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Hartz4 und Sohn will nach Work and Travel machen

hMiklneixnes


Weil solche Dinge nicht in ihrer Hand liegen. Sie kann jemanden finden, muss aber nicht und so richtig beeinflussen kann sie das auch nicht. Da steckt viel zu viel Glücksspiel drin.

Außerdem ist das doch total abwertend, ihr zu suggerieren, sie bräuchte einen Mann, um ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Es besteht doch aus meiner Sicht kein Zweifel, dass sie das ganz alleine schafft. Sie scheint eine vernünftige und strukturiert denkende Frau zu sein - so kommt sie hier jedenfalls rüber. Warum sollte sie sich von der möglicherweise nie eintretenden Zukunft mit einem zahlungswilligen Mann abhängig machen?

Das schafft sie bestimmt alleine.

MDiolky_xe77


Einen Mann suchen um dann gratis bei ihm wohnen zu können, toller Rat :-o :-X X-\ 8-(

e$leFktro9boi


Verstehe das Problem nicht...unser Gesundheitsminister und MdB für die CDU, Jens Spahn, hat doch deutlich gesagt dass ein Leben mit Hartz4 keine Armut bedeutet und man sich um nichts sorgen braucht. Immerhin 1/3 der Wahlberechtigten unterstützt doch direkt diese Partei und eine absolute Mehrheit immerhin H4.

Soziale Mobilität ist laut aller Studien in Deutschland dank unseres vorbildlichen Bildungswesens auch kein Problem.

Konsens ist offensichtlich also, du hast gar kein Problem.

Bitte verhalte dich auch entsprechend...

f>otosBynYthese


Einen Mann suchen um dann gratis bei ihm wohnen zu können, toller Rat

Dann hast du meinen Rat offensichtlich nicht verstanden. Ich schrieb, dass sich beide lieben.

o richtig beeinflussen kann sie das auch nicht. Da steckt viel zu viel Glücksspiel drin.

Hab ich das Gegenteil behauptet? Man kann aber auch mal nach einem Date suchen. Daran ist nichts falsch.

dZol2orous


Liebe Alias,

ich möchte Dir meine Eindrücke zu Deinem Thread gerne mitteilen:

Du wirkst auf mich recht verbittert und negativ. Dies mag anderen auch so gehen, worüber die Resonanz auf Deine Beiträge teilweise entsprechend ausfällt. Dabei weiß ich aus eigener Erfahrung, dass die Förderung (oder eben auch Nichtförderung) wirklich abhängt vom entsprechenden Sachbearbeiter der entsprechenden Ämter. Ich bin vor einigen Jahren aus familiären Gründen aus dem Ausland zurück nach Deutschland gekehrt und meldete mich arbeitslos. Ich bin gut ausgebildet und habe vielfältige Qualifikationen vorzuweisen, von dem Termin beim Jobcenter kam ich allerdings total ernüchtert zurück. Demotivierender kann man sich nicht verhalten. Von anderen höre ich bis heute, dass sie optimal betreut und gefördert werden. Somit könnte der hier vielfach angesprochene Umzug in eine andere Stadt oder Gemeinde auch bedeuten, dass Du an einen Sachbearbeiter gerätst, der motiviert ist und Dich wirklich unterstützt.

Vielleicht kannst Du den anstehenden Umzug auch als Neuanfang sehen, der Dich mit neuem sozialen Netzwerk, neuer Wohnung und mit der Chance auf eine neue berufliche Tätigkeit ausrüstet!

Hier möchte ich Dir auch gleich einen Blick auf die DAA https://daa.de/ueber-die-daa/daa-standorte/ ans Herz legen. Hier in der Region helfen Sie den Interessenten u. a., die Fördergelder bei den Behörden "locker zu machen".

