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Freundin verhält sich herablassend gegenüber Partner

S!ta lfyxr


Das ist sogar übergriffig in Bezug auf die Beziehung - F erzählt auch W ungefragterweise, wie sie mit M in diesem und jenem Aspekt umgehen solle.

Joa... (beste) Freundinnen halt. Mischen sich ab und an mal von außen ein und sind hierbei selten neutral (sondern eben meist solidarisch mit der Freundin). Kann schon mal nerven, ich würde aber auch eher vorschlagen, einfach den Kontakt zu F zu vermeiden.

Hättest du noch mal ein Beispiel für eine wirklich handfeste Beleidigung?

Die Sache da vor dem PC war sicher nicht freundlich, aber manche sind so und knallen dumme Sprüche raus (ich rate in solchen Fällen immer wieder: Spieß umdrehen - das macht einen Heidenspaß, zu sehen, wie pikiert und eingeschnappt solche Leute dann reagieren ]:D ). Wirklich beleidigend fand ich das jetzt noch nicht - auch wenn ich es nachvollziehen kann, dass F für M nicht die Sympathieträgerin schlechthin ist. ;-)

sowas wie ein grundsätzliches verständnis für die Bedenken von M ist bei W vorhanden. Aber das kann ja dann auch die Erkenntnis "ja, Du hast Recht, da ist eine Schieflage, trenn Dich besser von mir" sein. Und handeln muss ja M. Für W ist die Welt in Ordnung.

Naja...ich sehe das wie katiafox, das wäre etwas viel Lärm und nichts. Wenn die beiden ansonsten glücklich sind und da alles passt, trennt man sich doch nicht wegen einer nervigen Freundin. Kontaktvermeidung wäre das mildere und angemessene Mittel. Es sei denn es geht M ums Prinzip ("Ich mag die nicht, du sollst die also auch nicht mögen").

Ob das wirklich ausgeglichen und "auf Augenhöhe" ist oder M sich da latent über die Jahre viel zu viel gefallen lässt und es ein ständiges Energie-Leck ist und da dringend viel mehr Abgrenzung notwendig wäre.

Aber W verhält sich ja nicht falsch - nur die Chemie zwischen M und F stimmt nicht.

M stellt die Beziehung insgesamt in Frage zur Zeit. Kann M mit jemandem zusammensein, der sich bei solchen Dingen nicht klar hinter ihn stellt? Verlangt das nicht der gesunde Selbstrespekt?

Ich bin grundsätzlich ein großer Verfechter partnerschaftlicher Solidarität und Loyalität. Respektloses und/odr beleidigendes Verhalten gegen den Partner sollte nicht egal sein oder hingenommen werden. Aber hier fehlt mir bisher noch ein wenig die schwerwiegende Degradierung von M. M und F mögen sich nicht sonderlich und F knallt mal einen blöden Spruch raus...hmm, finde ich zu dünn um deswegen eine ganze Beziehung in Frage zu stellen. Und F ist ja nicht mal ständig anwesend, wie eingangs erwähnt wurde, eher ist die Anzahl der Kontakte doch recht überschaubar. Ist bei M und W wirklich ansonsten alles im Lot, dass man sich daran so aufreiben muss? ":/

Wenn jemand zu meiner Freundin sagen würde "Du blöde V***e", ist das dann "ihr Ärger" und kann mich kalt lassen?

Nein, natürlich nicht. Vergleichbares ist aber von F in Richtung M nicht gefallen, oder?

Alias 750430


Die Schwere einer Beleidigung bzw respektlosen Verhaltens richtet sich (zumindest in meiner Vorstellung) nicht nach dem konkreten Wortlaut, sondern nach der darin liegenden Botschaft, und diese ist in diesem Fall ganz klar von F gegenüber M "Ich nehme Dich als Person nicht für voll, ich akzeptiere Dich nicht, ich blicke auf Dich herab, ich finde es nicht gut dass W mit Dir zusammen ist, und daher versuche ich auch, sie zu erziehen, wie sie sich Dir gegenüber in der Beziehung zu verhalten hat, und ich bemühe mich kein bisschen, Dich ernst zu nehmen oder mir das was Du sagst anzuhören".

Das finde ich durchaus vergleichbar mit dem V-Wort, bzw eigentlich sogar schlimmer. Eine punktuelle Beleidigung ist verzeihlich wenn die Basis ansonsten stimmt, aber das hier ist ja viel grundsätzlicher.

Das bildet sich M auch nicht alles nur ein sondern wird von W mittlerweile ja bestätigt und genauso empfunden.

