu entziehen. Man wird nicht durch "du mobbst mich" den mobber verändern, da dieser in seiner welt ja nichts falsch macht.

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