Desweiteren können ehrenamtliche Tätigkeiten Türen in eine Festanstellung öffnen, auf jeden Fall aber schaffst Du es dadurch, Anerkennung für Dich und Deine Arbeit zu erhalten, was Dich aus der negativen Gedankenspirale ebenfalls herausbringt. Und damit kannst Du der selbsterfüllenden Prophezeiung ein Schnippchen schlagen ;-)

Kurz noch zu Work&Travel: Zwei meiner Patenkinder waren ebenfalls in Australien für W&T, eine davon hat das kostenpflichtige Programm nahe Brisbane absolviert, was ihr viel Spaß gemacht hat. Was danach kam, war eher unterirdisch, die Anforderungen für Farmarbeit, die sie für sich gewählt hatte, einfach zu hoch. Sie hat sich dann etwas in der Gastronomie gesucht und konnte Ihre Zeit dann noch ausreichend genießen. Sie hatte übrigens den Anspruch, mit einer schwarzen Null zu reisen, was Sie durch 9 Monate arbeiten und 3 Monate reisen erreicht hat, trotz teurem Trainingscamp zu Beginn. Aber: Das Geld muss erstmal vorgestreckt werden.

Das andere Patenkind hat sich das W&T-Visum und die Flüge besorgt und ist direkt in der Gastronomie mit einem Job eingestiegen. Sie arbeitete zwei Monate, reiste einen Monat. Neuer Job am neuen Ort, weiterreisen. So lernte sie ganz Australien kennen und kam mit einem plus auf dem Konto wieder zurück.

Beiden hat es in so vielfältiger Weise gut getan, sich für ein Jahr fernab der Heimat alleine durchschlagen zu müssen. Sie kamen mit vielen Erlebnissen, gereift und ein Stück erwachsener zurück, was ihnen für die Entscheidung des Studiengangs nur zugute kam.

LCi]lax84


Date hin, Date her der junge Mann ist trotzdem noch lange nicht in Australien...

Das evtl. mangelnde Selbstwertproblem und die finanzielle Situation sind zwei völlig unterschiedliche Gebiete.

Gibt es denn vielleicht Förderungsmöglichkeiten?

Wenn der Vater nicht zahlt, springt doch in der Regel das Jugendamt finanziell ein?

Freunde von mir haben ebenfalls W&T gemacht, kommen weder aus gut betuchtem Elternhaus, noch hatten sie ein großes Startkapital. Wichtig war der Flug und die erste Nacht, danach lag viel an der Selbstorganisation.

Hast Du die Möglichkeit, Dich ausführlich beraten zu lassen? Einen Einzeltermin beim Jobcenter, bei dem Du die Bedenken schilderst und Deine Situation erklärst. Ich verstehe, wenn Du nicht gerne hingehst, vllt. habe ich auch etwas von einem Kontakt Deinerseits seiten des JCenters überlesen. Dennoch nützt es nichts, Deine Situation zu beklagen, weil Du Dich selbst in eine Rolle stilisierst, die Du nicht haben musst. Werde aktiv und nerve die Leute auf den Behörden so lange, bis sie Dir Abhilfe leisten.

Dein Sohn kann selbst aktiv werden und sich informieren, wie es mit evtl. Zuschüssen, whatever zwecks seines Traums aussieht. Warum soll das an Dir hängenbleiben?

Ich wünsche Dir viel Kraft :)* und glaube, wenn Du beginnst, die Baustellen in Deinem Leben zu minimieren, ergibt eines das andere ;-)

Viel Glück @:)

fEotgosRy+nth@esxe


springt doch in der Regel das Jugendamt finanziell ein?

Bei einem freiwilligen Aufenthalt in Australien? %:|

Warum sollte das Jugendamt das machen? Das kann man wohl vergessen.

EMlG>ustxo


@ sengana

solange er keinen Vertrag für Ausbildung/Arbeit/Studium hat, ist nix mit ausziehen, egal wohin.

Das stimmt immer noch nicht, entschuldige.

Er kann tun und lassen was er will - nur der Anspruch auf bestimmte Sozialleistungen muss dann neu überprüft werden.

Vielleicht drückst du dich da misslich aus, aber Keiner kann ihm einen Auszug verbieten.

@ Alias

Mache deinem Sohn nochmal ganz deutlich klar, was seine Entscheidung bedeutet. Welche weitreichenden Konsequenzen es nach sich zieht ohne irgendeine Basis loszuziehen. Dass er wenn es schiefgeht (vielleicht gar nicht erst bis zum Abflug kommt) auf der Straße sitzt. ER!!! Nicht du!

DU musst dich jetzt um dich und deine Zukunft sowie Versorgung kümmern.