M ePhxno


Aber warum ist M dann so nett, und erklärt etwas am PC? ":/

Wenn die Botschaft dauernd so unterschwellig vermittelt wird dann hätte ich an Stelle von M nur noch Smalltalk mit F gemacht. Oder ich hätte mich um ebenfalls unterschwellige Botschaften als Antwort gekümmert.

Alias 750430


Naja, weil man die Dinge erst nach und nach zu einem runden Gesamtbild zusammensetzt. Das mit dem PC ist 10 Jahre her. Es gibt ja vieles, was man so oder auch anders interpretieren könnte, und nach dem Prinzip "im Zweifel für den Angeklagten" erstmal pro-F interpretiert. Aber nach und nach zeigte sich, dass das eben nicht richtig war und tatsächlich die negative Interpretation leider zutreffend.

MKehxno


Ah, verstehe. Vielen Dank für den Hinweis. "Im Zweifel für den Angeklagten" favorisiere ich auch. Es ist schade, wenn dann doch sichtbar wird, dass es so böse gemeint war wie es kommuniziert war.

M7orwpenxa


Sie hat halt ihre Vorstellungen, soll sie doch, mir egal. Mich hat das nicht sonderlich beeindruckt, muss ich ehrlich sagen. Mir war lediglich wichtig, meinem damaligen Freund zu vermitteln, dass ich so nicht denke und mir ihr Gerede wurscht ist. Was sagt denn deine Freundin konkret zu dem Ganzen?

:)z So wie katiafox sehe ich das auch und habe es im Familien/Bekanntenkreis auch so nicht nur einmal erlebt.

Nicht jeder Mensch mag jeden anderen Menschen. Manche sind in ihrer Ablehnung sehr direkt, andere spielen zuckersüß und lästern hintenrum und wieder andere weigern sich, mit jemandem, den sie nicht mögen, auch nur in einem Raum zu sein. Nichts davon ist sonderlich sympathisch. Und es sagt sicherlich etwas über den Menschen, der sich so verhält, aus. Aber das heißt nicht, dass dieser Mensch gegenüber Menschen, die er/sie mag, auch so ist.

Konkret gesagt: Nur, weil F total asozial gegenüber M ist heißt das nicht, dass sie auch eine schlechte Freundin für W ist. Vielleicht ist ihre Einmischung sogar für sie ein Zeichen ihrer Zuneigung gegenüber W, um diese zu "erretten". Macht es natürlich nicht besser, klar.

Aber wie gesagt: Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass ein Partner von jemandem aus der Familie oder dem Freundeskreis nicht gemocht wurde. Ganz einfaches Resultat: Die beiden Personen haben nichts mehr zusammen unternommen. Es gibt massig Paare, die komplett getrennte Freundeskreise haben, weil der Partner aufgrund irgendwelcher Dinge einfach nicht in den Freundeskreis des anderen passt - das kann sowas banales wie die Tatsache sein, dass sich der Freundeskreis wegen einem Hobby gebildet hat, an dem der Partner kein Interesse hat oder eben auch etwas, wo es ganz eklantante Unterschiede gibt (Partner aus Arbeiterfamilie trifft Freundeskreis der besseren Hälfte, der nur aus total gut betuchten Leuten besteht - hatten wir hier im Forum alles schon) und die Menschen einfach nicht zusammenfinden.

Um mal zum Punkt zu kommen, was den Fall hier betrifft: Für mich sind die Beziehungen W-F, F-M und M-W komplett verschiedene Paar Schuhe. Wenn F doof gegenüber M ist, dann kann der sich selber wehren - auch, indem er die klare Ansage macht, dass er mit F keinen Kontakt mehr möchte. Das ist sein gutes Recht. Dann treffen sich die Damen eben bei F daheim oder bei W wenn M außer Haus ist.

An Ws Stelle würde ich es so machen wie katiafox - nämlich die klare Ansage an F, dass sie M eben liebt und auf Fs Gerede nichts gibt. Wenn W das nicht machen möchte, dann ist das ihre Sache. Und wenn sie das macht, F aber trotzdem weitermacht und die gesetzte Grenze überschreitet, dann kann W darauf reagieren (oder auch nicht). Aber das ist dann etwas, was in der Freundschaft von W und F stattfindet und diese freundschaftliche Beziehung verändert und womit M nichts zu tun hat.

