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Hartz4 und Sohn will nach Work and Travel machen

Alias 751790


Da gebe ich dir recht, das merke ich selbst...Theoretisch müsste ich mal eine Woche raus hier, aber wovon? Jetzt auch noch fürchterliche Zahnschmerzen {:(

H:aynxca


Pfefferminzbonbon

3. Er macht eine Ausbildung oder sucht eine Arbeit.

- bleibt er bei dir wohnen wird sein Einkommen bei euch angerechnet.

Das ist falsch. Wenn er seinen Lebensunterhalt selbst verdient, ist er raus aus der Bedarfsgemeinschaft.

Auch überschüssiges Einkommen muss nicht für die Mutter eingesetzt werden.

Herausfallen von Kindern aus der Hartz IV Bedarfsgemeinschaft

Der

§ 7 Abs. 3 Nr. 4 SGB II bestimmt, dass Kinder und junge Erwachsene nicht zur Bedarfsgemeinschaft gehören, wenn sie ihren Lebensunterhalt aus eigenem Einkommen sicherstellen können. Das ist der Fall, wenn das Einkommen ihren Bedarf übersteigt. Der Bedarf berechnet sich aus dem jeweiligen Regelsatz, gegebenenfalls Mehrbedarfszuschlägen und dem Prokopfanteil der Unterkunfts- und Heizkosten.

Daraus folgt, dass nicht-hilfebedürftige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre (§ 7 Abs. 3 Nr. 2 SGB II) ihr Einkommen nicht in die Bedarfsgemeinschaft einbringen müssen.

[[http://www.gegen-hartz.de/news/hartz-iv-einkommen-kinder-bedarfsgemeinschaft]]

Alias 751790


Hanca, dass weiß ich. Er muss dann aber seinen Mietanteil an mich zahlen und für seine Kosten selbst aufkommen, oder er gibt es eben ab. Es fehlt ja dann vom JC sein Regelsatz und Mietanteil. Kindergeld wird dann bei mir abgezogen.

Alias 751790


Ist doch dann eine Hausgemeinschaft? Da muss ich mich auch einlesen, also langweilig ist mir echt nicht...

lCerchYenzunxge


@ Hanca

Wenn er seinen Lebensunterhalt selbst verdient, ist er raus aus der Bedarfsgemeinschaft.

so pauschal stimmt das nicht, Du hast es ja selbst zitiert. Der Sohn muss dann nicht für den Regelsatz der Mutter oder deren Miet(neben)kostenanteil aufkommen, sehr wohl aber wird vorausgesetzt, dass er aus seinem Einkommen sein Anteil der Wohnkosten bestritten werden.

Sofern ich die Lage hier richtig verstanden habe, wird schon jetzt die derzeitige Miete nur teilweise vom JC übernommen, die TE und ihr Sohn müssen noch einen Teil des Regelsatz für die Mietkosten einsetzen! Wenn der Sohn eigenes Einkommen entsprechender Höhe hat, sodass das von Dir Zitierte gilt, würde die Höhe der Mietkostenübernahme halbiert werden und der Sohn müsste aus seinem Einkommen sowohl seinen entsprechenden Anteil als auch den bislang aus dem Regelsatz bestrittenen Anteil übernehmen, also wohl deutlich mehr als die Hälfte der Miete tragen!

Formal wird sein Einkommen also der Bedarfsgemeinschaft nicht zugerechnet, faktisch aber müsste er doch einiges davon abgeben!

l<erchenxzu]nge


Ist doch dann eine Hausgemeinschaft?

Richtig, wird auch in der von Hanca aufgeführten Quelle behandelt:

Allerdings begründen Kinder und junge Erwachsene, die aus der BG herausgefallen sind, mit ihren Eltern eine Haushaltsgemeinschaft. Diese besteht, wenn Verwandte und Verschwägerte mit Hilfebedürftigen in einem Haushalt leben (§ 9 Abs. 5 SGB II). Bei verwandten und verschwägerten Personen, die zusammen in einer Haushaltsgemeinschaft leben, wird vermutet, dass diese sich gegenseitig unterstützen, soweit dies von ihnen erwartet werden kann (§ 9 Abs. 5 SGB II). Eine solche Unterhaltsleistung wird jedoch erst erwartet, wenn das bereinigte Nettoeinkommen (abzüglich Erwerbstätigenfreibeträge und sonstiger Absetzbeträge) die zweifache Regelleistung von derzeit 351 EUR zuzüglich des Prokopfanteils der Kosten für Unterkunft und Heizung übersteigt (§ 1 Abs. 2 ALG II-VO).