Weißt du, ich habe mittlerweile durch Hartz4 solche Komplexe, mich total zurückgezogen, und ausgehen kann ich mir nicht leisten. Und wer will eine Frau mit Hartz4?

An dieser Stelle muß ich auch mal sagen: Du fixierst dich unverhältnismäßig stark auf den H4-Umstand.

- Von privat gibt es keine Wohnung wenn man H4 ist.

- Kein Mann will eine Frau mit H4.

So kommst du nicht weiter.

Zumal das Alles nicht stimmt!

Meine Schwester ist älter als du (Ende 50), hat eine schöne Wohnung (vor zwei Jahren dort hingezogen nachdem das älteste Kind ausgezogen ist, das nächste und letzte Kind folgt demnächst, die Wohnung ist aber trotzdem noch zu halten), arbeitet seit Kurzem auf 450-Basis, hat seit einem Jahr einen gut situierten Freund den es in keiner Weise gestört hat als sie sich kennenlernten, dass sie H4 ist und das weit länger als du! Und gestern hat er ihr einen Heiratsantrag gemacht.

Hör für dich selbst damit auf dich auf diese H4-Klischee-Schiene zu setzen. :|N

Dann, er ist nicht in Armut groß geworden, im Gegenteil, dass ist erst seit 2 Jahren so. Und ging es finanziell sehr gut, sind durch die Welt gereist.

Sei mir nicht böse, aber dann sieht es für mich so aus als wären sämtliche H4-Klischees bei dir hausgemacht, weil du selber nicht nur bis vor zwei Jahren so gedacht hast, sondern es noch mitschleppst. Da hilft es nur noch die eigene Einstellung zu ändern.

Ihr wohnt seit 12 Jahren in dieser Wohnung? Du hängst dran? Kann ich verstehen, absolut und unabdingbar. Nur muß Du einfach deine Ansprüche runterschrauben. Es gibt wirklich schöne 2-Zimmer-Wohnungen mit Vor- und Nachteilen. Hier muß man abwägen was Einem wichtiger ist. Oder erst mal auf mehr verzichten als man möchte. Ist nicht schön, wirklich nicht - aber es geht.

Und nun, wenn du wirklich Hilfe willst, dann sei ehrlich zu dir selbst: Kann es sein, dass du deine Ansprüche zu hoch steckst? Dass du mehr willst als im Moment geht?

Und noch etwas zu deinem Sohn:

Es gibt heutzutage sehr viele Möglichkeiten zu Auslandsaufenthalten die vom Jobcenter oder der Arbeitsagentur finanziert werden. Gerade für junge Menschen die nach dem Schulabschluß nicht genau wissen wohin. Dann geht es eben nur nicht nach Australien, sondern erst mal zum Beispiel nach Spanien. Auch dein Sohn sollte seine Ansprüche mal etwas runterschrauben.

_SParvfati_


> Dann, er ist nicht in Armut groß geworden, im Gegenteil, dass ist erst seit 2 Jahren so. Und ging es finanziell sehr gut, sind durch die Welt gereist.

Wenn du schreibst, dass ihr gut gelebt habt: Ist denn kein Erspartes über geblieben? Bei Hartz IV hat man ja ein gewisses Schonvermögen und umso älter man ist, umso höher ist es auch. Wenn denn noch Vermögen vorhanden ist, würde ich es an deiner Stelle für einen Umzug in eine andere Region mit niedrigeren Mieten einsetzen, u d weniger darauf hoffen, dass das Amt den Umzug zahlt.

S3en<ganxa


@ ElGusto

Ja, das war meinerseits zu polemisch ausgedrückt. Er kann natürlich tun und lassen was er will, er kann natürlich ausziehen und von Luft und Liebe leben, keiner wird ihn zu den Eltern zurück prügeln. Ich denke, das sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass das in unserem Staat nicht möglich ist.

Aber wenn er seinen Bedarf nicht selbst decken kann, wird er quasi genötigt, bei den Eltern zu wohnen. Unter 25 gibt es für ihn den Regelsatz für Alleinstehende+KdU nur, wenn er ausdrücklich nachweisen kann, wieso er absolut nicht bei den Eltern wohnen kann.