Und ganz ehrlich: Ich würde von einem Partner erwarten, dass er seine Konflikte selbst klärt. Ich bin doch nicht die Mutti und er/sie das kleine Kind. Und ja, das gilt auch für Konflikte mit meinen Freunden. Genauso finde ich es aber dann auch normal, wenn eine der beiden Parteien dann sagt, dass sie mit der anderen nichts mehr zu tun haben will. Das muss ich respektieren und dann finden Treffen eben ohne Partner statt und nicht mehr bei mir daheim.

Also die Ansage, dass mich die Meinung des anderen nicht interessiert, weil ich mir meine zwischenmenschlichen Beziehungen selbst aussuche, ist absolut korrekt. Aber das gilt für beide Seiten. Ich würde mir das Recht nehmen, auch mit Leuten befreundet zu sein, die jemand anderes, der mir nahe steht, nicht mag, weil sie mir guttun. Und ebenso würde ich mir das Recht nehmen, einen Partner zu wählen, der mich glücklich macht, auch wenn ihn der Freundes- und Familienkreis nicht mag. Wenns da nicht passt, dann kommt der Partner eben nicht zu Familie und Freunden mit. So einfach.

Endaussage: W soll mit F so lange befreundet sein, wie es ihr guttut. Wenn sie von F zusehends genervt ist, dann ist es an ihr, an ihrer Freundschaft etwas zu ändern. Wenn M von F genervt ist, dann steht es ihm frei, etwas an seiner Beziehung zu F zu ändern (= den Kontakt komplett abzubrechen). Ich würde das nur als Faktor in der Beziehung W-M sehen, wenn W sich in so einem Fall klar auf Fs Seite positionieren würde, so nach dem Motto "Stell dich nicht so an". Aber das auch nur, weil es zeigt, dass W dann generell die Wünsche Ms nicht respektiert und ernst nimmt und nicht, weil es irgendwie ihre Pflicht ist, sich auf Ms Seite zu stellen. Das wäre dann nur etwas, was ein generelles Beziehungsproblem aufzeigt.

m/nLef


Wie verhält sich F gegenüber anderen Personen?

Naja, weil man die Dinge erst nach und nach zu einem runden Gesamtbild zusammensetzt. Das mit dem PC ist 10 Jahre her.

Also einerseits merkt man sich manchmal wirklich auch Kleinigkeiten, andererseits auch schräg, dass dich der PC-Spruch nunmehr 10 Jahre nicht loslässt. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem, F zu ruppig, du zu sensibel.

Wenn jemand zu meiner Freundin sagen würde "Du blöde V***e", ist das dann "ihr Ärger" und kann mich kalt lassen?

Kalt lassen nicht, aber gesund wäre eher, sich n paar Minuten aufzuregen, dann wieder runterzufahren und den Kontakt zurückzufahren und der Freundin selbst zu überlassen, wie sie das handhabt. Ich würde jedenfalls nicht dauerhaft frustriert sein oder mich (stellvertretend) wirklich getroffen fühlen, weil irgendein Asi zu meinen Freunden das F** oder Hu*s*** oder vergleichbare Proletenbegriffe sagt.

Die Schwere einer Beleidigung bzw respektlosen Verhaltens richtet sich (zumindest in meiner Vorstellung) nicht nach dem konkreten Wortlaut, sondern nach der darin liegenden Botschaft, und diese ist in diesem Fall ganz klar von F gegenüber M "Ich nehme Dich als Person nicht für voll, ich akzeptiere Dich nicht, ich blicke auf Dich herab, ich finde es nicht gut dass W mit Dir zusammen ist, und daher versuche ich auch, sie zu erziehen, wie sie sich Dir gegenüber in der Beziehung zu verhalten hat, und ich bemühe mich kein bisschen, Dich ernst zu nehmen oder mir das was Du sagst anzuhören".

Ich sehe gerade das nicht als Beleidigung. Es bleibt bei rund 8 Mrd. Menschen auf der Welt nicht aus, dass sich nicht alle gegenseitig für voll sind und nehmen. Du hast eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

1. Du verabschiedest dich davon, dass F dich als auf Augenhöhe mit sich selbst sehen soll. Ob dir das ist egal wird und der Kontakt weiterbesteht oder es dir nicht egal ist und du deshalb den Kontakt abbrichst sind Ausgestaltungsmöglichkeiten.