HUancxa


Wenn er seinen Lebensunterhalt selbst verdient, ist er raus aus der Bedarfsgemeinschaft.

so pauschal stimmt das nicht, Du hast es ja selbst zitiert. Der Sohn muss dann nicht für den Regelsatz der Mutter oder deren Miet(neben)kostenanteil aufkommen, sehr wohl aber wird vorausgesetzt, dass er aus seinem Einkommen sein Anteil der Wohnkosten bestritten werden.

Wenn er seinen Lebensunterhalt selbst finanziert, beinhaltet das natürlich auch seinen Anteil der Wohnkosten.

Pwfeffe`rminzbonxbon


Was lerchenzunge sagt.

Es wird zwar nicht bei seiner Mutter angerechnet, aber bei ihm. Das heisst er trägt seinen bedarf selber und muss dieses Geld in welcher Form auch immer bei seiner Mutter abgeben. Es wird nicht nach der Bedarfsanteilmethode angerechnet, das stimmt. Aber in der BG angerechnet wird es.

Übersteigende Einkommen des Sohnes wird zwar nicht direkt bei der Mutter angerechnet, aber indirekt in Form des Kindergeldes. Das übersteigende Kindergeld wird bei der Mutter angerechnet.. das kommt aber wahrscheinlich nur bei einer Ausbildung zum Tragen und auch nur bei entsprechend höher Ausbildungsvergütung.

Bei einem normalen Versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis dürfte das Kindergeld wegfallen, da der Sohn volljährig ist.

Es läuft darauf hinaus dass der Sohn seiner Mutter die Summe an Geld geben muss, die jetzt das Amt für ihn an Sie bezahlt.

Und ich gab das nur zu bedenken, da der Sohn schon gemault hat, dass er nicht für 170 aus 450 Euro arbeiten will.

Alias 751790


Pfefferminzbonbon, dass mein Sohn nicht für 450,- arbeiten will hat er nicht gesagt und ich glaube so habe ich das auch nicht geschrieben.

Mag aber jetzt nicht mehr alles zurücklesen. Er wird arbeiten müssen ( voll ), das habe ich ihm auch gesagt, weil das JC da schon nachhilft. Er wollte jetzt für 450,- arbeiten gehen, bis zum Schulende, aber er kann nur 170,- behalten. Deshalb, ich muss aus Hartz4 raus und zwar schnellsten, mit Mindestlohn aber leider nicht machbar und dann ist immer noch die Miete zu teuer. Ja, ich gucken schon überall!

Mit der Hausgemeinschaft scheint ja auch etwas kompliziert, wenn ich das so lese?

P]fefferCminozboYnbon


Nein so kompliziert ist das gar nicht. Das gilt nur wenn man sehr gut verdienende Familien-Haushaltsangehörige hat.

Man rechnet das so.

Mal angenommen Dein Sohn arbeitet jetzt Vollzeit und verdient 2000 netto. Was ja irgendwie unwahrscheinlich ist ;-)

Man würde das dann so rechnen, dass erst mal der Erwerbstätigen Freibetrag angezogen würde. Faustformel ca 300 Euro.

2000-300 =1700

Dann abzüglich 2 mal volle Regelleistung 2*416 =832)

1700 - 832 = 868

Abzüglich sein mietanteil. Ich sag jetzt einfach mal 350 Euro

868-350 = 318 Euro.

So und davon jetzt die Hälfte würde dann bei dir angerechnet werden. Weil da dann vermutet wird dass dein Sohn dich mit diesem Betrag unterstützen kann.

Also 159 Euro wäre das bei einem Verdienst von 2000 Euro.

Ist jetzt halt sehr hypothetisch. Aber daran kann man sehen, dass der Verdienst schon recht hoch sein muss damit das zum Tragen kommt.