(Nochmal was ich die ganze Zeit aussagen will: unter 25 und keine eigenen Einkünfte = quasi genötigt, bei den Eltern wohnen zu bleiben, da Auszug und eigener voller Regelsatz nur schwierig möglich.)

DLark TAvengxer


Um noch mal das Thema work & travel anzusprechen.

Ich kenne das von dem Sohn meiner Partnerin. Er war nach dem Abi für 1 Jahr in Neuseeland. Um das zu organisieren ist noch Zeit vorhanden. Es gibt nämlich Reisebüros, die genau so etwas anbieten. Bei ihm war es STA Travel. Ein Reisebüro für Studenten. Gibt es normalerweise in jeder Studentenstadt. Dort bekommt er genau die Infos, die er braucht. Auch kümmern sie sich um die erste Unterkunft für ein paar Tage. Bei ihm war es in Auckland. Genauso bekommt er Infos, wie das ganze abläuft. Jobsuche dort unten usw. In Neuseeland ist es so, dass es ohne weiteres möglich ist dort Jobs zu finden. Ganze viele Abiturienten sind dort. Er hat zum Beispiel auf einer Kiwiplantage gearbeitet. 3 Tage arbeiten in der Woche. er hat dies mehrere Wochen gemacht, bis er mit anderen Leuten die möglichkeit hatte in Neuseeland ein Auto zu kaufen, was sie nach einem Jahr wieder verkauft haben, und durchs Land zu fahren. Wenn das Geld knapp wurde, wurde einfach wieder gearbeitet. Das war überhaupt kein Problem. Er hatte am Ende soviel Geld verdient, dass er auf dem Rückweg noch in Australen, Bali, Singapur usw. war. Von daher kann ich nicht nachvollziehen, dass dies angeblich laut diversen Forenpost verdammt schwierig sein soll. Dies ist mittlerweile ein gängige Geschichte, die sehrt viele Abiturienten machen. Ganz Neuseeland ist voll davon, und ich weiss wovon ich rede. Wir haben ihn nämlich dort unten besucht und festgestellt, dass extrem viele Deutsche dort sind. Trotzdem ist es ein tolles Land, wo ich leben möchte.

Also er soll sich informieren usw. Die Flüge sind auch nicht so teuer, wir haben 2016 1200,- für Hin- und Rückflug pro Person gezahlt.

Wenn er nachdem Abi sich einen Job, z.B. am Fliessband sucht, hat er diese Summe sofort drin. Nur ich würde erst ab September fliegen, hatte ich in einem älteren Post schon geschrieben, auf den nicht reagiert wurde, damit er sich als Student irgendwo einschreibt um das Kindergeld weiterhin zu bekommen

DHeLspe"ro


Er kann das Geld aber nicht behalten! Außer knapp 100 Euro. Wird eng bis August.

Und ich kenne die Situation als H4-Kind. Ihn bleibt nur ausziehen, selber arbeiten und sparen.

kUoboTldixne44


Mir ist das zuviel Jammerei, ehrlich.

Das der Junge dieses Jahr Abi macht und danach u.U. das Haus verläßt, sei es Ausbildung, Studium oder wie hier Work &Travel, das ist doch nun wirklich lange vorher klar.

Warum gerät man jetzt in Panik? Es war Zeit..unendlich viel Zeit sich auf genau diesen Moment vorzubereiten.

Und das Argument Ü50 .....man muß was ändern wollen. Es gibt dutzende Jobs wo das Alter sowas von Wurscht ist. Dann geht man halt Putzen, oder Regale einräumen oder Zeitungen austragen oder zu ner Zeitarbeitsfirma. Das dies alles keine Traumjobs sind ist klar, aber man kann Geld verdienen und man schafft den Sprung zurück ins normale Arbeitsleben. Dann bräuchte man eventuell "nur" H4 aufstocken, was das ganze aber schon leichter macht.

Jetzt panisch ne Wohnung suchen ist doch utopisch. Nen Job womit man aus Vollbezug H4 rauskommt...das ist doch das wichtigste.

GbraókgCramáxn


Und noch etwas zu deinem Sohn:

Es gibt heutzutage sehr viele Möglichkeiten zu Auslandsaufenthalten die vom Jobcenter oder der Arbeitsagentur finanziert werden. Gerade für junge Menschen die nach dem Schulabschluß nicht genau wissen wohin. Dann geht es eben nur nicht nach Australien, sondern erst mal zum Beispiel nach Spanien. Auch dein Sohn sollte seine Ansprüche mal etwas runterschrauben.