2. Du verkraftest den Umstand weiterhin nicht und willst etwas dafür tun, dass dich als auf Augenhöhe sieht. Dann ist dein momentaner vermutlich denkbar falsch und feuer Fs subjektives Empfinden, dass du unterlegen bist, nur weiter an.

mPnef


* Dann ist dein momentaner Ansatz

Alias 750430


weil irgendein Asi

würdest Du denn in der Situation mit dem "Asi" selber befreundet sein wollen?

m!nxef


Nö, aber das ist doch jedem selbst überlassen. Wenn du nicht willst - bleiben lassen. Wenn W trotzdem will - soll sie machen. Es ist nicht deine Aufgabe das argwöhnisch zu begutachten, weil du nicht verstehen kannst, was W an dieser Freundschaft noch findet - sonst bist du F ähnlicher, als du denkst.

EGmotzionxale


M kennt sich in einem bestimmten Themengebiet gut aus, F hatte dazu mal ein paar Fragen. M und F haben sich gemeinsam vor den Computer gesetzt und M hat F Dinge gezeigt und ihre Fragen beantwortet. F hat dabei aber mitten in der Antwort schon das Thema gewechselt und die nächste Frage gestellt. M hat dann irgendwann gefragt "Warum stellst Du Fragen, wenn Du Dir die Antwort gar nicht anhörst?" und F darauf geantwortet "Du solltest Dich langsam mal dran gewöhnen, dass es Menschen gibt, die schneller denken als Du".

Da wäre m. E. die passende Antwort: "Prima, wenn Du so schnell denken kannst, dann kannst Du Dir ja die Antworten auf Deine Fragen sicher auch selber googeln." Und Abgang.

Wenn jemand schon so nett ist, mir etwas zu erklären, dann drücke ich ihm doch nicht noch rein, dass ich ihn für doof halte? Hallo? Klingt eigentlich sogar danach, dass sie seine Zeit in Anspruch genommen hat, um eine Bestätigung für ihre Abwertung seiner Person zu bekommen.

Ich finde, W müsste sich dringend fragen, wann F wohl anfangen wird, sie abzuwerten. (Wenn jemand solche Verhaltensweisen pflegt, beschränkt sich das normalerweise nicht nur auf eine Person.) Interessant wäre auch (im Rahmen des Beispiels) Ws Antwort auf die Frage von M, ob W ihn auch für jemanden hält, der nicht schnell denken kann. Und wenn ja, ob sie das stört. - Es ist auf jeden Fall Zeit für W, sich zu überlegen, ob sie bzw. zu wem sie gehören möchte. Vielleicht teilt sie ja die Meinung von F und will das nur nicht zugeben? Oder wie? ???

Gruß

Alias 750430


Interessant wäre auch (im Rahmen des Beispiels) Ws Antwort auf die Frage von M, ob W ihn auch für jemanden hält, der nicht schnell denken kann.

nein, absolut nicht.

@ mnef+morwena

Ich finde das problematisch. Ich könnte meinerseits nicht unbefangen mit jemandem befreundet sein, der meinen Partner beleidigt und vor allem dauerhaft herabwürdigt. Wenn ich das emotional tolerieren könnte, würde ich mich fragen was das über meine eigene Meinung über meinen Partner eigentlich aussagt (wenn ich der Beleidigung zustimme, warum bin ich dann mit ihm zusammen? Wenn ich ihr nicht zustimme, ist sie ungeheuerlich und nicht hinnehmbar). Wer jemanden, der mir sehr nahesteht, angreift, greift auch ich an.

Lbicht;AmHdorizvont


@ TE

Botschaft, und diese ist in diesem Fall ganz klar von F gegenüber M "Ich nehme Dich als Person nicht für voll, ich akzeptiere Dich nicht, ich blicke auf Dich herab, ich finde es nicht gut dass W mit Dir zusammen ist, und daher versuche ich auch, sie zu erziehen, wie sie sich Dir gegenüber in der Beziehung zu verhalten hat, und ich bemühe mich kein bisschen, Dich ernst zu nehmen oder mir das was Du sagst anzuhören".

Hier käme es mir anstelle von M darauf an, ob W sich von F "erziehen" lässt. Passt sie ihr Verhalten dem von F an? Widerspricht sie? Kein Unterschied?

Alias 750430


eigentlich nimmt W das (bisher) eher stillschweigend hin und reagiert gar nicht darauf. Steht quasi neutral dazwischen.

mjnef


Wer jemanden, der mir sehr nahesteht, angreift, greift auch ich an.

Das ist in meiner Sicht etwas zu weit gedachte Loyalität. Wenn F M angreift, dann nur M und nicht W gleich mit. Andersrum genauso.

Vielleicht ist die Frage untergegangen: Wie verhält sich F gegenüber anderen Personen?

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