Das rechnet dann aber das Jc aus. Kann auch durchaus weniger oder mehr sein, je nachdem was man an Miete zählt oder was man abzusetzen hat.

PTfeffeorminzLbo%nboxn


Sorry ich kanns nicht auf mir sitzen lassen dass du das nicht geschrieben hast.

19.04.1809:57

Alias 751790

Aedgiva, also jegdlichen Schrott habe ich ihm bestimmt nicht gekauft. Ich sagte gerade zu Ihm, geh doch schon mal ein paar Stunden arbeiten auf 450,-, er nö, da bleibt ja kaum was übrig. Ich ihm dann aufgezählt, dass er sich davon ja schon mal den Rucksack, Schuhe etc. anschaffen kann

Hat er also doch gesagt. Er will nicht für 450 weil da so wenig übrig bleibt.

dUol oroxus


@ Alias

Danae, ich denke, wenn ich die Situation entspannt hat, geht es mir von alleine besser.

Ich habe nach Deinen Beiträgen weder den Eindruck, dass sich die Situation mit Deinem aktuellen Befinden ändern könnte noch, dass Du genug Energie hast, dieses Thema aktiv anzugehen.

Ich gucke nach einer Lösung, dass beide gut bedient sind und natürlich hat Job/Wohnung Priorität, aber dann haben wir vermutlich auch kein Problem mehr, wenn das vorhanden ist.

Ich meine mich zu erinnern, dass Du knapp über 900 Euro an Miete bezahlst, den Betrag finde ich persönlich sehr hoch. Du beschreibst den Wohnungs- und Arbeitsmarkt in Deiner Stadt als derart angespannt, dass Du seit zwei Jahren weder eine bezahlbare Wohnung noch eine Tätigkeit für Dich finden kannst. Ein Umzug ist offenbar das einzige, was Dir als Option bleibt, egal, in welche Richtung sich Dein Sohn künftig orientiert (Bund, W&T, Ausbildung). Und er läuft gerade auch "irgendwie" im Kreis, Deiner Beschreibung nach. Deshalb habe ich in meiner früheren Heimatstadt in Süddeutschland mal nachgeschaut: Es handelt sich hier um eine kleine Großstadt, sehr attraktiv mit vielen Freizeitmöglichkeiten. Da kannst Du eine Zweizimmerwohnung für rund 400 Euro mieten und die Arbeitslosenquote liegt bei 3,4%. Diverse Studiengänge werden hier auch angeboten, nebenbei bemerkt

Da wärst Du zwar weit weg von der Nordsee, hättest aber eine vernünftige Perspektive für die nächsten 10 Jahre, die Du arbeiten gehst. Und dann kannst Du an die Nordsee ziehen und Dein Leben vielleicht ein stückweit mehr genießen.

Manchmal kommt man auf die einfachsten Dinge nicht. Solche Ratschläge helfen und nicht, ich hätte meinem Sohn das ganze Geld

Drum bringe ich Süddeutschland ins Spiel!

Ich bin normalerweise ein Optimist und von daher glaube ich, dass es irgendwann bergauf geht, nur müsste es jetzt mal schneller gehen.

Ehrlich gesagt, wirkst Du auf mich derzeit nicht optimistisch, was ich aber voll und ganz verstehen kann! Mit ein Grund, warum ich mir wünsche, dass Du Deinen Suchradius für a) Job und b) Wohnung auf ganz Deutschland erweiterst und dieses dann als kompletten Neuanfang sehen kannst!

dvanxae8x7


Da gebe ich dir recht, das merke ich selbst...Theoretisch müsste ich mal eine Woche raus hier, aber wovon? Jetzt auch noch fürchterliche Zahnschmerzen {:(

Nun, Zahnarzt zahlt ja die Kasse. Das lässt sich ja zügig erledigen. Und du könntest ja gucken was es an kostenfreien Angeboten in der Gegend gibt. Manchmal hilft es ja schon da einfach mal abzuschalten.

JTess1Slytherxin


Ich glaube, Benita.B fährt doch oft sehr preiswert irgendwo hin. Vielleicht hat die da Tipps.

Ansonsten mal raus in den Wald, an den See, einfach den Kopf lüften.

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