Absolut. Wobei ich denke, dass es auch nicht ungewöhnlich ist, dass man die Realität mit 18 oder auch Anfang 20 noch nicht ganz so sieht, wie sie tatsächlich ist. Was ich in dem Alter noch für Vorstellungen hatte.. ;-D Aufenthalte im Ausland, während derer man auf sich selbst gestellt ist, können aber sehr dabei helfen auf den Boden der Tatsachen zu finden. Damit meine ich nicht, dass man nur mal ordentlich auf die Schnauze fliegen muss, sondern schlicht, dass man selbst für sich und seine Handlungen Verantwortung übernehmen muss.

Und Möglichkeiten, um ins Ausland zu gehen, gibt es ja auch abseits vom Work & Travel. Ich war als Aupair in Europa. Ich hatte so ein Dach über dem Kopf, zu Essen und ein kleines Einkommen. Um meinen Finanzen aufzubessern, habe ich nebenbei gelegentlich Nachhilfe gegeben. Kindergeld habe ich weiter bekommen, da ich einen intensiven Sprachkurs besucht habe und das, glaube ich, irgendwie als Weiterbildung oder so gezählt hat. Ist aber inzwischen auch schon ein paar Jahre her.

Meine Schwester hat nach dem Abitur ein paar Monate gearbeitet und hat gespart. Von dem Gesparten ist sie dann gemeinsam mit einer Freundin ein paar Monate verreist. Zwischendrin haben sich auch gelegentlich gearbeitet, der Fokus lag aber auf dem Reisen. Nach der Rückkehr hat sie eine Ausbildung begonnen. Im Anschluss an die Ausbildung hat sie eine Art soziales Jahr auf einem anderen Kontinent gemacht und in ihrem erlernten Beruf gearbeitet.

Je nach Wünschen und individuellen Ausgangsvoraussetzungen, gibt es unterschiedliche Optionen. Dass man da nicht unbedingt jeden Traum exakt so, wie man es sich geträumt hat, auch umsetzen kann, gehört wahrscheinlich dazu. Hilft auch dabei die eigenen Vorstellungen vom Leben an die Wirklichkeit anzupassen. Auch wenn das bedeutet, dass man die Ansprüche runterschrauben muss.

Mache deinem Sohn nochmal ganz deutlich klar, was seine Entscheidung bedeutet. Welche weitreichenden Konsequenzen es nach sich zieht ohne irgendeine Basis loszuziehen. Dass er wenn es schiefgeht (vielleicht gar nicht erst bis zum Abflug kommt) auf der Straße sitzt. ER!!! Nicht du!

DU musst dich jetzt um dich und deine Zukunft sowie Versorgung kümmern.

Das ist eine sehr gute Anregung. Ich denke auch, dass es wichtig ist, mit dem Sohn ein ernsthaftes Gespräch zu suchen und nach seinen Vorstellungen und auch konkreten Plänen zu fragen. Damit man selbst als Mutter auch in die eigene Zukunft planen kann.

Rücksichtnahme auf Kinder schön und gut, aber der Sohn möchte als Erwachsener eigene Entscheidungen treffen und sein eigenes Leben leben. Da kann er nicht erwarten, dass die ebenfalls erwachsene Mutter ihr ganzes Leben um ihn herum plant und auf alle Eventualitäten Rücksicht nimmt.

Er sollte, denke ich, einen konkreten Plan machen und diesen dann nach Möglichkeit auch durchziehen. Was er will und wie er es umsetzen möchte, liegt in seiner Hand. Und wenn das geklärt ist, kann auch die Mutter weiter planen und ihr Leben neu sortieren. Auch wenn das bedeutet, dass der Sohn eventuell auch dann in die Selbständigkeit entlassen wird, wenn es für ihn gerade doch nicht so angenehm ist.

Wenn Work & Travel dann doch nicht klappen sollte, kann er ja zum Beispiel bis zum Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums an einer Supermarktkasse oder als Kellner arbeiten, um so seine Lebenshaltungskosten zu decken. Wenn er dann nicht mehr zurück zur Mutter kann, weil diese in einer kleineren Ein-Personen-Wohnung lebt, muss er sich halt nach einem kleinen und günstigen WG-Zimmer umsehen. Wird für ihn vielleicht phasenweise ungemütlich, aber dass das Leben nicht nur positive Konsequenzen haben kann, gehört halt auch dazu.

Alias 751790


Hilfe, komme nicht mehr hinterher und versuche zu antworten und keinen zu vergessen.

Vorab, ich bin überhaupt nicht verbittert, ( im Gegenteil, habe letztens noch einer Freundin gesagt, ich bin dankbar für das was ich bisher hatte ) eher momentan kopflos und ratlos, weil ich meinem Sohn schon wünschen würde, dass es klappt. Es hängt aber viel davon ab ( also von mir, wie es für ihn weitergeht ). Ohne Job, mit dem ich aus Hartz4 komme braucht er Jahre für seinen Traum. Und an die Hand nehmen-tue ich insofern, als das ich ihm sage, worauf zu achten ist, was er ca. an Geld braucht. Die wollen aber keine Einmischung, weil sie es alleine schaffen wollen. Und ich bin eine wirklich starke Frau, ich extrem harte Zeiten hinter mir ( während der finanziellen Lage 2 Todesfälle in einem Monat und und ). Das ich auch mal in ein Loch falle ( und das ist selten, ich bin normalerweise ein Stehaufännchen und das was alles passiert ist, da wäre der ein oder andere schon komplett zusammen gebrochen ). Das ist aber nicht Thema..

Wobei Fotosynthese zumindest nicht unrecht hat, indem ich auch mal wieder die Männerwelt begutachten sollte, lebe lange genug alleine und habe meinen Sohn alleine großgezogen, da nur am Rande. Aber das hat keine Priorität, damit kann ich mich vielleicht beschäftigen, wenn das Wichtige gekärt ist. ;-D.

Dolorous, deinen Link schaue ich mir gleich mal an. Nein, ich bin in keinster Weise verbittert, dass kann ich definitiv behaupten. Ich habe doch bis Februar einen Bundesfreiwilligendienst geleistet, natürlich selbst gesucht, und es war richtig toll und ich hatte mir davon erhofft irgendwie unterzukommen. Den BFD etc. darf man nur alle 4 Jahre machen und selbst wenn ich einfach ohne Geld dorthin fahren wollen würde, ich habe nicht das Geld für Bus oder Benzin, sonst wäre ich da auch so geblieben. Ich habe die Arbeit geliebt.

Parvati, ja wir hatten viel Erspartes, sehr viel und über das Schonvermögen hinaus, alles weg, weil ich mich gesträubt habe von Hartz4 zu leben. Deshalb ist auch das Geld von meinem Sohn, welche ich angespart hatte weg. Und er will unbedingt W&T machen, und kein Auslandsjahr etc. habe ich alles schon versucht und wie gesagt, sein Freund sitzt ja noch im Nacken.

ElGusto, ich kann nun mal nichts dafür, dass ich mich minderwertig fühle durch Hartz4, weil ich für mich das Gefühl habe total versagt zu haben. Aber ich bin stark und brauche einfach irgendwie mal Luft und habe momentan mal einfach einen Durchhänger und ich finde, den darf man auch haben. Mein Motto, ich lasse mich davon nicht unterkriegen und ich will da raus. Wie gesagt, momentan der Durchhänger, weil auch viel von mir abhängt, ob mein Sohn nach Australien kann und irgendwie fühle ich mich schuldig, weil auch sein ganzes Geld draufgegangen ist. Immerhin habe ich es geschafft, den Füherschein zu finanzieren, weil ich vor 2 Jahren damit angefangen habe zu sparen und durch meinen Bundesfreiwilligendienst ging es, oder durch Verkäufe von Spielsachen etc.

Nein, ich stelle keine Ansprüche. Ich liebe meine Wohnung, fühle mich hier wohl, weiß aber ( und ich suche ja schon lange eine Bleibe ), dass ich umziehen muss in eine kleine Hütte. Und nein, hier gibt es keinen schönen Wohnungen mehr und schon gar nicht für das Geld. Ich lebe genau zwischen 2 Großstädten und im Ort ein Weltkonzern.

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